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Mineralien von Kegelhalden (Schacht Reust 374)

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Jens G:
Hallo an Alle,
War letzten Sonntag auf den Kegelhalden von Reust.
War im Gegensatz zu den 384 er Halden überrascht wie gut man dort direkt auf die Halden kommt. An diesem Sonntag waren so viele Radfahrer und Wanderer direkt auf dem Weg unterhalb der Halden unterwegs - jeder hätte ohne Probleme die Halden betreten können.

Doch nun zu meinen Beobachtungen.
Wie geomüller im Thread zum Verschwinden der Halden geschrieben hat, sieht es unterhalb der oberen Schuttschicht sehr schlecht aus - teilweise sind die Hänge schon angeschnitten - neben dem normalen "Haldengrundmaterial" findet man nur eine Art "verkleisterten Brei aus Mineralien" - sieht teilweise so aus als ob Säure aus Autobatterien die Mineralien zersetzt hätten (meine Laieneinschhätzung).
Neben reichlich Pyrit fanden sich auch ab und zu ein paar Mineralien, bei denen ich Eure Hilfe bei der Bestimmung bräuchte.

So finden sich auf einigen "Stufen" ein oft glänzendes kugelartiges Mineral - meis in kleineren "Hohlräumen". Oft in eine Art rotbraunen Farbton oder aber dunkelbraun bis grauschwarz.   

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Jens G:
Neben reichlich Pyrit bzw. Chalkopyrit findet sich auf einer "Stufe" ein kleines "Kristall" mit Kupferglanz - ist das auch angelaufener Pyrit - in der Färbung sieht es aber sehr gleichmäßig aus - bei einen anderen "Einschlüssen" sieht man oft mehrfarbige, ungleichmäßige "Anläufe".

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Jens G:
in einem anderen Fall findet sich ein grüner Belag (wie mit weißem Kleister) auf einem anderen Mineral aufgeklebt.

Ich als Anfänger vermute Malachit auf Chalkopyrit - für den "Kleister" habe ich noch keine Vermutung.

Liege aber eventuell ganz falsch - bin halt noch am üben.



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Jens G:
Für heute als letztes noch ein kleines Bild.
Im anderen Thread schrieb geomüller etwas von "Faserquarz".

@geomüller und alle Anderen

Handelt es sich im folgenden BIld um solches Faserquarz - oder ist es etwas anderes.
Bei mindat.org findet man ja einige Fotos von Ronneburger Mineralien.
So ähneln die Fotos von "Alunogen,  Jarosite
" bzw. Halotrichite oder Planerite teilweise diesem Mineral.

Das war es erst mal für Heute (habe noch andere Fundstücke) - ich danke Euch schon mal für die Hilfe.

MfG
Jens G

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uwe:
Hallo Jens G.

der Schiefer, welcher den größten Teil der sogenannten "Gangart" ausmacht ist stark pyrit- bzw. markasithaltig. Diese Minerale verwittern realtiv schnell unter Bildung von Schwefelsäure. Das Verkittungsmineral der Haldenmasse ist also meist Gips.

Um Gips dürfte es sich auch bei den Nädelchen handeln, obwohl es scheint, daß diese auf Deiner Stufen garbenförmig angeordnet sind, während Gips wirrstarhlig auftritt.

Ich habe mich zuerst auch von den kupferroten Anlauffarben der Pyritkristalle täuschen lassen. Ritzt man die rote Schicht (vermutl. Fe) an sieht man die goldglänzende Masse des Pyrites.

Bei den Kugeln handelt es sich sicherlich um ein Eisenhydroxyd (Limonit usw.)

Bei dem grünen Aggregat kann es sich tatsächlich um ein kupferhaltiges Mineral handeln, was bei dem schwefelsaurem Medium in der Halde aber möglicherweise nicht Malachit ist. Es ist aber immer zu bedenken, daß die Wismut nicht so stark unter Materialmangel zu leiden hatte wie die übrige Wirtschaft. Untertage wurde jede Menge Kupferdraht verarbeitet, der dann teilweise auch als Abfall auf die Halde kam.  In diesem Falle wäre es dann der sogenannte "Haldenkeim".

Aber nicht verzagen. Innerhalb der Halde kann schon noch was kommen.

Glück Auf
Uwe

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