Mineralienatlas - Fossilienatlas
Gesteine / Rocks / Rocas => Gesteine / Rocks / Rocas => Thema gestartet von: Torben am 21 Sep 06, 21:57
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Hallo!
Gestern habe ich auf der Schutthalde eines Kompostwerkes diesen etwas merkwürdig geformten Stein gefunden. Sieht so aus, als wäre es ein Flint.
Mich würde mal interessieren, wie diese Form zustande gekommen ist. Sieht aus, wie große Felsen, die lange von Wind geschliffen werden!?
Viele Grüße
Torben
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die form dieses steines kommt durch fluviatile Umlagerungen-->will sagen der ist durch das umspülen von wasser und Reibung mit anderen steinen so
geformt worden. So wie es aussieht handelt es sich um ein sandsteinstück mit Quarzadern. Der Sandstein ist "weicher" als der Quarz, so dass dieser sich leichter
ausspülen / abtragen lässt als der Quarz und dann die sichtbaren "Rillen" entstehen.
gruß Markus
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Hallo Markus :)
So wie es aussieht handelt es sich um ein sandsteinstück mit Quarzadern.
Ich denke eher, dass es ein granitähnliches Gestein ist, wegen der grauen Farbe.
Sonst bin ich mit dir einverstanden.
ciao :-*
Dorian
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Hallo Torben,
ich könnte mir vorstellen das dein Kiesel komplett aus Quarz besteht. Ich denke wenn er aufgebrochen werden würde wäre er weiß/grau kristalien.
Ansonsten stimme ich Markus zu was die bearbeitung durch die Natur angeht. Wie groß ist denn dein Stein? Ob sich unterschiedlich feste Schichten bilden konnten. Sieht aus wie drei Schichten.
Gruß
Kater
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Hi!
Der Stein ist 50 x 40 x 38 mm groß, normal schwer (117 g). Die kleinen Bruchflächen, die auf dem Stein sind, sind nicht glatt wie bei meiner ersten Vermutung Flint, sondern sehr feinkristallin. Die Flächen sehen homogen grau aus, mit einem leichten Braunstich
Viele Grüße
Torben
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hi,
hast du mal die härte gemessen? strichfarbe?
kater
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Schnellschußversuch:
Härte: Hart, denn: keine Strichfarbe auf Labor-Porzellan erzeugbar ;) Reicht das?
Ich würde sagen, das ist schon Quarz. Könnte es ein metamorpher Quarz aus ehemals Quarzsand sein? Das würde eine Bänderung und unterschliedliche Erosion erklären.
Torben
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hallo torben,
so in die richtung hätte ich auch geschätzt. mal sehen was die anderen dazu sagen.
kater
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Hehe, hätte mal erst ein wenig nachdenken sollen ;D
Nach einem kurzen Bad in Salzsäure und anschließendem Spülen sieht das Stück in nassem Zustand nun so aus!
Die dunklen Partien schäumen kräftig in der Säure, die hellen kaum. Außerdem muffelt der Stein in der Säure gülleartig. Wer weiß, wo der mal gelegen hat *g*
Also fluviatile Erosion aufgrund verschiedener Härte der Komponenten klingt gut, finde ich
Torben
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Dann wahrscheinlich irgendein Kieselkalk mit wechselnden kalkreichen/SiO2-armen und SiO2-reichen/kalkarmen Lagen..
Außerdem muffelt der Stein in der Säure gülleartig. Wer weiß, wo der mal gelegen hat *g*
Das dürfte von - wahrscheinlich in den dunkel gefärbten Partien eingelagerten - organischen Bestandteilen (Bitumen..) kommen!
Gruß, Erik
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Hm, bituminöse Einschlüsse leuchtet ein :).
Aber wenn der Stein eine Weile in einem Komposthaufen gelegen hat und womöglich jahrelang Küchenabfälle aufgesaugt hat...
Naja egal, lassen wir das. Mir gings eh mehr um die Entstehung der äußeren Form.
Danke euch!
Gruß
Torben