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Der sächsische Bergbau geht vermutlich wieder los
berthold:
Hallo,
Flussspatbergbau Aue, hört sich vielversprechend an, hat jemand genauere/weitere Infos?
http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/REGIONALES/ERZGEBIRGE/AUE/1694727.php
Gruß
Berthold
Walpurgin:
Hallo Berthold,
Geplant ist das schon eine ganze Weile aber "Dank" fallender Rohstoffpreise wurde das Projekt langsamer angegangen.Die Lagerstätte Niederschlag hat einen sehr großen Baryt-Flusspatkörper (Baryt im oberen Berreich, Flusspat im tieferen Berreich)der kommend von Tschechien (Gang Magistralnaja) Richtung Nord-Ost (wenn ich mich nicht irre) verläuft.Es giebt sehr gute Fluorite,Baryte und Quarze desweiteren gab es hier die Bi-Co-Ni-Ag-U Formation und eine gewisse Blei-Kupfer Paragenese,also für den Sammler eigentlich hochinteressant.
Aber nun zum "Aber" ,der Gang ist hier ziemlich mächtig und hängt vollkommen in den Letten das heisst das der Gang sehr brüchig bzw. instabil ist.Untertage befinden sich in der Zone sehr große Verbrüche die auf mehrere Meter hin verbrochen sein können(viele Tagesbrüche im Wald oberhalb von Niederschlag) .Daraus folgt ,das sobald der Flussspat herausgewonnen wurde das Gebirge komplett mit Versatz stabilisiert werden muss.Ich galube kaum das hier großartig Mineralien für den Sammler zum Vorschein kommen werden ,es wird wohl komplett ausgeräumt und anschliessend soweit wie möglich verfüllt.
Ob es eine Sammlerhalde geben wird kann ich aber nicht sagen.
(Meine Infos berufen sich auf Geländebegehungen sowie Literatur)
geomueller:
Für alle die es genau wissen wollen:
Band 6: Die Uranerz-Baryt-Fluorit-Lagerstätte Niederschlag bei Bärenstein und benachbarte Erzvorkommen
Darstellung der Uran- und Spatlagerstätte Niederschlag und der kleineren Vorkommen des Reviers. Schwerpunkte bilden die Lagerstättengeologie, Lagerstättenmineralogie, Lagerstättengeochemie, die Ingenieur- und Hydrogeologie sowie Aspekte potenzieller Umweltbelastungen
Meines Wissens ist diese Berbaumonagraphie noch erhältlich.
http://portalu.smul.sachsen.de Suchbegriff Bärenstein eingeben.
Gruß Jürgen
Fritzi:
Hallo,
zu diesem Thema gab's am vergangenen Wochenende auch wieder etwas zu lesen.
http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/THEMA_DES_TAGES_REGIONAL/7375443.php
BG
Fritzi
Lutz Mitka:
Die Lagerstätte soll in Zukunft über eine Rampe von Übertage aus erschlossen werden. Der bisher rekonstruierte Stolln aus der "Wismutzeit" stellte nur eine Erkundung der Lagerstätte und der geologischen Situation dar und ist für einen florierenden Abbau wohl kaum geeignet. Auch soll sämtliches anfallendes Haldenmaterial bei der späteren Förderung im Berg als Versatz verbleiben, ob da auch eine Sammlerhalde irgendwo im Wald angelegt wird ist nach den jetzigen Gegebenheiten und Gepflogenheiten des Rechtsträgers der Unternehmung kaum vorstellbar! Weder gibt es genaue Informationen von anwesenden Mitarbeitern, noch kommt man in die Anlage auf regulärem Weg hinein.
Der Bergbau der Zukunft wird anders aussehen als das was wir bisher kannten und mit der "Wismutzeit" nicht viel zu tun haben. Auch gibt es heute eine sehr starke Lobby von so genannten "Umweltschützern" die schon bei einer neuen Umgehungsstraße Sturm laufen und dem Staat und Steuerzahler mit Gerichtsprozessen unnötig viel Geld kosten. Diesen Leuten wird man sicher nicht mit einem Bergbau wie zu Wismutzeiten die Argumente liefern für diverse Prozesse und einstweiligen Verfügungen gegen die Unternehmung. Das was in der Presse steht sind nur "offizielle Verlautbarungen" ohne wesentliche Details. Fest steht jedoch die Absicht die Lagerstätte in naher Zukunft wieder zu betreiben. Das wird sicher nicht nur wegen Fluß- und Schwerspat sein, In diesem Komplex sind auch noch wertvolle Erze enthalten die sowieso bei der Gewinnung des Spates mit anfallen und mit sehr großer Sicherheit nicht auf der Halde oder im Versatz landen!
Glück auf! Lutz Mitka
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