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Pseudomorphosen von gleichzeitig zwei Mineralien nach einem ?

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Collector:
Hallo

ich habe eine nette Stufe Quarz und Turmalin pseudomorph nach Orthoklas erstanden.

Es ist dies das erste Mal, daß ich eine solche Pseudomorphose sehe. Allerdings bin ich im Zweifel, ob das möglich oder richtig ist, daß zwei Mineralien gleichzeitig eine Pseudomoprphse nach einem anderen Mineral bilden können.

Wer weiß was darüber ? Auch Literaturverweis wird dankbar angenommen.

Danke und Gruß
collector

berthold:
Hallo Peter,

gleichzeitig ist natürlich die Frage, es ist möchlich nacheinander oder nebeneinander.

Nacheinander:

Ich habe eine Pseudomorphose von Muskovit nach Sillimanit nach Andalusit (soweit man das feststellen kann)

Nebeneinander:

Ich habe eine Pseudomorphose von Quarz und Fluorit nach Calcit.

Gruß

Berthold

Collector:
Hallo Berthod

danke für Deine Antwort.

Das Wort gleichzeitig wurde von mir falsch gewählt; das kann ich natürlich nicht sagen ob nacheinander oder nebeneinander.

Bei meiner Stufe haben vorwiegend die Quarze ( sehr feine Quarzkristalle)  den Orthoklas nach den 010 und 001-Flächen ersetzt, welche der Spaltbarkeit des Fedspates entsprechen. Dabei handelt es sich um ein sauberes Wachstumsgefüge. Die Turmaline sind innig mit den Quarzkristallen verwachsen.

Wie, wann und unter welchen Bedingungen die Pseudomorphose begann, kann ich nicht sagen. Mir gehts nur darum zu wissen, ob es überhaupt möglich ist, daß zwei Mineralien nach einem anderen pseudomorph sein können.

Aber mit Deinem Beispiel Quarz+Fluorit ps. > Calcit hast Du mir schon weiter geholfen. Danke.

gruß
collector

P.S. Die Stufe ist unter Mineralgruppe/Feldspat > Pseudomorphose als 3. Bild zu sehen.

ZEO:
Hallo,

ein anderes Beispiel beschrieben und abgebildet in  Dioptase-Planchéite pseudomorphs after calcite from the Tantara copper deposit, Katanga, Republique du Congo, Mineralogical Record 6/2005.

Die Stücke stammen aus dem Nachlass eines vor vielen Jahren dort tätigen Wissenschaftlers, sind also kaum zu erhalten.

Gruß

Zeo

berthold:
Hallo,

hier nun ein Bild einer Mehrfachpseudomorphose: Quarz und Fluorit nach Calcit (Skalenoeder). Das Stück stammt aus dem Wölsendorfer Flußspatrevier (Grubenfeld Hermine) und zeigt einen liegenden, ca. 4-5 cm großen Skalenoder. Deutlich kann man die körnige, fast "granitartige" Struktur sehen, wobei die hellen Körner Quarz, die grauen Körnchen Fluorit darstellen. Mit Quarz durchaderter Fluorit (dieser überwiegt) füllt also hier die Form des ursprünglichen Calcit-Skalenoeder aus.

Gruß

Berthold

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