Mineralienatlas - Fossilienatlas
Gesteine / Rocks / Rocas => Meteorite, extraterrestrische Geologie / Extraterrestrial Geology => Thema gestartet von: hornstein am 19 Jun 07, 15:04
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Wem gehören eigentlich gefundene Meteoriten?
Hoffentlich fällt niemanden einer auf den Kopf. siehe dazu http://tirol.orf.at/stories/201205/
Gruß Franz
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auweia,
habe auch gerade die Kommentare gelesen :o
MfG
Frank
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Hallo, interessante Frage! Ich denke mal, wenn sowas auf Privatbesitz niedergeht, dann gehört es dem, der da wohnt :-\ Aber allgemein würde mich auch mal interessieren, ob es da bestimmte Regelungen gibt und wenn ja, wie solche aussehen...
@hornstein: Ich seh gerade deine Signatur. Du heißt nicht wirklich Franz Kafka, oder?! :D
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Hallo Leute,
wie gesagt eine Frage um die man sich streiten kann. Also mein Vater (der Jura studiert hat obwohl das jetzt auch schon 20 jahre her ist ;)) meint, dass Meteoriten theorethisch in den Bereich fallen wie Kunstschätze bzw. Artefakte oder ähnliches. Nur es kommt keiner der dir einen 5cm Meteor wegnehmen würde aber 1,7 kg ist das eben auch eine Frage des Geldes was der Gemeinschaft sicher nicht schlecht tun würde ;). Anderer Seits ist die Sicht des Finders verständlich, denn es ist ein bisschen komisch zu sagen dass jeder Stock und Stein dem Staat gehört. Wie gesagt ein Streitfall...
mfg Andres
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Hallo,
zunächst muss man bei dieser Frage zwischen Besitz und Eigentum trennen. Vermutlich zielt die Frage darauf ab, wer das eigentum an einem Meteoriten erwirbt. Diese Frage scheint in Deutschland der § 984 BGB regeln (wie die Lage in Österreich ist, weiß ich aber nicht). Demnach könnte es sich bei einem Meteoriten um einen "Schatz" im Sinne dieser Vorschrift handeln mit der Folge, dass (vereinfacht ausgedrückt) der Entdecker und der Grundeigentümer je zur Hälfte Eigentümer des Meteoriten werden. Nach der Kommentierung zu der Vorschrift soll sie entsprechend anwendbar sein für Fossilien, allerdings ist diese Auffassung wohl nicht ganz unumstritten. Demnach spricht vieles dafür, dass § 984 BGb auch auf Meteoriten anwendbar ist. Vermutlich ist die Frage aber (in rechtlicher Hinsicht) noch nicht aktuell geworden.
Gruß
Thomas
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Hallo Jungs.
Ich habe mal einen Eisenmeteoriten in USA gekauft und in Deutschland beim Zoll deklariert. Nach langem hin und her, zahllosen telefonaten der Zöllner, herrschte letztendlich völlige Verwirrung.
Als dann ein weiterer Kollege vorbei kam warf er in unsere Runde: "Eisenschrott" das ist Zollfrei Zollschlüsselnr. soundso..
Ich war verblüfft, aber auch froh, keine Zollabgaben bezahlen zu müssen, der Meteorit war eh schon teuer genug, wenn man bedenkt das er aus Behördensicht "nur" Schrott ist.
Kalle
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Naja, bei historischen Fundsachen wie Münzen, Glas, Fibeln usw würde ich die Finger lassen. Das gibt nur Ärger. Am besten liegen lassen. Aber so ein Meteorit hätte ich schon mitgenommen. Aber wo zieht man die Grenzen? Was ist, wenn in meinem Garten ein 10Kg Goldnugget liegt? Oder wenn ich das Nugget im Wald finde? Wie ist die Regelung mit gewerblich gesammelten nMineralien? Wenn ich zB in einem aufgelassenen Steinbruch oder alten Abraumhalde Mineralien suche um sie zu verkaufen?
Naja, gibt viele Dinge, die ins Auge gehen könnten, ohne das man damit rechnet.
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Ich habe gerade in den Nachrichten gehört, dass ein Stück des Neuschwanstein-Meteoriten, zu dem ja auch dieses Stück gehört, auseinandergeschnitten wurde. Es soll zwischen Finder und Bayern aufgeteil worden sein.
@tobi: ja ich heiße wirklich Franz Kafka, bin aber nicht bzw. nicht in den letzten 5 Generationen verwandt.
Gruß Franz
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das ist wohl auch eine Lösung...nur ich weiß nich ob so ein halber Meteor wirklich so viel wert hat wie wenn man den Preis eines Großen aufteilt ;)
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Hallo Freunde,
also, mit dem Wert eines geteilten Meteoriten... ich bin kein Spezialist, das gebe ich zu, aber: Wer würde denn den ganzen Meteoriten kaufen? Doch wohl nur die wenigen spezialisierten Sammler oder Museen/Institutionen, die sich schwerpunktmäßig mit außerirdischer Materie beschäftigen. Und wenn da der Etat nicht reicht, dann eben nicht. Ein geteilter Meteorit findet leichter seine Käufer.
Und wegen der Eigentumsrechte: Spontan hätte ich den Meteoriten auch unter "Schatzfund" subsummiert, also Finder und Grundeigentümer zu gleichen Teilen als Eigentümer angesehen.
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so viel ich weiß macht man das so:
desto Größer der Meteor desto höher der Preis wo bei die Preisspanne schnell steigt:
1-3 cm Umfang 5-25€
15cm z.b. 200€
da kann man sich vorstellen was los is wenn so ein riesen ding auftaucht ;D
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Hallo,
der Wert eines Meteoriten hängt im wesentlichen von seinem Gewicht, Form und Aussehen (Ästhetik) und seiner Seltenheit ab.
Der Preis schwankt entsprechend erheblich. Eisenmeteorite wie "Cambo del Cielo" oder "Sikhote Alin" gibt es u.U. schon für ein paar Cent pro Gramm. Aber auch diese "günstigen" Meteoriten können, wenn sie entsprechend interessante Schmelzspuren zeigen schnell 1 Euro und mehr pro Gramm wert sein.
Meteoriten die nachweislich von Planeten (Mars) oder unserem Mond stammen sind sehr selten und fast unbezahlbar.
Meteoriten werden in der Regel nicht zerteil oder zertrümmert, bestenfalls angeschliffen und geätzt um die besondere Kristallstruktur sichtbar zumachen. Erhöht aber in der Regel nicht den Wert (Preis).
Viele Grüße
Walter
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Ich habe gerade in den Nachrichten gehört, dass ein Stück des Neuschwanstein-Meteoriten, zu dem ja auch dieses Stück gehört, auseinandergeschnitten wurde. Es soll zwischen Finder und Bayern aufgeteil worden sein.
Der Neuschwanstein-Meteorit bestand aus mehreren Teilen - es sind noch nicht alle vermuteten Teile gefunden;
auch der Fund des Haupt-Fragment ist nicht bekannt bzw noch nicht erfolgt.
Der Erstfund ging vor Gericht - wurde geschätzt (auf 100.000 €) und 50:50 zwischen Finder und Land Bayern als Grundstückseigentümer
geteilt - . Mit finanzieller Unterstützung vieler (zB auch Mineralienfreunde München) hat das Land Bayern dem Finder seinen Anteil
abgekauft - er bleibt nun Bayern erhalten und steht im Rieskrater-Museum in Nördlingen.
Die Rechtssprechung bei Funden von Meteoriten wird von Land zu Land geregelt -
hier ist die juristische Abhandlung über den Neuschwanstein-Meteoriten Nr. 1 nachzulesen:
http://www.kunstministerium.bayern.de/downloads/aviso/2003_3_aviso_28-31.pdf
Viele Grüße Gerhard/Anatas
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Meteorit "Neuschwanstein 3" gehört dem Finder
Fünf Jahre, nachdem ein Meteorit-Brocken über Tirol niederging und im juristischen Niemandsland landete, hat ein deutsches Gericht nun entschieden: Der fast drei Kilogramm schwere "Neuschwanstein 3" gehört dem deutschen Finder. Der Hobby-Meteoritenforscher könnte nun reich werden.
Der Artikel steht auf spiegel-online:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,492963,00.html
Chao, Stefan
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und dazu ist zu sagen: "richtig so." da sieht man wie es einfach nur die geldgier ist, die da ärger schafft.
weil da frage ich mich doch echt, wie die darauf kommen, daß material von außerhalb irgendjemand gehören könnte. genauso verrückt wie nen stern zu kaufen. als ob "irdischen recht" in kosmischen dimensionen irgendeine bedeutung hätte. man stelle sich vor es werden planeten in lichtjahren entfernung gekauft und wären z.b. bewohnt. sind die einwohnenr dann eigentum? kranke sache.
was runterfällt soll echt so sein wie die das nun gesagt haben. wer es findet dem gehört es. wobei ich da umzäunte gebiete ausklammern würde, da deren betreten ja schon nicht rechtens ist.
nun, jedenfalls ist das alles eh eine komische sache so mit den ganzen rechten. je nach land variiert das ja.