Mineralien / Minerals / Minerales > Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals

giftiger malachit?

<< < (2/3) > >>

Hg:
Hallo Frank,
ich gebe dir schon recht bezüglich Magensaft usw.

--- Zitat ---Schnecken, Garnelen und Welse reagieren schon teilweise auf einen Wechsel mit warmen Leitungswasser (höherer Kupfergehalt) mit dem Tod.

--- Ende Zitat ---
Kupferverbindungen sind extrem fischtoxisch, aber das weißt Du ja mit Sicherheit.
Aber für den Menschen sehe ich da nicht eine so große Gefahr. Solange man die Verbindungen nicht löffelweise zu sich nimmt  ::)
Gruß
Hg

Torben:
Moin!

Also mir hat man beigebracht, daß Kupferstäube beim Einatmen krebserzeugend seien. Inwieweit das für dessen Salze gilt, weiß ich nicht. Müßte man mal nen Biochemiker oder Pharmakologen fragen...

Aber bei Kontakt mit Haut oder Aufnahme in den Magen ewarte ich keine übermäßigen Probleme. Da viele Cu-Verbindungen relativ gut wasserlöslich sind, werden sie ja auch vergleichsweise gut ausgeschieden.
Außerdem gibt es einen Grenzwert von 2 mg/l Cu im Trinkwasser, bis zu dem das Wasser in dem Punkt als unbedenklich gilt..  Für Schwermetallionen ist das vergleichsweise viel. Zum Vergleich: Pb 0,01 mg/l, Ni 0,02 mg/l, Hg 0,001 mg/l, Cd 0,005 mg/l (nach geltender Trinwasserverordnung)

Grüße

Torben

berthold:
Hallo,

ja, das mit dem Trinkwasser-Grenzwert hat einen besonderen Grund.

Kupfer kommt natürlicherweise in Rohwasser für die Trinkwassergewinnung nur mit weniger als 100 µg/l Cu vor, in Deutschland z.B. liegt der mittlere Kupfergehalt des Trinkwassers bei 40 µg/l. Aber: die Kupferrohre sind das Problem. Wir holen unser Wasser ja aus der Leitung - und nicht aus dem Brunnen. Und durch den Transport - besonders in den Hauswasserleitungen - werden schon mal leicht die besagten 2 mg/l Cu überschritten.

Wenn wir die Grenzwerte nicht so leicht einhalten können  -ähh-  ja dann setzen wir sie doch einfach mal höher fest.  :P

Gruß

Berthold

Krizu:
BTW:
Die Werte/Analysen gelten nur bis zum Übergabepunkt!

Mfg

Frank

Torben:
Hallo Berthold!

Klar, die technische Machbarkeit ist immer so eine Frage, aber trotz allem darf bei keinem Grenzwert eine toxikologisch wirksame Schwelle überschritten werden. Wäre ein akzeptabler Wert nicht erreichbar müßte man im Zweifel anderes Material verwenden. Möglichkeiten sind ja genug da, alles eine Frage des Preises, z.B. Überputz-Edelstahlrohre...
Bei den Cu-Rohrleitungen wirft das an der Stelle natürlich wieder die Diskussion um das Kohlensäure-Gleichgewicht auf, mit der die Korrosivität eines Trinkwassers charakterisiert wird:
Ist das Wasser an Kalk übersättigt, kalken die Leitungen zu, ist zuviel Kohlensäure drin, bleiben auch größere Mengen Kalk brav in Lösung, aber die Leitungen werden angegriffen...
Dafür gibt es ja auch ausgereifte Anlagen, die entweder Kohlensäure zusetzen oder eben das Wasser entgasen können.

@Krizu: Ja hast recht. Und bis zum Übergabepunkt liegen schließlich Kunststoffrohre. Allerdings hat es wohl in Gütersloh (da hab ich ne Weile gewohnt, daher weiß ichs zufällig) einmal massive Probleme mit Kupfer im Kläranlagenvorfluter gegeben. Eine Kontaminationsquelle konnte trotz intensiver Suche nicht ausfindig gemacht werden. Das Ende vom Lied war: Das Trinkwasser war zu aggressiv und die Hauswasserleitungen wurden angegriffen. Seit dem Zeitpunkt wird der Kohlensäuregehalt nachgeregelt und die Kupferimmission im Vorfluter hat wieder erträgliche Werte angenommen. Das Problem: Quasi im gesamten Gebiet um den Teutoburger Wald sorgt der Muschelkalk für sehr kalkhaltiges Wasser. Ich messe fast ausschließlich sehr hohe Werte. Ausnahmen stellen nur die regenwassergespeisten, oberflächennahen Wasser in Sandboden direkt am Hang des Teutoburger Waldes und einige kleinere Lokalitäten weiter unten dar.

Viele Grüße

Torben

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln