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Der sächsische Bergbau geht vermutlich wieder los

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geomueller:
An dieser Meldung ist nun wirklich nichts neues mehr. Man hat langsam dem Eindruck diese ganzen immer wieder kehrenden Berggeschreinachrichten nur alle paar Wochen mal wiederholt werden um als Bergbehörde, LfULG, Sächs. Wirtschaftsministerium und was weis ich wer noch im Gespräch zu bleiben :-X ;)

Glück Auf, Jürgen

fassi:
Lustig ist immer wieder das man über Projekte und prospektionen die  Tatsächlich  stattfinden -oder voll in Planung sind nicht weiter berichtet ..-

die armen schreiberlinge der Medienagenturen müssen sich eben an den " neusten " festhalten was eigentlich schon lange kalter kaffee ist ..

würde man immer wieder von laufenden aktionen berichten würde das dem " Neuen Sächsischen Bergbau " wohl eher schaden  ;) ;) ;)
-z.B. vogelbrut .etc...  8) 8)

Manganit:
Hier ist mal was ganz Neues aus der Geruchtekueche - da glaube ich Kein Wort von. Die Firma "Indo Gold" druckt buntes Papier und verspricht das Blaue vom Himmel, angeblich wird in Indien, Korea und Liberia nach Gold gebohrt. In die Melange passt doch Sachsen wie das Gelbe im Ei :-)

Australier wollen im Erzgebirge nach Gold schürfen
31.08.2011  | Annaberg-Buchholz

http://www.wirtschaft-im-erzgebirge.de/de/Australier_wollen_im_Erzgebirge_nach_Gold_schuerfen_1002.html?news1031.id=731&news1031.year=2011&news1031.month=8&sid=de

Acht Probebohrungen will ein Bergbauunternehmen vom anderen Ende der Welt im Gebiet um Eibenstock in den nächsten vier Jahren starten. Es ist auch auf der Suche nach dem edelsten aller Metalle.

VON ERIK KIWITTER

EIBENSTOCK/NIEDERSCHLAG - 20 Seiten hat der blaue Aktenordner, in dem Karten, Grafiken und Tabellen abgeheftet sind. Erstellt hat ihn das Unternehmen Indo Gold Ltd. aus Milton in New South Wales, Australien. Bei den Unterlagen handelt es sich um einen, wie es im Beamtendeutsch heißt, "Antrag auf Erteilung einer Erlaubnis zur Aufsuchung der bergfreien Bodenschätze im Erlaubnisfeld Eibenstock", der an das Oberbergamt in Freiberg gerichtet ist. Es geht um Zink, Zinn, Kupfer. Lithium, Wolfram, Schwerspat, Blei und - Gold und Silber.

Das 124.000 Hektar große Gebiet, in dem Indo Gold Ltd. nach Bodenschätzen suchen will, betrifft Eibenstock, Johanngeorgenstadt, Zschorlau, Breitenbrunn und Bockau. Bevor das Oberbergamt der Firma die Genehmigung erteilen kann, auf dieser Fläche Voruntersuchungen und acht Probebohrungen zu unternehmen, die in diesem Falle vier Jahre dauern sollen, müssen die Kommunen ihre Erlaubnis geben. "Wir müssen abwägen, ob unsere Interessen beeinträchtigt werden", sagt der Bürgermeister von Zschorlau, Wolfgang Leonhardt. Auf seiner letzten Sitzung hat der Gemeinderat zugestimmt. "Der Bergbau gehört zu unserer Region, er hat uns einst stark gemacht. Deshalb stehen wir derartigen Projekten erst einmal offen gegenüber", so Leonhardt.

Eibenstock wird morgen eine Stellungnahme abgeben. Eine Tendenz zeichnet sich noch nicht ab. Bürgermeister Uwe Staab: "Wir sind zwar eine Montan-Region. Aber es gilt dabei viele Dinge zu berücksichtigen." In einem anderen Gebiet, im mittleren Erzgebirge in der Nähe von Seiffen, ist das australische Unternehmen bereits mit Voruntersuchungen aktiv. Insgesamt hat das Oberbergamt bisher in Sachsen zwölf Genehmigungen für Voruntersuchungen erteilt. In zwei Fällen gibt es bereits die Erlaubnis zum Abbau. In Niederschlag wird gegenwärtig ein Bergwerk zum Abbau von Flussspat errichtet, in Altenberg darf das Freiberger Unternehmen Solarworld Lithium fördern. Dabei haben die Unternehmen, die im Erzgebirge an die Bodenschätze wollen, ihr Auge auch auf das edelste aller Metalle geworfen: Gold. Schon vor Jahrhunderten gab es im Erzgebirge Funde, so berichten die Historiker.

Verbrieft ist, dass im 18. Jahrhundert dem Kurfürsten vom Bergamt ein sieben Gramm schweres Goldkorn überreicht worden war, das ein Goldgräber am Auersberg gefunden hatte. "Die Region um den Auersberg ist bekannt für ihre Goldvorkommen. Die Frage ist nur, in welcher Konzentration sie in den Erzen auftreten und ob sich der Abbau lohnt." Die Voruntersuchungen, wie im Fall Indo Gold, Ltd., dauern häufig Jahre.


Quelle: Freie Presse, Ausgabe Annaberger Zeitung, 31.08.2011

Jochen1Knochen:
Hallo!
Na ja-von Breitenbrunn hatte ich schon mal ein Stück Skarn mit einem eingesprenkelten Korn von ged.Gold in der Hand.
Auch Stücke von Berggold-mit hohem Silberanteil-vom Türkschacht sind mir bekannt.
Gruß Jens

Seif:
Und da gehts schon weiter. Artikel Freie Presse von gestern:

Australier wollen Vogtlandschätze suchen
Firma Indo Gold erkundet Kottenheide

Kottenheide. Eine Firma vom anderen Ende der Welt zieht es ins Vogtland: Das weltweit tätige Bergbau-Erkundungsunternehmen Indo Gold Ltd. aus Milton im australischen Bundesstaat New South Wales will im Gebiet um Kottenheide nach Bodenschätzen suchen. Bis Donnerstag haben betroffene Städte und Gemeinden Zeit, sich zu dem Antrag zu äußern. Danach entscheidet das Oberbergamt Freiberg, ob die Firma ihre Pläne umsetzen darf.

Das Erlaubnisfeld Kottenheide, in dem Indo Gold suchen will, ist 129 Quadratkilometer groß und betrifft die Gemeinden Auerbach, Erlbach, Falkenstein, Grünbach, Klingenthal, Markneukirchen, Muldenhammer, Schöneck und Zwota. Bei den Bodenschätzen geht es in erster Linie um Zinn, Wolfram sowie Molybdän, erklärt Martin Herrmann, Abteilungsleiter im Oberbergamt. Ebenfalls im Auge haben die Australier Tantal, Lithium, Kupfer, Blei, Beryllium, Fluss- und Schwerspat sowie Silber und Gold. Im Amtsdeutsch hat Indo Gold einen "Antrag auf Erteilung einer Erlaubnis zur Aufsuchung der bergfreien Bodenschätze" für das Revier gestellt.

Die Australier haben neben dem Vogtland auch das Westerzgebirge im Visier, das Gebiet um Eibenstock. Dort werden die gleichen Metalle vermutet. Ein Nein einer Kommune zu den Plänen bedeutet aber nicht das Aus für das Vorhaben, betont Martin Herrmann. Am vergangenen Donnerstag hatte der Eibenstocker Stadtrat nach heftiger Diskussion die Pläne von Indo Gold mehrheitlich abgelehnt, während drei andere Gemeinden dafür waren. Das Oberbergamt entscheidet über den Konzessionsantrag unabhängig davon, was die Städte und Gemeinden dazu sagen.

Die Freiberger Behörde hat in Sachsen bisher zwölf Mal Voruntersuchungen nach Bodenschätzen genehmigt. Eine davon erhielt auch Indo Gold für Erkundungen in der Nähe von Seiffen. Ihr Interesse am Kottenheider Feld haben die Australier Mitte Mai bekundet, der aktuelle Antrag dazu datiert von Ende Juni. Eine Abbau-Erlaubnis für Bodenschätze gibt es im Freistaat in zwei Fällen: Für die Lithium-Förderung der Freiberger Solarworld AG im osterzgebirgischen Altenberg und die Gewinnung von Flussspat durch die Nickelhütte Aue, für die ein Bergwerk in Niederschlag südlich von Annaberg-Buchholz entsteht.

Soweit sind die Bergbau-Pläne im Vogtland noch bei weitem nicht. Untersuchungen, wie sie Indo Gold plant, können Jahre dauern. Erkundungsrechte besitzt in der Region bisher die Deutsche Rohstoff AG aus Heidelberg, die sich diese 2007 für die Lagerstätte Gottesberg, den größten zusammenhängenden Zinnerzkörper Europas, sicherte. Experten gehen davon aus, dass in dem Feld 121.000 Tonnen Zinn und 63.600 Tonen Kupfer lagern. Durch die Achterbahnfahrt des Zinnpreises auf dem Weltmarkt waren ursprüngliche Prognosen für einen Abbau bereits ab 2011 über den Haufen geworfen worden. Nun ist die Firma wieder optimistischer und arbeitet nach den Worten von Thomas Gutschlag, Vorstand und Finanzchef der Deutschen Rohstoff AG, an einem Konzept für das Gottesberger Revier.
 
erschienen am 05.09.2011 ( Von Ronny Hager )

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