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Fluorit Wölsendorf

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Stefan:
Danke für Eure Einschätzungen.

Ich bin auch davon überzeugt, dass es sich um Fluorit handelt. Was mich iritiert ist diese extrem schwarz- grau (metallische) Farbe. Die meines Erachtens nicht von einem Überzug stammt. Ich habe selber einige Stinkspate die ebenfalls schwarz (extrem dunkelviolett) sind.

Diese sind aber wie Kohle mit einem Grafitglanz.
Die Reflektionen habe ich bereits mit Polfiltern nahezu eleminiert.

Naja wird wohl an dem gutem Zustand der Kristalle liegen (keine Zersetzungserscheinungen)

Gruß Stefan

Krizu:
Hallo,

der Glanz wird im Wesentlichen von der Brechzahl des Kristalls und der Leitfähigkeit bestimmt (Metalle etc). Die Reflektion/Glanz ist ein Oberflächeneffekt der ersrten µm.

Wenn die Kristalle jetzt sehr glatt sind, reflektieren die sehr gut, es tritt kein Glanzschleier (=Licht neben dem genauen Reflektionswinkel) auf.

Und auf einem dunklen Untergrund kommt der Glanz einfach besser, als wenn der Kristall durchscheinend ist. Da wird das auge schnell getäuscht.

Fazit:
Schöpne Stücke! 8)

Frank

berthold:
Hallo,


--- Zitat ---der Glanz wird im Wesentlichen von der Brechzahl des Kristalls und der Leitfähigkeit bestimmt (Metalle etc). Die Reflektion/Glanz ist ein Oberflächeneffekt der ersrten µm.
--- Ende Zitat ---

Richtig. Nur wenn - wie Stefan schreibt - mittels Pol-Filter der (nichtmetallische Fluorit-) Glanz eliminiert wurde - das Stück aber dennoch glänzt - bleibt nur metallischer Glanz übrig. Und der kann nicht vom Fluorit kommen.  ;)

Ich habe mal meine tiefschwarzen Fluorite angesehen. Die Mehrzahl ist ausgesprochen matt. Einige zeigen einen Glanz, der durch Anlösung ("Ätzung") herrühren dürfte (Johennesschacht). Ein Stück (Marienschacht) zeigt metallischen Glanz, der von einem hauchdünnen Überzug (vermutlich Mangan-Mineral) teilweise sogar farblich schillernd verursacht ist. Ein anders Stück (ebenfalls Marienschacht) würde man auf den ersten Blick für Pyrit halten (Dr. Ziehr meinte dazu, es könnte sich um einen Pechblende-Überzug handeln, der Geigerzähler überzeugte ihn und mich vom Gegenteil).

Gruß

Berthold

Krizu:
Hallo Berthold,

wenn nur ein Polfilter vor der Kamera sitzt, klappt es nicht immer 100% mit dem Ausblenden.
Indirektes Sonnenlicht ist zum grossen Teil polarisiert, da klappt es besser.

Die lineare Polarisation bei beliebiger Einstrahlung ist doch nur für den Brewster-Winkel gegeben, oder?

Aber der Galnz ist nicht immer einfach zu beurteilen, wenn eine klare und eine dunkle Fläche verglichen wird, wollte ich damit sagen. Genau wie die Farbe eines matten und eines blanken Systems unterschidliche Farborte aufweisen. Das Auge ist da manchmal komisch  ;)

MfG

Frank

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