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Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => Thema gestartet von: kracher am 11 Nov 06, 21:16
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Hallo Forum
vor einigen Wochen war ich im Thüringer Wald zum Goldsuchen. Was ich neben Gold auch noch fand, war ein riesiger Quarzbrocken, welchen ich mit nach hause genommen habe. Diesen habe ich in Handstück große Brocken zerklopft. Hierbei stieß ich auf dieses Mineral. Es ist klar rot...weinrot... hauchdünn und teller- oder fächerförmig. Kann mir hier jemand sagen um was es sich handelt?
das bild liegt hier:
http://www.rainerkracher.de/minealthueringerwald.jpg
p.s.
die größe kann ich gerade schlecht bestimmen
fakt ist: es ist mit blosem auge nicht sichtbar
die höchste vergrößerung meines mik. macht die details gerade noch sichtbar
ich bedanke mich
gruß
kracher
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sieht mir sehr nach Hämatit aus
Glück Auf
der Stollentroll
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hi troll
danke für den hinweis
du scheinst recht zu haben
habe soeben mal die bildersuche von google angeschmissen unter hämatit
sind wohl ganz "junge" hämatitkristalle
wobei... die ich gesehen habe waren alle 6 oder achteckig... meine sind ja rund
hmmm... könnte es dennoch hämatit sein?
dank und gruß
kracher
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Hallo,
Ja, ist Hämatit. Habe auch viele Hämatite aus dem Schwarzwald, die so verrundet sind. Ist nichts besonderes.
Glück Auf!
Smoeller
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...aha
"nichts besonderes"
menno
und ich dachte schon ich hab ne spektakuläre neuentdeckung gemacht ;-)
naja dann kann ich ja beruhigt schlafen gehen
spaß beiseite:
bin halt anfänger und habe in meiner simplen "kosmoslektüre" nichts passendes gefunden
prima
jetzt kann ich das teil wenigstens mit sicherheit richtig beschriften und ins archiv stellen
schön das es euch gibt
danke für eure hilfe
ciao und gute nacht
kracher
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Ja, schaut nach dünnem blättchenförmigen Hämatit aus, der dann rot durchschimmert. U.U. könnte es auch Lepidokrokit sein, der ebenfalls rötlich, abgerundet, blättchenförmig erscheinen kann.
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hallo schlurchi
iss ja spannend:
"U.U. könnte es auch Lepidokrokit sein, der ebenfalls rötlich, abgerundet, blättchenförmig erscheinen kann. "
meine webrecherche nach Lepidokrokit ergab noch passendere treffer
supi
könnte es sein das Lepidokrokit auf Quarz u.a. in Thüringen vorkommt?
grüße
kracher
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Abend 8)
Hallo kracher der junge mann heißt Schluchti nicht Schlurchi ! ;D
Glück Auf
Volker
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reusper
hähmmhm
tschuldigung
hoffe Schluchti verzeiht mir :)
danke für den hinweis Volker ::)
guten Abend
Kracher
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Diese dünnen, blättchenförmigen Kristalle werden oft für Lepidokrokit gehalten und dann auch so bezeichnet, sind aber keiner. Ich habe eine Menge vermeintlicher Lepidokrokite analysiert, es waren immer Hämatite.
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hallo stollentroll
ich werde demnächst noch ein paar fotos davon mehr hier veröffentlichen
dann können wir ja nochmal kontakten
auf jeden fall vielen dank schon mal!
lieben gruß
kracher
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Hallo,
Das "nichts besonderes" bezog sich auf die Verrundung der Flächen, nicht auf die Seltenheit des Minerals. Obwohl: Hämatit ist natürlich an sich nicht selten und wird jährlich im Megatonnenmaßstab als Eisenerz abgebaut. Ob das Mineral für die fundstelle interessant oder selten ist, vermag ich nicht zu beurteilen.
Hämatit halte ich hier für wahrscheinlicher. In solchen Quarzgängen, die im Mittelalter oft auf Gold untersucht wurden, kommt Hämatit oft als alleiniges Mineral neben Quarz vor.
Lepidokrokit hingegen ist an eine Paragenese mit anderen Eisenoxiden, z.B. Goethit, aber auch an Baryt und Calcit gebunden. So jedenfalls meine Erfahrungen.
Glück Auf!
Smoeller
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Ja, die Unterscheidung ist optisch kaum möglich. Die Analysen der Schlema/Hartensteiner Kandidaten haben auch sehr unterschiedliche, teils unerwartete Ergebnisse erbracht. Wobei natürlich auch sichere Lepidokrokite so aussehen und auf Quarz vorkommen können. Um beim konkreten Material sicher zu sein, hilft nur eine Analyse. Aber die Möglichkeit eines Leipdokrokit würde ich nicht von vornherein ausschließen. Kommt natürlich auch noch auf den genauen Fundort an.
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Sieht für mich doch sehr nach Haematit aus.
Habe sehr viel Stücke aus dem Odenwald die die gleiche Kristallform aufweisen.
Bis denne - Stefan