Mineralienatlas - Fossilienatlas
Bergbau und Verhüttung / Mining and Smelting / Minería y Fundición => Schlacken, Gläser, Verhüttungsprodukte / slags, glasses, smelting products => Themen zu Schlackenmineralien und -fundstellen, Verhüttungsprozesse etc. => Thema gestartet von: Wenzel am 16 Dec 06, 20:32
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Hallo,
Wer kann weiterhelfen ?
Wie kommt es bei den Schlacken um Mansfeld zur blauen Farbe ? Seltener kommen auch rote Schlacken vor.
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Hallo Wenzel,
da es ja im Mansfelder Land Kupferabbau gab - würde ich Kupfer sagen ... aber bei rot ... ???
Seb
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Hallo aus Mittelfranken
Ich vermute mal, das Eisen das farbgebende Element ist und nicht Kupfer !
Im Siebertal im Südwestharz gibt es am Eisensteinberg eine alte Hütte - ich glaube : Steinrenner Hütte - die Eisenerz verschmolzen hat. Zu finden sind hier auch heute noch reichlich blaue Schlacken, teilweise bis intensiv kobaltblau. Lokal werden sie auch als Sieberachate bezeichnet. Wie gesagt : es war eine reine Eisenhütte und es kann kein Zweifel daran bestehen, das auch nur Eisen als färbendes Element in Frage kommt.
Andererseits sind Eisenschlacken natürlich oft auch rot...es ist wohl alles eine Frage der Oxydationsstufe des Eisens, welche Farbe - rot, blau oder auch grün - die entsprechenden Minerale, bzw. Schlacken haben.
Glück Auf
Thomas
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Hallo,
Würde auch sagen, dass es Fe oder Cu ist.
Fe und Cu in zweiwertiger Form färben die Schlacken, besonders wenn es sich um Gläser handelt, blau bis grün. Glasschlacken von Wittichen, die von Schmiede- nicht Schmelzarbeiten im Bereich der Schmiedestollenhalde herrühren und nur Fe-Minerale führen, sind graugrün durch Fe2+.
Hier waren die Bedingungen reduzierend, so dass sich nur zweiwertige Metall-Kationen bildeten.
Das rote dagegen ist auf oxidierende Bedingungen, etwa heiße Schlacken am Luftsauerstoff, zurückzuführen und sicher Fe3+.
Glück Auf!
Smoeller
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Hallo Wenzel,
vorherrschende Schlackefarbe ist bläulich-schwarz mit schillernden Anlauffarben. Smoeller macht schon die treffenste Aussage.
Rotbraune Schlacken finden sich vorwiegend auf Halden, die einem Haldenbrand zum Opfer fiehlen , insbesondere sind hier dann die Schiefer- und Zechsteinplatten schlackeartig zusammengebacken.
Außerdem wurde heiße - sprich noch glühendes Material auf Halde abgelagert (gekippt) diese dürften auch mehr in Richtung ROT gehen.
Herzliche Grüße von Moni
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Hallo,
na das ist doch schon mal sehr hilfreich für mich. Danke für Eure Informationen.
Liebe Grüsse
Frank