Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Achate / Agates => Thema gestartet von: Stephkling am 04 Mar 07, 22:35
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Was spricht gegen das schneiden von Achaten mit Fließenschneidemaschinen aus dem Baumarkt? Diese sind doch preislich recht atraktiv und wassergekühlt sind die auch. Gut, die Größe der Steine ist dabei wahrscheinlich recht eingeschrängt, aber sonst? Hat jemand Erfahrungen, oder ist es einfach unter der Würde mit so einem zu Arbeiten? Genauso mit modifizierten Schleifmaschinen von der "Stange"
Freue mich auf Antwort
Stephan
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Gegen das Arbeiten mit einer Fliesenschneidmaschine ist gar nichts einzuwenden.Durch das Halten mit der Hand ist zwar der Schnitt nicht 100%-ig und durch das Schleifen entsteht eine Mehrarbeit jedoch dürfen für die Schneidarbeiten nicht die Diamantblätter aus dem Baumarkt genommen werden (keine Chance damit etwas zu bewirken).Nach wie vor sind da mechanische oder gesinterte Blätter zu benutzen.
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Hallo Stephkling,
Das Schneiden von Achaten mit Fliesenschneidern von Hand habe ich auch am Anfang praktiziert. Für kleinere,
nicht so brüchige Achate geht es ganz gut. Ich benutzte eine Maschine von T.I.P (180 mm), die durch eigenen Umbau
mit größerem Dia-Blatt (230mm) lief. Ich habe bei ebay da ein Dia-Blatt mit Naturdiamant bestellt. Naturdiamanten sind
scharfkantiger und man schneidet damit wesentlich besser und es wird nicht gleich so stumpf wie die billigen
Baumarktblätter.
Größere Achate bis 8 cm habe ich durch Drehen des Stückes beim Sägen erreicht. Dadurch brechen die Stücke
auch am Rand nicht so aus, wie dies leicht am Ende beim Sägen des Stückes passieren kann, wenn man es
nur durchschiebt. Mit etwas Übung geht das, aber man muß erst den richtigen Dreh rausbekommen.
Der Nachteil ist, dass ich keine plane (ebene) Flächer erreiche und ich später mehr Aufwand betreiben muß um
die Stücke eben zu bekommen. Was sich bei größeren Stücken wesentlich schwieriger gestaltet, als dies bei
kleineren Achaten der Fall ist. Deshalb bin ich auf eine Eigenbausäge umgestiegen, die plane Schnitte liefert
(die Stücke sind dabei fest eingespannt).
Achtung ! Auf jeden Fall mit Schutzbrille (Splitterflug) arbeiten , Gehörschutz und Schutzhandschuhe tragen und
das Blatt mit Wasser kühlen (z.B.Gartenschlauch). Das Tragen von einer Schürze oder Regenjacke ist
auch angebracht.
Viel Spass beim ausprobieren !
HeikoB
P.S. Schau doch auch mal auf meiner Homepage bei www.achatikas.de unter Achatbearbeitung nach.
Hier der Link: http://www.achatikas.de/index.php?go=Achatgalerie&navi=a07990a2e2d0b53485dcc498c059c566
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Die Trennscheiben aus dem Baumarkt eignen sich nicht da diese rel. dick sind und somit viel Meterial geschnitten werden muß.Es dauert länger und an kleineren Stücken fehlt viel Material und die Schnittqualität ist eigentlich für`n A.....
Man sollte schon die richtigen Trennscheiben für die Mineralien nehmen denn diese sind schnell durch das Material und halten bei guter Kühlung lange.Der Arbeitsaufwand ist während des Schneidens und nach dem Schnitt bedeutend weniger.
Beste Grüße
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Hallo Stephkling
Also ich schneide meine Achate die ich hier finde auch selbst. Dazu hab ich mir selbst eine Säge gebaut bei der ich die Auflagefläche so gestaltet hab das eine max. Schneidflächengrösse entsteht. Ich führe von Hand denn es ist kaum möglich eine Haltevorrichtung zu bauen. Nach anfänglichen schwierigkeiten wurden die Schnitte auch annehmbar. ( Langsam und gleichmäßig führen).Schleifarbeit danach mal etwas mehr manchmal auch weniger(Grobschliff).Als Blätter verwende ich "Baumarktblätter"mit Wasserkühlung die hin und wieder durch ansägen eines Klinkers geschärft werden. (auf die Blattdicke achten,es gibt auch dünne)Diese Blätter sind kostengünstig und ich erreiche damit zufriedenstellende Ergebnisse. Ich will noch erwähnen das ich nur für mein Hobby säge,ich machs nicht professinell von daher schleif ich auch mal eine viertelstunde länger an einem Stück.
Bernd Janot , Brieske
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:D vielen Dank für eure Beiträge, mal sehen was ich mache.
Tolle Homepage Heiko, hab sie mir angesehen
Grüße Stephan :)
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Hallo Freunde des Forums, liebe Achatfreunde,
ich schneide meine Achate selbst und verwende ein Steinschneideöl der Firma Tübben aus Neukirchen-Vluyn.
Es nennt sich Oportet PLD und ist ein medizinische Weißöl. Dieses schneidet wirklich gut ist aber recht teuer
und was mich stört ist die Entsorgung, da es wie Altöl behandelt werden muß.
Nun ist es zudem ja auch mit Sägeschlamm und Splittern vermischt und die Entsorgung ist nicht so einfach.
Meine Frage an Euch: Gibt es ein 100% biologisch abbaubares Steinschneideöl, was man so mit dem Sägeschlamm
zurück in die Natur entsorgen kann ?
Wie macht Ihr das ? Welches Steinschneideöl verwendet Ihr ?
Auf jeden Fall kann man mit den Achatsägeblättern aus dem Fachhandel nicht nur mit Wasser sägen, weil es
nach kürzester Zeit stumpf wird und dann gar nichts mehr geht. Reinsägen in einen Schärfestein bringt da eher wenig.
Würde mich über eine rege Anteilnahme sehr freuen, denn ich denke ich stehe mit dem Problem nicht alleine da.
Vielen Dank schon mal im voraus für Eure Antworten.
HeikoB
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Ich habe den Satz gelesen, dass man Altöl wieder dem Hersteller zurückgeben kann...??
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Beim sägen mit kühlöl muß die säge auch sehr dicht sein damit das öl nicht unkontrolliert umher spritzt. Deshalb zieh ich wasser als kühlmittel vor. Wenn das blatt stumpf wird säge ich in einen klinker; mit gutem erfolg.
Gruß aus Brieske
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Hallo Stephan, Heiko und alle anderen Interssierten!
Wegen der Entsorgung habe ich keine Probleme seit ich herkömmliches Pflanzen, in meinem Fall Leinsam-Öl verwende.
Der Kompost freut sich wenn er den Schneid-Abrieb samt Öl bekommt....
Der Nachteil ist natürlich; die Stücke sind alle soz. Öl getränkt, die weitere Bearbeitung stört das nicht, der (in meinem Fall meißt Porphyr) nimmt natürlich was davon auf, durch "Auskochen" bekommt man sie aber völlig sauber.
Ich denke vor einer ganzen Weile haben wir das in diesem Forum schon (begonnen von Ralph) schon diskutiert, dort habe ich auch einige Bilder von zwei meiner Sägen- weil doch die Frage der Halte-Vorrichtung war, habe mir erst jetzt eine durch einen pensionierten Schlosser eine üfr etwas größere Stücken nach fertigen lassen, kann auch mal ein, zwei Bilder einstellen...!?
Also bis später
Grüße und Glück Auf
Frank
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Hallo
Ich säge auch mit einem Fliesenschneider und dazu ein 200ter Diamant Sägeblatt für Edelsteine.Ich glaube nur 0,75mm dick.
Der Nachteil dabei ist das die Fliesenschneider zu schnell laufen und die Kühlflüßigkeit dabei ganz schön durch die Gegend fliegt.Deshalb säge ich auch mit Mundschutz.
Aber Weihnachten,dann, ;D ;D ;D :D :D :D :o :o :o :-X.
@kugel-frank,ja ölig werden meine Steine auch,aber in Sägemehl oder Katzenstreu wird das Öl größtenteils wieder aufgesaugt.Und danach spüle ich sie nochmal mit warmen Wasser und Spülmittel ab.
@HeikoB Mein Kühlmittel(Auf Rapsölbasis)ist biologisch abbaubar.Ich hol`s mir immer bei einem mir bekannten Achatschleifer.Nur wo der es her bekommt weiß ich leider nicht.
Wenn`s dreckig ist geht`s in den Garten.
Gruß
Donat
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Hallo zusammen,
@ Trommeln: Ja, habe ich auch mal gehört, dass man Altöl wieder beim Hersteller abgeben kann, aber ich
habe es aus Neukirchen-Vluyn und da müsste ich es schon per DHL etc. versenden und
das ist wiederum teuer.
@ Lausitz: Mit Wasser habe ich es, wie oben beschrieben, auch schon probiert, aber die speziellen
Achatsägeblätter werden, wenn man ohne Schneidöl sägt, äußerst schnell stumpf. Die von
den Herstellern angebotenen Schärfesteine, in die man reinsägen soll, bringen nur sehr
begrenzt Erfolg. Das Schneidöl ist anscheinend schon sehr wichtig. Mit Wasser habe ich
früher an einer "Baustellensäge" gesägt, was auch funktionierte. Das liegt wohl auch an
der Bauart der Diamantsägeblätter. Diese Art des Sägens ist, so denke ich, mehr etwas für
Gangstücke, wenn da am Ende etwas wegbricht, fällt das weniger auf als bei einer Mandel
oder Kugel.
Ein Hineinsägen in einen Klinker, wird wohl für meinen Fall ähnlich wirken, wie das reinsägen
in einen Schärfestein. Was für ein Sägeblatt verwendest Du ? Klappt das auch bei großen
Rohsteinen, wenn man nur mit Wasser sägt ?
@ Kugel-Frank: Leinsamenöl, klingt sehr interessant. Muß ich jetzt unbedingt mal ausprobieren.
Danke für den guten Tipp !
@ Donat: mein Sägeblatt ein 360er ist auch 0.75 mm dick und ein spezielles Achatsägeblatt.
Rapsöl gibt es auch bei der BayWa glaube ich, da habe ich mal gelesen, das es nicht ganz
100%ig abbbaubar ist. Vielleicht ist das aber mit irgendeinem Additiv versetzt und das was
Du verwendest nicht. Ob Rapsöl, oder wie Frank meint,ein Leinsamenöl, werde ich beides mal
austesten.
Super, herzlichen Dank für Eure guten Tipps !!
Viele Güsse
und Glück Auf !
HeikoB
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Rapsöl gibt es auch bei der BayWa glaube ich
...im Supermarkt reines Rapsöl- Raffinat für 0,85 €/ Liter (Aldi, Kaufland). Wird in der Sägehitze sehr dünnflüssig (Vorteil), hinterlässt an den Geräten aber allmählich einen zähen braunen Film. Mit Lösungsmittel abwischbar.
Hat jemand Erfahrung mit Wasserstrahlschneiden? Da wird nur mit einem dünnen Hochdruckstrahl das Material geschnitten. Habe das mal auf einer Metall- Messe gesehen. Die haben da aus einem hellen Geröll einen 20 cm großen Fisch rausgeschnitten, dann die selbe Form aus einem dunklen Stein, dann den dunklen Fisch in den hellen Durchbruch eingesteckt. Ev. bei Achaten zu teuer???
Glück Auf
Uwe
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Hallo Uwe
das habe ich im Tessin in Granit-Steinbrüchen gesehen - die haben auch Küchenplatten geschnitten. Waren aber Riesenmaschinen für Küchenbau und so...Im Nachbardorf hier gibt es eine Firma, die macht das.. habe nämlich auch Interesse.
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also mit wasserstrahlschneider wird hier wohl genausowenig jemand erfahrung haben wie mit hochfrequenzlasern.
liegt einfach in der technik begründet. wasserstrahlschneider habe ich jedenfalls noch nie in heimgröße gesehen, und die meisten sind bei 5-6-stelligen beträgen und mehr. das sind eher techniken für industrie und forschung, nicht für private. bestenfalls kleinbetriebe.
in der summe viel zu teuer. saumäßig teure anschaffung. dazu noch wasser und strom für den kompressor. da kommt keine normale säge ran. und zudem sau gefährlich. reicht ja schon, wenn ne dichtung platzt.
lohnen wird sich das sicher nicht. schnitt kostet, wenn man ihn machen läßt bzw. selebr macht wesentlich weniger.
das problem mit dem wasser und den trennscheiben kenne ich. damit schneidet man echt nicht lange. weiches zeug bis etwa härte 5 geht ja noch. aber achat, granit, amphibole, silikate und anderes zähes zeugs.... ne, die sägegeschwindigkeit ist da sehr schnell im keller und der erste hinweis auf ein stumpfwerdendes blatt. und von da an ist es nur noch ein kleiner schritt, ehe das metall warm wird und plastisch wird. da gibt es nen ruck und es steht alles still, weil das blatt so breit wurde, daß es verkantet. ---> ende gelände, blatt mit frosch. und mit glück saust der stein gleich noch mit davon. hatte das schon mal, daß es mir nen 300g stein aus der klammer dabei gerissen hat. bis ich den gefunden hatte.... 20m weit hat es den weggepfeffert. und das so schnell, daß ich den nicht gesehen habe. bekommt den mal an die birne.
lieber doch öl.
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Beim wasserhochdruckschneiden braucht man neben ca.2000bar wasserdruck entsprechende abrasive,im fall stahlschneiden sand. Nur wasser geht nicht. Die hochdrucktechnik
besteht aus vielen komponenten: pumpe,hochdruckwasserschlauch,düsen usw. ist wegen der hohen anforderungen sehr teuer und lohnt nur bei großen einsätzen. Ich selbst habe in einer havarierten erdölraffenerie in litauen ganze anlagenteile mit dieser technik zerlegt,es ist ein schnelles,sauberes arbeiten und bei beachtung aller sicherheitsregeln nicht gefährlicher als andere arbeiten.Müßte noch bilder dieser zerstörten anlage haben bei der ein brennender reaktor nach zwei tagen in die anlage kippte und diese komplett zerstörte. Finde sie aber grad nicht.
Gruß aus Brieske
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Glück Auf!
Ich habe mit Wasserstrahlschneiden bisher schlechte Erfahrungen gemacht. Es ergab sich mal die Gelegenheit in einem Betrieb, der solche Technik einsetzt, einen Achat mit der Wasserhochdruckschneidmaschine zu halbieren. Der Betrieb verwendet die Maschine um runde Formen aus Steinplatten zu schneiden. Da der Achat für meine konventionelle Säge viel zu groß ist und eigentlich nur in der Ecke rumliegt, dachte ich dass es ja nicht Schaden könnte es mal auszuprobieren. Das Ergebnis war ein hundsmieserables Schnittbild. Der Achat war an seiner dicksten Stelle so um die 15 cm mächtig. In Strahlrichtung betrachtet sind die ersten 5 cm Schnitttiefe noch ganz vernünftig. Danach fängt der Wasserstrahl an zu flattern und kommt von der Strahlrichtung ab. Das führte dann dazu dass die Schnittebene Unebenheiten von über 5 mm bekam. Jetzt liegt der Achat wieder in der Ecke, zwar halbiert, aber unbrauchbar zum schleifen.
Glück Auf!
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@Felsenmammut
es gibt ein einfaches Diamantsägeblatt für Winkelschleifer wo man flächig arbeiten kann, also nicht schneiden.. würde die Unebenheiten damit ausglätten versuchen
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Hallo trommeln
Ist die drehzahl vom winkelschleifer nicht etwas zu hoch um an achaten herumzuschleifen? Der überhitzt doch und platzt womöglich?
@ Felsenmammut
15cm ist für ne konventionelle säge nicht zu groß,oder hab ich da was falsch verstanden?
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also bei winkelschleifer ohne kühlung wird das sicher viel zu heiß. generell bin ich nicht so der freund von den dingern. v.a. wenn finger in deren nähe sind.
15cm ist für eine normale säge nicht unbedingt zu groß. kommt halt darauf an was man für sägen und blattgrößen verwendet. mit meinem eigenbau gehen so maximal 10cm. andere sägen machen sogar problemlos stücke mit 20 cm zu zwei hälten. sägen mit umschwenkarm gehen noch größer ohne das sägeblatt vergrößern zu müssen.
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Glück Auf!
Die 15 cm Höhe alleine wären nicht das Problem. Aber der Achat ist halt auch noch ziehmlich breit und damit hat meine Säge dann ein Problem, da ich ihn zum Einen beim besten Willen nicht vor das Sägeblatt bekomme ohne dass er über den Rand der Sägemaschine kippt und zum Andern bekomme ich ihn nicht eingspannt. Zum Freihandsägen habe ich bei dem großen Achat keine Lust, da das ganze garantiert über eine Stunde dauern würde mit meiner Säge. Sicher, ich hätte den Achat zu jemandem schaffen können, der eine ausreichend große Säge hat. Mit dem Begriff "konventionell" hatte ich mich unglücklicherweise nur auf meine Sägemaschinengröße bezogen. Da der Achat aber vor allem groß ist, nur wenig Bänderung hat und blass weiß-blau gefärbt ist, habe ich es nicht wirklich eilig ihn zu bearbeiten. Als dann das Angebot kam Steine mal mit Hochdruckwasserstrahl zu schneiden, habe ich es halt einfach mal ausprobiert.
Mein wichtigstes Anliegen war ja davon abzuraten Steine mit Hochdruckwasserstrahl zu schneiden.
@trommeln: Bei der einen Hälfte lässt sich problemlos noch ein Schnitt mit einer konventionellen Steinsäge (größer als meine) durchführen. Mit der anderen Hälfte (nur eine Scheibe, da es vorher nur ein halber Achat war) muss ich mal sehen. Die Bruchfläche hat ja jetzt geringere Unebenheiten als der Schnitt mit dem Hochdruckwasserstrahlgerät.
Glück Auf!
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@ caliastos: nee, wollte mir nicht so 'ne Anlage zulegen, mir ist schon klar, wie die aufgebaut ist und was so etwas kostet. In unserer Gegend gibt es etliche Betriebe (Metall oder Stein), die solche Technik haben. Da wäre ich halt hin, falls da jemand Kapazitäten hätte.
@ felsenmammut: Das Ergebnis war ein hundsmieserables Schnittbild
Sowas hatte ich befürchtet. Obwohl ich sagen muss, in meinem obigen Beispiel von der Messe- der Fisch war mit einem Spalt von geschätzt 0,3 mm ins Negativ eingepasst. Aber selbst das ist ja nicht so eben, wie ein sauberer Diamantschnitt. Ok. Dank für die Antworten, Randthema Wasserstrahl für mich geklärt.
@ trommeln: wäre trotzdem interessant, was für Ergebnis der Arbeitsplattenschneider liefert.
Glück Auf
Uwe
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Ich klink mich hier doch mal ein.
Man kann grundsätzlich alles verwenden, was geeignet ist einen Stein in zwei Hälften zu zerlegen. Die Frage ist doch wie häufig will man eine Säge nutzen und welches Schnittergebnis wird gewünscht.
Zunächst einmal zum Kühlmittel.
Wasser und Wassergemische sind recht ungeeignet. Wasser hat einen zu geringen Kühleffekt und bindet zu viel Schneidstaub. Die Folge ist hohe Hitze, welche die Standzeit des Blattes herabsetzt, den Schnittverlauf negativ beeinflußt und den Achat beschädigen können. Viele Risse werden erst beim Sägen erzeugt.
Wenn man eine Bestenliste der Kühlmittel aufstellen will, liegt Wasser auf Platz 10 und ein Mittel auf Paraffinbasis mit niedrigem Flammpunkt und Entsorgungsproblemen, kombiniert mit einem Bindemittel, auf Platz 1. Dazwischen liegen Produkte wie Rapsöl, Bio-Diesel usw.
Man kann auch sagen, je besser das Kühlmittel, um so nachteiliger sind die Umwelt- und Gefahrenpunkte.
Die Suche nach dem unbrennbaren, Schneidstaub bindenden, unschädlichen, kompostierbaren, bestens kühlenden und billigen Kühlmittel gleicht der nach der eierlegenden Wollmilchsau.
Ich kann nur folgende Tip´s geben.
Wenn man sich erst noch eine Säge anschaffen will, sollte man die Größe des Blattes an der häufigsten Größe der gefundenen Stücke orientieren. Die liegt in der Regel unter 10 cm. Es ist billiger, ab und an größere Stücke fremd sägen zu lassen, als für die wenigen Stücke eine größere Säge zu betreiben.
Ein wichtiger Punkt ist die Drehzahl der Säge. Anstatt nach anderen Kühlmitteln zu suchen, kann man auch mittels eines Frequenzumrichters, eines anderen Motors oder einer anderen Riemenscheibe die Drehzahl nach unten regulieren. So dauert der Schnitt zwar länger, aber die Ansprüche an das Kühlmittel sinken.
Ralf
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Mit Achaten habe ich noch wenig Erfahrung.
Wir schneiden mit Fliesenschneider (Wasserkühlung) selber und mit Winkelschneider an der Fläche oder auch Schnitt.
Habe bei einer Steinbearbeitungsfirma meine grösseren Steine schneiden lassen, auf einer Riesensäge, ca. 20cm Schnitt möglich, Wasserkühlung. Die haben gut geschnitten, halbe Stunde 60Fr., er kam zügig vorwärts..
Habt ihr Vorschläge was ich bei der Firma mit Laser- und Wasserschnitt schneiden lassen soll? Sowas wie den Fisch wäre als Geschenk natürlich fein, habe da noch grosse Serpentin-Brocken oder Radiolarit oder Prasinit... also rot und grün - wäre doch eine nette Kombination? weihnachtlich? ein Stern?
Wie dick war der Fisch in etwa?
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Hallo,
vielen Dank für Eure zahlreichen Antworten !!
@ minuwe: Werde mich mal in den Kaufhäusern nach geeigneten Pflanzenölen umschauen. Danke !
Mit dem Wasserstrahlschneiden, kann ich mich meinen Vorrednern nur anschließen. Der
Anschnitt ging noch einigermaßen, aber 6 cm tiefer war das Schnittbild total ausgefranst.
Eine Fläche, vergleichbar mit einem Strandboden bei Ebbe, mit lauter Ablaufrinnen drin.
Also wirklich unbrauchbar.
@ Ralf: Meine Säge läuft nur mit 200 U/min, also an der Geschwindigkeit soll es nicht liegen.
Du hast Recht damit, dass die guten Schneidöle umweltfeindlich und auch
gesundheitsgefährdend sind, wie z.B. Petroleum etc.
Als Hobbyschleifer muß halt dann ein Kompromiß her, wie die Pflanzenöle.
Dann dauert es vielleicht beim Sägen noch etwas länger, aber der Umwelt
und Gesundheit zuliebe, möchte ich es anderen Mitteln vorziehen.
@ Lausitz: Es gibt auch Winkelschleifer, genauer gesagt sind es Poliermaschinen
für die maschinelle Autopolitur, die langsamer laufen und auch von der
Drehzahl in einem gewissen Bereich regelbar sind. Allerdings muß man
sich eine Vorrichtung bauen für die externe Kühlmittelzufuhr. Wegen der
Gefährlichkeit (Stromschlag) , ist aber ein wassergekühlter Winkelschleifer
aus dem Steinmetzbedarf vorzuziehen (ca. 400,- Euro).
Danke an alle !
Grüsse
Heiko
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Hallo Heiko,
400€,das sind die original Flex.Aber ich denke für den Hobby-Schleifer geht auch so eine.
Und wenn man Glück hat ersteigert man die sogar für billiges Geld.
http://search.ebay.de/search/search.dll?from=R40&_trksid=m37&satitle=Steinschleifer&category0=
Gruß
Donat
Ach ja,der Shop hat auch Schleif-Pads für die Maschine.Sogar auf Trocken Basis.
Schon mal jemand Erfahrung mit trocken schleifen und polieren gemacht?
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Hallo Allerseits,
wir haben uns für den Anfang auch einen Fliesenschneider zugelegt. Nun meine Überlegung: Könnte man die Geschwindigkeit vielleicht mit einem Drehzahlregler, bzw. dem Einbau eines Dimmers regulieren? Was denkt ihr darüber?
Gruß
inge ???
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Hallo Inge,
ich gehe davon aus, dass der Fliesenschneider ein 230 V (Lichtstrom) Gerät ist. Wenn man da die Drehzahl herunterregelt, sinkt auch die Leistung bzw. die Schneidkraft, die Scheibe würde stehenbleiben beim Schneiden. Da braucht man ein Gerät mit Drehstrommotor (380 V), da kann man die Drehzahl mittels Frequenzumrichter herruntersteuern.
Glück Auf
Uwe
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Hallo Uwe,
vielen Dank für deine Antwort. Dann werde ich mal schauen.
gruß
inge
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@ Heiko,
Ergänzung zu Kühlmittel: Falls mit Rapsöl das Ergebnis zufriedenstellend ist und große Mengen benötigt werden, hier noch einige Pflanzenöllieferranten. Rapsöl halte ich für einen guten Kompromiß in Sachen Kühlschmiermittel, denn es ist billig, funktioniert, fördert die einheimische Landwirtschaft (Geldkreislauf) und ist kompostierbar. Wenn man allerdings giftige Minerale (Arsen, Pechblendestücke usw.) schneidet, ist es Sondermüll.
http://www.carmen-ev.de/dt/energie/bezugsquellen/pflaoellieferant.html (http://www.carmen-ev.de/dt/energie/bezugsquellen/pflaoellieferant.html)
Glück Auf
Uwe
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@uwe
du meinst dein Salat knirscht immer leicht zwischen den Zähnen ? ;D
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Hallo,
@ Donat: Ja, wenn man das Glück hat und eine günstige Variante bei ebay ersteigern kann, nur zu.
Mit einem Trockenschliff, habe ich noch keine Erfahrung, aber ich denke das das zuviel
staubt. Ich möchte lieber noch nicht an Silicose sterben ;D ;D
@ minuwe: Danke für den Link und Hinweis von Dir. Ist schon klar, dass Giftiges nicht auf den Kompost
gehört. Muß mich dann mal auf den Weg machen und Pflanzenöl kaufen. Erst einemal zum
testen.
Glück Auf !
Heiko
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@donat
Wie Heiko schon schrieb, staubt es bei Trockenschliffen unheimlich. Eine gute ! Atemschutzmaske ist daher unerläßlich.
Abgesehen davon wird beim Trockenschliff enorme Hitze erzeugt. Das wiederum führt zu Rissen. Insbesondere die Rheinachate, die Du ja am häufigsten sammelst, sind da empfindlich.
Ich weiß aber, dass es bei kleinen Lierbachern funktioniert. Da ist nicht so viel Achat drin. Aber optimal ist es nicht.
Ralf
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Hallo zusammen nach mehreren Arbeiten ist mir aufgefallen, dass weisser Achat sich einfacher, weicher bearbeiten lässt, als ihre dunkleren Artgenossen :) ist das so und gilt das allgemein, habe beim Steatit die gleich Beobachtung gemacht. Danke für eure Antwort. Jürg
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@donat
wenn Du mit einer Flex schleifen willst, musst Du unbedingt darauf achten, dass Du die Drehzahl reduzieren kannst, dann staubt es nicht so, wie bei einer einfachen nicht drehzahkgesteuerten Flex. Ich schleife teilweise mit einer kleinen Flex entweder mit Schleifpapier oder aber mit den Schleifpads mit Kletthaftung.
Solltest Du weitere Infos benötigen, schick mir eine Mail
Guenni
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Moin, und wie war es mit dem Rapsöl zu schneiden?
cheers