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Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => Thema gestartet von: joy am 18 Mar 07, 20:38
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Habe das gerade entdeckt.. Was das für ein Silbermineral ist ? Würd ich sagen Argentit. Und ihr? ;)
Die Matrix des Minerals würde ich Sachsen oder so was einordnen. Die kantenlänge bis 4mm
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und noch ein paar andere bilder
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und noch eins ;)
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das letzte hoffe ihr könnt mir helfen...
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Hallo,
Argentit würd ich nicht unbedingt sagen (hat keine Innenreflexe), eher vielleicht Cuprit (wenn rot) oder Scheelit, die Farbe kann ich auf dem Photo nicht so genau erkennen...
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Also die Kristalle wirken wenn man darauf schaut wie angeschmolzen. Ist doch ein Indiz für was silberhaltiges oder?
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Also,"angeschmolzen" ist mir nich bekannt, dass das ein Indiz für Silbermineralien ist,aber kannst du was genaues zur Farbe sagen? Ist die metallisch grau oder eher schwarz? Wie gesagt, ich erkenn da so nen bräunlichen Farbton, der würde für Scheelit sprechen. So welche sind aus Rumänien bekannt.
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Eigentlich nicht.... (bezogen auf deine theorie zur angeschmolzenen Oberfläche)
Deine einordnung nach Sachsen oder so finde ich doch eigenartig. Sachen und auch oder so, sind geologisch so vielgestaltig, das man teilweise nach 20m neue Gesteine finden kann.
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also braun ist da nix die xx sind silber metallisch. Daneben sitzen rote xx -> ziemlich sicher proustit.
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das mit sachsen oder so war natürlich nicht ernst zu nehmen, da es sich ausschließlich um eine Vermutung handelt.
Von daher wollte ich damit eigentlich nur anregen, ob jemand den Fundort kennt.
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hmm, dann wirds kompliziert... kannst du mal ein Photo von dem kompletten Stück machen?
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nun das komplette bild
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noch eins
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Von der Kristallform und von der Paragenese her könnte es schon Argentit sein. Der rötliche Schimmer kann eine Spieglung der roten Proustite sein. Ich habe allerdings solche relative idealen Argentitkristalle noch nicht auf Sächsischen Stufen gesehen. (Das muß aber nichts bedeuten.)
Glück Auf
Uwe
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und das letzte
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da hat sich ja noch eins versteckt...
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Ich hatte meinen Beitrag bereits geschrieben, bevor Du die Gesamtstufe abgebildet hast. Nun sieht es aber doch stark nach eine Fahlerz aus, zumal die Spitzen der Ecken abgeflacht erscheinen. Das ist eigentlich typisch für Fahlerzkristalle.
Glück Auf
Uwe
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Hallo,
Fahlerz ist sehr gut möglich. Es gab z.B. aus Pribram in Böhmen auch eine Bleiglanz-Varietät namens Steinmannit, die Deinem Stück recht ähnlich sieht.
Glückauf
Andreas
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hast du eine idee von woher so etwas stammt?
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Hab mal gegoogelt und habe steinmannit gefunden. Vom Habitus her passt´s aber finde den Glanz irgendwie anders.
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Hallo,
Fahlerz ist es definitiv nicht. Die Kristalle sind eindeutig Oktaeder. Fahlerze bilden nun einmal keine Oktaeder. Fahlerz liegt in einer Kristallklasse vor, die lediglich kubische Hemiedrie zeigt. Da sind Oktaeder kristallographisch nicht möglich.
Würde hier tatsächlich von Cuprit ausgehen. Besitze Cuprite von der Grube Clara, die auch fast schwarz sind und sich nur durch kirschrote Innenreflexe (ähnlich Pyrargyrit) verraten. Auch Glanz und die angeschmolzenen Kanten deuten auf Cuprit.
Glück Auf!
Smoeller
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@smoeller gut cuprit könnte dann hinkommen
das andere rötliche Begleitmineral ist dann.... ?
Mit der Fundstelle wirds wahrscheinlich so ne sache oder ?
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Genau DAS meinte ich. Wenn das Stück wirklich aus dem Erzgebirge stammt, kommen (kamen) da solche Cuprite vor?
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aber einen moment mal .. Die Kristalle sind doch gar nicht rötlich. Die sind wirklich metallisch. Da ist wirklich nur das Begleitmineral rötlich ..
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ich habe mir das Stück noch ein zweites mal angeschaut. Die Oktaeder sind nicht im geringsten durchscheinend. Sie sehen aus als ob man silber in oktaeder geformt hätte und ein bisschen "geröstet" hätte. Leichte angeschmolzene Stellen :P
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Hallo nochmal,
Ist wirklich eindeutug Cuprit. Die kleineren deutlich roten xx bestehen aus dem gleichen Material. Die Matrix scheint Baryt zu sein, darauf Quarzrasen. Fundort wird in der Tat schwierig. Kann sein, dass im Siegerland solche Stufen vorgekommen sind, dort kam jedenfalls viel Cuprit. Da klebt ne grüne Nummer an der Seite dran. Hast Du noch mehr Stücke mit einer solchen Nummer oder generell andere Stücke mit dieser Stufe zusammen bekommen? Wenn die alle aus ungefähr der gleichen Ecke kommen, ist es wahrscheinlich, dass der Cuprit dann auch da her ist.
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Hallo,
Das rote Begleitmineral ist wohl auch Cuprit. Werde morgen mal versuchen, ein Foto von einem dunklen Cuprit zu schießen.
Aus dem Erzgebirge stammt das Stück sicherlich nicht. Kenne im Erzgebirge nur wenige FO für guten Cuprit. Halsbrücke vor allem (Gruben Beihilfe und Lorenz Gegentrum) sowie Ehrenfriedersdorf. E´dorf ists definitiv nicht und Halsbrücke kann ich mir auch nicht vorstellen.
Glück Auf!
Smoeller
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Habt ihr das vielleicht falsch verstanden, oder sind die Bilder einfach zu schlecht:
NUR das Begleitmineral ist rot, dunkel durchscheinend. Das andere nicht. Es hat noch nicht einmal einen rötlchen Schimmer.
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Jap. Cuprit-Kristalle müssen nicht unbedingt knallrot sein. Eigentlich sehe ich eher selten welche, die richtig rot sind...So wies aussieht, sind die größeren Kristalle leicht angelaufen, im inneren dafür wahrscheinlich richtig rot (aber bitte nicht ausprobieren... ;D). Bei dem anderen Mineral könnte es sich auch um Cuprit handeln, vielleicht eine jüngere Generation (ist das möglich?). Ups, sind mir ein paar zuvorgekommen ::)
Mal aus ner ganz anderen Ecke: Gersdorffit- kommt auch aus dem Sauerland und bildet Oktaeder, die denen hier ähnlich sehen. Aber obs Kristalle von der Quali im Sauerland gab, weiss nicht.
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Die Matrix besteht aus Quarz, genauer Bergkristall.
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Immer ruhig bleiben. Du solltest es nicht tun, aber wenn Du einen kleinen Splitter von den dunklen Oktaedern abspalten würdest, dann wäre der mit 99-prozentiger Sicherheit kirschrot. Wenn Du Dir die kleineren xx anschaust, wirst Du sehen, dass sie genau die selbe Kristallform haben, wie die großen. Cuprit verhält sich da manchmal ähnlich wie Rotgültigerze. Er läuft schwarz an und man sieht nix mehr von dem rot.
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so da muss ein detail bild eben her
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habe einen sehr kleinen xx aufgebrochen. und er ist innen wie außen silbergrau.
nix rot
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wie vorher beschrieben, könnte Gersdorffit sein. Kristallform/Farbe passt. kommt auch im Sauerland vor.
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hier ein bild des aufgebrochenen xx
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Nun, Gersdorffit hinkt ein wenig in der Paragenese mit den kleinen roten xx, die ziemlich sicher Cuprit sind. Auch der Glanz im Anbruch spricht dagegen. Bei den größeren könnte es sich natürlich auch um wie auch immer geartete Pseudomorphosen nach Cuprit handeln. Wobei der Glanz hier immer noch für Cuprit spricht. Allerdings ist da wirklich keinerlei rot drin...
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der glanz in der Bruchfläche ist durch das künstliche Licht
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hmm...stimmt auch wieder. Und wenn es Zinkblende ist? Ich meine, die bildet ja auch solche Gruppierungen und die Farbe wäre rotbraun, wie auf dem Bild zu erkennen.
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müsste nur noch mal die einstellungen bei combine zm wissen um bilder zu stacken
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die roten begleitminerale mal. vielleicht hilft das was.
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So aus der Nahaufnahme sieht´s doch nicht mehr wie Cuprit aus...tendiere jetzt auch eher zur Zinkblende. Zu der würde auch der spätig-splittrige Anbruch passen.
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Ich bin immer noch auf der Suche nach Ratschlägen. Wer sich also sicher oder glaubt etwas herausbekommen zu haben antworte bitte.
Ist mir wirklich wichtig...
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Wäre für eine zinkblende vielleicht einw neig zu "kirschig" . Die liegen in den brauntönen meist mehr in der Ecke braun, orange gelb, rot....
Wäre also ne ausgefallene Farbe. Aber was besseres fällt mir dazu auch nicht ein,
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Du hast doch mal geschrieben, du hättst mal bei der Uni mitgeholfen? Wenn hier nix eindeutiges bei rauskommt, würd ich da auf jedenfall mal fragen, ich schätze die haben ja ihre Spezialisten. Könnte ja sein, dass es was ziemlich ungewöhnliches ist.
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da werd ich fragen. Danke für den Tipp.
Möchte aber trotzdem euch noch Chance geben. ;D
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Ich bitte euch: Schaut euch die Bilder von Ronneburg und dem Variscit an. Sagt mir welche was taugen
Im Übrigen: Die Mikrofotografie wird demnächst besser. Habe mir von Bresser ein Mikrokular mit 3mpg bestellt.
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So schon etwas LÄNGER her. Ist Steinmannit mit Proustit oder Zinkblende aus Pribram.
Gehört das Fundgebiet bei Pribram eigentlich zum Moldanubikum ?
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Hallo,
Dieser Bereich von Böhmen ist definitiv zum Moldanubikum zu rechnen. Die Grenze Saxothuringikum-Moldanubikum verläuft von der Basen-Baden-Zone im Schwarzwald durch die Linie Erbendorf-Vohenstrauß im Fichtelgebirge. Alles südlich davon ist Moldanubikum.
Glück Auf!
Smoeller
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Interessant. Und wie rausbekommen?
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Über Bilder und über die Ratschläge von Andreas