Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => Thema gestartet von: Moni am 29 Aug 04, 20:01
-
Freundlicherweise hat mich der Uwe, anläßlich seines Besuches bei mir, äußerst reich beschenkt.
Einiges habe ich mir heute sogar bereits vorgenommen und nachanalysiert bzw. habe mich auf "scheinbar" nicht bestimmtes Material insbesondere einer Stufe konzentriert.
Krokoit
FO: Tagebau Nord 1 Callenberg
Hier tritt neben den Krokoit noch gelbes pulvrig, erdiges Material an der Stufe auf.
Nach meiner Analyse scheiden Vauquelimit und Pyromorphit, welches ebenfalls am FO vorkommt/kam definitiv aus.
Es könnte sich laut Farbe und Härte noch um: Embreyit handeln.
Das Lexikon sagt zu dem Mineral noch nichts weiter aus, deshalb meine Frage:
Wer kann weitere Infos liefern insbesondere der physikalisches oder chem. Eigenschaften? ???
Mittels IR-Analyse schaffe ich das sonst nicht, denn ich habe keine Vergleichssubstanz-- eben schade.
Insbesondere an Uwe: was sagst Du dazu? Du siehst, wenn ich fertig bin, bekommst Du alle Infos -- wie abgemacht. Nochmals Danke :)
Ein Herzliches Dankeschön schon im Voraus
Moni
-
Öhm.... ist Callenberg nicht eine Ni-Lagerstätte (naja, sagen wir ein Ni-Vorkommen)? Der Nickelträger in Callenberg ist der Garnierit, ein meist gelblich/grünes pulveriges Nickelhydrosilikat. Garnierit selber ist ein Verwitterungsprodukt des Olivins.
-
Hallo Moni,
schau nochmal ins Lexikon ;)...hat ne Weile gedauert, aber ich konnte diverser Literatur einiges entlocken :D
Es steht ein Artikel im Lapis 12/93 auf Seite18 über Embreyit vom Callenberg....seltsamerweise kommt er von dort nicht in orange sondern in violettrot, dunkelrot, rotbraun und orangebraun vor...wurde jedenfalls röntgenografisch als Embleyit bestätigt.
Ein weiterer Hinweis lt. Lapis: "Überraschenderweise erwiesen sich die dichten, orangefarbenen Massen als reiner Krokoit, die kuggeligen roten Aggregate in ihm konnten als Embreyit bestätigt werden."
Vieleicht konnt ich Dir ja ein wenig weiterhelfen.... :-\
Liebe Grüße
vom Schatten(mann)
-
Moment mal.... ...ich denke das Zeug ist gelb? Damit fällt doch Embreyit von vorneherein raus. Nach der Beschreibung halte ichs immernoch für Garnierit. Vielleicht könnte man mal ein Foto reinstellen?
Naja.... ....vielleicht gibts mehrere Callenbergs... ..von welchem Callenberg reden wir (Regionale Lage?)?
-
Hallo Dalamar,
ich hatte jetzt nur mal Moni darauf hingewiesen, dass es für Embreyit jetzt auch ein paar mehr Infos im Lexikon gibt....
...also weniger auf ihr gelbes gesuchtes Mineral bezogen....sorry für die verursachte Verwirrung :-[
-
Hallo Schatten,
danke für Deine Mithilfe, werde gleich nochmal ins Lexikon schauen.
und Hallo Dalamar,
das Mat. ist wirklich gelb, vielleicht einen kleine Tasch ins orange aber mehr gelb und es ist auch kein Krokoit.
Foto werde ich noch machen...
Grüße von Moni
-
Hallo Dalamar, hallo Schatten,
nun, hier liefere ich das Foto.
Das rechts auf der Stufe befindliche orange-rote Material steht nicht zur Diskussion, es ist das bei Callenberg vorkommende Krokoit - ganz eindeutig-.
Nur das weiter links sitzende und meiner Ansicht nach gelbe Material (hat eben auch einen kleinen Tatsch ins orange) ist das mich “ärgernde”.
Entsprechend der FO-Liste scheiden definitiv entweder auf Grund der Farbe oder meiner bereits vorhandenen Ergebnisse aus:
Mimetesit
Vauquelinit
Pyromorphit
Phönikochroit
Fornacit
Vanadinit
Plumbogummit
An Dalamar: Garnierit dürfte ebenfalls ausscheiden, da die Strichfarbe beim Garnierit hellgrün und nicht gelb ist.
Bleiben eigentlich nur noch das Embreyit und Fuchsit (auch chromhaltiger Muskovit).
Vollstädt schreibt dazu in der FO-Beschreibung:
“.... u.a. Embreyit in orange-gelben Krusten hübsche kleine Kristalle .....”
bezügl. des Embreyites:
Farbe stimmt, Kruste stimmt (sind keine wirklichen Kristalle, läßt sich sehr leicht abschaben, Härte ist schlecht bestimmbar- da zu pulvrig)
Cr-Muskovit? Wäre auch möglich.
Ich werde mal sehen, ob ich in meinem Lager Cr2O3 finde und vermessen, dann das Cr2O3 zu Muskovit mischen und vermessen und letztlich Cr2O3 noch zur Probe mixen und dann sehen, ob was brauchbares dabei rauskommt.
Noch irgendwelche Vorschläge + Hinweise für mich?
Herzliche Grüße von Moni
[gelöscht durch Administrator]
-
Hallo Moni,
in der Lapis - Ausgabe September 1991 wird auch Bindheimit als "erdig-feinstkörnige Substanz von leuchtend gelber bis schmutzig gelber Farbe" erwähnt...mit hohem Silbergehalt...
Evtl wäre das noch was für Dich?
Die Farbe und die Ausbildung würde passen...
Gruß, Erik
-
Hallo Moni,
Ich schließe mich Erik an, tippe auch auf Bindheimit.
Cr-Muskovit/Fuchsit scheiden aus weil es kein Glimmer ist. Embreyit ist nicht so hell-gelb (s. auch http://www.mindat.org/picshow.php?id=8056).
Dazu kommt noch daß die Paragenese Krokoit-Bindheimit gut passt, und das Bild auf mindat.org ähnlich aussieht (http://www.mindat.org/picshow.php?id=9421).
Gruß Robin.
-
Hallo Leute,
die Fundstelle des Belegstückes, welches ich bei Moni gelassen habe, ist kein Steinbruch, sondern der Nickeltagebau Nord 1 bei Callenberg. Unmitelbar an der Krokoitfundstelle gab es allerdings keine Nickelvererzung. Dafür gab es dort die ganze bunte Familie zwischen Pyromorphit, Mimetesit und Krokoit mit allen möglichen Zwischengliedern vor. Es gibt also auch solche, von der IMA nicht anerkannte, Minerale wie Kampylit, Chrommimetesit, arsenreicher Pyromorphit usw.
Herr Leonhardt, der den Basisartikel im Lapis 9/91 geschrieben hat, erwähnt Embreyit als orangefarbene Massen (geröngt !).
Auf der Krokoitstufe ist mit Sicherheit Embreyit, der derb/pulvrig recht häufig, kristallin aber selten in Callenberg vorkam.
Bindheimit gab es zwar dort, aber selten oder nie (?) zusammen mit Krokoit. Außerdem ist er blaßgelb bis schmutzig-gelb.
Daneben noch ein Bild des Erzes, welches in Callenberg abgebaut und in der Nähe, in St. Egidien, verhüttet wurde.
Glück Auf
Uwe
[gelöscht durch Administrator]
-
Hallo Leute,
recht vielen Dank für die Hinweise. Ich gehe der Sache mit den Tips weiter nach.
An Uwe: Mein "Gefühl" sagt mir eben auch Embreyit - Du hast mein Selbstbewustsein wieder aufgebaut und ich hoffe doch, daß Du selbst noch so ein Stück hast - wegen der von Dir beschriebenen Seltenheit.
Herzliche Grüße von Moni
-
Hallo Moni,
wie bereits gesagt, der derbe orangerote Embreyit ist nicht selten. Das geht auch aus dem Artikel in Lapis 12/93 hervor. Ich habe auch die dort gezeigten kleinen roten Kristalle, die ich aber als Chrom-Pyromorphit in der Sammlung habe, was ja gar nicht so abwegig ist, denn Embreyit ist ja ein Blei-Phosphat-Chromat.
Übrigens, ein Stück Asbest vom Tagebau Callenberg Nord 2 schicke ich Dir noch - Faserlänge über 2 cm.
Glück Auf
Uwe
-
Hallo alle,
also ich kann nur noch was uwe sagt bestätigen, es handelt sich bei den gelben erdigen Massen um Embreyit. Ich hab selbst ein solches Stück von dieser leider historischen Fundstelle in meiner Sammlung.
Hallo Dalamar, das Callenberg von dem hier die Rede ist liegt im Südwesten des Granulitgebirges in der Nähe von Hohenstein-Ernstthal. Die hier bis 1990 abgebauten Nickelhydrosilikate sind durch Verwitterung der hier anstehenden nickelhaltigen Serpentinite entstanden. Die Vererzung war hier immer entlang von Störungsbahnen an sogenannte Verwitterungstaschen gebunden, also eine Sekundärlagerstätte. Garnierit kam hier nur untergeordnet vor, war also nicht der Haupterzträger in Callenberg.
Gruß Jürgen
-
Bei den gelben erdigen Aggregaten handelt es sich ganz eindeutig um ein Gemenge aus Embreyit, Vauquelinit und Pyromorphit aus dem Tagebau Nord I bei Callenberg. Ich besitze selbst gutes Material von dort; außerdem braucht man sich nur die Abbildung auf Seite 25 der Lapis-Ausgabe 91/9 zu betrachten.
Der Vauquelinit alleine (!!) kommt dabei in Krusten und Belägen von gelblich-grüner bis zeisiggrüner Farbe vor und ist dann vom ähnlich aussehenden Pyromorphit (nur eine Modifikation!) kaum zu unterscheiden! (nur durch Spektralanalyse oder röntgendiffraktiometrisch).
Der Embreyit wurde übrigens 1988 von dem mir ebenfalls persönlich bekannten Dr. Dietrich, Wiesbaden-Nordenstadt, spektralanalytisch bestimmt. Röntgendiffraktionetrisch ist er noch nicht gesichert. Das Mineral ist in der Tiefe häufig und kommt zusammen mit 'Arsenpyromorphit' in dichten Massen auch mit in ihm eingesprengten langtafeligen Krokoit vor.
Die Matrix der Krokoit-Stücke ist übrigens Silicophit-Gestein!
Weitere Details sowie ausreichend Fotos sind der o.g. Lapis-Ausgabe zu entnehmen.
--------
Die Serpentin-und Nickelminerale von Callenberg werden dagegen in einer Lapis-Ausgabe von 1994 extra behandelt.
@Dalamar ..
.. nochmal zum Garnierit allgemein:
Es ist richtig, dass der Garnierit ein Verwitterungsprodukt von Olivingestein darstellt; allerdings mit Anreicherung von genügend nickelhaltigem Material. Garnierit ist genau gesagt ein Gemenge aus Nickel-Silikaten - überwiegend aus dem Nickelsilikat Nepouit bestehend.
Gruß Peter
-
Hallo,
leider kann ich keinen Hinweis bzw. Beitrag dazu leisten. Diese Fundstelle hatte ich 1980 verpasst. Damals konnte ich an einer Fachgruppenbusfahrt (es war der 12.06.80 wegen einer Veranstaltung in der Schule nicht teilnehmen - ich weiß aber das die Anderen ganz tolle Funde an dem Tag dort gemacht haben müssen). Auch später war ich nie dort.Von einem verstorbenen Sammler habe ich aber einige Belegstücke von Krokoitmaterial geschenkt bekommen. Er hatte ganze Kisten davon in seinem Keller!!
Conny
-
Hallo!
Kistenweise Krokoit von Callenberg?? Wahnsinn... Das muß ja damals eine riesen Sekundärzone dort gewesen sein...
Gruß
TK
-
..die Krokoite von Callenberg gefallen mir z.T. noch viel besser als die von der berühmten Fundstelle in Dundas, Tasmanien.. ;D..alleine schon wegen dem erfrischenden Orangeton .. ;D :D
(..bekomme ich dafür jetzt evtl. noch einen klitzekleinen Karmapunkt von einem netten Thüringer oder Sachsen?.. ;D ;D ;) ;D..*gier*..*schleck*..)
.. ganz 'bescheiden' dreinschauender McSchuerf..heute gar nicht vollmondgeschädigt..erst wieder in 2 Tagen.. :-\)..
Gruß Peter
P.S. TK, schau mal auf Deine Karmaposition.. ;) ;D..von wem Du den wohl bekommen hast..? ;D ;)
..soll auch keine Bestechung sein.. ;D..
-
Hallo Peter!
Ich hab dir schon ein Karma gegeben (Beifall natürlich :)!)
Gruß
TK
-
Ohh..vielen Dank!.. ;D :D
-
Hui mein 501. Eintrag..
Aber die anderen Mitglieder hier werd ich auch nicht vor dem Karma verschonen.......noch wird keiner gequält :D
-
Dank Euch allen für die Beiträge!! Da muß ich doch glatt jedem ein Pünkchen verpassen ;)
an Peter:
Beim gesuchtes handelt es sich eindeutig um kein Gemenge von Embreyit, Veuquelinit und Pyromorphit! Habe es doch spekralanalytisch - wie Du sagst- untersucht und da scheiden Veuquelinit und Pyromorphit enideutig aus. Hatte ich ursprünglich auch gedacht bzw. auf den Veuquelinit getippt.
Hat der Dr. Dietrich es nun als Einzelsubstanz identifiziert oder als Gemisch? ???
Außerdem bin ich auch allen weiteren dankenswerten Hinweisen nachgegangen und muß sagen, daß auch sowohl Bindheimit und Kampylit ebenfalls ausscheiden.
Bindheimit müßte beim Glühen eine Pb-Kugel ergeben - dies tut es nicht.
Kampylit müßte beim Glühen leicht nach Knoblauch riechen - riecht aber nicht.
... und meine Cr2O3-versuche müssen erst mal vertagt werden, da ich erst welches besorgen muß. Leider.
Bleibt untern Strich doch vorerst nur noch Embreyit. Na vielleicht läuft mir die Substanz später nochmal über den Weg ....
Ansonsten die Frabe der Krokoit-Stufe ist wirklich "erfrischend" - mal was ganz anderes.
Grüße von Moni
-
Hallo Moni,
Dr. Dietrich muss vom Einzelmaterial ausgegangen sein..um Deine Frage zu beantworten.. ;)
..jetzt bin ich aber doch erst mal wieder etwas ratlos.. :-\..muss auch meine beste Callenberg-Stufe nochmal genauer untersuchen.. :)
..habe mich früher auch mehr mit dem Phönikochroit und Embreyit aus Russland (Beresowsk) beschäftigt bzw. welches der beiden Minerale eigentlich tatsächlich seltener vorkommt..gesonderter Thread zu Beresowsk folgt dazu gerne bei Gelegenheit.. ;)
Gruß Peter
-
Hi Peter
na dann tue es mal, vielleicht gibt es ja doch noch eine Überraschung
Grüße von Moni
-
..sobald wieder Zeit zum Schreiben....gerne.. ;) ;D
-
Nochmal etwas zu der in den vorherigen Beiträgen gemachten Bemerkungen zur Bestimmung:
Ich habe in Lapis 9/91 auch gelesen, daß sich Vauquelinit nur durch Röntgen vom Pyromorphit unterscheiden lassen würde. Das kann ich so nicht gelten lassen. Im Gegensatz zu Pyromorphit enthält Vauquelinit Chrom und das läßt sich einfach mit der Oxydationsschmelze nachweisen, die sich bei Chromanwesenheit orange färbt. Ich habe das seinerzeit so gemacht und ein eindeutiges Ergebnis gehabt.
Lediglich Fornacit und Vauquelinit lassen sich sehr schwer unterscheiden, da diese beiden in Callenberg vorkommenden Minerale sich nur durch entweder Arsen oder Phosphor unterscheiden.
Glück Auf
Uwe
-
Da möchte ich nicht wiedersprechen, da ich die Analysen 'zum Glück'.. ;)..nicht selbst durchgeführt habe.. :)
-
Hallo Uwe,
den Cr-Nachweis, wie Du ihn beschreibst, praktiziere ich zwar nicht und ich zweifele Deine Aussage in keiner Weise an, ich mache die Schmelzen eher für das Auschmelzen von kleinen Pb- oder Ag-Kugeln.
Daher bleibt untern Strich weiterhin das Embreyit als 2. Mineral auf "Deiner" jetzt "meiner" ;) :) stehen, allerweil die obligatorische Schmelze nämlich nichts ergab außer (hatte mich daher nicht dazu geäußert) , daß das ganze schwarz wird.
Mit anderen Worten ich brauche meine ganzen Cr-Versuche wie ich sie weiter oben angerissen habe, gar nicht auszuführen... ;D und da ich ein fauler Mensch bin, kommt mir das recht entgegen .... ;)
Grüße von Moni
-
Hallo Leute,
die Fundstelle des Belegstückes, welches ich bei Moni gelassen habe, ist kein Steinbruch, sondern der Nickeltagebau Nord 1 bei Callenberg. Unmitelbar an der Krokoitfundstelle gab es allerdings keine Nickelvererzung. Dafür gab es dort die ganze bunte Familie zwischen Pyromorphit, Mimetesit und Krokoit mit allen möglichen Zwischengliedern vor. Es gibt also auch solche, von der IMA nicht anerkannte, Minerale wie Kampylit, Chrommimetesit, arsenreicher Pyromorphit usw.
Herr Leonhardt, der den Basisartikel im Lapis 9/91 geschrieben hat, erwähnt Embreyit als orangefarbene Massen (geröngt !).
Auf der Krokoitstufe ist mit Sicherheit Embreyit, der derb/pulvrig recht häufig, kristallin aber selten in Callenberg vorkam.
Bindheimit gab es zwar dort, aber selten oder nie (?) zusammen mit Krokoit. Außerdem ist er blaßgelb bis schmutzig-gelb.
Daneben noch ein Bild des Erzes, welches in Callenberg abgebaut und in der Nähe, in St. Egidien, verhüttet wurde.
Glück Auf
Uwe
Zitiere mal hier den Hinweis Arsenreiche Paragenese und behaupte ganz frech: Auripigment
Schon getstet? ;
D
-
Hi Thothie,
nein habe ich nicht getestet.
Steht das überhaupt mit in der Min-Liste von Callenberg ??? -- Anzweiflung meinerseits.
Grüße Moni
-
Hallo Thothie, hallo Moni,
nein steht's nicht.
Jürgen
-
Hi geomüller,
dacht ichs mir doch!
Moni
-
;D
Superschlau Ihr Beiden!
Ich sammel ja öfter mal auf der Leibnitz- Dante. Von dort werden gerade mal 5 Mineralien beschrieben. Ich habe dort aber auch ne Menge andere Mineralien gefunden.
Muß ich die jetzt wegschmeißen, weil nicht sein kann, was nicht sein darf?
Ob Du Moni jetzt auf Auripigment untersuchst ist mir wurscht, war ja nur so ne Idee.
:-*
-
sicher kann es immer mal wieder neue Mineralien von einer Fundstelle geben aber dennoch ist die Fundstelle Callenberg wohl so ziemlich abgearbeitet..und Auripigment wurde von dort noch nicht beschrieben..das hätte man bestimmt nicht übersehen.
-
Der Thothie hat mit seiner Bemerkung was angerichtet und Zweifel gesäät !
Realgar sieht natürlich dem Krokoit zum Verwechseln ähnlich. Im "Segen-Gottes Ebstollen", der nordöstlich von Callenberg liegt, ist niemals Realgar vorgekommen. Vermutlich hat man deshalb nicht jede orange Kristallbildung untersucht, nachdem die Hauptmasse eben als Krokoit bestimmt war. Ich selbst habe verschiedene Kristallformen des Krokoit in meiner Sammlung. Auch welche, bei denen absolut keine Parageneseminerale zu sehen sind, was bei den Krokoitstufen die ich kenne immer der Fall ist. Ausgeschlossen ist Realgar (und damit Auripigment) nicht - Oder ??? ??? ???.
Das Stück was ich bei Moni gelassen habe ist allerdings wirklich Krokoit. Daneben hat Auripigment nichts zu suchen.
Glück Auf
Uwe
-
:)
Na dann, wie gesagt, war nur so ne Idee wegen Arsen.
-
Hi Uwe,
so isses!
... und das Krokoit stand ja nie zur Diskussion :D -- nur das gelbe Material und mein Gefühl sagt: nichts mit allen Vorschlägen, alles ausgeschlossen . ;)
Ich freue mich jedenfalls, daß Ihr Euch so zahlreich beteiligt habt :)
Grüße von Moni
-
Hallo Leute,
mich beschäftigt immer noch das oben angesprochene Problem.
Zwischenzeitlich habe ich mich ja wieder Börsen, um auch explizit mal nach einem Stück mit Krokoit und dem gelben -bisher für mich, unbekanntem Mineral, umgesehen.
Auf der Börse in Hettstedt wurde ich da an zwei Ständen fündig, die genau ein solches Stück aus Callenberg anboten.
Die Etiketten lauteten bei beiden wie folgt: Krokoit, Vauquelinit FO: Callenberg
Soweit so gut.
Nun habe ich beide Sammler bzw. Händler gelöchert, ob das gelbe Material -sprich Vauquelinit- denn auch analytisch nachgewiesen sein. Der eine wußte nur von einer Literaturstelle aus der “Fundgrube” (nichts näheres) und der anderen meinte, dieses Mineral sei 1977 im Labor des Tagebaues von einer Geologin als Vauquelinit bestimmt worden.
Ich würde dem Ganzen ja schrecklich gern Glauben schenken, habe da jedoch meine Zweifel.
Zur farblichen Ansprache stimmt nämlich das vermeintliche Vauquelinit (laut Literatur: Farbe grün bis braun) nicht mit tatsächlich auf den Stufen sichtbaren gelben Farbe überein. Des weiteren hatte ich das gelbe Mineral über Infrarotspectroskopie vermessen und das Probespectrum zeigt eine andere Bandenlage als die des Vauquelinites. Siehe hierzu beigefügtes Bild.
Ich bleibe daher vorerst bei meiner Meinung, daß es sich bei dem gelben, erdig-krustigem Mineral vorwiegend um Embreyit handelt. Es könnte natürlich sein, daß es sich um eine Mischung von beiden handelt, denn die Hauptbanden vom Vauquelinit sind in dem Probespectrum ja auch etwas vorhanden. Oder sollte es sich hier um eine besondere Fundortspezifik handeln. Fragen, über Fragen ....
Gerne würde ich diesen Widerspruch endgültig aufklären, denn das Callenberg-Material würde ich doch mal eindeutig identifizieren und soweit mir bekannt ist, soll der Fundort diesbezüglich erloschen sein; ferner scheint Embreyit ein sehr rahres Mineral zu sein.
Also wer könnte mir dabei helfen?
Ich bräuchte also bitte mal eine Embreyitstufe, woher ist egal. Wenige Körnchen würden auch reichen.
Herzliche Grüße von Moni
-
Von keiner Seite ein Kommentar? ???
Keiner hat Embreyt in der Sammlung? ???
Schade :(
Lieben gruß Moni
-
Hallo,
das gelb-orange erdige Material, welches sehr häufig auf den Callenberger Stufen zu finden ist, wurde in dem bekannten Lapis-Artikel als Embreyit angesprochen. Demzufolge wird es heute auch in fast allen Sammlungen so bezeichnet. Später hat Herr Dr. Witzke die Sache analysiert. Nach seiner Definition, sind die gelben erdigen Massen zersetzter Krokoit mit verschiedenen Beimischungen.
Es gibt dennoch Embreyit in Callenberg. Im Lexikon ist ein Bild eines Callenberger Embreyit von Dr. Witzke. Solche Kristalle, die zusammen mit Phoenikrochit vorkommen wurden in den o.g. Lapis Artikel als Chrom-Mimetesit bezeichnet. Leider habe ich davon nur eine Stufe und kann nichts zum Tausch anbieten. Derartige Stufen sind damals leider oft übersehen worden, da ohne Mikro nicht sehr attraktiv.
Vauquelinit von Callenberg kommt als zeisiggrüne Krusten zwischen Krokoit vor. Läßt sich leicht nachweisen, da es als einziges nicht gelb/rot/orange-farbiges Mineral von dort Chrom enthält.
Glück Auf
Uwe
-
Hallo Moni,
leider kann ich Dir da auch nicht mit sicherem Vergleichsmaterial dienen. Im übrigen habe ich die Stufe vor einiger Zeit weggetauscht, da sie mir in meine Sammelgebiete nicht reinpaßte.
-
Hallo Uwe, hallo Schluchti,
danke für Eure Antworten.
@Schluchti: macht nichts.
@Uwe:
Also kursieren bei diversen Händlern also Stufen rum, die falsch beschriftet sind!
Es ist ja richtig Wasser auf meine Mühle, was Du schreibst - schlichen bei mir sich doch schon leichte Zweifel meiner analytischen Fähgkeiten ein :o
Du hattest das gelb erdife Material ja auch schon in einem Beitrag weiter oben als solches benannt. TRotzdem wollte ich es es halt genau wissen und hatte mich eben diesbezüglich umgesehen.
Kannst Du mir noch die LAPIS-Ausgabe nennen, in dem der Artikel stand? Ich hehe dann in die Bibo und besorge mir den Artikel - blos ohne Heft-nr? ???
Liebe grüße Moni
-
Hallo Moni,
orangeroter traubiger aber auch roter, mehr spätig-derber Embreyit kommt auch von der Ural-Lagerstätte Beresovsk eindeutig belegt vor (Lapis 97/7+8 Themenheft Ural). in den 80ern wurde von dort übrigens auch der sehr seltene Cassedanneit in xx entdeckt (siehe Foto von mir im Lexikon).
Ich habe zwar eine Stufe mit Embreyit von dort aber der Embreyit ist darauf nur mikroskopisch erkennbar und ein paar Körner kann ich da leider auch nicht abkratzen; würde die Gesamtästhetik der Stufe beeinträchtigen ..sorry..
Von Callenberg (Lapis 91/ 9, 21 ..) habe ich leider auch nur eine Stufe mit Embreyit..auch nur mikroskopisch ..könnte auch noch Phönikochroit mit drauf sein..sonst gerne, wenn ich an eine weitere Stufe dran kommen sollte. :)
Lieben Gruß Peter
-
Hallo Peter
danke auch Dir für Deine Bemühungen.
Na irgendwann und irgendwo bekomme cih bestimmt mal noch ein Embreyit aufgerissen ..... ;) ::)
--- aber dann: >:( ;D :o 8) :P :-\ :D ;) :) :) :)
Gruß Moni