Mineralienatlas - Fossilienatlas
Fossilien / Fossils / Fósiles => Paläobotanik (fossile Pflanzen / fossil plants) => Tschechien / Czech Republic => Thema gestartet von: Psaronius am 05 Aug 07, 18:09
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Hallo,
sammle seit einigen Jahren in NO-Böhmen.
Neben den Achaten und Kieselhölzern interessieren mich besonders die fossilienhaltigen Hornsteine,
für die ich auf dem ersten Chemnitzer Hornsteintreffen den Begriff "Kieseltorfe" vorgeschlagen habe, - obwohl der Prozess der Verkieselung noch nicht eindeutig geklärt ist...
Habe mittlerweile eine recht umfangreiche Sammlung und suche zu Vergleichszwecken weiteres Material (auch Fotos) und Sammler, die sich auch mit dieser Thematik beschäftigen.
Ich glaube, dass gerade die Kieseltorfe in Zukunft noch manche Überraschung bieten werden...
Hoffe auf Antwort,
mit freundlichen Grüßen
Hartwig
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Hallo,
noch ein Foto einer meiner Schubladen aus der Sammlung mit Material aus den böhmischen Kieseltorfen...
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Hallo Psaronius,
hab hier auch mal so ein Stück Kieseltorf. Hat aber nur einen einzigen Holzrest drin
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Hallo Bernd,
das Stück sieht auch wieder recht interessant aus !
Hoffe, dass wir und in den kommenden Wochen doch noch sehen (Melde mich dann rechtzeitig an !)
und ich dann einiges mal per Lupe anschauen darf.
Ansonsten habe ich, - auch nach Andreas Tipp, jetzt eine neue "Technologie", damit die Bilder etwas größer werden...
Obwohl das folgende wohl schon etwas zu groß ist, oder ?
Na egal, bis demnächst,
Gruß
Hartwig
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PS. zum Bild davor:
Weiß immer noch nicht, was die Sache im oberen Teil des Hornsteins ist.
Vermutungen in Sachen Psaronius u.ä, erwiesen sich als falsch.
Vielleicht hat einer eine Idee...
Gruß0 Hartwig
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hallo Psaronius, Lausitz, und andere Interessierte !
ich bin gerade dabei, in diesem board ein wenig "aufzuräumen", und brauche euren Rat:
soll ich dieses Thema, wie der Titel nahelegen würde, nach "Tschechien" verschieben,
oder gibts solche Stücke auch häufiger in Kiesen in Deutschland (Altelbe etc.), und wäre das Thema somit als "überregional" hier zu belassen ?
ich bitte um eure Meinungen !
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Hallo, vieles von den Kieseltorfen haben möglicherweise ihren Ursprung in der Tschischen Republik. Allerdings brachte die alte Elbe auch Material aus dem Osterzgebirge und des Döhlener Becken oder auch anderswo mit. ( Zulauf über Nebenflüsse oder Bächen in die Elbe ). Es läßt sich heut auch kaum bestimmen wo genau der Ursprung liegt. Die Fundhäufigkeit in den Elbeschottern ist gegenüber von verkieselten Holz, ob Bruchholz oder ganzen Querschnittsstücken eher gering, wobei viele dieser Sachen von den Sammlern nicht erkannt werden und deshalb auch nicht in den Sammlungen landen.
Gruß aus der Niederlausitz
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Hallo Oliver
Eigentlich gehören die Böhmischen Kieseltorfe unter Tschech. Republik. Aber dieses Thema hier bringt doch eh nicht viel, zumal nun noch ein Bild entfernt wurde und die einzelnen Beiträge meist nur über "Fotoprobleme" diskutieren. Evtl. ganz löschen und irgentwann eröffnet jemand mit besseren Material das Thema neu !? Werner
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hallo Werner, danke !
Ganz löschen wäre zwar eine Möglichkeit -
aber dann müsste ich konsequenterweise mehrere andere ältere Themen auch löschen, und das kann schließlich nicht ganz der Sinn der Sache sein.
Wenn jemand mit besserem Material / besseren Fotos das Thema neu beleben möchte - um so besser ! Würde mich freuen ! Aber bis dahin sollte das Thema bestehen bleiben, alleine schon als Anregung für eventuelle "Neueinsteiger".
Beste Grüße
oliver
edit / p.s.: hab einige der "fototechnischen" Beiträge gelöscht.
p.p.s.:
für die "eventuellen Neueinsteiger" (der link war, glaub ich, eh schon öfters in anderen Themen):
www.kieseltorf.de
unter anderem zu Nova Paka etc.
edit 2020: kieseltorf.de ist nun leider schon seit Längerem down ...
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um das Thema wieder mal ein wenig zu beleben:
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1559302427.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1559302427.jpg)
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Hallo Leute,
ich habe hier einen Hornstein aus Tschechien vorliegen, bei dem ich auch mit bestem Willen den Fundort nicht entziffern kann. Kann ihn jemand lesen bzw. wüsste, von wo er kommen könnte? Das Material sieht ja ähnlich aus wie das, was hier im Atlas unter Nova Paka läuft. Gibt es in der Nähe noch andere Fundorte mit Namen wie auf dem Schild?
Kann man mit bloßem Auge Pflanzenmterial ausmachen?
Danke und viele Grüße!
Jörn
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Der Ortsname lautet "Újezdec", einige km westlich von Nova Paka. Von dort wird gelegentlich ähnliches Material angeboten. Der genaue Fundpunkt ist mir aber nicht bekannt.
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Vielen Dank Andreas!
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Kann jemand zu den Stücken aus Nova Paka Literaturangaben (am besten auf deutsch) machen?
Ich sehe in dem Stück zwar keine direkten Pflanzenachsen, aber verstehe ich das richtig: Es ist bei diesen Stücken so, daß sie im Prinzip komnplett aus verkieseltem "Torf" bestehen, es also gar kein so pflanzenfreies Material wie z.b. bei den sächsischen Hornsteinen aus dem Döhlener Becken oder Priefel gibt, richtig?
Danke und VG, Jörn.
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es also gar kein so pflanzenfreies Material wie z.b. bei den sächsischen Hornsteinen aus dem Döhlener Becken oder Priefel gibt, richtig?
Also ich nehme schon an, dass es die auch in Tschechien ohne dominanten/massiven Pflanzenanteil gibt (alles andere würde mich wundern) - aber dann ist es eben einfach Hornstein bzw. Süßwasser-Chert und kein "Kieseltorf".
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es also gar kein so pflanzenfreies Material wie z.b. bei den sächsischen Hornsteinen aus dem Döhlener Becken oder Priefel gibt, richtig?
Also ich nehme schon an, dass es die auch in Tschechien ohne dominanten/massiven Pflanzenanteil gibt (alles andere würde mich wundern) - aber dann ist es eben einfach Hornstein bzw. Süßwasser-Chert und kein "Kieseltorf".
ok, ich formuliere nochmal um: stücke wie meins und das zuletzt von dir gepostete bestehen größtenteils aus „torf“, d.h. diese ganzen verfalteten gebilde sind letzten endes auch pflanzenmaterial?
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Ok jetzt versteh ich was du meinst. Ich denke, ja - hab mein Exemplar allerdings noch nie unterm Bino gehabt.
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Hallo
Jörn zu deinen Fragen. Ja, diese Stücke bestehen größtenteils aus stark komprimierten Pflanzenmaterial. Deshalb wurde ja beim 1. Hornsteintreffen in Chemnitz der nicht ganz regelkonforme Begriff "Kieseltorf" geprägt. Dieser Begriff hat, ähnlich wie die Freitaler Madensteine", in der Literatur, auch international, Einzug gehalten. Natürlich gibt es auch um Nova Paka fast fossilfreies Material, würdest du nicht erwerben wollen und somit wird es nicht angeboten. Wir sagen Kieseltorf, aber in tschechischer Literatur und unter dortigen Sammlern wird dieses Material unter "Raselina" geführt.
Die hohe Kunst ist nun entsprechende Schnittbilder gewissen Pflanzen bzw. -teile zuzuordnen. Gelingt meist nur bei gut erhaltenen und wenig gedrückten Stücken. Z.B. ist diese markante Struktur (seitlich) häufig in entsprechenden Stücken zu finden, hab ich auch mehrmals, hab aber noch keine Zuordnung tätigen können.
Literatur über Kieseltorf aus der Ecke um Nova Paka habe ich nur ein "Bilderbuch" auf tschechisch: Zkameneliny Novopacka - (nur ein kleines Abstrakt in Deutsch!) Werner aus der Lausitz
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Dank auch an dieser Stelle, Werner, besonders für den Buchtipp. Ich habe schon eine Bestellung aufgegeben …
„Kieseltorf“ ist doch aber als Begriff sehr passend, besonders, da das Material auf Tschechisch dann ja auch „Torf“ heißt!?