Mineralienatlas - Fossilienatlas
Arbeitsmittel / Means for work => Schneiden, Spalten, Schleifen, Polieren / Cutting, Grinding, Polishing => Thema gestartet von: Findus am 16 May 07, 21:43
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Hallo zusammen,
kann mir vielleicht jemand einen Tipp geben, wo man günstig an transparenten, UV-aushärtenden Kleber herankommt?
Hintergrund: Ich will mich mit Dünnschliffen versuchen, beim Zweikomponentenkleber kann es vorkommen, dass beim Mischen kleine Luftbläschen mit "eingemischt" werden, die dann als kleine schwarze Kreise störend sind.
Ich habe es mal bei einer Firma versucht, dort verlangt man allerdings für 10 Gramm satte 50 Euro, und das erscheint mir schon etwas heftig,
habe allerdings keine Ahnung, was das Zeug ansonsten kostet.
Grüsse,
Bernd ;)
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Hallo Bernd,
schau mal hier
http://www.loctite.de/int_henkel/loctite_de/index.cfm
Die haben mehrere Produkte und beraten auch freundlich am Telefon. Ob da nun was für Dünnschliffe dabei ist, weiß ich nicht. Am besten rufst Du mal an und fragst.
Gruß
Ralf
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hallo bernd.....
so, wie gohts im chaiserschduel ?
probiers emol mit dem uv - chleber wos i de migros gitt, entweder z frieburg oder z basel, d ´yvonn oder ich näme dä au, und de isch recht günschdig im pries leischtigsverhältniss, de chasch jo emol der fischer wolfgang a- lütte, de isch öfters i de migros und cha der e ladig mitbringe
grüessli chris
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Hallo,
Für Dünnschliffe nimmt man am Besten Kanadabalsam. Kann mal unseren Präparator fragen, wo man den bekommt.
Glück Auf!
Smoeller
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Hallo,
der Trick bei dem 2K-Kleber ist, die beiden Komponenten auf mehr als 30°C zu erhitzten. Dann werden die beiden schlagartig flüssiger und die Blasen gehen raus.
Ansonsten habe ich sehr gute Erfahrungen, auch bei Dünnschliffen mit Crystalbond 590 gemacht. Ein thermoplastischer Kleber mit 70°C Erweichungspunkt und 120°C Schmelzpunkt. Rückstandsfrei in Aceton löslich. Scheitn es jetzt bei Plano und TEKlebetechnik zu geben.
MfG
Frank
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Hallo Bernd,
schau mal hier,
http://www.klebstoff-profi.de/
Breddermann Kunstharze - Onlineshop
Tippe mal unter suchen UV ein.
Gruß
Donat
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Hallo Bernd,
nach meiner Erfahrung sind UV-Kleber (oder auch 2k-Kleber) für Dünnschliffe zwar ganz praktisch, aber eigentlich nur erforderlich, wenn man maschinell schleift; sie halten nämlich auch wirklich hartes Gestein bei hohen Scherkräften recht gut fest.
Bei UV-Klebern darf nicht vernachlässigt werden, dass man eine STARKE UV-Lichtquelle zur Aushärtung benötigt; eine kleine Handlampe reicht meist nicht. (Tipp: Bei Ebay nach gebrauchten UV-Lichthärtungsgeräten schauen - werden u.a. bei Zahntechnikern oder in Nagelstudios verwendet.)
Ansonsten: Natürlichen Kanadabalsam (Bezugsquelle z.B. Omikron online) mit einem umgedrehten alten Bügeleisen auf dem Objektträger kochen und Gesteinsplättchen aufkleben. Hält für den Handschliff sicher und hat den Standardbrechungsindex für die Bestimung von Mineralien im Dünnschliff.
Meine ersten Erfolge hatte ich mit Lakeside 70C als thermoplastischem Klebstoff - der hat aber einen entscheidenden Nachteil: Beim Abdecken mit lösungsmittelhaltigem Einschlußmittel (Entellan, Kanadabalsam) fängt das Zeug ggf. an, auszukristallisieren. Sieht im polarisierten Licht schön aus, ist aber recht ärgerlich, da der mühsam hergestellte Schliff kaum noch zu retten ist. (Abgesehen davon, ist das Zeug nur in den USA zu bestellen und nicht ganz billig.)
Last not least: Krantz bietet Loctite SM66 in größerer Menge als 10 g für ca. 50 Euro an.
Viel Erfolg beim Schleifen,
Holger