Mineralienatlas - Fossilienatlas
Arbeitsmittel / Means for work => Fototechnik / Photo technique/ la tecnología foto => Thema gestartet von: joy am 28 Mar 07, 22:44
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Hi, hab ein Problem mit dem Mikrokular 3.0 Megapixel
Also, vorweg möchte klarstellen das dieses optische Gerät nicht billig war. Ich habe dafür 330 Euro gezahlt. Mit der Bildqualität und der Bedienbarkeit bin ich zufrieden.
Nun habe ich aber Sehr Große Probleme mit Mineralien, die ich fotografieren möchte, wenn sie gelb oder eine helle Farbe haben oder metallisch sind. Eben das Licht sehr stark spiegeln...
Dann erkennt man auf dem Foto nicht mehr den Kristall sondern nur noch helle Flecken, :-[ :-[
Ich ersuche Hilfe, da ich dazu geneigt bin das Gerät wieder hinzubringen. Ebenfalls habe ich auch ein Mikroskop von Bresser (Trino) !! Bitte helft mir!
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Versuche es mal mit etwas diffuserem Licht und/oder einem Polfilter.
Siehe hier: http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,10352.0.html (http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,10352.0.html)
oder auch hier: http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,8216.0.html (http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,8216.0.html)
oder auch hier: http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,10105.0.html (http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,10105.0.html)
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so hier ein bild da isses noch gut
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so mal ein paar torbernite
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oder des
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ABER WARUM IST DAS SO MISERABEL >:(
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Das sieht nach übersteuert aus. Kann man an dem Gerät mit Hilfe der Software die Empfindlichkeit einstellen? So wie bei einer normalen Kamera den ISO-Wert? Oder alternativ die Belichtung manuell korrigieren? Schau mal in der Betriebsanleitung, ob man da so etwas einstellen kann. Ansonsten wie schon vorher gesagt, nicht so grelles Licht nehmen, also z. B. Butterbrotpapier als Mattscheibe verwenden.
Günter
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Hallo Joy,
das ist definitiv in den Lichtern übersteuert. Das kann, wie Günther schreibt, an der Helligkeit-ISO- oder Belichtungseinstellung liegen. Eine weitere Möglichkeit: Die Kontrast-Einstellung ist zu hoch.
Grundsätzlich kann es aber auch an der Beleuchtung liegen, das würde bedeuten, Du solltest diffuses Licht verwenden.
Gruß
Berthold
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So, heute habe ich mir eine Kaltlichtquelle zugelegt. Auch wieder 180 Euro weg :-[
Das Licht selbst ist zwar besser, aber die Software, lässt eine Korrigierung kaum zu. Die Optionen wie Kontrast und Helligkeit sind zwar da, aber wenn man sie einstellt, dann ändert das wenig an den sehr hellen Stellen (siehe Bild Uranophan). Eher der Hintergrund, also das schon etwas dunklere wird noch dunkler :'(
Need Help
Joy
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Was gibt es denn außer Kontrast und Helligkeit noch an Einstellmöglichkeiten? Die beiden genannten sind, wie du ja selbst gesehen hast, nicht das ideale Werkzeug...
Günter
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So, heute habe ich mir eine Kaltlichtquelle zugelegt. Auch wieder 180 Euro weg :-[
Hallo Joy,
das Gerät wieder umzutauschen oder zurückzugeben wird keine Lösung des Problems sein, da es ja wirklich eher an der zu direkten Beleuchtung liegt als am Gerät dass sich das Licht auf ebenen Kristallflächen spiegelt.
Ich hätte erst einmal probiert ein weißes Stück Stoff mit etwas Abstand vor die Lichtquellen zu halten / spannen, und dadurch das Licht zu dämpfen. Dadurch ist es normalerweise bereits möglich solche Lichtreflekte größtenteils oder ganz zu beseitigen.
Eine Ausgabe von 180 € für eine solche Kaltlichtquelle finde ich da für einen 16-Jährigen doch sehr ...... komisch.
Ich würde einfach eine normale Lampe mit Stoff / Papier / was auch immer davor ausprobieren ...
Seb
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Mhh. also das mit der Lampe und nem Stoff hab ich schon probiert... Kein Erfolg. Ich habe die Kamera von Bresser im Verdacht. Diese hat nämlich nicht wie jede andere Kamera eine Blende :-[
Somit muss der Fehler bei Bresser liegen. Ich habe mit Bresser auch schon gesprochen. Und diese bestätigten, dass die Kamera keine Blende hat und damit sehr lichtempfindlich ist.
Allerdings habe ich mich vor dem Kauf bei Bresser gerade beraten lassen. Die sagten mir das Gerät sei ein Spitzenprodukt und für die Fotografie von Mineralien hervorragend geeignet.
Nun ich dachte bei einem Preis von 330 Euro könnte man das erwarten.
Was soll ich tun?
;)
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Hallo joy,
also, dass ein Foto-Okular keine Blende hat - ähh, das ist eigentlich normal, den da wo das Okular sitzt kann man vom Strahlengang her typischerweise keine Blende einbauen. Dennoch vermute ich einen Fehler im System. Es muss auf jeden Fall eine Belichtungsautomatik vorhanden sein (und die übersteuert), sinnvollerweise muss auch eine Helligkeitskorrektur (für diese Automatik) vorhanden sein. Das kann z.B. auch softwaretechnisch (gesteuert) sein. Frag doch mal beim Hersteller an, ob es da nicht ein Software/Firmware-Update gibt.
Wenn alle Stricke reissen: Wenn dem Produkt zugesicherte Eigenschaften fehlen hat Du ein Recht auf Rückgabe (Ware zurück - Geld zurück).
Gruß
Berthold
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Und diese bestätigten, dass die Kamera keine Blende hat und damit sehr lichtempfindlich ist.
Hi Joy,
Eine Blende hat nichts mit der Lichtempfindlichkeit zu tun! Die Lichtempfindlichkeit wird ausschließlich vom Chip und seiner elektronischen Peripherie vorgegeben. Allerdings kann man mit einer zu engen Blende das Bild/gegebener Belichtungszeit abdunkeln, was aber dem Sinn einer Blende völlig wiederspricht.
Allerdings habe ich mich vor dem Kauf bei Bresser gerade beraten lassen. Die sagten mir das Gerät sei ein Spitzenprodukt und für die Fotografie von Mineralien hervorragend geeignet.
Ich will es mal so ausdrücken Unkenntnis ist auch durch markige Sprüche nicht zu verstecken. Oder noch anders: Weis der Kerl überhaupt was ein Mineral ist?
Bresser ist eine Handelsfirma, die preiswertes chinesisches Zeug anbietet. Seit einigen Jahren gehört Bresser zum MEADE-Konzern, der aber auf Astronomische Teleskope der hgehobenen Preisliga spezialisiert ist. Daher ist von techn. Innovation bei Bresser seitens Meade im Bereich von Mineralienfotografie nicht zu sprechen noch wird sie an anderer Stelle geleistet. Im Gegensatz, vertreibt Meade sein Billigsegment nun via Bresser. Bresser gilt in der Astroszene als "Billig-Anbieter" mit zweifelhafter Qualität, der alles anbietet, was in Shanghai am Hafen rumliegt. . Das von Dir gekaufte Photookular ist, so wie ich annehmen muss, für Mikroskope entwickelt worden,eigentlich ist es eine WebCam in anderer Verpackung. Das Problem ist, das weder der Chip noch die opt. Konstruktion dafür ausgelegt ist, qulitativ hochwertige Ausgaben zu erzeugen. Zum Zweiten ist die elektronische Peripherie dafür gebaut, möglichst lichtschwache Objekte abzubilden (z.B. bei 1000facher Vergrößerung). Da ist ein übersteuern der Verstärker kein Problem, aber mit Binokularen ist das Teil einfach nicht zu gebrauchen. Also keine Rede von Spitzenprodukt oder "hervorragend geeignet".
Was den Kaufpreis von 330Euro betrifft, nunja... ein digitales Okular für den Anschluss an den Fernseher oder eine Grafikkarte kostet 59 Euro. Ist zwar auch überteuerter Mist, aber um 280 billiger!
Ich würde Dir schnellstens empfehlen das Teil umzutauschen und sich das Geld zurückgeben zu lassen. Bei ebay gibt es manchmal eine gebrauchte Canon 300D oder eine entsprechende Nikon 50D für um 350 Euro. Da haste dann was womit man richtige Fotos machen kann...überall! Alle anderen Digital-Okulare oder "Spezial-Kameras" sind dagegen ein Witz, elektronisch, optisch und preislich. Alternativ schaue doch nach einer Nikon Coolpix 995 um. Damit kannst Du auch hervorragende Photos machen, ist halt nur etwas aufwendiger.
Anmerkung: Eine Spiegelreflex wird ohne Objektiv direkt an das Mikroskop geschnallt. Das Mikro ist dann das Objektiv mit Brennweiten um mehrere Meter. Solch eine Fotografie nennt man fokal. Afokal ist, wenn man noch zwischen Kamera und Objektiv (Mikroskop) ein Okular steckt. Das ist bei der 995 zwingend nötig! Nachteil der afokalen Fotografie ist der Schärfeverlust und Bildfehler durch die verwendeten Optiken (die summieren sich), aber im Falle der Nikon 995 mit hochwertigem Okular kaum bemerkbar. Fokale fotografie bildet genau das ab, was dein Mikroskop zu leisten in der Lage ist.
Ich hoffe Dir geholfen zu haben
Viele Grüsse
Ulrich
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Vielen Dank Ulrich !!!
Na hätt ich das nur gleich gewusst. Na das nächste mal frag ich lieber hier im Forum, bevor ich was kaufe. ;) ;)
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Wie ist das eigentlich. Ich habe den Artikel mit Garantie gekauft. Ist vielleicht 1 Monat her. Kann man den zurückgeben mit dem Grund, das der Artikel nicht das kann, was man von diesem erwartet?
???
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Hallo,
so schlecht ist die Qualität der Bilder nicht.
Wie schon geschrieben wurde, musst Du am Licht etwas ändern und da bleibt Dir bei manchen Mineralien fast nur der Polfilter, da difuses Licht oft zu matte Farben produziert.
http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,8216.0.html
Der Polfilter muss vor das Licht und das Mikroskop, dann kannst Du fast jegliche Reflektion und Übertseuerung entfernen. Ich denke die Beispiele im Link zeigen Dein Problem und auch die Lösung sehr gut.
Das Problem wird ansonsten auch bei jeder anderen Kamera begegnen.
Gruß Stefan
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Ganz so isses nicht. Ich hab nämlich noch´ne fuji finepix f20. Mit der sind die Bilder um einiges besser. Gerade was das mit dem Licht angeht.
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Mist! Die Pielarski GmbH, wo ich das Gerät gekauft habe nimmt´s nicht mehr zurück. Bresser direkt dann wohl auch nicht... :'(
Tja klar ist also, dass ich für das Gerät nur noch einen Bruchteil dessen bekomme, was ich einst für zahlte.
Möglichkeiten: Bei Ebay verscheuern?
P.S. Auf meine Anfrage bei der Pielarski GmbH wurde mir gesagt, dass das Gerät sehr beliebt bei Universitäten und Edelsteinfachmännern sei.
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Heute hab ich mit Bresser gesprochen. Muss schon sagen: Die haben einen tollen Service. Der Shop, bei dem ich das Gerät gekauft habe bekommt nun eine Gutschrift. Somit kann ich die Kamera wieder zurückgeben und bekomme mein Geld. Desweiteren möchte Bresser seine Produkte verbessern, denn sie baten mich, mir 2-3 Mineralien für ihr Labor auszuleihen. Das ist mal ein Schritt nach vorn.
Nun stellt sich für mich die Frage.
Welche Kamera soll es dann sein?
Ulrich gab mir die Empfehlungen Canon Eos 300D evtl 350 D oder eher Nicon D50. Welche könnt ihr mir eher empfehlen?
Vielen Dank
Joy Desor.
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Ich kenne die Möglichkeiten der EOS 300D (350D) bezüglich Vorschaubild ausgeben auf PC etc. nicht. Ist ja bei den Spiegelkamers meist ein Problem.
Für mich ist ein u.a. Vorschaubild auf dem PC sehr wichtig. Meine komplette Steuerung der Kamera nehme ich von dort aus vor und auch der Transfer der Bilder geschieht direkt auf den PC. Daher habe ich mich für die Canon G7 entschieden mit der ich sehr zufrieden bin (nach G5 und G6). Allerdings wirst Du einen Adapter mit Optik benötigen.
Nochmal zur Übersteuerung der hellen Stellen: Auch wenn es sicher Unterschiede zwischen den Kameras gibt, was die Übersteuerung angeht, wirst Du dieses Problem immer haben, auch wenn vielleicht nicht so extrem asugeprägt. Aber wenn Du es Dir leisten kannst, gibt es natürlich deutlich bessere Kameras.
Guter Service wegen der Rücknahme :o - nicht selbstverständlich.
Gruß Stefan
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Nun, ich habe mich schon rel. sicher für die eos 350 d entschieden. Kann man diese auch vom Computer aus bedienen? Also mit einer Software, die wie eine Webcam funktioniert?
;)
Joy
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Es gibt Remote Capture Software für die Digitalen SLRs von Canon. Ob das Tool "Remote Capture" von Canon selbt dafür ausgelegt ist, weiß ich nicht. Aber Drittanbieter haben sowas im Angebot. Z.B. hier: http://www.breezesys.com/DSLRRemotePro/index.htm (http://www.breezesys.com/DSLRRemotePro/index.htm)
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schonmal versucht das Handbuch für die Cam im Internet zu finden? Da müsste das doch bestimmt auch drin stehen, oder nicht?
Gruß
Andreas
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@Schluchti
ich denke nicht, dass die Software ein Livebild am PC ausgibt. Nur über Preshots - denke ich, was aber auch ausreichend sein kann.
Gruß Stefan
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Hallo Joy,
die Canon kann nur Bilder via Remote auslösen und sofort danach auf dem PC anzeigen. Eine Live-Bild gibt es nicht. Allerdings ist der Sucher so gut, daß man damit sehr gut scharf stellen kann. Danach macht man einfach ein paar Bidler um den visuellen Schärfepunkt herum und schon hat man den idealen Punkt gefunden. Allerdings bietet die Canon noch viele weitere Vorteile wie Spiegelvorauslösung, RAW-Bilder, manuelle Modi wie bei einer normalen SLR und einen der besten Chipsätze die es in Kameras gibt. Das erzeugt einen sehr hohen Dynamikbereich und hervorragende Ergebnisse, gerade bei schwierigen Lichtbedingungen.
Ich kann Dir zu deiner Wahl nur gratulieren! Allerdings wirst Du ein wenig mit den Biestern üben müssen, denn Vollautomatik funzt zwar, aber mit den manuellen Einstellungen kommst Du viel viel weiter. Irgendwie klingt das alles nach "Back to the roots", knipsen wie früher , nur ohne Film.
Über eines möchte ich dich aber unbedingt noch aufklären: Die Kamera ist tadellos. Die Qualität der Bilder hängt nur von den Objektiven ab. Du wirst dich wundern, wie grottenschlecht Binokulare in Wirklichkeit sind. Ich habe ein Leica, und das ist visuell über jeden Zweifel erhaben, aber die Kamera zeigt Dir alle Macken des Binos, gnadenlos. Sei also nicht sofort enttäuscht, wenn die Bilder nicht so scharf werden wie mit dem Kit-Objektiv, das ist normal. Um das Letzte aus der Kamera heraus zu holen, musst Du leider auch das beste an optischen Vorschnallequipment haben...und wer kann das bezahlen? Umgekehrt, wenn Du deine Bilder NACH der Bearbeitung, aber VOR dem Schärfen, auf ca. 1280*1024 verkleinerst (geht nur über ausschneiden und dann verkleinern, da der Chip das KB-Format hat und nicht 4/3) werden die Ergebnisse wunderbar...meistens! ;D
Nun noch viel Spass, angehender Mineralienfotograf
Ulrich
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Hab auch noch Tipps.
Bei Kunstlicht grundsätzlich manuellen Weißabgleich machen. Deine Kunstlichtfotos sind alle extrem blaustichig.
Im RAW-Format aufnehmen und die Feinabstimmung dann am PC mit entsprechenden Bearbeitungsprogramm vornehmen, Z. Bsp. Photoshop.
Kein Schnick-Schnack, wie Kontrasterhöhung, Schärfen oder sonst was an der Kameraeinstellung.
viel Erfolg
Gruß
Thomas
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;)
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Habe mir die Kamera noch nicht gekauft (Eos 300D). Gibt´s da noch was besseres zum gleichen (etwas höheren) Preis?