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Der sächsische Bergbau geht vermutlich wieder los

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Blackminer:
Hallo!
Wie versprochen hab ich nochmal nachgelesen. Die REE- Lagerstätte Storkwitz ist an Karbonatite, Lamprohyre usw. aus der Oberkreide gebunden. Die Wolfram- Molybdän- Lagerstätte Delitzsch an das kambrische Basement (hydrothermale Gänge?). Desweiteren wurde die U- Lagerstätte Kyhna- Schenkenberg erkundet. Diese steckt gangförmig in kambrischen Sedimenten.

1980 hatte man überlegt, die Lagerstätten Storkwitz und Kyhna- Schenkenberg gemeinsam zu erkunden bzw. später abzubauen. Dazu wäre ein 520m tiefer Schacht und 20km Streckenauffahrungen nötig gewesen.

Weitere nachgewiesene  Minerale, waren Sulfide, Magnetit und Fluorit. Diese wurden damals als nicht abbauwürdig eingeschätzt.
Ich hab keine Ahnung, woran der Magnetit gebunden sein sollte. Vielleicht an Skarne? Wäre möglich, Marmore wurden erbohrt und ein Intrusion ist auch da.
Spekulieren will ich da aber nicht. Schließlich hab ich die Bohrkerne von damals nicht gesehen.

Hat die WISMUT überhaupt noch ein Bohrkernlager bzw. -archiv? Das könnte vielleicht geomüller wisssen.
 Im Kernlager Rothenfurth bei Freiberg ist nix, noch nicht mal Kerne von der Kupfererkundung Spremberg.
 Ist in der Wendezeit auch viel weggeschmissen worden.

Mein Fazit zu dem ganzen "Gemache" über neue Bergwerke in Sachsen. Ich seh da schwarz!! Einige Unternehmen sichern erstmal ab, und machen nichts bzw. wenig. Später kann man die Erkundungsrechte doch gut weiterverkaufen!
Guckt euch mal die Fluorit- Lagerstätte Gehren/ Thüringen an. Damit sollte doch der Bergbau im Osten, im großen Stil, wieder losgehen. Auffahrung einer Rampe usw. Übrigens die Rampe ist seit 2Jahren gestundet. Von Abbau keine Rede! Dazu fehlt die Aufbereitung (ging in den Schrott).
Die haben 12Mann Belegschaft davon 2 Hauer, aber 3Sekretärinnen. Die Ausrüstung könnte man ins Museum stellen.
Da kann man nur drüber lachen! Wenn ein Investor loslegen will, macht er keinen "Rucksackbergbau".

Glück auf!

geomueller:

--- Zitat von: Blackminer am 19 Jun 08, 14:47 ---Weitere nachgewiesene  Minerale, waren Sulfide, Magnetit und Fluorit. Diese wurden damals als nicht abbauwürdig eingeschätzt.
Ich hab keine Ahnung, woran der Magnetit gebunden sein sollte. Vielleicht an Skarne? Wäre möglich, Marmore wurden erbohrt und ein Intrusion ist auch da.

--- Ende Zitat ---

Hallo,
ja genau die Sulfide, Magnetit und Fluorit sind an Skarn gebunden. Ich persönlich kenne die Lagerstätte auch nur vom Hörensagen und von der Wismut-CD. Ich habe aber einen Kollegen der intensiv mit der Erkundung in den 80er Jahren dort beschäftigt war. Das Problem an dieser  Lagerstätte war/ist das alle diese Lagerstättenteile also Skarn/Uran/SEE unter einem ca. 150 m mächtigen quartären-tertiären Deckgebirge liegen welches mehrere starkgrundwasserführende Wasserleiter beinhaltet. Die Teufe und die Erhaltung des Schachtes bzw. der Schächte hätte nur im Gefrierverfahren erfolgen können, und das war für die DDR bzw. Wismut für solch eine "kleine" Lagerstätte einfach zu teuer. Ob sich das heute lohnen würde weis ich nicht.

Mich wunder immer das noch niemand von den noch reichlich vorhandenen Skarnlagern um Schwarzenberg gesprochen hat, die galten zu DDR-Zeiten als nicht aufbereitbar, scheint sich wahrscheinlich nichts drann geändert haben.

Gruß Jürgen

smoeller:
Hallo,

Bei den Skarnen denke ich zuallererst an die Umweltprobleme: Viel Arsenopyrit. Wohin mit dem Arsen? Dann noch Pyrit, dann bleibt da nicht mehr viel, was noch gewinnbar wäre. Das einzige, was derzeit lohnt, ist darin Scheelit.

Glück Auf!
Smoeller

Krizu:
Hallo,

du weisst das der Schwefelsäurepreis dieses Jahr explodiert ist?

MfG

Frank

Blackminer:
Hallo Leute!
Das mit dem "Verunreinigungen" im Skarn ist eben das Problem! Die "Alten" haben sich das einfach gemacht, abrösten! Da war man wenigstens die Sulfide los.
Die Aufbereitung der Pöhlaer Probe wird noch manchen Leuten Kopfzerbrechen bereiten.

Der Skarn macht seiner schwedischen Übersetzungng alle Ehre.

Habt ihr übrigens gewusst, daß das gesamte Erzgebirge z.Z. neu bewertet wird bzw. wurde? Ich hatte die "Ehre" solche "Lagerstättengiganten" wie Bräunsdorf, Oederan, den Treppenhauer bei Sachsenburg und das Revier "Edle Krone" bei Tharandt einzuschätzen.
Natürlich ging das nur vom Schreibtisch aus (Zeitmangel).
Zum Glück hatte ich einige der Gruben schon mal beehrt und wusste wie es aussieht. Ansonsten hätte ich auch in eine Kristallkugel schauen, oder im Kaffeesatz lesen können. (Das sächs. Bergarchiv war damals nicht nutzbar.)

Hey Krizu!
Wenn du ins Schwefelsäuregeschäft einsteigen willst, mach doch einfach die Grube Einheit wieder auf. Prima Pyrit- Lagerstätte und nebenbei kannst du noch Calzitstufen abbauen und "Harzer Blutstein" fördern. Vom Schaubergwerk und Stufenabbau könntest du  leben, falls es mal mit der Säure nicht läuft.

 ;) War sarkastisch gemeint!

Glück auf!

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