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Gold entsteht durch Microben und Bakterien??

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Sascha M.:
hallo

Ich hab gerade einen bericht bei Nano(3sat) gesehen.hab ihn leider nur noch zum teil gesehen und nicht verstanden um was es wirklich ging.
aber es ging glaubich darum das man entdeckt hat das warscheinlich Bakterien dafür veranwortlich sind das Gold in klumpen(nugets) vorkommt??

kann mir das jemand erklären oder is euch das auch neu^^

gruß saschbold

Sascha M.:
hir hab ich auch den bericht dazu ;D

http://www.3sat.de/nano/

gruß saschbold

Alan:
Wer sich für den Original interessiert (auf Englisch):
<http://www.csiro.au/csiro/content/standard/ps20d,,.html>
Bitt'schön.
Ich denke, es wird noch etwas umstritten sein, aber eine interessante Vortsellung allemal.

Glück Auf!

smoeller:
Hallo,

Der geschilderte Sachverhalt bei Gold ist mir auch neu. Was ich aus dem Artikel entnehmen kann, ist eine Reduktion gelösten Goldes (als Kation) durch bakterielle Enzyme.

Das ist z.B. folgendermaßen:

Au3+ + 3 Elektronen = Au (Metall).

Normalerweise laufen derartige chem. Prozesse auch ohne Mithilfe von Mikroben ab. Man müsste nur einen Kupferstab in die Lösung halten. Gold würde abgeschieden, Kupfer gelöst.

Das gänzlich neue ist hier, dass es möglich ist, diesen Prozess auch mittels von Bakterien-Enzymen ablaufen zu lassen.

Diese Gruppe von Lebewesen steht übrigens den Bakterien nahe, gehört aber zu einer ursprünglicheren Gruppe von Einzellern, den Archaea. Diese stellen wohl die ältesten auf der Erde nachweisbaren Lebensformen dar und sind wohl schon kurz nach der Ursuppe vor ca. 3 Mrd. Jahren da gewesen.

Es gab übrigens im Winter einen interessanten Vortrag bei uns an der Uni Kiel über die Ätzung von Pyrit durch solche Archaea. Dieser Vorgang, der umgekehrt zu obigem Gold-Modell Pyrit zu Schwefelsäure + Eisenoxid oxidiert, dürfte trotz der Größe der Archaea Haldenbrände, Hangrutschungen in Braunkohlentagebaue und saure Grubenwässer zur Folge haben.

Schwefelbakterien stellen den Nährstoffproduzenten der Tiefsee dr. Sie nutzen den Schwefelwasserstoff der "Black smoker" zur Energieerzeugung. Von ihnen leben Röhrenwürmer und dann sogar Krebse und Fische.

Vor einigen Jahren diskutierte man die Bindung von Uran über solche Archaea aus Abraumhalden.

Glück Auf!
Smoeller

berthold:
Hallo,

ja, das stimmt schon so.

Gold ist (fast überall) in Oberflächenwässern enthalten. Es liegt in gelöster Form als AuCl4- vor und kann organisch ausgefällt werden.

Prof. H.  Dill hat mal bei einem Vortrag bei uns (VFMG-Weiden) erwähnt, dass Gold in den Bächen regelrecht "wächst" - und das in überschaubaren Zeiträumen.

Gruß

Berthold

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