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Brachiopode (und Korallen) aus der Eifel
Uncites:
Hallo Sebastian,
ich würde Deinen Fund auch bedenkenlos in die Gattung "Spinatrypa" einordnen, mit einer Artbestimmung wäre ich aber sehr vorsichtig, den Kosmos-Fossilienführer würde ich dazu schnellstens beiseite legen. Die Bestimmung der Atrypen ist für mich eines der schwierigsten Kapitel bei Eifelbrachiopoden, zumal STRUVE die Dinger immer wieder revidiert hat. Die Literatur dazu ist fast unüberschaubar.
Wenn Du Literatur zur Bestimmung vom Eifelbrachiopoden suchst, ist das Buch von H.J.Jungheim : EIFELBRACHIOPODEN (Goldschneck-Verlag) sehr empfehlenswert, da kann man gut mit arbeiten, wenn auch nicht alle Fragen damit beantwortet werden können.
Der Steinbruch Rauheck bei Berndorf gehört stratigraphisch in die Freilinger Schichten (Mitteldevon Obere Eifelstufe) (vgl. Meyer, Geologie der Eifel, S.134). Ob sich da heutztage stratigraphisch veilleicht eine andere Schicht angeschlossen hat, müßte man schauen.
Was hast Du sonst so gefunden ?
Sven
Thesaurus:
Hallo Sven,
danke für die Antwort.
Ausser der obigen Brachiopode fanden sich einige Calceola sandalina?...
Thesaurus:
...ausserdem verschiedene Handstücke mit mengenweise Brachiopoden und vereinzelten Stengelgliedern von einer mir unbekannten Crinoide.
Das Mineral rechts konnte ich ebenfalls noch nicht zuordnen.
Grüße aus Düsseldorf
Sebastian
Uncites:
Hallo Sebastian,
bei dieser Koralle handelt es sich nicht um Calceola sandalina.
Calceola ist auf der einen Seite ganz platt und hat einen Deckel, ich hänge mal zwei Fotos von Calceola an. Obwohl, es gibt Calecola sandalina manchmal häufig im Steinbruch Rauheck. Aber die Bestimmung von Korallen ist auch sehr schwierig, ich gehe da auch nie weiter als bis zur Gattung - und das ist schon oft schwer - weil man eigentlich zur sicheren Bestimmung einen Anschliff oder einen Dünnschliff machen muß.
Und wer will das schon bei einem schönen Fund machen.
Crinoidenstielglieder kann man ebenfalls so gut wie gar nicht näher bestimmen. Wenn sie nicht ausgesprochen charakteristisch sind, braucht man eigentlich einen dranhängenden Kelch.
Und bei dem Mineral handelt es sich bestimmt um Pyrit. Das findet man häufiger in fossilführenden Kalken.
Sven
Schweizer Strahler:
Bei dem Mineral kann ich Uncites nur zustimmen - entweder Pyrit oder Markasit, wobei ich es eher für Pyrit halte.
Gruß Dominik
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