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Ländereien?!

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Philip Blümner:
Hallo,

es gibt etwas im Lexikon, über das entgültig Klarheit herrschen muss.

1) Sollen deutsche Fundstellen, die eine Grube sind, auch im Link Grube heißen oder lassen wir das weg?
Wir haben die "Grube Clara" und die "Grube Ludwig", andererseits nur "Silberbrünnle". Wie sieht es denn mit Steinbrüchen aus? ".../Steinbruch Soundso" oder nur ".../Soundso"?

Wie sieht es mit nichtdeutschen Fundstellen aus? Im Englischen "Mine"? Heißen z. B. amerikanische Minen immer "(...) Mine"? Wie ist es in Spanien? Sollten da nicht dann die Minen Mina heißen? Es geht darum: Landessprache oder nicht? "Tulagai-Pb-Cu-Lagerstätten" oder nur "Tulagai"?

Wie sieht's mit Gebirgen aus? In Europa kennen wir die Rhodopen und die Alpen und die Pyrenäen. Hier kommt das Wort "Gebirge" nicht vor. Nehmen wir mal das Kara Tau-Gebirge in Kasachstan. Heißt das wirklich so oder kann man auch nur "Kara Tau" schreiben?
Es gab ja mal den Vorschlag, den anderen Namen einer Fundstelle in Klammern zu schreiben:
Tschechien/Morava (Mähren)/Olomouckého Kraj/Zlaté Hory (Zuckmantel)

Diese Weise erinnert stark an mindat. Natürlich ist es eigentlich die einzige Möglichkeit beide (oder mehrere) Namen zu kombinieren, aber inwieweit sollen wir oder dürfen wir mindat kopieren?

2) Verwaltungsbezirke: Ja oder nein? Sollen solche als solche gekennzeichnet werden, z. B. mit dem Präfix "Provinz" oder dem Suffix "Territorium"/"Oblast" oder lassen wir das weg? Sollen sie auch -wenn übernommen- auf Deutsch sein oder in der Landessprache? Konkretes Beispiel:

Kanada/Yukon-Territorium/Dawson/Rapid Creek
China/Central South Region/Hunan / China/Central South Region/Provinz Hunan
Kirgistan/Issyk-Kulskaya Oblast (abgesehen davon: Oblast oder Oblysy?)

Man könnte also die Provinzen oder Bezirke angeben mit oder ohne die Kennzeichnung der Funktion oder aber doch. Es sollte aber kein Mischmasch werden, sondern klare Regeln. Wir wollen doch professionell erscheinen, oder etwa nicht?

Liebe Grüße
slugslayer

Chris18:
Hallo

Ja ich finde das sollte dringent festgelegt werden, und dann auch schnell umgesetzt werden.

Desweiteren finde ich das die links der Fundorte nicht zuuuu lang werden sollten:

bsp:
Deutschland/Baden-Württemberg/Schwarzwald/Gengenbach/Haigerach/Silberbrünnle
Deutschland/Baden-Württemberg/Schwarzwald/Wildschapbachtal/Schapbach/Grube Friedrich-Christian

MFG Chris

Collector:
Hallo slugslayer, CaF2,

das ist ein Fragenkomplex, der nicht einfach über festgelegte Formeln verbindlich beantwortet werden kann. Nur die Amerikaner sind da pflegeleichter und schreiben, ohne jegliche Berührungsängste, alles in Englisch.

Der Mineralienatlas ist ein deutschsprachiges Medium, um uns herum haben wir 45 europäische und einige hundert andere Sprachen. Und als Nation der Lehrer wollen wir ja alles immer ganz genau, korrekt und perfekt haben.

Ich sehe das wesentliche Problem darin, daß irgendjemand mal in grauer Vorzeit den Begriff "Fundstelle" geprägt hat und nun versucht wird, alles darunter zu definieren. Eine Fundstelle ist ein ganz bestimmter Punkt in einer Grube, Steinbruch oder im Gebirge.

Aber Rio Tinto, Akchatau, Kara Oba, Dal'negorsk, Rosiclaire etc etc sind keine Fundstellen, sondern entweder Vorkommen oder, genauer, Lagerstätten.

Insofern sollte im Atlas schon Grube stehen, wenn dies eine solche ist. Da werdet Ihr aber schon auf die ersten Probleme stoßen, wenn es um den Vater-Abraham-Schacht oder die Zeche Katharina Elisabeth geht oder wenn ein Schacht, oder offener Tagebau, bzw. großer Steinbruch unterschiedlich bezeichnet wird (Steinbruch Marienstollen). Ganz kompliziert dann Probeschürfe und Stollen, die nicht abgebaut wurden oder ganz einfach Steinbrüche, die als Gruben bezeichnet werden.

Bei fremdsprachlichen "Fundstellen" , besonders, wenn die Art des Abbaus in der Literatur (und daher bezieht Ihr ja Eure Informationen) bekannt ist, sollten wir durchaus die Begriffe "Mine" (englisch), "Mina" (spanisch" und "Mine" (französisch benutzen.

Ich glaube, es ist niemand zuzumuten, auch noch die polnischen, ukrainischen oder kasachischen Begriffe für Grube oder Steinbruch zu wissen.
In diesen Fällen bietet sich an, weil wir ein deutschsprachiges Lexikon sind, alle diese Fundorte einfach beim Namen zu benennen

2. Gruben, resp. "Minen" können eine singuläre Lagerstätte sein oder Teil einer Lagerstätte.
In Lagerstätten größeren Umfangs können bis hunderte von Gruben sein, insofern ist Lagerstätte nicht gleich "Mine" und auf keinen Fall eine sogenannte Fundstelle.
Wenn in der Literatur Lagerstätte angegeben ist (Tulagai-Pb-Cu-Lagerstätten), sollte nur Tulagai angegeben werden. (analog Dal'negorsk, Rio Tinto , Rosiclaire etc.)

3. Gebirge, wenn deren Name als bekannt vorausgesetzt werden darf, ohne den Zusatz Gebirge.
(Alpen, Hoher Atlas, Apenninen, Massif Central, Kara-Tau, Himalaya etc etc).
Gebirge wie die Black Mountains oder die Sierra Guadarrama sollten auf jeden Fall ihre Eigennamen behalten.

Schwierig wirds, wenn man "Fundstellen" an oder auf einem Berg oder Vulkan beschreibt.  Der Gotthard und die Zugspitze sind ja noch als Berge bekannt und man muß nicht schreiben: " Berg Zugspitze ". Was aber beim Tolbachik oder Kukisvumchorr ? Sind das für den unbedarften Leser nun Gruben, Lagerstätten Verwaltungsbezirke oder Berge ? In diesen Fällen sollten wir uns nicht scheuen, auch das Wort "Berg" oder "Vulkan" vor den Namen zu setzen (d.h., Berg Kukisvumchorr, Vulkan Tolbachik).

4. Ehemals deutschsprachige Gebiete in Polen, Tschechien, Ungarn und Rumänien

Wenngleich die augenblickliche Schreibweise "stark" an mindat erinert, ist sie dennoch nicht von mindat erfunden worden und wir kopieren sie nicht. Ich finde, daß auf jeden Fall die alte deutsche Orts- und Gebietsbezeichnung beibehalten werden soll - was spricht sonst dagegen ?

5. Verwaltungsbezirke

a) Wenn wir Nordrhein-Westfalen sagen, müssen wir auch Issyk-Kul' skaya Oblast sagen (es gibt auch Oblaste, die größer als Bayern sind, insofern ist die Angabe des Oblast schon wichtig)

b)Ob nur Yukon oder Yukon-Territorium, bleibt dem Verfasser überlassen. Beide Definitionen sind brauchbar.

c) Central South Region ist in meinen Augen total überflüssig, da niemand was damit anfangen kann in einem Land wie China oder Brasilien. Ich weiß nicht, wer das anfangs mal eingeführt hat, aber dies sind keine Verwaltungsbezirke, sondern einfach übergeordnete geografische Begriffe. So als wenn wir sagen: Europa/Mitteleuropa/Großdeutschland/Mitteldeutschland/Nordrhein-Westfalen/Sauerland/Hemer.

Warum macht Ihr Euch das so schwer und schreibt nicht einfach: China/Hunan/Yaogangxian ?
Das trifft den Nagel auf den Kopf, erleichert die Suche und ist international verständlich und gebräuchlich.
Also: Central South Region ist bestimmt nicht professionell. Auch wenn es mindat so schreibt.

Last not least: Warum sollen wir uns blauäugig immer an mindat.org anlehnen? Wer sagt, daß die professionell sind ? Wer sagt uns, daß alles richtig ist, was da geschrieben wird ?  (ist es des öfteren auch nicht). Ohne jegliche Vorurteile : gerade bei geografischen Bezeichnungen in amerikanischen Publikationen sollte man mit Vorsicht rangehen. ( oder, wie sagte der amerikanische international tätige Geschäftsmann: Then I fly to Zurich and from there I take the boat to Turkey ).

Und, slugslayer, kurz zur Professionalität, die Du für den Atlas haben möchtest: Vielleicht sollte man sich wirklich mal die Mühe machen, den Begriff "Fundstelle" ethymologisch zu definieren, nämlich als eine bestimmte Stelle, wo man was findet. Und Stelle ist nun mal nicht eine Lagerstätte von 80 x 45 km, mit 45 Untertage-Gruben, ca. 200 Probeschurfen, 20 Versuchsstollen und 15 Steinbrüchen wie z.Bsp. Bou Azzer . Auch Kara Oba ist eine Lagerstätte mit unzähligen Gruben und Probestollen, ergo keine Fundstelle.

Da es sich aber bei uns (und auch in anderen deutschen Sammler-Medien) der Begriff Fundstelle eingebürgert hat, sollten wir uns, wenn wir es nicht ganz genau wissen, einfach auf die geografischen Namen beschränken, bzw. von Vorkommen reden. Wir haben ja durch die Beschreibung die Möglichkeit, weitere Angaben zu machen.

gruß
collector








der Sauerländer:
Europa/Mitteleuropa/Großdeutschland/Mitteldeutschland/Nordrhein-Westfalen/Sauerland/Hemer.

Tja, Männers

somit is das wirklich ein Problem.
Selbst ich könnte mit der Fundortangabe oben nix anfangen. Da müsste schon, bei Wavellit..... /Apricke/Panzergelände/Jüberg angehangen werden.

Dann geht das aber schon als Kurzgeschichte durch ::) :-\

Und wäre immer noch relativ ungenau. Jeder Ortsunkundige müsste hier schon Urlaub machen, um selber(!) die Fundstelle zu finden.

Bei Becke-Oese wäre es dagegen einfach. Jedem Anwohner ist der Steinbruch bekannt.

Ich selber begnüge mich mit den Angaben, die mir mitgeteilt werden. Da muss Hunan oder Bou Azzer schon mal genügen, sonst muss ich ja alles anzweifeln :-\ ???

Nehmen wir noch ein Beispiel....Holzen. Jeder meint den bekannten Steinbruch. Weit gefehlt!!! Ich kenne bei Holzen noch drei Fundstellen für gute Baryte. Und alle drei liegen näher an Holzen als der Steinbruch.

Egal wie das jetzt geregelt wird. In welcher Page auch immer. Einen Fehler könnt ihr somit nicht machen!!!

Wilhelm

loismin:
Hallo zusammen.

Ich bin eigentlich schon dafür, daß Fundstellen im Lexikon möglichst genau eingetragen werden.
Dazu muß ich aber selbst an der Stelle gewesen sein, oder jemand haben der dort war, sonst gehts ja gar nicht.
Allerdings so übergeordnete Bezeichnungen wie Westchina oder sowas müssen wirklich nicht sein,
wenn der Bezirk steht.
Außerdem ist es sehr hilfreich, wenn Bezeichnungen wie Mine, Steinbruch oder Berg dabeistehen,
weil man sich bei einem eventuellen Besuch darauf einrichten kann, was dort auf einem zukommt,
wobei der Begriff Grube wirklich nur im Deutschen vorkommt und vielleicht durch den Begriff Bergbau (mit
dem auch event. Übersetzungshilfen zurechtkommen) ersetzt werden sollte.

Gruß
Loismin

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