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Autor Thema: Fluorit Wölsendorf  (Gelesen 4713 mal)

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Offline Stefan

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Fluorit Wölsendorf
« am: 11 Jun 06, 12:28 »
Hallo,

hier ein paar Fluorit Funde aus Wölsendorf. Ungewöhnlich ist die auch für Stinkspat extrem kompakte, schwarzgraue Farbe. Es ist kein Ton von Lila mehr auf den Würfeln zu ereknnen. Wirkt fast wie eine Pseudomorphose von Bleimineral nach Fluorit, wobei ich dennoch denke es ist Fluorit.

Warum ist dieser doch sehr kompakte, ebenflächige Fluorit deutlich schwarzgrauer als vergleichbare Stinkpate aus der selben Grube.

Einen Überzug als Ursache schließe ich aus! Liegt es vielliecht daran, dass dieser Fluorit nicht die üblichen zersetzungserscheinungen von Stinkspat aufweist?

Was auf dem Bild nicht rüber kommt, ist, dass auf der selben Stufe dunkellila Fluorit neben schwarz-grauem Fluorit auf der selben Stufe sitzt.

Gruß Stefan
« Letzte Änderung: 11 Jun 06, 12:33 von Stefan »

Offline berthold

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Re: Fluorit Wölsendorf
« Antwort #1 am: 11 Jun 06, 17:58 »
Hallo Stefan,

ich kann auf dem Bild nichts ungewöhnliches erkennen. Möglicherweise ein dünner Überzug? Schau doch mal das Stück - besonders die Kanten und Ecken unter dem Bino an - möglicherweise hilft das. Für eine Pseudomorphose halte ich das ganz sicher nicht. (Grube Roland ?)

Gruß

Berthold

Offline smoeller

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Re: Fluorit Wölsendorf
« Antwort #2 am: 11 Jun 06, 19:43 »
Hallo,

Das ist gar nicht so ungewöhnlich, diese schwarze Farbe meine ich. Auch manche Fluorite aus der Grube Clara und aus Sachsen sind so schwarz, besonders dann, wenn sie mit Uranerzen zusammen vorkommen.
Für einen Überzug finde ich hier kein Indiz.

Glück Auf!
Smoeller

Offline berthold

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Re: Fluorit Wölsendorf
« Antwort #3 am: 11 Jun 06, 21:05 »
Hallo,

ja, die Farbe ist nicht ungewöhnlich (Johannesschacht ! und Roland), in Richtung Überzug habe ich deswegen gedacht, weil mir die Oberfläche auf den Fotos leicht metallisch erscheint.

Gruß

Berthold

Offline smoeller

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Re: Fluorit Wölsendorf
« Antwort #4 am: 11 Jun 06, 22:01 »
Hallo,

Der ungewöhnlich starke Glanz dürfte einfach dadurch zustande kommen, dass das Licht an den beinahe undurchsichtigen xx reflektiert wird. Ähnliches erlebe ich mit meinen Pyrochlor-xx aus dem Kaiserstuhl. Kleine xx und Splitter, die durchscheinend sind, haben normalen Glasglanz, während große undurchsichtige xx einen halbmetallischen Glanz haben und dadurch mitunter Magnetit nicht unähnlich werden, wenn sie eher schwarzrot gefärbt sind.

Glück Auf!
Smoeller

Offline Stefan

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Re: Fluorit Wölsendorf
« Antwort #5 am: 12 Jun 06, 12:04 »
Danke für Eure Einschätzungen.

Ich bin auch davon überzeugt, dass es sich um Fluorit handelt. Was mich iritiert ist diese extrem schwarz- grau (metallische) Farbe. Die meines Erachtens nicht von einem Überzug stammt. Ich habe selber einige Stinkspate die ebenfalls schwarz (extrem dunkelviolett) sind.

Diese sind aber wie Kohle mit einem Grafitglanz.
Die Reflektionen habe ich bereits mit Polfiltern nahezu eleminiert.

Naja wird wohl an dem gutem Zustand der Kristalle liegen (keine Zersetzungserscheinungen)

Gruß Stefan

Offline Krizu

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Re: Fluorit Wölsendorf
« Antwort #6 am: 12 Jun 06, 12:15 »
Hallo,

der Glanz wird im Wesentlichen von der Brechzahl des Kristalls und der Leitfähigkeit bestimmt (Metalle etc). Die Reflektion/Glanz ist ein Oberflächeneffekt der ersrten µm.

Wenn die Kristalle jetzt sehr glatt sind, reflektieren die sehr gut, es tritt kein Glanzschleier (=Licht neben dem genauen Reflektionswinkel) auf.

Und auf einem dunklen Untergrund kommt der Glanz einfach besser, als wenn der Kristall durchscheinend ist. Da wird das auge schnell getäuscht.

Fazit:
Schöpne Stücke! 8)

Frank

Offline berthold

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Re: Fluorit Wölsendorf
« Antwort #7 am: 12 Jun 06, 13:50 »
Hallo,

Zitat
der Glanz wird im Wesentlichen von der Brechzahl des Kristalls und der Leitfähigkeit bestimmt (Metalle etc). Die Reflektion/Glanz ist ein Oberflächeneffekt der ersrten µm.

Richtig. Nur wenn - wie Stefan schreibt - mittels Pol-Filter der (nichtmetallische Fluorit-) Glanz eliminiert wurde - das Stück aber dennoch glänzt - bleibt nur metallischer Glanz übrig. Und der kann nicht vom Fluorit kommen.  ;)

Ich habe mal meine tiefschwarzen Fluorite angesehen. Die Mehrzahl ist ausgesprochen matt. Einige zeigen einen Glanz, der durch Anlösung ("Ätzung") herrühren dürfte (Johennesschacht). Ein Stück (Marienschacht) zeigt metallischen Glanz, der von einem hauchdünnen Überzug (vermutlich Mangan-Mineral) teilweise sogar farblich schillernd verursacht ist. Ein anders Stück (ebenfalls Marienschacht) würde man auf den ersten Blick für Pyrit halten (Dr. Ziehr meinte dazu, es könnte sich um einen Pechblende-Überzug handeln, der Geigerzähler überzeugte ihn und mich vom Gegenteil).

Gruß

Berthold

Offline Krizu

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Re: Fluorit Wölsendorf
« Antwort #8 am: 12 Jun 06, 14:51 »
Hallo Berthold,

wenn nur ein Polfilter vor der Kamera sitzt, klappt es nicht immer 100% mit dem Ausblenden.
Indirektes Sonnenlicht ist zum grossen Teil polarisiert, da klappt es besser.

Die lineare Polarisation bei beliebiger Einstrahlung ist doch nur für den Brewster-Winkel gegeben, oder?

Aber der Galnz ist nicht immer einfach zu beurteilen, wenn eine klare und eine dunkle Fläche verglichen wird, wollte ich damit sagen. Genau wie die Farbe eines matten und eines blanken Systems unterschidliche Farborte aufweisen. Das Auge ist da manchmal komisch  ;)

MfG

Frank

 

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