Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Achate / Agates => Thema gestartet von: Bernd G am 22 Feb 07, 04:04
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Achat mit Pseudomorphosen, Skolezit-Achate usw.
Entstehung, Einschlüsse ,Vermutungen zur Entstehung.Vorkommen usw.
Namensgebung.
Diskussion eröffnet.
Gruß Bernd
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Hallo,
1 - Hier mal ein Röhrenachat vom klassischen Vorkommen Horní Halzne im Böhmischen Erzgebirge. Die "Röhren" sind in Wahrheit hohle Pseudomorphosen nach einem tafeligen Mineral. Dieses dürfte wohl Baryt gewesen sein, andere sagen auch Anhydrit.
2 - Hier noch einer aus dem Lierbachtal im Schwarzwald. Bei den nadeligen Büscheln dürfte es sich um ehemalige Baryte oder Strontianite handeln.
Glück Auf!
Smoeller
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HalloZusammen
Skolezit-achat dich denke mir das die nahmesgebung mehr oder weniger auch den typischen fundpunkt Rheinhessen mit ausdrücken soll.
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Nun diese Pseudomorphosen kommen in vielen Fundorten (in Deutschland) vor.Daher kann man diese Namensgebung nicht auf einen Fundort festlegen.Man kann auch nicht sagen das die Bezeichnung Skolezit-Achate einen neuen Achattyp darstellt.Es würde der Behauptung gleichkommen in sauren Vulkaniten entstehen nur Skolezitkristalle.Oft entstehen auch falsche Deutungen und zwar wenn nur noch die äußeren Kristallflächen z.B. des Baryt`s gesehen werden und der Baryt selbst vollständig umgewandelt ist.Da entsteht der Eindruck es handle sich um dünne langprismatische Kristalle.Der Schnittwinkel eines solchen Achates kann viele erstaunliche Umwandlungen zum Vorschein bringen aber auch schnell zu Täuschungen führen.Ist die einstige Kristallsubstanz noch vorhanden hilft meißt nur ein exakte Analyse durch entsprechende Institutionen.Dabei kann man die Gegenhälfte zur Probe geben.
Erst danach würde ich mich festlegen.Vielleicht ist es ja auch ein Mesolith-Achat.
Fundort für solche Achate sind z.B. Alzey-Wendelsheim und Umgebung,Lierbachtal,Lausitz,Baden Baden,Juchem ,Setz !!!,Bernhard,Waldhambach.....Auch international.In der nächsten Zeit stelle ich mal ein paar Bilder von Pseudomorphosen aus Argentinien ein-
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Hier die versprochenen Pseudomorphosen aus Argentinien
Bild 1 ist 6,0 x 6,0 cm
Bild 2 ist 7,5 x 7,0 cm
Bild 3 ist 11,5 x 4,0 cm
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1+2: otterwisch 7,5cmx7,2cm
3 - von otterwisch 9cmx8cm
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1+2: stück aus dem raum alzey 17cmx12 cm, kommt aus dem anstehenden, brotleibförmige ausbildung im melaphyr.
3 - vollmersbach 25cmx21 cm .
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Eine schöne Achatpseudomorphose "Crazy Lace - Achat" nach Calcit xx .Größe 15 x 6 cm
Fundort: Villa Ahumada,Chihuahua - Mexiko
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Achate mit Pseudomorphosen aus der Fundregion um Wendelsheim und Nack werden traditionell als sogen. "Skolezitachate" bezeichnet. Dies heist nicht das die Pseudos ausschließlich aus Skolezit hervorgegangen sind , eher wohl Calcit , Aragonit und andere Zeolithe. Wer aber die Fundregion schon länger kennt akzeptiert diese irreführende Bezeichnung da sie schon Anfang der 1970er Jahre geprägt wurde und Eingang in die Sammlungen gefunden hat.
Anbei einige aussagekräftige Stücke vom Steigerberg bei Wendelsheim. Alle Achate Sammlung und Foto Peter Jeckel.
1 - "Skolezit-Achat" , Wendelsheim, Größe: 92x76x47mm
2 - "Skolezit-Achat" , Wendelsheim , Größe: 78x67mm
3 - "Skolezit-Achat" , Wendelsheim , Größe: 97x80mm
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1 - "Skolezit-Achat Wendelsheim, Größe 6,1 x 4,8 cm
2 - "Skolezit-Achat Wendelsheim, Größe 7,5 x 3,8 cm
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1 - Pseudomorphose aus dem Steinbruch Juchem bei Idar-Oberstein
Größe 5,9 x 4,5 cm
2 - Pseudomorphose aus dem Steinbruch Juchem bei Idar-Oberstein
Größe 10,6x 5,8 cm
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1 - Ein Stück von Emmelsheim, Größe 5,5x4 cm
was nun Skolezit oder Pseudo?
2 - Und hier ein Stück, Goch 10,5x5
Strahlenachat,ist das auch eine Bezeichnung für solche Stücke?
Gruß
Günter
Ps.Das Stück von Ralf finde ich sehr schön.So was mag ich.
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Hallo Günter,
Pseudo oder Skolezit , beides ist richtig , siehe meine Erklärung einige Beiträge vorher. Deine Funde aus dem Rheinkies finde ich sehr interessant. Vermutlich stammen sie ursprünglich aus den rheinhessischen Vorkommen.
Gruß Peter
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Achat Pseudomorphosen :
(1 - Patagonian Region. 4,2 x 4 cm 61 grams)
(http://i94.photobucket.com/albums/l102/patagonianstar/NewPatagonianagate2045420cmx4cm61gr.jpg)
2 - "Entre Rios" Province , Mesopotamian Region. 12 x 11 cm 370 grams
(3 - 7 x 11 cm 394 grams)
(http://i94.photobucket.com/albums/l102/patagonianstar/ARGENTINAPIT00017CMX11CM394GRAMS-1.jpg)
:)
Ricardo & Claudia Birnie
Argentina
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1 - rheinhessen grösse 6/4 cm
2 - Gau- Bickelheim 12/7 cm
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Schöner Skolezitachat,
vorige Woche gefunden ,Größe 5 x 5 cm
Gruß
Donat
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Hallo zusammen
Ich kann euch alle beruhigen: die Achate von Wendelsheim und Nack sind Skolezit-Achate.
Es hat mir keine Ruhe gelassen, deshalb bin ich meine Literaturen durchgegangen. Und siehe da:
"Übersicht der Mineralien und Gesteine der Rheinpfalz"
Autoren: Dr.Heinrich Arndt, Dr.Otto M. Reis und Dr.Adolf Schwager
Sonderabdruck aus den Geognost. Jahresheften 1918/1919
Verlag von Piloty & Loehle
München 1920
Ich zittiere wörtlich:
Skolezit:
Auf dieses Mineral ist folgendes Vorkommen zurückzuführen: Im O b e r e n A r n b a c h NW. von K i r c h h e i m b o l a n d e n in vereinzelten Funden, geradezu massenhaft aber im Porphyriterguß des Grenzlagers zwischen M ö r s f e l d und W e n d e l s h e i m; zwischen W a i d m a n n s l u s t und K r ä m e r s k o p f SW. von Wendelsheim, endlich an der Obergrenze des Mittellagers bei
G a n g e l s b e r g - T a l b ö c k e l h e i m finden sich große Knollen aus mehr und weniger reinem Chalcedon und Achat, der eine Anzahl langstengeliger Kristalle ( bis über 6 cm groß und 6 mm dick ) umhüllt. Diese Kristalle sind zwar nicht mehr selbst erhalten, sondern ihr früherer Körper ist durch hellen, drusig gewachsenen Quarz erfüllt, dagegen ist durch die Achatumhüllung vor ihrer Auslaugung ein sehr scharfer Abguß der früheren äußeren Form gegeben.......
Artikel im Buch ist noch etwas länger, aber ich glaube das genügt, um alle Zweifel aus der Welt zu schaffen.
Kann also jeder diese Achate von Nack und Wendelsheim mit sicherem Gewissen als Skolezit-Achat bezeichnen.
Gruß Robert
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danke
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Hallo Robert ,
zuerst einmal vielen Dank für den Hinweis auf den Artikel. Bisher war mir das Schriftstück nicht bekannt. Damit können wir die verwirrende Diskussion beenden, Auch wenn nicht jeder Achat mit Pseudo`s aus Rheinhessen einem Mineral direkt zugeordnet werden kann. Der Oberbegriff "Skolezitachat" wird somit untermauert. In meiner Sammlung von mehreren hundert Skolezitachaten hat diese Bezeichnung schon seit über 30 Jahren bestand und läßt sich nicht durch unsehlige Diskussionen wegdiskutieren. Ich habe große Freude an dieser Art von Achaten und finde sie besonders unter der Lupe oder dem Mikroskop hoch interessant. Besonders die Zwickelfüllungen mit Achat sind wunderschön. Ich kann mich noch gut an die Fundsituation der 1970er und 1980er Jahre in Wendelsheim erinnern. Damals lagen noch reichlich Skolezitachate auf den Feldern und in den Weinbergen , ich habe sie immer gerne aufgesammelt. Andere Sammler haben sie früher links liegen gelassen. Heute sind die Funde weitaus seltener geworden und Achate mit kräftigen Farben und ausgeprägten Kristallmustern sind begehrte Sammlerstücke.
Mein bisher größter Skolezitachat hatte beachtliche 24,5kg auf die Waage gebracht , dies ist aber natürlich die Ausnahme. Die meisten Stücke sind von 3-10cm groß und wiegen seltener mehr als 500gr. Schöne Exemplare kann man auch auf der Website von Klaus Schäfer finden:
www.mineralworld.de
Viele Grüße und viel Freude beim Sammeln
Peter
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Hallo an alle Diskussionsfreudige
Zu beachten sei beim Artikel von Robert das Alter der Ausgabe.
Ich zitiere:
Sonderabdruck aus den Geognost. Jahresheften 1918/1919
Verlag von Piloty & Loehle
München 1920
Es ist doch mehr als verständlich das viele alte Theorien (z.B über die Achatgenese und andere) durch neuste wissenschaftliche Erkenntnisse,hervorgerufen durch neuste Methoden der Analyse umgeschrieben werden mußten.Wer sagt uns denn das diese Theorie noch richtig ist?
Ich bin nach wie vor der Meinung das erst neuste chemische Analysen endgültige Erkenntnisse bringen können denn schließlich reden wir heute auch nicht mehr von den Theorien von Noggerath oder Haidinger höchsten falls als kulturhistorische Wissenschaftliche Abhandlung von einst.
Beste Grüße
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Es gibt doch immer Leute die einfach nicht akzeptieren können, daß Andere auch eine Ahnung haben.
Das macht überhaupt nichts, daß die Untersuchungen schon aus den sehr frühen Jahren stammen, denn der Skolezit wurde bereits im Jahre 1813 bestimmt, von A.F.Gehlen und J.N.Fuchs, die dem Mineral auch ihren Namen gaben.
Die Beschreibung des Skolezits ist nicht nur ein Artikel, sondern das Ganze ist ein Bestimmungsbuch der Mineralien und Gesteine der Rhein-Pfalz.
Des weiteren habe ich geschrieben, daß der Artikel über den Skolezit noch etwas länger ist, wobei hier noch auf eine ganz genaue Bestimmung bezüglich Kristallformen u. dergl. eingegangen wurde, sodaß es sich um keine Theorie handelte.
Ich werde mich in jedem Falle 100% auf die Untersuchungen der 3 Doktoren verlassen und kann das jedem ruhigen Gewissens empfehlen.
Robert
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Hallo Robert,
ich stimme Dir 100% zu. Es gibt halt auch Leute die noch viel lernen müssen!!!
Viele Grüße
Peter
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He,einfach mal so,
zählt der auch zu den Skolezit-Achaten?
Der ist keine Schönheit aber der hat so feine Nadeln?
.Und da ich noch keinen schöneren gefunden bleibt erst mal in meiner Sammlung ;)
Gefunden hab ich ihn im Rheinkies bei Elten.
Größe. 8x5 cm
2: ein Ausschnitt
Gruß
Donat
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Hmm... kann schon sein, dass es ein feinfaseriger Zeolith ist (Mordenit, Natrolith, Skolezit) oder vielleicht Goethit ????
Gruß Daniel
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Danke,jetzt sehe ich schon klarer ;D ???
Günter
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Hallo Schleifer
Akzeptieren einer wissenschaftlichen Abhandlung ist die eine Sache und Zweifel über die Richtigkeit ist eine andere und die muß schon erlaubt sein.Auch heute werden neuste Erkenntnisse in der Forschung (allgemein) auch noch neu diskutiert und überworfen durch weitere Entdeckungen und das ist ein ganz normaler Vorgang.
Es wurde von mir auch nicht bestritten das der Skolezit bereits im Jahre 1813 bestimmt wurde , von A.F.Gehlen und J.N.Fuchs, die dem Mineral auch ihren Namen gaben.
Das war auch nicht der Sinn meines Beitrages.
In meinen früheren Berichten schrieb ich auch das ich mich korrigiere wenn ich falsch liege (nach dem Abschluß einer weiteren Untersuchung).
Es darf aber die Frage erlaubt sein ob dieses oben zitierte Werk etwas endgültiges ist.
Ich möchte noch darauf hinweisen das diese Diskussion nicht zu Entgleisungen führen sollte sondern sachlich geführt wird.
Für agetefreak: gut nachgesprochen. - Respekt
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Hier noch ein Literaturhinweis: Mineralfundstellen in Rheinland-Pfalz und Saarland von H.Schmeltzer/Christian Weise Verlag. Auf Seite 67 , Fundort Wendelsheim unter der Rubrik Minerale:
"Der Achat enthält zum Teil nadelige Pseudomorphosen , wahrscheinlich nach Skolezit"
Gruß Peter
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Anbei noch einige Worte zur Untermauerung meiner Beiträge um evtl. Mißverständnisse zu vermeiden.
Es ging in meinem Beitrag nicht darum die Arbeiten der einstigen Doktoren in irgend einer Form zu schmälern.Im Gegenteil,diese verdienen Anerkennung und Hochachtung.
Es ist aber ohne Zweifel das heute durch modernste Forschungs-u. Analysemethoden,die den Wissenschaftlern damals nicht zur Verfügung standen,so manche Behauptung bzw. Theorie umgeschrieben,komplettiert oder auch bestätigt wurden.
Wie ich schon früher zitierte: Wenn man jede Pseudomorphose aus dieser Region (Wendelsheim-Rheinhessische Schweiz) als Skolezitachat bezeichnet so kommt das der Behauptung gleich das im Melaphyr nur Skolezit xx und keine anderen Faserzeolithe entstanden sind und das wäre falsch.
Ein gutes Beispiel hierfür ist die Fundstelle Oberwiddersheim mit ihren vielen Zeolithen sehr verschiedene Calcite bzw. Aragonite teilw. mit Chalcedoneinlagen im Melaphyr.Wenn es dort zu einer größeren Achatisierung gekommen wäre so hätten wir heute ähnliche Erscheinungsbilder jedoch mit unterschiedlichen stängligen bis nadligen Kristallen als Pseudomorphose.
Noch ein Zitat vom vorhergehenden Beitrag:
Fundort Wendelsheim unter der Rubrik Minerale:
"Der Achat enthält zum Teil nadelige Pseudomorphosen , wahrscheinlich nach Skolezit"
Es scheint ,als war man sich da auch nicht ganz sicher.
Der Mineralroli
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ZITAT :Ein gutes Beispiel hierfür ist die Fundstelle Oberwiddersheim mit ihren vielen Zeolithen sehr verschiedene Calcite bzw. Aragonite teilw. mit Chalcedoneinlagen im Melaphyr.Wenn es dort zu einer größeren Achatisierung gekommen wäre so hätten wir heute ähnliche Erscheinungsbilder jedoch mit unterschiedlichen stängligen bis nadligen Kristallen als Pseudomorphose.
also um Melaphyr handelt es sich unter garantie in oberwiddersheim nicht und Chalcedoneinlagen sind von dort auch nicht bekannt.
es handelt sich um einen feinkörnigen ,mittelsauren basalt ,die entstehung der mineralien in den blasenräumen ist auf hydrothermale vorgäne zurück zu führen.
beste sammlergrüße bernd
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So lange die Untersuchungen der 3 Wissenschaftler nicht durch neuere Untersuchungen widerlegt werden, können wir uns jede Diskussion ersparen. Wir könnten uns sonst die Köpfe heiß reden :Was wäre wenn ???.......
Sollte sich jedoch irgendwann einmal ergeben, daß andere Zeolithe (Mesolith, Natrolith ev. Mordenit) daran beteiligt sind, wäre ich der Letzte, der sich dann nicht überzeugen liesse.
Die Erde war so lange eine Scheibe, bis man nachwies, daß sie eine Kugel ist.
Grüße Robert
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Warum sollen wir uns die Diskussionen ersparen? Das hier ist ein Forum und wenn wir keine Diskussionen führen die die Würze in der Suppe sind dann kann man auch das Forum schließen.
Der letzte Satz: "Die Erde war so lange eine Scheibe, bis man nachwies, daß sie eine Kugel ist"
war gut und das ist genau das was ich meine.
Zum Beispiel Oberwidderheim noch folgendes: Malaphyr war von mir ein Druckfehler.Ist aber eher nebensächlich da beides Vulkanite sind und beide achathöfig sein können.Ich selbst habe mehrere Stücke gefunden in denen die Mandeln mit dünnen Lagen von Chalcedon an der Wandung ausgekleidet waren.Es ist natürlich möglich das nach einer hydrothermalen Phase (heiße wässrige Lösungen um die 380 Grad) eine Achatisierung erfolgen kann.Es war ein Beispiel für die Bildungsmöglichkeiten für Pseudomorphosen mehr nicht.
Der Mineralroli
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schlechtes beispiel , naja egal. ;) ist mir auch neu das alle Vulkanite achathöffig sein können.
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Hallo,
Ich habe die Ergebnisse der Diskussion mal wie folgt ins Lexikon einfließen lassen:
"Weiterhin auffallend ist das vermehrte Auftreten von Pseudomorphosenachaten, die zumeist als "Skolezitachat" bezeichnet werden. Besonders in der Umgebung von Nack und Wendelsheim kommen diese häufig vor.Hier ist allerdings anzumerken, dass in diesem Gebiet natürlich auch andere Pseudomorphosen vorkommen können, das heisst, nicht bei jedem der Achate war Skolezit das erstgebildete Mineral. Auch Baryt,Calcit oder andere Zeolithe können hierbei umgewandelt worden sein."
Also so zu verstehen, dass Skolezit bei vielen Achaten ursprünglich existierte, aber nicht bei jedem.
Zu Ober-Widdersheim: sind das mit Sicherheit Chalcedoneinlagen? Bisher habe ich dort (wie auch in Langd) Hohlraumauskleidungen aus Phillipsit, Montmorillonit oder Hyalit gefunden, die Chalcedon durchaus ähnlich sehen. Chalcedon dürfte für die Fundstelle dann neu sein.
Gruß Daniel
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Hallo,
Das Mineral aus Ober-Widdersheim (da stimme ich Goldi85 zu) ist sicher eher Hyalith. Die tertiären Magmatite sind eher SiO2-untersättigt und haben hohe Glasanteile. Bei der Verwitterung wird ein Großteil der Alkalien abgeführt, SiO2 reichert sich an. Dieses Kieselgel bildet Opal.
Glück Auf!
Smoeller
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Hallo Smöller
Danke für die präzise Darstellung.Es kann durchaus sein das ich mit dem Chalcedon nicht 100%-ig richtig liege da mir eine eindeutige Untersuchung dazu fehlt.Es handelt sich um bläuliche blasige Bildungen.Ich werde diese Stücke an der Bergakademie in Freiberg untersuchen lassen und gebe das Ergebnis auch bekannt.Es wird jedoch eine ganze Weile dauern.
Zu B.G. Ich habe nicht von alle Vulkanite geschrieben.
Basalt in Langenthal führt Achat und der Melaphyr in der Pfalz auch.Von mehr stand nichts in meinem Bericht.Wenn das ein schlechten Beispiel war dann hätte ich gern ein besseres gelesen.
Ich möchte hier auch keine Diskussion zum FO. Oberwiddersheim eröffnen da es vom eigentlichen Thema wegführt.
Hier noch etwas Unterricht:
Als Diabas und Melaphyr werden geologisch alte Basalte bezeichnet, die außerdem eine leichte Veränderung ihres Gefüges und ihrer Mineralzusammensetzung durch Metamorphose erfahren haben.
Nachzulesen bei Wikipedia
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Hallo Daniel,
super , Deine Zusammenfassung. Du hast es auf den Punkt gebracht.
Viele Grüße
Peter
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Danke 8)!
Auch wenn es nochmal vom Thema abweicht: die Ergebnisse der Untersuchung würden mich sehr interessieren.
Gruß Daniel
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Hallo Daniel
Ich werde das Ergebnis im jeden Fall mitteilen.
Ich finde deine Zusammenfassung als sehr gelungen und damit kann man leben.
Das ist eine Aussage die für beide Seiten der Diskussion akzeptabel ist und jeden Möglichkeit der Achatgenese für die Pseudomorphose definiert.
Wenn nur alle Beiträge so hier im Forum in der Art verfaßt würden könnte es noch mehr Spaß machen.
Ich fand die Diskussion,von einigen mal abgesehen ,recht gut.
Beste Grüße
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hallo r.n.
ja eben geologisch alte Basalte ,der vogelsberg gehört ja wohl nicht dazu ,mach dich mal schlau.wenn schon beispiele dann sollte man auch wissen von was man hier schreibt.und nicht munter drauf los brechen !!!
die blauen beläge sind kein chalcedon sondern eisenoxyd auf einem anderen mineral als überzug.
das als abschluss zu dem thema.
übrigens fand ich diese diskussion sehr gut bis auf einige ausrutscher ,wir arbeiten doch hier alle zusammen und nicht gegen einander.
so jetzt können wie wieder zu den Skolezit-Achate usw.übergehen.
gruß bernd
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wie ich schon sagte:
abgesehen von einigen Beiträgen
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Also ich fand alle Beiträge gut.
War doch auch teilweise Recht lustig,weil einer immer das letzte Wort haben musste. ;)
Dadurch aber eben die Diskussion so gewachsen ist.
Bitte aber ;D jetzt nichts mehr!
Ist nun mein Skolezit-Achat auf der vorigen Seite ein Skolezit-Achat oder nicht?
Günter
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Hallo Donat
Mit ziemlicher Sicherheit dürfte es sich bei deinem Stück nicht um Skolezit handel.Dazu sind die Gebilde zu fein strukturiert und klein.Es könnten Hornblendefasern sein aber festlegen möchte ich mich da nicht da ich von Ferndiagnosen nichts halte.Es dürfte auch schwer sein das genau fest zu stellen da eine stärkere Umwandlung vorausgegangen ist.Ähnliche Exemplare werden auch in der Lausitz gefunden.
In der Vergrößerung recht interessant.
Beste Grüße
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Danke :)
Gruß
Donat
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Hallo Donat
Ich an deiner Stelle würde da einige mikroskopische Untersuchungen vornehmen bzw. vornehmen lassen.Vielleicht ergeben sich da schon erste Erkenntnisse.
Ich könnte mir vorstellen das die Hälften von hinten weiß-grau aussehen.Wenn das so ist so würde ich mit meiner ersten vorsichtigen Einschätzung gar nicht so verkehrt liegen.
Übrigens zu den Beiträgen die ich oben erwähnt habe meine ich die die aussagelos sind bzw die die mehr auf den Vorberichterstatter zugeschnitten sind als zur Thematik.So etwas gehört nicht ins Forum denn dafür gibt es den Link private Mitteilungen.
Beste Grüße
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hier mal ein top beispiel ,zum thema , wenn hätte ,aber wo möglich ,oder doch nur möglicherweise.
das hätte eingen schönen Skolezit-Achat gegeben wenn genügend kieselgel vorhanden gewesen wäre. und das umgebende gestein
ist auch melaphyr. ;)
gruß bernd
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Dieses vorangegangene Beispiel ist nicht richtig.
Pkt. 1 es handelt sich nicht um Skolezit (somit auch kein "Skolezitachat")
Skolezit ist langprismatisch bis nadlig und das ist auf den Bildern nicht ersichtlich.
Pkt .2 wenn ausreichend Kieselgel vorhanden gewesen wäre so wäre die Mandel komplett mit
Achat gefüllt
Pkt. 3 erst durch das Ausbleiben von Kieselgel konnte sich eine Quarzdruse bilden
Pkt. 4 die nachfolgende Mineralisation,was immer es ist,ist erst entstanden nachdem der
Achat u. die Druse gebildet waren
Pkt. 5 bei einer Pseudomorphose sind die Kristalle z.B. Zeolithe die Primärbildung und der
Achat die Sekundärbildung
oder anders gesagt zuerst entstehen die Kristalle und erst im Anschluß wird
Kieselsäure bzw. Kieselgel ausgefällt.
Der letzte Punkt wird noch durch die Tatsache unterstrichen das oft bei Pseudomorphosen eine plastische Verformung der Bänderstrukturen ersichtlich ist.Die Achatbänderung hat sich in dem Fall über die bereits vorhandenen Kristalle gelegt.
Noch ein Zusatz:
Es kann durchaus vorkommen das eine Pseudomorphose bei geeigneten Voraussetzungen in mehreren Phasen ablaufen kann (ähnlich wie beim Phantomquarz).Oftmals hat es den Anschein das eine Pseudomorphose "schwimmend" im Achat eingelagert ist.Das kann aber auch ein
Effekt durch den Schnittwinkel sein der die Anwachsstelle verdeckt.
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ich sehe da schon nadel, aber naja egal .warum solle nicht noch kieselgel in so einen holraum eindringen ? kann kein achat in 2 schritten oder 3 schritten gebildet werden ?haarrisse usw. machen es möglich das kieselsäure eindringen kann ,und schon haben wir nach punkt 5 von dir diese entstehung.
aber warten wir mal neuste wissenschaftliche erkentmisse ab und schaun dann weiter.
danke für deinen theorien gruß bernd
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Ein eindringen von Kieselgel nach dieser Entwicklungsphase halte ich für ausgeschlossen.
Zwar gibt es Risse in Achaten auch sog. Haarrisse jedoch bleibt die Achatisierung auf den Riß beschränkt.Das sieht man oft z.B. rötlichliche Partien entlang des Risses ohne das es zu einer erneuten komplexen Ausbildung eines evtl. Festungsachat o.ä. gekommen ist.
Ich kenne auch kein Beispiel an dem das sichtbar ist.Das kann zum einen an dem zeitlichen Ablauf liegen und bedeutet das die Achatbildung in einer zusammenhängen zeitlichen Periode erfolgte auch im Wechsel mit kristallisierten Quarz (wie man es auch öfters in diese Abfolge sehen kann),
aber im Nachhinein nicht mehr.
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Ich möchte da noch einige ergänzende Worte mit Beispiele belegen.
Bei den Achaten aus St.Egidien findet man sehr häufig Risse die achatisiert sind.Es besteht jedoch kein kausaler Zusammenhang mit der Achatbänderung im Zentrum wenn man sich die Risse genau ansieht.Bei den Pseudomorphose ist es so das die Kristalle stets an der Wandung sitzen und zum Zentrum ausgerichtet sind.Ein gutes Beispiel sind die Achate vom Stbr. Setz oder Juchem.Gerade weil diese Kristalle als Primärbildung vorhanden waren habe ich den Stbr. Oberwiddersheim mit seinen Zeolithen als noch ursprüngliches Beispiel genommen mit der Vorstellung wenn dort im Anschluß eine Achatbildung geschehen wären.Wahscheinlich hätten wir dann eine enorme Dichte an Pseudomorphosen.Oberwiddersheim nur deshalb weil mir im Moment keine andere Lokalität bekannt ist bei der man eine gewisse Vorstellungskraft über die Bildung von Pseudomorphosen hat.Ich habe da bewußt nicht die Fundstellen genommen wo die Bildung einer Pseudomorphose bereits abgeschlossen ist.Verständlichkeitshalber für Anfänger.
Beste Grüße