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Mineralien- und Fossilienbörse in Marburg
Tobi:
--- Zitat von: Hg am 26 Oct 06, 11:11 ---Schnäppchen kann man dagegen noch immer gut machen.
--- Ende Zitat ---
Das ist wahr, die Preise sind auch in Marburg mehr als fair. Selbst als Student kann man dort wirklich gute Stufen ergattern, und es lässt ohnehin eigentlich jeder Händler sich noch um ein paar Euro runterhandeln...
Die Börse in Oberursel kenne ich nicht. Ich kenne dafür Lollar und Kirchhain, finden beide Anfang des Jahres statt. Die sind beide doch recht verschieden; in Lollar gibt es hauptsächlich Sammlermineralien zu fairen Preisen, während Kirchhain (ohnehin eine sehr kleine Börse) zum großen Teil mehr oder weniger geschmackvolle Kunst- und Schmuckgegenstände bietet und die Mineralien meist auch recht teuer sind. Werde ich wohl nicht mehr besuchen.
Aber Marburg hat mich in dieser Hinsicht eigentlich immer zufrieden gestellt, ich hoffe der Schmuck- und Esokram hält sich trotz dieser grauenhaften Karte in Grenzen.... :-\ Bin mal gespannt, kann ja einen kleinen Bericht abliefern...
Gruß
Tobi:
So, bin eben wieder daheim gelandet. Börse war interessant wie immer, Schmuck gab es gottseidank in Maßen, nicht in Massen ;) Zwar gab es natürlich an jedem zweiten Stand die üblich Ware (Peruanischer und Navajun-Pyrit, indische Apophyllit/Stilbit-Stufen, Coelestin aus Madagaskar etc.), aber auch einige hübsche Klassiker und interessante Funde aus aller Welt, die man nicht unbedingt überall hinterher geworfen bekommt. Ein Marburger Sammler hatte eine große Kollektion von Erongo-Aquamarinen in hübscher Farbe da, bei einem anderen Händler waren die traumhaften, miteinander verwachsenen Pederneira-Turmaline bis 20 cm Länge (und auch entsprechenden Preisen...) zu sehen und zu haben. Bei einem sehr netten Ehepaar aus Oberursel hab ich dann eine Kiste mit Stücken aus einer alten Fluorit-Sammlung entdeckt; auf den ersten Blick vielleicht nicht so aufregend wie die in rauen Mengen angebotenen Riesenstufen aus China, aber beim näheren Betrachten dann doch eine kleine Schatzkiste. Habe eine Stufe aus der Clara und eine aus der Grube Hermine/Wölsendorf ergattert. Alles in allem das gewohnte Bild der Marburger Börse, allerdings beschlich mich ein wenig das Gefühl, dass die Preise im Vergleich zu den letzten Jahren ein wenig gestiegen waren. Es gab dort ein paar wenige Händler, die der Ansicht waren, dass eine 12 cm große Madagaskar-Coelestin-Stufe 130 € kosten darf und die sich auch nicht dadurch irritieren ließen, dass ähnliche Stücke am Nachbartisch für ein Zehntel des Preises zu haben waren. Ebenfalls übelst teuer - aber in diesem Fall schon eher berechtigt - war das Angebot eines Händlers an Erzgebirgsstufen, mit z.T. gigantischen Fluoriten von Halsbrücke u.a. Insgesamt doch ganz unterhaltsame eineinhalb Stunden im Cappeler Bürgerhaus, bin voll auf meine Kosten gekommen. 8)
Zum Abschluss noch ein paar Bilder der Neuerwerbungen:
1.) Fluorit aus der Grube Clara, 10 x 7 x 6 cm.
2.) Fluorit aus der Grube Hermine/Wölsendorf, 11 x 7 x 4 cm.
3.) Schörl in Quarz aus Minas Gerais/Brasilien, 13 x 9 x 9 cm mit 6,5 cm X.
Sascha M.:
Schade :(( ich hab es leider nich hingeschaft aber dan im nächsten jahr^^
und den händler mit der 130€ coelistin stufe kenne ich glaub ich schon von butzbach ich glaube die stufe war sogar mal teurer.stand ich schon kopfschüteld davor und hab mich gefreut das ich 3kg stufe für 25€ bekommen hab ;D
gruß sascha
Tobi:
Ja, die extremsten Preisschwankungen sind mir wirklich bei den Massenwaren aufgefallen, z.B. bei Pyrit. Da hat der eine Händler eine hübsche Huanzala-Stufe für 20 €, zwei Tische weiter ein ähnliches Stück für 230 € :D Da wollen einem immer noch welche weismachen, dass Dinge wie Brasilien-Amethyste, Peru-Pyrite oder Madagaskar-Coelestine unheimlich exklusive Werke der Natur und kostbarste Edelsteine sind. Naja, etliche von denen werden vieles von ihren Sachen wieder mitnehmen müssen, geschieht ihnen recht. Natürlich weiß ich, dass man z.B. Fluorit von Okarusu/Namibia (ein Händler hatte den ganzen Tisch voll davon, deswegen dieses Bespiel) nicht gerade verschenkt. Aber wenn ich dann ein Stüfchen von der Größe meiner Fingerkuppe umdrehe und "€ 80,-" sehe, dann kann ich da nur mit dem Kopf schütteln. Selbst wenn ich im Geld schwimmen würde, würde sich da trotzdem irgendwas in mir sträuben. Ist mir dieses Jahr wirklich aufgefallen, die meiste Ware war teurer als sonst. Manche Händler scheinen der Philosophie "Kein Stück unterhalb des dreistelligen Eurobereichs" zu folgen, total beknackt. Und wenn ich denke, dass das z.B. bei den Amis noch viel teurer ist, dann ist das schon leicht krank. Ich weiß, dass manche Leute davon leben müssen, aber trotzdem sind irgendwo Grenzen. Wenn ich Autoverkäufer bin und davon lebe, kann ich trotzdem nicht auf die Windschutzscheibe von nem normalen VW Golf € 75.000,- schreiben...
Naja, meine Einkäufe würde ich jedenfalls in den Bereich eines sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnisses einordnen. Aber über Geld spricht man ja bekanntlich nicht.... (naja, bin ja auch Student, da gäbe es auch nicht sonderlich was zu reden... ;))
Gruß
Goldi85:
Hallo!
War gestern auch wieder in Marburg, kann man nur empfehlen, besonders wegen dem großen Angebot (hat man ja leider nicht mehr auf jeder Börse). Mit den Preisen ist eben ja wirklich schlimm, da kann man froh sein dass es da noch einiges recht günstig gab ( naja, mal den coelestin ausgnommen)
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