Mineralienatlas - Fossilienatlas

Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Thema gestartet von: couchmolch am 15 Dec 06, 11:32

Titel: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: couchmolch am 15 Dec 06, 11:32
Hallo, zusammen,

schon wieder mal das leidige Thema. Mineralienpreise in Internet-Shops und auf Börsen.
Aufgrund der teilweise horrenden Preise für Mineralien und Fossilien habe ich schon seit mehreren Jahren
keine Stufen von Mineralienhändlern gekauft.
Wie die Preise kalkuliert werden, entzieht sich meiner Kenntnis, ist mir auch ziemlich egal.
Aber ich empfinde viele Angebote im Internet und auf Börsen einfach als unverschämt, horrend, einfach Wucher.
Ich gebe zu, nicht zu den Menschen zu gehören, die sich teure Stufen leisten können. Das ist aber nicht der Grund für meine Meinung.
Selbst wenn ich unbegrenzte Mittel zur Verfügung hätte, um die Sammlung zu erweitern, würde ich diese Stufen nicht kaufen, sondern vor Ort.
In den 30 Jahren meiner Sammlertätigkeit habe ich in ganz Europa und Nordafrika Mineralien gesammelt, gekauft, eingetauscht und diese
auch wieder verkauft, um die Fahrtkosten zu decken.
Aber niemals wäre es mir in den Sinn gekommen, überhöhte Preise zu verlangen, im Gegenteil. demjenigen, der kein Geld hatte, habe
ich dann auch mal eine Stufe umsonst gegeben.
Mich würde mal eure Meinung dazu interessieren. Manchmal meine ich, mit dieser Meinung ganz alleine auf weiter Flur zu stehen.

Glück auf

Couchmolch Peter aus Haan
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Kater am 15 Dec 06, 12:35
hallo couchmolch,

ich denke du stehst keineswegs mit deiner meinung allein da. auch ich konnte in den letzten jahren eine zunahme der preise beobachten. ich denke schon das einige im gewissen maße auch gerechtfertigt sind., wenn man betrachtet das fundorte erloschen sind, oder unter großem aufwand hergebracht wurden.
aber vielen wollen nur schnell viel kohle verdienen. jedenfalls icst das auch mein eindruck auf börsen und großen händlern.
zum glück konnte ich im laufe der zeit einige kleine händler und auch privatleute auftun die noch sehr humane preise haben.
aber wer eben die möglichkeit und auch die kenntnisse hat, da geht doch nichts über das selbstsammeln.

gruß

kater
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: loismin am 15 Dec 06, 12:39
Hallo

Jessas na.
Das hatten wir wirklich schon hundert mal.
Kauf einfach nichts wenns dir zu teuer ist.
Für einen Händler ist das eine einfache Kosten- Nutzenrechnung.
Wo er Geld vorstreckt und teilweise jahrelang nicht reinbekommt und er kann ja schließlich für seine Stücke
verlangen so viel er will, braucht ja niemand kaufen.
Soviel Freiheit haben wir hier noch!
Und wenn man nur sammelt und nebenbei was macht kann man natürlich kleine Preise verlangen oder auch herschenken.
Das kann der Händler nicht, der davon Steuern und seine Altersversorgung und Krankenkasse usw selbst bezahlen muß.
Mach dich mal selbständig, dann weißt du auch warum!

gruß
Loismin
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Ralf am 15 Dec 06, 13:27
Hallo Peter,

erkläre uns doch einmal, wie Du einen überhöhten Preis ermittelst. Du musst Dir ja Gedanken gemacht haben, wie man die Stücke viel billiger anbieten kann. Ich als Händler wäre Dir überaus dankbar für einige Tips. Klar muss am Ende für mich auch ein bisschen übrigbleiben, aber da überlasse ich Dir jetzt mal einen Gewinnvorschlag.

Ich bin gespannt.

Ralf
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: berthold am 15 Dec 06, 14:30
Hallo Couchmolch,

der Preis, zu dem die Stufen über den Tisch gehen hängt von zwei Seiten ab: Vom Angebot und von der Nachfrage. Als Sammler und Nichthändler stehe ich -wie Du- auf der Seite "Nachfrage". Und glaube mir, die erlischt bei mir auf Null wenn der Preis nicht stimmt.

Auf Börsen kenn ich nichts, da feilsche ich wie auf einem türkischen Teppichbasar  ;D Aber: Wenn auch dann der Preis nicht stimmt, sorry, dann eben nicht.

Das Preisgefüge insgesamt zu kritisieren nutzt nichts.

Gruß
Berthold
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: uwe am 15 Dec 06, 14:39
Man sagt ja nicht umsonst: "Ein Stein ist soviel wert, wie ein Narr bereit ist dafür zu zahlen."

Überhöhte Preise für Minerale gibt es nicht. Entweder der Markt akzeptiert den Preis oder der Verkäufer bleibt auf der Ware sitzen. Wenn der Markt den Preis akzeptiert, dann wäre jeder Verkäufer blöd weniger zu verlangen. 

Damit keine Mißverständnisse aufkommen - ich verschenke (oder vertausche) Minerale eher als daß ich welche verkaufe.

Glück Auf
Uwe
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: prehnit100 am 15 Dec 06, 16:13
tja was soll ich dazu sagen  ???
klar kann jeder verkäufer den preis nach seinem ermessen festlegen und er wird dies auch unter betriebswirtschaftlichen gesichtspunkten tun. das ist legitim und sofern er einen käufer findet ,ist alles in ordnung. bei der preisgestaltung wird der verkäufer sicherlich auch das von ihm angepeilte klientel bzw. die kaufkraft und -willigkeit berücksichtigen. und so gibt es verkäufer welche lieber mehr stücke mit einem geringeren gewinn verkaufen und andere, welche lieber einzelne stücke aber mit höherem gewinn verkaufen. das nennt man auch 'segmentierung des marktes' und wird u.a. auch von automobilkonzernen gerne angewendet  :(
es ist sicherlich nicht generell so daß für mineralstufen in amerika höhere preise zu erzielen sind. doch gibt es dort eben auch ein klinetel, welches bereit ist für makellose stücke (und diese müssen nicht unbedingt riesig sein) bereit sind richtig geld hinzulegen. und leider gibt es eben auch händler, welche sich an diesen preisen orientieren, obwohl ihre stücke bei weitem nicht makellos sind  :(
aber wie schon mehrfach hier angemerkt: angebot und nachfrage bestimmen den preis und darum meinen rat: preise vergleichen - sich sachkundig machen - und handeln, handeln, handeln !
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Collector am 15 Dec 06, 16:25

Jessas na.
Das hatten wir wirklich schon hundert mal.
Kauf einfach nichts wenns dir zu teuer ist.


Loismin: Ganz symbolisch :  :-* :-* :-* :-* :-*
Ich kann dieses Gejammer und Lamentieren auch nicht mehr hören.  Ich plädiere dafür, dass diese nutz- und fruchtlosen Preisjammer-Arien  ersatzlos gestrichen werden.
Leute, dann kauft eben nicht und geht selber sammeln !  Oder sucht Euch nen Nebenjob, damit Ihr Euer Hobby finanzieren könnt. Oder spart . Oder sucht Euch n anderes Hobby .
Aber hört doch endlich mal auf, auf den Händlern rumzuhacken. Ohne die würde manche Mineralienammlung ganz schön besch.... eiden aussehen. Und gönnt den Händlern doch ihren oft sauer verdienten Gewinn.

collector





Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Flurit am 15 Dec 06, 16:45
@ collector

Da muss ich dir recht geben,wenn man auf börsen ist und die preise zu teuer sind soll mans lassen.
und die hänler müssa ja auch leben wenn ich bedenke da ich  janicht mehr selber sammeln kann aus gesundheitlichen gründen bin ich angewiesen auf kauf auf börsen oder im net,
und wenn ich dran denke was für ne arbeit es ist bis man den stein  aus der natur hat was damit alles zusammenhängt.

Ich denke wenn man auf ner börse ist und hat nen günstigen anbieter und kauft von den  mal 3 stufen kann mann immer noch handeln oder man bekommt ne 4 dazu.

Grus Hans

Glück auf allen  sammlern
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: couchmolch am 15 Dec 06, 18:12
Hallo,

bevor wir überhaupt weiterdiskutieren, sollten wir darauf achten, das dies nicht ins persönliche abrutscht, wie das schon oft passiert ist.

loismin

natürlich hatten wir das Thema schon öfter. Wem es zuviel wird, einfach nicht mitreden.
natürlich sind wir frei, deshalb darf ich hier meine Meinung aüßern.
Die Selbstständigkeit habe ich hinter mir und ich weiß, wovon ich rede. Die Kosten der Händler sind mir bekannt.


ralf

die angesprochenen Preise gelten für andere Sammler und mich oft als überhöht. Die Preise macht der Markt, das ist richtig.
Wieviel Prozent der eingelagerten Ware bleiben denn bei vielen Händlern übrig und werden nicht verkauft?
Sammler werden immer weniger, die Händler immer mehr. Ganz klar, das man da nur noch durch hohe Preise ein Einkommen erzielen kann.
Die älteren Sammler in "guten" Verhältnissen werden immer weniger, junge Sammler mit normalem Einkommen abgeschreckt.
Es wird in der nächsten Zeit eine natürliche Auslese der Händler stattfinden, weil die Ware einfach in den Regalen liegenbleibt.
Logisch, je mehr Händler, desto geringer das Einkommen für den Einzelnen. Da wird dann versucht, dies durch diese hohen Preise auszugleichen.
Tlw. horrende Standmieten der div. Börsen tun ein übriges. Aber ohne diese Börsen wenig Möglichkeit, bekannt zu werden und ein Stammpublikum zu bekommen. Ein Teufelskreis, aus dem der Händler nicht mehr aussteigen kann.
Möglichkeiten sind dann noch Internetverkäufe, bei denen der unbedarfte Sammler dann zu teuren Preisen einkauft, weil ihm entweder die Vergleiche fehlen, oder er einfach dem Händler vertraut.
In den letzten Jahren kommen auch immer mehr Verkäufer aus anderen Ländern auf Mneralienbörsen und nehmen jede Menge Euros mit nach Hause.
Es ist eben nicht mehr so wie vor 10-20 Jahren, das ich ausländische Mineralien oft nur bei hiesigen Händlern bekam.
Ob ein Preis überhöht ist, muß jeder Sammler mit sich selber ausmachen. Für mich ist es auf jeden Fall so.
Tips kann man einem Händler so einfach nicht geben, das ist bei jedem individuell anders.
Ich denke auch, jemand, der sich in diesem Bereich selbstständig macht, wird doch wissen, auf was er sich da einläßt, oder?
Fazit der ganzen Sache: Bestimmt die meisten Sammler werden doch mit den Preisen nicht mehr angesprochen.

Grüße aus Haan

Couchmolch
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: couchmolch am 15 Dec 06, 18:22
Hallo, collector,

habe deine Beitrag erst gelesen, nachdem ich eingestellt hatte.

Schade, ich habe gedacht, hier könnte man diskutiere. Wenn dir das auf den Geist geht, guck doch nicht rein
und schreibe nix, aber laß doch die anderen diskutieren, auch wenns dir unsinnig erscheint.

Der Vorschlag, einen Nebenjob anzunehmen, um das Hobby zu finanzieren, ist ja wohl unter aller Kanone.
Ein Schlag ins gesicht aller Wenigerverdienenden.
Ist das Mineraliensammeln jetzt ein ganz exklusives Hobby? Scheint so.

Nee, so nicht. Das war ein Eigentor.

Es sollte nicht persönlich werden, aber das war starker Tobak.

Couchmolch
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Bergbaumaulwurf am 15 Dec 06, 20:17
Glück Auf!
Ich kenne die Sache von beiden Seiten, da ich für einen Kumpel ab und zu mal eine Börse tätige. Die meisten Börsen decken gerade mal die Auslagen und Benzin, Essen und  die Tischpreise sind pro Meter auch nicht ohne.
Es wäre doch einfach hier ein Forum aufzutun unter der Rubrik " Ich habe zu vergeben".
Ob Kostenlos gegen Versandkosten, Tausch oder Vereinbarten Preis.
Ich zum Beispiel habe noch jede Menge Bräunsdorf  ungesehen zu Hause , dazu Niederpöbel, Wolkenburg bei Penig, ebenso Friedrichrode, Fundpunkt  um die Marienglashöhle und Ronneburg-Haldenmaterial.
Gruß Bergbaumaulwurf
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: loismin am 15 Dec 06, 20:49
Hallo Bergbaumaulwurf.

Das gibts schon unter Tausch usw.

Gruß
Loismin
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Ralf am 15 Dec 06, 21:03
Der einfachheit halber nehme ich in Deinem Text Stellung.

Hallo,

bevor wir überhaupt weiterdiskutieren, sollten wir darauf achten, das dies nicht ins persönliche abrutscht, wie das schon oft passiert ist.
Bis jetzt hab ich noch nix ehrabschneidendes hier gelesen, aber im Grundsatz hast Du Recht.

loismin

natürlich hatten wir das Thema schon öfter. Wem es zuviel wird, einfach nicht mitreden.
natürlich sind wir frei, deshalb darf ich hier meine Meinung aüßern.
Die Selbstständigkeit habe ich hinter mir und ich weiß, wovon ich rede. Die Kosten der Händler sind mir bekannt.
Dann versteh ich Deine Frage nicht, denn wenn Du super verdient hättest wärst Du sicher noch selbstständig


ralf

die angesprochenen Preise gelten für andere Sammler und mich oft als überhöht. Die Preise macht der Markt, das ist richtig.
Wieviel Prozent der eingelagerten Ware bleiben denn bei vielen Händlern übrig und werden nicht verkauft?
Das kommt ganz darauf an. Manche Sachen gehen weg wie warme Semmeln, Andere verkaufen sich gar nicht, auch nicht zum Einkaufspreis. Mineralien einkaufen ist immer auch ein wenig Spekulation. Um allerdings beim Einkauf einen guten Preis zu erzielen, muss man als Händler im Lot kaufen. Das kann bei mir schon mal 1 tonne = 1000 Kg bedeuten. Davon ist in der Regel 30 % Schrott, 50% Durchschnitt und 20 % gut
Sammler werden immer weniger, die Händler immer mehr. Ganz klar, das man da nur noch durch hohe Preise ein Einkommen
erzielen kann. Das ist nicht ganz klar, sondern ganz falsch. Um im Markt zu bestehen müssen Qualität und Preis übereinstimmen
Die älteren Sammler in "guten" Verhältnissen werden immer weniger, junge Sammler mit normalem Einkommen abgeschreckt.
Es wird in der nächsten Zeit eine natürliche Auslese der Händler stattfinden, weil die Ware einfach in den Regalen liegenbleibt.
Diese Auslese gibt es, seitdem gehandelt wird.
Logisch, je mehr Händler, desto geringer das Einkommen für den Einzelnen. Da wird dann versucht, dies durch diese hohen Preise
auszugleichen. Und Du bist sicher, mal selbstständig gewesen zu sein ?
Tlw. horrende Standmieten der div. Börsen tun ein übriges. Aber ohne diese Börsen wenig Möglichkeit, bekannt zu werden und ein
Stammpublikum zu bekommen. Ein Teufelskreis, aus dem der Händler nicht mehr aussteigen kann.
Möglichkeiten sind dann noch Internetverkäufe, bei denen der unbedarfte Sammler dann zu teuren Preisen einkauft, weil ihm entweder
die Vergleiche fehlen, oder er einfach dem Händler vertraut. Nun ja, ich habe einen guten Kundenstamm und das deshalb, weil sie mit mir und meinen Waren zufrieden sind. Ein Händler, der auf die " unbedarften " baut, wird nicht lange existieren.
In den letzten Jahren kommen auch immer mehr Verkäufer aus anderen Ländern auf Mneralienbörsen und nehmen jede Menge Euros mit nach Hause.
Und lassen viele schöne Stufen hier, an die der normale Sammlerr sonst gar nicht gekommen wäre
Es ist eben nicht mehr so wie vor 10-20 Jahren, das ich ausländische Mineralien oft nur bei hiesigen Händlern bekam
Gott sei Dank
Ob ein Preis überhöht ist, muß jeder Sammler mit sich selber ausmachen. Das ist genau der PunktFür mich ist es auf jeden Fall so.
Tips kann man einem Händler so einfach nicht geben, das ist bei jedem individuell anders. Aber Du kannst pauschal urteilen, dass die Preise zu hoch sind ?
Ich denke auch, jemand, der sich in diesem Bereich selbstständig macht, wird doch wissen, auf was er sich da einläßt, oder?
Das ist der Idealzustand, der aber nicht immer erreicht wird :)
Fazit der ganzen Sache: Bestimmt die meisten Sammler werden doch mit den Preisen nicht mehr angesprochen.
Das sehe ich aber ganz anders. Es ist halt die Frage, was bekomme ich für mein Geld. In München oder Hamburg konnte man hübsche Kleinstufen verschiedenster Mineralien für 5.-€ bekommen. Daneben standen auch welche für 500.- Klar das die besser sind. Mir scheint eher, Du möchtest einen Ferrari für den Preis eines Opels. Das wird aber nur selten gelingen. Schau doch mal in die Supportbörse hier im Forum. Lauter preiswerte Stücke in ordentlicher Qualität zu echt günstigen Preisen. Resonanz gleich Null. Seltsam.

Grüße aus Haan

Couchmolch


Ralf
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Harjo am 15 Dec 06, 21:36
Ich kaufe zwar selber keine Stufen, suche sie lieber selber, aber ich habe den trend auch beobachtet.
Fur middle of the road Stufen werden schon absurde preise verlangt, aber so lange es leute gibt die das zahlen ist's halt so.
Ist halt marktwirkung, kann man nichts an andern, also wenn man ein schones Teil haben will muss man halt zahlen, klar, nicht jammern.
Wenn ich so die preise sehe kommt schon manchmal die gedanke was ich fur dieses Teil bekomme wurde ;).....aber verkauf ist fur mich tabu.

Gruss

Harjo
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Krizu am 15 Dec 06, 21:40
Hallo,

nur mal meine Gedanken:
Du kennst einen Händler, dem vertraust Du. Da kenne ich einen  ;). Da kann es passieren, dass du die Sachen durchschaut, ohne auf den Preis zu achten oder zu fragen.  Die Stufen gefallen Dir, in etwa kannst Du die einschätzen und gut ist.  Am Ende wird ein Gesamtpreis genannt. Lief bei den Händlern meines Vertrauens immer gut. Wenn Du meisnt es ist zu hoch, lässt Du aber von einigen Sachen einfach die Finger.

Oder Du besucht eine Regionalbörse. Bei der letzten gab es zwei Händler bei denen ich gekauft habe. Keine Topstufen, aber schöne. Der Preis war voll i.O. Ich habe mit einem noch etwas über die Entwicklung der lokalen Fundstellen und den "Bombentrichtern" dort gesprochen. War schön war gut - Kind durfte noch einen Achat aussuchen. Das Jahr davor habe ich dort bei dem Händler  eine Schwefelstufe gekauft. Preis war immer i.O.

Die Börse davor war eine Grössere:
Durchgehen, an der Esotherik vorbei und suchen.
- alle Wachstumsformen vom Pyrit aus der Grabbelkiste 0,5Euro
- wirklich grosser, schön kristallisierter Granat in Matrix 2Euro
- Rutil mit guten Stirnflächen in hübscher Dose 4Euro

Klar, einige Stufen aus erloschen Fundstellen zu hohen Preisen (>100 Euro) aber dann waren das echte Hingucker.
Also ich beklage mich nicht.  :-X

Sorry Leute - aber es gilt wirklich Angebot und Nachfrage. Ich möchte nicht das Händlerrisiko auf mich nehmen. Dann würde ich lieber Trommelsteine verkaufen und mit meinen beiden Buchstaben und dem Punkt das Geld abschöpfen.

BTW zum Preis:
Hätte noch einen K(Ta,NB)O3, synthetisch, dotiert mit Rhodium. ca 1cm3. Wert eines kleinen Stückes (2mm*3mm*4mm) war zum Zeitpunkt der Synthese in etwa 10.000DM. War/ist auf dem Weltmarkt echt kaum zu kriegen. Würde den ganzen für 20.000 Euro verticken.  Die Charge, 3 Kristalle insgesamt, ist komplett charaktierisiert inkl. Ladungstransport und Elektrooptik und Temperverhalten.

Was ich damit sagen will:
Was soll eigentlich die Diskussion? Zu teuer=nicht kaufen. Haben wollen = zahlen.

Mfg

Frank



Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Galenit am 15 Dec 06, 22:38
Liebe Leute!

Ihr kommt doch eigentlich immer alle zum selben Ergebnis:

So lange wie Menschen die Stufen kaufen, sind die Preise ok. Es gibt keine zu teuren Preise, das ist alles subjektiv. Und für wen es persöhnlich zu teuer ist, der muss sich umsehen, es gibt immer Alternativen.

Lasst uns doch damit dieses Thema hier beschließen, bisher ist es noch nicht eskaliert.... ich sehe es aber kommen.
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: uwe am 16 Dec 06, 13:13
Die Gefahr, daß dieser thread eskaliert ist tatsächlich sehr hoch, da hier die Meinungen beiden "Endglieder der Sammlermischungsreihe" aufeinander prallen. Ein Endglied sind die "Nur-lokal-Sammler" das ander die "Nur-Käufer". Klar ist die Sammlung der Nur-Käufer in der Vitrine attraktiver - das ist aber wirklich ein sehr elitäres Hobby was für einen Normalverdiener eben nicht möglich ist. Zum anderen ist das selbst Sammlen auf lokalen Fundpunkten ein Hobby welches sich auch Harz-4-Bezieher leisten können. Beides sind mit Fug und Recht Mineraliensammler, aber dazwischen liegen Welten. Unser Hobby ist nun mal sehr breit gefächert. Man muß sich in jedem Fall klar sein zu welcher Sammlergruppe man gehört. Beides kann viel Freuede bringen.

Glück Auf
Uwe
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: giantcrystal am 16 Dec 06, 14:37
In diesem Sinne : Ich finde : Ein gutes Schlußwort...

und plädiere für ein Ende der Debatte

Glück Auf

Thomas
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: loparit am 16 Dec 06, 20:12
Hallo,

kann dem nicht zustimmen mit dem Ende der Debatte!

Ich werfe hier einfach mal ein Beispiel in den Raum.
Stufe eingekauft für 12.000,00 DM und weiterverkauft für 160.000 DM

Ja Ihr lest richtig und nun versucht mir mal zu erklären, wieviel Steuern der Händler oder Pseudohändler da wohl bezahlen muß.
Klar ist das nichts für den Otto-Normalverbraucher oder Verdiener. Doch viele solche Beispiele im kleineren Stil könnte ich euch nennen zum Teil mit Namen von Händlern, was ich bewußt nicht tue.

Hoffe das war nicht zu streng und wird nicht wieder gleich gelöscht.

Gruß Loparit
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: MM-Bär am 16 Dec 06, 21:16
Moin Folks,

ich halte mich mal ganz dezent raus  :-X  8) Meine Einstellung ist meinem Profil zu entnehmen  ;)

Hinweis: Wenn Mineralien verderbliche Waren wären, dann sieht die ganze (Preis-)Situation auf dem Markt (und die Diskussion hier) etwas anders aus ...

@loparirt: Steuern? Igitt. Solche Deals laufen i.d.R. am Fiskus vorbei ...  :-[

MM-Bär
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Bergmeister am 16 Dec 06, 21:59
Für 12.000 DM gekauft und für 160.000 DM an den Mann, äh an den Dummen gebracht? Soso... Man sollte hier weniger diese vermeintlich unverschämten Händler anprangern sondern vielmehr die grenzenlos Dummen, äh Käufer, kritisieren  ;D. Wer hier abgezockt wird dem sitzt das Geld doch eh viel lockerer. Soll ich die Damen und Herren im Hochpreisklientel am Ende etwa noch bedauern?

Bergmeister
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: loparit am 16 Dec 06, 22:31
@Bergmeister

Nein brauchst Du nicht, ganz bestimmt nicht.
Doch genauso so geht es im kleinen.
Ein Teil das für 5 Euro eingekauft wird braucht keine 50 Euro zu kosten.
Natürlich müssen Händler die Steuern etc. bezahlen mehr für die Stücke verlangen und es gibt genügend Händler die auch noch vernüftige Preise haben, aber es  gibt eben auch verdammt viele die die Preisgestaltung ganu so machen wie ich es hier schreibe. Und eines ist sicher Stücke für 150000DM lassen sich nicht so häufig verkaufen wie Stücke für 50 Euro.
Und nun sage mir mal wer abgezockt wird ? Denn es spielt keine Rolle was ein Teil kostet sondern es spielt eine Rolle was jemand daran verdienen will, wenn es ums abzocken geht.

Gruß loparit
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: TT-PP am 16 Dec 06, 22:53
Hallo,
also ich kann den vorherigen Beiträgen nur zustimmen. Wenn sich die Leute abzocken lassen und derart horrende Preise für Mineralien zahlen, dann können sie es sich leisten, oder sind "dumm". Denn so lange es jemanden gibt, der so viel Geld ausgeben kann werden es viele Händler versuchen, oder nicht???

Und: Jeder Mensch versucht so viel Geld wie möglich zu verdienen und mit Sicherheit werden auf der Welt nicht nur Geschäfte gemacht, welche für Käufer und Verkäufer gerecht sind.
Fazit:
Ich denke jeder Sammler entwickelt in seinem Kopf eine eigene Vorstellung was ein "fairer" Preis ist.

Gruß
peter paul
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Hg am 16 Dec 06, 23:38
Hallo,
ich verstehe echt nicht wofür diese ganze Aufregung gut sein soll.
Wenn mir ein Stück gefällt und der Preis für mich akzeptabel ist, kaufe ich auch die Stufe. Übersteigt der Preis mein persönliches Limit, dann lass ich eben die Finger davon.
Die Preise richten sich nunmal nach dem viel zitierten Prinzip der freien Markwirtschaft.......Angebot und Nachfrage.
Es gibt nunmal Sammler, die für bestimmte Stufen so gut wie alles bezahlen. Aber es bringt meiner Meinung nach immer gleich auf die Händler zu schimpfen. Die wollen auch überleben und über die Runden kommen. Die ganze Aufregerei ist völlig nutzlos  ;)
schönen Abend noch
Andreas
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: loparit am 17 Dec 06, 00:06
Aber geht es nicht darum, dass wir diskutieren ob die Mineralien zu teuer sind ?

Klar, kann ja jeder kaufen wie es sein Geldbeutel zuläßt. Doch auch darum geht es doch eigentlich nicht in dieser Diskussion!

Wenn in der Kneipe nebenan das Glas Bier um 20 cent teurer wird regt sich doch auch jeder auf. Und dabei verdienst der Wirt mit Sicherheit nicht 500-1000 % an einem Glas Bier. Und keiner kommt auf die Idee zu sagen, wenn du dir dass nicht erlauben kannst, trink doch kein Bier oder geh noch nebenbei arbeiten.

Warum passt das bei den Mineralien oder allem was gesammelt wird nicht mehr ? Nur weil es Leute gibt, die nicht aufs Geld schauen müssen. Die Leute kaufen aber kein durchschnittsmaterial im Preissegment von 20-200 Euro. Denn die haben Geld und kaufen gute TOP-Qualität für viel Geld. aber das ist doch nicht die Mehrheit. Nein die Mehrheit sind doch die normalen Sammler, die auf den Börsen sich ärgern, weil die Preise der Stücke einfach zu hoch sind.

Nun ist es natürlich nicht so, dass alle Händler die großen Geldverdiener sind, bitte nicht falsch verstehen. Aber wenn man sieht, wie auf einer Börse von einem Händler oder auch Pseudohändler, ein Teil für 50 Euro eingekauft wird und dann das Teil am eigenen Stand für 200 Euro angeboten wird ist das doch nicht in Ordnung. Denn der Sammler der nicht vorher vor Eröffnung Zutritt zur  Börse hat, kann das Teil nicht für 50 Euro kaufen, weil es schon weg ist. Wobei da der Gewinn ja noch bei 300 % liegt.

Stücke im Preissegment von 15 euro (Verkauf) liegen oft bei 1-2 Euro im Einkauf und nun rechnet doch mal da die Gewinnspanne. Und hier sind wir genau bei den Stücken die sehr viele Leute kaufen, weil sie Denken dass die ja noch vom Preis her ok sind.  ;D ;D

gruß loparit

Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Ralf am 17 Dec 06, 10:08
Als hauptberuflicher Händler finde ich diese Diskussion sehr interessant, sofern sie dann weiter sachlich bleibt. Warum soll man sich als Käufer nicht über vermeintlich oder tatsächlich hohe Preise aufregen ? Tun wir das im täglichen Leben nicht alle ?
Natürlich muss man dabei bedenken, dass wir hier nicht über die Kosten für das tägliche Leben diskutieren. Schließlich ist niemand gezwungen, sich Mineralien zu kaufen. Im Gegensatz zu Benzin, Kleidung oder Nahrungsmitteln.
Wir diskutieren hier über Steine, die keiner von uns wirklich zum Leben braucht. Wenn sich also jemand über zu hohe Preise aufregt ist der Ausgangspunkt das " habenwollen " , was  nicht immer mit dem " kaufenkönnen " im Einklang steht.
Das ist bei Mineralien nicht anders als bei Autos, Häusern, Klamotten usw.
Nun kann man ja unbedarft eine Form von Neid unterstellen. Neid auf denjenigen, der sich ein teures Stück kaufen kann, weil er halt besser verdient. Projeziert wird dieser Neid dann auf den Händler. Ihm unterstellt man unlauteres Handeln. Schließlich könnte man sich ein bestimmtes Stück ja auch leisten, wenn der Händler nicht so unverschämt viel Geld verdienen wollte. Bleiben wir mal bei Loparits 12.000€ Beispiel. Eingekauft für 12.000 €, verkauft für 160.000 €.
Nur mal angenommen, besagter Händler hätte das Stück für 13.000€ angeboten, um wie viel größer wäre die potentielle Käuferschicht geworden ? Oder anders gefragt, wer von uns hätte sich diese Stufe für 13.000 € gekauft ?

Eine andere Frage, die sich mir aufdrängt ist folgende.

In vielen Branchen liegt die Gewinnspanne unter 10 %. Nehmen wir einfach an, die hier diskutierten Gewinnspannen von mehreren 100% wären realistisch. Dann verstehe ich wirklich nicht, warum einige von Euch nicht sofort Ihren Job an den Nagel hängen und sich im Mineralienhandel selbstständig machen. Wenn Ihr dann Eure Stücke  " nur " mit 100% Aufschlag verkauft, habt Ihr einen sagenhaften Preisvorteil und in kürzester Zeit riesige Marktanteile gewonnen. Dann tut Euch nix mehr weh. Immer vorausgesetzt, die angenommenen Spannen sind real.
Irgendwo muss da doch ein Haken sein. Die Menschen sind doch nicht blöd. Wo immer es heute was zu verdienen gibt, finden sich in kürzester Zeit jede Menge Leute, die etwas von dem Kuchen abhaben wollen. Die Zahl der Händler müsste eigentlich steigen, das Angebot größer werden und somit die Preise drücken. Schließlich unterliegt der Handel mit Mineralien den gleichen Marktgesetzten wie jede andere Branche. Seltsamerweise ist die Tendenz genau andersrum.
Oder nehmt die großen Börsen in München oder Hamburg. Alles stöhnt über die hohen Preise. Schaut man aber z.B. die Stände der Chinesen an, so findet man oft diese Grabbeltabletts. Jedes Stück 5.-€ oder so. Da sind manchmal echte Kleinode dabei. Nur kaufen tut sie keiner. Man muss sich die Stücke halt genau ansehen und auch mal aufnehmen und rumdrehen. Was ist aber, alles starrt wie das Kaninchen auf die Schlange auf die völlig überteuerten Stufen auf dem Tisch.
Der " alles ist zu teuer " Mentalität steht die " was nix kostet ist auch nix  " direkt gegenüber.

Aber egal, betrachten wir doch auch einmal andere Kriterien die die Preise beeinflussen. Das eine Stufe, die früher 10 DM gekostet hat, heute 10 € kostet ist wohl keinem entgangen. Eine simple Verdopplung des Preises nur durch eine Währungsumstellung. Das fließt natürlich dem Händler in die Tasche. Tut es das ? Schön wär´s, denn so wie die Endpreise haben sich auch die Kosten entwickelt. Oder der Einkauf an sich. Vor 5 oder 6 Jahren konnte man als Händler einem Marokkaner seinen ganzen Bestand einer bestimmten Sorte abkaufen und bekam dafür einen sehr guten Preis. Der fuhr dann nach Marokko und holte neue Ware. Und heute ? Heute haben die meissten ein Lager in Deutschland oder Frankreich. Sie verkaufen lieber einzeln an Endkäufer als im Lot an Händler. Die Preisnachlässe an Händler sind oft so gering, dass man mit der Ware nichts mehr verdienen kann. Es sei denn, man schafft es sie wesentlich teurer zu verkaufen als die Marokkaner selbst. Das wird jedoch kaum gelingen.
Bei den Chinesen ist´s das Gleiche. Also fährt man halt selbst in diese Länder und kauft direkt beim Miner oder Finder. Leider sind auch die nicht mehr völlig unbedarft und auch hier sind die Preise in den letzten Jahren gewaltig angestiegen. In manchen Gegenden ist inzwischen eine richtige Mafia entstanden und man kann gar nicht mehr direkt beim Finder kaufen, sondern nur noch beim " Zwischenhändler ". Hinzu kommen Reisekosten., Transportkosten, ein hohes Risiko, dass die Ware überhaupt, bzw.die, die man gekauft hat, bzw. diese unbeschädigt nach Hause kommt.
Weiter muss man, um einen guten Preis zu bekommen, in der Regel größere Mengen abnehmen. Diese setzt sich aus den unterschiedlichsten Qualitäten zusammen. Eine echte Superstufe wird selten dabei sein, denn die Jungs sind auch nicht blöd und haben vorher schon selektiert. Also kauft man zwangsweise auch Ramsch mit, der quasi unverkäuflich ist.

 ( @ Loparit, kannst Du mir bitte die Adresse geben, wo ich verkaufbare15.-€ Stufen für 1-2 € kaufen kann. Ich beteilige Dich mit 50 % am Gewinn ) :D

Das Mineralien heute wesentlich teurer sind als noch vor einigen Jahren ist absolut unstrittig. Das gilt für den Einkauf genauso wie für den Verkauf. Das manche Händler mit Horrorpreisen auf einen Käufer warten auch. Aber auch das war schon immer so.
Nun möchte ich hier nicht den Eindruck erwecken, das alle Händler am Hungertuch zu nagen. Es ist aber auch bei weitem nicht so, dass die Mehrheit Händler das Geld mit bloßen Händen scheffeln. Man muss heute ganz schön strampeln um sein Geschäft so zu führen, dass am Monatsende was übrig bleibt. 
Überleben kann man langfristig nur, wenn Qualität, Service und Preis in einem akzeptablen Gleichgewicht sind. Man ist darauf angewiesen, dass ausreichend Kunden zufrieden sind und wiederkommen. Und man kann es natürlich nicht allen recht machen.

In so fern ist die Diskussion, dass alles teurer wird bzw. manches für manchen zu teuer ist durchaus berechtigt. Aber das liegt in der Regel nicht am Händler, sondern ist Bestandteil der allgemeinen Entwicklung.

Ralf
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Chris18 am 17 Dec 06, 10:25
Wie wird mir noch in der Berufschule vor kurzem gesagt:

Bedürfnis + Geld = Bedarf + Kaufwille = Nachfrage


Wenn kein Markt da wäre für solche Preise, würde es sie auch nicht geben!
Jeder Kaufmann verkauft seine Ware zu dem ihn bestbringenden Preis.
Und mal ehrlich: solange er die Ware für den Preis losbekommt, würde es doch jeder
so machen.

MFG Chris
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: loparit am 17 Dec 06, 12:43
Ja und wieder sind wir bei der einfachen Aussage, solange er die Ware für den Preis losbekommt, soll er verkaufen.
Genau das geschieht oder geschieht nicht.

"Ralf" hat es ja beschrieben, dass es Händler gibt, die mal gerade so über die Runden kommen, weil Sie eben nicht so viel verkaufen.

Ralf ich habe in St.Marie aux Mine einem Händler auf Anhieb alles abgekauft was er dabei hatte. Da lag der Preis von jedem Stück bei 2,5 Euro, die Investition lag dann natürlich auch entsprechend hoch. Und dann muß man natürlich kalkulieren dass man alles so verkauft, dass die Preise stimmen. Ich hatte die Teile innerhalb von 6 Monaten alle verkauft.
Wenn ich nach Rumänien fahre kaufe ich teilweise direkt bei den Minenarbeitern, und da liegen die Preise wenn man größere Mengen kauft auch nicht höher und ich nehme Dich auch gerne mal mit wenn du interesse hast. Ich fahre über Silvester wieder für 14 Tage nach Rumänien. Wenn ich in St.Marie aux Mine als Händler Lots kaufe sind die Preise durchaus auch vertretbar.
Ich war mehrfach in Indien und hatte dort eingekauft, die Teile so kalkuliert, dass ich wieder einkaufen, die Reisekosten und meine Sammlungstücke draus hatte. Die Stücke waren ruckzuck verkauft, ohne auf Börsen einen Stand zu machen. Natürlich muß ein Händler der davon lebt anders kalkulieren und kann die Teile nicht so preiswert verkaufen.  Und dass es dann schwierig wird ist mir auch klar.

Um nochmals auf das Beispiel mit der Stufe für 12000 DM nicht Euro zu kommen. Ich habe doch nicht gesagt, dass er das Teil für 13000 DM verkaufen sollte. Wenn er es für 24000 DM verkauft hätte (100%) würde ich nichts sagen und er hätte es sicherlich ohne großen Aufwand direkt verkaufen können. Klar wenn dann ein Dummer kommt und ihm 160000 DM dafür gibt, wäre er ja blöde, wenn er es nicht nehmen würde. Aber ich hätte dabei ein schlechtes Gewissen! Ich käme gar nicht auf den Gedanken so viel dafür zu verlangen. Aber das Teil in die Vitrine zu stellen und den Preis von 160000 dranzuschreiben ist schon mehr als unverschämt. Und das hat bei mir überhaupt nichts mit Neid oder so etwas zu tun. Es geht ganz einfach darum, dass ich es nicht leiden kann, wenn jemand versucht die Leute über den Tisch zu Ziehen.  Ich selbst hatte in Rumänien schon mehrfach die Situation, dass ich eine komplette Sammlung angeboten bekommen habe. So wollte mir eine Frau mal einen ganze Vitrine mit ausgesuchten Stücken für 6000 Euro verkaufen. Als ich sagte, dass das zu teuer sei, hat sie versucht mir 15 Minuten lang klar zu machen, dass der Preis gerechtfertig ist. Nachdem ich nein sagte und dass das hat keinen Wert, hat sie gefragt, was ich denn dafür bezahlen würde. Ich sagte max. 1500 Euro. Als ich dann gehen wollte, hat Sie zugesagt und wollte mir die Stücke für 1500 Euro verkaufen. Ich habe Ihr dann ganz klar gesagt, dass ich die Stücke nicht kaufe, weil Sie am Anfang einen so unverschämten Preis verlangt hat. Von 6000 Euro auf 1500 Euro herunter. Und glaube nur nicht, dass sie dann nichts mehr verdient hätte. Aber auch das Gegenteil hatte ich schon. In Cavnic hat mir ein Minenarbeiter Mineralien angeboten, die lagen unter 2 Euro das Stück (im ganzen Lot) und da habe ich gesagt, dass ich ihm mehr bezahle, weil die Stücke mehr Wert sind. Er sagte nur dass hätte er noch nicht erlebt.

Zu dem Thema, wer kauft denn Stücke die so teuer sind, kann ich Dir nur sagen, dass ich Händler kenne, die nicht genügend Stufen in entsprechender Qualität bekommen wie sie verkaufen könnten, wohlgemerkt in der Preisklasse ab 5000 Euro aufwärts bei historischen Stücken.

Aber ich Denke bei dieser Diskussion, es geht vom Prinzip her darum, dass Mineralien einfach zu teuer geworden sind. Ich sage nicht, dass alle Händler hier soviel daran verdienen und dass das ganz alleine deren Schuld ist.
Aber einfach zu sagen, wenn das zu teuer ist kaufe ich nichts mehr, ist doch auch nicht in Ordnung. Denn das tun ja schon viele und die wenigen Händler die ohne große Aufschläge versuchen die Mineralien zu verkaufen, kommen nicht mehr klar, da viele Sammler einfach nicht mehr auf die Börsen fahren. Und irgendwann erreicht man als Sammler den Punkt, wo man sagt, OK eigentlich müßte ich mir mal noch das und das Teil kaufen, da ich die Stücke einfach nicht selber finden kann. Und nicht jeder ist in der Lage nach Rumänien, Indien oder was weiß ich wohin zu fahren um so preiswert wie möglich einzukaufen.
In einem Hast du wirklich Recht, nämlich damit, dass wenn Qualität, Service und Preis in einem akzeptablen Gleichgewicht sind, ein Händler wohl auch keine Probleme hat zu verkaufen. Aber dieser Gleichgewicht stimmt bei vielen einfach nicht mehr. Und wo ich ganz gezielt hinwill in dieser Diskussion ist der Punkt, dass Stücke für 30 bis 60 Euro angeboten werden die einfach um ein vielfaches zu teuer sind. Einzige Ausnahme die ich akzeptieren würde, wäre dass die Händler einfach zu teuer eingekauft haben und nicht mehr anders können. Aber wenn ich ehrlich bin kann ich mir das nicht vorstellen, dass das bei so vielen der Fall ist. Es kommt sicherlich mal vor dass man zu teuer einkauft, aber dass das jeder tut, kann ich einfach nicht glauben.

Gruß loparit
 
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: UlrichW am 18 Dec 06, 00:10
Hallo Zusammen,

ich glaube worum es in der Diskussion geht, ist gar nicht der Preis der bei einem "richtigen" Händler gefordert wird, sondern die Wahnsinnspreise die von Trittbrettfahrern der Szene gefordert werden. Ein richtiger, guter Händler der alten Schule, will verdienen und setzt dafür auch seine Erfahrung und sein Wissen ein. Resultat sind Stufen, die nicht billig aber preislich ordentlich eingestuft sind. Der Händler will das ich wieder komme und kann sich also überzogene Preise nicht leisten.

Was mich viel viel mehr ankotzt, ist die Rattenbande, die sich ein Kistchen Ramsch in St.Marie anschaffen, oder weil sie zu blöd sind die Reste völlig überteuert aufkaufen, 50Euro an jedes Stück drankleben und mir dann auf der Börse irrwitzige Theorien über den Seltenheitsgrad, die Strahlung oder sonstwas erzählen und ich mir beim Kauf auch eines der aufwendig gemachten Ramschketten aussuchen darf. Die wollen mal eben schnell eine Safari verdienen oder so was! Und dann noch damit prahlen, daß sie 2000% gewinn bei dem Stück gemacht haben, da fliegen manchmal verbal die Fäuste, das kann ich garantieren.Schaue ich ins Internet, finde tausende Nebenverdiensthändler, die für sehr mittelmäßige Massenware, um es höflich auszudrücken,  Preise wie in der Oberklasse verlangen. Alles mit der Kalkulation: Es findes sich schon genug Dumme um sowas zu kaufen. Da werden Kleinstufen angeboten.. da schmeiss ich besseres Material weg! Und das mit markigen Sprüchen. Offensichtlich gibt es doch eine größere Gemeinde von Interessierten, die sonst nirgendwo auftauchen und sich da versorgen.

Das Problem dabei ist, daß sich Sammler ohne große "Erfahrung" genau an den "Trittbrettratten" orientieren ohne zu wissen wie das Geschäft wirklich abläuft.

Oder anders ausgedrückt: Der Markt rechnet mit den "Dummen". Beispiel gefällig: St.Marie: Ein Händler bot Malachite aus Shaba an. Die Stufen, durchwegs Handgroß waren unbeschädigt und von durchweg guter Qualität. Stück 12.50Euro für eine nierig ausgebildete ca. 500g. schwere Malachitstufe finde ich nicht teuer. Offensichtlich aber alle vorbeilaufenden Leute. Ich habe an dem Tag drei Verhhandlungen gelauscht, wo wesentlich unschönere Stücke für nicht weniger als 150 Taler über den Tisch wanderten...einmal sogar zwei Zelte weiter. Zuhause sagte ein Kumpel zu mir: Boooh, wo haste die denn her? St.Marie! Nee, wirklich? Der [entfernt] sass gegenüber dem Zelt und hat Cola gesoffen!

Mineralien sind nicht wirklich so viel teurer geworden. Was uns das Hobby teuer macht, ist die Dummheit der Sammler. Dortmund, Herbstbörse...eine Katastrophe. Nicht für mich. Handtellergroße Paravauxitstufen für 5-10 Euro mit bis zu 1cm großen Sigloiten, eine Top-Kleinstufe mit Schumacherit/Pucherit aus dem Erzgebirge für 20Euro (nicht billig aber extrem schön!) und und und. Geduld ist das Zauberwort, ich suche eine Paravauxit-Kleinstufe schon seit gut 10Jahren, jetzt hab ich 10 zum Preis von einer Viertel. In Bergisch-Gladbach bin ich über den ersten Händler nicht hinausgekommen. Ruhrgebietsmineralien zum guten fairen Preis. 20 Top-Kleinstufen und eine kindskopfgroße Markasit-Stufe von Zeche Friedrich-der-Große für 100 Euro.  Ich könnte noch stundenlang "Erfolge" der Börsengänge zitieren, im Endeffekt gehe ich immer Pleite nach Hause. Es gibt noch sehr viele echte Händler mit faieren Preisen und Sammler die zu Sammlerpreisen abgeben. Und den Trittbrettratten und Möchtegern-Wichtigtuern den sage ich am Stand was ich von ihnen halte...und das ist nicht immer druckreif! 

Und Internet...kannste knicken!

Wir alle, die schon sehr lange sammeln, haben eine innere Erfahrung was Stufen inetwa kosten dürfen. Da gehen Seltenheit, Zahl der gefunden Stufen usw. mit ein. Wer deutlich mehr verlangt als es diese Erfahrung sagt, dem sollte man es sagen, zuerst freundlich und dann.... Wir brauchen diese Trittbrettfahrer nicht, wir brauchen faire Händler und Sammler. Und wir sollten bedenken: In Zukunft werden immer mehr Sammlungen wieder zurück in den Markt fliessen, das merkt man teilweise schon jetzt. Noch nie habe ich soviel altes klassisches Siegerland und Harz-Material gesehen wie in dem vergangenen Jahr.

Also nicht jammern. Lasst die Geldscheffler bankrott gehen und schaut Euch um: Es gibt warlich genug Mineralien, preiswert und schön!

So, das war mein Statement
Ulrich
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Ralf am 18 Dec 06, 08:04
Hallo Ulrich,

ich glaube Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen.

Genau das meine ich auch. Wer heutzutage seine Ware überteuert anbietet, der wird nicht auf Dauer bestehen können. Ausgenommen vielleicht einige Hobbyhändler, die mehr oder weniger aus Spass auf den kleineren Börsen stehen und ein paar Stufen sehr teuer verkaufen wollen ( nicht zu verwechseln mit Sammlern, die Ihre Doubletten veräußern wollen ). Die vergleiche ich immer mit den Leuten, die in der Kneipe an Geldspielautomaten sitzen. Die holen einmal eine " Serie " und der Apparat schmeisst 100€ Gewinn aus. Damit wird dann monatelang geprahlt. Vergessen sind die 200€, die derjenige vorher reingeworfen hat.
Aber es gibt auch im Verhalten vieler Käufer einige " Merkwürdigkeiten ".

Beispiel:

Ich hatte eine doppelt Handgroße Vanadinitstufe. Als Schwimmer ausgebildet und rundum schön kristallisiert. 150.-€ sollte sie kosten. Nicht billig, aber ob der Qualität ein durchaus angemessener Preis. Drei Jahre lang hab ich sie von Börse zu Börse geschleppt. Immer schön auf einem Holzsockel präsentiert und nicht zu übersehen. Kein Mensch wollte sie haben. Ich hab während dieser Zeit an anderen Ständen wesentlich schlechtere Stufen für wesentlich mehr Geld über den Tisch gehen sehen. Auf einer der letzten Börsen stand sie Freitag und Samstag auf dem Tisch. Immer noch für 150 €. Am Sonntag hab ich die Wut gekriegt. Ein Marokkaner ein paar Tisch weiter verkauft eine Stufe nach der anderen. Schlechter und teurer. Also beschloß ich, die Stufe nicht mehr zu verkaufen, sondern zu Hause in die eigene Vitrine zu stellen. Mehr aus Blödsinn und Frust hab ich einen Preis von 350 € drangepappt. Jetzt soll sie halt keiner mehr haben.
Eine Stunde später war sie verkauft. Ist das nicht völlig daneben ?
Nachdem der Kaufentscheid gefallen war, hab ich dem Käufer die Situation erklärt und ihm das Stück für die ursprünglich geplanten 150€ überlassen.  Dumm, oder ? Er hätte sie auch für 350 mitgenommen. Natürlich war der Mann ziemlich verblüfft. Inzwischen hat aber genau dieser Käufer bei mir für weit mehr Geld weitere Stufen gekauft und sicher darf ich ihn nun zu meinen Stammkunden zählen. Er hat mir noch gesagt, dass er schon Tags zuvor auf der Börse war und auch an meinem Stand, aber er hätte die Stufe gar nicht wahrgenommen.

Das ist ein Phänomen, was man des öfteren beobachten kann. Vor vielen Jahren in Bergisch Gladbach. Ich war noch berufstätig und habe einmal im Jahr in Bergisch Gladbach meine Doubletten verkauft. Zusammen mit meinem Freund Thomas hatten wir kurz zuvor in Becke Oese eine Calcitkluft aufgemacht. Der Fund war reichlich und so standen dann auch viele Stücke davon auf unserem Börsentisch. Unsere Stände waren direkt nebeneinander. Er hatte die Stücke so um die 5 DM ausgepreist. Mir war das zu billig und ich hab so 8 bis 10 DM drangeschrieben. Wohlgemerkt vom gleichen Fund und in vergleichbarer Qualität. Thomas hat zwei oder drei verkauft, ich fast den ganzen Bestand.

Ich glaube das bei vielen Sammlern die " es ist eh alles zu teuer " Einstellung dazu führt, dass preiswerte Ware einfach übersehen wird.

Ralf
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: loparit am 18 Dec 06, 09:45
@ Ulrich, Ralf

Ja Ulrich, genau so wie du es schreibst sehe ich das auch! Habe es nur nicht so schriftlich rüberbekommen.

Ralf, das mit den Preisen habe ich ähnlich auch schon erlebt. In den 80er habe ich 3 - 4 mal im Jahr an kleineren Börsen mitgemacht. Dort hatten ein Kollege und ich, Micromounts bis kleiner Handstufen von Ramsbeck angeboten. Alles Eigenfunde und preislich bei mir von 2- 5 DM. Wirklich tolle Stücke und bei dem Kollegen 8-15 DM, tatsächlich gleiche Qualität und Größe. Wir haben die Stücke zusammen gesucht und auch aufgeteilt. Erst als die Stücke von meinem Kollegen zu Ende gingen haben die Leute bei mir für weniger Geld dann die Stücke gekauft. Nach Rücksprache mit einigen Sammlern, kam oft die Antwort, na was so billig ist kann nicht viel sein und die haben sich die Stücke erst gar nicht angeschaut. Ist schon verrückt ?

Gruß loparit
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: couchmolch am 18 Dec 06, 14:33
Hallo, zusammen,

UlrichW, Ralf, loparit,

schön, das auch andere Sammler den Bezug zur Realität nicht verloren haben. Wir liegen mit unseren Meinungen
ziemlich beieinander.
Die Reaktionen waren mal wieder sehr unterschiedlich. Erst wird von denjenigen, die sich angesprochen fühlen,
gemeckert, dann soll man sogar aufhören, zu diskutieren.
Spitze war auch der Vorschlag, nebenbei Arbeiten zu gehen, um das Hobby zu finanzieren oder sogar damit aufzuhören.

Eins ist mir mittlerweile ganz klar. Auch hier im Mineralienatlas ist nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen, wie man bei uns sagt,
sondern es gibt auch Neider, Mißgünstige und Extreme. Ist eben halt so wie im richtigen Leben.
Von solchen Menschen möchte ich mich ganz klar distanzieren und hoffe, das auch in Zukunft viel weiterdiskutiert wird.

Totschweigen bringt überhaupt nichts, Situationen werden höchstens noch schlimmer. Da, wo es im Argen liegt, sollte man immer wieder drauf hinweisen, damit sich mal was ändert.

Die Leute, welche diese Diskussionen überflüssig finden, bitte ich, dies in Zukunft nicht noch extra mit einem Beitrag zu krönen.
Lest nicht mit und ignoriert doch das Thema, da eure Beiträge eigentlich nichts wiederspiegeln als Ignoranz gegenüber
den Dingen, welche vielleicht für andere wichtig sind.

Ein frohes Weihnachtsfest und für alle einen reichlich gedeckten Eßtisch

wünscht euch der Couchmolch aus Haan.
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: MM-Bär am 18 Dec 06, 14:34
Was uns das Hobby teuer macht, ist die Dummheit der Sammler. (...) Und Internet...kannste knicken!

Moin,
Da spricht der reife Sammler und mir aus der Seele. Habe dem nichts mehr hinzuzufügen. Gehe völlig d'accord.

MM-Bär
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: giantcrystal am 18 Dec 06, 15:13
Es lag und liegt mir fern, eine Diskussion abzuwürgen.

Allerdings sah ich die Gefahr, das diese Diskussion zunehmend unsachlich wird und polarisiert. Daher mein Vorschlag, diese zu einem gewissen Zeitpunkt, an der alles wesentliche gesagt schien, zu beenden.

Glücklicherweise blieb die weitere Diskussion dann doch wohltuend sachlich.

In diesem Sinne auch von mir ein fröhliches, friedvolles Weihnachtsfest Euch allen

Thomas

I
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Ralf am 18 Dec 06, 18:12
Hallo Peter,

die sachliche Art und Weise wie hier diskutiert wird ist der Grund, warum ich mich weiter daran beteiligt habe.  Das die Beiträge zum Teil recht kontrovers sind, liegt in der Natur der Sache. Und Thomas posting hat vielleicht den einen oder anderen dazu bewegt sich etwas moderater auszudrücken ohne den Sinn des geschriebenen zu entstellen.

Wenn Du nun schreibst, dass wir alle mit unserer Meinung ziemlich dicht beieinander liegen, finde ich das toll. Dann darf ich Dir einen teilweisen Sinneswandel unterstellen  ;) und als Fazit festhalten:

Es gibt Gauner und Halsabschneider. Es hat sie früher schon gegeben , es gibt sie heute und es wird sie immer geben. Es gibt sie bei Sammlern, Käufern und Händlern. Und - Gott sei Dank - sie sind in der Unterzahl.

Ralf

Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Tobi am 18 Dec 06, 20:05
Servus, ich habe mich bei Diskussionen zum Thema "Mineralienspreise" eigentlich immer eingeschaltet, deswegen möchte ich auch diesmal meinen Senf dazu geben. Also:

Natürlich ist absolut klar, dass Mineralienpreise extrem schwanken. Ebenso stimme ich dem viel zitierten Argument zu, "dass die Händler ja auch überleben müssen". Auch der These "solange einer einen bestimmten Preis zu zahlen bereit ist, kann dieser ja nicht zu hoch sein" stimme ich zu. Aber:

Es gibt dennoch immer wieder unverschämte Händler, deren Preise einfach krank sind. Auch wenn man Preise bei Mineralien nicht fixieren kann, so kann man doch anhand eines breiten Vergleichs einen guten Mittelwert erhalten. Und dann kann ich z.B. nur den Kopf schütteln, wenn ich auf einer Börse völlig durchschnittliche Stücke von Massenwaren wie Marokko-Vanadinit, Indien-Apophyllit oder Madagaskar-Coelestin für horrende Summen sehe. Allerdings fluche ich dann nicht über die Händler, sondern grinse mir einen und erwerbe ein ähnliches Stück für ein Zehntel des Preises bei einem anderen Händler.

Klar, wer nicht aufs Geld achten muss, der kann treiben was er will. Dennoch schüttele ich den Kopf über diese Mentalität (vor allem in den USA scheint das ja extrem zu sein), für einen fingernagelgroßes Steinchen den Gegenwert eines Kleinwagens zu zahlen. Ok, wenn es sich um, sagen wir, ein extrem seltenes Mineral handelt oder um eine sensationelle Museumsstufe, dann ist es doch völlig normal, dass der Preis sehr hoch ist. Das selbe gilt für Edelsteinmineralien wie Smaragd oder so in perfekten Stufen.

Aber teilweise sehe ich Stücke auf Händlerseiten (vorwiegend US) für manchmal gar vierstellige Preise, dann schau ich rüber in meine Vitrinen und stelle fest, dass ich ein sehr ähnliches Stück (Gleiches Mineral vom selben Fundort natürlich, ähnliche Größe und ähnliche Qualität) vor ein paar Jahren auf der Cappler Börse für 20 Mark oder so erstanden habe.

Ich denke, manche neigen einfach dazu, alles was im Mineralreich "schön" ist (also große Kristalle, bunte Farben, um es mal etwas naiv zu formulieren) mit "edel" und/oder "selten" gleich zu setzen. Eine 20 cm große Amethyst-Druse aus Brasilien mit großen Kristallen sieht ja toll aus, aber ist das etwas Besonderes oder gar eine kostbare Rarität? Anscheinend schon, denn selbst solche Sachen findet man verziert mit Preisschildern, auf denen "€ 300 ,-" steht. Weiteres gutes Beispiel: Pyrit aus Navajun. Wenn man teilweise sieht, was die Leute dafür verlangen, dann meint man, es handle sich um pures Gold. Klar darf das ein paar Euro kosten, aber wenn ich an einem popligen 5 cm-Stüfchen "€ 145,-" sehe, dann fasse ich mir an den Kopf, ehrlich. Dabei gilt mein Kopfschütteln natürlich weniger dem Händler, der sich das erlaubt, als vielmehr dem Hirni, der ihm diese Summe auf die Hand klatscht.

Auch haben wir hier in Marburg ein Mineraliengeschäft, das ich schon öfter mal beim Bummeln durch die Altstadt betreten habe. Wenn diese Preise dort das Maß aller Dinge wären, dann wäre ich ziemlich reich. Ich denke in dem Fall aber, dass viele Leute, die dort einkaufen, sich nicht gut in der Szene auskennen und wissen, dass diese Preise unverschämt sind. Wer weiß, dass er z.B. ein kleines Aggregat von Huanzala-Pyrit auf einer Börse für 12 € bekommt, der geht doch nicht in den Laden und legt für das gleiche Stück 180 € auf den Tisch, oder?! Aber auch hier ich gebe zu: Wer so doof ist, das zu bezahlen, der gibt denen Recht, die diese Preise verlangen!

Also lasst uns darüber nicht streiten. Es soll jeder das tun, was ihm am meisten Freude macht und ihm das Beste für seine eigene Sammlung scheint!

Gruß
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Ralf am 18 Dec 06, 21:14
Hi Tobi,

genau so.

Aber noch ein Wort zu den USA. Dort herrscht eine andere Mentallität, insbesondere bei den Reichen. Während es sich in Deutschland nicht gehört über den gezahlten Preis einer Stufe zu reden, oder sich zu freuen wenn man ein Stück ( scheinbar oder wirklich ) günstig bekommen hat, ist das in den USA ganz anders.
Hier wird geprahlt, wie teuer man ein Stück gekauft hat. Das hat in erster Linie wohl damit zu tun, dass man signalisiert : " schau her, ich kann mir das leisten ".
Dieses Klientel besucht nur die Händler, welche exorbitant teure Stücke anbieten. Die wollen gar nicht wissen, dass man die gleiche Qualität woanders auch günstiger bekommen kann. Das ist auch der Grund für die exklusiven ( im Beuzug auf das Preisniveau ) Internetseiten in den USA.
Nun darf man aber nicht glauben das es ausreicht, sich in den USA einfach mit sauteuren Stücken auf eine Börse zu stellen, oder eine Homepage mit selbigen ins Netz zu stellen.
Meist handelt es sich bei den Händlern um alteingesessene und in diesen Kreisen wohlbekannte Verkäufer. Natürlich gibt es auch hier Newcomer oder Trittbrettfahrer.
Man kann das durchaus mit exklusiven Modemachern vergleichen. Die verkaufen auch nur Klamotten und deren Nutzwert dürfte nicht höher sein als bei C&A. Also völlig überteuert. Dennoch kauft dort, wer es sich leisten kann. Nur aus Imagegründen.

Ich denke das ist eine andere, für uns "normalen" nicht immer zu verstehende, Welt.

In der Klasse der Normalverdiener unterliegt der US-Markt einer ähnlichen Tendenz wie in Europa. Die Preise sind hier nicht viel höher als in Deutschland. Teilweise, bei US-Waren,  sogar deutlich darunter. Die Esowelle ist dort zwar schon voebeigerauscht und liegt im Ausklang, aber Tand und Nippes stehen hoch im Kurs. Es tut schon weh, wenn man z.B. letztes Jahr die berühmteste Achatbörse in den USA, das Pow Wow in Quartzsite, so verschanduliert sieht. Immer weniger Sammler bieten Ihre Eigenfunde an. Marokkaner und Brasilianer treten an deren Stelle. In drei Wochen bin ich wieder drüben. Mal sehen wo der Zug hingeht.

Ralf
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Ingo Löffler am 18 Dec 06, 23:50

Hallo Ralf,
deine Beiträge waren bis her immer ganz ok.Aber das was du jetzt zuletzt geschrieben hast,ist absoluter Unsinn und das weist du selber.

Gruß Calciteminer
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: UlrichW am 19 Dec 06, 00:59
Hallo Leute, hallo Calciteminer,

ich denke nicht das Ralf so falsch liegt mit seiner Aussage. Auch wenn es weder dem Mainstrean entspricht, noch irgend jemanden in den Kram passt, in den USA ist es genauso wie hier, tendenziell!

Auch in den USA jammern viele Sammler über die Preise, gibt es genausviele Sammler die ihr Zeug preiswert verkaufen usw. Aber es gibt halt eine viel größere Zahl von Reichen, die ihren Reichtum unbarmherzig zur Schau stellen und sich der Meinungsführung anmaßen. Machen wir die Amerikaner nicht schlechter als sie sind, viele derer sind nette liebe Leute, die ich gerne zu meinem engsten Freundeskreis zählen würde, wären deren bester Freund nicht auch Mister Pleitegeier. Nur hat dieses Land eben ein Problem mit seiner von der Meinungsführung in die Köpfe eingehämmerten Botschaft, dem "gobal american way of live"...oder zu gut deutsch: von mir aus verreck, hauptsache mir geht es prima!

Denkt man einmal über die Problematik der Preise nach, so muss man  auch mal sehr kritisch mit sich selbst umgehen. Ich nehme jetzt mal Händler ausdrücklich aus, denn sie müssen kalkulieren. Aber der normale Sammler hat irgendwann angefangen alles in Geld zu bewerten. Verloren gegangen ist dabei der lockere Umgang mit dem Geld als Wertausgleich. Gewinnoptimierung ist in die Erbmasse des Denkens eingedrungen, alles richtet sich nur noch nach monitären Fakten. "Die Stufe ist 200 Euro wert, also muss sie gut sein." Gibt man eine Stufe ab, fährt einem zuerst der "Wert" der Stufe durch den Kopf. Vorbei die Zeit, wo man eine Stufe verschenkt und sich an der Freude des Empfängers auch gefreut hat. Nein, wertvolle Sachen, im monitären Sinn, kann man doch nicht verschenken. Auch wenn sie bei einem nur rumliegen, die Sachen haben einen Wert. Das ist leider Mainstream geworden. Und je höher der "Wert", desto höher das Ansehen.

Ändern tut sich das nur bei den Leuten, die anfangen haben, über sich selbst mal nachzudenken. Was hat man nicht alles gesammelt, nur um "in" zu sein, oder um "erfolgreicher" zu sein oder um des Ansehens Willen. Spätestens wenn der Fundort erloschen ist, ist es aus mit dem Ansehen, dann tänzelt keiner mehr um einen herum. Dann liegt das Zeug da und man ist alleine!

Höre einer Gruppe Sammlern zu. Du gehst kotz.... Jeder ist erstes ein verkannter Wissenschaftler, zweitens hat er die absolute Rarität gefunden und drittens ist Seiner sowieso größer. Dafür ist Meiner seltener....das artet aus. Kein Wort darüber wie sehr man sich gefreuit hat den Kristall zu finden, oder wie schei.. hart der Klotz war wo der Kristall drin war. Kein Wort darüber, daß mehr Sand in der Hose war als sonstwas. Nein, nur daß der Block riesig war, daß man sofort wusste da ist was drin und sowieso, den schei.. Olivenit nehme ich gar nicht mehr mit.

Die Jungs blättern auch ohne mit der Wimper zu zucken 45 Euro für ein Micro mit Annabergit hin, nur weil es gestern zum ersten mal gefunden wurde. Dann ist man schließlich Einer derjenigen, die sowas HABEN. Ok, der grüne Fussel ist selten, aber wenn sie ihn haben wird ein Kreuzchen gemacht und das wars. Damit kann man prahlen, bis einer eine ganze Kiste davon findet. Auch die Maus, Häkchen dran und ran an die nächste Seltenheit. Jedem das Seine! Aber ICH  HABEN kommt zuerst!

So, und wenn ich mir meine Annabergit-Handstufen aus Lavrion ansehe und vergleiche, dann müsste meine so um die 500 Euro bringen, echt geil. Erwähnte ich das mit dem kotz.. schon.

Und der Anfänger oder fortgeschrittene Einsteiger? Er ist überfordert mit dem Sendungsbewusstsein dieser "Spezialisten", und glaubt, so muss sammeln sein. Also kauft er ihnen die teuren Sachen ab, denn der Nachbar, der das Gleiche zum halben Preis anbietet heist ja nicht ...wie auch immer. Was auch immer diese Sendungsterroristen von sich geben, es wird aufgesogen. Das ist die Szene, die die Preise kaputt macht, sowohl für den Sammler als auch für die, die damit ihren Lebensunterhalt verdienen wollen.

Warum? Nun, irgendwann kapiert selbst der grobgestrickte, daß nur HABEN nicht wirklich befriedigend ist, da schnell die eigenen Grenzen kommen. Und dann ist Sense. Multimillionäre sind da im Vorteil, die halten länger durch! Die nächste Generation von Sammlern steht dann aber vor einem Scherbenhaufen, ob es nun wegen HABEN ausgeräumte Fundstellen oder überteuerte Preise sind. Erklär mal einem Anfänger, daß er eigentlich sehr sehr viel kaufen muss, weil andere schon alles HABEN. Er geht! Und damit geht ein potentieller Kunde.

Ich habe für mich entschieden, mit diesen HABEN-Leuten nichts zu tun haben zu wollen...ausser es gibt was zum zancken...das mach ich gerne...da bin ich gut drin!

Und ich habe für mich entschieden, das ich HABEN will, ich will endlich einen Kaffee haben.

Viele Grüsse
Ulrich







Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Ingo Löffler am 19 Dec 06, 07:31

Hallo UlrichW.,
wenn du meinst,wie auch Ralf und andere,das nur eure Meinung die richtige ist dann lass ich euch in den Glauben!Und da es nur schwarz oder weiss scheinbar für euch gibt,habe ich keine Ahnung und bin farblos.Und ob ihr euch darüber Beschwert oder in China fällt ein Sack Reis um....................
Diese Schubladendenkweise ist aber typisch für Stammtische und nach dem letzten Bier geht alles wieder auseinander und alles ist wieder wie vorher.


Calciteminer
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: MM-Bär am 19 Dec 06, 07:53
Moin,
um an UlrichW nahtlos anzuknüpfen empfehle ich die Lektüre von Erich Fromm: "Haben oder sein" in der Winterpause ... 8)
Es lohnt sich.

MM-Bär
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Ralf am 19 Dec 06, 08:05

Hallo Ralf,
deine Beiträge waren bis her immer ganz ok.Aber das was du jetzt zuletzt geschrieben hast,ist absoluter Unsinn und das weist du selber.

Gruß Calciteminer

Danke für das Lob und die Kritik, auch wenn ich letzteres etwas anders formuliert lieber gelesen hätte.

Nunm, es mag sein das Du Dich im US-Markt besser auskennst als ich, aber dann lass uns bitte an Deinen Erfahrungen teilhaben. Schreib uns doch bitte wo Du in den USA Deine Erfahrungen gemacht hast und wie sich Dein Handel drüben gestaltet. Mir fehlt an Deiner Kritik ein wenig die Begründung.

Ich für meinen Teil stehe jedes Jahr im Januar mit einem großen Stand in Quartzsite / Arizona, so auch 2007. In dieser Zeit habe ich zahlreiche Kontakte mit Händlern und Sammlern in den USA aufgebaut. Ich glaube schon, mir ein Urteil über die Entwicklung drüben erlauben zu können.
Leider gehöre ich nicht zu den Diors und Lacost´s der Mineralienbranche und mein Klientel ist das der Normalverdiener. Bei denen ist man mit dem Ohr viel näher an der Entwicklung der breiten Masse. Und dort ist es das gleiche wie hier.

Die Sammler klagen über die Schließung oder Ausbeutung von Fundstellen ( obwohl die USA darin unendlich reicher ist als  Deutschland ), Die Sammler klagen über die hohen Preise, die Händler über die ständig steigenden Kosten. Kleine Sammler fahren nicht mehr hunderte von Meilen um Ihre Eigenfunde zu verkaufen oder Börsen zu besuchen, da die Spritkosten ( für deren Verhältnisse ) enorm gestiegen sind.
Kleinclaimbesitzer werden ebenfalls immer weniger, da der Verkauf Ihrer Ware zurückgeht. Die hohen Kosten vermindern auch die Erschließung neuer Fundstellen.
Das die Esowelle im Abklingen ist habe ich schon geschrieben. Nun verlagert sich das Geschehen immer mehr auf den Bereich Schmuck und vor allem Cabochons. Selbst das in den USA so beliebte sammeln von Kugeln ( spheres ) stagniert.

Noch 2005 traf sich in Quartzsite zum jährlichen Pow Wow alles was in Sachen Achat und ähnlichem Rang und Namen hat. Man konnte wunderschöne Achate von bisher ( zumindest in Deutschland ) unbekannten Fundstellen bekommen. Auch Stücke vom Laguna oder Coyamitoclaim konnte man bekommen, zwar teuer aber dennoch interessant.
2006 war fast nur noch Schrott zu sehen. Lagunas wurden als Rohware zu 200$ das Pfund angeboten. Eingenäht in kleinen Zuckersäcken, soz. als Blindkauf. Vergleicht dazu auch den Bericht von Johann Zenz in der Mineralienwelt.
Auf der Desert Garden show bestand über die Hälfte der Stände aus Schmuck, Cabochons und Trödelkram. Diese show geht normalerweise von Anfang Januar bis Ende Februar. Wir haben in der ersten Februarwoche als einer der letzten unsere Zelte abgebrochen.
Ach ja, Tucson habe ich noch nicht erwähnt. Tucson ist derart teuer geworden, dass sich viele Amerikaner einen Besuch verkneifen. Standmieten´und Hotelkosten sind fast nicht mehr bezahlbar.
Eine Entwicklung, unter der auch Quartzsite sehr leidet. Bisher machten vor allem Sammler und Händler aus dem Süden und Westen auf dem Weg nach Tucson in Quartzsite halt, bzw. fuhren einen kleinen Umweg. Der Anteil dieser Klientel ist im letzten Jahr um mehr als 50 % zurückgegangen. Viele Händler in Quartzsite berichteten uns glaubhaft über Umsatzrückgänge von bis zu 80 % !!.

Nun mag es sein, dass die Ängste und Auswirkungen des Irakkrieges daran einen hohen Anteil hatten. Möglicherweise wird sich die Situation in diesem Jahr wieder etwas verbessern, aber der Trend ist unverkennbar.

Nun Calciteimer, ich bin gespannt auf Deine Erfahrungen.

Ralf
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Ralf am 19 Dec 06, 08:12

Hallo UlrichW.,
wenn du meinst,wie auch Ralf und andere,das nur eure Meinung die richtige ist dann lass ich euch in den Glauben!Und da es nur schwarz oder weiss scheinbar für euch gibt,habe ich keine Ahnung und bin farblos.Und ob ihr euch darüber Beschwert oder in China fällt ein Sack Reis um....................
Diese Schubladendenkweise ist aber typisch für Stammtische und nach dem letzten Bier geht alles wieder auseinander und alles ist wieder wie vorher.


Calciteminer


Unsere Beiträge haben sich leider überschnitten. Trotz aller Mühe habe ich in dieser Diskussion Deinen Standpunkt noch nicht lesen können. Wie kann ich Deine Meinung in Frage stellen, wenn Du sie noch gar nicht geäußert hast`???
Davon abgesehen behaupte ich nirgendwo, dass meine Meinung die einzig richtige ist. Ich habe sie auf Grund persönlicher Erfahrung gebildet und vertrete sie. Das ist legitim.
Also bitte, lass uns an Deinen Erfahrungen teilhaben.

Ralf
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: UlrichW am 19 Dec 06, 10:00

Hallo UlrichW.,
wenn du meinst,wie auch Ralf und andere,das nur eure Meinung die richtige ist dann lass ich euch in den Glauben!Und da es nur schwarz oder weiss scheinbar für euch gibt,habe ich keine Ahnung und bin farblos.Und ob ihr euch darüber Beschwert oder in China fällt ein Sack Reis um....................
Diese Schubladendenkweise ist aber typisch für Stammtische und nach dem letzten Bier geht alles wieder auseinander und alles ist wieder wie vorher.


Calciteminer


Hallo Calciteminer,

wenn Du dich auf den Schlips getreten gefühlt hast, dann bitte ich um Entschuldigung dafür, daß ich nicht nachvollziehen kann warum das passiert ist.

Du scheinst ein echtes Problem mit dem Verständnis einer Diskussion zu haben! Diese dient dazu, unterschiedliche Meinungen darzustellen und gegeneinander das Für und Wider abzuwägen. Schwarz-Weiss-Malerei betreibst nur Du, indem Du  agitativ Bruchstücke in den raum wirfst, die nur Eines im Sinn haben: Störfeuer! Was deine Farbangabe Deiner selbst betrifft, so möchte ich das unkommentiert lassen. Wenn Du es schon behauptest werde ich Dir da nicht wiedersprechen!  Im weiteren finde ich meine Meinung richtig, deshalb vertrete ich sie hier. Was ich nicht richtig finde ist wenn man dafür angegriffen wird. Ich sags mal so: Vis a Vis würdest Du Dir dieses Ton nicht erlauben, das garantier ich Dir!

Interessanterweise argumentieren immer Leute mit der Schubladendenkweise, die nicht dazu in der Lage sind differenziert zu betrachten und das Ergebnis in eine möglichst allgemeine Formel zu packen. Differenzierte Betrachtungsweise führt aber dazu, daß man nachher, wie Du richtig angemerkt hast, auseinander geht ohne ein Ergebnis gefunden zu haben. Wie auch, ist ja alles so unterschiedlich und so differenziert!

Aber eines ist mir klar: Diskutiert man über Fehlverhalten, so ist Uneinsichtigkeit oder reine Blockadehaltung die übliche Reaktion. Mir bleibt die Hoffnung, das es neben verbohrten Egoisten auch Menschen gibt, die darüber nachdenken können. Stell dir mal vor was passiert, wenn jeder nur noch an sich denkt und niemand mehr versucht Fehlentwicklungen aufzudecken und zu beheben. Dann jammerst Du irgendwann, daß man Dir was schlimmes angetan hat, sei es nun Job-Verlust, in deinem Club keine Neulinge mehr kommen  oder deine Fundstellen sind leergeräumt bzw. verboten. Alles Folgen von Egoismus.

Im übrigen kann ich aus deiner Reaktion auf Ralfs und meine Postings nur erkennen, daß wir getroffen haben. Es scheint dich aufzuregen, aber nur weil es dich berührt. Aber warum berührt Dich etwas, was dich doch eigentlich gar nicht betrifft...oder doch?

Zum Schluss noch eine kleine Anmerkung: Ich denke, wie ich es auch von Vielen hier annehme, daß jeder nach seiner Art glücklich werden muss. Aber das es fehlverhalten gibt, und dieses Ursache für unsere Probleme ist, scheint unabdingbar gegeben. Oder anders ausgedrückt: Warum schließt ein Steinbruch nach dem Anderen, warum sind alle Halden total durchgewühlt und leergefegt bis auf den letzten Krümel- aber man sieht nichts von dem Material, oder warum sind all die Sammlungsbeschränkungen und nicht zuletzt, warum sind die Preise so hoch! Was sind die Entwicklungen, die dazu geführt haben, daß die "Alten Hasen" ohne Probleme weiter sammeln koönnen, aber die breite Masse der Sammler mehr und mehr abgeschnitten wird. Warum ziehen sich denn die wirklich guten Sammler mehr und mehr zurück usw.. Alles Paletti!

MfG
Ulrich
MfG
Ulrich
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: couchmolch am 19 Dec 06, 14:09
Hallo, zusammen,

habe heute zum erstenmal in den Sponsorenlinks reingeschaut.
Tja, da ist mir die Kinnlade nach unten gefallen. Hier mal zwei, wie ich finde, Extrembeispiele.

mineralium.com:Pyrit,Navajun - 7,5x5x4cm, Matrix mit Würfeln -  71,10 Euro
Navajun ist mir gut bekannt, habe selber ein paarmal gesammelt - für solche Stücke braucht man sich dort nicht anstrengen - meistens kann man garnicht so viele
Stufen mitnahmen, wie man möchte - das Sammeln kostet zwar Geld, ist aber im Vergleich zu dem, was man findet, geschenkt. Wenn man ein bißchen guckt und
sucht, bekommt man so eine Stufe zw. 5-10 Euro - nix seltenes


Matrix Mineralien: Fluorit, Baryt,Quarz, - Berbes,Spanien, 10,5x10,5 cm.schöne blaue Würfel - 985 Euro??????????????
Die Mine ist zwar geschlossen, gefunden wird aber noch immer und auf dem Markt sind auch noch viele vorhanden.
Selbst 98,50 Euro wären noch eine Menge Geld für die Stufe. Für 985 Euro fahre ich 2-3mal nach Spanien, kann noch mehrere Sammler mitnehmen und besorge Stufen bei Einheimischen Sammlern.

Tut mir leid, dafür fehlt mir jedes Verständnis. Das hat garnichts mit zuwenig Kapital zu tun. Selbst wenn ich mir das leisten könnte, würde ich mein Geld
nicht zum Fenster rausschmeißen, sondern lieber zu den Fundstellen hinfahren, dort kaufen oder selber sammeln.
Bitte keine bitterbösen Retouren für diese Zeile, das ignoriere ich einfach.

Zum Trost: Nicht auf allen Sponsorenlinks sind solche Preise zu finden. Es gibt auch div. realistische Angebote.

Was lernt man daraus? Die Dummen sterben nicht aus. Ich überlege, ob ich nicht selber wieder in den Handel einsteigen soll. Einkaufsquellen für
günstige Mineralien habe ich genug und Käufer gibts ja auch anscheinend wie Sand am Meer. Eine Webseite ist heute einfacher denn je und der weltumfassend
Handel auch.

Vielleicht sollten wir alle in den Handel einsteigen.

Gruß

Couchmolch


Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Ralf am 19 Dec 06, 16:00

Hallo Ralf,
deine Beiträge waren bis her immer ganz ok.Aber das was du jetzt zuletzt geschrieben hast,ist absoluter Unsinn und das weist du selber.

Gruß Calciteminer

..... und immer noch keine Begründung.


Bitte beteilige Dich sachlich an dieser Diskussion oder lass es ganz bleiben

Gruß
Ralf
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: couchmolch am 19 Dec 06, 17:12
Hallo, Ralf,

ich habe den Eindruck, meine Schreibe paßt dir garnicht in den Kram. Ich verstehe deine Einstellung überhaupt nicht. Wenn ich deine Beiträge lese,
kann ich beim besten Willen überhaupt keine richtige Meinung herauslesen Mal so, mal so, sieht es aus. Mal mit, mal gegen den anderen.
Sag doch einfach geradeheraus, was du wirklich meinst. Ich habe das Gefühl, du fühlst dich hier sehr angesprochen, möchtest aber viel andere nicht
mit deine meinung verprellen. Ist doch überhaupt kein Problem. Wenns dir stinkt, sags nur, tue ich auch.

Wofür brauche ich  eine Begründung?  Das ist meine persönliche Meinung.
Ich habe heute z.B. unter Verkauf privat eine größere Stufe Quarzdruse mit Goethit aus Marokko eingestellt, keine Allerweltsstufe.
Die gebe ich für 70 Euro ab. Ich gebe dir, Ralf, Brief und Siegel, das diese Stufe bei diversen Händlern an die 1000 Euro kosten würde.
Was soll ich da begründen? Ich bin absolut sachlich und bleibe im Gegensatz zu vielen anderen auf dem Teppich.
Ich finde es schade (meine Meinung und Eindruck), das so viele Leute über den Teppich gezogen werden. Das beschränkt sich aber
nicht nur auf Mineralien, sondern zieht sich durch unsere ganze Kultur.
Mal ganz im Ernst, nur weil jemand Händler ist, die weite Welt kennt und überall mitspricht, meint derjenige, er hätte die Weisheit gefressen.
Ich sammele seit über 30 Jahren Mineralien, lasse meinen gesunden Menschenverstand walten, vertrete meine meinung, auch wenns vielen nicht paßt.
Da kann auch kein weltgereister Händler gegenanstinken.
Manche Dinge sind eben unmoralisch, dazu hören auch total überzogene Preise, die ein Händler für irgendwelche Dollen macht.

Verkauft eure Mineralien weiter für irre Preise, aber versucht nicht, mir den Mund zu verbieten, weil es nicht paßt. Laßt es sein, meine Beiträge ins kleinste
zu zerlegen und zu analysieren. Das ist Politikerwischwasch, den man lernen kann. Macht auf andere oft großen Eindruck, steckt aber nichts hinter.
Ich könnte jetzt den Spieß umdrehen, das genauso machen, aber das lohnt den Aufwand nicht.
Unmoralität braucht man nicht begründen.  Derjenig , ders nicht sieht, ist ein armen Wicht.

Derjenige, welcher Unangenehme Dinge auf den Tisch bringt, ist in der Geschichte immer runtergemacht worden. Heutzutage zieht man die verbale Methode vor.
Klappt leider hier nicht.
Ich habe gesagt, bleibt sachlich und unpersönlich. Es ging aber auch zu hohe Preise, da bleibt es nicht aus, das sich der ein oder andere auf den Schlips getereten fühlt.
Als Händler steht man in der Öffentlichkeit, da muß man sich wohl oder übel Kritik gefallen lassen.

Peter


Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: UlrichW am 19 Dec 06, 17:18
Hallo Peter,

wer lesen kann ist eindeutig im Vorteil!  ;D ;D 
Ralfs Aussagen galten nicht dir sondern Calciteminer.
Also nicht gleich angegriffen fühlen!

Glück auf
Ulrich
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Ingo Löffler am 19 Dec 06, 17:21
Grundsätzliches!Dies ist ein Forum und keine lockere Runde,eine ironische Bemerkung oder ein etwas lockeren Ton kann hier völlig falsch verstanden werden.Deshalb beteilige ich mich eigendlich nicht mehr so gerne an derartigen Diskussionen!

Hallo Ralf,
nun es tut mir leid das ich Arbeiten war und dir nicht sofort Antworten konnte.Was soll ich dir denn Begründen?Hör dir einfach auch dir andere Seite an wenn du wieder in der USA bist.Diese entwicklungen gab es schon vor etlichen Jahren,aber trotzdem laufen die Börsen weiter mit vielen Besuchern!
Tendenziell werden hochwertige Mineralstufen im Preis steigen und somit den gesammten Mittelklassemarkt weiter mitreisen.Das war im übrigen schon etwa mitte der 90er absehbar,Deshalb habe ich mich auf die Calcite konzentriert. Und glaub mir diese Entwicklung gefällt mir auch nicht,da ich mein Geld mit meiner eigenen Hände Arbeit erwirtschaften muß.Alles andere kann man mal bei einen Bier auf irgeneiner Börse besprechen.Ansonsten würde es den Rahmen und auch die Vorstellungskraft sprengen.

Gruß Calciteminer

So nun zu dir UlrichW.ich weis nicht welche Kaffesatzleserei du betreibst,aber du liegst falsch.Und da ich ein direkter Mensch bin "sage" ich,wenn du schon Gras rauchst dann sollte es gutes sein!Bitte Satz oben beachten.

Gruß Calciteminer

Nun couchmolch zu dir,der du vorgibst die Meinung der Deutschen Mineraliensammler zu vertreten.Löse dich mal von ein paar Hunnis und lasse sie den Stefan zukommen,werde also Sponsor.Dann darft du den Mund aufreisen,ansonsten halte deine gespaltene Zunge hinter deinen Zähnen!!

Gruß Calciteminer

Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Bernd G am 19 Dec 06, 17:43
hallo,
ihr macht ein streß.
für den käufer ist es doch immer zu teuer !!
gibt viel wichtigere dinge wo man sich aufregen müsste,(muss) spart die kraft dafür .
weil sie sind schon da  ;D
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: TT-PP am 19 Dec 06, 17:59
Da hat Bernd G. recht!
Ihr streitet euch, obwohl hier doch eigentlich nur die eigene Meinung vertreten werden soll und nicht die anderen Meinungen verbal niedergemacht werden sollten.
Will mich auch gar nicht einmischen, allerdings haben die letzten Beiträge nur für Zündstoff gesorgt und aus einer sachlichen Disskussion mit interessantem Thema ist ein persöhnlich angefeindeter Streitpunkt geworden.
Fazit: PEACE :D

Gruß
peter paul
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: dorian am 19 Dec 06, 19:15
Ich bin mit TT-PP ganz einverstanden.
Ihr zankt euch wie 5-jährige!
Wie TT-PP sagt:
Zitat
Fazit: PEACE
Jetzt müssen die jüngsten die <alten> beruhigen.
Verkehrte Welt! ;D ;D
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Jean 1310 am 19 Dec 06, 19:25
Abend @ all !  8)

also ich finde, wenn man einer Käufer für seine Stufe findet, kann der Preis nicht zu hoch sein.
denn schließlich zwingt niemanden einen eine Stufe zu kaufen, für welchen Preis auch immer !

Glück Auf
Volker
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: loismin am 19 Dec 06, 19:34
Jean

Da stimm ich dir zu.

Das ist freie Marktwirtschaft mit allen Vor und Nachteilen.

Auch wenn das manchem nicht passt.

gruß
Loismin
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: loparit am 19 Dec 06, 20:05
Hallo couchmolch,

... Ich finde es schade (meine Meinung und Eindruck), das so viele Leute über den Teppich gezogen werden.
Mal ganz im Ernst, nur weil jemand Händler ist, die weite Welt kennt und überall mitspricht, meint derjenige, er hätte die Weisheit gefressen.
Manche Dinge sind eben unmoralisch, dazu hören auch total überzogene Preise, die ein Händler für irgendwelche Dollen macht.

schön geschrieben, aber es gibt hier Leute die wollen anscheinend soetwas nicht lesen und schon gar nicht wahrhaben.

Ja und der Ralf, irgendwo wollte der doch wissen wo man Stücke für zwei Euronen einkaufen kann, damit er sich beim Einkauf mit 50 % beteiligen kann. Ist aber leider nicht mehr auf das Gespräch eingegangen.  ???

@ Calcitminer,

.... Löse dich mal von ein paar Hunnis und lasse sie den Stefan zukommen,werde also Sponsor.Dann darft du den Mund aufreisen,ansonsten halte deine gespaltene Zunge hinter deinen Zähnen!!

da brauchst du nicht drauf hinzuweisen, wenn man hier sich etwas beteiligt bekommt man das auch so mit ;D

So nun beruhigt euch alle wieder und feiert ein besinnliches und gesegnetes Weihnachtsfest und versprecht dass ihr euch alle im nächsten Jahr bessern werdet.

Gruß loparit

Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Ralf am 19 Dec 06, 20:35
Hallo Peter,

wie Ulrich schon schrieb, habe ich Dich gar nicht angesprochen. Du hast Deinen Standpunkt klargemacht und das ist ja auch in Ordnung. Das ich Dir nicht in allen Punkten zustimme darfst Du mir nicht übel nehmen.
Selbstverständlich fühle ich mich als Händler angesprochen, denn der Vorwurf war ja auch sehr allgemein. Und selbstverständlich ist es als Händler nicht ganz einfach, sich an solchen Diskussionen zu beteiligen. Schließlich wird man in eine Verteidigungsposition geschoben und ist auch eine hervorragende Zielscheibe für Kritik. Dennoch scheue ich mich nicht, an solchen Diskussionen teilzunehmen. Ich finde das ein wenig mehr Aufklärung von Seiten des Handels nur guttut. Das ich dabei vielleicht den einen oder anderen verprelle nehme ich dabei in Kauf.
Und bei manchen Argumentationen möchte ich auch heftiger reagieren, überlege mir aber die Wahl meiner Worte. Nicht, um liebkind zu machen, sondern um die Diskussion so sachlich wie möglich zu halten.
Wenn Du aus meinen Beiträgen keine richtige Meinung herauslesen kannst, so hab ich mich wohl nicht klar genug ausgedrückt. Tut mir Leid.
Ich versuche es mal zusammenzufassen.

Es gibt die unterschiedlichsten Charakteren und Ziele, sowohl bei Händlern als auch bei Käufern. Nach dem Motto " auf jeden Topf ein Deckelchen " findet jeder Käufer seinen Händler und umgekehrt. Sich über nicht passende Deckelchen aufzuregen ist vergossene Milch.
Mein ganz persönlicher Standpunkt und somit auch meine Geschäftsphilosophie basiert auf Ehrlichkeit und Seriosität. Denn ich glaube nur so im Markt bestehen zu können. Die Preise werden kaufmännisch ermittelt und jeder Kunde hat ein Rückgaberecht bei Nichtgefallen. Und da stehe ich ( leider ) nicht alleine. Manche Händler halten das vielleicht anders, aber das kümmert mich wenig.
Übrigens ist die Druse die Du eingestellt hast nicht schlecht. Und der Preis ist ganz ok. Wenn da einer 1000 € dranschreibt, lass ihn doch. Er wird sie ein Leben lang bewundern können.

@ Calcitminer

Ja, da war ich wohl zu ungeduldig, sorry.

Du hast meine Beiträge als Unsinn bezeichnet, aber verschwiegen warum. Ich denke ganz ehrlich, dass Dir zum ersten die notwendigen betriebswirtschaftlichen Kenntnisse fehlen und zweitens, dass Du als Hobbyhändler ( nicht negativ gemeint ) den Markt und hier vor allem den US Markt nicht genügend kennst. Was Du bisher so ausgesagt hast erinnert mich viel mehr an Stammtischparolen als manch anderer Beitrag. Man muss solche Kenntnisse auch nicht zwingend haben, bestreitet man nicht seinen Lebensunterhalt damit. Und die andere Seite - wie Du es nennst - in den USA kenne ich sehr , sehr gut. Nicht zuletzt weil ich dort auch auf der anderen Seite, sprich als Käufer, agiere. Desweiteren habe ich zahlreiche Freunde dort, mit denen ich keinerlei Geschäftsbeziehungen habe. Ich gehe mit denen Sammeln.

So, und nun als Schlußwort.

Diese Diskussion war bisher kontrovers, aber sachlich. Mit den letzten Beiträgen, insbesondere mit dem zitieren bestimmter Händler, ist allerdings ein diffamierender und ins persönliche abgleitenderTon hier eingekehrt. Aus diesem Grunde steige ich hier und jetzt aus dieser Diskussion aus.
Für persönliche Gespräche, wo immer man sich trifft, bin ich gerne zu haben.

Gruß
Ralf
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Ralf am 19 Dec 06, 20:39
Doch noch ein Nachtrag weil loparits Beitrag und meiner gleichzeitig geschrieben wurden.
Ich schrieb, wenn Du für 15 € verkaufbare Stücke für 1 bis 2 € besorgen kannst, beteilige ich Dich mit 50 % am Gewinn. Lieber nehme ich Dir diese Stücke natürlich zum Einkaufspreis ab. Wenn Du ernsthaft interesse hast, schreib mir bitte eine PN, Mail, oder ruf mich an.

Ralf
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: UlrichW am 19 Dec 06, 21:47
Grundsätzliches!Dies ist ein Forum und keine lockere Runde,eine ironische Bemerkung oder ein etwas lockeren Ton kann hier völlig falsch verstanden werden.Deshalb beteilige ich mich eigendlich nicht mehr so gerne an derartigen Diskussionen!


Hallo Calciteminer,

das Du dich nicht mehr so gerne an solchen Diskussionen beteiligst merkt man deutlich. Deine Beiträge werden immer kürzer und  nebulöser, kommen aber dann doch auf den Punkt. Nur ist der Punkt leider meist ausserhalb des Diskussionskontextes.

Den Stil meiner Diskussionsbeiträge hast Du weder zu beurteilen noch zu kritisieren. Wenn Du nicht in der Lage bist Ironie und Witz von tasächlichen verbalen Angriffen zu unterscheiden, dann mangelt es Dir an linguistischen Fähigkeiten. Dieses Fehlen berechtigt dich aber nicht Anderen diese zu untersagen. Das Du massiv Schwierigkeiten hast, Texte von Menschen wie Couchmolch, Ralf oder mir zu verstehen, indem man in den Text eintaucht und versucht die Intention eines Satzes zu verstehen, liegt auf der Hand. Nur so als kleine Hilfe: wenn ich schreiben würde DU bis ..., dann ist das eine klare Beleidigung, solange der ironische Kontext nicht aus dem Zusammenhang deutlich wird. Wenn ich aber schreibe: Die meisten Sammler sind..., dann bleibt es Dir überlassen, dich zu den meisten zu zählen, oder zu dem Rest. In beiden Fällen übernehme ich keine Gewähr für deinen Gemütszustand!



Zitat
So nun zu dir UlrichW.ich weis nicht welche Kaffesatzleserei du betreibst,aber du liegst falsch.Und da ich ein direkter Mensch bin "sage" ich,wenn du schon Gras rauchst dann sollte es gutes sein!Bitte Satz oben beachten!

Du bist kein direkter Mensch, sondern ein Unkultivierter und Unhöflicher! Erstens rauche ich genau das Gras, welches mir am besten schmeckt, und zwar ohne deine Erlaubnis, und zweitens, wenn ich schon Kaffesatz lese, dann liege ich nicht falsch, sondern lese falsch! Falsch liegen basiert darauf eine Meinung zu haben, Kaffesatz lesen ist aber die Möglichkeit eine Meinung zu bekommen.
Das ich so falsch liege, wie Du behauptest, wird schon alleine durch meine michkrige Sammlung, meinem national und internatiuonal fehlenden Freundeskreis und meinen Anfängerstatus nach fast 30jähriger Sammellei bestätigt. Tut mir Leid, mehr als 30 Jahre bekomme ich nicht zusammen, schuld daran sind Pappa und Mamma...die hätten es sich aber wirlich früher überlegen können!


Zitat
Nun couchmolch zu dir,der du vorgibst die Meinung der Deutschen Mineraliensammler zu vertreten.Löse dich mal von ein paar Hunnis und lasse sie den Stefan zukommen,werde also Sponsor.Dann darft du den Mund aufreisen,ansonsten halte deine gespaltene Zunge hinter deinen Zähnen!!

An dieser Stelle möchte ich dich mal fragen, welches Gras Du denn rauchst. Das Zeug muss ja höllenaktiv sein!

Selbst bei bösartigsten Unterstellungen habe ich von Couchmolch nur seine Meinung gelesen. Als Verbalakrobat hast Du natürlich sofort  das "die Sammler" oder "wir Sammler" gefunden. Dazu Gratulation, denn die sind mir entgangen da ich den Sinn seiner Sätze versucht habe zu erfassen. Allerdings kann ich in Deinen Ausführungen, ausser Beleidigungen keinen wirklichen Diskussionsbeitrag finden. Ich finde es umso schlimmer, daß Du Leute wie couchmolch massiv attackierst und dich dann noch als Belehrer des Forums hinstellst.

Da Du es an menschlicher Größe missen lässt, werde ich mich an Deiner Stelle bei Couchmolch entschuldigen:

Hallo Couchmolch, Du musst Dir derartige Entgleisungen nicht zu Herzen nehmen. Glaube mir, trotz verkiffter Kaffesatzleserrei die ich ja betreiben soll, es gibt haufenweise ganz ganz tolle Menschen unter den Sammlern. Der Rest kannste knicken!...stand zumindest so in meinem Kaffesatz.

An alle Leser diese Threads:

Hier bemühen sich einige einen hochkomplizierten Zusammenhang, nähmlich seine Gefühle und Meinungen, in schriftlicher Form mitzuteilen. Das es dabei auch mal Verdrehungen und Verwirrungen geben muss, liegt auf der Hand. Auch greift man gerne zu Verallgemeinerungen um einen Sachverhalt nicht zu kompliziert werden zu lassen. Das alles sind Meinungen, freie Meinungen. Es muss sich also keiner angesprochen fühlen, solange sein Name nicht ausdrücklich genannt wird. Trotzdem darf und muss widersprochen werden können, wenn ein Posting nach eigener Meinung falsch ist. Egal wie kontrovers eine Meinung auch sein mag, es ist und bleibt eine Meinung.

Aus diesem Grunde, werde ich mich nicht dem Störfeuer eines Calciumkarbonatmineurs unterwerfen und klein beigeben. Ich werde keinesfalls der Aggressivität weichen, sondern Widerstand leisten.

Also weiter im Text...

Viele Grüße
Ulrich

Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: UlrichW am 19 Dec 06, 21:51
Ich bin mit TT-PP ganz einverstanden.
Ihr zankt euch wie 5-jährige!
Wie TT-PP sagt:
Zitat
Fazit: PEACE
Jetzt müssen die jüngsten die <alten> beruhigen.
Verkehrte Welt! ;D ;D

Hallo Dorian.

das fand ich süss!

Viele liebe Grüsse von einem "Alten"

Ulrich

PS: wir sind halt so verstockt, verbittert und schrumpelig..jajaja!
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: UlrichW am 19 Dec 06, 22:32
Abend @ all !  8)

also ich finde, wenn man einer Käufer für seine Stufe findet, kann der Preis nicht zu hoch sein.
denn schließlich zwingt niemanden einen eine Stufe zu kaufen, für welchen Preis auch immer !

Glück Auf
Volker


Hallo Volker,

Recht hast Du, keine Frage. Aber geht es Dir nicht oft auch so, wenn Du über die Börsen schlenderst, daß Du Dir laufend an die Stirn tippst und nachher Kopfschmerzen davon hast.

Es ist nicht so, daß jeder der hier diskutiert sich die Topstufen leisten kann oder will. Es geht vielmehr darum, daß Menschen mit einem gewissen Rechtsempfinden, zwar teure Preise akzeptieren können, nicht aber den dauernden Versuch beschis..en zu werden. Das scheint sich in der Volksmentalität langsam einzubürgern. Es geht nicht mehr um ein faires miteinander, um einen fairen Wettstreit um Kunden und Käufer, es geht vielfach nur noch um Abzocke. Wohlbemerkt reden wir hier nicht um Top-Ware, sondern um höchstens Mittelklasse, meist sogar um viel viel weniger Qualitatives. Allein die Anwesenheit eines Kristalls scheint die Preisfantasien zu beflügeln. Das dabei die Unerfahrenen auf der Strecke bleiben wird einfach beiseite geschoben.

Diese Preisinflation spiegelt sich auch in anderen Bereichen unseres Hobbies wieder. Ich denke, geht man mal weg von der reinen Sicht auf "Ich will haben" und "zu teuer" hin zu den Gründen, warum unser Hobby stagniert, dann zeigen die Preise halt doch wieder typische und jahrelang tolerierte Verhaltensmuster auf.

Hier regen sich ja nicht die Leute auf, denen der Preis egal ist, sondern genau die, die langsam aber sicher aus dem Hobby gedrängt werden und es zugleich nicht verstehen, die neuen Freiräume zu nutzen.  Im Geschäft um die "Materialbeschaffung" geht das noch relativ einfach, aber bei der aktiven Feldarbeit haben es Raffgier und Rücksichtslosigkeit schon soweit gebracht, daß für viele der Zugang zu Fundstellen fast unmöglich ist, jedenfalls nicht unter Rücksichtnahme auf die gute Erziehung. Im besten Falle dürfen sie sich an den Krumen laben! Das ist nicht das, was ich unter Amateurtmineralogie als Hobby verstehe.

Die Erfahrenen unter uns haben sich schon längst neue "Arbeitsgebiete" gesucht und halten fleissig den Schnabel. Nochmal wollen sie  nicht erleben wie ihre neuen Gebiete von Raffgeiern überrannt werden oder von Banausen zunichte gemacht werden. So wird Gebiet um Gebiet sozusagen als "Claim" abgesteckt und verteidigt.  Eifel-Mafia und Clara-Mafia sind schon lange keine lokalen Begriffe mehr, daß weis heute jeder in Europa was da abgeht. Das alles ist Zeitgeist geworden, vielleicht war er es auch immer, aber trotzdem sollte man dem begegnen. Das Resultat dieser Entwicklung ist doch, das gerade der Anfänger kaum noch eine wirkliche Chance hat in dem Hobby groß zu werden.

Die Abzockpreise spiegel das alles wieder. Ich spreche jetzt nicht über überzogene Preise, ich spreche für richtige Abzocke. Ein 2*2-Standard-Vanadinit für 35 Euro ist Abzocke, da beist die Maus keinen Faden ab. Und genau die Leute, die solche Abzocke betreiben, und aus Höflichkeit nicht genannt werden dürfen, versauen uns in der regel auch die Fundstellen. Mein Gott, wie oft habe ich frisches Material von Fundstellen gesehen, daß zu Wucherpreisen angeboten wurde mit dem Hinweis, die Fundstelle sei nun erloschen. Das war auch richtig, dafür hatten die Typen gesorgt.

Ich hoffe ich habe das richtig rüber gebracht: Es geht nicht um die Preise, das problem erledigt sich von ganz alleine, es geht um die Einstellung dahinter.

Viele Grüße
Ulrich
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Ingo Löffler am 19 Dec 06, 23:22
Hallo UlrichW.,
na da hast du es mir ja richtig gegeben.Was mögliche Beleidigungen betrifft ist ja jetzt wieder gleichstand.
Warum werden meine Beiträge immer kürzer?Weil ich einfach kein langes ,in meiner unkultivierten Art gesagt,geschisse um so ein unsinniges Thema mache.Wenn mir ein Stein zu teuer ist kauf ich ihn nicht,fertig aus.Und wenn der Händler einen hohen Preis haben will ist das ok,ich muß nicht kaufen.Darüber das ein Mineral zu billig ist,darüber Diskutiert keiner das ist dann ok,Ich wette das du nicht so viel Rückrad hast,das wenn ein Händler zu billig Minerale abgibt,du ihn freiwillig den fairen Preis erstatten würdest.Wenn einer bei mir Stücke für wenig Geld ersteigert hatte,die mehr wert waren kam keiner an und hat mir mehr überwiesen.Also die Wette steht,einsatz eine Flasche guter Französischen Rotwein.Aber ich glaube du möchtest nichts mit unhöflichen und unkultivierten Menschen zu tun haben,du suchst dann lieber in meinen Texten nach Fehlern oder verbreitest wilde Theorien über mich.Aber mach nur wenn es dich befreit und du ruhig schlafen kannst,dann ist das ok.

Zietat:
Das ich so falsch liege, wie Du behauptest, wird schon alleine durch meine michkrige Sammlung, meinem national und internatiuonal fehlenden Freundeskreis und meinen Anfängerstatus nach fast 30jähriger Sammellei bestätigt. Tut mir Leid, mehr als 30 Jahre bekomme ich nicht zusammen, schuld daran sind Pappa und Mamma...die hätten es sich aber wirlich früher überlegen können!

Was willst du mir mit diesen Worten sagen,etwa zoll mir Respeckt ich bin ein alter Hase mit einer super Sammlung,oder was.Dies ist genau das aufgeblasene Verhalten was ich nicht leiden kann und was du bei anderen bemängelst.(so geschreiben in einen Beitrag weiter vorne,den ich teilweise recht gut fand) Ich verstehe nicht warum man immer damit Angibt wie lange man sammelt,soll ich in erfurcht versingken oder was.Und außerdem liegst du immer noch fasch,aber es ist nett das du dir Gedanken über meine Person machst.Übrigens habe ich dir nicht verboten Gras zu rauchen,wieso solltest du also irgendeine Erlaubnis von mir umgehen?Es ist schon interessant wie du versuchst mich lächerlich zu machen,du bist halt so eine richtige tolle Type,die anderen mit anderer Meinung und Einstellung gerne von oben herab niedermacht.Es gibt für solche Personen auch einen Namen den ich aber nicht aufschreibe,nö.So und nun hau wieder zurück,damit die anderen was davon haben.

Gruß vom nicht Arroganten
Calciteminer



Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Ingo Löffler am 19 Dec 06, 23:29
Hallo UlrichW.,
mit deinen letzten Beitrag kommen wir uns ein ganzes Stück näher.So hättest du es gleich am Anfang schreiben können dann währe es nicht dazu gekommen.Aber ich bin mir nun mal für keinen Streit zu schade.

Calciteminer
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Harjo am 20 Dec 06, 00:48
Beifall Ingo, genau deiner meineung!
Und Ullrich, wenn Du die preisinflation so gut bemerkt hast hattest Du besser dein geld auf die Borse investiert, hattest Du innerhalb  einandhalb Jahre dein Geld verdoppelt und auch die beliebte teuere Stufen kaufen konnen ;)
Geh doch mal raus und sucht schone steine anstatt hier uber so ein unsinniges Thema herum zu treiben, wie Ich schon am anfang gesagt habe (und viele mit mir), ist halt Marktwirkung, take it or leave it, basta!
Gehst Du auch zum verkaufer in der Mercedes Garage und sagst Du ihm das die Auto's viel zu teuer sind.........der wird lacheln und sagt Du solst vieleicht besser zum Kia dealer gehen.....und das hat nichts zu tun mit qualitat!
OK you had this one coming, Gouda Imperium bwaa......

Gruss

Harjo
 
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: MM-Bär am 20 Dec 06, 09:01
Geh doch mal raus und sucht schone steine anstatt hier uber so ein unsinniges Thema herum zu treiben

Moin,
bewahre, Nein, das ist kein unsinniges Thema: Was UlrichW so "blumig" darstellt, ist für unser Hobby elementar geworden - leider. Die Abzocke im Mineralienhandel ist nur ein Aspekt, an welchem Du die derzeitige Lage im Gelände und in den Köpfen vieler Sammler festmachen kannst.

MM-Bär (der sich seinem neuen "Arbeitsgebiet" widmen möchte)
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Harjo am 20 Dec 06, 09:11
Mit unsinnig meine ich das sich da doch uberhaupt nichts andern last.

Grusse

Harjo
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: MM-Bär am 20 Dec 06, 09:16
Moin Harjo,
aha, na dann ist es klarer.
Aber ändern lässt sich da wohl Vieles - es liegt nur an der Einstellung von uns Sammlern.

Beste Grüße
MM-Bär
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: UlrichW am 20 Dec 06, 11:00
Geh doch mal raus und sucht schone steine anstatt hier uber so ein unsinniges Thema herum zu treiben

Moin,
bewahre, Nein, das ist kein unsinniges Thema: Was UlrichW so "blumig" darstellt, ist für unser Hobby elementar geworden - leider. Die Abzocke im Mineralienhandel ist nur ein Aspekt, an welchem Du die derzeitige Lage im Gelände und in den Köpfen vieler Sammler festmachen kannst.

MM-Bär (der sich seinem neuen "Arbeitsgebiet" widmen möchte)

Hi MM-Bär,

gut ausgedrückt, dafür habe ich ein paar hundert Zeilen benötigt.

Wie schon von Harjo behauptet: "Da lässt ja doch nichts dran ändern" erinnert mich fatal an die Geschichten um die Mitte des vorigen Jahrunderts. Da haben auch Millionen gesagt: Da lässt sich ja nichts dran ändern..und viele Millionen mussten Leiden. Dummerweise hat aber auch fast niemend aus solch einem Verhalten gelernt, am wenigsten die, die Leiden mussten!
Man kann vortrefflich über den Weg streiten, aber man darf, nach meiner Meinung, Grundbegriffe unserer Zivilisation niemals vergessen: Dazu gehören Rücksichtnahme, massvolle Bescheidenheit genauso wie daß man anderen zuhört und versucht seinen Standpunkt zu verstehen. Das ist heute leider komplett reziprok zum Mainstream.

Das fatale an der Sache ist, daß wenn man gegen den Mainstream argumentiert, sich viele Leute massiv auf den Schlips getreten fühlen. Das scheint daran zu liegen, daß es genau diesen Menschen schwer fällt ihr gewohntes Verhalten zu ändern und sogar Verzichtzu üben. Als Beispiel sei mal die Umweltdikussion zu nennen. Nach heutigen Umfragen ist für 70% der Bevölkerung der Umweltschutz eines der wichtigsten politischen Themen, incl. Energie sparen. 25 Jahre zurück, haben wir alle Dinge getan ohne über die Folgen nachzudenken. Erst die aufkommende Bewegung der heutigen Grünen, hat durch lange angefeindete Arbeit das Bewusstsein geändert. Im Punkte Energie sparen beispielsweise, zeigt sich der überhebliche Mainstream sehr deutlich. Sparen ist wichtig, aber das sollen mal die anderen tun, und es darf nichts kosten und muss bequem sein. Ende vom Lied: In jedem Vorgarten sind hunderte Watt an Beleuchtung und Lichtspielen installiert. Man kanns sich ja leisten! Das schlimme daran ist die Diskrepanz zwischen geäußerter Überzeugung (Energie sparen udn Umweltschutz ist wichtig) und der Handlungsweise (was solls, ich kanns mir ja leisten!).

Mineralogisch sind wir heute in den Anfangsjahren der "Grünen". So langsam wird begriffen, daß die masslose Kommerzialisierung unseres Hobbies und mehr schadet als nutzt. Erweitert man den Begriff Kommerzialisierung auf unser Hobby mit Begriffen wie Sammeln im Feld, Materialbeschaffung usw. so wird das Problem schnell klar.

Ein "blumiges" Beispiel, teilweise etwas subjektiv empfunden aber im Sinn der Wahrheit angelehnt.

Tauern, Pinzgau, vor 25 Jahren: trafen sich Sammler gab es immer ein "Berg heil" und "hast dus schon was gefunden" und "zeig mal her". Das waren noch Zeiten, obwohl gefunden hat man auch nicht wirklich mehr, jedenfalls nicht Unsereiner. Aber wir haben auf der Hütte gesessen und die Tische waren voll mit Steinen. Ein Haufen Neid, noch mehr Freude und ein gutes Dutzend Bierchen/Kehle machten viele Abende zu einem Erlebnis. Jeder sammler hat sich mit dem anderen ausgetauscht.

Wir haben auch Mineralien gekauft, aber auch dem Strahler gesagt, das die Stücke zu teuer seien. Das ging viele Jahre gut. Dann kamen immer mehr Menschen in die Tauern, auch viele, die jeden Preis beim Strahler bezahlten. Die Preise stiegen unaufhörlich, was nur zu gut zu verstehen ist. Ein großer Teil der Privatsammler haben aber auch weiterhin Mineralien gesucht. Dann kam der Nationalpark: Sammeln praktisch verboten.
Punkt a) einige auserwählte Einheimische bekamen Sondergenehmigungen, je nach Rang der Person im Ort. Viele Einheimische waren sowas von sauer, das glaubt kein Mensch.
Punkt b) es gab nun nur noch etwas von den Sondergenehmigungsstrahlern zu kaufen, alle anderen hielten ihre Funde unter der Decke.

Jetzt sassen wir wieder auf der Hütte, und alle ehemaligen Steinbegeisterten mutierten zu Blumenfreuden und Wellnesstigern. Konnte man früher durch die Ortschaften wandern und sich Sammlungen anschauen und das eine oder andere Stück kaufen, verschwanden alle "Mineralien"-Schilder von den Gartentüren.
Was war passiert?

Bei der Gründung des Nationalparks gab es drei  Argumente, die seitens der Behörden immer wieder in die Diskussion geworfen wurden:
a) Die Goldgräber rauben Schätze aus unserer Natur , dem muss Einhalt geboten werden. Es kann nicht angehen, daß Touristen wertvolle Kulturgüter aus dem Land schleppen.
    Anmerk: Das diese Touristen deutsches Kulturgut in Millionenhöhe, nämlich die DM, ins Land schleppten wurde schon als naturgegeben angenommen. Umgekehrt war dem Laien die Preissteigerung bei Mineralien aufgefallen, und wenn eine Rauchwuarzspitze schon 150 Euro wert war, wie reich sind dann die Sammler geworden.

b) Ein paar Auserwählte sollen für die Konservierung der Kulturgüter sorgen dürfen. Das diese Auserwählten zu den größten Profiteuren im Mineraliengeschäft gehörten, interessierte keinen. 
    Anmerk: Das nenne ich einen Claim abstecken und noch dazu steuerfinanziert schützen lassen.

c) Die Sammler zerschlagen Quarzbrocken auf Kuhweiden, lösen Berstürze aus und verwüsten die Landschaft.
Anmerk: Wie albern und an den Haaren hebeigezogen solch ein Argument ist, versteht jeder der einaml alpin Mineralien gesammelt hat, mit Verstand! Aber es war ein gefundenes Fressen für die Presse zur Bildung eines Mainstreams. Kärnten: Totales Sammelverbot ist eine weitere Folge. Nicht Sammelverbot am Hocharn, nein, in ganz Kärnten!

Das Resultat war, daß aus einer ehemals blühenden Mineralienregion ein Wellnessparadies mit hohem Geheimniskrämer-Faktor geworden ist. Alleine die Funde der letzten 15 Jahre hätten früher ganze Lapisjahrgänge gefüllt. Wegen Nationalpark kam darüber fast nichts in den mineralogischen Printmedien. Die Preise sind durch die Decke geschossen, da die Konkurrenz ausgeschaltet war. Trifft man heute jemand in den Bergen, versucht man das besser zu vermeiden. Ein "Berg heil" gebietet die Höflichkeit, aber Mineraliensammeln, danach fragt man lieber nicht. Mineralien sammeln ist verkommen zu einer Underground-Tätigkeit und vieles von seinem Reiz verloren. Man fühlt sich als Sammler geradezu als Aussätziger, so stark ist der Mainstream und der neid geworden. Da fühle ich mich nicht mehr wohl. Resultat: Jeder sammelt im Verborgenen und hat, etwas übertrieben gesagt, panische Ängste: Ja nicht als Sammler angesehen zu werden, das gibt Ärger!

Das sind die Auswirkungen von Verständnislosigkeit, Rücksichtslosigkeit, Raffgier, Ungeduld usw., wie auch immer und in welcher Stärke sie auftreten. Jeder von uns macht diese Fehler, aber einige versuchen sich auchj immer wieder einmal zu korrigieren. Das sind die "Grünen" unter den Sammlern!

Viele Grüße
Ulrich



Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Harjo am 20 Dec 06, 11:35
-Klar das es sich nicht andern last, marktwirkung hat's immer gegeben, schon in die Urzeit, da wurde auch schon mehr Ware getauscht fur ein fettes stuck fleisch als fur ein mageres.
-Ich weiss aus erster hand wie Menschen gelitten haben durch die lethargie von millionen, dazu kann Ich dir nog einiges erzahlen, aber dafur ist hier nicht der platz und hat auch nichts mit die diskussion zu tun!
-In die siebziger Jahre wurde auch schon belegte Klufte leer geraubt.
-Zu dein gerede uber "Gruner" Sammler.....ein echter "Gruner" Sammler last sich die hande von triviale mineralienstufen und spendiert sein Geld an die millionen und millionen von menschen de heut zu tage leiden.

Gruss

Harjo
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: loismin am 20 Dec 06, 12:36
Hallo Uli.

Was ist nur mit dir passiert?
So verbissen und verbittert habe ich dich nicht kennengelernt.
Auch wir hatten unsere Schwierigkeiten am Anfang des Nationalparks und mußten uns andere Sammelgebiete suchen.
Aber inzwischen hat sich das schon wieder beruhigt und wir und viele andere sammeln auch ohne Schwierigkeiten
wieder in der Kernzone.
Auch in der Rauris.
Und wir brauchen uns nicht verstecken, weil wir für die Neubestimmungen sorgen und einen freundlichen Austausch
mit den Einheimischen haben.
Also nicht den Kopf in den Sand stecken und jammern wie schön  damals alles war und heute nichts mehr geht
sondern neue Wege und Möglichkeiten suchen.
Natürlich sollte man von der alles Mitnehmen Mentalität Abstand nehmen , da bin ich auch deiner Meinung !
Aber auch ich nehme mehr mit als ich brauche zum Tauschen und zum Verkaufen weil ich mir mein Hobby sonst
auch nicht so leisten könnte.
Ich bin leider kein so guter Schreiber und hoffe ,das kommt so gut gemeint rüber wie ich es dachte.

Gruß
Lois
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: UlrichW am 20 Dec 06, 14:44
Hallo Uli.

Was ist nur mit dir passiert?
So verbissen und verbittert habe ich dich nicht kennengelernt.

Ich bin leider kein so guter Schreiber und hoffe ,das kommt so gut gemeint rüber wie ich es dachte.

Hi Lois,

keine Angst, Leuten wie Dir kann man nicht böse sein...und muss es auch nicht.
Nur kurz so zwischen uns. Leider haben wir uns lange nicht gesehen, daher ist es schwierig per Schrift zu beurteilen wie jemand drauf ist. Ich bin beileibe nicht verbittert, ich fühle mich pudelwohl in meiner mineralogischen Haut. Ich habe mir geschworen nicht mehr immer nur Ja und Amen zu sagen, sondern auch mal Nein und Kritisches. Und im Zweifelsfalle sehr Deutliches!

 
Zitat
Also nicht den Kopf in den Sand stecken und jammern wie schön  damals alles war und heute nichts mehr geht
sondern neue Wege und Möglichkeiten suchen.

Hi, mein Problem ist eher, daß ich all die Wege gar nicht gehen kann die mir offen stehen! Sammeln ist nicht das Problem, Leute zu finden, wie Du und ich, wie Geni und noch einige Andere ist ein Problem. Es werden immer weniger! Ich werde nie die schönen Tage  vergessen, die wir zusammen mit Herrn Münch, Rolf Poeverlein und wie sie alle heissen hatten. Versuch das mal hier im Norden aufzuziehen, da erlebste aber was, da sind Mentalitätsunterschiede, die sind gravierend. Interessanterweise sind die Briten, so wie ich sie kennen gelernt habe, genau von unserem Schlag. Da hab ich auch die letzten Jahre verbracht, nachdem ich zum verrecken kein griechisch lernen konnte. Ein anderes Problem von mir ist, daß ich so begeisterungsfähig bin. Kaum lese ich etwas über irgendeine Grube oder ein Land, schon acker ich mich in die Thematik rein. Und rums, sind wieder 5 jahre vergangen, und man hat die alten Sammelgebiete bös vernachlässigt. Hier im Norden ist es schwierig kostengünstig seinen Interessen nachzugehen, die Alpen zu weit weg, England auch nicht gerade billig, der schwarzwald weit weg, das Erzgebirge auch nicht gerade nah, mit der Eifelmafia hab ich menen Kampf schon ausgefochten  und Shaba und Arizona will ich mal ganz aussen vor lassen. Aber es geht, langsam, mit Geduld und vor allem mit viel viel Spass an der Sache. Du siehst, meine Birne war nie im Sand.

Zitat
Auch wir hatten unsere Schwierigkeiten am Anfang des Nationalparks und mußten uns andere Sammelgebiete suchen.
Aber inzwischen hat sich das schon wieder beruhigt und wir und viele andere sammeln auch ohne Schwierigkeiten
wieder in der Kernzone.
Auch in der Rauris.
Und wir brauchen uns nicht verstecken, weil wir für die Neubestimmungen sorgen und einen freundlichen Austausch
mit den Einheimischen haben.

Natürlich sollte man von der alles Mitnehmen Mentalität Abstand nehmen , da bin ich auch deiner Meinung !
Aber auch ich nehme mehr mit als ich brauche zum Tauschen und zum Verkaufen weil ich mir mein Hobby sonst
auch nicht so leisten könnte.

Das war von vornherein klar, daß ein Gesetz gegen die Interessen der Bürger auf Dauer aufgeweicht wird. War nur eine Frage der Zeit.  Ich habe damals schon gesagt, lass mal 15 Jahre Gras drüber wachsen, dann sieht die Welt ganz anders aus und die Berge stehen noch immer! Ich war zwar die letzten Jahre nicht mehr hochalpin unterwegs, habe aber meine Interessen nie verloren. Alpin ist nach wie vor ein Hauptschwerpunkt meiner Sammlung.

Nicht das Mitnehmen prangere ich an, sondern die ART und WEISE mit unserem Hobby umzugehen.
Mir ging es um das Thema an sich und um ein Beispiel. Ich wollte weder den Nationalpark diskutieren, noch habe ich mich getraut die Eifel oder den Schwarzwald ins Spiel zu bringen. Dann wären Hyänen scharenweise über mich hergefallen.  Es ging um die "Bebilderung" eines Versuchs eine Entwicklung aufzuzeigen. Das hat z.B. Harjo auch nicht verstanden, daß "Grüne", "III.Reich" und "Nationalpark" Metaphern sind für eine Mainstream-Handlungs- und Denkweise.
Ist man sich dieser "Massendenke" und deren herkunft und Wirkung bewusst, kann man selbst für sich gegenlenken, auch indem man den Mainstream durch Diskussionen versucht zu beeinflussen.

Kritik anbringen wird immer als Zwang zum komplett Gegensätzlichen verstanden. Da werden Sinnzusammenhänge wahllos zerrissen, Argumente aus ihrem Kontext gerissen usw, nur um etwas zu begründen, was nicht begründet werden muss Und wenn das auf zu schwachen Füssen steht, dann wird eine verbal persönliche Schärfe ins Spiel gebracht. Es geht nicht darum, um zum Thema zurückzukehren, ob die zu verkaufenden Stufen nun völlig überteuert sind, sondern darum, daß man das kritisieren darf und daß man Andere vor solchen Gebahren warnen darf. Und es geht darum zu verstehen, wie es dazu gekommen ist, daß jeder ohne Not die Preise in schwindelnde Höhen schraubt. Das sind nach meiner Meinung fehlverhalten, und die muss man anprangern. Das hat nichts mit Marktgesetzen zu tun, denn das Regulativ, das "Umsatz haben zu MÜSSEN" fehlt meistens. Es ist also egal ob ein "Nebenverdienst-Händler" verkauft oder nicht, einen Dummen wird es schon erwischen! Teuer hat nichts mit Verwerflichkeit zu tun, Abzocke und bewusste Täuschung schon! Ein Händler, der von seinem Umsatz leben muss, wird keine Abzocke betreiben, da er ganz genau weiss das es nicht lange gut geht. Die Preissteigerung bei echten Händlern ist daher auch wesentlich geringer ausgefallen als bei den "Nebenerwerbshändlern".  Ein Händler ist  teurer als ein Privatmann, keine Frage. Aber wenn Du Lois, z.B. einen Scheelit vom Sonnblick verkaufst, dann willst Du vermutlich so um die 30 Euro dafür. Ein Abzocker stellt das Teil mit markigen Sprüchen, da verblassen sogar Top-Wesselton-Diamanten gegen, ins Internet und verlangt mal eben 395 Euro, und ob er ihn verkauft oder nicht, es hält seinen Verlust in Grenzen. Wenn dann Sprüche kommen, wie z.B: "wer ihn kauft ist selber Schuld" oder "wenn Du ihn Dir nicht leisten kannst, musst Du ihn nicht kaufen", dann zeigt mir das nur, daß diese Art miteinander umzugehen extrem verroht ist. Mehr noch, man akzeptiert eine unschöne Entwicklung als was ganz natürliches. Umgedreht wird dann aber z.B. gegen Siemens gewettert, nur weil die genau das getan haben, was auch der Abzocker getan hat: Ohne Skrupel Gewinne zu maximieren, die Folgen ihres Handelns interessieren sie nicht..
Dagegen geht dieser Thread, und dafür, diese beim Namen nennen zu dürfen. Wie Du sicher bemerkt hast, habe ich immer versucht in der allgemeinen Form zu sprechen, ohne jemanden dieses oder jenes direkt vorzuwerfen. Verallgemeinerungen dienen dabei der Vereinfachung der Diskussion und setzen vorraus, daß Jeder um die Differenzierungen weis. Dann knallen Leute in den Thraed, die sofort persönlich attackieren, gerade so, als ob man sie gemeint hätte. z:B:...welche Kaffesatzleserei Du betreibst..  ..wenn Du schon Gras rauchst..., soetwas darf nicht ohne Kommentar stehen bleiben. Dem werde ich auch nicht weichen, falls Du das mit verbissen gemeint hast, hast Du recht. Frettchen?

Viele liebe Grüße ins Oberbayrische
Ulrich



Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: poon am 21 Dec 06, 19:41

hallo zusammen...

was sagt ihr zu diesem angebot bei ebay:

http://cgi.ebay.de/Genialste-Aquamarin-Stufe-Weltklasse-1-6Kg-m-Topas_W0QQitemZ260064655950QQihZ016QQcategoryZ8822QQrdZ1QQcmdZViewItem

ich habe auch schon mineralien von dem verkäufer erworben und war über dessen preise stets begeistert.

gruß daniel...
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: TT-PP am 21 Dec 06, 21:07
Na ja, ist ja auch ein1,5 kilo-Aquamarin!!
Zugegeben der Preis ist ziemlich deftig, aber wie viel würdest du denn verlangen???
Außerdem wird der Verkäufer bei diesem Preis auf seinem Aquamarin sitzen bleiben... ;)
Gruß
peter paul
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Ingo Löffler am 22 Dec 06, 10:30
Hallo UlrichW,

politisch Gesehen stehen wie uns näher als du denkst,das nur mal kurz dazu.Aber schau mal was Sammler so bereit sind zu zahlen ,das ist in meinen Augen stark übertrieben. Den Rob/oder auch anderen Händlern  ist da kein Vorwurf zu machen. Ich hoffe der Link funktioniert.
http://www.mineralauctions.com/AuctionDetails.asp?AUCTION_ID=23901
Ein Problem ist einfach,das manche glauben eine gute anspruchsvolle Mineraliensammlung innerhalb von 5 Jahren aufbauen zu können.Und dabei ist dann jedes Mittel (meist Geld) recht.Und das hängt wiederum mit der heutigen Mentalität zusammen,das alles gleich und sofort sein muß.Dabei verlieren viele,nicht nur Sammler,das nötige Augenmaß und die entsprechende "Weitsichtigkeit".Es entsteht eine Lebenseinstellung die dann nicht auf Nachhaltigkeit begründet ist sondern auf Gier und Geiz .Schau dir mal den Altersdurchnitt der jenigen an,die du da meist,nicht nur im Mineralbereich.

Gruß Calciteminer
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: berthold am 22 Dec 06, 11:47
Hallo,

zu dem Link/Angebot: Ein (altes) tolles, unbeschädigtes Stück, ist in dieser Qualität und Größe in München kaum billiger zu bekommen. Aber auf der anderen Seite natürlich auch kein Schnäppchen.

Gruß
Berthold
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: dorian am 22 Dec 06, 13:29
Ja gut, aber 300 € für so ein Ding finde ich ein bisschen übertrieben.
ciao :-*
Dorian
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: berthold am 22 Dec 06, 13:51
Hallo,

hmm, bei derzeitigen Dollarkurs ca. 270 Euro. Hier ist der Preis als Marktpreis durch Aktion, also Angebot und Nachfrage entstanden, deswegen kann das ein Anhaltspunkt für ein Preisniveau sein. Auch wenn ich mir persönlich das Stück zu diesem Preis nicht leisten würde: Ich behaupte dass der Preis realistisch ist. Die Anmerkung von rob "OLD MATERIAL valued at $750-1000" verstehe ich als geschickte Werbeaussage, jeder Bauer lobt seine Kartoffeln. Klar, das Stück ist keine 1000$ wert, weder in den USA noch bei uns. - Meine Meinung.

Gruß
Berthold
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Ingo Löffler am 22 Dec 06, 14:16
Hallo Berthold,

Zitat berthold:
Ich behaupte dass der Preis realistisch ist.

 Lese ich da eine gewisse Preisakzeptanz heraus?

Und da sind wir an den Punkt,nicht der Händler ist das Problem und versaut die Preise sondern der Sammler.Damit meine ich nicht dich,sondern die Tatsache einen gewissen Preis zu Akzeptieren.Hier setzen sich die finanziell Potenten Sammler durch gegenüber dehnen die ebend halt nur kleines Geld verdienen.Das Stück ist gut,keine Frage,ich kenne und schätze seine Qualität.Aber solche Stücke wurden nun doch mehr als nur 3x gefunden.
Der nächste Punkt ist einfach der,das soetwas als Richtwert genommen wird,zur Preisbestimmung.Dann wird also ein nur etwas schlechteres Stück auch nur einen etwas geringern Preis erhalten.(10% Schlechter=10% billiger).Mineralien sind Naturprodukte und werden demnach ausschließlich ohne UVP von Mutter Natur bezogen.Also wonach richtet man sich dann als Finder oder Händler der etwas verkaufen will.Nach dem Höchstpreis logischer weise die die Leute bereit sind zu zahlen.Und somit sind wir wieder am Ausgangspunkt der Diskussion.

Gruß von nachdenklichen Calciteminer
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: michael berghäuser am 22 Dec 06, 20:15
Hallo Ingo,

(hallo alle zusammen),

finde Dein Beispiel nicht überzeugend, für mich hat die Dreislar-Stufe einen Wert von 150 EURO, der Rest ist ... 8)

Was ist mit den unzähligem anderen Beispielen auf dieser Seite:

Hier mein Gegenbeispiel:
http://www.mineralauctions.com/AuctionDetails.asp?AUCTION_ID=24022
"Sceptered Amethyst/Smoky Quartz
Time Left: Auction is closed.         Current Bid: $160.01
Size: Miniature
4.2 x 2.0 x 1.9 cm
Description: A really nifty looking and pristine, doubly terminated, sceptered amethyst/smoky quartz crystal from Brandberg, Namibia. The growth patterns on the crystal faces on this floater are amazing."

Als Namibia-Kenner reibe ich mir verwundert die Augen, was End-Auktions-Preis in Relation zu Größe + Qualität anbelangt.

Allgemein wundere ich mich über die Ergebnisse von Mineralauktionen (auch bei Ebay + Erocks, etc.), wo Stufen immens nach oben gepusht werden. Du wirst jetzt argumentieren, "wer´s kauft ist selber schuld", aber mich beschleicht dann immer ein "mulmiges" Gefühl. Es zählt nur das Abribben, Kohlemachen, Abzocken etc., find ich nicht gut.  >:(

Auf der Strecke bleiben dann die "Mittelklasse-Sammler" und drunter, die auch stark in diesem Forum vertreten sind.

Das ist meine Meinung.

Glückauf

Michael



Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: berthold am 22 Dec 06, 21:07
Hallo,

Zitat
Lese ich da eine gewisse Preisakzeptanz heraus?

ja. Zumindest der Käufer hat ja diesen Preis akzeptiert. Und schau Dich um, auf Börsen, im Internet, oder geh mal zu Kristalldruse in München rein: Der Preis ist nicht so unrealistisch. Zu 150 Euro -wie Michael schreibt- sage ich: Auch o.k. Klar, denn man muss auch die "Umgebung" sehen, von Sammler zu Sammler bei uns kann (und wird) ein anderer Preis gehen als in München auf einem Stand oder wie hier in einer Versteigerung "drüben".

Gruß
Berthold
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Ingo Löffler am 22 Dec 06, 21:36
Hallo Michael,
irgendwie haben wir vieleicht an einander vorbeigeschrieben.Genau das versuche ich ja auch zu schreiben und somit zu meinen.Nur gebe ich den Sammlern selber für diese Fehlentwicklung die Schuld.Hier folgt alles nach dem Prinzip von Ursache und Wirkung.Wenn ein Händler einen Preis vorgibt kann man murren oder Runderhandeln oder oder oder.Bei Auktionen wird vom Prinzip her der Ball an die gegenseite abgegeben,die dann selber Kalkulieren muß was sie bereit ist für das Stück hinzublättern.Hier kommen "Jagdtrieb" und Gier durch und dann setzt meist der Verstand aus.Die Ergebnisse sind dann halt so wie du sie kennst.Ja wir gewöhnlichen Mittelklassesammler bleiben auf Dauer auf der Stecke.Dieses Hobby könnte sich zu einer der vielen algemeinen Freizeitbeschäftigungen der "Reichen und Schönen" entwickeln.Antike Kunst,Inkunabeln,alte Drucke,antike Bücher usw. sind schon für Normalos unbezahlbar.Und wenn auf Auktionen für nen Tost mit Gottes Abbild Höchstpreise gezahlt werden,oder für nen Golf wo der Papst mit seinem A...die Sitzgarnitur breitgedrückt ebenfalls Unsummen gezahlt werden dann kann man schon ins Zweifeln kommen.

Übrigens für eine gewöhnliche Dreislarstufe 150 Euro ansetzen ist auch recht gewagt,das sind immerhin fast 300 DM.Ich dachte immer ich gehe recht zackig an die Preise.Solche Teile haste früher für nen Kasten Bier von den Arbeitern abgetauscht,wieviel Stücke hättest du bekommen wenn du 300 DM in Bier angelegt hättest und diese dann getauscht hättest.Jeder Börsenmakler hat mit solchen Aussichten Spaß am Mineraliensammeln. ;D

Gruß Calciteminer
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: loparit am 22 Dec 06, 22:23
Hallo,

ja da muß ich Calcitminer Recht geben, für die Dreislarstufe 150 Euro ist meines erachtens aber wirklich die allerhöchste Grenze. Denn da kam massenweise Material raus und auch auf den Markt. Klar nicht alles so schön wie dieses Stück, aber deshalb 300 DM (150 Euro zu bezahlen, nein Danke. Ich habe mal für ähnliches Stück nur um die hälfte größer 35 DM bezahlt. OK ist ca. 12 Jahre her, aber trotzdem.

Gruß loparit
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: jayjay am 11 Jan 09, 16:37
Will mal hier einen alten Thread reaktivieren, weil ich deswegen nicht gleich einen neuen aufmachen will.
Ich habe lange nicht mehr gesammelt und jetzt wieder angefangen.
Wie sind eure Erfahrungen mit dem Kauf.
Ist es in den USA eher teurer oder eher billiger (mein Eindruck teurer), was Ebay oder Onlineshops betrifft.
Und wie ist das Preisniveau in München. Schlagen da alle weger DER MESSE schlechthin gleich was oben
drauf oder ist das Angebot so hoch, dass es die Preise drückt?
Oder sind es eher die kleinen lokalen Börsen, wo man eher schöne Stücke findet?
Über eure Erfahrungen würde ich mich sehr freuen.
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Geomaxx am 11 Jan 09, 16:53
Hi jayjay
viele Fragen, also der Reihe nach
1. USA-ebay keine Ahnung, praktiziere ich nicht
2. Preisniveau München: Wegen hoher Standgebühren eher an der oberen Schmerzgrenze, kommt aber stark darauf an, was Du suchst, Spitzenstücke wirst Du nicht auf den kleinen heimeligen Börschen finden, die gibts halt nur auf den Hauptbörsen in ausreichender Anzahl, Ramsch ist auch in München billig zu kriegen
3. Die Vorteile kleiner Börsen mit vielen Lokalsammlern hinter den Ladentischen liegen klar auf der Hand: Niedrige Standgebühren - wenig Aufschlag auf die Preise. Übersichtliches Angebot, regionales Spezialangebot "schöner Stücke" auch zu meistens günstigen Preisen, viel Zeit für small-talk und Kontakte zu Regionalsammlern und -anbietern; Nachteile: meist wenige Anbieter, beschränktes Angebotsspektrum, nichts für den Spitzenstufen-Sammler. Allerdings ist Kleinbörse nicht gleich Kleinbörse, die zunehmende Dominanz von Esoterikern und Schmuckanbietern macht auch vor kleinen Bösen nicht Halt.
Glück Auf!
GEOMAXX
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: smoeller am 11 Jan 09, 17:00
Hallo,

@jayjay: In den USA ist es in der Regel viel teurer, insbesondere bei guten Stufen. Da geht es schon mal um den Wert eines Kleinwagens (bei einigen Händlern werden Stücke für den Wert eines Mittelklassewagens verkauft). Schau dir dazu mal ebay.com, e-rocks.com oder manche Diskussion auf mindat an.

Aber es kommt immer auf die Qualität und den Fundort an, so habe ich auch schon Stücke auf e-rocks gekauft für weniger als 30 Euro, aber das waren dann eher regional interessante Stücke aus dem Schwarzwald, keine Superstufen.

Würde es lieber bei ebay in Deutschland versuchen, wegen der kostenlosen Auktionen mit 1 Euro Startpreis verkaufen viele private Anbieter hier sehr günstig, manches geht für ein paar wenige Euro oder sogar nur 1 Euro weg.

An Börsen sind in jedem Fall die regionalen besser. Nicht nur günstiger, sondern besser für den Sammler, der nicht 90 % Schmuck und Esotherik haben will, die wenigen Mineralien zu überteuerten Preisen, sondern vielleicht ein paar Stücke günstig von lokalen Kleinhändlern und Sammlern erwerben will.

Glück Auf!
Smoeller
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: aca am 11 Jan 09, 19:27
Hallo,

@jayjay: In den USA ist es in der Regel viel teurer, insbesondere bei guten Stufen.

Das denken manche Amerikaner auch von Europa, man kennt halt nur die grossen Börsen und das Internet.
Im Schnitt mag das auch hinkommen, allerdings kommt es darauf an, wo man kauft und was.
In kleinen Lädchen und v.a. auf kleineren Börsen ist der Unterschied anscheinend nicht so gross, ich habe allerdings erst 2 kleine Börsen in Kalifornien besucht, die jeweils ein lokaler Mineraliensammler-Club organisiert hatte. Zwar erzählen mir die zugereisten Händler da das gleiche wie hier ("gibt's nicht mehr" etc.) aber trotzdem gibt's z.B. "coral agate" aus Florida für ca. 1/4 des hiesigen Preises, Sachen z.B. aus Russland wären bei 1:1 Wechselkurs etwa ähnlich teuer gewesen. Der lokale Geschmack und die jeweiligen Moden spielen auch eine Rolle. Ein Gwindel könnte ich da drüben natürlich für einen unverschämten Preis verscherbeln, das sieht man da drüben naturbedingt eben nicht zu häufig, bzw. nur auf den teuren grossen Börsen.

Gruss
Amir
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: caliastos am 11 Jan 09, 20:23
denkende amis? sowas gibt es?  ;D

amis haben für meinen geschmack schon immer außergewöhnliche preise. zumindest solange man nicht direkt bei der mine kaufen kann. da geht es durchaus günstig und fair zu. wenn man sich eben kennt.
man kann zwar nette stücke bekommen, nur dann schlägt der versand ordentlich zu buche. also die versandkosten nach europa sind da unverschämt. genauso umgekehrt. und ich weis nicht so recht ob ich mir ein teures stück aus den usa schicken lassen will. mir ist ja nicht mal bei der post hier im lande wohl. viele verpacken dann auch noch lausig. und das obwohl nicht mal die beste evrpackung bei der post vor schaden schützt. selbst 20kg müssen verpackt laut der post einen sturz aus 1m höhe schadlos überstehen können. hatte da mal aus gegebenen anlass nachgefragt. so eine verpackung gibt es aber nicht. und dann von solche firmen stufen transportieren lassen....?
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Tobi am 11 Jan 09, 20:24
Servus,

was Amerika angeht, so bekomme ich das ja auch "nur" per Internet mit, aber generell sind die Mineralien dort teuer, aus deutscher Sicht muss ich einfach sagen ZU teuer. Oft kommt man dann mit dem Argument, dass solche Top-Händler wie Collectors Edge ja auch wirklich nur die allerfeinst Ware haben. Das mag zum großen Teil stimmen, aber gleichwertige Stücke finden sich dann auf dem hiesigen Markt dennoch für ein Drittel des Preises, manchmal für ein Zehntel oder so. Und wenn ich dann einen 5 cm großen Vanadinit aus Mibladen für 3500 Dollar sehe (ein echtes Beispiel!), dann kann ich nur mit dem Kopf schütteln ...

Was den hiesigen Markt und somit in erster Linie die Börsen angeht, so stimmt es in der Tat, dass die kleineren Börsen für den normalsterblichen Sammler wirklich was Feines sind, aber auch hier haben die Preise angezogen. Zwar kann man immer wieder mal etwas Nettes zu einem vernünftigen Preis ergattern, aber die meisten Dinge werden von Jahr zu Jahr teurer. Bei Mineralien ist es eben nun mal auch nicht anders als bei den meisten anderen Dingen; und bei vielen ist es auch verständlich, weil die Fundorte bzw. Lagerstätten ja leerer und nicht voller werden. Bei anderen Dingen, sprich Massenwaren, gibt es jedoch teilweise ebenfalls eine Teuerung, die man in manchen Fällen einfach als unverschämt bezeichnen muss. Man sollte als Experte daher immer zwischen gerechtfertigtem Preisanstieg und maßloser Preistreiberei unterscheiden und diese Dinge dann entsprechend tolerieren oder auch boykottieren ...

Also Fazit: Billiger wird es nicht, aber auf deutschen Börsen geht es oft noch sehr vernünftig zu, so dass man in Kombination mit ein bisschen Verhandlungsgeschick auch gute Stufen zu humanen Preisen bekommen kann.

Gruß
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Mineralroli am 11 Jan 09, 22:06
Hallo zusammen
Ich bin Sammler und Verkäufer aber meiner Meinung nach macht es wenig Sinn über Preise zu diskutieren oder gar zu jammern.
Das gab es schon immer und wird auch immer so sein das manche Minerale sehr teuer oder gar überteuert anbieten und manche
wieder billig oder zubillig (wie Ramsch) ihre Stücke loswerden möchten.Da Minerale (anders als bei Münzen oder Briefmarken) keinen
Preislisten unterliegen weil sie Unikate sind und für die es nun mal keine Listen geben kann ist es immer eine Gratwanderung in der
Preisgestaltung oder im Kaufverhalten.Entweder man kauf oder nicht aber über Preis Diskussionen zu führen bringt nichts und ändert den
Tatbestand auch nicht.Über Benzinpreise regen sich auch viele Leute auf aber ändern werden sie den Preis deshalb auch nicht und getankt
wird dennoch.
Beste Grüße

Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: uwe am 11 Jan 09, 22:24
Schon so oft in diesem Forum gesagt, aber immer noch wahr:

Jeder Händler wäre blöd, nicht den höchsten Preis aus seiner Ware heraus zu holen. Wenn ein 5 cm Vanadinit für 3500 US-Diollar verkauft werden kann, dann gibt es keine Grund diesen für 350 US-Dollar zu verkaufen. "Humane" Preise sind Unsinn. Es gibt nur marktgerechte Preise. Wenn man diese nicht bezahlen kann ist das halt Privatsache oder ein Grund für fleißiges Sparen.

Uwe
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Tobi am 11 Jan 09, 22:29
Da hast du natürlich Recht. Ich kritisiere ja auch nicht die Leute, die sowas VERkaufen (die wären wirklich schön doof, wenn sie nicht den Maximalpreis rausholen würden), sondern die KÄUFER von derart überteuerter Ware, die ja eigentlich (als gehobene Mineraliensammler) wissen müssten, dass sie das Ganze auch wesentlich günstiger bekommen könnten. Aber natürlich ist es auch eine Sache von Prestige, wenn man Stufen hat, auf deren Etikett Collectors Edge oder The Arkenstone steht ...
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Haldenschreck am 11 Jan 09, 22:37
Hallo zusammen
Ich bin Sammler und Verkäufer aber meiner Meinung nach macht es wenig Sinn über Preise zu diskutieren oder gar zu jammern. Das gab es schon immer und wird auch immer so sein das manche Minerale sehr teuer oder gar überteuert anbieten und manche wieder billig oder zubillig (wie Ramsch) ihre Stücke loswerden möchten.Da Minerale (anders als bei Münzen oder Briefmarken) keinen Preislisten unterliegen weil sie Unikate sind und für die es nun mal keine Listen geben kann ist es immer eine Gratwanderung in der
Preisgestaltung oder im Kaufverhalten.Entweder man kauf oder nicht aber über Preis Diskussionen zu führen bringt nichts und ändert den Tatbestand auch nicht.

Jau, so ist es.
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: jayjay am 12 Jan 09, 05:46
Für mich als Wiedereinsteiger ist es nur interessant zu erfahren, wie eben das Preisniveau im "allgemeinen" ist.
Also euer Bauchgefühl, dass Amerika teurer ist als hier, dass es in München auf den Mineralientagen teurer ist als auf kleinen Börsen.
Das es natürlich immer und überall mal die Chance auf Schnäppchen gibt ist klar, aber so über den Daumen gepeilt.

Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Tobi am 12 Jan 09, 11:25
Ich würde das jetzt nicht als "Bauchgefühl" bezeichnen, es sind ja belegbare Beobachtungen in nackten Zahlen ...
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Schluchti am 12 Jan 09, 12:09
Also euer Bauchgefühl, dass Amerika teurer ist als hier

Kann man so pauschal nicht sagen. In den letzten Jahren sind mir immer wieder einheimische Klassiker bei amerikanischen Händlern (auch den ganz großen) begegnet, die man in Deutschland auf Börsen (nicht nur München) für deutlich höhere Preise handeln würde. Genaues hinsehen und Verfolgen der Angebote kann daher nicht schaden. Auch die Versandkosten müssen nicht extrem teuer sein. Worauf man aber achten sollte, ist die Einfuhrumsatzsteuer. Wenn das Paket durchgewunken wird okay, aber im Ernstfall sollte man mit 19% bei Massenware und 7% bei museumsgeeigneten Stücken rechnen. 
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Tobi am 12 Jan 09, 13:26
In den letzten Jahren sind mir immer wieder einheimische Klassiker bei amerikanischen Händlern (auch den ganz großen) begegnet, die man in Deutschland auf Börsen (nicht nur München) für deutlich höhere Preise handeln würde.
Hm, das ist interessant und ich glaube dir auch gerne, dass das in Einzelfällen so war. Aber gerade die deutschen Klassiker sind es oftmals, die ich zu völlig absurden Wucherpreisen sehe, zumindest bei den namhaften Händlern. Wenn wirklich seltene Klassiker in guter Qualität (z.B. gute Proustit-Kristalle aus Schlema, Fluorit-Topstufen aus klassischen Lagerstätten etc.) enorme Summen kosten, dann ist das das Normalste auf der Welt, kann keiner was sagen. Aber wenn ich dann ein 5-cm-Normalstüfchen Baryt aus Dreislar sehe, was für mehrere hundert Dollar angeboten wird, dann sieht es schon wieder anders aus. Dasselbe gilt auch für "Massenware" aus anderen Ländern, siehe Vanadinit-Beispiel von gestern in diesem Thread.

Naja, verallgemeinern kann man natürlich nicht, von daher hast du natürlich nicht Unrecht mit der These, dass man mit wachsamem Auge auch mal von amerikanischer Seite ein unverhofftes Schnäppchen machen kann ...

Gruß
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: koibonsai am 12 Jan 09, 14:15
Die Stufenpreise... für mich manchmal ganz schön überzogen... Das sammeln ist für mich ein Hobby und soll auch ein Hobby bleiben.. Mittlerweile habe ich mir die Taktik angewöhnt, ein bestimmer Betrag im Monat.. und dann sehen.. auf Börsen und bei Ebay.. Es ist manchmal nicht nachzuvollziehen wie hoch die Differenz bei den Sammelstücken ist. Ich lege mich nie im voraus fest, irgendwas bestimmtes zu erwerben..Habe allerdings meine Sammlungsschwerpunkte.. Wer teuer kaufen will oder kann OK... aber nicht mein Problem...Durch diese Taktik habe ich mir in den letzten, gut 20 Jahren, eine doch sehr ansehnliche und überwiegend gute bis sehr gute Sammlung zugelegt.
Ich möchte nur noch ein kleines aktuelles Beispiel vom Herbst anführen. Eine Faustgroße Kupferkiesstufe vom Füsseberg/Siegerland sehr gute XX für 15 Euro Börse in Dottendorf... "Schlechters"  gab es auch schon für 80 Euros.... Einfach die Augen aufhalten,Geduld haben, vergleichen, dann geht das schon....auch preiswerter.
Grüße und viel Erfolg beim "Vergleichen"
Peter
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: DonMineral am 15 Jan 09, 16:06
Gruss Freunde,
in jeder Krise gibt es eine Marktstagnation, die sich danach wieder auflöst... Die Preise richten sich immer nach dem Einkauf, und da liegt das probem der Handelskette an sich, die im Mineralienhandel sehr undurchsichtig ist, und oft nicht nachvollziehbar. Jeder H^¨andler hat seine Kosten die er draufschlägt, und wenn er wie jetzt in der Kriese weniger Umsatz macht sind diese im Verhältnis  dazu höher als wenn es gut läuft. Dem Sammler geht es auf kleinen Börsen auch so ...
Wenn ich aus Marokko an Ralf Achate verkaufe schlägt er 100 Prozent drauf und die Kosten und verkauft als Grosshändler an einn Händler der auf die Messe geht. Der schlägt dann wieder 100 Prozent drauf weil er zusätzlich zu seinem Geschäft die Messekosten umlegt...somit vermehrt sich der preis.
Ob der dann noch im Verhältnis zum Wert steht ist dann sacvhe des Endkunden.
Ein Apfelsienenbauer in Spanien bekommt auch nur 30Cent für sein Kg und in Supermarkt kostet das dann 2.5 Euro...das ist das System der Handelsketten, daher vermarkten viele Biobauern selbst und verkaufen direkt vor Ort.
Bei Mineralien ist das wegen der transportkosten und den Entfernungen immer nicht möglich, daher wird es diese Preisunterschiede immer geben...Auch wenn ich wie Schlqngenotto ...von der Mine zu Ihnen verkaufe brauche ich einen LKW mit WOMO und einen Anhänger um dann auf die kleinen Börsen direkt zu den Sammlern zu fahren  und das kostet auch Geld das der Sammler schlechthin bezahlen muss.
Auch wenn du nach Marokko fährst und selbst klopfen willst, hast du Kosten und kannst im Flieger nur 30 Kg mitnehmn
Gruss Don Ronaldo 
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: caliastos am 15 Jan 09, 23:51
relativ würde ich meinen. nicht jeder schlägt 100% drauf, auch wenn 150% üblich sind. man kann schon direkt vor ort oder mit möglichst wenig zwischenhändlern kaufen. bevorzuge ich z.b.
der wert eines stückes an sich ist relativ. genaugenommen nicht mehr als der finder dafür bekommt bzw. an arbeitskosten anfällt. nehmen wir mal edelsteine. sind da ein nettes beispiel. in afrika gibt es nach wie vor zahlreiche diamantengräber, die für grundbesitzer diamanten ausgraben. das geld reicht gerade so zum leben auf minimum. der grundbesitzer allein schwelgt durch den verkauf an die händler bereits im luxus. diese verdienen durch den weiterverkauf wieder gehörig. die großen händler wenden noch etwas geld mehr in schliff auf und verkaufen das fertige stück wieder weiter. die ganzen kosten für transport und arbeit mögen z.b. bei 100€ liegen. der finder hat davon gerade mal 1€ erhalten. der schleifer 5€. das stück wird nun aber zu 3000€+ verkauft.
nun die frage: was ist das stück wert? an sich nichts, da die summen nicht fair aufgeteilt werden. lieber würde ich dem digger 1000€ in die hand drücken als den ganzen zwischenhändler, die faire preise nicht kennen die 3000€.

die transportkosten sind an sich nicht unbedingt die welt. solange es sich z.b. lohnt krabben von hier nach asien und zurückzuschicken, weil dort die arbeiter billiger sind, sind die transportkosten an sich nicht zu hoch. bezogen auf masse an sich peanuts. wurde von bekannten teilweise ziemlich deutlich vorgemacht. selber hatte ich mir auch mal 5 kg achat aus übersee geordert. mit versand, der dabei 65% der kosten ausgemacht hat war ich bei 25€ als kg-preis für mich. je kilo ergaben sich ca. 8-10 hälften. effektiv mit bearbeitung gekostet hat mich damals die hälfte dann weniger als 10€. sehen tu ich aber vergleichbare und schlechtere stück zwischen 10€ und 100€. also der transport wird da sicher nicht schuld sein, da ich die gleichen kosten zu tragen hatte.

verrückt finde ich nur die tatsache dass stücke, die ich später wieder aussortiert und zu selbstkosten angeboten habe bei ebay zu einem vielfachen der kosten weggingen, obwohl sie nicht mal zu den besseren zählten. umgekehrt sind bessere stücke kaum loszuwerden, selbst zu selbstkosten.

logisch erscheint das alle mal nicht. man merkt aber sehr schnell welche summe oft auf stücke aufgeschkagen werden.
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: raritätenjäger am 21 Jan 09, 08:54
Hallo,

was die besseren Sachen aus Deutschland und Europa angeht, würde ich Schluchti zustimmen wollen. Was teuer ist, sind Baryt und Fluorit. Da aber über den Großen Teich ein anderes Sammlergefüge herrscht als hierzulande, kann man etwa eine größere Breithauptitstufe von Andreasberg mit altem Etikett schon mal für 100 Dollar sehen. Und so einen Aerugit von Johanngeorgenstadt, wie er bei Lavinsky auftauchte, sucht man hier auch vergebens. Wobei "Schnäppchen" bei dem Stück dann schon wieder relativ zu sehen war.

Letztlich muss man überall wachsam sein und zugreifen :D

Gruß
Andreas
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Ralf am 21 Jan 09, 23:30

Wenn ich aus Marokko an Ralf Achate verkaufe schlägt er 100 Prozent drauf und die Kosten und verkauft als Grosshändler an einn Händler der auf die Messe geht. Der schlägt dann wieder 100 Prozent drauf weil er zusätzlich zu seinem Geschäft die Messekosten umlegt...somit vermehrt sich der preis.

Ääähh, das hatte ich vollkommen überlesen.

Wenn ich jemals Achate von Dir kaufen würde ! wäre das ganz bestimmt nicht automatisch so, wie Du es geschildert hast. Die Kalkulationen sind völlig unterschiedlich. Dieses generell 100% Gehabe trifft möglicherweise auf Gelegenheitshändler zu. Im echten Leben arbeitet man mit Mischkalkulationen.
In diese Kalkulation fließen z.B. auch Verluste mit unseriösen Lieferanten oder schlechtem Material ein. Ein Grund, warum ich z.B. bei mir völlig fremden Anbietern  nie in Vorkasse gehe. Schon gar nicht, wenn ein " Großhändler " mir erklärt er brauche einen Vorschuß von ein paar hundert Euro um die zu liefernde Ware bei seinem Steinesucher kaufen zu können. Sowas beeinflusst die Kalkulation und macht die Ware im Endeffekt teurer. 
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: crunchyrocks am 29 Jan 09, 05:58
aber vielen wollen nur schnell viel kohle verdienen. jedenfalls icst das auch mein eindruck auf börsen und großen händlern. zum glück konnte ich im laufe der zeit einige kleine händler und auch privatleute auftun die noch sehr humane preise haben.
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: STRAHLER am 29 Jan 09, 09:18
zum glück konnte ich im laufe der zeit einige kleine händler und auch privatleute auftun die noch sehr humane preise haben.

ich denke, ich bin einer von denen die noch human geblieben sind, was den Verkauf von Mineralien betrifft. Reich kann man dabei nur  werden, wenn genug Verrückte da sind, die so einen hohen Preis für Mineralien zahlen, welcher meist jenseits von "Gut und Böse" liegt. Mal sehen was sich dieses Jahr wieder für "Preistreiber" auf den Börsen rumtreiben.

Grüße vom STRAHLER
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Schluchti am 29 Jan 09, 09:36
Sehr interessant wird die Auktion sein, in der Bestände von Kevin Ward versilbert werden. Sicher sind da einige nette Stufen dabei, wobei selbst die minimalen Schätzpreise, vorsichtig formuliert, sehr optimistisch sind. Kann man hier verfolgen und mitbieten:


http://www.sgbh.com/Shop/Control/fp/SFV/30298/page/absenteebids/attpk_5078/28837/attpk_5433/280115/order_by/bin_location/order/asc (http://www.sgbh.com/Shop/Control/fp/SFV/30298/page/absenteebids/attpk_5078/28837/attpk_5433/280115/order_by/bin_location/order/asc)
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: smoeller am 29 Jan 09, 09:43
Hallo,

Das liegt auch daran, dass Sammler und Kleinsthändler in der Regel weniger Fixkosten haben und als das Ganze als Nebenverdienst laufen haben. Sammler und Kleinsthändler (sofern nicht selbständig) können daher auch ganz anders kalkulieren. Vor allem lagern sie in der Regel die Mineralien in der eigenen Wohnung, so dass Miete für Lager- und Ladenräume entfällt. Diese Ersparnis kommt letztlich den Sammlern zugute, die bei ihnen kaufen. Zudem kommen oft selbst gesammelte oder auf Börsen, bei Online-Auktionen etc. gekaufte Stücke zum Verkauf, sodass Importrisiken, Versandkosten weltweit und Zölle entfallen.

Generell ist meine Beobachtung, dass der Preis für Mineralien in Deutschland, im Vergleich zu den USA und England durchaus human ist. Aber ich will nicht abstreiten, dass es nicht dort auch Schnäppchen gibt und in D teures Material.
Glück Auf!
Smoeller
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: STRAHLER am 29 Jan 09, 10:00
Hallo Smoeller,

es gibt aber auch mehr als genug Privat-Sammler und Kleinsthändler die nicht gerad ein Feingefühl für Mineralienpreise haben. Hab oft auf Börsen solche Dinge beobachten können. Warum soll ich beispielsweise für einen Baryt von Pöhla 200 € zahlen, wenn ich Ihn in gleicher oder soger noch besserer Qualität für 50 € - max. 100 € bekomme, und das nur 10 m Luftlinie entfernt voneinander, nur so als Beispiel und beide von "normalen" Sammlern.

Grüße vom STRAHLER
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Stänlsucher am 29 Jan 09, 11:16
Glück Auf,
die Nachfrage und das Angebot bestimmt den Preis und die Nachfrage wird recht oft durch Artikel in Zeitschriften bewusst geschürt.Auch Durch priv.Sammler,welche erst einen Artikel bringen und danach damit zur Börsen den Preis begründen.Ich bin der Meinung jede Stufe hat einen realen Wert,den "objektiven "Wert bestimmen die Sammler,die diese Stufe haben möchte(müssen)  und z.T. bereit sind sonst was zu zahlen.An diesen Preis misst  der Händler und auch Sammler die anderen Stücke,egal ob es real ist oder nicht.Im Endeffekt bestimmen WIR Sammler den Preis,weil wir ihn zahlen um etwas zu bekommen.
Wir könnten dies hier fiktiv ja mal ausprobieren und würden wahrscheinlich erstaunt sein,wer,was,für ein Stück zahlen würde ???

Glück Auf
Lutz
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: smoeller am 29 Jan 09, 12:16
Hallo,

Ja, die gibt es. Aber man kann ihnen in gewisser Weise keinen Vorwurf machen, auch wenn man (dazu zähle ich mich auch als Sammler) das nicht gutheißen kann.

Aber: Wenn jemand bereit ist, 200 Euro für ein Stück auszugeben und ich habe eins, das ich verkaufen möchte, werde ich das doch machen. Das ist nun einmal Marktwirtschaft (so sehr man sie auch kritisieren mag). Ich habe auch ein Kleingewerbe angemeldet, um meine Dubletten ohne Angst vor Abmahnanwälten zu verkaufen (da es dann doch wegen Sammlungsumstellung mehr wurde als ein paar wenige Stücke). Nun versuche ich natürlich auch, einen angemessenen Preis rauszuholen. Was aber ist angemessen? So viel, wie der Käufer zu zahlen bereit ist. Nicht falsch verstehen! Ich will hier nicht von Phantasiepreisen sprechen, sondern von dem, was täglich bei Onlineauktionen geboten wird. Als Verkäufer und Käufer bei einigen Online-Auktionsplattformen hat man da schon einen gewissen Überblick.

Das Problem: Solange Nachfrage besteht, wird immer einer bereit sein, 200 Euro für ein Stück hinzulegen, dass ein anderer nur für 50 oder 100 Euro kaufen würde. Das ist nicht verwerflich. Verwerflich wird das Ganze erst dann, wenn der Markt von einem Verkäufer künstlich angeheizt wird (z.B. Veröffentlichung, Gerüchte). Besonders schlimm ist es, wenn Vorkommen interessanter Mineralien illegal mit großer krimineller Energie (Sprengungen, Baggerschürfe, untergrabene Waldwege, gefällte Bäume etc.) derart ausgebeutet werden, das danach Sammelverbote erlassen werden müssen, wonach der Verkäufer die Stücke zu viel höheren Preisen absetzen kann.

Vielleicht eine Faustregel für einen angemessenen Preis für Sammler/Kleinsthändler: Was würde ich zahlen wollen, wenn ich das Stück auf der Börse sehe? Das ist dann ein einigermaßen angebrachter Preis. Voraussetzung natürlich immer: Ich muss vom Erlös nicht unbedingt leben können.

Das praktische an gut geführten Onlineauktionen (in der Theorie): Der Markt bestimmt den Preis, nicht die Gier einzelner Händler. Wer 200 Euro für ein schlechtes Stück verlangt, der wird es halt nicht los. Wer 10 Euro für ein gutes Stück haben möchte (Startpreis), der kann durchaus hohe Gebote bekommen.

Das Ganze funktioniert jedoch nur in der Theorie, wenn man annimmt, dass sowohl Verkäufer als auch Käufer einen gesunden Sachverstand mitbringen. Leider gibt es auf beiden Seiten Gier, die Preise steigen, es wird auf Stücke geboten, die das Geld nicht wert sind. Leider zählt bei einigen offensichtlich der Wert einer Stufe als Qualitätsmerkmal. Niedrigpreisigere Stücke mit derselben oder gar besserer Qualität bleiben unverkauft, weil der niedrigere Preis weniger Wert vermittelt.

Dazu kommen oft noch Käufer, die sich mit dem Fundort nicht auskennen und bereit sind, dem Verkäufer alles zu glauben. Man kann zwar nicht alle FO weltweit kennen, aber sollte man auf ein Stück zu einem (subjektiv gesehen) hohen Preis treffen, sollte man vielleicht Infos einholen. Heute in Zeiten des Internets geht das ja schnell. Würden sich die Käufer (und auch Wiederverkäufer) vorher gut informieren, stünden die Verkäufer unseriös überteuerter Stücke bald ohne Einnahmen da und würden die Börse vermutlich in Zukunft meiden. Letztlich sind sowohl der Käufer als auch der Verkäufer in der Pflicht, einem sinnlosen Wettkampf im Preisgefüge ein Ende zu bereiten.

Glück Auf!
Smoeller
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: caliastos am 29 Jan 09, 18:25
das problem ist an sich folgendes:  händler a sieht bei händler b eine stufe, die dieser für 200€ anbietet. händler b hat eine ähnliche, aber schlechter und meint nun er könnte auch 200€ dafür verlangen.

ebenso hat käufer c einst eine stufe zu 20€ erworben, weil der verkäufer guter stimmung war und den preis gesenkt hat. nun denkt er das wäre der regelpreis.


der knackpunkt ist, dass viele scheinbar nicht mehr mitdenken, keine ahnung haben oder nur auf das geld (in beide richtungen) schauen.

hierzu lande glauben auch viele, dass ware x immer und überall um die n euro kostet. dass die ware in asien produziert wird und daher so billig ist bedenkt keiner. dafür beschwert man sich, wenn man hier bei einem schuster sich schuhe machen lassen will über die unverschämten preise. kostet hier halt mehr. das was man hier an kosten hat, zahlt man in asien für die 10-20-fache menge.  ein kleidungsstück, dass hier zu 30€ verkauft wird wurde für vielleicht 3-5€ hergestellt.

bei mineralen ist das inzwischen ebenso mit dem mitdenken. man sieht eine stufe für einen bestimmten preis weggehen und der ist für alles nun der standarpreis. doch irre.
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Gerhard am 29 Jan 09, 19:56
Habt Ihr schon mal darüber nachgedacht, woher viele verkaufte deutsche Minerale kommen?! - und auch einmal
daran, warum u.a. ein Sammeln und Betreten von vielen Fundgebieten schon verboten ist. Wir erwarten von den
Besitzern der Felder - Wälder - Steinbrüche - Nachsicht für unser Hobby. Und dann wird von diesen erfahren,
dass mit dem - Gefundenen- Geld verdient wird. Unterhaltet Euch doch einmal mit einem Besitzer. Ich habe es
getan, als ich am Goldberg bei Steinigtwolmsdorf Bergkristalle suchen wollte, und ich des Waldes verwiesen
wurde. - Er sagte u.a. ---- und wer entschädigt mich für einen unterhöhlten Baum ? ------ Ich habe auch den
aufgegrabenen Weg (2m) vom - Heiteren Blick - gesehen. Da ist mir ein bezahltes Suchen Z.B. in Schlottwitz
recht. Und wenn ich diese Fundstücke mit Aufschlag verkaufe, dann ist doch alles in Ordnung- oder ?
Damit ich recht verstanden werde ,ich meine nicht Minerale und Steine,die von einem Grosshändler gekauft
wurden. Ich finde,die Tauschseite hier im Atlas ist das -Richtige- für den Hobbysammler, ansonsten wird unser
schönes und auch spannende Hobby nur noch von Verboten beherrscht sein.
Soll nicht als Kritik verstanden werden- nur zum Nachdenken
Gruss Gerhard
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Stänlsucher am 29 Jan 09, 20:29
Glück Auf,
ich sehe es ähnlich wie caliastos .Hin zu kommt noch,die Schönheit einer Stuf liegt immer im Auge des Betrachters.Der Wert wird auch gerne an der Seltenheit gemessen!
Doch was ist Selten ???Bei Mineraliensammlern gibt es zig Sammelrichtungen und die Sammler bestimmen am Ende den Preis,durch Ihr Kaufverhalten.Der Händler wird immer versuchen mit größt möglichen Gewinn zu verkaufen,so lange es Sammler gibt,die das Geld dafür haben und auch bereit sind es dafür aus zu geben.(VERSTÄNDLICH,WIR SIND MENSCHEN)
Ich habe bis vor wenigen Jahren auf Regionalbörsen als Sammler verkauft (ALLES EIGENFUNDE),bei mir ging nichts übern Tisch,was nicht untersucht war und hatte einen Kundenstamm.Bei mir wurde gehandelt und oft stellte ich die Frage,WAS IST DIR DAS STÜCK WERT und man wurde sich immer handelseinig,ich musste aber auch davon nicht leben!(Hatte auch einigen Ärger mit den Händlern)
Jede Stufe hat nun mal einen Wert,nach Qualität und Seltenheit,für jeden Einzelnen anders,doch sollte man nie vergessen,es steckt in jeder Stufe Arbeit und Arbeit kostet Geld.
Gerd-Ich sammle nun seit was über 20 Jahre und sammle fast nur mit Genehmigung der Besitzer(99%Revier Schneeberg),es wird immer welche geben,egal wo und wann,die UNSER Hobby mit Ihren sinnlosen Aktionen in Verruf bringen und somit für Sammelverbote sorgen.Denke da sind auch wir als Sammler mit mehr Zivilcourage gefragt,ODER!?

Glück Auf
Lutz
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: caliastos am 29 Jan 09, 20:56
deutsche stufen oder andere, der unterschied ist nur der fundort und die zusammensetzung. die gewinnung ist immer gleich. irgendjemand muss die stücke irgendwo bergen. wie das geschieht ist preislich egal. das stück, welches der sammler mit betretungserlaubnis bergen kann wird genauso teuer, oder billig verkauft wie wie stücke, die in großen abbauen (stichwort arkansas-quarz) gewonnen werden, in kleinen minen oder in nacht- und nebelaktionen. verkauft wird alles gleich teuer oder gleich billig. je qualität, nachfrage und gutdünken.

wie die stücke auf den markt kommen ändert nichts an der preisbildung. stücke mit "betreten verboten" sind ja gerne mal teurer, weil schwarz gewonnen und für ehrliche vor ort nicht zu erhalten.

verboten ist das sammeln dort, wo schwarze schafe agieren, oder es schlicht zu gefährlich ist oder schlicht das bergrecht gültig ist. der unternehmer, wenn auch offen den sammlern gegenüber wird sammeln dann nicht unbedingt gestatten, wenn ihm das bergamt sonst den laden dicht macht. die anderen verbote sind immer das überschreiten der toleranz des besitzers.


wenn stücke arg ins geld gehen (reisen, tagesgebühr oder verarbeitungskosten...), dann kann man diese als wert ansehen, sofern man esthetik und co nicht beachtet. alles andere liegt beim kunden.
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Ralf am 29 Jan 09, 23:32
Was ich wirklich nicht verstehe.

Als Händler bin ich ja nun auf vielen Börsen unterwegs und sehe auch immer einiges.

Da stehen Chinesen und Marokkaner mit Tischen voller überteuerter Stücke. Vor und auf den Ständen stehen oft kleinere Kisten mit z.T. sehr schönen Stücken. Kosten so 5 - 10 €. Natürlich ist da auch viel Schrott bei, aber eben auch gute Sachen. Die seh ich nun zu Börsenbeginn dort stehen. Zum Börsenschluß kaufe ich die nicht selten auf, weil sie keiner haben wollte und ich sie nirgends billiger bekommen kann. So hab ich manchmal 10 oder 15 schöne Kleinstufen, die ich auf anderen Börsen weiterverkaufe. Natürlich mit etwas Gewinn, ist doch klar. Manche geb ich auch als kleines Präsent an gute Kunden weiter. Ich frag mich nur immer warum von den ganzen Sammlern den ganzen Tag über kaum jemand was von diesen " Billigstücken " kauft.
Oder:
Letztes Jahr hab ich ein paar überzählige Stammquerschnitte aus Brasilien und Arizona auf mehreren Börsen mitgeschleppt. 40 - 45 cm Durchmesser. Ich wollt sie weg haben und hab sie für 100€ angeboten. Kein Geld für solche Scheiben. Jede Menge Leute haben sie angegrabscht, gekauft aber wurden sie nicht. Die Arizonascheibe steht jetzt noch hier rum und bald bin ich so weit, dass ich mit dem Hammer draufschlage. Teurere Stücke verkaufen sich dagegen gut.
Dann hab ich meine Sammlung augedünnt, weil ich Platz für neue Sachen brauche. Klein- und Handstufen für 5 bis 10 €, auch alte Stücke die man heute kaum noch bekommt.  Der Verkauf war unsäglich schleppend. Meist haben sich Kinder oder Jugendliche dafür interessiert. Sammler kaum. Bis dann mal einer kam und fast die Hälfte davon gekauft hat. Und der hat sich riesig gefreut und ich mich mit ihm.

Ich würde Wetten annehmen dass man auf jeder Börse ganz zum Schluß noch ausreichend preiswerte ( im Sinne des Wortes ) Ware finden kann. Und man möge sich doch selbst mal prüfen, ob man nicht gezielt nach überteuerten Stücken ( was zugegeben nicht schwer ist ) sucht, um sich ein wenig aufzuregen und dabei vielleicht manchmal den Blick für das verliert, was man gerne kaufen würde.

Menschen, die total überteuerte Stücke kaufen, müssen dumm und wohlhabend sein. Davon gibt es sicher nicht genügend, um Heerscharen von Händlern am Leben zu erhalten. Meine Kunden würden mir jedenfalls was husten wenn ich denen Stücke zu Horrorpreisen serviere.

Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: giantcrystal am 30 Jan 09, 00:30
Hallo Ralf

sehr einverstanden, was Du da schreibst und Du kennst ja meine eigene Philiosphie zum Mineralienkauf...

Aber : Hast Du vielleicht die falschen Kunden ?  ;D ;D

Glück Auf aus Mittelfranken

Thomas
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: der Sauerländer am 30 Jan 09, 12:30
volle Zustimmung zu Ralf`s Beitrag.
Man kann auch für relativ kleines Geld ganz ordentliche Sammlungen aufbauen. Wer sich allerdings an den INet-Sites der Top-Leute orientiert und meint, er müsse auch so etwas haben, dann soll er weiter träumen.

Wie sagt doch Freund Ingo immer....
wenn Du viel Geld hast, sammel schnell,
wenn Du wenig Geld hast, habe Geduld.

Recht hat er!
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: endeavour-minerals am 30 Jan 09, 15:25
Amen,Wilhelm

Das mit den Preisen ist relativ, es ist eine Frage der Position in der man sich befindet.
Letztendlich ist es aber auch nicht lebensnotwendig, Mineralien zu besitzen. Es ist ein Luxus, den wir uns leisten. Aber meist ist es so, dass Mineralsammler so ticken, dass nur das gut ist was teuer ist, statt uns von unserer eigenen Nase leiten zu lassen.
Frei den Motto --Was gut beworben wird und teuer ist kann nur gut sein.

Eine gute Sammlung sollte reifen wie ein guter Wein, je älter je besser.
Meinen Respekt verdienen Sammler die ihre Sammlung pflegen und mit Schweiß und geringen Mitteln aufbauen und ihr somit Charakter verleihen. Geduld ist eine Gabe die heutzutage sehr aus der Mode gekommen ist.

Sammlern oder besser Investoren, denen unbegrenzte Mittel zur Verfügung stehen und davon  gibt es sicherlich einige, die können sich eine tolle Sammlung aufbauen, aber eben ohne Charakter, das ist ja dann keine Kunst mehr. 

Gruß Ingo
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: DonMineral am 30 Jan 09, 15:46
Der Mineralienatlas und die honoren alten Hasen mit der jahrzehntelangen Erfahrung im Sammeln und Bewerten hier sollten sich doch mal gemeinsam zusammensetzen und einen Preisindex für Stufen in versciedenen Mineralien in ihrer Wert -Bewertung festsetzen, dann hätte man vielleicht auch einen Index für Neulinge..und Händler so etwas wie die Schwackeliste für Autos....obwohl ich das nicht vergleichen willl.

Aber zum Beispel einen Index aus Breite mal Tiefe einer Stufe und aus einem Multiplikator der Höhe der Kristalle und das mit dem unterschiedlichen Wert eines Minerals kombiniert würde einen Faktor ergeben als Anhaltspunkt für den Kauf...ganz nüchtern gesehen als Basiswert,  den Liebhabereffekt oder den unbedingt-haben-wollen Bonus kann dann jeder selbst bestimmen.

Beispiel  Stufe 6cm breit und 6 cm tief ergibt 12 das mit der Höhe der Kristalle multiplieziert, sagen wir 4 cm ergäbe 50, also 50 Euro als Basiswert. Man kann dan den Wert anhand der Seltenheit der Mineralien festlegen  Beispielweise Vana 1. Wulfenit 1.5 oder Fluorit 2 und das mit dem gewonnenen Faktor multiplizieren. 

Das mal so als Vorschlag...ich bin ja noch neu hier und rechne EK mal 3 oder so mal Daumen als VK..
manch andere eben EK mal 6  oder 20 und dann am Schluss die Hälfte ..

Gruss Don Ronaldo
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: giantcrystal am 30 Jan 09, 15:58
@ Donmineral

Ich glaube, darauf verzichten wir lieber : jeder hat seinen eigenen Geschmack und daher bringt das nichts

Dein Ansatz erinnert mich an den Moment, als Mr. Keeting im Film "Der Club der toten Dichter" die Klasse betritt und die Schüler auffordert, ein Buch zu zerreißen,  in dem genau so ein Ansatz zur Bewertung der Qualität von Poesie steht... Schon mal gesehen....?

Glück Auf

Thoms
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: DonMineral am 30 Jan 09, 16:41
nein den Film habe ich nicht gesehen oder wenn icherinnere mich nicht daran. Du hast nataûrlich Recht, dass Schönheit , Kunst und Design nicht bewertet werden soll. Auch Kristalle haben einen unterschiedlichen Wert der sich nach dem jeweiligen Standpunkt des Betrachtert und dem Wunsch ihn zu besitzen richtet.
Da hier jedoch eine Diskussion entsteht, über die Preise, ob zu hoch oder zu niedrig kann man ja über eine Bewertung nachdenken.

Der Markt und die jeweilige Marktsituation wird immer letztendlich den Wert festlegen obwohl das eben nicht relevant ist.
Es gibt auch die eschichte von Gunther Sachs der die erste Sammlung von Andy Warhol in Düsseldorf eröffnete weil er die Bilder wertvoll fand aber keiner hat sie aus den Kunstkreisen seiner Freunde gekauft. Um sich nicht zu blamieren mit seinem Geschmack hat er alle selbst gekauft und auf den Speicher gestellt. und die Ausstellung als vollen Erfolg bewertet in der Presse.  Jahre Später hat man erst den Wert Warhols entdeckt und der Run fing an...und GS erinnerte sich a seine blder auf dem Speicher..

Gruss Don Ronaldo
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Haldenschreck am 30 Jan 09, 16:49
Der Mineralienatlas und die honoren alten Hasen mit der jahrzehntelangen Erfahrung im Sammeln und Bewerten hier sollten sich doch mal gemeinsam zusammensetzen und einen Preisindex für Stufen in versciedenen Mineralien in ihrer Wert -Bewertung festsetzen, dann hätte man vielleicht auch einen Index für Neulinge..und Händler so etwas wie die Schwackeliste für Autos....obwohl ich das nicht vergleichen willl.

hallo,
gerade den alten hasen ist solches verhalten zuwider. so einen wunsch trägt nur einer vor, der von der materie des mineraliensammelns leider sehr wenig ahnung hat.
mineralienstufen sind keine ü-eier und lassen sich nicht katalogisieren.

haldenschreck
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: altes-gebirge am 30 Jan 09, 17:52
Sollte nicht auf diesen mittlerweile nun 8 Seiten  fast alles gesagt/geschrieben sein? :)
Irgendwann wird doch selbst ein interessantes Thema auf Dauer etwas fade.

Ja,ich hör die Stimmen.Sollte selbst mal was beisteuern.I know.

Bis bald

altes-gebirge

P.S.Thema/Frage gefunden!
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Goldi85 am 30 Jan 09, 18:32
Ja, das Thema fängt an zu nerven. Nur soviel zu Schwacke-Liste für Mineralien: das ist absoluter Schwachsinn!

Gruß  Daniel
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: altes-gebirge am 30 Jan 09, 18:51
Schwacke-Liste für Mineralien.Knaller ;D
Zum Glück läßt sich halt nicht alles Vereinheitlichen.
Hoffe, es gibt nicht irgendwann mal ein "Mineralienministerium",das uns vorschreibt ,wie wir zu sammeln haben.
Eh Moment,jeh blödsinniger manche vorschläge heutzutage sind,umso besser werden sie belohnt.
Bis bald
aus Brüssel ;)

altes-gebirge

P.S.dies war nur ein Spaß!Oder? :o
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: jayjay am 30 Jan 09, 20:32
Also ich habe nun begonnen mein Hobby Fotografie mit Mineralien zu kombinieren.
Das ermöglicht, dass man auch kleine Stufen kaufen kann und die Stücke
dann schön fotografiert. Da ist der Unterschied nicht mehr so wichtig, ob ein Stück 2x3x2cm oder 20x30x20cm ist.
Da gucke ich nun mehr, was sieht vermutlich hübsch aus, wenn man es aus unterschiedlichen Perspektiven
fotografiert, als wie gross und teuer darf es sein.

Guckt mal bei Ebay rein, bei dem Händler MineralsandFossils. Der fotografiert in meinen Augen sehr sehr gut.
Und die Stücke sind manchmal sehr klein, aber tolle Fotos. Ich kenne diesen nicht und verdiene auch nichts daran.
Finde einfach nur die Fotos sehr gelungen. Gucke mir das gerne an.
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: altes-gebirge am 30 Jan 09, 21:16
Hi JayJay,

mit mineralsandfossils kann ich Dir nur zustimmen.Ist ein sehr angenehmer Kontakt ,den ich zu Ihm hab und die Bilder machen Appetit :)

Und Dir kann ich nur sagen:Weiter so.Die Hauptsache ist doch:Spaß  am Hobby.
Die Kombi mit der Photographie ist sehr schön.Und egal was die anderen meinen sagen zu müssen,das tust Du für Dich,nicht um irgendjemanden was beweisen zu müssen.
Habe mich hier,im Atlas,bei vielen Themen lange rausgehalten,aber manchmal....
Wir sind zum Glück alle verschieden!
viele Grüße

altes-gebirge

P.S.Bin heut auf die HP eines südafrik.Sammlers gestossen:onlineminerals.com(glaub ich)Hier ist für mich,(auch wenns nicht mein Gebiet ist),was schönes zum Genießen gewesen.Die Rubrik auf der Seite ist die, mit den Fundstellen und "ihren "Mineralen.Das möcht ich auch mal für mich als Bsp.nehmen.
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: triassammler am 31 Jan 09, 18:51
DonMineral hat geschrieben:
Zitat
Aber zum Beispel einen Index aus Breite mal Tiefe einer Stufe und aus einem Multiplikator der Höhe der Kristalle und das mit dem unterschiedlichen Wert eines Minerals kombiniert würde einen Faktor ergeben als Anhaltspunkt für den Kauf...ganz nüchtern gesehen als Basiswert,  den Liebhabereffekt oder den unbedingt-haben-wollen Bonus kann dann jeder selbst bestimmen.

Beispiel  Stufe 6cm breit und 6 cm tief ergibt 12 das mit der Höhe der Kristalle multiplieziert, sagen wir 4 cm ergäbe 50, also 50 Euro als Basiswert. Man kann dan den Wert anhand der Seltenheit der Mineralien festlegen  Beispielweise Vana 1. Wulfenit 1.5 oder Fluorit 2 und das mit dem gewonnenen Faktor multiplizieren.


Davon ausgehend, dass die Größenabstufung einer Stufe/eines Einzelkristalls keiner exponenentiellen Seltenheitszunahme unterliegt. Unter dieser Voraussetzung bestelle ich jetzt sofort einen Diamenten mit 10 ct bei Dir zu dem Preis, der für ein 0,1 ct-Standardstück errechnet wurde, multipliziert mit dem Größenfaktor  ;D Man kann nicht alles in Formeln pressen.  ::)

Gruß,
Triassammler
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: caliastos am 31 Jan 09, 19:15
auch hier gilt: der wert einer stufe ist der, den ein anderer zu zahlen bereits ist. formeln sind hier totaler unsinn. 10 cm quarzkristall wird viel häufiger sein als ein 10cm großer rubinkristall. willst du da etwas den preis nach der größe bestimmen?

nimm nur den diamantenhandel. da wird ein diamant in hunderte farbnuancen unterschieden. dazu noch klarheit und carat. mach den diamantenhändlern mal den vorschlag nach volumen die preise festzulegen und warte die reaktion ab. die halten einen für verrückt. man kann unikate nicht in irgendeine formel packen. selbst gleich größe heist unterschiedliche qualität und unterschiedliche seltenheit usw.

wonach den wert eines minerals ermitteln? nach seltenheit, ausbildung? viel spaß beim vergleichen aller stufen auf der welt. das ergebnis kann man von haus aus in die tonne treten. händler unbekannt verkauft stufe A für 100€ an händler B. dieser hat einen namen und kann das stück zu 1000€ verkaufen. bereits hier versagt die theorie.

mineralienpreise und das schätzen eines wertes ist eine frage des persönlichen geschmacks von käufer und verkäufer, eine sache der seltenheit, ausbildung und wieder einmal der erfahrung.

ganz genau genommen hat alles was mit mineralen zu tun eines gemeinsam. man braucht erfahrung, erfahrung, erfahrung......
diese muss man sich über die jahre aneignen, klein anfangen und aufbauen. zu glauben man kann einfach einsteigen und bei den großen mitmachen ist ein trugschluss. hier gibt es einfach keine klaren werte.

selbst die frage nach den charakteristischen gesteinseigenschaften kann man nicht in formeln packen, bestenfalls in bereiche.
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: jayjay am 02 Dec 10, 20:21
Den Thread mal wieder aufnehmen? Wie war euer Eindruck in München dieses Jahr zu dem Thema?
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Aurora borealis am 08 Dec 10, 14:02
Mein Eindruck ist,das Thema wurde völlig ausgeschlachtet und sämtliche Meinungen wurden teils zelebriert,analysiert und so weiter gäähn.


LG

Udo
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: cmd.powell am 08 Dec 10, 16:57
Mein Eindruck ist,das Thema wurde völlig ausgeschlachtet und sämtliche Meinungen wurden teils zelebriert,analysiert und so weiter gäähn.


LG

Udo

Sehe ich eigentlich genau so. Außerdem ist das Thema eh etwas irrwitzig, da es sich ja "nur" um ein Hobby handelt - steigende Lebenshaltungskosten ärgern mich da eher. Bei Mineralien gilt für mich: Wenn es mir zu teuer ist, lasse ich es liegen - fertig.
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Mineralroli am 08 Dec 10, 17:56
Hallo
Udo und Markus haben das ganz gut beschrieben.
Wem etwas zu teuer ist der muß ja nicht kaufen und man bedenke das für die Aussteller
in München große Aufwendungen vorangehen. Beschaffung der ausgewählten Mineralien,
Transport, Aufbau-Deko, Hotel, Verpflegung.... und Standmiete (!!!).
Man bedenke das 3 Meter Tischreihe bereits 1000 € kosten (kein Tippfehler). Also keine weiteren Diskussionen wenn etwas zu teuer ist.
Auch das muß man mal sagen und bei Bemerkungen berücksichtigen denn auch ein Aussteller muß leben - aber nicht von 1 €-Artikeln
Beste Grüße
Roland.
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Klinoklas am 08 Dec 10, 20:54
Na vielleicht sind ja auch 1000 € für 3 Meter Tisch einfach zu viel.  8)
Irgendwie muss es ja wieder reingeholt werden. Das mit dem wem es zu teuer ist, der solls lassen ist gut gesagt.
Früher habe ich mal tolle Micromounts und Kleinstufen auf den Börsen gekauft, heute sieht man leider sehr oft entweder
nur noch Esoterik oder super teure Mineralien.
Die Verhältnismäßigkeit ist wie bei vielen anderen Dingen auch verloren gegangen.  :-X

Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: fassi am 08 Dec 10, 21:06
Genau auf den Punkt getroffen.. De fehlende Verhältnissmäßigkeit .
Teure standmiete - bedeutet automatisch  Hohe Preise  ;)
Da stellt kein Händler Kleinstufen hin für 5 euro.. ;)

Leider geht der Trend auch dahin Stufen unverhältnissmäßig anzubieten -ich sage nur diese Bezeichnung" Historisch"

wenn ich einen Achat finde und schleife und poliere ist der  auch  " Historisch " den gibts nicht nochmal ...

So werden stufen aus schwarzbefahrungen  angeboten als  alte stufen aus alter sammlung   
also historisch... ;) ;)

Eden was er sich leisten kann .- Ich geh lieber selber suchen   ;D
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: loparit am 08 Dec 10, 22:04
Ja natürlich auch die Aussteller müssen leben!

Aber deshalb muss man doch auch diskutieren dürfen ob etwas zu teuer ist oder nicht zu teuer ist.
Denn auch in München gibt es Händler die "vernüftige" Preis haben und Händler die einfach zu teuer sind. Wie auf fast jeder anderen Börse auch. Dass ein Händler auch leben muss hat nichts damit zu tun, dass er Preise hat die jenseits von Gut und Böse liegen.
Auch die immer wieder angegebenen Argumente einer hohen Standmiete und sonstigen Kosten kann ich nicht mehr hören. Kein Händler wird gezwungen in München teilzunehmen  ;D
Auch hört man nichts, wenn die Händler gute Umsätze machen und entsprechende Gewinne einfahren. Darüber wird ja nicht gesprochen, nur wenn der Umsatz nicht stimmt oder man über hohe Preise diskutiert, werden die alten Argumente wieder herausgekramt und man bekommt das diskutieren verboten!

Kopfschüttel ob der Dinge die da manchmal geschrieben werden.

Gruß
Edgar Müller -loparit-
 
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: triassammler am 08 Dec 10, 22:54
Hallo!

Tempora mutantur, die Zeiten ändern sich, und die Ausgestaltung des Sammlerhobbys auch. Es gibt nicht mehr die Aufschlüsse, die vor 100 Jahren, als das Hobby in die Bürgerschicht einzog, berühmt waren, und auch die Preise sind nicht mehr dieselben wie damals, weil sich die ganze Welt gewandelt hat. Für den Sammler als Individuum bedeutet das: Es ist recht müßig, darüber zu diskutieren, warum eine Stufe heute ein Mehrfaches dessen kostet, was sie vor 20, 30 Jahren gekostet hätte. Primär ist das nun mal so, und solange es Sammler (und solche, die sich dafür halten möchten) gibt, die bereit sind, den Geldbeutel weit genug aufzumachen, wird es diese Preise auch weiterhin geben.
Die logische Konsequenz: Man ändert sich mit den Zeiten. Gegen sie anzuschimpfen, hilft kaum. Man lässt sein, was man sich nicht leisten will oder kann - Selbersammeln statt Brieftaschensammeln.

Wenn ich finanziell könnte wie ich wollte, dann würde es in meiner Sammlung auch ein wenig anders aussehen - vor allem, weil ich mir dann das Reisen zu und das Selbersammeln in Fundstellen erlauben könnte, von denen ich mir heute nicht einmal ein gutes Stück auf einer Börse leisten kann.
Da sich das nicht mit der Realität vereinbaren lässt, wird eben in der eigenen Region und im Urlaub selbst gesammelt. Das macht doch eigentlich genauso viel Spaß? Da das ganze nur ein Hobby ist, muss dessen Ausgestaltung sich an meinen Möglichkeiten orientieren, und nicht die Möglichkeiten an meinen Ausgestaltungswünschen.

Natürlich, wenn ich sehe, dass an sich recht häufiges Material mit irgendwelchen Kunstgriffen oder halbseidenen Behauptungen zu teuren Raritäten hochgejubelt wird, dann schüttele ich auch schon mal den Kopf. Solange es aber Kunden gibt, die den Preis für die vermeintliche Rarität zu zahlen bereit sind, wird sich der Händler garantiert nicht dafür hergeben, sie anderen Interessenten billiger zu verkaufen, nur weil diese nicht so viel bezahlen können. Das ganze nennt sich Marktwirtschaft, und irgendwie hängen wir da alle mit drin, ob wir wollen oder nicht. Die einzige Möglichkeit, sich dem zu entziehen, ist Konsumverweigerung. Und im Bereich Hobby funktioniert das wenigstens noch besser als im Alltag...

My 2 cents...

Gruß,
Rainer
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Mineralroli am 08 Dec 10, 23:19
Hallo
Zitat
Na vielleicht sind ja auch 1000 € für 3 Meter Tisch einfach zu viel.
Das ist durchaus wahr aber eine Einflußnahme darauf gibt es nicht.
Zitat
Aber deshalb muss man doch auch diskutieren dürfen ob etwas zu teuer ist oder nicht zu teuer ist.
Sicher, aber wie oft den noch und was bringt es??
Zitat
Denn auch in München gibt es Händler die "vernüftige" Preis haben und Händler die einfach zu teuer sind
Stimmt.
Zitat
Auch die immer wieder angegebenen Argumente einer hohen Standmiete und sonstigen Kosten kann ich nicht mehr hören
Warst Du schon einmal selbst Aussteller? Ich glaube nicht.
Der Sammler der die Börsen als Besucher aufsucht erwartet stets ein für sich interessantes Angebot und sieht oft nicht welche Mühen und Risiken sich dahinter verbergen und denkt dann womöglich an den fetten Umsatz - toll
Zitat
Auch hört man nichts, wenn die Händler gute Umsätze machen und entsprechende Gewinne einfahren. Darüber wird ja nicht gesprochen
falsch, andere Aussteller und ich habe auch schon hier im Forum über die Erfolge so mancher Börse berichtet - nur mal nachsehen.
Zitat
und man bekommt das diskutieren verboten
verboten?? Hallo ? - hat doch keiner, nur nervt dieses Thema weil die Anschauungen stets sehr unterschiedlich sind und die Situationen nicht ändern werden.
Ja, dazu kann ich auch nur den Kopf schütteln - weitere Kommentare von mir ausgeschlossen.
Gruß Roland
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Aurora borealis am 09 Dec 10, 09:04
Mein einziger Kommentar dazu sieht folgend aus.

Mineralienhändler werden keine Mineralienhändler weil sie reich werden wollen,nein,das ist der Wunsch und der ewige Traum in uns,unser Hobby zum Beruf zu machen.

Es ist eine Erfüllung,wer träumt da nicht von,aber davon leben zu können steht auf einem anderen Blatt,neue naive  Händler erhoffen sich,davon reich zu werden...möglichst schnell... ohne viel Arbeit ,aber ohne Rücklagen,viel Arbeit,Zeitaufwand den keiner vergütet und viel viel Leidenschaft,ist es in einigen Jahren  evtl.mal möglich wenn man durchhält und sich etabliert.

Es ist immer sehr einfach Gewerbetreibende an den Pranger zu stellen,ohne nur zu ahnen was für ein monatlicher Überlebenskampf das ist(einige wissen was ich meine),insbesondere bei jungen Unternehmen.

Bis sich ein"Mineralienfachgeschäft" zum Beispiel im Internet etabliert hat......es ist zum verzweifeln,
du wünscht die Zeit zurück,als es das Monatsgehalt gab,du konntest krank werden,ohne Umsatzeinbußen zu fürchten,keine Miete bezahlen zu können ect.,ob du  bei Google auf Seite 3 stehst oder auf Seite 1000 ist kaum ein Unterschied,interessiert kein Schwein,nur Seite 1 zählt,es sei denn es wird ein sehr spezieller Suchbegriff eingegeben.

Einige Suchbegriffe sind so hart umkämpft und werden professionell gepusht durch Menschen und Unternehmen,die sich auf bookmark webkatalog Einträge spezialisiert haben,das man kaum eine Chance hat.

Aber das kostet auch wieder,oder du sitzt Nächte lang vorm PC und und setzt bookmarks,die Zeit bezahlt keiner,aber aus Liebe zum Beruf der eine Passion ist,wird es in Kauf genommen.

Es wird immer Händler geben,die Belegstufen mit "Achtung RAR"SUPER Traumstufe"anpreisen für teuer Geld,einfach ignorieren,solange es Menschen gibt,die sie kaufen wird es auch solche Angebote geben.

Man sollte stets beide Seiten betrachten.

Wir wurden mit dem EURO um unsere geliebte und stabile DM betrogen,da liegt die größte Ursache,warum Preise in allen Lebenslagen nahezu explodiert sind.

Und der Text:" keiner wird dazu gezwungen auf Messen auszustellen",keiner wird dazu gezwungen Messen zu besuchen. ;)wäre auch langweilig ohne Auststeller..oder?
Mehr Verständnis beiderseitig ist das Zauberwort.

Und einfach mal versuchen zu handeln,zu pfeilschen,das macht doch Spass und fast immer geht das was,lieber weniger Gewinn als kein Gewinn denkt der Händler ;)


Liebe Grüße
Udo
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: alfredo am 09 Dec 10, 12:40
I frequently hear people complain about high prices but, from a historical perspective this is just nonsense. In comparison to salaries, mineral prices now are much cheaper than in Goethe's time!
200 years ago only the nobility could collect minerals. Now anybody can.
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Mineralroli am 09 Dec 10, 18:05
Hallo
Entgegen meiner Aussage auf weitere Kommentare zu verzichten muß ich doch noch etwas dazu sagen.
Udo hat den Nagel auf den Kopf getroffen und ich hätte es nicht besser schildern können - Er sprach mir aus der Seele.
Auch Alfred sei gedankt.
Was mich immer stört sind Bemerkungen wie:
Zitat
Kein Händler wird gezwungen in München teilzunehmen
So ein Unsinn. Natürlich ist keiner gezwungen und der Aussteller weiß das auch selbst aber viele gehen dort hin weil die jenigen Erwartungen an das Angebot haben. Wie Udo schon schrieb können wir auch mal eine Börse ohne Aussteller machen - und dann ???
Ich denke bevor man schreibt oder absendet sollte man sich zurücklehnen, dreimal durchatmen und nochmals das Geschriebene lesen.
Der Ton macht die Musik.
Übrigens möchte ich ich nicht von der Tätigkeit als Aussteller leben müssen - eine brotlose Kunst und es soll Hobby bleiben.
Reich wird man davon bei weitem nicht und ich kennen auch keinen dem das gelungen ist. Leute die in dieser Branche reich sind haben diesen Reichtum sicher aus einer anderen Quelle.
Zitat
Und einfach mal versuchen zu handeln,zu pfeilschen
Stimmt, wer nicht fragt der nicht gewinnt - und aus.
Beste Grüße
Roland
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Bergbaumaulwurf am 09 Dec 10, 21:00
Glück Auf!
Es muss eigentlich jeder wissen was will er für das betreffende Stück ausgeben und lohnt sich der Kauf.
Preise sind immer relativ, gerade wo man sich bewegt, da ist eine Spanne zwischen München und Alt-Tröglitz.
Es sieht aber oft keiner was eigentlich für eine Arbeit hinter einen Stück Mineral steckt!
Ich bin selbersammler Erzgebirge, eine Fahrt zB. nach Lauta auf den Abraham kostet mich 20 Euro. Also wird von dort vieles auch nur auf verdacht mitgenommen. Die Zeit des durchsehens, reinigen, beschriften usw sieht kein Mensch! Dann ist doch wohl der Preis einer Stufe zB. Bismutinitnadeln in bester Ausbildung in einer Streichholzschachtel von 2-3 Euro kein Wucherpreis.
Übrigens sind die kleinen Börsen eigentlich die besten! War in Hohenleuben, der Umsatz so La-La, aber dafür gute seltene und alte Stücke preiswert bekommen!
Übrigens bin ich in am 12.2 in Mühlau mit dabei!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Bergbaumaulwurf
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: uwe am 09 Dec 10, 21:53
Eigentlich wollte ich nicht an dieser unsäglichen Diskussion teiknehmen, denn nach wie vor gilt:"Ein Stein ist so viel wert, wie ein Narr dafür auszugeben gewillt ist." (Ausspruch stammt nicht von mir).

Ich bin allerdings der Aufassung, daß ich Fahrt- und Aufbereitungskosten nicht auf die auf einer Börse anzubietende Stücke aufrechnen kann. Wenn ich zu einer Fundstelle fahre, dann nur um meine Sammlung zu erweitern. Alle Kosten stecken dann in dem Stück, welches sich dann (hoffentlich) in meiner Sammlung befindet. Alle Dubletten könnte ich eigentlich wegwerfen. Ich biete diese allerdings zu deutlich niedrigen Preisen auf einer Börse an. Ich nehme dann zwar nur Münzen ein, aber am Schluß rechnet es sich doch. Ich hatte auf diese Weise auf den Börsen recht ordentliche Gewinne, die ich allerdings sofort wieder an anderen Tischen umgesetzt habe, denn zum Glück muß ich nicht vom Mineralienhandel leben.

Für alle, die glauben hauptberuflich Mineralienhändler werden zu müssen: Es sollte sich jeder hüten, sein Hobby zum Beruf zu machen. Man hat dann nämlich plötzlich kein Hobby mehr. Das ist dann meist kein Traum, sondern ein Alptraum wenn man davon leben soll.

Uwe
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: doe am 09 Dec 10, 23:35
Hi Uwe,
unterschreib ich sofort und deshalb bekommt man auf den kleinen Sammlerbörsen oft noch vernünftiges Material,mitunter sogar noch getauscht,wie in : Alt Tröglitz,Bitterfeld,Bad Kösen,Leipzig ,Hettstedt, Rüdersdorf......
.Gruß Günter
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Frank de Wit am 09 Dec 10, 23:35
Ein gutes Artikel uber Preise(n) von Mineralien ist seit eine Woche etwa auf Facebook ; fast aus wissenschaftlichem Sichtpunkt geschrieben von Philip Persson
-> http://www.facebook.com/note.php?note_id=10150096611331532
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: strahler1975 am 10 Dec 10, 00:13
Ich halte Mineralien für zu billig - speziell die Sachen aus Billiglohnländer (China - Marokko etc.)

Die Schweizer Strahler machen´s richtig - die langen schon ordentlich hin und das ist auch realistisch, wenn man damit seinen Lebensunterhalt bestreitten will.

Und deshalb reisst mich auch kein Massenmineral aus Marokko etc. vom Hocker - zu häufig - zu billig - ohne jegliche Geschichte - soll mal jeder der will den Billigramsch kaufen.

Der Preis bemisst sich an der Seltenheit und der Ausbildung.
Selber sammeln ist das gesündeste und wer sich über zu hohe Preise beschwert soll selber hinfahren und suchen, dann sieht er was das kostet.

Lieber schmeiss ich das Zeug in den Müll, als dass ich es irgendwelchen "Geiz ist Geil-Typen" nachtrage.

Glück Auf!!
Frank
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: schleifer am 10 Dec 10, 00:33
Hallo Frank
Deine letzten Worten spiegeln genau das wieder wo die Werbung "Geiz ist geil" uns hingebracht hat. 
Wenn ich 10 Jahre in eine Steinbruch fahre und dann einmal ein Superstück finde kann es nicht für 1.- € auf einer Börse angeboten werden. Ich habe es erlebt daß mir auf einer Börse gesagt wurde daß die Stücke zu billig wären. Gerade aus Gründen des Aufwandes einmal solch ein Stück zu finden. 
Uwe@
Ob ich meinem Beruf den ich von meinem Hobby übernommen habe reich werden kann steht nicht zur Debatte. Aber ob ich glücklich bin darin und über die Runden komme ist doch letztendlich eine Frage der Lebenseinstellung. 
Gruß Robert

Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Aurora borealis am 10 Dec 10, 06:46
Zitat
Ob ich meinem Beruf den ich von meinem Hobby übernommen habe reich werden kann steht nicht zur Debatte. Aber ob ich glücklich bin darin und über die Runden komme ist doch letztendlich eine Frage der Lebenseinstellung.

So sieht es aus,Schleifer.
Ich strebe nicht nach Reichtum,sondern mit 45 Jahren möchte ich einfach das tun was mich erfüllt und mich glücklich macht.
Und wenn mich das auch "über die Runden"bringt,ist das okay,das ist mehr als ich jemals zu hoffen gewagt habe.
Aber die Entscheidung muß jeder selbst treffen.

Und wie Uwe eine Warnung an Menschen richtet,die es Hauptberuflich machen möchten,da ist halt Pioniergeist,Risikobereitschaft und ein sehr sehr langer Atem gefragt,wer auf Nummer sicher gehen möchte soll sein Festgehalt(Lohn) sichern,mit Familie insbesondere Kinder nicht die schlechteste Lösung.

Aber bitte.... bitte es sollte jeder selbst entscheiden.
Einfach versuchen... mehr als auf die Schnauze fallen kann man nicht und man kann es erstmal Nebenberuflich machen um zu sehen wie es läuft.
Wir haben alle die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen,pauschale Horrorprognosen braucht keiner,Erfahrungen müssen selbst gemacht werden.
Aber leicht ist es nicht,wird es auch nicht wahrscheinlich.

LG

Udo
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: uwe am 10 Dec 10, 14:59
Ich melde mich noch mal zu Wort, da meine Warnung offensichtlich falsch verstanden wurde. Natürlich kann man, einen gewissen kaufmänischen Instinkt vorausgesetzt, mit dem Mineralienhandel gut leben. Das ist keine Frage. Mit dem Ausspruch: "Wer sein Hobby zum Beruf macht, hat plötzlich kein Hobby mehr." meine ich folgendes: Jeder ernsthaft ausgeübte Beruf (auch der eines Mineralienhändlers) ist anstrengend und erfordert volle Leistung und Einsatz. Als Kompensation legt man sich ein Hobby zu, in dem man Entspannung vom Berufsstreß findet. Ich kann mir, bei aller Liebe zur Mineralogie, nicht vorstellen, daß jemand, der sich von früh bis spät mit Mineralien zu Zwecke des Broterwerbes befaßt, dann auch noch in seiner Freizeit zum Zwecke der Entspannung Minerale sammelt, anschaut usw.

Übrigens, der o.g. Ausspruch stammt von einem mir bekannten, hoch talentierten Dometscher, dessen Hobby bereits in der Schulzeit Sprachen waren. Er hat dann mehrere Sprachen an der Uni studiert, und hatte dann eben das alte Hobby nicht mehr. Als Dolmetscher befaßte er sich dann mit der Kakteenzucht.

Also Udo und Robert, wenn Ihr beruflich erfolgreich im Sektor Mineralienhandel seit, was ich Euch von Herzen wünsche, dann schafft Euch ein neues oder zumindest ein zweites Hobby an.

Uwe

Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Aurora borealis am 10 Dec 10, 15:32
Hallo Uwe
sicherlich besteht die Gefahr,das das Hobby plötzlich Alltag ist/wird.

Aber ich denke du hältst deine Ausssagen zu pauschal,ich bin nach wie vor beeindruckt von der mineralogischen Vielfalt und kann deine Aussage nicht bestätigen, es gibt soviel zu endecken und zu lernen.

Privat ersteigere/kaufe ich halt Stufen (Bremen ist kein großes Sammlergebiet),die ich selbst für meine Sammlung nicht besorgen kann,ergötze mich an ihnen,beschrifte sie,archiviere sie,lese Infos diesbezüglich und so weiter und sofort,(kennt wohl jeder hier)
Reisen nach Afrika sind nicht oft drinn,leider.

Wenn die Leidenschaft groß genug ist,schließt das eine das andere nicht aus.
Aber jeder ist da anders gestrickt und es ist müßig darüber zu diskutieren.
Erfolgreich ist wieder ralativ,über die Runden zu kommen,erachte ich nicht unbedingt als sehr erfolgreich,aber es erfüllt mich (uns....ich denke ich spreche für einige)

Aber nur Mineralogie geht auch nicht das stimmt,meine  Frau ist ja auch noch  da und wir unternehmen gemeinsam etwas,Fahradtouren Inliner fahren usw.

LG
Udo
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Bergbaumaulwurf am 10 Dec 10, 19:48
Glück Auf!
Hallo Uwe!
Mir geht es doch genauso wie Dir im ersten Artikel. Verkauf auf Börsen mein Material weil es zu schade zu wegschmeisen ist und anderen eine Freude machen kann. Großer gewinn ist keiner zu machen, hauptsache keine Roten Zahlen.
Gerade auf den kleinen Börsen ist immer wieder Top Material zu einen guten Preis zu erstehen und ich lasse dort manchmal mehr als geplant mein Geld.
Bergbaumaulwurf
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Kluftknacker am 10 Dec 10, 20:03
Hallo Sammlervolk,

ach, bin ich froh, dass ich "nur" Mikromounts sammle (mehr als 90% Eigenfunde), nur tausche und "den Rest" verschenke. Sonst nix.
Eure Probleme möchte ich nicht haben.

LG
Kluftknacker
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: fassi am 10 Dec 10, 22:18
Hier hat eigentlich jeder recht.-  ;)

Gerade wenn man Steine bearbeitet -z.B. Achate oder eben anschliffe wird der aufwand meistens eh nicht beachtet .
Es ist nicht nur die Zeit die man benötigt - man bezahlt strom - schleifmittel - sägeblätter ..
meine Zeit die ich zum bearbeiten brauch ist Hobby .-
wenn man dann stücke veräußert - sollte aber das Verbrauchsmaterial bezahlt sein - Auch wenn man es NUR Hobbymäßig betreibt .

Doch manchmal sind Preise gerade von Deutschen achaten als fertige Hälften einfach nur wucher...- dann trifft wieder der spruch
" soviel wie jemand bereit ist zu zahlen " vollkommen zu

Also wem es zu teuer ist - Nicht nörgeln - lieber nach ne Günstigeren Stück suchen.- ;)

Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Aurora borealis am 11 Dec 10, 09:32

Zitat
Also wem es zu teuer ist - Nicht nörgeln - lieber nach ne Günstigeren Stück suchen

Hallo das sehe ich auch so,einige treiben es aber auch echt auf die Spitze.

Heute morgen zum Beispiel habe ich ein wenig Preise verglichen(Betriebsspionage),weil ich eine Sendung aus RSA erwarten,das hat mich glatt umgehauen,Oktaedrische grüne Fluorite auf Quarzgestein von Riemvasmaak Orange River Kabinettstufe 300€ und mehr,wie bitte?

Aber wie mehrmals angedeutet,Uwe hat es treffend zitiert"ein Stein ist soviel wert,wie ein Narr bereit ist dafür auszugeben".

Nun gut aber das wurde nun ausreichend diskutiert.

Ich wünsche allen ein schönes Wochenende.

Udo
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: giantcrystal am 11 Dec 10, 12:12
Naja, zum Thema Rienvaasmak Fluorite ist vielleicht folgendes zu sagen :

Die Fluoritoktaeder sind von dicken Quarz überwachsen und werden von den dortigen Händlern mit Flußsäure herausgeätzt.

Die Arbeit ist nicht ganz ungefährlich und die Flußsäure teuer ...und nur etwa jeder zehnte herausgeätzte Fluorit ist verkaufsfähig, der Rest mehr oder minder "Wegwerfit"

Das soll jetzt keine Rechtfertigung für hohe Preise sein, aber eine Kabinettstufe von dort muß man halt erst einmal finden und aussäuern...

Glück Auf

Thomas



Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Aurora borealis am 11 Dec 10, 13:06
Hallo
Naja,ich bekomme des öfteren gute Riemvasmaak Fluorite dieser Art und biete Kabinettstufen für 35-70 Euro an.
Deswegen kann ich es ehrlich gesagt nicht nachvollziehen,es werden wohl wieder einige in der neuen Sendung vorhanden  sein hoffe ich,aber nicht für 300 Euro das Stück,bestimmt nicht,aber ich heiße auch nicht "the Arkens..."(1250 Dollar 50 mm lange Stufe),daran liegt es wohl,meine Kunden würden mir´n Vogel zeigen und das wars.

Die Stufe im Anhang (70x50x35 mm)ging kürzlich für 35,00€ weg,als Beispiel

Sorry,sogar nur für 29,00€ und das bei Ebay http://cgi.ebay.de/Fluorit-Oktaeder-Matrix-Riemvasmaak-Suedafrika-/270650614128

Ein entspanntes und schönes Wochenende wünsche ich noch

LG

Udo
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: DonMineral am 20 Dec 10, 16:49
Entscheidend für die hohen Preise ist immer die Länge der Händlerkette. Jeder rechnet mal 3. Eins für den Einkauf, eins für die Kosten und eins im Sack. Von der Sicht jedes einzlnen ist das ja auch ok, die Börsen als Aussteller zu besuchen sind teuer. Das können auch die Analphabeten hier die von Marokko aus exportieren, und mit 500 KG  3500 km nach D fahren auf die Börse...
Da ja Couchmulch das Thema aufgegriffen hat bin ich mit ihm einer Meinung dass man mal die Messebesuche von 300 - 500 Euro pro Messe in D in einem Jahr sausen lassen sollte und dafür lieber mal selbst nach Marokko oder anderswohin fährt um selbst zu suchen...wenn das mehr Sammler machen würden, und sich hier ein Trend herauskristallisiert, würden sich ev. viele Hândler mal überlegen ob sie nicht günstiger anbieten sollten..
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: fassi am 20 Dec 10, 18:47
- Ja aber leider gibts gerade Marokko in rauen Mengen - und garnicht teuer . ;)
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Steinmetz am 20 Dec 10, 21:27
Jeder sollte doch mal bei sich selber anfangen und sich fragen ob er nun ein Mineraliensammler ist, welcher seine Mineralien selber sammelt und auch bestimmt oder ob er nur Konsument ist und mit der Brieftasche seine Sammlung aufbaut. Eine durch eigenes Sammeln aufgebaute Mineraliensammlung ist in der Regel interessant und kreativ. Die zusammengekauften Sammlungen zeigen meistens wenig Abwechslung und bestehen oft aus den Mineralien, welche den Markt gerade überfluten! Im Gegensatz zu den selber gefundenen Stücken besteht zu den gekauften keine Beziehung; wie zu Beispiel das Glücksgefühl eine ansprechende Stufe nach langer und harter Arbeit in den Händen halten zu können. Natürlich kann man nicht alles selber finden und muss das eine oder auch andere Stück durch Kauf oder Tausch erwerben.
Beim Kaufen sollte man jedoch abwägen ob man es haben will oder nicht. Das die Preise einiger Händler unverschämt sind ist die eine Sache; aber ich muss ja nicht unbedingt bei diesen kaufen  ;) ;) ;)

In diesem Sinne allen ein paar schöne und besinnliche Feiertage und viel Erfolg im Sammeljahr 2011.

Grüße vom Steinmetz
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: nicoahlmann am 08 Jan 11, 02:41
Hallo,

ein richtig gutes Stück auf ner Börse zu finden ist aber ein ebenso großes Glücksgefühl...

LG

Nico
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: robodoc am 08 Jan 11, 07:13
Hallo Nico,

nichts für ungut, aber hier kann ich nicht an mich halten und muß widersprechen. Natürlich kennen die meisten von uns die überschäumende Freude, wenn man auf einer Börse ein möglicherweise schon lange ersehntes Stück entdeckt und das dann möglicherweise noch zu einem vernünftigen Preis erhält.
Aber wenn es einem gelingt, ein "Loch aufzumachen", sei es im Hochgebirge oder am Meer, dieses Glücksgefühl ist wohl kaum zu toppen. Die Erinnerung an den Moment, die Fundumstände und etwaige Weggenossen hält lebenslang und frischt immer wieder auf, wenn Du Jahre später ein Stück aus Deiner Kluft in die Hand nimmst.
Auf die kommende Saison und gesunde Wiederkehr !

Glück auf

Robert

Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: fassi am 08 Jan 11, 19:22
Hier kann man ROBODOC nur Zustimmen !!
 Nach Jahren erinnert man sich haargenau beim Anblick des stückes . solche stücke sind nicht nur Schöne mineralien sondern auch erinnerungen - die alle Mühe wert waren  ;)
und da sind auch die finanziellen aufwendungen für die Fahrt zu fundstelle ,Ausrüstung  und und und - vergessen .-

ein auf Börsen etc. erstandenes stück bringt da keinerlei erinnerungen mit , aber eventuell die böse enttäuschung wenn man es später für viel weniger Geld bekommen könnte  ;) ;)

Also an alle Geländegänger - ein erfolgreiches Sammeljahr
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: cmd.powell am 10 Jan 11, 15:22
Naja, klar, eine Superstufe selber zu finden ist immer schöner als eine Superstufe selber zu kaufen. Allerdings hat Nico auch nicht ganz unrecht; Ich könnte sowohl schöne Selberfindgeschichten als auch tolle Börsenkauferfahrungen erzählen. Abgesehen davon hängt es vielleicht auch von der Region ab, in der man lebt: Hier in Norddeutschland mache ich mir keine sonderlich großen Hoffnungen auf dolle alpine Klüfte etc.. Daher werden für mich wahrscheinlich Klüfte mit zentimeter oder gar dezimetergroßen klaren Kristallen immer zum Reich der Träume zählen, da muß man sich manchmal auch eine "Ersatzbefriedigung" suchen.
Letztlich ist es - meiner Meinung nach - nicht zwingend der Unterschied kaufen/finden sondern die Art, wie man selber zu der Sammlung steht: Will man einfach nur eine tolle teure Mineraliensammlung haben (man ist dann ja nicht mehr ganz so "Mainstream" wie die anderen typischen "Teuresautofahrer"), oder ist man mit dem "Herzen" dabei und kann sich auch an kleinen, eher unscheinbaren Stücken erfreuen. Ich denke mal, die erste Kategorie von Sammler wird hier nicht auftreten, da sie sich letztlich gar nicht für die Wissenschaft interessieren und niemals freiwillig einen Hammer anfassen würden. Allerdings ist es genau diese Kategorie von Sammlern, die den Händlern ALLES bezahlen, nur um die BESTE Stufe im Schrank vollstauben sehen zu können. Achso, und die Stufe muß natürlich von dem Lifestyle-Händler des Vertrauens kommen, da muß dann der poplige chinesische Fluorit, maximal 10 € Wert, locker mal 1000 € kosten - der Preis macht es besonders, und die persönliche Geisteskrankheit !
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Mineralroli am 10 Jan 11, 16:36
Hallo
Wie man sammelt ist doch letztendlich egal so lange man dadurch glücklich und zufrieden ist.
Selbstgefundene Stücke sind mir ja auch lieber, dennoch freue ich mich auch über gekaufte Stücke.
Zitat
Beim Kaufen sollte man jedoch abwägen ob man es haben will oder nicht
und wenn ich es gekauft habe dann wollte ich es auch haben.

Beste Grüße
Roland
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: wilbi am 10 Jan 11, 17:12
Hallo Markus, da hast du recht. Bei uns in Niedersachsen sind große Stufen heutzutage eher selten, vielleicht noch in den Steinbrüchen Harzburger Gabbro und Winterberg. Eine große Stufe mit winzigen Kristallen, die man mit bloßem Auge  nicht sieht,  nützt da auch nichts.
Aber ist es nicht auch schön, wenn man auf einer Halde irgendetwas blaues oder grünes sieht, mit einer gewissen Vorfreude nach Hause fährt und unter dem Mikroskop wunderschön kristallisierte Linarite, Azurite oder Caldedonite usw. sieht.
Also 2mal Freude, einmal beim Finden und dann beim Entdecken.
Ein gutes Finderjahr wünsche ich Dir
Glückauf
willi
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: cmd.powell am 10 Jan 11, 20:31
Hi Willi

Klaro !!! Ganz im Gegenteil: Ich bin schon fast froh, das es bei uns nur "Kleinkram" gibt. Zum Einen werde ich auch nicht jünger (ok, so schlimm ist es auch noch nicht  :P ) und zum Anderen fehlt mir das Geld, um das Haus ständig erweitern zu können  :D

Ein erfolgreiches Finderjahr an Dich (und natürlich alle Anderen) zurück

Markus
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Kluftknacker am 02 Feb 11, 12:18
Hallo,
eine interessante Sicht auf die Problematik liefert ein Artikel aus der aktuellsten "Rock & Gem".

Kluftknacker
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Kluftknacker am 02 Feb 11, 12:19
und Seite 2
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Mineralroli am 02 Feb 11, 12:56
Ein Translator wäre hier gut.
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: carsten slotta am 02 Feb 11, 19:45
......sooo is das! Ein interessanter Artikel, der auch gut zum thread der kostenloden Mineralienzeitung- " Werbeblättle " passt. Schade, dass es bei uns in good old germany bisher kein professionelles specimen mining gibt.
Was meint ihr alle da draußen dazu- liegt es an der deutschen Bürokratie, dass sowas bei uns nicht klappt, oder traut sich bloß keiner ran??
Bin zwar etwas von Thema abgekommen, passt aber doch ganz gut dazu, find ich. Glaube, dass in D einfach zu viele Stolpertseine in den Weg geräumt werden, z.B. Sammler XY will in Grube / Steinbruch Z einfahren, bekommt aber nie eine Genehmigung, wegen der undurchsichtigen versicherungstechnischen Seite usw. und wird vielleicht gezwungenermaßen einer von vielen Schwarzbefahrern / begehern...
Wie sind eure Erfahrungen / Meinungen dazu??

Glück Auf!
Carsten
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Kluftknacker am 02 Feb 11, 19:59
Hallo,
wir driften vom Thema ab, aber egal!

Unterschätze nicht die Reglementierungen in den USA. Es gibt einen Haufen Bundesstaaten, in denen man nicht suchen darf, wenn man keinem Verein/Verband usw. angehört. Eine Vielzahl an Steinbruchbesitzern ist dazu übergegangen, von den Sammlern nicht nur einen Haufen Bucks abzuknöpfen, sondern auch den Nachweis einer fundierten sicherheittechnische Schulung inkl. Erste-Hilfe-Kurs zwingend zu verlangen. Da bilden die Verbände schon selbst Fachkurse an. Ganze Areale stehen unter Schutz, Sammeln strikt verboten.

Da haben wir es in Deutschland noch ganz gut, finde ich.

Kluftknacker
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Baryt-X am 07 Feb 11, 19:42
Hallo zusammen...

Man kann beide Themenzweige wohl problemlos verknüpfen, denke ich.

Selbst suchen, arbeiten und finden ist wohl IMMER das schönere Erlebnis!
Dazu bedarf es aber geeigneter Möglichkeiten, .- sprich: Fundstellen! Und diese müssen dann auch noch unter einigermaßen annehmbaren Rahmenbedingungen erreichbar und begehbar sein (Zeitfaktor; Genehmigungen, etc..).
So bleibt dem geneigten Hobby-, Semiprofi- oder Vollprofi-Sammler oftmals nur der Gang zum Händler oder zur Börse.
Mir geht es nicht anders. Die Frage ist doch, welche Summen bin ich bereit auszugeben und welche Qualität erhalte ich dafür?
Mal ehrlich, - die Top-Stufe aus den historischen Eisengruben im Gebiet Cumberland oder die Spitzen Tsumeb-Stufe (... das sind jetzt nur MEINE Favoriten... ::) erhält man eben nicht für den/das sprichwörtliche(n) "Appel oder 'n Ei".

Und was die Fundstellen angeht, so kann ich meinen Vorrednern, die eine gewisse Skepsis äußern, durchaus beipflichten: Es geht nicht darum, etwas unter allen Umständen geheim zu halten, nur um eine möglichst unüberschaubare Flut an gleichwertigen Stufen sein Eigen nennen zu können.
Vielmehr verhält es sich doch so, dass die "Üblichen Verdächtigen" leider i. d. R. gleichsam wie die Hunnenhorden über eine Fundstelle herfallen, sobald sie auch nur den Zipfel einer Information darüber frühzeitig erlangen.... So betrachtet ist Schweigen eben oftmals doch Gold! Denn wie das Ganze dann ausgeht, kennen wir doch alle aus leidvoller Erfahrung.
Darüber hinaus sind einige Fundstellen (... besonders diejenigen, für die man sich in dem Bauch der Erde anvertrauen muss...) sowieso eher nicht dazu geeignet, im großen Stil publiziert zu werden, - man begibt sich da schließlich auf "gefährliches Terrain", - in jeder Beziehung!

Bleibt eigentlich als Fazit nur: Jeder wie er es für richtig hält und vor sich selbst vertreten kann!

Sammeln ist und bleibt toll! Und das Betrachten der eigenen Sammlung und der Sammlungen Gleichgesinnter erst recht... ;D

In diesem Sinne Glück -Auf aus dem Siegerland

Baryt-X
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Stefan am 07 Feb 11, 23:35
Bei den Preisen bitte nicht vergessen die Stufen genau zu betrachten. Kleinste Macken unterscheiden eine Topstufe von einer schönen Normalstufe. Der Preis wird durch kleinste Macken halbiert oder noch weiter verringert. Dies solltet Ihr nicht unberücksichtigt lassen wenn Ihr über Preise redet. Form und größe sind das eine Perfektionismus das andere.

Für Topstufen ist immer ein Top-Preis zu erzielen.
Gruß Stefan
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Goldi85 am 08 Feb 11, 17:10
Hallo,

dem kann ich nur zustimmen. Dazu noch ein interessanter Artikel:
http://www.spanishminerals.com/Thehuntforsixfigurerocks.htm

Gruß  Daniel
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Quarzhai am 08 Feb 11, 18:12
Hallo, 

paßt zwar nicht so richtig zum Thema, habe ich aber schon paar mal erlebt!
München Mineralientage, Sonntag, kurz vor Toreschluss. An einem China-Stand klare Flourit-Oktaeder auf Matrix, Top-Qualität. (Große) Handstufen ab 5 Euro. Nicht mein Sammelgebiet, aber man denkt ja auch an seine Vereinskollegen.
Neben mir Händler(?) die mit dem Einpacken gar nicht mehr nachkommen.

Man muss halt im richtigen Moment am richtigen Ort sein.

Quarzhai Holger!





     
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Troglophiler am 08 Feb 11, 18:16
Hallo, 

paßt zwar nicht so richtig zum Thema, habe ich aber schon paar mal erlebt!
München Mineralientage, Sonntag, kurz vor Toreschluss. An einem China-Stand klare Flourit-Oktaeder auf Matrix, Top-Qualität. (Große) Handstufen ab 5 Euro. Nicht mein Sammelgebiet, aber man denkt ja auch an seine Vereinskollegen.
Neben mir Händler(?) die mit dem Einpacken gar nicht mehr nachkommen.

Man muss halt im richtigen Moment am richtigen Ort sein.

Quarzhai Holger!

Soziale Marktwirtschaft?
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: binna am 16 Mar 11, 01:31

Soziale Marktwirtschaft?

Sicher! Wer bemängelt das die Preise zu hoch sind muss sich hinterfragen was er bereit ist auszugeben!

Einerseits rechne man mal zusammen: In die Schweiz fahren, Hotel mieten , Kilometer weit durch die Berge klettern, dann oh Glück eine Kluft finden, Kluft aufmeisseln und Minerale bergen, alles zu Tal schleppen und reinigen - sowie anbieten. Was würde da zusammenkommen wenn man diese Arbeit des Mineralsuchers wie die eines Handwerkers bezahlen müsste? Unbezahlbar!
Andererseits gibt es auch Massenweise Mineralien aus dem Tagebau (China usw) wo auch die Löhne geringer sind.
Aber zwangsweise preiswerter sind die schönen Fluoritstufen von dort auch nicht als manch mühsam geborgener Kristall von anderswo.

Der Preis ist also fast immer ausschließlich von Angebot/Nachfrage diktiert. Der Verkäufer wird zumeist jede Summe - nach oben offen - nehmen die der Käufer zahlt.
Den Teil dieser Gleichung, der Nachfrage heißt, können wir Käufer selber beeinflussen! ;D
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: cmd.powell am 16 Mar 11, 01:45
Naja, bei so manchem ausländischen Anbieter kommt als "preisbildener Faktor" noch hinzu, das die z.B. nach der Börse München wieder in ihre Heimatländer zurückkehren. Nun haben die die Wahl: Mineralien hier einlagern, mitschleppen oder vielleicht etwas billiger verhöckern. Das war jahrelang mein Börse-Hamburg-Kalkül, was nur allzuoft aufgegangen ist. Hamburg ist die letzte große Börse im Jahr und da gab es immer ein paar gute Schnapper. Schade, das die Börse inzwischen zu einem Esoterik-Trödelmarkt verkommen ist...
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Klinoklas am 16 Mar 11, 13:55
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1299868742.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1299868742.jpg)

Gut dass "German Classics" nicht mein Sammelgebiet sind.   ::)

Der meistens mühselige Weg vom Fundort auf den Börsentisch wurde ja schon öfters erklärt.
Es ist nachvollziehbar und auch ein angebrachter Einwand.
Aber einige Händler übertreiben es eben mit den Preisen und heute mehr denn je. (siehe Bild oben)
Schlimm finde ich vor allem, dass so viele junge Händler es sich bei den "ganz Großen" abgucken und es nachmachen.
Dabei haben sie manchmal weder einen großen Namen, noch gute Ware welche einen hohen Preis rechtfertigen würde.

Selbstverständlich gab es früher schon Stufen für die man ein Auto bekommen würde.
Das waren dann AHH und OHH Stände, gucken, staunen und weiter gehts.
Das habe ich aber mittlerweile leider bei zu vielen Börsenständen.
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: raritätenjäger am 16 Mar 11, 13:59
Hallo,

schlimm, schlimm: über 300 Dollar für das abgebildete Stück kann man sich heute nicht mal mehr beschweren >:D

Gruß
Andreas
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: uwe am 16 Mar 11, 17:04
Ruft mal www.minfind.com auf und gebt ins Suchfeld Erzgebirge, Harz oder sonst ein Gebiet in Old Germany ein. Das sind Preise !

Uwe
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Amberimage am 16 Mar 11, 18:18
einen wunderschönen,

da unser Hobby nun mal kein Katalogwert hat wie z.b. Briefmarken ist nach oben sowie unten nun mal alles Möglich.

Und genau das finde ich ehrlich gesagt super.
Ist doch ein schönes Gefühl wen man sich auskent und ein schnäppchen erwerben tut.

Klar sind manche Preise einfach Dreist, doch warum nicht versuchen ???
Wir müssen es ja nicht kaufen und wenn jemand das Exemplar nun mal unbedingt haben möchte soll er es doch bezahlen!

Einziger Kritikpunkt wäre vielleicht die Leute übers ohr zu hauen die sich nicht auskennen.

Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: fassi am 16 Mar 11, 19:56
wie schon gesagt - wer es haben will und dann auch noch sofort -wird um hohe Preise nicht herumkommen  -
Da gab es voriges Jahr herrliche Fluorite aus der Beihilfe - naja und nachfragen kann man ja ohne Hintergedanken -
Da kam eine Erklärung die hatte sich gewaschen - der Konnte mir sofort sagen das die stufe 1967 gefunden wurde -in der wohl besten Druse überhaupt .!! -
aber dann kam es bitter - welche strecke -welche sohle?? welcher Gang ?? - Ich sagte das ich für solche Preise und für dieses genaue Fundjahr und aus der besten Druse überhaupt wohl erwarten kann das auch die Strecke, sohle, Gangname bekannt ist
mittlerweile hörten schon 3 andere Besucher intressiert zu ...-
Nach kurzen um den heißen Brei herumreden fiel Ihm ein das dieses Stück ja doch ein anderes sei -welches er aus ner sehr alten Historischen Sammlung gekauft hat.-  ;) ;)

Mir war es zu blöd -ich ging weiter - die Stufe hab ich dann noch auf mehreren Börsen gesehen - bin mir sicher das ich das stück auch 2011 wieder sehe ;D ;D

Und noch eine ganz schlimme art ist das Mineralien aus aktuellen Schwarzbefahrung als alte Historische stufen verkauft werden - für schweine viel geld .-
ein unter Sammlern recht bekannter sehr komischer Zeitgenosse aus dem erzgebirge  verfolgt diese art stellenweise sehr erfolgreich .-
Drum sollte man bei Fluorit besonderes eines sehr bekannten Vorkommens eher vorsichtig sein ...-

Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Walpurgin am 17 Mar 11, 08:15
Fluorit ist eh völlig überbewertet.... ,
alles nur Gangmaterial..... ;D
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: Schluchti am 18 Mar 11, 07:59
Da gab es voriges Jahr herrliche Fluorite aus der Beihilfe

Bei der Zuordnung von genaueren Fundorten kann man ruhig mal in der Freiberger Sammlung nachfragen. Da habe ich auch schon so manchen Fundort, der nur als Beihilfe angegeben war exakter eingrenzen können. Aber Du hast recht, voriges Jahr gab es von verschiedenen Händlern gute Behilfe Fluorite. Werbesprüche blende ich da grundsätzlich völlig aus. Wann mir eine Stufe gefällt entscheide ich mit dem Auge und nicht mit dem Ohr. Wenn der Preis vertretbar ist, dann spricht m.E.nichts dagegen auch nur mit der Angabe Beihilfe zu leben, da es relativ gut dokumentierte Vergleichsmöglichkeiten gibt.
Titel: Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
Beitrag von: fassi am 18 Mar 11, 15:02
Hallo .- Vollkommen recht - Für Gute Freiberg Stufen muss man nun mal tiefer in die Tasche greifen -
Leider ist meine Tasche für nen echten Freiberg Hingucker nicht tief genug -
( Ich denk da gerade an so eine wie in Ehrenfriedersdorf hinter Glas steht )  :'( :'( :'( :'( :'(

Mit Fluorit von einen Bekannten Vorkommen meinte ich ne andere Richtung - Im E-Bay  wimmelt es gerad davon.... ;)