Hallo Steinfinder,
zunächst einmal sei gesagt, daß die Natur im Achat alle möglichen Farben wiedergibt, also auch blau, violett und rosa.
Bei den " verschönerten " oder besser " versaubeutelten " Achaten unterscheidet man zwei Arten der Manipulation. Zum einen das Färben und zum anderen das Brennen. In aller Regel werden Brasilianische Achate, und hier in erster Linie Scheiben, gefälscht.
Beim Färben sind es in erster Linie die Farben Rot, Rosa, Lila, Violett, Blau, Grün und Schwarz. Solche Stücke zeichnen sich vor allem durch sehr kräftige, knallige Farben aus. Man kann einen manipulierten Achat oft daran erkennen, daß die Färbung in den einzelnen Lagen leicht unterschiedlich stark ist. Das liegt an der unterschiedlichen Durchlässigkeit der jeweiligen Lagen. Oft kann man auch am äußeren Rand, also der Kruste, Reste des Färbungsmittels erkennen. Auch sind solche Stücke oft nicht perfekt geschliffen. An Sägeriefen oder Schleifspuren reichert sich das Färbungsmittel oft stärker an. Achten sollte man auch auf evtl. vorhandene Quarzzentren im Achat. Der Quarz hat oft winzige Kristallzwickel, in denen sich die Farbe ebenfalls absetzt. Auch in kleinen Rissen und Sprüngen fangen sich Farbpartikel. Schwarz ist generell am schwierigsten zu erkennen, wird aber in der Regel auch nur für Schmuckzwecke verwendet. Heißt, die gefärbten Stücke werden nachher zu Cabochons, Anhängern o.ä. verarbeitet. Jüngstes Beispiel hierfür, und davon waren leider auch viele Sammler betroffen, sind die sog. Tuxedo Achate, die auch in München von einem bekannten und renomierten Amerikanischen Händler angeboten wurden, leider ohne einen Hinweis auf die Manipulation. Dabei handelt es sich um Achate aus Aouli / Marokko, die nur eine grau-weiße Farbe besaßen und entsprechend "aufgewertet " wurden.
Gebrannte Stücke, und auch hier reden wir vorwiegend von Brasilianischen Scheiben, sind schon schwerer zu erkennen. Beim Brennen werden nur Brauntöne erzeugt. Das reicht von einem zarten Karamelton bis hin zu einem tiefen dunkelbraun. Hier achtet man auf die Lagen des Achates. Nach dem Brennen zeichnen sich die Lagen nicht mehr so scharf voneinander ab. Ansonsten ist´s kaum zu erkennen.
Schützen kann man sich nur durch aufmerksames Betrachten und im Zweifel Verzicht. Außerdem ist die Gefahr bei einem seriösen und auf Achate spezialisiertem Händler geringer als an " Kirmesbuden ". Dieser hat nämlich einen Ruf zu verlieren ( außer, man ist Amerikaner

)
Nachfolgend ein paar Bildbeispiele.
Deutlich sieht man die, durch Farbpigmente verfärbten, Risse. In einem natürlich gefärbten Achat wären diese Risse weiß.