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Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Thema gestartet von: Uwe Kolitsch am 09 Jan 07, 16:06

Titel: Schörl von Typlokalität(en) im Erzgeb. f. wissenschaftl. Untersuchungen gesucht
Beitrag von: Uwe Kolitsch am 09 Jan 07, 16:06
Liebe SammlerInnen,

Da wir seit einiger Zeit die erzgebirgische(n) Typlokalität(en) für (typisch schwarzen) Schörl näher mineralogisch untersuchen, und wir bis jetzt nur schwarze Schörlkristalle von Zschorlau vorliegen und charakterisiert haben, bitten wir Euch nachzusehen, ob ihr vielleicht noch von einer der unten angeführten ehemaligen Zinnlagerstätten (bzw. Zinn-Seifen) schwarze Turmalinkristalle (Schörl) besitzt und evtl. für wissenschaftliche Untersuchungen zur Verfügung stellen könntet (Material muß nicht ästhetisch sein):

Erzgebirge: 1) Ebersdorf, 2) Geyer, 3) Altenberg, 4) Neustädtel

Vom heutigen Böhmen: 5) Horní Slávkov bzw. Schlackenwald, 6) Nejdek bzw. Neudek, 7) Pernink bzw. Bärringen, 8) Cerná Voda bzw. Schwarzwasser, 9) Horní Platna bzw. Platten, 10) Muckenberg bei der Gotsgabe, heute: Komárí hurku.

Herzlichen Dank,
Andreas Ertl & Uwe Kolitsch
Titel: Re: Schörl von Typlokalität(en) im Erzgeb. f. wissenschaftl. Untersuchungen gesu
Beitrag von: uwe am 11 Jan 07, 17:01
Hallo Uwe,

utu mir leid, daß noch niemand geantwortet hat. Liegt vermutlich daran, daß die genannten Fundpunkte im Erzgebirge meiner Erfahrung nach nicht gerade typisch für Schörl sind. Aus diesem Grund wird dort niemand gerade Schörl auflesen. Möglicherweise war das vor 100 Jahren mal anders.

Da ich seit 2 Wochen Rentner bin, habe ich in der kommenden Sammelsaison und werde mich mal umschauen. Habe dazu noch einige Fragen:

Welchen Fundpunkt meinst Du mit Ebersdorf ? Die Ortsbezeichnung ist im Erzgebirge relativ häufig.

Geyer ist ganz schwer, da im einzigen  Aufschluß, in der Binge, verständlicherweise absolutes Sammelverbot besteht. Kann es auch aus dem reichlich 1 km entfernten Greifensteingebiet sein ? Geyer und die Greifensteine sind zwei verwandte Granitplutone.

Neustädtel ist heute ein Ortsteil von Schneeberg. Kann es ein genereller Schörl aus dem Schneeberger Gebiet sein ?

Gruß und Glück Auf
Uwe

Titel: Re: Schörl von Typlokalität(en) im Erzgeb. f. wissenschaftl. Untersuchungen gesu
Beitrag von: Uwe Kolitsch am 11 Jan 07, 18:03
Welchen Fundpunkt meinst Du mit Ebersdorf ? Die Ortsbezeichnung ist im Erzgebirge relativ häufig.

Muß ich meinen Kollegen fragen.

Geyer ist ganz schwer, da im einzigen  Aufschluß, in der Binge, verständlicherweise absolutes Sammelverbot besteht. Kann es auch aus dem reichlich 1 km entfernten Greifensteingebiet sein ? Geyer und die Greifensteine sind zwei verwandte Granitplutone.

Nein, es müßte schon Geyer sein (macht aber nix, Sammerlverbot sollten wir beherzigen)

Neustädtel ist heute ein Ortsteil von Schneeberg. Kann es ein genereller Schörl aus dem Schneeberger Gebiet sein ?

Ja, sollte nur möglichst schwarz sein.


GA, Uwe Kolitsch


Titel: Re: Schörl von Typlokalität(en) im Erzgeb. f. wissenschaftl. Untersuchungen gesucht
Beitrag von: hatiras am 12 Jan 07, 07:52
hallo Uwe Kolitsch,

ich habe schwarzen schörl aus dem erzgebirge (chemnitzer raum?), leider weiß ich nicht mehr genau woher.
bei interesse schick eine pm.

gruß

hatiras
Titel: Re: Schörl von Typlokalität(en) im Erzgeb. f. wissenschaftl. Untersuchungen gesu
Beitrag von: uwe am 12 Jan 07, 21:20
Der Chemnitzer Raum gehört zum großen Teil zum Sächsischen Granulitgebirge und nicht zum Erzgebirge. Im Granulitgebirge kommen Schörl und andere Turmaline allerdings sehr häufig vor. Der zum Erzgebirge gehörende Teil des Chemnitzer Gebietes besteht überweigend aus Phyllit (mit einigen Porphyreinschlüssen) ohne Turmalin.

Gruß
Uwe
Titel: Re: Schörl von Typlokalität(en) im Erzgeb. f. wissenschaftl. Untersuchungen gesucht
Beitrag von: Conny3 am 12 Jan 07, 22:08
Hallo Uwe Kolitsch,

ich hätte da vielleicht etwas aus Nejdek bzw. Neudek. Zu DDR-Zeiten bekam ich von einem Sammler einmal einen ganzen Posten mit Schörl von diesem Fundort. Da habe ich bestimmt noch etwas übrig. Es muß damals (bis 1988) viel Schörl (auch Rosenquarz schlechtere Qualität) dort gegeben haben. Ich muß auch irgendwo noch eine genaue Fundortbeschreibung von dort haben. Leider bin ich aber nie dahin gekommen. Dann habe ich noch allerdings nur ein Stück braunen (fast etwas rötlichen ) Turmalin von Jahnsbach nahe Greifensteine. Er stammt aus dem Lesesteinhaufen, den ich im Frühjahr 2005 untersuchen konnte.Ist hier auch schon einmal kurz erwähnt worden Das ist aber weniger Schörl, mehr Dravit?

Gruß Conny
Titel: Re: Schörl von Typlokalität(en) im Erzgeb. f. wissenschaftl. Untersuchungen gesucht
Beitrag von: smoeller am 13 Jan 07, 16:04
Hallo,

Hätte da nur Schörl von Pockau bei Marienberg da. Wenn interesse besteht, bitte melden. Im Bereich Geyer habe ich nie Schörl gesehen.

Glück Auf!
Smoeller
Titel: Re: Schörl von Typlokalität(en) im Erzgeb. f. wissenschaftl. Untersuchungen gesu
Beitrag von: Uwe Kolitsch am 13 Jan 07, 16:27
Hallo Conny,
am einem Schörl von Nejdek bzw. Neudek wären wir sehr interessiert!

GA, Uwe
Titel: Re: Schörl von Typlokalität(en) im Erzgeb. f. wissenschaftl. Untersuchungen gesucht
Beitrag von: Conny3 am 14 Jan 07, 19:35
Hallo Uwe,

das Schörlstück liegt bei mir bereit. Bitte die Adresse schicken wo es hin soll oder willst Du es hier abholen?

Gruß Conny
Titel: Re: Schörl von Typlokalität(en) im Erzgeb. f. wissenschaftl. Untersuchungen gesu
Beitrag von: Uwe Kolitsch am 15 Jan 07, 15:56
Hallo Conny,
bitte an folgende Adr. schicken:

Univ.-Doz. Dr. Uwe Kolitsch
Kurator der Mineralien- und Lagerstättensammlung
Mineralogisch-Petrographische Abt.
Naturhistorisches Museum Wien
Burgring 7
A-1010 Wien
Austria

Herzlichen Dank im Voraus!

GA, Uwe

Titel: Re: Schörl von Typlokalität(en) im Erzgeb. f. wissenschaftl. Untersuchungen gesucht
Beitrag von: Conny3 am 15 Jan 07, 16:13
Hallo Uwe,
trotz Serverausfall bei Stefan Mineralienatlas habe ich die Adresse gelesen. Sowie ich dazu komme, schicke ich Dir den Schörl zu.

Gruß Conny
Titel: Re: Schörl von Typlokalität(en) im Erzgeb. f. wissenschaftl. Untersuchungen gesucht
Beitrag von: Uwe Kolitsch am 13 Aug 15, 11:49
Hallo Conny,
der Artikel über Fluorschörle und Schörle vom Erzgebirge und diversen anderen Lokalitäten ist jetzt endlich im Druck.
Deine Probe, nach den Analysen ein F-armer Schörl, haben wir hier am NHM Wien inventarisiert.
Du bist natürlich in der Danksagung erwähnt.

Dank an dieser Stelle auch an: Kurt Folie, Matthias Hanke, Joachim Gröbner, Lars Epple, Herbert Kaiser.
PDF-Sonderdrucke kommen dann per Email.

GA, Uwe