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Wünschelrute ...
giantcrystal:
Wasser tritt in verschiedenen Formen im Untergrund auf :
- 1. mengenmässig weitaus am häufigsten als Poren- und Zwickelfüllung in sogenannten Aquiferen = gut wasserleitenden, wenig verfestigten Lockersedimenten = Sande und Kiese
- 2. ebenfalls häufig in ähnlich gut leitenden, aber stärker verfestigten Sedimenten wie Sandsteinen, Konglomeraten etc. mit mehr oder minder großen Porenanteil. Das können aber auch Basalte und auch vergruste Granite etc, sein.
-3. in Form von kluftgebundenden Wässern = mehr oder minder zweidimensionale, also hohe und weite, aber nur sehr dünne "Wasserflächen" entlang von Klüften oder auch Kluftscharen in ansonsten relativ wenig wasserleitenden Gesteinen
-4. in verkarsteten Gesteinen (Kalkstein und Dolomit, seltener Gips, Magnesit u.a.) in sehr unregelmässigen Hohlräumen oder Höhlensystemen, hier auch oft in Form unterirdischer Bäche oder Flüsse, die oft nur einen Teil des Höhlenraumes ausfüllen.
Das war es so in etwa. Allen diesen Erscheinungsformen ist eigen, das sie nicht "aderförmig" sind, also sich nicht wie Schläuche durch den Bauch von Mutter Erde ziehen...
Merke : Wer eine Wasserader sucht, sollte einmal in einen Steinbruch gehen und dort eine suchen. Viel Spaß beim Finden... ;D
Glück Auf
Thomas
P.S.
Eine einzige Ausnahme gibt es : In Karstsystemen kann es allseitig versinterte Karstgerinne geben, die - sofern wassergefüllt - tatsächlich eine Art "Ader" im Gestein darstellen können. Aber das sind SEHR spezielle und seltene Bildungen, von denen kaum ein Wünschelrutengänger je gehört haben wird...
steinfinder:
:) Gutes, danke GiantCrystal.....
hat einiges erklärt, und die Vorstellung wieder geklärt, wie das mit dem Wasser unterhalb der Edoberfläche
funktionieren kann,
also wenn ich das richtig verstanden habe, dann müßte man in einem Steinbruch schon so einen Hohlraum
mit Wasser finden um überhaupt Wasser zu registrieren, die Art/Möglichkeit des "suchens/findens" mal außen vor gelassen.
Oder ist es nun so das so viel feinstverteiltes Wasser vorhanden ist das man es gar nicht konkret orten kann.
Gruß
Steinfinder ;)
Waidler:
@ Berthold (Weiden): Ich würd nicht so hoch wetten, daß es nicht klappt ... . Wie schon gesagt, Wasseradern sind leicht lokalisierbar aber: Vergrabene Münzen und eben die "piep" Mineralgänge, da hab ich so ein Problem. Du kennst doch auch diese eine Hummel, die nicht weiß, daß ihre Flügel viel zu klein sind um überhaupt fliegen zu können ... aber sie fliegt ja trotzdem. ;)
@ALL: Wer hat praktische Erfahrung? Wie war Euer "erstes Mal"? :D
Tobi:
--- Zitat von: Waidler am 20 May 06, 08:14 ---Du kennst doch auch diese eine Hummel, die nicht weiß, daß ihre Flügel viel zu klein sind um überhaupt fliegen zu können ... aber sie fliegt ja trotzdem. ;)
--- Ende Zitat ---
Gutes Beispiel. Oder auch bezogen auf Medizin die Homöopathie. Keiner weiß wie's funktioniert, eigentlich dürfte es auch gar nicht funktionieren. Die Schulmedizin hält das Ganze eh für Humbug, aber trotzdem hilft es bei zahlreichen Leiden. Und das ist kein Placebo-Effekt, denn homöopathische Mittel kommen auch bei Tieren erfolgreich zum Einsatz.
Und daher denke ich, dass an den Wünschelruten ja trotzdem irgendwas dran sein kann, auch wenn es die Wissenschaft nicht beweisen kann... Aber auch bin eher Skeptiker was sowas angeht, daher sage ich "sein kann", nicht "sein muss"...
Fest steht natürlich, dass es Scharlatane gibt, die das Ganze zur Geldmacherei nutzen und die Leute verarschen.
Torben:
Ich halte mich bei dem Thema ganz offen. Ich würd mich mal freuen, sowas zu erleben.
Gehört habe ich sowohl von positiven wie negativen Resultaten. Deshalb zweifle ich weder an, noch bejahe es.
Allerdings: Die erste Regel gerade in den Naturwissenschaften ist:
Das Experiment hat das letzte Wort!
Wenn die Theorie nicht passt: Neues Modell entwickeln und ganz von vorn Prüfen!
Dazu muß man aber auch sagen: Experimente müssen immer noch reproduzierbar sein. Sind sie sas nicht, kann man auch keine verlässliche Theorie drauf aufbauen...
Und was das ganze Thema Wasser, bzw Wasser"adern" angeht: Ich würde da ganz auf Rutengänge verzichten. Ein Lösungsansatz mit Leitfähigkeitsmessungen ist präparativ wenig aufwendig und müßte prinzipiell klappen. In der Archäometrie spürt man alte Mauerreste im Boden mit sowas auf.
Daher bleibt für mich: Neugier ohne Vorurteil.
Gruß
Torben
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