Mineralienatlas - Fossilienatlas
Vermischtes / Miscellaneous / Varios => Dies und Das / this and that => Thema gestartet von: gsiberger am 01 Jan 07, 15:47
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Hallo!
Jeder Mineralien/Fossiliensammler hatte doch schon mal das eine oder andere wirklich kuriose Erlebnis! Hier könnt ihr davon erzählen.
Dann will ich mal den Anfang machen:
Mein Vater fand seine 1. Kluft, weil er sich beim Wandern an den Straßenrand hockte und jauste, der Bergkristall stach, als er sich hinlegte, voll in seinen Rücken. Nachdem er etwas daran gearbeitet hatte ging die Kluft auf! Davor war er schon mehrmals auf der Suche nach einer guten Kluft, gefunden hatte er jedoch nichts, doch dieses mal, ohne die Absicht etwas zu finden, hat er so ein Glück!
Diese Geschichte kommt von einem Bekannten:
Er ging in einer Rinne aufwärts und fand an der Wand einige schöne Bergkristalle. Nachdem er ein paar gelöst hatte bemerkte er dass neben ihm immer wieder weißlicher Quarz-Sand herunterrieselte und er beschloss, die Stelle zu verlassen. Kaum dass er auf der Kante der Rinne stand, lösten sich einige m³ Gestein von der Wand. Ein Baum, der in der Wand wuchs, streifte noch seine Hand!
Ich denke zum Mineraliensammeln gehört oft auch Glück!
Mfg gsiberger =)
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Hallo,
vor einigen Jahren war ich im Spätherbst bei leichtem Regen auf einem Feld in der Nähe von Martredwitz unterwegs. Die dort den Untergrund durchziehenden Quarzgänge geben immer wieder Bergkristalle frei, die man bei grüßndlicher Suche nur aufzuglauben braucht. Nun, ich bin -wie ich das immer mache- den fündigen Bereich systematisch abgeschritten, da hab eich ein System.
Ich beobatete dass ein Moped-Fahrer an der ca. 400 Meter entfernten wenig befahrenen Straße angehalten hat und mir aus der Entfernung etwa 5 Minuten zugesehen hat. Ich dachte mir da nichts dabei, der war sicher nur neugierig, dachte ich.
Knapp 1/2 Stunde später kam ein Polizeiauto und das gleiche Spiel: Anhalten, aussteigen, fünf Minuten zusehen. Nachem ich mit dem Landwirt und Besitzer der Fläche schon öfers nette Gespräche hatte, und der Acker frisch gepflügt war dachte ich mir auch nichts dabei.
Dann aber riefen und winkten mich die Beamten herbei, sie wollten sich wohl die Schuhe nicht schmutzig machen. Sie erklärten, dass sie verständigt wurden weil ein offenbar verwirrter Mann -ähh ich- kreuz und quer orientierungslos durch die Landschaft läuft. Ich erklärte, dass ich Mineralien suche, was mir die Beamten aber irgendwie nicht so recht abnahmen. Nun, Gott-sei-Dank, ich hatte schon einige Kristalle gefunden und konnte diese vorweisen. Das war meine Rettung, denn einer der Beamten bemerkte dass man mich so nicht einfach hätte weiterlaufen lassen. Puhh, da ist mir die Anstalt nochmal erspart geblieben.
Gruß
Berthold
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Hallo und frohes Neues Jahr,
da fiele mir auch was ein:
Im Jahr 2000 waren wir auf der Tauschbörse in Herborn. Nachdem wir durch waren - es war noch früher Nachmittag - wollten wir nochmal in den Herbornseelbacher Bruch, nur mal so gucken.
Auf dem Weg in den Bruch, durch ältere Bereiche, fielen uns mitten auf dem Weg frisch runtergebröselte Brocken auf. Im Vorbeigehen sahen wir, dass sie glitzerten.
Dann stellte sich eine wunderschöne Kluft mit Prehnitkristallen heraus. Wir haben dann sofort weiter oben nachgeschaut, wo das wohl hergekommen sein könnte, aber es war nichts entsprechendes zu finden. Etwas schöneres haben wir in diesem Jahr nicht mehr gefunden.
Gruß Kilo
der allen ebenso tolle Funde ohne viel Anstrengung wünscht
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Hallo
Meine kleine Story liegt zwar viele Jahre zurück, aber ich erinnere mich sehr gerne daran.
Mit einem Sammlerkollegen war ich am "Blauen See" in Ratingen. Der "blaue See" ist ein mit Wasser vollgelaufener Steinbruch. Oben, direkt an der Wasserlinie gab es eine Stelle mit fantastischen Rauchquarzen in Lehm. Stücke bis zu 80 cm, ringsum ausgebildet, konnten wir ausbuddeln. Dazu viele Stücke um die 10-20 cm, die wir neben uns im Lehm lagerten.
Etliche Spaziergänger blieben stehen und schauten zu. Einige fragten und gingen, nach Erlärung, weiter.
Und dann kam diese Dame....ich rede über eine wirkliche Dame. Sauteuer angezogen in voller, dezenter, Kriegsbemalung. Allein für die Ohrringe hätte ich mir n neues Auto kaufen können (das kann ich beurteilen). Die, hochhackigen, Schühchen sicher in Mailand handgefertigt.
Beeindruckend und dazu verdammt hübsch, man kann sogar sagen, schön (das kann ich auch beurteilen).
Die Dame sprach uns ebenfalls an. Sehr nett und wohlartikuliert. Nach Erklärung bittet sie uns um einen Rauchquarz. Bevor ich den kleinen Abhang hoch und an der Dame schnuppern konnte, sagt mein Kollege: "dann müssen se herkommen und sich einen holen!"
Verdammt! Asche auf sein Haupt!!!
Und dann kam die Braut tatsächlich durch das Gras, den kleinen Abhang runter, durch den Matsch und Lehm zu uns. Ich hab ihr ein schönes Stück im Wasser gewaschen und gegeben. Sie hat sich artig bedankt und über die dreckigen Schuhe nur gelacht.
Ihren Duft hatte ich noch tagelang in der Nase.
Die Dame hat noch heute meine volle Hochachtung!!!
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@Kilo
Deinen Bildern nach zu urteilen, dürfte es sich bei deinem Fund nicht um Prehnit sondern um Stilbit handeln. Um sehr schönen zudem.
Carsten
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Hallo,
Deinen Bildern nach zu urteilen, dürfte es sich bei deinem Fund nicht um Prehnit sondern um Stilbit handeln.
...da kann ich nicht zustimmen, ich denke schon Prehnit.
Gruß
Berthold
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Hallo!
Muß auch dem Carsten zustimmen, ich hab in Herborn genau solchen Stilbit gefunden, Prehnit gibts da auch , aber der is grün und nierig, oder??
Gruß
TK
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Hallo,
und dann will ich doch auch noch was beisteuern:
Als der Steinbruch in Becke-Oese (Sauerland) noch in Betrieb und ich noch im jugendlichen Alter war, traf ich dort eines Tages auf einen Sammler, der aufgrund seines fortgeschrittenen Alters nur "sehr verhalten" sammeln konnte. Er beschränkte sich darauf, hier und dort mal ein Stück aufzulesen und nur ganz vereinzelt seinen Hammer zum Einsatz zu bringen. Plötzlich entdeckte er einen sehr großen Brocken, der von außen Klüfte mit Calcit und Kupferkies erahnen ließ. Nachdem er diesen einige Zeit inspiziert und festgestellt hatte, dass er an daran mit seinem Werkzeug nicht viel ausrichten konnte, wandte er sich schließlich an mich und fragte, ob ich mit meinem Vorschlaghammer mal draufhauen würde. Es war unverkennbar, dass ihm das Äußern dieser Bitte nicht leicht viel. Ich half ihm aber gern, zertrümmerte das Teil und formatisierte danach auch noch die zu Tage kommenden Stufen. Der ältere Sammler wusste gar nicht wie ihm geschah, als plötzlich neben seinem Rucksack zahlreiche schöne Stücke lagen und ich sein Angebot, doch wenigstens eins davon für mich einzupacken, auch noch ausschlug. Ich habe selten einen derart glücklichen Mann gesehen. Wir haben dann bestimmt noch eine Stunde über sein Sammlerleben gesprochen und die schönsten Erlebnisse ausgetauscht. Einige gute Tipps konnte ich auch noch mitnehmen.
Sicherlich fragt sich die/der ein oder andere nun, was daran kurios ist. Es ist deshalb kurios, weil ich gerade als junger Sammler viel zu selten erlebt habe, dass sich gestandene, erfahrene "Meister" herabgelassen haben, mit einem vermeintlichen Anfänger ein Gespräch zu führen, diesen ernst zu nehmen oder gar dessen Hilfe anzunehmen. Das hat mir damals sehr gut getan.
Carsten
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Ich war vor Jahrenmit einem Freund zusammen an der Graulai bei Hillesheim sammeln. Im Bruch angekommen, bemerkten wir das an einer bekannt fündigen Stelle mal wieder geschossen war. Vor uns waren zwar schon Sammler am Werk gewesen, aber die hatten offenbar keine Ahnung oder etwas ganz anderes gesucht als Micromounts. Jedenfalls lag zentnerweise höffiges Material auf einer Fläche von ca. 10 x 10 m herum, so das wir nur einsacken mussten. Nicht mal den Hammer haben wir gebraucht. Zu Hause unter dem Bino kamen dann die erwrteten Funde. Barytolamprophyllit, Batiferrit, und vor allem Batisit.
Ein ca. Zigarettenschachtelgroßes Stück wies einen ca 2x2 cm großen Hohlraum auf in dem herrliche rosafarbige Batisite aufgewachsen waren.
Das Stück war ein Spaltstück und so suchte ich meinen gesamten Fund nach dem Gegenstück ab. Das waren immerhin an die Hundert Stücke. Nix war.
Einige Tage später kam mich mein Freund besuchen und hielt mir seinen besten Fund von diesem Tage unter die Nase. Ebenfalls rosafarbige Batisite.
Ihr ahnt es schon, und so war es auch. Er hatte das Gegenstück gefunden. Und auch er hatte seinen gesamten Fund nach dem ( meinem ) Gegenstück durchsucht.
Das irrsinnige an der Sache ist, das jeder von uns nur einen bestimmten Teil der Halde abgesucht hatte. Das Stück muss nach dem Draufhauen einige Meter geflogen sein.
Ralf
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Hallo,
@Carsten, TK und Berthold,
Nochmal zu meinem Fund von Herbornseelbach:
Ich hab auch lange rumgerätselt, ob es sich um Stilbit oder Prehnit handeln könnte und mich schließlich für Prehnit entschieden. Aber ich lass mich gerne korrigieren. TK: Bist du wieder in Oberursel? Dann bringe ich das Stück mal mit. Vielleicht wird es dann geklärt.
Bis dahin
Gruß Kilo
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Hallo Kilo!
Ja bring das Stück mit , wenn Du nach Oberursel kommst!
Gruß
TK
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Na dazu kann ic h auch was sagen .
Es war so ca. 1989 wir waren grad nach Amerika bei Penig gezogen ,ich war so 13,14 und ging dazumal mit Besuch und meinen Eltern im nahegelegenem Steinbruch und Wald spazieren.
Als wir dann Richtung Waldrand unterwegs ware sah ich plötzlich nen Haufen Steine - nein nicht die, die vom Bauer an den Feldrand gelegt werden sondern diverse Stufen : Malachit ,Baryt ,Flourit ,Schörl,Siderit,,Amethyst,Rauchquarz und andere Quarze ,Orthoklaas mit Pyromorphit , Almandin ,Limonit , Goethit ,Magnetit und ein Topas war auch dabei den hat aber mein Cousin.
Naja derjenige der das dort abgelegt hat hat sicher seinen Rucksack ausgelehrt und hatte bessere Sachen gefunden oder es war ne geerbte Sammlung die einer weg geschmissen hat ,wer weiß ; aber für mich war das der Grundstock für meine Sammlung .
Wenn mir jemand was zu den Fundorten sagen könnte wäre ich dankbar . . . oder noch besser : Vielleicht hat einer von euch . . . , nein das ist unwahrscheinlich das der edle Spender Mitglied vom Mineralienatlas ist ?
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gleich gehts weiter . . .
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Ach leider kann ich nicht solche tollen storys haben.
Aber als ich mit dem Freisammeln begann vor paar jahren und mich beim autobahnbau so umgesehen habe
am rande bei den anbgetragenen seite stze ich mich bisschen hin auf einen grösseren stein
beim näheren betrachte habe ich bemerkt das ich in einem negativ abdruck eines amomiten saß
da ich nicht mehr dort hingekommen binn denke ich mal das dieses grosse stück wohl schon seine finder gefunden hat.
viel spass bei weiteren hübschen anektoden.
Grissle Hans
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und die beiden noch :
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Hallo Pseudonym!
Ich versuch mich mal bezüglich der Anfrage zu den Fundpunkten.
Waldrand1: links unten >> Hämatit aus dem Schneeberger Raum, vielleicht Grube Osterlamm bei Hammerbrücke
Waldrand2: links oben >> Muskovit aus dem Granulitgebirge
Waldrand4: oben >> Pyromorphit auf Baryt von Halsbrücke
rechts unten >> Zinnwaldit aus Sadisdorf oder Zinnwald
Der Amethyst kann theoretisch von fast überall aus dem Erzgebirge stammen...wahrscheinlich aber eher Westerzgebirge.
Das sind die Stücken, die ich etwa zurodnen kann. Mehr lässt sich leider anhand der Fotos nicht sagen, jedenfalls für mich nicht. Ich empfehle dir, mal einen Erzgebirgssammler zu fragen bzw. ihm die Stücken zu zeigen. Die kennen sich i.d.R. gut aus! Viel Erfolg dabei und beim Aufbau einer schönen Sachsensammlung (sofern du das vorhast). Eine Frage, was ist dein Sammelgebiet?
Grüße!
Robert
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Hallo,
Mir wollte ein mal ein Klassenkamerad eine ~6 cm. Scheibe fossilisiertes Holz verkauven.
Er hat mir erzählt, er hätte es frisch gewaschen und poliert auf dem boden im Wald gefunden. ;)
Schließlich hat erihn mir für den Viertel seines Wertes verkauft.
Ciao,
Dorian
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Waldrand 3 : scheinen mir Stufen aus Irfersgrün zu sein (außer die Obere)
Quarz /Feldspat, Muskovit
Gruß
Der Conny
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Sorry, ich meinte Waldrand 3 nicht 4 !!
Robert
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Eine Geschichte hätte auch ich noch:
Letztes Jahr gingen ein Kollege und ich sammeln und wir befanden uns in einem Steinbruch. Es hatte überraschenderweise leicht angefangen zu regnen und im ganzen Steinbruch hörte man immer wieder Steinschläge niedergehen. Wir befanden uns gerade an einer Wand, als in unserer Nähe, ca 10 m entfernt ein Stein herunterkrachte. Man roch sogar noch den Schwefelgeschmack vom Aufschlag und wir beschlossen, es für den Tag sein zu lassen, weil es einfach zu gefährlich wurde. Ich befand mich etwas weiter oben in der Wand und packte noch meine Funde zusammen und mein Kollege dachte sich, er warte unten auf mich. Doch genau in dem Moment, ich war schon auf dem Weg nach unten, 30 Sekunden später wäre ich bei ihm gewesen, donnert über ihm ein Steinschlag mit 20 - 30 sehr großen Steinen los, die sicher alle so an die 10 - 20 kg hatten! Wir hatten zwar Helme dabei aber die hätten nicht wirklich was genützt! Er rannte dann so schnell er konnte in meine Richtung, der Großteil des Materials fiel hinter ihm zu Tal. Er rutschte ein paar mal aus und verlor dadurch Zeit, wäre das nicht geschehen hätte ihn ein Brocken voll getroffen! So streifte der Stein, der sicher an die 20 kg hatte gerade noch seinen Schuh, den er vorausstreckte um den nächsten hastigen Schritt zu machen. Ich konnte während der ganzen Zeit nur wie versteinert zusehen. Seitdem meiden wir Wände und steile Hänge wenn es regnet und gehen dann lieber klettern in eine Halle =)
Hätten wir den Entschluss 5 Minuten früher gefasst wäre das alles nicht passiert! So is das nun mal...
Solche Ereignisse geben zu denken und man stellt sich einen Haufen "Was-wäre-wenn-Fragen" doch es ist nun mal so gelaufen und nicht anders und das ist alles was zählt. Ich bin irgendwie froh über dieses Ereignis denn wir sind dadurch doch vorsichtiger geworden!
Mfg gsiberger =)
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Hallo,
so wie Ralf mit seinem Batisit ging es mir 1987 mit einem Achat (s. Bild ) aus Schöngleina. Auf dem damals noch großen Feld fand ich diesen seltenen Mikroachat mit 4 verschiedenen Achaten. Wenige Wochen später fand Calzitminer Ingo an einer anderen Stelle des Feldes genau das dazu passende Gegenstück! Leider habe ich es nur am Fundtag einmal gesehen, da es später im Magazin des Naturkundemuseums Gera verschwand (1995) und dort anlässlich des Vortrages über den Fundort Schöngleina 2004 gesucht und nicht wieder aufgefunden wurde.
Gruß Conny
http://www.jetzweb.de/Colinde/Mikroachate.html
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Noch ein Erlebnis, was ich wohl nie vergessen werde.
Vor vielen Jahren war ich mal wieder in Holzen unterwegs. Damals stand noch der alte Hochspannungsmast und in den Bereich darunter kamen immer wieder sehr schöne Klüfte vor. So auch an diesem Tag. In etwa vier fünf Meter Höhe sah ich eine interessant erscheinende Kluft. Da die Wand nicht sehr steil und auch nicht sehr hoch war, beschloss ich einzusteigen. Die Kraxelei war zwar nicht gefährlich, aber doch recht schwierig. Aber es sollte sich lohnen. Nachdem ich die Kluft freigeräumt hatte, konnte ich neben vielen kleineren Stufen ein echtes Prachtstück bergen, ca. 20 x 20 cm groß, mit herrlichen Calciten, Kupferkies und Zinkblende. Nun war es schon schwierig, zu der Stelle hochzukommen. Runter war´s noch komplizierter. Dennoch schaffte ich es, die Stufe heil nach unten zu bringen und legte sie, zusammen mit den anderen Funden, bei meinem Rucksack ab.
Wieder stieg ich hoch, um die Kluft weiter zu bearbeiten. Während ich so vor mich hin arbeitete, kommt ein Auto in den Bruch gefahren. Der Fahrer hat mich offenbar gesehen und kam mit seinem Gefährt bis zu meinem Rucksack gefahren. Er stieg aus, wir grüßten uns und er fragte nach meinen Funden. Ich erwiederte, dass es eine gute Kluft war, wie er auch an den ausgelegten Stufen sehen könne. Er betrachtete die Stufen, nahm die große Stufe auf, drehte sich rum, stieg in sein Auto und fuhr weg. Mit meiner Prachtstufe. Ich war zunächst wie gelähmt und wusste gar nicht was da abgeht. Das kann doch nicht sein !! Und doch, es war so. Er verschwand auf Nimmerwiedersehen. Ich konnte so schnell gar nicht aus der Wand und den Hammer hinterher werfen war auch nicht mehr möglich.
Heute muß ich über diese Dreistigkeit lachen, aber damals hätte ich töten können.
Ralf
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Im Sommer 1995 waren mein Freund Thomas und ich im Pfitsch-Tal unterwegs. Wir hatten einen Tip bekommen das ein Südtiroler Sammler eine
große Bergkristall-Kluft leergeräumt hatte. Auf den Bergkristallen waren die schönsten Anatase aufgewachsen und auf die hatten wir es abgesehen.
Die Fundstelle hatten wir bald gefunden (um 6:00 h morgens) und wir begannen den Schutt um die ausgebeutete Kluft freizuräumen. Nach mehreren
Versuchen fanden wir am Boden der Kluft eine Spalte die z.T. mit Calcit gefüllt war. Es kamen bald die ersten Stücke und Thomas und ich arbeiteten
uns langsam aber sicher in die Tiefe - die Funde wurden immer vielversprechender...
Die Fundstelle lag an einer senkrechten Wand und links von uns war ein Felsvorsprung. In diesem Vorsprung gab es eine dreieckige Rinne
in der ein dreieckiger Felsklotz lag - dieser machte uns mit der Zeit immer nervöser da die Rinne genau auf unsere Fundstelle zeigte.
Ein Versuch den Felsklotz runter zu schubsen scheiterte.
Wir beschlossen also ab jetzt abwechselnd zu arbeiten (was auch Sinn machte - da der Platz enger wurde).
Also war es so das einer im "Loch" saß (meist Thomas) - der andere stand an der Rinne mit einer Hand auf dem "Klotz" um sofort zu warnen
wenn da was rieselte oder wackelte.
Inzwischen war es schon Mittag vorbei und wir haben also schon über 6 Stunden ohne Pause gearbeitet - Gute und viele Funde waren der Lohn.
Nun musste ich mal austreten und bat Thomas aus dem Loch zu kommen. Erst wollte er nicht ; aber mit Nachdruck und Hinweis auf den Klotz in
der Rinne konnte ich Ihn dann doch überreden die Fundstelle zu verlassen. Er ging nach links und holte Brotzeit; ich ging nach rechts zum Austreten.
Als wir beide gerade zu unserer Fundstelle zurückgingen tat es auf einmal einen fürchterlichen Schlag und von irgendwo oben her knallte ein
großer Felsbrocken (ca 12m lang, 2 * 2m Durchmesser) genau in unsere Fundstelle. Durch sein Gewicht zerbrach er zur Hälfte und alle diese
Brocken hat es in unser Loch gequetscht.
Wir hatten dort über 6 Stunden gearbeitet und nur eine Pause von ca. 2 Minuten gemacht !!!
wir wären nicht nur tot gewesen sondern Hackfleisch ........ (der "harmlose Dreikantfelsen" in der Rinne hatte uns wohl das Leben gerettet)
Funde weg - Werkzeug zum Großteil zerstört; Brechstange als Korkenzieher - Nach einer kurzen Schreckenspause haben wir dann an der Spitze
dieses Sturz-Brockens ein Calcit-Band aufgearbeitet (mit dem Ersatzwerkzeug) und ich kann Euch sagen es kamen die besten Anatase raus die
ich jemals gesehen habe.
Allerdings wurde uns beim Heimfahren das Geschehen erst so richtig bewusst und der Schreck kam nachträglich - fast zwei Jahre haben
wir beide dann nicht mehr gesammelt.................................
Grüße Anatas (der seither einen Anhänger mit der hl. Barbara trägt)
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hallo
Ich war einmal mit nem Kumpel in Usingen an der anderen seite in dem Bruch und haben uns umgesehen aufeinmal standen wir da und uns viel auf das der aufstieg leichter war als der abstieg.Ich hab da schon etwas erfahrung und bin einfach die Wand weiter entlang wo ich dan auch an der nächsten ecke runter kahm.Mein Kumpel war nich so schnell und fand keinen halt da viel er aufeinmal runter und ich seh nurnoch wie er unter der Ecke verschwand.ich dachte schit jetzt is er tot der muss ja min 3-4 meter gefallen seien aufeinmal guckt sein Kopf hervor und er war nur so 1,5 meter gefallen und auf den Füssen gelandet puh^^
Dan war ich ein-zwei Jahre früher mit ihm in Idar Oberstein in den aufgellasennen Bruch kurz vor der Stadt.Dort war ich zu derQulle oder was das is ganz oben mal gegangen beim runter gehen bin ich auf ner kleinen Steinplatte stehen geblieben die auch dan mit mir auf ihr kurzerhand 3-4 meter die steigung runter rutschte und dan einfach stehen blieb.Kurz darauf bin ich dan etwas weiter unten den Geröll stück darunter wo ich wieder ins rutschen gerieht und beim hinfallen mit der Hand in einer 20 cm Quarzdruse mit einigen schönen Calziten und Ametysten viel.war schmerzhaft aber doch hat es mir den Tag geretten da ich sonst nichts schönes fand^^
Gruß sascha
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Hallo,
ja, sowas kann manchmal ganz schön danebengehen. Zum Sammeln gehört halt auch eine gewaltige Portion Glück!
Im Oktober 1983 war ich mal in der Clara und machte mich am Fuß eines recht großen Abraumhaufens zu schaffen. Mir fiel auf, dass da eine Familie mit zwei Kindern (wie kamen die da bloß rein?) rumwuselte. Gerade als ich ziemlich konzentriert an einem vielversprechenden Brocken dran war klatschte wenige Zentimeter an meinem Kopf vorbei ein größerer Brocken in eine Pfütze. ich war naß von oben bis unten. Von dem Hügel grinste ein etwa 12jähriges Mädchen herab, die Affinität zu Pippi Langstrumpf war nicht zu übersehen. Ich fand das ganze allerdings weniger witzig, denn ein Treffer wäre in jedem Fall tödlich gewesen. Noch bevor ich was sagen konnte, waren die Leute dann weg.
Am nächsten Tag hab ich die Bagage dann im Artenberg wieder getroffen - damals durfte man ja noch rein. Diesmal fiel mir der Bub auf, der mit einem Hammer auf alles, was kristallin aussah, einschlug. Jetzt einen Riesenladen aufzumachen, war sinnlos, Ich sagte den Leuten nur ganz ruhig, der Berg würde nach der gestrigen Sprengung knistern und möglicherweise könnte eine Wand einstürzen.
So schnell hab ich noch nie jemand flüchten sehen, wie diese Familie.
Gruß Kilo
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...... ach ja da war ja noch die Geschichte vom Oktober 1989 aus den alten Kieselschieferbrüchen bei Altmannsgrün/Oelsnitz (ich glaube die hatte ich hier schon einmal zum Besten gegeben). Ingo L. (Calcitminer) war damals (glaube ich jedenfalls ) auch dabei. Da war ja sogar die Polizei bei mir zu Hause! Ich suche noch danach. Ansonsten kommt sie noch einmal hier ;)
Gruß Conny
Gefunden:
Altmannsgrün ist mir auch ganz gut bekannt. Funde gab es so zum Bsp. im Oktober 1989 dort, wo die schon damals vorhandenen Einfamilienhäuser standen. Man konnte unbehelligt suchen. Nur muß damals das Auto irgend einem aufgefallen sein, der dann gleich dachte, wir würden über die Tschech. Grenze nach dem Westen abhauen wollen. Jedenfalls war die Polizei bei mir zu Hause und fragte meine Frau, wo ich denn sei. Erinnern konnte ich mich auch noch an ein Auto, das direkt neben unserem Trabbi stand. Es muß uns (Ingo Löffler-Calcitminer und ich) wohl jemand beobachtet haben (ob das scheinbar verwaiste Auto von jemanden abgeholt würde oder?). Jedenfalls arbeiteten wir wenige Meter hinter der Böschung wo davor der Trabbi stand, ohne das der Beobachter es merkte und setzte die ganze Aktion in Gang! Erst als wir mit Werkzeug beladen kamen, muß der Mann offenbar seinen Irrtum bemerkt haben und zog sich schnell zurück. Das aber nur als kleine Episode von meinem letzten Besuch in Altmannsgrün (man ist das schon wieder lange her!!!)
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Ich hab da noch ein lustiges Erlebnis ....
Im August 1990 war ich mit Freunden beim Sammeln im Val Val / Val Guiv in der Schweiz. An diesem Tag habe ich mich von meinem Kumpel getrennt (er hatte
was anderes "Geheimes" vor). Ich bin dann zuerst durch Val marschiert und dann Richtung Crispalt-Lücke - Val Guiv. Irgendwann habe ich einen anderen
Sammler/Wanderer? entdeckt der auch diese Richtung einschlug. Kurz vor der Crispaltlücke bin ich dann links abgebogen und fast weglos weiter Richtung Guiv.
Zu meinem Erstaunen folgte der Sammler/Wanderer meinem Weg - komisch dachte ich und ging gemütlich weiter. Die Wege in den Bergen sind weit und
hoch und irgendwann nach über 2 Stunden meldete sich mein Magen (ich frühstücke nicht) - also Pause und Brotzeit.
Rucksack runter - Brote ausgepackt und Mahlzeit. Der Wanderer/Sammler war immer noch unterwegs auf meinen Pfaden und näherte sich mir langsam.
Als er so näher kam war ich sehr verwundert - der Herr war meiner Schätzung mindestens 70 Jahre alt. Respekt - Toll wenn ich das auch in diesem Alter
noch schaffen würde.
Nun kam er etwas ausser Atem bei mir an und grüßte mich sehr freundlich. Als er wieder Luft hatte bat er mich Ihm meine Sammelerlaubnis zu zeigen.
Kein Problem - ich hatte ja brav eingezahlt. Er studierte den Einzahlungsbeleg sorgfältig - bedankte sich wieder sehr freundlich und machte sich
dann an den Abstieg.
Ich habe Ihn noch eine Weile beobachtet - war der Kerl doch mit seinen über 70 Jahren 2 Stunden hinter mir die Berge hoch getappt nur um mich zu kontrollieren.
--- die spinnen die Schweizer --- (aber sie haben Kondition)
Grüße Anatas
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@Conny3
ja, ja, dort lebt schon ein komisches Völkchen. Als ich einst in Altmannsgrün buddelte kam einer der Anwohner, führte sich auf wie Rumpelstielzchen und faselte was von "Urangasen" die durch mein Schürfen freigesetzt werden und alle vergiften ;D ;D ;D. Da stand wohl einer mächtig unter Drogen.
Gruß Bergmeister
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Hallo und frohes Neues Jahr,
da fiele mir auch was ein:
Im Jahr 2000 waren wir auf der Tauschbörse in Herborn. Nachdem wir durch waren - es war noch früher Nachmittag - wollten wir nochmal in den Herbornseelbacher Bruch, nur mal so gucken.
Auf dem Weg in den Bruch, durch ältere Bereiche, fielen uns mitten auf dem Weg frisch runtergebröselte Brocken auf. Im Vorbeigehen sahen wir, dass sie glitzerten.
Dann stellte sich eine wunderschöne Kluft mit Prehnitkristallen heraus. Wir haben dann sofort weiter oben nachgeschaut, wo das wohl hergekommen sein könnte, aber es war nichts entsprechendes zu finden. Etwas schöneres haben wir in diesem Jahr nicht mehr gefunden.
Gruß Kilo
der allen ebenso tolle Funde ohne viel Anstrengung wünscht
Hallo!
schöne Stücke, aber ich sehe auf den Bildern keinen Prehnit sondern Stilbit!
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Hallöchen zusammen,
Wenn man wie ich in einer relativ steinarmen Gegend (Berlin) wohnt, zeichnen sich die Geschichten eher durch kuriose Funde (meist im Geschiebe) aus, als durch spektakuläre Klüfte und zwei Meter neben einem herunterdonnernde Felsen. So traf ich etwa einmal in einer Kiesgrube nähe Oderberg auf ein paar Kinder aus dem nächsten Dorf. Sie fragten, was ich hier tun würde und nachdem ich es ihnen erklärt hatte, fingen sie an, im Kies herumzubuddeln. Irgendwann hörte ich hinter mir: "suchst Du sowas hier?"
Ich drehte mich um und einer von den Jungs hielt eine doppelt faustgroße Feuersteinknolle in der Hand, in welcher neben einer hübschen Druse mit kleinen Bergkristallen ein herrlicher Hohlraum ausgekleidet mit gelbem Chalcedon saß.
Auch schön war der acht Zentimeter hohe Rauchquarzkristall, den ich bei Ausschachtungsarbeiten an meiner damaligen Schule gefunden habe und, und, und...
Zu den Waldrandfotos:
1) ganz oben links: sogenannter Polyederamethyst aus dem südlichen Gebiet des Warmbader Amethystganges
ganz oben mitte: Rauchquarz xx mit etwas Schörl augenscheinlich vom Elzing bei Limbach-Oberfrohna
2) die dürften aus dem Dunstkreis von Geyer stammen
3) unten rechts: Muskovit vom Elzing (?); die Stücke von Krumbacher Fähre bei Sachsenburg sahen so ähnlich aus
4) Orthoklas ziemlich sicher auch vom Elzing
Glückauf
Andreas
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Kurios war bei mir fast das ganze Jahr 2006 - von den paar Exkursionen die ich geplant hab hatte ich 5 (!) mal Treibjagden in dem interessanten Gebiet ::)
Immer in anderen Gebieten und zu unterschiedlichen Jahreszeiten und besonders ärgerlich wenn man über 100km unterwegs ist für nichts.
Das "Beste" war allerdings im Harz: vom Kloster Michaelstein erst zur Höhlenkirche Volkmarskeller und dann in der Nähe Altbergbau anschauen. So war es zumindest geplant. Nach über einer Stunde Wanderung war dann keine 20m vor der Höhlenkirche der Waldweg wegen Treibjagd gesperrt ...
Soviel zum Thema Glück ;)
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@steinjäger:
Hast recht es ist Stilbit. Auf der Oberurseler Börse hat TKMineral meine letzten Zweifel beseitigt, danke dafür.
Gruß Kilo
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Glück Auf ,
ich habe da zwei Geschichten im Angebot.
Nr.1
Im Frühjahr 2003 ging es mit der Jugendgruppe vom Verein zur Caspari bei Arnsberg, vor der Tour rief der Jugendleiter an und sagte, dass wir nur kleines Werkzeug mitnehmen sollten, was nicht so aus dem Rucksack rausguckt, damit wir kein unnötiges Aufsehen erregen. Gesagt, getan, auch sind wir (der Jugendgruppenleiter hatte sich vorher schlau gemacht wo ungefähr der "Grünrock" wohnt) so nach Uentrop reingefahren, dass wir nicht beim Förster vorm Haus durchs Dorf gefahren sind. Als wir aber an der Halde waren dauerte es keine halbe Stunde bis der Förster laut schimpfend erschien.
An dieser Geschichte kann man folgendes erkennen:
1. Wir sind in Deutschland, wo das Verpetzen lange Tradition hat.
2. Keine Planung kann sorgfältig genug sein um dem Kommando "Wachsamer Nachbar" zu vorzubeugen.
3. Das nächste Mal nicht in einer Kolonne am frühen Sonntag Morgen in Richtung Caspari fahren, sondern lieber noch unauffälliger sein.
Nr.2
Ein Sammelkamerad und ich wollten unterhalb des Plöger Steinbruchs in Velbert sehen ob es dort alte Halden gibt, welche noch nicht mit Müll bedeckt sind. Wir hatten schon gehört das dort die Fundaussichten gleich null sind und allerhöchstens Belegstücke zu erwarten sind, aber weil wir gerade vorher einen ziemlich derben Rausschmiss von der Halde der Grube Josephine "genossen" hatten, und es noch früh war, machten wir uns also auf den Weg. Nach einiger Zeit stießen wir auf einen ziemlich großen Felsbrocken, auf welchem von außen einige Quarze zu sehen waren. Wir ließen ihn erstmal aber in Ruhe, als wir aber keine Halde eintdeckten, machten wir uns an ihn ran. Wir hatten, weil wir nicht solche Brocken erwarteten, keinen Vorschlaghammer dabei und, weil wir da noch ziemliche Anfänger waren, wurden dünnte, tote Bäume aus der Schonung, in welcher der Brocken lag als Rammböcke verwendet. Als es dunkel wurde war der Brocken schon zum Großteil zerlegt und einige kleine Stufen mit Calcit und Quarz geborgen. Am nächsten Tag kamen wir mit dem passenden Werkzeug wieder und nahmen den Klotz entgültig auseinander. Was uns da erwartete, hatten wir uns nicht träumen lassen: Eine weit über 20cm. große Druse mit Rauchquarzdoppelendern und Calciten, in der zu allem Überfluss auch noch zwei größere Aragonitschwimmer lagen. Auch hatten wir das Glück, dass sich die Druse genau in zwei gleich große Teile teilen ließ ohne irgendeinen sichtbaren Schaden zu nehmen. Ein Foto meiner Drusenhälfte gibts in meinem Steckbrief: http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/SammlerSteckbriefe/Maulwurf (http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/SammlerSteckbriefe/Maulwurf)
Fazit dieser Tour: Belegstücken müssen nicht nur MM-Format haben. ;)
Mit freundlichen Grüßen
Fabian
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Grüezi mitenand,
Ist Mineraliensammeln nicht ein Geschäft geworden? Ein hart umkämpftes Geschäft, geführt von eisernen, verschwiegenen Gestalten, die einander nichts gönnen? Es scheint mir manchmal so. Dabei kann es durchaus lustig sein. Was erlebt man nicht alles für groteske Geschichten im Laufe der Zeit. Ich finde, es ist an der Zeit, in die bierernste Seriosität mal wieder ein kleines Schmunzeln zu zaubern. Her mit Euren Anekdoten! Ich weiß, dass jeder von Euch etwas komisches erlebt hat, dass mit seinem Hobby zu tun hat. Lasst uns zusammen drüber lachen. Ich fang dann mal an...
Meine beiden Erlebnisse fanden beide im Harz statt. Ich war so neun oder zehn Jahre alt und das erste mal im Harz so richtig sammeln. Ja, und da darf natürlich eins nicht fehlen: der Besuch der Sammlung in Clausthal. Mit großen Augen wandert der kleine Steppke mit seinem Vater durch die Vitrinenreihen. Vor einem Stück bleibt er stehen und schaut kritisch. "Das ist aber kein Baryt, das ist Siderit!", schallt es durch den Ausstellungsraum. Mein Vater zischte mir zu, ich solle gefälligst still sein. Das wäre hier eine Universitätssammlung, die Leute wüssten schon, was sie da hin schrieben. Nun hatte der ältere Mann, der in der Ausstellung Wache schob, sich hinzugesellt. Es stellte sich heraus, dass er einst im Harz ein Bergmann gewesen war. "Nein, nein. Ihr Sohn hat schon recht. Ich hab denen schon lange gesagt, dass sie das Etikett endlich austauschen sollen!"...
Die andere Geschichte ereignete sich Luftlinie nur ein paar Hundert Meter entfernt in einem Mineraliengeschäft in Zellerfeld. Ich durfte mir ein paar Stücke aussuchen und wählte ein paar Bad Grunder Stufen. Eine weiteres Mineral fand mein Gefallen, aber da ich schon etliche andere Stücke gekauft bekommen hatte, war dieses Stück nun nicht mehr erschwinglich. Da dachte sich die Verkäuferin wohl, ich erlaube mir mal einen kleinen Scherz. "Wenn Du mir sagen kannst, was das ist", meinte sie, "dann darfst Du das Stück behalten". Sie hatte nicht damit gerechnet, dass der kleine Junge schon seit vier Jahren eifrig damit beschäftigt war, bunt bebilderte Mineralienbücher durchzuforsten und seine Schlüsse daraus zu machen. "Das ist ein Vanadinit!!!". Die Feststellung stand unwiderruflich und korrekt im Raum. Das Stüfchen habe ich heute noch und es bringt mich immer noch zum Grinsen, wenn ich es sehe. Den Laden habe ich zehn Jahre später wieder betreten. Er wird immer noch von den selben Leuten geführt. Ich kam mit ihnen ins Gespräch und erwähnte, dass ich bereits seit dem sechsten Lebensjahr Mineralien sammelte. Die Frau muss ein unglaubliches Gedächtnis haben. Sie meinte, dass vor vielen Jahren mal ein Junge mit seinen Eltern dort gewesen wäre, der mir irgendwie ähnlich gesehen hätte. Man kann sich die Erheiterung vorstellen, als ich die Situation auflöste!
Glückauf
Andreas
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Hallo, zusammen,
das kurioseste Sammelerlebnis hatte ich am Karnevalsdienstag mit meiner Tochter. Das hat aber eine Vorgeschichte.
Ehemalige Bekannte aus Düsseldorf zeigten mir vor ca. 30 Jahren einige Rauchquarze, so ca. bis 10 cm groß in verschiedenen Ausbildungen( kleine Schaustufen) mit großen Kristallen. Diese hatte der Sohnemann auf einem Schulausflug gefunden, konnte sich aber nur daran erinnern, diese in der Nähe eines Pferdegestütes (in
Heiligenhaus unter einem umgestürzten Baum gefunden zu haben. Nachfragen beim Lehrer scheiterten daran, das dieser schon verstorben war.
Auf der Suche nach den Rauchquarzen fanden die Eltern große Quarzstufen bis zu über einem Meter Durchmesser, verkauften diese auch auf Börsen.
Aber die Stelle mit den Rauchquarzen war nicht wieder aufzufinden.
Diese Geschichte spukte auch bei mir immer wieder im Kopf herum, sa daß ich die Gegend um besagten Reiterhof wirklich in- und auswendig kannte.
Am Karnevalsdienstag fuhr ich denn mit meiner Tochter Richtung Heiligenhaus, um vielleicht unter umgestürzten Bäumen etwas zu finden (Kyrill).
Und siehe da, auf Anhieb fanden wir unter einer Baumwurzel Rauchquarze, die schon als Morione durchgehen können. Kristallgrößen bis 5cm waren dabei.
Die Freude war natürlich groß. Leider mußten wir durch die Dunkelheit abbrechen, aber die nächste Sammeltour ist schon geplant.
Glückauf
Couchmolch Peter
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Hallo,
dann sag doch einfach Bescheid ;-) und ich schliesse mich mit meinem Sohn an!
MfG
Frank
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Ja da gibt es schon kuriositäten die einen beim sammeln widerfahren,von einer möcht ich auch etwas berichten nämlich wie ich meinen letzten Tektit in der Lausitz fand. Da gibt es Sammler die können stundenlang, mit einer Gabel bewaffnet auf einen Schüttkegel sitzen um die Objekte ihrer Begierde aufzuspüren,um dann feststellen zu müssen das Tektite so selten sind das man wieder unverrichteter Dinge und leicht vor sich her schmollend den Heimweg antreten muß. An einen Tag des Jahres 2000 suchte ich im Kieswerk von Pohley, (das liegt am ehem Tagebau Klettwitz-Nord)etwas lustlos nach Achaten.Nachdem ich eine Handvoll kleinster Kleinachate mein eigen nannte ging ich zum auto,welches vorm KW parkte und mußte noch mal für "kleine Männer" stellte mich in Position,fing an und siehe da... im nassen Glanz erstrahlte vor mir ein, man glaubt es kaum, Tektit. Nicht sehr groß aber der Tag erstrahlte im Sammlerglück.
Bernd Janot, Brieske
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Hallo, zusammen,
es geht um die Fundstelle Heiligenhaus/ Rauchquarze.
vielen Dank für die ganzen Zuschriften. Viele von euch möchten natürlich mit auf Sammeltour.
Ich habe lange hin- und herüberlegt, doch die Befürchtung, das größerer Flurschaden angerichtet wird,
hat mich dazu bewogen, die Stelle(n) nicht freizugeben. Ist eben kein Steinbruch, sondern Forstgebiet.
Bitte versteht das. Negative Beispiele in der Vergangenheit haben schon zu vielen Sammelverboten geführt.
Die Gefahr, das ein Fundort kommerziell ausgebeutet wird, ist einfach zu groß. Ansich ist ein kommerzielles Ausbeuten
garnicht schlimm oder verwerflich, aber der Schaden, der durch unvernünftige, raffgierige Naturzerstörer angerichtet wird,
ist nicht wiedergutzumachen.
Wieder einmal sieht man, das die Mehrheit der Sammler durch Unvernunft einiger weniger zurückstecken muß.
Ich bin gerne bereit, mit mir bekannten Sammlern, von denen ich genau weiß, das diese keinen Raubbau treiben, die
Fundstellen abzugrasen.
Grüße aus Haan
Couchmolch
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Stellt euch vor man ist als Nordeutscher irgendwo in Österreich. Genauer gesagt auf der Steinplatte nicht ganz am Gipfel.
Dort stehen rote Jurakalke an. Stellt euch vor einer dieser Norddeutschen nimmt einen 4kg Stein mit, weil "da an der Seite, da ist ein kleiner Ammonit, den kann man sicher rausbekommen, wenn wir wieder zu Hause sind." Stellt euch vor diese Person schleppt dieses unhandliche Stück nochmal 50 Höhenmeter nach oben, und anschließend 400 Höhenmeter nach unten (Norddeutsche=50m ist der höchste Berg in der Heimat).
Ich habe den stein bis heute nicht zerkleinert. Nachdem ich mit dem Zerkleinern beginnen wollte musste ich feststellen, dass es nicht ging ohne einen Ammoniten kaputt zumachen. Das Ding bestand praktisch nur aus Ammoniten.
Und oben auf dem Berg bekam ich noch Kommentare, wie "Wegen einem Ammmoniten schlepp doch das Teil nicht mit."
Der Stein hat mich praktisch zum Fossilienchampion der Exkursion gemacht *g*.
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Nachdem sich hier ja schon einige erfreuliche und auch erschreckende Berichte tummeln, habe ich aus der Gemeinde der Fossiliensammler auch noch was beizusteuern:
Vor etlichen Jahren endete eine recht erfolglose Sammeltour mit einem Kollegen durch Keuperaufschlüsse der Hohenlohe in einem abgelegenen Muschelkalksteinbruch. Ziemlich gefrustet und nur mit unseren Hämmern gingen wir den Schutt ab, ohne etwas nennenswertes zu finden. Ein Muschelkalkblock mit einer sichtbaren Trennfuge ließ wenigstens noch eine Schilllage, vielleicht mit dem einen oder anderen Haifischzahn, erhoffen. Da der Rest des Werkzeugs im Auto lag, borgte ich mir den Hammer des Kollegen, um ihn als Meißel zu benutzen. So drosch ich dann also mit meinem Hammer auf den anderen Hammer ein, bis ich mit dem Gefühl "da stimmt was nicht" plötzlich aufhörte. Ein Stahlsplitter war abgeplatzt und hatte mir sauber die Pulsader des rechten Handgelenks durchlöchert. Ein sehr kleines Loch, durch das jedoch aberwitzig viel Blut schoss. Der Kollege reagierte nach einer Schrecksekunde geistesgegenwärtig, drückte mir die Ader ab und half mir zum Auto zurück, wo er aus dem Verbandskasten einen professionellen Druckverband improvisierte. Ich stand so richtig unter Schock, gottseidank war die Blutung sofort gestoppt. Auf einer Autobahnraststätte wurde erst mal das Blut so weit wie möglich abgewaschen (auch meine Klamotten sahen aus...). Die Leute dort haben bestimmt den Schock ihres Lebens erlitten. Dann ging es zum Unfallarzt, dem aber auch nichts weiter einfiel, als einen neuen Druckverband anzulegen und mich mit den Worten "Und nun halten sie Ihren Arm vor allem beim Schlafen mal eine Woche immer höher als das Herz, sonst kann das böse enden" nach Hause schickte. :o
Was ich draus gelernt habe? Man haut nicht zwei Werkzeuge aus gehärtetem Stahl aufeinander. Und: Zu zweit ins Gelände zu gehen ist sicherer. Dem Kollegen bin ich heute noch dankbar, er hat mir wirklich das Leben gerettet!
Ab und an erlebt man aber auch Positives: Während der Diplomarbeit begleitete ich einen Kommilitonen zur Profilaufnahme in einen meiner Haussteinbrüche. Unter anderem steht dort ein recht mächtiges, ziemlich knochenreiches Bonebed an der Muschelkalk/Keuper-Grenze an. Einziger und großer Nachteil dieses Bonebeds war die gründliche Phosphoritisierung, die das Gestein splitterhart machte und sich bei so manchem Bergungsversuch weniger nachgiebig als die eingebetteten Knochenreste zeigte, sowie das Pech, dass die am besten erhaltenen Knochen auf der Unterseite des Bonebeds meist untrennbar mit dem Liegenden verbunden waren und beim Abheben der Bonebedschicht auseinanderrissen. Wunschtraum war hier immer, einmal eine größere Platte mit zahlreichem Knochenbesatz zu bergen, oder zumindest ein Handstück mit einer Rippe oder Wirbel, die nicht erst wieder aus 20 Teilen zusammengesetzt werden müssen.
An diesem Tag war die Profilaufnahme in besagtem Grenzbereich geplant, und wir suchten nach einem Wandabschnitt, der gut zugänglich sein sollte. Dabei kamen wir an eine Stelle, an der wenige Tage zuvor noch ein größerer Schotterhaufen genau auf dem Bonebed gelagert hatte, und zwar schon seit Jahren, nun aber wohl für eine geplante Sprengung abgeräumt worden war. War es nun die andauernde Feuchtigkeit unter dem Schotter, die davor auffahrenden Bagger und Kipplader - jedenfalls hatte sich das Bonebed hier in großen Platten samt der Knochen auf der Unterseite vom Liegenden abgelöst! Und das auch noch an einer Stelle, wo sich besonders viele Wirbeltierreste in Kolken angereichert hatten! Wir schenkten uns an diesem Tag die Profilaufnahme und stemmten fleißig die Platten hoch, und wurden mit einer reichen Ausbeute an sehr guterhaltenen und optisch attraktiven Rippen, Wirbeln, Armknochen und Haifischzähnen belohnt, von denen die meisten außer kurzem Abbürsten mit Ameisensäure keiner weiteren Präparation mehr bedurften. So einfach wird es einem im Muschelkalk nur höchst selten gemacht! ;D
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Naja kurios... Auf jeden Fall Mordsglück gehabt!!
Ich bin die ganze letzte Woche am Knacken. Ein Kollege hat mir Material von Cornwall mitgebracht. Einen größeren Brocken habe ich am letzten Donnerstag erstmal in der MP5 gespalten, ein Bruchstück davon hatte einen Riss.
Jetzt habe ich versucht, diesen Riss mit einem Schraubendreher aufzuhebeln, die Klinge auf die Spalte, Druck ausgeübt, noch mehr Druck -- Ratsch! Abgerutscht und genau zwischen Daumen und Zeigefinger gelandet :-X Die Klinge vom Schraubendreher war nicht mehr zu sehen, der Schaft guckte raus, das Ding war etwa 3 cm tief drin. Aber komisch: Kaum Blut, fast keine Schmerzen, volle Beweglichkeit vom Daumen. Trotzdem bin ich später in die Ambulanz wegen der Tetanus-Auffrischung. Dir Röntgenaufnahme ergab, dass die Klinge um millimeterbruchteile an Blutgefäßen, Sehnen, Nervensträngen und dem Daumengelenk vorbeiging. Gut gezielt eben! Inzwischen gehts wieder, keine Folgen mehr zu befürchten. Was tun? Weiterknacken natürlich!
Ich wünsch euch allen, dass ihr von sowas und anderen Unfällen verschont bleibt und ein erfolgreiches und gesundes Neues Jahr habt!
Gruß Kilo
PS: in dem Brocken war nichts, aber auch gar nichts drin :P
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Themen-Schubs ....
Winterzeit - die Gelegenheit wieder mal ein paar Geschichten loszuwerden ! ;D
Grüße Gerhard / Anatas
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Na dann lass ich mich mal Schubbsen.
Hab Anfang Januar einen Survey nach Hirschau-Wurmlingen gemacht, in den dortigen Steinbruch (stillgelegt).
Ich war dort auf der Suche nach Muschelkalkhornsteinen aus dem Neckarschotter, da wir in unserer Vergleichssammlung in Tübingen ein paar Handstücke aus dieser Grube haben.
Nach ungefähr 2 Stunden erfolglose Suche im Nord- und Südabschnitt - sind 2 getrennte Bereiche, die nah beieinander sind - habe ich dann aus lauter Frust mit meinem Hammer auf einen Stein am Boden geschlagen. :o
Als der aufplatzte, kam eine fossile Muschel zum Vorschein. Hab das kleiner Stück samt Abdruck mitgenommen, die andere Seite war auf Grund der Kälte an den Boden geeist.
Hab das schöne Stück noch nicht bestimmt, da ich grad viel mehr mit meinen Silices zu tun hab, war aber schon ein kurioser Fund. ;)
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muss mal wieder meinen Lieblings-Thread aufleben lassen - mit einer Geschichte die nur indirekt mit Sammeln zu tun hat:
Im Sommer 2001 bin ich mit meiner Frau und einem Freund (auch Mineraliensammler) aus Fürstenfeldbruck und dessen
Frau zum Wandern. Wir machten eine Genusswander-Tour zur Mittenwalder Hütte wo wir nach ca. 1,50 Std. eintrafen.
Das Wetter war an diesem Tag einfach fantastisch und auf der Hütte hatte sich für eine Feier eine "Burschenschaft"
eingefunden die fleissig musizierten und sangen. An so einem Tag "verdunstet" das Weissbier einfach und wir liessen
uns von der tollen Stimmung mittragen und Wolfgang und ich waren auch schon ein bisschen angeheitert ....
Später setzte sich dann ein Paar zu uns mit denen sich im Laufe der Zeit eine nette Unterhaltung ergab. Irgendwann
fragte ich den Mann: "Ihr seit aus dem Schwarzwald - nicht ? " Ja - war die Antwort und ich fragte nach "woher denn" ?
Er meinte das sei ein kleines Kaff das wir bestimmt nicht kennen ...
Och - meinte ich, ein bisschen kenne ich mich schon im Schwarzwald aus ...
(und der Dialekt kam mir sehr bekannt vor - mein bester Freund aus Bundeswehrzeiten wohnt nämlich in Kirnbach).
Dann erzählt er uns er sei aus "Oberwolfach" - worauf zwei Leute gleichzeitig "Grube Clara" sagten.
Nun verlor der Mann völlig die Fassung und er wurde ganz blass ....
Wie es sich dann herausstellte arbeitete er tatsächlich in der Grube Clara ... (in der Schmiede)
Natürlich haben wir Ihn dann aufgeklärt dass wir Mineraliensammler sind und die Grube Clara irgendwie der
mineralogische Nabel Deutschlands (jedenfalls damals noch) ist.
Grüße Gerhard
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... und die Grube Clara irgendwie der mineralogische Nabel Deutschlands (jedenfalls damals noch) ist.
???
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Kurios ist -wenn man trotzdem lacht!
Da habe ich mich mal in Irfersgrün arg geschindet und ein Loch gemacht ,in dem lauter junge Felsen lagen,aber da sollte es noch was geben.Am Boden angelangt,war da aber nur tauber Feldspat.
Also blieb mir nichts anderes übrig ,als das Loch zu erweitern.Auf einmal gab es ein "Klirr"!!! Da habe ich ein Glas zerhauen-da war noch so ne Art Leberwurst drin!!!!
Diesen Verwesungsgeruch,der mich schlagartig überfallen hat,werde ich niemals vergessen!
Dieser Tag war FÜR MICH gelaufen!!!
das war einmal ein Tag ohne einen solchen Fund ,wie diesen Citrin von 74,5ct von Irfersgrün-deshalb lach ich auch wieder
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Hallo,
ich habe ein paar Stücke in der Sammlung, bei denen weniger der Fund selbst, als der Heimtransport der Funde am aufregendsten war. Während des Studiums hatten wir im September 2001 eine Exkursion nach Südamerika, im Laufe derer einige von uns auch die Gelegenheit nutzten, am Cerro Rico, Potosi, Bolivien zu suchen. Wir fanden auch einige schöne Stufen mit schönen, frei stehenden aber sehr empfindlichen Antimonit-Büscheln.
In Ermangelung besserer Transportbehältnisse nutzten wir aufgeschnittene Plasteflaschen, in die wir die Stücke drapierten und so fixierten, dass sie sich darin nicht bewegen konnten, was nur mit viel Klebeband und Tape ging. Wir konnten uns gut vorstellen, dass die fertigen Verpackungen in den Augen von Flughafensicherheitspersonal nicht sehr vertrauenserweckend aussahen, insbesondere, da der Rückflug nach Deutschland über die USA genau eine Woche nach den Anschlägen vom 11.09.2001 stattfand.
Ihr könnt Euch sicher vorstellen, dass wir bis hinter den Zoll in Frankfurt ziemliche Sorgen um unsere Stücke hatten, die wir vorsichtshalber im Handgepäck mitführten, um sie, wenn nötig, öffnen zu können (was auch mehrmals gemacht werden musste, um das Personal von der Harmlosigkeit zu überzeugen).
Doch schon bevor es überhaupt an den Rückflug ging, mussten die Stücke einige tausend Kilometer Busfahrt über bolivianische, chilenische und peruanische Pisten, die oft nicht mal die Qualität von Feldwegen hatten, aushalten. Umso froher waren wir, dass die Stücke weitestgehend heil zu Hause angekommen sind.
Glückauf,
Michael
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Na da will ich mal eine Geschichte von vielen die ich erlebt habe erzählen. Das ganze ist allerdings schon fast 30 Jahre her!
Wir waren mit 4 oder 5 Personen zum Sammeln in der Grube Louise bei Greimerath im Saarland. Da einige der Teilnehmer erst ab 23:00 Uhr Zeit hatten (Mittagschicht), sind wir eben gegen 23:15 in das stillgelegte jedoch nicht verschlossene Bergwerk. 4-5 Stunden später sind wir wieder aus dem Bergwerk herausgekommen, mit einigen schönen Funden von Hämatit. Es handelt sich um einen Abbau auf Hämatit. Da man im inneren stellenweise auf allen vieren kriechen muss sieht man anschließend entsprechend aus. Wir hatten uns schon angewöhnt weiße Einwegschutzanzüge zu benutzen, damit man den Limonit nicht in den Arbeitskleidern stecken hat. Nun wie dem auch sei, wir sind direkt zu unseren Autos, haben uns etwas unterhalb an einem Bach gewaschen, die Kleider gewechselt unsere Autos gepackt und wollten los.
Als die ersten die Auto's anmachten, gingen auf einmal Taschenlampen an, der Waldweg wurde von beiden Seiten mit Autos zugestellt, so dass man nicht wegfahren konnte. Wir waren komplett umstellt. Polizei mit Gewehr im Anschlag (Kein Witz), Taschenlampen in der Hand kamen auf uns zu.
Wir mussten uns wie Schwerverbrecher an die Autos stellen mit gespreizten Beinen und Händen am Autodach und wurden abgetastet. Dann fragte mich der Polizist was wir hier machen und ich sagte Ihm dass wir in dem stillgelegten Bergwerk auf eigene Gefahr nach Mineralien gesucht haben. Er meinte: mitten in der Nacht es ist doch dunkel. Als ich ihm daraufhin erklärte dass das keine Rolle spiele, da es im Bergwerk auch Tagsüber dunkel ist wurde er richtig wütend. Wir mussten alles wieder auspacken und vorzeigen. Danach durften wir alles wieder einpacken unsere Autokennzeichen und Personalien wurden notiert und das war’s.
Hintergrund war, das hat uns der verärgerte Polizist dann noch erzählt, dass in den Wochen davor dort in der Gegend nachts auf der Weide Kühe erschossen und geschlachtet wurden. Und eben heute Nacht wurde der Polizei gemeldet dass da und da in der Nähe einer Weide auf einem Waldweg seit 23:30 Uhr mehrere Auto’s parkten.
Die Polizei „Dein Freund und Helfer“ hat sich auf die Lauer gelegt und sage und Schreibe mehrere Stunden ausgeharrt bis wir erschienen. Als wir dann auch noch weiße Einweganzüge anhatten, waren die sich eigentlich schon sicher dass wir die gesuchten Viehdiebe sind. Das unglaubliche, wir haben nichts aber auch wirklich nichts bemerkt, bis die Taschenlampen angingen. Die haben gewartet bis wir alles wieder im Auto hatten, gewaschen und umgezogen waren.
Oh ja aus meiner langjährigen Sammletätigkeit könnte ich viele unglaubliche Geschichte erzählen.
Gruß
loparit
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Zum Glück hattet Ihr die Kuh bereits zum räuchern im Stollen aufgehängt *lach* ;)
Besten Gruß
Stefan
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Hallo!
Wir sind auch mal abends unterwegs gewesen und wollten im Christoph Schacht,Marienberg,nach dem rechten sehen.Da war auch ein Auto im Wald! Die Konkurrenz schläft eben nicht!!!!
Wir sind dann zur Schachtplombe(die war etwas emmenthalerig) und haben unten schon Gemurmel gehört. Da haben wir laut reingerufen ""Polizei -sofort rauskommen"
Drinnen war plötzlich absoolute Ruhe!!!!
Wir riefen wieder:"Sofort herauskommen! Wir wissen,daß Sie da unten sind! Ihr Auto ist beschlagnahmt!!!!
Irgendwann kam dann ein mürrisches "Wir kommen ja schon"
Als sie herauskamen,blendeten wir sie mit Handscheinwerfern und nach einer Schweigeminute sagten wir "Glück Auf ! "
Denen ist nicht nur ein Stein vom Herzen gefallen,sondern ein Felssturz! Die waren uns aber nicht böse und dann sind wir alle zusammen wieder rein!
Gruß Jens
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Das erinnet mich an einen ereignisreichen Tag Mitte der 80er Jahre im Rauriser Tal. An dem bekannten Parkplatz zur Grieswiesalm parkte ich.Ic h wollte que über die Almwiese zur einer_Stelle gehen, wo ich ein paar Tage vorher Adulare gefunden hatte, die andere Sammler wohl eine Etage runter geschmissen hatten. Das Schild, Achtung gefährliche Stiere hatte ich gesehen, aber ich war ja auf einem Bauernhof aufgewachsen. Rüber über den Zaun und als ich etwa 100 m hinter dem Zaun war, löste sich ein Tie aus de Herde und kam mit gesenkten Kopf auf mich zu. Ich vor Schreck den Rucksack weg und die Spitzhacke Richtung Zaun, als ich den erreichte war das Biest etwa 10 m hinter mir. Dann traktierte das Tier noch meinen abgeworfeen Rucksack und ich mußte zusehen, daß ich die Sachen wieder kriegte.Ich hab mich dann vorsichtig angeschlichen nach einer Stunde. u. habe einen anderen Weg nach oben genommen.Hab ich mich amüsiert, als ich von oben gesehen habe, daß der Stier noch weitere 5 oder 6 Leute über die Alme gehetzt hat.Ja,Ja, die Schadenfreude.
Am gleichen Tage habe ich aber dann richtig noch mal Todesangst gehabt. Auf einer kleinen Felserhöhung sah ich einige Edelweiß. Ich dachte, eins holst du für deine Freundin. Die 4-5 m hoch ging ganz gut. Aber als ich wieder runter wollte gefror mir das Blut in den Adern. Den ca.1 m breiten Steig von dem ich abgeklettert war sah ich nicht mehr, sondern nur die Tiefe dahinter steil abwärts. Kein Mensch in der Nähe. Nach einiger Zeit sagte ich mir, hallo Willi, jetzt nur Ruhe bewahren. Nach ner Stunde Beruhigung und Durchatmen bin ich vorsichtig runtergeklettert. Das war mir eine Lehre, daß rauf einfacher ist als runter.
Gruß will
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Ein Freund von mir hatte eine Kluft mit Rauchquarz, Adular, Apatit usw. im Stillupp gefunden und uns an die Stelle mitgenommen. Andächtig sahen wir zu, wie er die Kluft weiter ausräumte und lagerten uns dann daneben. Auf seine Bemerkung, "warum sucht Ihr Euch keine eigene", antworteten wir, das wäre im Zillertal leichter gesagt, als getan. "Ach was", antwortete er, "Ihr müsst nur die Quarzgänge senkrecht zur Bänderung untersuchen", sprachs und kratzte mit dem pickel an einem kaum wahrnehmbaren Quarzriss, genau da, wo wir saßen. Die 10 cm langen reifen Rauchquarze , die in einer medizinballgroßen Kluft am Boden lagen, erinnern mich noch heute an dieses Erlebnis.
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Liebe Leute ! Macht um die Stiere und auch Kühe in den Alpen besser einen großen Bogen! Der Bauer der Griesswiesalm in der Rauris hat mir mal gesagt,dass die normalerweise nichts tun.Aber wenn so ein Vieh unter Salzmangel leidet ,werden sie rebellisch ,weil sie das Salz riechen,was die Wanderer ausschwitzen !
Da liegen zwar überall Lecksteine,aber aufgrund der Höhe brauchen die mehr Salz.
Zum Thema zurück!
Da habe ich in der Rauris mal eine Kluft mit Quarz,Periklin,Calcit und Rutil gehabt.Dann hat mich aber ein hundertkilobrocken gestört. Da habe ich den halb freigegraben und wollte ihn lockern um zu sehen wie tief der im Boden steckt.Wie ich so mit dem jungen Felsen kämpfe-ist der plötzlich-(natürlich aufgrund meiner Riesenkräfte)-zerbrochen!!!! Statt 100kg hatte ich da blödsinnigerweise nur noch 2kg im Griff und bin nach hinten weggefallen.Leider war hinter mir ein Steilhang mit abschließendem Wasserfall !
Also bin ich geflogen!!!!! Salto mortale rückwärts,leichte Schraubendrehung in der Luft -den Kollegen dabei im Visier-wie er blaß wurde und rief "Jens !!!!!!!!!!!!!"
Aufgekommen bin ich am Steilhang vorm Wasserfall-kurz balanciert und wieder hoch zu meinem jungen Felsen. Mein Kollege war echt fertig! Der hatte das tote Schaf im Abgrund gesehen und meinte ich leg mich daneben,aber da ich die Autoschlüssel hatte,konnte ich den doch nicht alleine lassen.
Gruß Jens
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Ein Erlebniss welches man auch nicht vergisst passierte mir an einer bekannten -aber leider verbotenen Achatstelle -
wieder mal war ich unterwegs und fand an der stelle einige große Löcher man konnte in der grabenwand die Kugeln schon sehen .-
also rein ins loch und einige davon " Pflücken" als ich nun doch noch etwas mit dem Hammer nachhalf bemerkte ich nicht das hinter mir jemand kam -
der schaute sich ganz still meine geborgenen Kugeln an .- als ich Den bemerkte - fast Herzstillstand :o
Er war gekleidet wie ein Förster - hatte sogar so nen Hut auf
Aber zur erleichterung sagte er nur- Die Kugeln sind in meinen Loch aber besser.-
seiner aufforderung folgend schaute ich nun mal mit zu seinen Loch -
Der hatte mich ebenfalls nicht bemerkt - war nur durch meine Hammerschläge aufmerksam geworden
Ich hatte es übrigens vorher nicht bemerkt das gleich daneben auch einer am schürfen war.-
als sich mein Puls wieder beruhigt hatte haben wir uns dann gemeinsam die Rucksäcke gefüllt ;D ;D ;D
Und natürlich die Löcher wieder zugemacht ;)
Kurios war auch ein besuch im Elzing - schon als ich reinging kamen mir sammler mit großen Rauchquarzstufen entgegen - auf meine Fragen kam die Antwort es wäre wohl alles weg .--- >:(
Naja ich bin aber trotzdem rein - und nach ner halben stunde kam ein Baggerfahrer und lächelte über meinen leeren Beutel.-
kurzes Gespräch.- dann sagte er komm mal mit - da haben mir vorhin 2 typen 10 euro gegeben das ich so ein Loch in der wand mit abbraum zuschütte - ich zeigs dir mal .- :D
dort angekommen zeigte er mir die stelle - ich habe per hand angefangen alles wieder wegzuräumen.- Er lächelte wieder und sagte wart Kurz bin gleich wieder da ;)
Nach 5 minuten kam der gute Mann mit seinen bagger zurück -und legte mir das Loch wieder frei so da ich bestens herankam-
das Loch entpuppte sich als herrliche Kluft ;D
die ersten geborgenen Rauchquarze gab ich den Baggerfahrer er hatte von den anderen nichts bekommen.-
ich hatte dann 3 stunden voll zutun und bin 3 x zum auto um meine Tasche zu leeren .-
die schönsten stufen hatte Rauchquarze bis 16 cm einige hatten schöne turmaline ;D
Ich bin mir sicher das sich am nächsten Tag jemand unheimlich geärgert hat ;) ;)
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Hallo,
mein kuriosestes Sammelerlebnis: betrifft die Fundstelle Seebachsee im Obersulzbachtal (Hohe Tauern). Am Parkplatz Hopffeldboden (bis hierhin kann man mit dem Auto fahren) steht ein Schild mit der ehrfurchtsvoll erscheinenden Zeitangabe von 3-4 Std zum Seebachsee- dann ist man aber noch nicht an der Fundstelle- vom Seebachsee kann man noch mindestens eine 3/4 Stunde raufpacken. Ich geh immer ein bisschen schneller, also natürlich nur da, wo dies auch möglich ist- aber knappe 2 Stunden in dem fast weglosen Gelände ab Seebachsee muss ich auch schon rechnen. Also schweissnaß an der Fundstelle angekommen, sah ich die ersten Stücke mit Epidot xx, die hier einfach so herumliegen. Rucksack abgestellt und weiter die Augen auf die Schutthalde gerichtet. Plötzlich merkte ich, dass ich nicht allein war. Kein Förster oder Nationalpark- Ranger- nein, ein paar Schafe hatten Interesse an meinem Rucksack gefunden. Wie jetzt? Haut ab ihr blöden Viecher- heut kann ich euch hier nicht gebrauchen. Nachdem ich meinen Rucksack wieder erobert hatte, fingen einige Schafe an zu blöken. Was darauf folgte, war unglaublich: aus dem gesamten Talkessel kamen sämtliche Schafe auf mich zu. Und das waren wirklich nicht wenige. 200 wären eine Untertreibung. An Sammeln war nicht zu denken, wenn zwischen den Beinen die Schafe rumwuseln. Was nun? Ich bin wieder runter zum See- irgendwann kamen die Schafe nicht mehr mit. Nach einer Stunden Zeitverlust bin ich wieder hoch und siehe- die Lage hatte sich entspannt. Leider hat diese Aktion recht viel Zeit gekostet, dass ich bald wieder ins Tal musste. Unten habe ich dann erfahren, dass einmal die Woche der Schäfer hochkommt und Salz mitbringt. Und er hat auch einen roten Rucksack! Ansonsten: eine wirklich lohnenden Fundstelle mit reichlich Fundmöglichkeiten für hauptsächlich Epidot, Augit aber auch schönen vielflächigen Apatit...
Grüße aus Berlin
franksch
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Da hast Du aber Glück gehabt, daß die Schafe icht so einen durch die Nüstern blasenden Chef haben, der Dich gerne niedertrampeln möchte.
willi
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Hallo fassi,
was daran kurios sein soll, weiss ich nicht. Kurios finde ich höchstens, daß Du frisch von der Leber so "nett" über illegale Aktionen berichtest und auch darüber, wie Du Klüfte anderer ausräumst.
Glück auf!
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Hallo!
Schade um das schöne Thema! Ich habe auch mal vom Ehrenkodex der Alpinsammler gelesen und mein Werkzeug in einer Kluft zurückgelassen,welche ich aufgrund Wetterumschwungs nicht ausräumen konnte.Das der Kodex aber in Österreich nicht gilt habe ich dann gesehen,das mein Werkzeug weg und die Kluft leer war.
Hiermit lieber zurück zum URSPRÜNGLICHEN Thema!
Wir waren da mal schwer beschäftigt in Aue in einen Bergbau reinzukommen.Der erste Verbruch wurde schon untergraben,da standen wir vor dem 2. Verbruch und durch diesen konnten wir den 3. Verbruch sehen.Da uns die Konkurenz unser Stollenausbauholz geklaut hatte,stellten wir sie zur Rede .Da meinten die-warum macht Ihr Euch diese Arbeit-brecht die Mauer am Steinbruch auf und da kommt ihr ins gleiche Bergwerk.Da haben wir uns also hingestellt und geklopft.Echt eine fürchterliche Arbeit! Der Lärm schallte durchs ganze Tal und wir erwarteten jeden Moment die Polizei.
Ging aber gut und wir kamen ungeschoren rein.Nach einigen Stunden gelangten wir an einen anderen Ausgang und siehe da,der war 10m von unserem ersten Eingang weg und völlig offen!!!! Da hat die Wismut von innen bis zum Waldboden durchgegraben und so war ein kleines unbeachtetes Loch von 1m Durchmesser entstanden,von dem niemand was wusste
Soviel Arbeit investiert und dabei hätten wirs so leicht haben können!
Gruß Jens
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Hallo!
Schade, daß es so lange keine lustigen Geschichten mehr hier gab.
Daher eine von mir in der Hoffnung, daß auch andere was erlebt haben.
Dieses Jahr im Frühjahr bin ich zum ersten Mal mit meiner neuen Freundin zum Henneberg-Steinbruch gefahren. Unsere erste gemeinsame Tour!
Wir wollten so gegen Abend rein, doch um 17 Uhr standen noch 2 große Laster vor dem Tor. Also nix wie zum etwas weiter gelegenen Seiteneingang. Das Auto wurde gut abgestellt, VOR einem entsprechenden Hinweisschild "Betreten verboten". Gefunden wurde nicht viel, es fing auch an zu regnen. Ziemlich k.o. kamen wir im halbdunkeln wieder am Auto an, umziehen und als wir beide mit kaum noch was an da standen, kam auf einer absolut einsamen Landstraße die nette Polizei vorbei. Wir standen etwas spärlich bekleidet im Scheinwerferlicht des Einsatzfahrzeuges! Eine sehr nette Polizistin lässt das Fenster runter und fragt: "Alles in Ordnung?" Und meine Freundin nimmt mir das Wort aus dem Mund: " Ähm, wir waren nur Pilze suchen, haben aber leider nix gefunden." Das nenn ich Schlagfertigkeit! Die Polizistin grinst nur und meint, dann ist ja alles gut....
Ich möchte nicht wissen, was die gedacht haben, was 2 junge Leute da im Wald gemacht haben.
Viele Grüße!
Lutz
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Gibts denn was schöneres als Pilzesuchen????????? :D
Gruß Jens
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Hi,
sch...ß Pilze, jetzt stillt se.
Alles hat zwei Seiten.
Gruß Günter
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Hallo Günter!
Was gibts besseres als Geologie und Mineralogie mit Biologie zu verknüpfen, sind doch alles Naturwissenschaften. ;D ;D
Raik
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Guten Morgen Raik,
Hallo, Du Nachteule,Du kommst wohl gerade von so einer Verknüpfungstour ??
Gruß Günter
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Hallo!
Lustig war mal folgendes Erlebnis:
Wir saßen zu dritt in Limbach -Oberfrohna im Stbr. "Elzing" auf der oberen Planierung und warteten aufs Arbeitsende.Eine Sohle unter uns schob ein Baggerfahrer Überstunden.Auf einmal gab es einen Schlag und schon kamen Steine geflogen! Da hat der Bagger eine Sprengladung erwischt,welche nicht gezündet hatte.Glücklicherweise ist nicht viel passiert.Die Scheibe vom Bagger war durch und der Baggerfahrer hatte eine kleine Verletzung.Er hat dann noch eine halbe Stunde weitergemacht,aber letzten Endes doch die Arbeit abgebrochen,so daß die Sammlerzeit eröffnet werden konnte!
Seit dieser Zeit bin ich etwas nachdenklich,wenn ich über eine frische Sprengung laufe und die Reste der Sprengstoffe sehe!
Gruß Jens
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Hi Jens,
wegen der Sprengstoffreste brauchst Du Dir keine Sorgen zu machen,die kannst Du notfalls zum Feuer anmachen benutzen,die Initialzünder sind das Problem und dessen Wirkung Du beobachten konntest.
Gruß Günter
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Hallo Jens - Lässt Du etwa Sprengstoff reste liegen???
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Hallo!
Natürlich lasse ich Sprengstoffreste liegen!Kann ich doch nich essen! ;D
Mal was anderes(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1292183323.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1292183323.jpg)
Das Teil war unbeschädigt!Ich hatte es grob gesäubert und wollte es später mal ätzen.Steht da mein Töchterlein und sagt:"Papa!Die Kristalle sind alle abgefallen!"
Ich habe mich echt gewundert wie das passieren kann!
Aber dann ein Blick-und ich wußte den Grund!!!!
Das Mädel wollte wissen wie die Kristalle innen ausschauen und hat sie abgebrochen,weil sie innen schön weiß waren!
Gruß Jens
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;D Nachwuchssammler 8)
Damit muss man leben - Ist zwar schade um die stufe - aber wenn die Kinder mitgehen und auch intresse daran zeigen ist es doch noch schöner....
Ps : Du sollst den Sprengstoff ja auch nicht essen ;D 8)
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Seit 120 Tagen wurde hier nix mehr drin geschrieben....na und?? Getz erst recht!!!
Mein kuriosestes Erlebnis hat mir den Namen "Trüffelschwein" eingebracht und das kam so.
Nach Mineralien jage ich seit meiner frühsten Jugend. Aber wie es nunmal so ist, wollte ich einmal in der Eifel am Laacher See rumtrüffeln. Zwei Kollegen hatten sich bereit erklärt und mich dann letztendlich in die Bimsgrube "In den Dellen" begleitet.
Ne, wat war das ne öde Trüffelei. Micromounts waren bis dato überhaupt nicht mein Ding und überall lagen nur so komische Knollen rum mit nix drin, was man sehen konnte. Aber ich hatte irgendwo mal gelesen, das es hier in den Dellen Hauyne ??? geben sollte.
An den Halden krabbelten auch ein paar Touris mit Halbschuhen rum, welche dort mit Reagenzgläsern und Filmdöschen und vorallem die Nase bald im Dreck am rumsuchen waren ;D. In ihren Behältnissen hatten sie im etwas gröberen Sandformat so blaue Splitter, welche sie stolz als "beste Hauyne vonne Welt" mir unter die Nase hielten 8).
Nä,nä,nä...dazu hatte ich mal keine Lust. Entweder läßt sich hier was größeres finden :-\ oder dieser Fundort ist für mich für ewig gestorben... Meine beiden Begleiter resignierten auch bereits. Ich wollte aber nicht eher gehn, bis ich mich letztendlich von der fehlenden Fundmöglichkeit hier überzeugt hätte. Schließlich wusste keiner von uns, auf was man eigentlich hier achten muss.
Schlußendlich fand ich einen mannskopfgroßen Sandininauswürfling im Bimssand. Ein Schlag mit dem Hammer und ..... blau.....alles blau... :o
Der ganze "Trüffel" war voller dunkelblauer Hauyne von 0,5 bis 1 cm Größe. Riesenkluncker! Macromounts bei Micromounts... :D
Der Auswürfling erbrachte um die 20 Stufen im Klein- aber auch im Handstufenformat, teilweise mit frei auskristallisierten Hauynen. Einfach nur geile Stufen.
Der Fairniss halber habe ich mir dann zunächst das meines Erachtens beste Stück zuerst genommen und die anderen in Zeitungspapier eingewickelt. Dann konnte jeder der Reihe nach sich immer jeweils ein eingepacktes Stück wegnehmen, bis alles verteilt war. So ging keiner ohne etwas nach Hause. :-*
Den Namen "Trüffelschwein" hatte ich natürlich ob des Fundes dieses "Super-Hauyntrüffels" dann natürlich weg....und werde den auch voraussichtlich nicht mehr los ;).
So isses eben..
Woll!?
Trüff,trüff
Trüffelschwein
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Hallo Trüffelschwein,
jetzt wollen war auch dein Super-Hauyntrüffel begutachten, also Bilder posten !
cheers
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;D Na Logo...aber bitte keine Eile. Die Trüffel liegen bei mir in den Vitrinen ... aber nicht bei mir zu Hause, sondern in meinem "Privatmuseum". Einige Leute hier aus dem Forum konnten den (und auch andere) bereits bei mir "in Natura" begucken...Aber ich werd ma´nochmal ein paar Fotos von machen...
Eine weitere kuriose Geschichte von mir ist übrigens auch noch in einem alten LAPIS nachzulesen...Ausgabe 05/2005, dort die "Titelstory": Sammeltour zum Bastenberg bei Ramsbeck im Sauerland...
Bis denne und
Trüff,trüff
Trüffelschwein
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Und weiter gehts.
Mein bisher unangenehmstes Erlebnis hatte ich diesen August bei einer Sammeltour in Lappach (Südtirol). Voll ausgestattet mit jeder erdenklichen Kletterausrüstung und einer Menge Werkzeug (dürften so um die 15 kg gewesen sein ;D) habe ich beschlossen mich mal über ein paar Wände abzuseilen. Bis auf ein paar ausgeräumte Klüfte und einzelne winzige Bergkristalle habe ich dann doch nichts gefunden. Da ich noch etwas Zeit hatte, stieg ich über den Kamm in ein eher abgelegenes unerschlossenes Nebental ab. Mehr aus Faulheit habe ich mir nicht die Mühe gemacht meinen Helm und das Seil in den Rucksack zu räumen, sondern nur außen dran gebunden. Auf dem Rückweg begegnete ich zwei älteren Jägern die über meinen Anblick gar nicht erfreut waren (Man bedenke dass die Jagd auf die Gämsen offen war). Ziemlich unwirsch wurde ich von denen "verjagt" und zum Schluss drohten sie mir, das nächste Mal mein Seil durchzuschneiden. >:(
Selten bin ich solch unfreundlichen Zeitgenossen begegnet.
Grüße
Lukas
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Hallo Lukas!
Das ist natürlich eine schlechte Überraschung,daß es so finstre Typen gibt.
Es gibt aber auch bessere Jäger!
Wir hatten da mal ein Loch auf einer Wiese im Kirchberger Granit im Vogtland gegraben.Da wußten wir,daß da ein guter Pegmatit verläuft.Wir hatten gerade die ersten Stufen als zwei Mann zu uns kamen und fragten:"Macht ihr noch lange?"
wir:"Ja,warum?"
die:"Wir wollen Fasane schießen und mit eurem Lärm vertreibt ihr die"
wir:"Eine Stunde brauchen wir schon noch"
die:"O.K.-das passt uns!"
Wir haben dann dennoch bissel Bammel gehabt,daß die uns beim Bauer verpfeifen und haben schnell das Loch wieder verfüllt.
Dummerweise war ich seitdem nur noch einmal dort und hab an der falschen Stelle gegraben :'(
Gruß Jens
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Ziemlich unwirsch wurde ich von denen "verjagt" und zum Schluss drohten sie mir, das nächste Mal mein Seil durchzuschneiden.
Hallo,
es gibt so etwas wie das Bundesjagdgesetz. Spaziergänger, Wanderer, Kletterer, Pilzesucher etc., dürfen von Jägern nicht genötigt werden, dass Revier zu verlassen. Ich war mal auf einer Treibjagd eingeladen, wo 2 Leute genau vor meiner Kanzel eine halbe Std. hin und her gejoggt sind (bestimmt nicht dem Sport wegen). Lt. o. g. Gesetz hätte ich diese noch nicht einmal darauf ansprechen dürfen, selbst wenn es nervt.
Die beiden, die in Deinem Fall sogar konkrete Drohungen ausgesprochen haben, haben def. gegen bestehendes Gesetz verstoßen, und bei Anzeige ihren Jagdschein riskiert. Selbst auf privatem Boden gehören sich solche Sprüche nicht >:(
Mich wollte auch mal ein Jäger vertreiben, da er Angst hatte, dass ich sein Wild durch das Sammeln von Steinen vertreibe. Meistens wirkt ein leichter Wink mit dem Jagdgesetz ganz gut, und man hat plötzlich den freundlichsten Jäger vor sich.
Glück Auf!
Jörg
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ZITAT "Mich wollte auch mal ein Jäger vertreiben, da er Angst hatte, dass ich sein Wild durch das Sammeln von Steinen vertreibe. Meistens wirkt ein leichter Wink mit dem Jagdgesetz ganz gut, und man hat plötzlich den freundlichsten Jäger vor sich."
Oder: Du hast danach ne Kugel im Kopf ;D
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Hallo,
es gibt so etwas wie das Bundesjagdgesetz. (Anmerkung: Ob es das in Deutschland nun gibt oder nicht, wird in Südtirol wohl keine Auswirkungen haben.)Spaziergänger, Wanderer, Kletterer, Pilzesucher etc., dürfen von Jägern nicht genötigt werden, dass Revier zu verlassen. Ich war mal auf einer Treibjagd eingeladen, wo 2 Leute genau vor meiner Kanzel eine halbe Std. hin und her gejoggt sind (bestimmt nicht dem Sport wegen). Lt. o. g. Gesetz hätte ich diese noch nicht einmal darauf ansprechen dürfen, selbst wenn es nervt.
ZITAT "Mich wollte auch mal ein Jäger vertreiben, da er Angst hatte, dass ich sein Wild durch das Sammeln von Steinen vertreibe. Meistens wirkt ein leichter Wink mit dem Jagdgesetz ganz gut, und man hat plötzlich den freundlichsten Jäger vor sich."
Da kennst du unsere Jägerlobby nicht ;) . Das würde wohl eher dazu führen, dass diese die entsprechende Ermächtigung erhalten; (falls es so etwas nicht schon gibt).
(Ich bin auch der Meinung, dass man nicht alles anzeigen muss)
Es gab ja früher (also vor der Sperrung) auch schon Fälle wo z.B. im Bereich des Gliederganges (Pfitsch) Sammlern die Autoreifen aufgeschlitzt wurden; da ist mir eine Drohung schon wesentlich lieber. Nichtsdestotrotz: das nächste Mal besser VOR Jagdsaison (v.a. Gämsen, da sind die wild drauf) sammeln gehen, dann erspart man sich solche Komplikationen (und verhindert evtl. Wilderern das Handwerk (falls ein Jäger fragen sollte ;D))
Grüße
Lukas
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Hallo,
au Mann, das ist ja fast der Wilde Westen bei Euch ;D
In NDS stehe ich bereits mit einem Bein im Gefängnis (begehe zumindest theoretisch eine Ordnungswidrigkeit), wenn ich den Schlüssel vom Waffenschrank beim Duschen neben mich lege :o
Na dann, ein Auge auf´s Gestein, und eins auf die Landschaft >:D
Glück Auf!
Jörg
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Hallo,
da möchte ich hier auch mal ein Erlebnis berichten.
Vor ein paar Jahren, rief mich ein Sammlerfreund an, ob ich nicht Lust hätte mit in Halsbach/Freiberg Steine zu sammeln. Er hätte auf der letzten Börse einen Tipp bekommen, das man dort ganz tolle Funde dort machen kann.
Gesagt getan, los ging es. Nachdem wir unser Auto abgestellt hatten, stapften wir über den frisch umgepflügten Acker zu der Halde.
Diese lag ungefähr 1 Kilometer mitten auf dem Feld. Dort angekommen krochen wir überall zwischen den Bäumen umher.
Dummerweise gab es nur taubes Material zu finden, nicht ein einziges Gangstück oder Erz. Nur eine kleine Quarzdruse, die sich aber nicht lohnte mitzunehmen.
Also traten wir nach kurzer Zeit den Rückweg an, mit dem Gefühl gründlich verarscht worden zu sein. Und die Lehmbatzen an unseren Schuhen wurden immer dicker. Plötzlich blitze etwas vor mir in der Erde auf. Ich hob es auf und siehe da eine Münze. Da sie mir ziemlich alt erschien nahm ich sie mit. Zu hause nach der Reinigung erkannte ich, das es ein Preußischer Taler von 1766 war, auf der Rückseite war das Abbild von Friedrich II zu erkennen. Leider war die Münze doch so zerkratzt das sie keinen Wert mehr hatte. Aber der beste Fund des Tages war es doch.
Glück auf Torsten L.
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Sammlergeschichten Teil 3
Ostermontag 2005. Da auf dem Henneberg noch Schnee liegt entschließe ich mich gegen Mittag das Altbergbaugebiet bei Bankenstein /Saale aufzusuchen. An dem extrem steilen Hang zeigen sich an vielen Stellen Spuren des Altbergbaus, insbesondere von den Saalbänder der Eisenerzgänge verspreche ich mir als Quarzsammler gute Fundmöglichkeiten.
Eine Stelle hatte ich schon seit Monaten im Visier. Auf dem kleinen Plateau eines Felsvorsprungs wollte ich mein Glück versuchen.
Nachdem das Brombeergestrüpp entfernt war, kam der Klappspaten zum Einsatz. Die Grabarbeit in einem Gemisch aus derben Quarzbrocken, Schieferstücken und Erde ging zügig voran.
Nach einer halben Stunde und einer Kuhle von einem halben Meter Tiefe erschien ein größerer Quarzbrocken den ich mit dem Kuhfuss raushebelte. Schnell den Brocken rausgehoben und am Rand abgelegt. Aber halt was war das? Am Ende des Quarzbrockens sitzen zwei 5 cm lange Quarzkristalle.
Jetzt heißt es also vorsichtiger vorzugehen. Erst mal mit dem Schraubenzieher die Brocken aus dem Erdreich lösen und jeden einzelnen nach Kristallflächen untersuchen.
Jetzt wird es langsam interessant, Quarzspitzen kommen im Minutentakt, ab und zu mal eine Handstufe. Dann der erste größere Einzelkristall 12 cm lang. Für unsere Region nicht schlecht. Und dazu ein guter Glanz! Nach und nach begreife ich, dass ich mitten in einer oberflächennahen, verstürzten Kluft arbeite. Jetzt war es an der Zeit erst mal einige kräftige „Freudenschreie“ Richtung Saale loszulassen.
Insgesamt berge ich an diesem Nachmittag ca.40 Stufen und Einzelkristalle, der Rucksack war entsprechend schwer. Aber mit so einem Inhalt fällt einem auch der steilste Rückmarsch etwas leichter. Beim Abmarsch bemerke ich auf der gegenüberliegenden Saaleseite 2 Monteure der dort ansässigen Zellstofffabrik. Die schauen neugierig zu mir herüber ich winke, die beiden grüßen zurück und gehen wieder in Ihre Werkstatt.
4 Jahre später, Tag der offenen Tür in der Zellstofffabrik Blankenstein. Endlich mal Gelegenheit die Fundstelle von der anderen Saaleseite aus zu fotografieren. Der Kollege von der Betriebsfeuerwehr gestattet dies auch. Als ich meine Aufnahmen im Kasten habe kommt ein Betriebshandwerker aus der Werkstatt und fragt mich was es dort oben so Interessantes gibt. Wir kommen ins Gespräch ich erfahre nach 4 Jahren das sich die Kollegen der Spätschicht jenes Ostermontages auf Grund meiner „Freudenschreie“ schon ernsthafte Sorgen gemacht hatten. Gott sei Dank hatten sich mich aber Minuten später unversehrt erblickt....
Quarzhai Holger!
PS: Anbei einige Kluft- und Stufenbilder
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Hallo Holger!
Du hättest sagen können,daß das ein Lied werden sollte ;D
Glück Auf!
Jens
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Hallo,
den kuriosesten Fund hat mein Cousin im Habachtal gemacht. Ich war mehrere Stunden am Sedl
schürfen und er aß in der Zeit alle meine Kekse und erfreute sich des Sonnenscheins. Als es Abend wurde
und ich unser Zeug zusammenpackte kratzte er mit dem Stock ein bisschen in der Erde herum (so 2-3 cm) und schrie plötzlich
"ich hab einen" und er zeigte mir einen 1,5 cm langen und 0,5 cm breiten perfekten Smaragd
mit einer wundbaren Farbe. Selbst dortige Sammler denen er das Stück zeigte waren beeindruckt.
Ich war zwar nicht sonderlich neidisch denn ich hab an anderen tagen schon gut gefunden gehabt,
aber das Wort "unverdient" spuckte trotzdem in meinem Kopf herum, denn das einzinste grüne was ich an diesem Tag erblickte war Aktinolith.
Es blieb aber auch sein letzter den er fand, denn seine Taktik hatte auf dauer nur wenig der konventionellen Art entgegenzusetzen. (er war 11, ich 16 zu diesem Zeitpunkt 2009)
gruss Sebastian
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Hallo,
zwar nicht kurios, eher bescheuert:
Ist schon einige Jahre her, der Urlaub, als wir die Koffer ausgepackt und den Kühlschrank im Ferienhaus in Dänemark bestückt hatten. Ich wollte noch schnell im letzten Büchsenlicht kurz runter zum Strand, mal seh`n, was es dort so an Geschieben zu finden gab. Die Lanschaft war wirklich klasse: Dünen, Dünen, Dünen. Ich bin über den Strand gelaufen, bis ich wirklich kein Geschiebe mehr erkennen konnte. Also kehrt Marsch, und ab zurück zum Ferienhaus. Nur wo war das jetzt? Nicht, dass die ganze Strandlinie gleich aussah, es war zudem noch zappeduster. Hätte ich mir doch irgendeinen Anhaltspunkt gemerkt. Hatte ich aber nicht. Lichter der Ferienhaussiedlung vom Strand aus erkennen, Fehlanzeige. klingt zwar komisch, aber ich hatte mich so was von verlaufen. Aus den 10 min. Fußweg zum Strand, sind fast 2 Std. Rückweg geworden.
Hängt mir bis heute an die Geschichte. Wenn ich am Nachmittag z. B. noch mal nen Korb Holz aus dem Schuppen hole: "Schaatz - denk dran, is dunkel - verlauf dich nicht".
Glück Auf!
Jörg
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Hallo zusammen,
der Kuriositätsfaktor eines Geschehens sinkt direkt proportional zu seiner Häufigkeit. Will sagen: Viele Dinge kommen uns gar nicht mehr kurios vor, weil wir sie schon viel zu oft erlebt haben. Ich denke dabei ganz speziell an eine Frage, die einem bevorzugt dann gestellt wird, wenn man im Schweiße seines Angesichts, mit Helm, Hand- und Sicherheitsschuhen ausgestattet, einen Meißel an einem Gesteinsspalt angesetzt hat und wie ein Wahnsinniger mit seinem Hammer auf dessen Ende kloppt. Aufgrund der tiefen Konzentration, körperlichen Anstrengung und nicht zuletzt des Lärms, den man dabei veranstaltet, erwischt einen die besagte Frage des lautlos aus dem Hintergrund herangepirschten Subjekts meist völlig unerwartet und unvorbereitet: "Was machen Sie da?"
Kann es in einer solchen, an Eindeutigkeit kaum zu überbietenden Situation eine bescheuertere kuriosere Frage geben? Und viel wichtiger: Was soll man da antworten?
Glück auf! Carsten
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Hab da mal zu einen mit toternster Miene und weit aufgerissenen Augen gesagt :
,, Ääh . . . Angeln . . .ist das hier etwas verboten ?´´
Der hat sich aufm Absatz umgedreht und is abgehauen , musste erstmal Pause machen und ablachen .
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Lach!
Das erinnert mich ein wenig an meine fruchtlosen Angelausflüge, wenn ich schon halb eingedöst mit dem "Tausendmeilenblick" auf die Pose starre, und plötzlich hinter mir einer fragt: "Na, beißen sie?"
Meine Standartantwort: "Nee, die können sie ruhig streicheln" ;D
Glück Auf!
Jörg
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Man soll aber eigentlich nicht auf die Pose starren ,das merken die .
Als ich noch geangelt hab isses paar mal passiert das die immer genau dann gebissen haben wenn man mal um die Ecke war , ein Bier aufgemacht hat ,oder telefonierte .
Hab aber trotzdem alle raus bekommen .
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Zeit für etwas Neues!
Dieses Jahr ist mir beim Arbeiten an einer Kluft in der Schweiz doch glatt von der Kante darüber eine Maus auf den Kopf gefallen! Zuerst riesig erschrocken weil ich sofort an Steinschlag denken musste war ich dann doch etwas überrascht dass der scheinbare Stein sich auf 4 Beinen in meine Kluft flüchtete. Was es nicht alles gibt!
Schöne Grüße,
Johannes
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Eine Maus hatte ich noch nicht, aber dafür eine Schlange :)
Die habe ich Ostern 14 aus einer Kluft gezogen ohne es zu merken.