Mineralienatlas - Fossilienatlas
Vermischtes / Miscellaneous / Varios => Dies und Das / this and that => Thema gestartet von: Maulwurf am 08 Oct 06, 15:15
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Hi
In diesem neuen Thema sollen wie der Titel schon sagt gute Gründe für das Mineraliensammeln gepostet werden.
Mir geht es hier aber nicht darum zu sagen warum der Sammler seinem Hobby nachgeht, sondern darum in erster lienie Steinbruchbetreibern, Förstern, Bauern und anderen Personen die dem Mineraliensuchen nicht sehr wohlgesonnen sind zu Zeigen das man Mineraliensammlern die ihrem Hobby nachgehen und sich dabei gut verhalten (Löcher wieder zu machen, Müll mitnehmen, nichts kaputt machen usw.) nicht aussperren, anpöbeln, anzeigen oder ähneliches mit ihnen verantalten soll.
Ich will hier also Argumente sammeln warum das Mineraliensammeln ein Hobby ist das in der Öffentlichkeit mehr Toleranz verdient.
Meine Argumente Wären
- Mineraliensammler schaden keinem weil sie: Löcher wieder zu machen, Müll mitnehmen, nichts kaputt machen usw.
-das Interesse an Naturwissenschften soll wiederbelebt werden, (warum da nicht mithelfen wenn das auch noch einfacher ist als die
Sammler zu verjagen oder ähnliches mit ihnen zu verantalten)
-Mineraliensammeln wird von Staatlicher Seite schon weniger gefördert als andere Freizeitaktivitäten (z.B.Sport), warum also den Sammlern noch mehr "in den Hintern treten"
-Wenn man richtig gräbt hat das sogar einen Spotlichen/Fitnessefekt
-sich Wissen aneignen schadet niemandem
-Wenn ein Steinbruchunternehmen/-betreiber Sammler reinlässt ist das gute Öffentlichkeitsarbeit, weil sich die Sammler z.B. am Stammtisch für den Steinbruch einsetzen.
-Mineraliensammler machen ab und zu auch Austellungen zum Thema wo sich auch Leute die sonst nichts damit am Hut haben schlau machen können (Allgemeinbildung)
-bei Schülern die diesem Hobby nachgehen gibt's bessere Noten in Naturwissenschaften
-Mineraliensammeln ist eine sinnvollere Freizeitbeschäftigung als z.B."hoolen"
Bitte postet damit wir noch Argumente gegen das Unverständnis haben, das unserem Hobby leider allzuoft entgegengebracht wird.
M.f.G.
Fabian
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Hi
1-Wenn man als Grubenbesitzer das liest, liest man sicher nicht mehr weiter
2-Ok
3-was soll es dem Staat bringen ?
4-??
5-stimmt, aber cih will mir auch keine kenntnisse über die Vethaltensweise der peruanischen Flüsse wissen
6-Ok
7-Ich zahle kein Eintritt für peruanische Flüsse ;)
8-Ich finde Schüler sind die Ausnahme unter Strahlern
9-Du findest zu praktisch jeder Beschäftigung eine "schlechtere"
Sorry, aber ich seh da eher wenig Sinn dahinter. (achtung: Das ist nur meine Meinung)
Gruss,
Wegwerfit
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Hallo,
Tatsache ist ja, dass jeder der etwas sammelt (was auch immer) sich von Leuten belächelt fühlen darf, die das Hobby nicht teilen. Bei Mineralien und Fossilien kommt noch der Aspekt der Suche nach den schönen Stücken hinzu. Wer in den ,für uns tollen, Funden nur Steine ::) sieht, der versteht erst recht nicht den Aufwand (Weite Fahrten, Kiloweise Dreck, Stundenlanges Präparieren....) der vom Fund bis zur Präsentation nötig ist.
Ich kann Fabian schon verstehen, wenn er Argumente gegen ignorante Mitmenschen sammelt.
Ich selbst kann sagen, dass ich gerade in diesem Jahr viele positive Reaktionen auf meine Fossilien erhalten habe und sogar ein paar Leute für das Hobby begeistern konnte.
Bei den weniger verständnisvollen Betrachtern meiner Sammlung kommt zum Schluss immer DIE eine Frage: "Is das was wert? ;D"
Gruß
Steffen
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Die Idee ist gut, allerdings sollte man die Argumente nicht an den Mineraliensammlern festmachen, sondern am Mineraliensammeln als solches
Und hierzu gibt es wahrhaft gute Argumente :
- Bewahrung der Natur (merke : AUCHMineralien sind ein Bestandteil der Natur) durch Rettung von Mineralstufen vor dem Brecher
- Bewahrung von Ästhetik und Seltenheit in Form schöner Mineralstufen
- Zurverfügungstellen von Anschauungsmaterial für Museen und Lehreinrichtungen, hierdurch Förderung der Akzeptanz des Rohstoffabbaus etc.
- Verantwortungsvoller Umgang mit der Natur : "Wir bauen zwar ab, aber wenn was Interessantes gefunden wird, so stiften wir das einem Museum"
Mit dem Hinweis auf diese "Mineral Heritage" kann man Rohstofffirmen - zumindestens die Seniorchefs - schon eher beeindrucken
Glück Auf
Thomas
Rohstoffgeologe
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Moin (auch am Abend),
das wird nichts. Auch Mineraliensammler sind - wie jede Menschengruppe - absolut unterschiedlich in ihrem Verhalten und ihren Interessen. Es gibt nicht "den" Mineraliensammler, sondern nur "die". Schubladendenken bringt es nicht. Wir sind - zum Glück - völlig inhomogen. Diese Rechtfertigungen bringen keinen weiter und erhöhen auch nicht die Akzeptanz bei Deiner "Zielgruppe". Sorry.
Einen guten Wochenstart wünscht
MM-Bär
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Hallo nochmal.
@ Diego
Genau darum geht es hier: Argumente gegen Leute zu sammeln die etwas gegen das Mineraliensammeln haben um im E-Fall nicht nur größeren Anschi.... zu vermeiden, sondern diese Leute evtl. sogar dazu zu bewegen ihre Einstellung zu überdenken und ihnen zu zeigen das man auch ruhigen Gewissens die Sammler in Wald und Steinbruch graben lassen kann und das am Schluss jeder etwas davon hat. (z.B Vorträge, schöne Ausstellungen usw.)
@ giantcrystal
So habe ich mir das vorgestellt, genau diese Art von Argumenten brauchen wir !!!
Wenn man solche Sachen einem Steinbruchbesitzter oder Bauern sagt wird er schon eher Verständnis für uns haben und uns in Ruhe lassen oder evtl. noch bessere Fundstellen zeigen. Man muss die Leute davon überzeugen das es keinen Nachteil für sie gibt wenn sie Sammler in ihrem Wald / Steinbruch usw. haben
@ Wegwefit
zu 1 : Wieso.? Die Steinbruchbesitzer wollen keine Löcher in Fahrwegen, der Förster will keine offenen Löcher im Wald, also ist es doch wichtig den Leuten klar zu machen das normale Sammler es selbstverständlich finden die Fundstelle ordnungsgemäß zu hinterlassen. Wenn ich doch als "Betroffener" wüsste das mir duch die Sammelaktivitäten keine Nachteile entstehen, würde ich doch keinen Ärger machen.
zu 3: Gute Frage: Was soll für einen vorteil hat Sport für den Staat, dass er so gefördert wird ? (wenn man regelmäßig buddelt macht das doch auch fit nur das man nebenbei beim Mineraliensammeln auch noch etwas für die Allgemeinbildung, tut also ist Mineraliensammeln doch eigentlich sinnvoller ;D )
zu 4: Stimmt aber, habe an drei Intensiven Buddltagen 3 Kg abgenommen also ist das doch besser als jeder Sport !
zu 5: Klar "peruanische Flüsse" gehen echt keinen was an, aber mineralische Rohsoffte und deren Gewinnung sind die Grundlage unserer westlichen Industrienationen und darüber sollte man dann meiner Meinung nach schon etwas wissen, auch wenn man sich eigentlich nicht so sehr dafür interessiert.
zu 7: Stimmt die Austelleung "Steinreich im Bergischen" war auch sogar kostenlos im Rathaus zu besichtigen .
zu 8. Leider hast du damit recht, wenn aber keine Ausstellungen stattfinden und keine Funstellen mehr existieren wird man auch keinen Jugendlichen mehr an das Hobby heranführen können.
zu 9: Teilweise muss ich dir da recht geben, aber Kino, Disko und der ganze Mist , mit dem man nur die Zeit totschlägt und einen Haufen Geld rauswirft, sind doch allemal schlechter als eine Buddeltour !
Ich habe meine Hirnwindungen gelüftet und habe auch noch ein Argument gefunden:
Bei uns wird nämlich in Steinbrüchen von Nicht-Sammlern so allerlei Schindluder getriben , es wird z.B. reichlich Alkohol und Rauschgift konsumiert , es wird Steinbruchinventar zerstört und zu guter Letzt soll es sogar vorgekommen sein das selbst gebaute Bomben gestestet wurden . Sowas würde bestimmt nicht geschehen wenn sich Sammler im Steinbruch aufhalten würden.
@MM-Bär
das ist mir schon klar aber die Steinbruchbesitzer und Förster stecken nun mal alle in einen Topf, was zur Folge hat dass wenn Mist gebaut wird am Ende alle dafür büßen müssen.
M.f.G
Fabian
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Hi
1-Klar, aber ein Steinbruchbesitzer wägt 50x Benzintank des Baggers aufschlitzen nicht gegen 50 Bekanntschaften mit Sammlern auf.
3-Da bin ich der Falsche, mit Sport hab ich wenig am Hut. aber ich denke der Staat wird eher die WM als die MM finanzieren, da sich einfach viel mehr Leute für Fussball interessieren
5-Ok
7-Entweder ist das die Ausnahme, oder in Deutschland ist das anders als in der Schweiz
8-Da bin ich wohl die Ausnahme, die die Regel bestägtigt :P
9-Leider können die Kinosier und Diskotheker das auch sagen ::)
Gruss,
Wegwerfit
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Moin,
es gäbe eine Menge allgemeiner Gründe für das Betreiben dieses Hobbys. Aber wenn es darum geht, die "Gegner" zu überzeugen, dann muss ich mich der Meinung von Wegwerfit und MM-Bär anschließen: Das Sammeln irgendwelcher Gründe hier bringt da herzlich wenig. Wer Mineralien sammeln verbietet und Sammler davon jagt, der wird das auch weiterhin tun, insofern sind diese Mühen hier zwecklos. Das macht ungefähr so viel Sinn, wie wenn ich dem hessischen Ministerpräsidenten schreibe "Lieber Herr Koch, Studiengebühren sind unsozial, lassen Sie die bitte weg" - so was ist weggeschmissene Zeit und interessiert die Angesprochenen nicht die Bohne!
Kino, Disko und der ganze Mist, mit dem man nur die Zeit totschlägt und einen Haufen Geld rauswirft
Na na na, wir wollen es mit den Verallgemeinerungen mal nicht übertreiben! :o :-\ Mit der Äußerung machst du dich nicht gerade zu einem Verfechter der Toleranz, die du von anderen Personen(-Gruppen) forderst...
Gruß
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Ach ja, da gibt es noch ein gutes Argument, wie man Steinbruchbetreiber überzeugen kann :
Jeder Mineraliensammler, der im Bruch sammeln kann, nimmt 10 Werbebroschüren der Steinbruchfirma mit und verteilt sie in Baumärkten !
Wäre doch was...ausprobieren ;D
Glück Auf
Thomas
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Hi,
jetzt mal ernsthaft:
Den Sammlern wird es doch immer schwerer gemacht. Deshalb finde ich den Vorstoß von Fabian absolut gut, jede Initiative in die gleiche Richtung wird von mir ebenfalls begrüßt!
Die Alternative wäre, mit Fatalismus hinzunehmen, dass immer mehr excellente Fundmöglichkeiten unwiederbringlich verschwinden, die Steinbruchbesitzer/-betreiber gegenüber Sammlern immer gleichgültiger werden und der Forschung letztendlich viel verloren geht.
Genauso sollten wir uns gegenüber den allseits bekannten "Schwachmaten" und Rowdys zur Wehr setzen, wo immer wir sie antreffen. Die sind es oft, die mit ihrem unverantwortlichen Verhalten dazu beitragen, dass die Steinbruchbesitzer die Betriebe dichtmachen und die Förster gegen uns aufbringen. Und nicht nur das: Wenn ich beim Sammeln von Achaten jemand auf einem frisch eingesäten oder aufgelaufenen Acker rumspazieren sehe, dann scheuch ich ihn auch weg. Es wäre nicht das erste Mal.
Denkt mal drüber nach, was wir noch alles unernehmen könnten, ein guter Ansatz ist es allemal.
Gruß Kilo
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Hi
Genau die Sache die Kilo beschreibt hat mich dazu bewogen dieses Thema zu öffnen. Wie ich in einem anderen Thread geschrieben habe wird wohl die bedeutenste Fundstelle im Niederbergischen für Sammler dichtgemacht und auch sonst stößt einem beim Graben nicht viel Verständnis entgegen. Das finde ich einfach nur schade und wir sollten zumindest versuchen dieses Problem mit vernünftigen Argumenten in den Griff zu bekommen. Ob es funktioniert wird man vermutlich erst in einiger Zeit erfahren, aber ich finde dass man es trotzdem versuchen sollte. Vielleicht hilft es ja. ;)
M.f.G.
Fabian
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Zitat@Maulwurf
das ist mir schon klar aber die Steinbruchbesitzer und Förster stecken nun mal alle in einen Topf, was zur Folge hat dass wenn Mist gebaut wird am Ende alle dafür büßen müssen.
Richtig..............das nennt man Kollektivschuld,das muß dir doch als Deutscher bekannt sein. ;D
Zitat@Tobi
Das macht ungefähr so viel Sinn, wie wenn ich dem hessischen Ministerpräsidenten schreibe "Lieber Herr Koch, Studiengebühren sind unsozial, lassen Sie die bitte weg" - so was ist weggeschmissene Zeit und interessiert die Angesprochenen nicht die Bohne!
Oha Tobi,ich hatte wirklich gehofft ihr hättet mehr stehvermögen gehabt,schade.Der Mann ist übrigens nicht lieb,sondern allgemeingefährlich.Ob nun der oder die Mafia hir in Hessen regiert ist egal,das ergebnis ist das gleiche.
Zitat@Thomas
Jeder Mineraliensammler, der im Bruch sammeln kann, nimmt 10 Werbebroschüren der Steinbruchfirma mit und verteilt sie in Baumärkten !
Wie naiv bist du?
Zitat@Kilo
Die Alternative wäre, mit Fatalismus hinzunehmen, dass immer mehr excellente Fundmöglichkeiten unwiederbringlich verschwinden, die Steinbruchbesitzer/-betreiber gegenüber Sammlern immer gleichgültiger werden und der Forschung letztendlich viel verloren geht.
Seit wann interessiert das einen von den in Verantwortung stehenden Personen.Forschung in Deutschland,ehm hamse die nicht auch schon nach Osteuropa oder China ausgelagert,ist ja billiger.
MM-Bär und Tobi haben recht,das interessiert die überhaupt nicht!!!!!!!!!!!!!Seidenn man kann damit satte Gewinne einstreichen oder für den Steuerstaat kommt was an Steuern,außer Sprit,rüber.Aber bitte nicht über Pfennige/Cent reden,das sind Peanuts.
Gruß Calciteminer
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... und wir sollten zumindest versuchen dieses Problem mit vernünftigen Argumenten in den Griff zu bekommen. M.f.G.Fabian
Äh, wie jetzt, vernünftig? ::
"Meine Argumente Wären
...
-Wenn man richtig gräbt hat das sogar einen Spotlichen/Fitnessefekt
---> dadurch wird wohl keine Fundstelle erhalten bleiben ...
-sich Wissen aneignen schadet niemandem
---> dto.
-Wenn ein Steinbruchunternehmen/-betreiber Sammler reinlässt ist das gute Öffentlichkeitsarbeit, weil sich die Sammler z.B. am Stammtisch für den Steinbruch einsetzen.
---> Nein, er muss mit mehr Ansturm und ggf. Problemen rechnen, daher wird nichts an die große Glocke gehangen.
-Mineraliensammler machen ab und zu auch Austellungen zum Thema wo sich auch Leute die sonst nichts damit am Hut haben schlau machen können (Allgemeinbildung)
---> Andere auch; wozu gibt es Staatl. Museen und öffentl. Einrichtungen (! keine Privatsachen !)
-bei Schülern die diesem Hobby nachgehen gibt's bessere Noten in Naturwissenschaften
---> ach was :-\ , dadurch bleibt Dein Aufschluss auch nicht offen.
Überzeugungsarbeit musst Du allein bei den Mitgliedern der Vereine und bei allen "freien" Sammlern leisten, nicht auf der "Anbieterseite"
MM-Bär
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Moin, Moin,
alles gute Beträge, und gute Argumentationen. :)
Ich kenne Vorarbeiter/ Sprengmeister und sonstige Verantwortliche aus Steinbrüchen die alle Sammler mit und ohne Genehmigung (ist denen doch Wurscht, wenn sie selbst ein Schnäppchen machen können) aus dem Steinbruch jagen, um selbst abzuernten.
Aber,
es gibt auch andere, Gott sei Dank.
Und ich hoffe es bleibt so, bzw. wird besser!
Jürgen
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Ich brauche nur einen Grund um mein (=unser) Hobby rechtzufertigen: Es macht mir Spaß.
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Servus alle,
hmmm, ich halte davon gar nix! Ich wette, es schafft niemand, einen Bruchbetreiber, der nun mal gegen Sammler ist, vom Gegenteil zu überzeugen. Folgende kleine Story, die mir selbst vor ein paar Jahren passiert ist: Im Steinbruch Zufurth im Fichtelgebirge ist das Sammeln seit jeher verboten. Mit diesem Wissen bin ich zusammen mit ein paar Sammlerfreunden vor einigen Jahren abends so gegen 21.00 Uhr (es war Sommer, aber wir haben uns auf längeren Aufenthalt eingestellt und Lampen mitgenommen) in den Bruch zum Sammeln gegangen. Als es schon fast finster war, hörten wir bei den Betriebsgebäuden einen ziemlichen Krawall. Wir nahmen an, dass der Bruchbetreiber wieder einmal nach dem Rechten sah und verließen dann den Bruch. Aus der Zeitung erfuhren wir, dass an diesem Abend ein Einbruch in dem Gelände stattfand. Wir haben also vor den Einbrechern gekuscht, nicht vor dem Beteiber. Heuer hatte ich eine intensive Diskussion mit dem Boss des Steinbruches Köditz bei Hof, der mich an einem Wochenende hinauswarf. Auf mein Argument, Sammler seien ein kostenloses Wachpersonal in den Ruhezeiten des Betriebes und insofern durchaus im Interesse des Betriebes, wurde ich nur ausgelacht.
Fazit: Wenn der Beteiber des Zufurth-Bruches gegenüber Sammlern kooperativ wäre, hätte der Einbruch verhindert werden können. Ich gebe zu, bei entsprechender Kooperation wären wir wohl nicht um diese Uhrzeit in den Bruch gegangen. Vielleicht aber jemand anderes. Für sachliche Argumente sind aber wohl die wenigsten Bruchbetreiber zugänglich. Die haben ihr Schubladen-Denken, entweder haben sie nix gegen Sammler oder eben doch. Insofern halte ich jede Diskussion über die "Erziehung" von Bruchbeteibern, Feldbesitzern, Grundstückseigentümern etc. für müßig. Ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen!
Servus + Glück auf
wolfi
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Hallo,
Viele Bruchbesitzer fürchten sich vor Haftungsansprüchen bei Unfällen von Privatleuten. Das ist auch durchaus berechtigt. Selbst eine schriftliche Erklärung von Sammlern, den Bruch auf eigene Gefahr zu betreten, ist im juristischen Ernstfall kaum haltbar. Daher untersagen viele Firmen grundsätzlich das Betreten um sich abzusichern. Manche drohen zusätzlich mit Anzeigen und/oder ziehen Zäune. Oft hat das nicht mal was mit mangelndem Verständnis für die Sammler zu tun. Beim Geld hört der Spaß eben auf. Ich glaube, wenn ein Betrieb Angst hat, dass sich eine Sammelerlaubnis zum finanziellen Risiko entwickelt, bringen alle Argumente nix.
Glücklicherweise gibt es ja aber immer noch Betriebe, die sich der Bedeutung ihrer Gruben und Brüche als geologische Fundstellen bewusst sind und Sammlern die Möglichkeit geben dort zu suchen.
Gruß
Steffen
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Hallo zusammen,
eine interessante Diskussion ist das hier. Viele der genannten Argumente für das Sammeln habe ich auch bereits diversen Steinbruchbesitzern entgegen gehalten, damit allerdings zumeist gar nichts bewirkt (höchstens eine Anzeige vermieden). Richtig ärgerlich werde ich allerdings, wenn Anfragen zu einer Sammelerlaubnis nicht oder allumfassend ablehnend beantwortet werden, man den Eindruck gewinnt, das Betreten des Steinbruchs sei generell verboten und man dann erfährt, dass ausgewählte Personen eben doch sammeln dürfen und durch den Verkauf der Stufen einen netten Reibach machen. Das frustriert richtig.
Carsten
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Es ist doch immer interessant zu erfahren wie die Stbr. Pächter/Eigentümer reagieren.Aber an den Grundproblem wird sich nichts ändern,trotz guter Argumentation.
Ein Sammler ist Gefahrenpotential und bringt kein Geld ein.Und wenns dumm läuft hat das jeweilige Unternehmen nur Ärger damit.Abgesehen von so radikalen Sammlern die den Bruchmeistern auch noch mit Schlägen drohen.
gruß Calciteminer
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Die Versicherungswirtschaft schmeisst doch jeden Mist auf den Markt. Warum nicht, wenn die Haftung der einzigste Grund ist, jemand den Zutritt zu verwehren, ein entsprechendes Produkt, das Personen- und Produktionsausfallschäden abdeckt .... ?
Für diese Super-Idee möchte ich gerne 10% Vermittlungsprovision ... ;D
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Hallo MM-Bär,
ppppppst nicht zu viel verraten! :) Spinn den Faden mal weiter.
Eine allgemeine Versicherung dazu wird es nie geben und geben können.Denn letzentlich ist es doch so,das Versicherungen Unternehmen sind deren einziges Ziel es ist Gewinne zu erwirtschaften.Sie sind wie unserer Staat,Beiträge einnehmen aber bei der Auszahlung geizen oder gar nicht auszuzahlen.Bei einer solchen Police dürftes du mit Sicherheit so vieles nicht,das das sammeln und freie Bewegen damit unmöglich wird.
Aber als..................
Gruß Calciteminer
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... verstanden ;) ;D
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Tach,
an die Versicherungstechnichen Probleme habe ich nicht gedacht , da hlift dann wohl echt nichts mehr weiter, wenn der Grubenbesitzer so drauf ist :(
Da bleibt dann nur zu hoffen dass der Mist mit der Haftung nicht dazu führt das man bald seine Mineraliensammlung nur noch auf Börsen, Tauschtagen usw. erweitern kann.
M.f.G
Fabian
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Da fällt mir eine schöne Episode dazu noch ein,die der Diskussion vieleicht ein würdiges ende verleiht.
Es war vor 3 oder 4 Jahren,ich war damals wie jedes Wochenende mit meinen beiden Jungs im Steinbruch Rohde bei Adorf zu sammeln.Es war Sommer und geniales Wetter.Meist wahren wir alleine,der ist von Sammlern nicht so stark besucht.Wir waren gerade auf dem Weg in einen hinteren Teil des Bruches als ich ein Pärchen sah.Sie lag nackt auf einen der großen Steine die gerne an die Abbauwände gelegt werden,damit da keiner runterfällt oder so.MMMMM die Neugier war geweckt,ich tramelte hin.Und schwubs die wups war sie wieder angezogen,Mist.Es war aber kein Pärchen sondern ein Aktfotograf mit seinen "Model",der Typ hätte locker ihr Vater sein können.Ich wies die beiden darauf hin das sie sich doch bitte von den Abbauwänden entfernen sollten,das ist einfach zu gefährlich,gerade dann wenn dicke Risse vorhanden sind.Auf meinen Hinweis sie können ja jetzt weiter machen ich würde jetzt gehen liesen sie sich nicht ein.Hätt ich dann auch nicht gemacht.Und so zogen sie von dannen und suchten sich mit Sicherheit einen anderen Steinbruch,schade.
Aber solche Erlebnisse sind es die dem Sammlerleben die nötige Würze verschaffen und immer in stets guter Erinnerung bleiben.
Die waren übrigens mit Sicherheit auch ohne Genemigung dort.
Gruß Calciteminer
Aufruf an alle Aktfotografen!Geht in die Steinbrüche und auf die Halten zum fotografieren,da habt ihr schöne Natur und nette Menschen um euch herum.
Und die Ehefrauen der Sammler danken es euch auch................
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Hi Ingo
Da haste wohl was falsch verstanden ;)
Die hat sich nicht angezogen, weil Du aufgetaucht bist. So n stattlicher Kerl wie Du bist.
Die hat sich wegen deiner Jungs angezogen. Was ja auch richtig ist!
Stell dir mal vor, ihr kommt nach Hause und deine Jungs erzählen: " Mama....da war ne nackte Frau und der Papa hat seinen Hammer rausgeholt!"
Da hätteste aber viele Blumen kaufen müssen, um gut Wetter zu machen ::) ;D
Gruß.....auch an deine Jungs
Wilhelm
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Na so ein Aktmodell ist doch mal was :P. Da sagt bestimmt jeder Bruchbesitzer JA !!!!! wenn er Abzüge der Aufnahmen kriegt ;D. Sowas ist mir noch nicht passiert und da es Herbst wird, sind die Chancen für dies Jahr wohl auch gelaufen.
Gruß
Steffen
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@Wilhelm,
da ich einer dieser treuen "Hundeselen" bin,habe ich natürlich meiner Frau davon berichtet.Ob es an den Jungs lag,keine Ahnung.Aus ca. 200-250 m entfernung sieht man nicht so die masse,ich wollt halt nur meine Position verändern und anschleichen ging auch nicht.Ach ist ja auch egal bin kein Spanner,habe nur Sinn für Ästetik..
@Diego
also immer schon in die Brüche,da kann man auch mal etwas anderes sehen.
Gruß Calciteminer