Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Thema gestartet von: Hg am 08 Feb 07, 19:37
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Hallo,
ich suche mal wieder Literatur.
Vor einigen Jahren (oder erst 2005?) gab es in Schneeberg einen Fund von Zeunerit und anderen Uranglimmern bei Straßenbauarbeiten (?) in der Rödergasse.
Kennt jemand zu diesem Fund genauere Literatur? Online konnte ich leider nichts finden.
Grüße
Andreas
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Hallo,
Habe hier nur einen Artikel in der Mineralien-Welt Heft 3/2006 über Funde in der Schreibergasse. Kann ich dir Anfang nächster Woche (Di) einscannen.
Glück Auf!
Smoeller
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@ smoeller
Danke für's Angebot aber ich suche eigentlich Literatur speziell zu den Funden der Rödergasse.
Wenn es keine Literatur hierzu gibt, vielleicht weiß ja jemand ein exakteres Datum und wie es zu den Funden kam.
Gruß
Andreas
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hm, ich muss doch mal nachhaken
hat denn niemand Informationen zu diesen Funden in Schneeberg?
Gruß
Andreas
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Hallo Andreas,
habe deine PN erhalten ;)
Ich habe mich bisher hier rausgehalten weil ich auch nur Infos vom Hörensagen habe. Ich weis, bzw. habe dazu folgenden gehört:
Ende 2005 wurden in der Rödergasse in Schneeberg Leitungen verlegt. Bei diesen Erdarbeiten wurde geschüttetes Material, vermutlich eine alte Halde die im laufe der Jahrhunderte mit der städtebaulichen Entwicklung Schneebergs einfach mit überbaut wurde freigelegt. Hierbei wurden mehrere Stufen und Stüfchen "Zeunerit" gefunden. Mittlerweile scheint das Material analysiert zu sein, denn es ist jetzt als Zeunerit/Autunit-Verwachsung auf dem Markt.
Das wirklich gute Material, was laut Infos gefunden worden sein soll, ist in Privatsammlungen verschwunden und ward nicht mehr gesehen :-X Das Material was auf dem Markt ist (ich habe es auf Börsen in Aue, Gera, Oelsnitz, Zwickau, Schneeberg und Schlema gesehen) würde ich als mittelprächtig bezeichnen, wird in KS-Größe um die 30.- Euronen angeboten und dürfte bald alle sein. Der Schurf selber wurde noch 2005 wieder geschlossen. Die Funde selbst dürften höchtens eine Hand voll Leute, wenn nicht gar nur einer gemacht haben.
Wenn du mehr wissen willst müsste ich mich noch mal kundig machen.
Gruß Jürgen
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Hallo Jürgen,
wenn's nicht zu viele Umstände macht..........
Wäre vielleicht doch nicht schlecht, wenn ich da noch ein wenig Informationen bekommen könnte.
Aber schonmal vielen Dank für die Hilfe!
Grüße
Andreas
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Hallo,
Nochmal ein kleiner Nachtrag. Diese Stufen vom Schurf an der Rödergasse enthielten in der Tat ein Mineralgemenge, in dem sich neben (Meta-)Autunit und Zeunerit auch noch Uranopilit befinden soll. Die winzigen xx sind wirklich mehr was für den Lokalsammler, es gab aber flächenmäßig gut besetzte Stücke. Wer so was haben will, ich könnte da was besorgen...
Glückauf
Andreas
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Nach meinen Informationen war es eher (Meta)Torbernit und Zeunerit. Funddatum war wohl Juli 2005.
Hier im Auktionstext sind ein paar Informationen, vielleicht weiß der Verkäufer noch mehr? Nimm doch mal Kontakt auf mit ihm.
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=230087604258 (http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=230087604258)
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Hallo,
also mir wurde in Schneeberg gesagt, dass die Stücke mittlerweile wohl analysiert sind. Dabei wurde Zeunerit, Torbernit und Meta-Torbernit nachgewiesen.
Gruß
Andreas
(wo ist eigentlich der Bezug zur Literatursuche?)
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Hallo,
@Hg: Literatur dürfte es davon kaum geben, denke ich. Vielleicht, wenn im Lapis mal wieder ein Schneeberg-Artikel kommt, ne lütte Randnotiz, aber mehr wird´s da nicht geben.
@Schluchti: es scheint so, als ob es zwei Paragenesen gibt: einmal die wie auf Deinem Foto mit so grobblättrigen xx mit eher stumpfen Glanz und einmal ganz feine xx-Rasen in einem satten Grasgrün (hochglänzend).
Glückauf
Andreas
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Meine Stufe mit hochglänzenden und eher kleinen xx sind mir auch als (analysierte) Torbernite verkauft worden.
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Hab meine als obenstehendes XRD-analysiertes Gemenge erworben. Mir schwant da was...
@Hg: willst Du nur was über die Minerale wissen, oder über die Bauarbeiten an sich. Da fände sich nämlich einiges.
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Hallo Hg,
leider bin ich heute erst auf dieses interessante Thema gestoßen. Bei der Fundortangabe Rödergasse handelte es sich um eine Baustelle der Bergsicherung Schneeberg. Bei Aufgewältigungsarbeiten im Bereich einer historischen und nicht zuordenbaren Grube wurde im Juli 2005 Material gefördert, welches schnell das Interesse der einheimischen Sammler auf sich zog. Ein Altbergbauexperte vermutet, dass es sich dabei um Massen vom Gang "Glücksflacher" handelt, die von der WISMUT gewonnen aber nicht mehr gefördert wurden. Die Selbstbedienung an diesem Jahrhundertfund blieb von der Bauleitung natürlich nicht lange unbemerkt und so wurde das gesamte Material zum Deponiegelände am Schacht 371 befördert. Dort fand eine Selektion statt und die besten Stufen wurden unter WISMUT-Prominenz sowie Zivilsammlern mit hochrangigen Positionen in der regionalen Politik und Wirtschaft aufgeteilt. Selbst Schneeberg-Spezialist Fritz Schlegel und der von ihm zwecks Probennahme herbeigerufene Dr. Thalheim vom Museum Dresden hatten da das Nachsehen. Besseres Material als das auf den regionalen Börsen Angebotene ist definitiv nicht zu bekommen. Laut Analyse von Peter Schlegel handelt sich um schichtförmige Verwachsungen von Meta-Torbernit mit Autunit und Zeunerit. Zur Auer Börse 2006 dachte WISMUT-Geologe Steffen Herrmann über einen Artikel in der LAPIS nach. Setz Dich doch mal mit ihm in Verbindung. Die Adresse findest Du im Schneeberg-Doppelheft der LAPIS. Die Aufnahme zeigt die Baustelle im September 2005.
Gruß Bergmeister
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auweia :-[
Hallo Bergmeister,
sorry, dass ich Deinen Beitrag erst jetzt gelesen habe. Auf jeden Fall hat mich der Beitrag um einiges weiter gebracht. Vielen Dank! :D
Gruß
Andreas
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Hallo,
in der aktuellen LAPIS-Ausgabe, Heft 11/07, berichtet Steffen Herrmann nun ausführlich über diesen Fund.
Grüße & Glück Auf!
Bergmeister
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Habe leider die LAPIS nicht im Abo, der Artikel würde mich aber sehr interessieren. Finden sich dort auch Analyseergebnisse von dem Material?
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Hallo Schluchti,
den Artikel kann ich Dir gerne scannen oder Fotokopieren, schick mir doch Deine (Mail-)Adresse. Nur allzu tief (Analysen) geht LAPIS nicht.
Gruß
Berthold