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Autor Thema: Rheinische Braunkohle  (Gelesen 25445 mal)

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Offline Grenzton

Re: Rheinische Braunkohle
« Antwort #15 am: 08 Dez 06, 11:05 »
Hallo zusammen.
Die Idee von Spotts finde ich sehr gut.
Vielleicht sollten wir uns mal zu einer Exkursion mit dem Hintergrund dort anmelden, das wir für unser Lexikon an einem "Projekt" arbeiten das sich mit der Braunkohle und deren Fossilien beschäftigt.
Vielleicht können wir noch hervorheben das es nicht nur Leute und Initiativen gegen den Braunkohlenabbau gibt, sondern auch Befürworter, die den wissenschaftlichen Aspekt ins Auge gefasst haben, vielleicht als eine Art Öffentlichkeitsarbeit.
Wenn wir ein paar Leute zusammen bekommen (es gab da schon Anregungen), könnte da vielleicht was gehen.
Ich wäre auf jeden Fall sehr daran interessiert.

Gruß, Kalle

Offline rudi_strolz

Re: Rheinische Braunkohle
« Antwort #16 am: 08 Dez 06, 17:28 »
Hallo,

ich hatte mich wegen einer Zutritterlaubnis bereits vor ein paar Jahren erkundigt, da dort auch Mineralien zu finden sein sollten. Leider wurde entweder gar nicht geantwortet (auf Mails) oder ich erhielt die telefonische Auskunft, man könne an einer Bustour teilnehmen. Habe ich dann auch getan. Ein halbes Stündchen durch den Tagebau kurven und nirgendwo aussteigen dürfen, fand ich dann allerdings nicht wirklich ergiebig. Aber vielleicht hat ja jemand anderes mehr Glück.

Carsten

Offline Methakos

Re: Rheinische Braunkohle
« Antwort #17 am: 08 Dez 06, 18:05 »
An wen hast du geschrieben?

Offline rudi_strolz

Re: Rheinische Braunkohle
« Antwort #18 am: 09 Dez 06, 14:22 »
Hallo,

ich hatte eine Mail an die Rheinbraun-Hauptverwaltung geschrieben. Die haben allerdings nicht geantwortet. Den Termin für die Bustour bekam ich dann über einen damaligen Freund, der bei Rheinbraun arbeitet. Diese Bustouren werden regelmäßig angeboten, man muss sich nur früh genug anmelden. Wenn Interesse bestehen sollte, kann ich den Kontakt gerne wieder auffrischen und einen Termin vereinbaren. Nur wie gesagt: Man darf nicht aussteigen.  :(

Carsten

Offline Methakos

Re: Rheinische Braunkohle
« Antwort #19 am: 09 Dez 06, 15:40 »
Ich hab ja selber mal in Garzweiler gearbeitet und dabei gesehen, dass die Leute aus den Bussen auch ausgestiegen sind an bestimmten stellen. Z.B. den Baggern. Die hatten immer grüne Helme auf, daran konnte man die so gut erkennen. Ich werd bei ner tour nicht mitmachen, wohne derzeit einfach zu weit weg, dass es sich lohnt. aber an deiner stelle würde ich versuchen direkt bei der entsprechenden tagebauverwaltung oder führung nachzufragen. Die ist in der Erftstrasse in Grevenbroich für den TGB Garzweiler...genauer weiss ich die adresse leider nicht mehr. ist aber sicher im internet zu finden. im winter ist es aber schlecht...da ist das loch eine riesen schlammschlacht, vor allem nach regen.

Offline MeilensteinAachen

Re: Rheinische Braunkohle
« Antwort #20 am: 05 Feb 07, 10:12 »
Hallo,

eine bescheidene Alternative zu dem Tagebau bietet derzeit noch die Autobahnbaustelle am Grenzübergang  Aachen-Liechtenbusch (http://www.mineralienatlas.de/map.php?Koordinaten=grad%3BN%3A50%3A43%3A01%3BE%3A6%3A06%3A59%3B15). In den tonigen Schichten, welche über und unter einem ca. 10 cm mächtigen Braunkohleflöz liegen, fanden sich immer wieder Pflanzen und Zapfenabdrücke sowie komplett pyritisierte organische Substanzen.

Glück auf!

Bernd

Offline Krizu

Re: Rheinische Braunkohle
« Antwort #21 am: 05 Feb 07, 10:24 »
Ich hab ja selber mal in Garzweiler gearbeitet und dabei gesehen, dass die Leute aus den Bussen auch ausgestiegen sind an bestimmten stellen. Z.B. den Baggern. Die hatten immer grüne Helme auf, daran konnte man die so gut erkennen. Ich werd bei ner tour nicht mitmachen, wohne derzeit einfach zu weit weg, dass es sich lohnt. aber an deiner stelle würde ich versuchen direkt bei der entsprechenden tagebauverwaltung oder führung nachzufragen. Die ist in der Erftstrasse in Grevenbroich für den TGB Garzweiler...genauer weiss ich die adresse leider nicht mehr. ist aber sicher im internet zu finden. im winter ist es aber schlecht...da ist das loch eine riesen schlammschlacht, vor allem nach regen.

Hallo,

die Touren mit den Bussen und dem Aussteigen sind eher die VIP-Touren oder angemeldete Besuchergruppen mit eigenen Bussen.

Aber ein anderer Tipp:
Die Schitung fällt nach Süden ab, Garzweiler II sollte gerade angegraben werden. Wenn man die Schichtung mit dem Fernglas von der einen Seite des Tagebaus erkennen kann, weiss man, wo man suchen muss.

Werkschutz ist immer und überall!

MfG

Frank
(Der mal neben Otzenrath/Holz gewohnt hat)

Offline TKMineral

Rheinbraun....oder wie Ortschaften verschwinden
« Antwort #22 am: 17 Mär 07, 10:16 »
Hallo!

Habe in einem anderen Forum einige beindruckende Bilder von Garzweiler II gefunden:

http://www.baumaschinenbilder.de/forum/thread.php?threadid=3438&threadview=0&hilight=&hilightuser=0&page=1

Ganz schön heftig , was da für die Kohle fürn Aufwand betrieben wird.

Gruß

TK

Offline trommeln

Re: Rheinische Braunkohle
« Antwort #23 am: 08 Sep 07, 12:44 »
Hallo
wart ihr nun dort?
Frage: dort gäbe es Feuerstein, die einfach so in Haufen rumliegen.. habt ihr einige nach Hause mitgenommen?
Könnt ihr welche abgeben?
http://geo-lieven.com/feuersteine/feuersteine.htm

Offline bardenoki

Re: Rheinische Braunkohle
« Antwort #24 am: 09 Sep 07, 20:58 »
Hallo trommeln,

im August gab es im Tagebau Garzweiler den Tag der offenen Tür (100 Jahre Garzweiler). Da war es Tausenden von Besuchern möglich, mit Hunderten von Bussen durch den Tagebau zu fahren. Eine Stunde dauerte die Tour, aber an Aussteigen war nicht zu denken. Gleichzeitig wurden auf dem Festplatz Unmengen an getrommelten Feuersteinen an die Besucher verschenkt. Einen Bericht dazu findest du übrigens hier: http://geo-lieven.com/projekte/10000_steine/10000.htm. Auf dem Bild unten siehst du die Exemplare, die wir aus Garzweiler mitgenommen haben.

Feuersteine sind hier im Aachener Raum nicht selten. Abgerollte findest du in Kiesen, in den Mergelgruben ganze Feuersteinbänder, z.B. in t'Rooth findest du große Haufen mit Feuersteinbrocken, die bei der Mergelgewinnung störten(siehe http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Niederlande/Limburg/t%27Rooth oder bei strahlen.org: http://www.strahlen.org/vp/nl/rooth/rooth.htm)

Und dort wor die Kreide z.B. auf Feldern nahe an die Oberfläche kommt, kannst du ebenfalls große Mengen finden, wohl nicht abgerollt. Z.B. in Orsbach (http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Deutschland/Nordrhein-Westfalen/Rheinland/Aachen/Orsbach) liegen  fast überall rötlich/braue/gelbe Feuersteine herum.

Schönen Gruß

Norbert
« Letzte Änderung: 18 Mär 13, 14:01 von oliverOliver »

Offline Sargentodoxa

Re: Rheinische Braunkohle
« Antwort #25 am: 09 Dez 07, 18:54 »
Hallo , da ich mich schon 15 Jahre intensiv mit Braunkohlefossilien beschäftige, kenne ich die Sammelprobleme bestens.
Spezielles Sammelgebiet sind Karpofloren , also Samen von < 1mm   bis inkolte Steinkerne von mehrern cm z.B.  Carya, Juglans-Nüsse und die Koniferenzapfen.
Großtagebaue sind in der Regel tabu.
Bekomme gelegentlich Einladungen zu wissenschaftlich geführten Exkursionen, unterliege da aber gewissen Regeln und Pflichten.
Einfacher ist es da bei kleinen Ton- und Sandgruben z.B. in der Lausitz. Muß man halt mit dem Besitzer verhandeln.
Anbei ein Pinus ( Kiefer) - Zapfen        16cm    aus dem Rheinischen Revier
Glück Auf

Offline Sargentodoxa

Antw:Rheinische Braunkohle
« Antwort #26 am: 17 Jan 10, 14:33 »
Hallo
Leider ist es recht ruhig im Rheinischen Revier, deshalb hier nach 1jähriger Konservierung ein inkohlter Baumpilz.
Fo: Tgb. Hambach  ( Pliozän - Rottonschichten )      Aug. 2008
Glück Auf

Offline Galenit

Antw:Rheinische Braunkohle
« Antwort #27 am: 17 Jan 10, 17:59 »
Schöne erhaltung und garnicht so einfach die Dinger.  :)
Wie schwer ist es denn eigentlich an die Fundstellen zu kommen? Liegen doch sicher innerhalb der Tagebaue?

Offline Sargentodoxa

Antw:Rheinische Braunkohle
« Antwort #28 am: 17 Jan 10, 18:33 »
Hallo
Eigentlich geht es nur in Zusammenhang mit wissenschaftlich organisierten Exkursionen. Ich glaube illegal würde man in Hambach nicht weit kommen. Hab das jahrelang in Tgb. Klettwitz gemacht, ist aber nervenaufreibend sich ständig mit der Bergsicherheit anzulegen. Anderseits haben die "einfachen" Arbeiter stets ein Auge zugedrückt. Die schönsten Jahre waren im rechtsleeren Raum nach dem Umsturz 89, da konnte man fast vor den Bagger rumspringen, Zäune und Schilder gabs keine und kam doch mal einer, naja der sollte sich um was anderes kümmern. Aber irgentwann hat man dann doch mit Anzeigen gedroht.
Glück Auf

Offline Sargentodoxa

Antw:Rheinische Braunkohle
« Antwort #29 am: 18 Jan 10, 16:27 »
Hallo
Auch die Blattfossilien konnten sich sehen lassen.
Zelkova-Blatt   Tgb. Hambach  6. Sohle ; Inden Schichten 7B    - Obermiozän
Gruß

 

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