Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => Thema gestartet von: Chris18 am 03 Aug 04, 10:08
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War gestern in Solnhofen, und hab dabei was gefunden wo ich nicht
weiß was es ist:
(http://mitglied.lycos.de/morion84/un..JPG)
Calcit mit (ich vermute) Limonit + keine ahnung was (Weiß,Nadelig)
Vielleicht kann mir einer von euch helfen.
Die bilder sind nicht besonders gut, aber besser bekomm ich es nicht hin.
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Hallo Chris18,
es ist vermutlich Aragonit. Der ist zwar oft weiß, wenn er auf limonitische Matrix sitzt, aber ich kenne auch gelblichen und bräunlichen Aragonit. Hier hat sich der Limonit vermutlich nach der Aragonitbildung aus der wässrigen Lösung abgesetzt.
Glück Auf
Uwe
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Hallo,
üblich in den Solnhofener Plattenkalken sind verschiene Ausbildungsformen von Clacit. Andere carbonathaltige Mineralien wie Aragonit (selbe chemische Formel, andere Gitterstruktur) sind sicherlich denkbar.
Ein Säuretest kann schnell Aufschluss bringen. Calcit löst sich in kalter verdünnter Salzsäure unter deutlichem aufbrausen.
Meiner Meinung nach hast Du dort Calcit in verschiedenen Farbstufen gefunden, der teiweise in die Verwitterung übergegengen ist. Das Material ist üblicherweise extrem bröckelig.
Gruß Stefan :D
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Löst sich Aragonit nicht in Salzsäure?
Toller Fund!
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Hi
Sieht aus wie das Nest vom Archaeopteryx ;) ;D :D 8)
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Ups da ist mir ein Fehler unterlaufen. So kann man Calcit von Dolomit unterscheiden und nicht von Aragonit. Danke für den Hinweis :-[
Den Unterschied zw. Aragonit und Calcit chemisch heraus zu finden ist da schon etwas aufwändiger und wird aus einem Filtrat von Mangansulfat und Silbersulfat als Indikator geführt und beruht scheinbar auf der höheren Reinheit des Calciumcarbonates von Aragonit.
Ein ausführlicher Link ist hier zu finden:
http://www.seilnacht.com/Minerale/nachweis.htm
Gruß Stefan
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Röntgen oder Mikrosondieren hilft auch.
Im Zweifelsfall kann man aber auch gucken, wie ausgeprägt die Spaltbarkeit ist - Aragonit ist rhombisch, daher fehlt diese mehr oder weniger.
Die wissenschatliche Methode ist die Meigensche Probe - mit Kobaltlösung lässt sich Aragonit violett einfärben.