Mineralienatlas - Fossilienatlas

Bergbau und Verhüttung / Mining and Smelting / Minería y Fundición => Schlacken, Gläser, Verhüttungsprodukte / slags, glasses, smelting products => Bestimmungsanfragen zu Schlacken/Gläsern/Kunstprodukten => Thema gestartet von: Asherlord am 02 Jul 04, 02:02

Titel: 2 merkwrdige Metallbrocken
Beitrag von: Asherlord am 02 Jul 04, 02:02
Hab mit zwei Metallbrocken Probleme:
Nr 1: ein auch nach 10 jahren in stark verrauchter Bude immer noch wie frisch gebrochen glänzender kleiner Klumpen eines weißlich-silbernen Metalls.
Bruch: spröde
Härte: (frag mich nich)
Spaltbarkeit: keine
Strich: helles grau
Aggregat: nix erkennbar, sieht total durcheiander geschmolzen aus.
Glanz: stark metallisch

Nr 2: ca. doppelt so schwer wie vergleichbarer Granitbrocken, is wohl eiszeitliches Gechiebe, weil stark abgerieben, dunkelgrau, kompakt.
Bruch: spröde
Härte: ca. 8-9 (Material is unterschiedlich verwittert, nich genau definierbar)
Strich: kaum sichtbar bräunlicher als vonner Stahlklinge
Aggregat: plattig, nadelig-strahlig (wie Moos-Büschel)
Glanz+Farben: sehr dunkel metallisch, bei Lichtreflektion sehr stark und hell wirkend, metallisch-bläulich, zum Teil grünlich erscheinend, an scheinbar etwas älteren Oberflächen statt blälich rötlich.
Erinnerrt mich stark an Buntkupferkies, aber deutlich dunkler. Farbe/kristalle könnte unter Hitze entstanden sein, aber kein Buntverlauf wie bei angeglühtem Eisen, sondern jede Ausprägung hat ihre eigene Farbe.

An einigen Stellen ist deutlich erkennbar Eisen eingelagert, so wie Brauneisenerz als Hohlraumverfüllung natürlich auftritt.
Titel: Re: 2 merkwrdige Metallbrocken
Beitrag von: Schatten am 02 Jul 04, 06:21
Morjen Asherlord,

klingt ja sehr interessant die Beschreibung.

Jetzt noch ein Bildchen und dann klappts auch mit den Antworten  ;).




morgendliche Grüße vom Schatten
Titel: Re: 2 merkwrdige Metallbrocken
Beitrag von: uwe am 02 Jul 04, 08:58
Hallo Asherlord,

kannst Du nachvollziehen, woher die Proben stammen ?  Ich kann mich irren,  aber es sieht mir sehr nach den Ergebnissen metalurgischer Experimente aus.

Glück Auf
Uwe
Titel: Re: 2 merkwrdige Metallbrocken
Beitrag von: McSchuerf am 02 Jul 04, 09:03
Zu 1. ist für mich ziemlich eindeutig Schlackeprodukt aus Hochofenprozess

Zu 2. Siliciumcarbid - wahrscheinlich (aber ohne Foto auch ohne Gewähr von mir!)
da wird wohl auch die Härte 8-9 eher passen..9 hat ja sonst nur der Korund und der ist ein Mineral..

..Fazit: beides synthetisch..keine Minerale und keine Gesteine!

Gruß Peter
Titel: Re: 2 merkwrdige Metallbrocken
Beitrag von: Asherlord am 02 Jul 04, 22:26
@Schatten: hab grad nich die Technik vor Ort, vielleicht kann ichs Mitte des Monats mal fotografieren und ins Netz stellen.

@Uwe: siehe Antwort McSchürf: er teilt auch meine Vermutung, daß das weißlich-silbrige Zeug (Nr1) irgendwie künstlich ist

@McSchürf: Nr1: dem könnte ich durchaus zustimmen, bloß was ist es
Nr2: Definitiv nein. Siliziumcarbid zeigt zwar ähnliche Farbe, ist aber:
- nicht so übermäßig schwer wie die Probe
- bricht im Gegensatz zur Probe leicht (die is mehr wie sprödes Metall
- norm stehen die die Kristale frei und sind nur länglich-blättrig, nicht Oberflächenstruktur und nadelig-verästelt.
Der ganze Brocken macht den Eindruck, als wenn er unter Hitze und sehr starken Scherbewegungen entstand, kompakt bis auf einige Hohlräume an einer Ecke mit Resten von weggewitterten Eisen, absolut Null Gleichmäßigkeit in Wachstumsrichtung.
Daher stellt sich die Frage, ob es sich um Auskristallisierung oder mehr um Deformationsspuren mit Kristallansätzen handelt
Titel: Re: 2 merkwrdige Metallbrocken
Beitrag von: McSchuerf am 03 Jul 04, 07:11
Hallo Asherlord,

ja dann hilft mir auch nur ein Foto zu Nr. 2 weiter.. ;), denn welches Mineral soll Härte 8-9 haben? Kenne außer den bekannten Edelsteinen kein Mineral mit der von Dir angegebenen Härte und Buntkupferkies kann es ja nicht sein..die Härte von Siliciumcarbid müsste ich ohnehin nochmal nachschauen..

..bin immer noch der Meinung, dass es irgendetwas künstliches sein müsste aber Bild sagt mehr aus..

Gruß Peter
Titel: Re: 2 merkwrdige Metallbrocken
Beitrag von: uwe am 03 Jul 04, 13:37
Ich habe auf meinem Schreibtisch ein Bruchstück eines starken Permanentmagneten liegen (zum Aufbewahren der Nadeln, die ich zum Präparieren von Kleinstufen benötige).

Jetzt viel mir auf, daß für dieses Stück Magnet sehr gut die Bescheibung der Probe 2 zutrifft:
schwer,
spröde (der Magnet zersplitterte, als er mir mal runterfiel),
Kristallstruktur (siehe Bild)
und, na klar auch Rostspuren,

Glück Auf
Uwe

 

[gelöscht durch Administrator]
Titel: Re: 2 merkwrdige Metallbrocken
Beitrag von: McSchuerf am 03 Jul 04, 16:02
..aber die Härte dieses Magneten ist welche? ;)
Titel: Re: 2 merkwrdige Metallbrocken
Beitrag von: uwe am 03 Jul 04, 19:53
Habe es soeben geprüft. Es ist erstaunlich, aber die Kristallflächen im Inneren sind härter als 7 - lassen sich mit Quarzspitze nicht ritzen.

Uwe
Titel: Re: 2 merkwrdige Metallbrocken
Beitrag von: McSchuerf am 03 Jul 04, 21:13
..o.k. dann könnte es ja hinkommen... ;)
Titel: Re: 2 merkwrdige Metallbrocken
Beitrag von: uwe am 04 Jul 04, 10:46
Wenn ich mir mein Magnetbruchstück so ansehe komme ich schon ins Grübeln, wie der Magnet hergestellt wurde. Die Kristalle entsprechen in ihrer Anordnung der Magnetform. Es sieht aus, als wäre das Metall in der Form kristallisiert. Das hätte aber dann eine Abkühlzeit von mehreren Jahren oder Jahrzehnten erfodert.

Ich bin kein Metallurge. Vielleicht ist der Guß im starken Magnetfeld erfolgt  ???. Möglicherweise schaut ein Metallexperte mal in dieses Forum. Ich werden deshalb an anderer Stelle mal einen Hinweis auf dieses Thema anbringen. Diese Problematik ist eventuell auch mineralogisch interessant.

Glück Auf
Uwe
Titel: Re: 2 merkwrdige Metallbrocken
Beitrag von: Asherlord am 04 Jul 04, 21:44
@Uwe: die Kristallrichtung ist gut zu erkennen, es ist deutlich heller, die Farben stimmen nicht, aber:
 ;D kommt der Sache sehr nahe.
1. bei den verästelten "Kristallen" sieht es aus wie deine Probe, nur viel feiner (ca. nadel-dünn) und total durcheinander.
2. Es besitzt zwar keinen/kaum Eigenmagnetismus, aber Magnetprobe zeigt einen rundherum starken Eisengehalt, weit mehr als angenommen.
3. Beim Schlag mit Hammer gibts oft Funken.

Ich würds nun für metamorph überprägten Schiefer mit einer ebenso metamorph beeinflussten Erzlage halten, zumal auch deutlich Splitter abfliegen,wenn auch nicht direkt vom metallisch glänzenden Material.
Leider riecht es beim Anschlag nicht schwefelig oder so, wodurch man auf verwitterten Bornit tippen könnte. Auch läßt sich nicht sagen, ob das  nun wirklich metalldurchsetzter Schiefer ist oder alles Metalle.
Aber es scheinen doch starke Härteunterschiede vorzuliegen.
Es könnt ebenso unreines Restmaterial einer natürlichen oder industriellen, vielleicht meteorischen Schmelze sein. Was es bestimmt nicht ist: ein durch Ablagerung oder langsame(re) Abkühlung entstandener Erzgang in natürlicher Erhaltung (Kristallgewirr).
Titel: Re: 2 merkwrdige Metallbrocken
Beitrag von: uwe am 05 Jul 04, 12:40
Also wenn es nicht magnetisch ist, dann kommt ja eine Verwandschaft mit meinem Magneten nicht in Frage.  Funken ? na gut, wenn der Härteunterschied groß genug ist ist das auch bei einer eisenhaltigen Probe nicht unmöglich.

Was wir noch nicht berücksichtigt haben - woher stammen die Stücke eigentlich ? Hast Du eine Ahnung vom Fundort oder der Herkunft ?

Glück Auf
Uwe
Titel: Re: 2 merkwrdige Metallbrocken
Beitrag von: Asherlord am 07 Jul 04, 22:50
komplett fehlender Eigenmagnetismus konnte ich nicht mit ja oder nein beantworten.
Müsste mal Eisenspäne besorgen.
Die Probe ist bei weitem nicht nur Eisen, dafür fällt die Reaktion des Magneten zu schwach aus.
Vergleich: Stahlmesser so und Stahlmesser in Lederhülle. Kühlschrankmagnet hängt am Brocken so wie an Messer in Lederhülle, aber rundherum ziemlich gleichmäßig.
Diese Probe stammt aus einem Garten, für den keine Vorbebauung oder Nutzung bekannt ist. Untergrund ist eiszeitliches Geschiebe (bei Hamburg), das Ding läßt auch aufgrund seiner Kanten/Flächen vermuten, daß es länger einer Schiebebewegung ausgesetzt war und Teil eines größeren Stücks ist. Flüsse gabs in der Nähe nicht, Elbe ist viel weiter nördlich (bestimmt 20km), Abraumverbringung ist für die Gegend auch unbekannt.

Bei Probe 1 sieht es anders aus: nix genaues weiss man nich (absolut unbekannt, was und woher)
Titel: Re: 2 merkwrdige Metallbrocken
Beitrag von: McSchuerf am 08 Jul 04, 07:51
Also es gibt jedenfalls nicht viele magnetische Mineralien:

nur:
Magnetit,
Pyrrhotin (Magnetkies),
Eisen und Nickeleisen (terrestrisch und extraterrestrisch),

und ein paar weitere, wenige Mineralien
Titel: Re: 2 merkwrdige Metallbrocken
Beitrag von: uwe am 08 Jul 04, 09:03
Ein Meteorit wäre natürlich nicht unmöglich. Dann hättest Du natürlich eine Rarität. Berate Dich mal mit einem Meteoritenexperten.

Uwe
Titel: Re: 2 merkwrdige Metallbrocken
Beitrag von: McSchuerf am 08 Jul 04, 14:53
..dann könnten evtl. auch Schmelzkrusten (nach Flug in die Atmosphäre, etc..) erkennbar sein..

...man könnte auch mal den Ätzfigurentest (Widmannstättsche Figuren) durchführen..und feststellen, ob die Mineralien Taenit, Kamacit und Plessit als Füllmase vorliegen..soviel jetzt nur ad hoc von mir, aus dem Bauch heraus .. :) ..und wie sieht es mit Nickelgehalt aus..

..die große Gruppe der Meteorite umfasst jedenfalls die Chondrite, Stein-Eisen-Meteorite (Olivinreste, etc. erkennbar) und Nickel-Eisen-Meteorite /Eisenmeteorite

..wenn magnetisch, dann letztere Gruppe ..

Gruß Peter
Titel: Re: 2 merkwrdige Metallbrocken
Beitrag von: geomueller am 08 Jul 04, 20:58
Hallo Peter, uwe und alle,
also ich glaube nicht das es sich um ein Mineral und schon gar nicht um einen Meteoriten handelt. Ich glaube es handelt sich um eine Legierung und zwar höchstwahrscheinlich um Eisensilicium (Ferrosilicium).
Eisenlegierung mit Siliciumgehalten von 10-98%; verwendet zur Herstellung säurefester Gefäße oder im zermahlenen Zustand zur Herstellung von Schweretrübe. Durch den verschiedengroßen Anteil von Silicium kann auch das Erscheinungsbild sehr unterschiedlich sein und auch vermeidliche Kristallstrukturen auftreten. In Zwickau wurde dieses Material weit verstreut über die ganze Stadt in relativ großen Mengen und teils in zentnerschweren Brocken gefunden. Keiner weis so richtig wo es her kommt und wie es an die verschiedenen Stellen kam. Viele Mineraliensammler haben sich darüber den Kopf zerbrochen und wilde Spekulationen angestellt bis eine Analyse Aufklärung brachte. Vielleicht handelt es sich bei Euren Stücken ja auch um Ferrosilicium.

Gruß Jürgen ;)
Titel: Re: 2 merkwrdige Metallbrocken
Beitrag von: McSchuerf am 09 Jul 04, 23:00
Hallo Jürgen,

da spricht auch einiges für sich, wie ich jetzt erkennen muss... ;)
Titel: Re: 2 merkwrdige Metallbrocken
Beitrag von: uwe am 10 Jul 04, 10:33
Hallo Jürgen,

ist interessant, das mit dem Ferrosilizium. Hat man niemals herausgefunden, woher das kam ?

Glück Auf
Uwe
Titel: Re: 2 merkwrdige Metallbrocken
Beitrag von: geomueller am 10 Jul 04, 12:04
Hallo Uwe,
nein näheres weis ich leider auch nicht über die Herkunft, ich frag noch mal einen Kollegen der weis vielleicht noch mehr darüber.

Jürgen
Titel: Re: 2 merkwrdige Metallbrocken
Beitrag von: Asherlord am 20 Jul 04, 12:10
Sry,
hatte Compi abgeschossen.
mit Fotos wirds erst näxten Monat was.
Gegen eine Schmelze neuerer Herkunft spricht eigentlich die stärkere, ziemlich gleiche Abrundung der Hauptkanten und die total wirre Struktur. reineres (rostendes) Eisen ist nur an wenigen Stellen zu sehen.
Allerdings issas das erste Mal, daß ich bei nem Metallbrocken wirklich total vor nem Rätsel stehe (und mir auch jegliche Ausrüstung fehlt).
Und da es stark metallisch is, kann so eine Abrundung auch in weit kürzerer Zeit entstehen als bei nem Granit aus dem eisteitlichen Geschiebe.

Dumm nur, daß nix aufn Flußverlauf oder sonstwas in der Fundgegend hinweist. Nur Sand und eiszeitliche Brocken.
Vielleicht issas auch nur ein Produkt aus einem zu weit nach Süden gegangenen Bombentreffer WK II . Hätt ichs doch bloß liegen lassen  ::)
Titel: Re: 2 merkwrdige Metallbrocken
Beitrag von: Asherlord am 08 Aug 04, 19:42
So, hab mal paar Fotos anfertigen und posten lassen:
http://zolker.de/var/Min/Min.html

Probe 1 könnte Nickel sein/enthalten
Probe 2 is für Pechblende viel zu hart, mein Materialkundler meinte aber auch, daß da unter Umständen Hitze eingewirkt hat.
Bilder sind nich die besten, aber man erkennt bei Probe 2 deutlich die erfolgte Abrundung der Kanten (natürlich nich Kugel-förmig  ;D )
Titel: Re: 2 merkwrdige Metallbrocken
Beitrag von: McSchuerf am 09 Aug 04, 18:42
Pechblende ist es auf keinen Fall..

.. ich würde auf nickelhaltige Arsenide oder nickelhaltige Sulfide mit z.T. blaumetallischen Anlauffarben - durch dünnste Oxidationshäutchen auf der Oberfläche verursacht - tippen..aber Röntgenanalyse erscheint nach wie vor notwendig.

Gruß Peter
Titel: Re: 2 merkwrdige Metallbrocken
Beitrag von: Asherlord am 10 Aug 04, 00:39
Meinst Probe 2 (die große dunkle?)
Schön, aber hab kein Röntgenpulverapparat inner Tasche ;D
Mich wundert, wie genau die Farbverläufe abgegrenzt sind. So zeigt http://zolker.de/var/Min/Min09.html eine Seite, wo alles bläulich ist.
Allerdings sind die Fotos absolut zu hell, Das Zeugs erinnert eher an Mischung zwischen dunklem Schiefer und Kohle. Außerdem treten die Farbanläufe zu stark hervor.

Was Arsenide und Sulfide betrifft: da haut die Kombination Strichfarbe, Härte,Dichte, Eisenanteil nich so hin, zumindest, wenn man von reinen Mineralen ausgeht.

Ich versuch mal, die Beschreibung upzudaten:
sehr schwer, metallisch, reagiert auf Magnet, aber deutlich schwächer als reines Eisen.
Bruch: nach Erscheinungsform spröde. Bei Schlägen bricht aber bisher nichts ab.
Härte: ca. 6bisX (Material is unterschiedlich verwittert, nich genau definierbar)
Strich: grau, leicht bräunlicher als vonner Stahlklinge.
Aggregat: falls vorhanden:plattig, nadelig-strahlig (wie Moos-Büschel)
Glanz+Farben: schwarz/schwarzgrau metallisch, bei Lichtreflektion sehr stark und hell wirkend, metallisch-bläulich, zum Teil grünlich erscheinend, an scheinbar etwas älteren Oberflächen statt kupferrötlich.
Dichte muss noch bestimmt werden
rundherum Reste von Rost, Eisenmineral. Alle faserig erscheinenden "Kristalle" scheinen bei näherer Ansicht leicht ausgefranste Ränder zu haben.

Fazit: ohne RöntgenPulverMicros kann man wohl nur orakeln, was ausser Eisen noch so drin is.
Vielleicht doch n zu heiß gewordener Eisenerzbrocken, den die Eiszeit poliert hat (womit wieder Strichfarbe falsch wär und der Brocken um 1 zu hart *urgs*) :-\
Titel: Re: 2 merkwrdige Metallbrocken
Beitrag von: Dalamar am 10 Aug 04, 08:10
hauts doch einfach mal in ne mikrosonde, dann ist doch alles klar - das halte ich für noch besser, als röntgen...
Titel: Re: 2 merkwrdige Metallbrocken
Beitrag von: McSchuerf am 10 Aug 04, 17:53
Hallo Dalamar,

.. 'haut's mal in die Mikrowelle, wolltest Du aber sicher nicht damit sagen... gehe ich jetzt einfach mal von aus.. ;D

daher folgendes hierzu ..

... Du musst bedenken, dass die Untersuchung mit der Mikrosonde ..

..  1. viel kostpieliger ist (Kosten ?), als eine 'normale 'XRD' oder auch EDX und ..
... 2. die Mikrosonde-Untersuchung doch wohl nur Wissenschaftler und einige Studenten an der Uni oder an best. Instituten durchführen können, die auch über die entsprechenden Apparaturen verfügen..

..es sei denn, das gäbe es jetzt auch für den 'Hausgebrauch' und 'für'n Appel und en Ei'..das wäre mir dann allerdings neu..

Als 'Hobbymineraloge' und Amateur ist man ja schon froh eine 'normalmikroskopische' Untersuchung durchführen zu können; ebenso einen Strichfarben- und Härtetest sowie ein paar Säureproben.. :)

Gruß Peter
Titel: Re: 2 merkwrdige Metallbrocken
Beitrag von: Dalamar am 10 Aug 04, 20:38
Stimmt.

Wie wärs damit: Dickschliff für Auflicht anfertigen lassen (machen die meisten Uni's) und mit nem Auflichtmikroskop begucken (müsste sich an ner Uni auch irgendwie regeln lassen)
Titel: Re: 2 merkwrdige Metallbrocken
Beitrag von: McSchuerf am 11 Aug 04, 08:32
ja, das ginge und am besten man vereinbart auch mal einen Besuch im ortsansässigen jeweiligen Landesamt für Bodenforschung wie ich das früher auch viel gemacht habe..(hier: Hess. Landesamt f. Bodenforschung); dort kann man dann auch Dünnschliffe im Auflicht bzw. im Durchlicht anschauen..connections dort wären natürlich noch besser.. ;)
Titel: Re: 2 merkwrdige Metallbrocken
Beitrag von: Asherlord am 23 Aug 04, 15:26
Hab ne bessere Methode: Beim Deichbau inner neuen Hafencity Hamburg ist exakt dieses Material aufgetaucht als Grundbefestigung.
Muss also nur rausfinden, wer da aufschüttet und die mal befragen (und rausfinden, wie mein Brocken inne niedersächsische Pampas kam)