Mineralien / Minerals / Minerales > Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals
Gebogene Kristalle
Arminius:
Hallo Collector,
Ich kenne eine Stufe aus Ueffeln, auf der ein gebogener Quarzkristall (ca. 6cm) sitzt. Der Sammler hatte mir die Entstehung so geschildert (wenn ich mich recht erinnere), dass
A) Die Kluft beim Wachstum auseinander driftete (es kamen wohl auch Fadenquarze aus der Kluft), und
B) Die Erdschichtung sich während des Wachstums langsam geneigt hat bzw. kippte.
Seine Theorie untermauerte er noch mit irgendwelchen anderen Genrationen von Quarz auf der Stufe, die dann wieder "normal" ausgebildet waren und weiteren Kristallen, die dann wieder einen anderen Winkel zu den ersteren gestanden hätten.... (das bekomme ich aber nicht mehr richtig zusammen, bin halt Anfänger)
Vielleicht hilft Dir das in Deiner Tektonik-Vermutung weiter (die ich als Anfänger am logischsten finde).
Gruß,
Armin
stollentroll:
Der Turmalin kann durch tektonische Einflüsse gebogen sein, wenn er eingewachsen gewesen ist. Er wurde dann vielleicht herauspräpariert oder hat sich vom Gestein gelöst.
montanpark:
Moin,
bei dem Schörl ist Tektonik die Ursache, da kann man am Kristall ja die Scherflächen sehen. Die Antimonite aus China werden gerne mal durch die Jungs etwas präpariert. Beim Antimonit ist die Translation gut ausgeprägt, d.h. auch natürliche Ursachen kommen in Frage. Wenn aber ein Kristall gerade und der direkt daneben gebogen ist, sollte man zumindest bei Antimoniten chinesischer Provenienz Obacht walten lassen. Durch Erhitzen lassen die Stufen sich nämlich in nahezu beliebige Biegungsformen bringen. Habs selbst an einem kleinen Stück mal probiert .. geht! ;D
Generell habe ich in meinem schon längeren Mineralogenleben einige gebogene Kristalle gesehen, deren Wachstumsstörungen überwiegend auf tektonische Vorgänge zurückzuführen waren.
Irgendwo hatte ich auch mal nen Artikel dazu, ich such mal und grab ihn ggf. aus und poste das Zitat,
Grüße
Roger
Harjo:
Hi,
Ich glaube auch eher an was Thomas und Roger sagen, wenn ich den Turmalin auf das Bild genau betrachte sehe ich eigentlich keine gebogene Kristalflachen, eher ein gerissener x das den eindruck weckt gebogen zu sein, also tektonisch, aber nog eine erklarung konnte sein:
Ich war gerade dran etwas restmaterial von Hagen aus zu sauren (auf die suche nach unbekanntes ;) ), es ist auffallend das die Millerite eingewachsen im Calcit sehr oft in allerhand forme gebogen sind warend die frei in drusen gewachsenen xx vollig gerade sind (und, Montanpark, es gibt gerade UND gebogene xx nebeneinander bei meine Millerite.....besser noch es gibt Korkenzieher, gebogene, gerade, halb korkenzieher halb gerade u.s.w. neben einenader.....das wurde mich wirklich interssieren, wieso den eine x so und den andere x anders, und der dritte wieder anders warend die alle von dieselbe generation sind und auf dieselbe stelle wachsen....).
Vielleicht ist es dann eher die oberflachenspannung von die spatere losung (also der Turmalin oder der Millerite ist schon da und dan kommt noch Calcit (oder Quarz, oder..)) einen wichtigen Faktor fur die distortion von die xx, nur so'ne gedanke.....
Gruss
Harjo
smoeller:
Hallo,
Würde aber auch in jedem Falle Versetzungen in Kristallen nicht ausschließen wollen. Wenn Elementarzellen zueinander in gleichem Richtungssinn versetzt bzw. verkippt sind, dann entsteht eine Krümmung im Kristall.
Dies dürfte bei Lockenmalachiten oder bei den ringförmig gebogenen Jamesoniten der Fall sein. Sie sind frei in Drusen gewachsen, hat mit Tektonik also nichts zu tun. Man diskutiert hier den Einbau von Fremdelementen als Ursache für Baufehler.
Glück Auf!
Smoeller
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln