Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Thema gestartet von: uwe am 05 Aug 07, 19:57
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Radioaktive Minerale sind ja im Forum ein Dauerbrenner und werden im schön kontrovers geführt. Mich würde daher mal Eure Meinung oder vielleicht sogar Erfahrung zu folgenden interessieren.
Bekanntlich hat der Mensch kein Sinnesorgan für radioaktive Strahlen (alpha, beta oder gamma). Das steht in jedem Lehrbuch. Mir ist aber aufgefallen, daß ich dann, wenn ich ein e Stufe mit vermutlicher Radioaktivität vor die Lupe halte (also ziemlich nahe an die Rübe), einen ganz leichten zarten Kopfschmerz verspühre. Hat jemand von Euch schon mal eine solche Erfahrung gemacht ? Es kann sich bei mir natürlich auch um Einbildung halten, da ich inzwischen natürlich kenne, was so auf Erzgebirgshalden radioaktiv ist. Angefangen hat es zu der Zeit, als in Tschernobyl der Reaktor aus dem Ruder gelaufen ist. Ich hatte in der fraglichen Zeit mitunter den gleichen leichten Kopfschmerz - kann natürlich auch Zufall gewesen sein.
Deshalb würde mich mal Eure möglich Erfahrung interessieren.
Glück Auf
Uwe
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Naja ich würde eher auf Zufall tippen :) wenn man weiß das man das was man vieleicht in der Hand hält radioaktiv ist, kann man sich vieles Einbilden...
Ich will aber nicht dagegen sprechen denn es gibt auch Menschen die können andere Übernatürliche Sachen machen was eigentlich niemand kann....
mal sehen was die andren Leute dazu sagen.
Gruß: Sammler-D.
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Hallo Uwe
Da kann ich dir nur beipflichten. Ich mußte alle radioaktiven Mineralien entsorgen. Mir war das erst aufgefallen, als ich von Wittichen Stufen unter dem Binokular hatte und ich immer Kopfweh bekam. Heinrichit und Zeunerit waren der Auslöser. Das selbe ist mir dann auch auf Börsen passiert und da stand es für mich fest.
Gruß Robert
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Also,
reintechnisch gesehn ist das möglich denn radioaktive strahlung besonders alpha/beta- strahlung ist bekanntlich ein 2 neutronen + 2 protonen gerüst und beta eben ein elektron. nun diese teilchen haben die eigenschaft masse zu durchdringen und ich denke das gleiche geschieht durch lupenglas und köpfe :D
ich denke daher die schmerzen...
mfg andres
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Hi Robert und Uwe,
Eine neue Karriere ruft für euch, wenn eure Diensten billiger sind als ein Russischer Geigerzähler musste schon etwas zu machen sein ;D
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kurz gesagt, daß was man dann in dem falle spürt wären die schäden, die die teilchen in der birne anrichten. also vor allem mit dem kopf nah an strahler rangehen würde ich eh nicht.
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Ich habe einige Jahre in der NUK gearbeitet und im HotLabor radioaktive Spritzen mit Jod und Technetium und anderen Flüssikeiten aufgezogen, habe auch mit Xenon gearbeitet, welches eingeatmet wird und nie irgendwas gemerkt oder von meinen Kolleginnen etwas gehört.
Radioaktiv ist unsere Umgebung immer, besondere Gesteine in vielfacher Konzentration (z.B. am Matterhorn, weil noch Afrika-Gestein) und wir sind daran gewöhnt einen Grundpegel zu verkraften.
In Australien gab es Urangebiete, wo die Leute mit der Zeit an Krebs gestorben sind.. also haben die Ureinwohner diese Gegend gemieden.
In Sibierien hat man in Gegenden wo radioaktive Versuche gemacht wurden die Leute nicht genügend evakuiert. Also leben sie heute noch dort und haben enorm viele Abnormitäten bei den Geburten und viel Krebs.
Radioaktive Probleme werden zuerst im Blut verursacht, und in den Gonaden (Hoden und Eierstöcke). Radioaktives Gestein sollte also nicht in der Hosentasche über längere Zeit transportiert werden.
Es sind nur Zellen betroffen, die in der Teilungsphase sind - Hirnzellen teilen/erneuern sich leider nicht mehr, sind also der Teil des Körpers, der am wenigsten empfindlich ist. Am Kopf ist nur das Auge empfindlich.
In den ersten 10 Tagen ist der Fötus am empfindlichsten, deshalb werden Frauen erst nach Schwangerschaftstest am Becken und Wirbelsäule geröngt.
Ich hätte jetzt gesagt, dass es unmöglich ist Kopfweh von radioaktiven Strahlung zu bekommen, hätte dich ausgelacht, wenn ich nicht vor Jahren ein Handy/Natel gehabt hätte, das in meinem Bein (ich trug es in der Hosentasche) Krämpfe ausgelöst hatte, es begann unkontrolliert zu zittern nach einigen Stunden.
Deshalb... nichts ist unmöglich.... lass dir mal einige Gesteine vorführen/an den Kopf halten (ev. mit geschlossenen Augen) und sag ob sie radioaktiv sind oder nicht... dann hast du die Antwort , bin gespannt... *smile
PS: Alpha-Strahlen können kein Papier durchdringen, Beta-Strahlen sind da schon stärker, Gamma-Strahlen, also Röntgenstrahlen sind in tiefer Stärke schädigender als in hoher Stärke. Deshalb werden gewisse Rönbtgenbilder mit Hartstrahltechnik, also über 90 KV gemacht, unter 40KV ist es für den Menschen schädigend, weil die Strahlen alle im Körper steckenbleiben und nicht fähig sind den Körper wieder zu verlassen.
Was tun sie dann? Sie schädigen ein Teil der Chromosomen (z.B. in einem ein Ast eines Chromosoms verliert ein Atom ein Elektron/Proton/Neutron), die eben bei Erneuerung dann nicht 2 gleiche bilden, sondern 2 verschiedene... was zu Krebs oder Missbildungen führen kann
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ja so kann man das auch ausdrücken ;D
vll hat durch das mikroskop das auge geschädigt und deswegen kopfschmerzen bekommen, so ähnlich als würde man zu nah am monitor stundelang sitzen :o
gruß
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Hallo!
Ich hab das irgendwie oft bei unsrer Mikrowelle wenn ich sie aufmache. Könnte auch nur Einbildung sein aber ich finde es interessant dass 3 Menschen unabhängig voneinander das gleiche verspüren! Ich hatte auch immer leichte Kopfschmerzen.
Lg gsiberger =)
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Rein wissenschaftlich betrachtet würde ich die Symptome fast alle in Richtung "Angstgefühle" einordnen. Das meine ich nicht negativ und ist auch nichts ungewöhnlich. Wer fühlt isch schon wohl, wenn man mit radioaktiven Stoffen hantiert. Wie Uwe es in seiner Einleitung sagte, kann es gut sein, dass er es nur spürt weil er es weiß. Ich bin mir sicher dass es so ist. Wenn ihr echte Blindversuche machen würdet, wäre sicher keine signifikant höhere Trefferquote zu erwarten egal welches Mineral unter dem Bino liegt.
Dass Handystrahlung wahrgenommen werden kann ist durchaus möglich, da hier bei der Höhe der Strahlung eine Zellerwärmung stattfinden kann. Ist der Empfang schlecht und das Handy möchte sich permanent einbuchen, kann dies noch verstärkt vorkommen.
Bei radioaktiven Mineralien, die meist noch schwach strahlen und mehreren Linsen und anderem Material dazwischen sowie einem Abstand von mind. 20 cm würde ich das absolut ausschließen. Die messbare Strahlung am Strahlenausgang des Bino dürfte kaum höher sein, als die natürliche Umgebungsstrahlung.
Eine Schädigung des Auges durch das Mikroskop selbst (zu hell ..) ist wiederum absolut denkbar. Auch Kopfschmerzen etc. wären nichts ungewöhnliches.
Das mulmige Gefühl bei der Mikrowelle ist sicher einerseits eine negative Erwartungshaltung als auch die beim öffnen frei werdende Wärme, die einem dieses mulmige Gefühl gibt.
Gruß Stefan
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Rein wissenschaftlich betrachtet würde ich die Symptome fast alle in Richtung "Angstgefühle" einordnen.
Auch ich bin der Überzeugung, daß es sich um den sogenannten Placebo-Effekt handelt, zumal dieser Effekt bei mir offenbar nicht wirkt. Aber daß es diesen Effekt gibt, ist unbestritten, in der Zeitschrift "Der Spiegel" war vor kurzem noch ein ausführlicher Artikel zu diesm Thema. Möglicherweise erkärt das auch, warum Methoden wie z.B. Homöopathie Wirkung zeigen.
Lediglich bei extrem hohen Dosisleistungen, zweistellige Sievert-Raten pro Minute (Werte also, die selbst bei massiven Großstufen Pechblende nicht zu erwarten sind), kann es sein, daß man die Bestrahlung direkt merkt. Ich habe verschiedene Berichte von Unfällen mit radioaktiven Stoffen/Anlagen, in denen Kobalt-60, Cäsium 137 oder Iridium 192 (werden z.B. zur Sterilistion, in der Nuklear-/Krebsmedizin, eingesetzt) zum Einsatz kommt gelesen (zu finden auf der Seite der IAEA http://www.iaea.org/ . So kann es dann zu einen metallischem Geschmack im Mund, Brennen von Haut und/oder Augen, sowie Hitzegefühl kommen.
Aber wie schon gesagt, hier handelt es sich um horrende Strahlungsdosen, mit denen selbst LiebhaberInnen von Uranminralien niemal in Kontakt kommen würden.
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Hallo,
ich denke das jeder von uns unterschiedlich sensibilisiert ist und auf gewisse Gewisse Dinge unterschiedlich reagiert. Auch mit dem Placebo-Effekt ok.
Ich möchte hier jetzt keine neue Diskussion eröffnen, aber doch zu vorherigem Zitat meine Frage stellen?
Möglicherweise erkärt das auch, warum Methoden wie z.B. Homöopathie Wirkung zeigen.
Wieso zeigt die Homöopathie gerade bei Babies, Kleinkindern und sogar auch Tieren (z.B. Kühen, Meerschweinchen) oft verblüffende Wirkungen?
Dies ist wohl ein Thema was nicht unbedingt hierhergehört!
Also wieder zurück zum eigentlichen Thema. Es ist wirklich wahr das die Radioaktivität in der Schule zu kurz kam. Ich finde es toll was ich zu diesem Thema hier schon mitbekommen habe und was für qualifizierte Beiträge eingebracht werden!
(Auch wenn ich doch lieber bei Achaten bleibe als radioaktive Stufen zu sammeln)
Grüße
Stephan
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Hallo,
also ich denke auch, dass es "Einbildung" genauer (Auto-)Suggestion ist. Alle mir bekannten Experimente (übrigens auch für Handy-Strahlung) die nach streng wissenschaftlichen Methoden (doppeltblind) durchgeführt wurden zeigen dass der Mensch radioaktive Strahlung nicht wahrnehmen kann. Die Natur hatte offensichtlich keinen Grund uns mit einem Sinnesorgan für radiaktive Strahlung (oder Handys :D) auszustatten.
Homöopathie -bitte nicht mit anderen Methoden der Naturheilkunde verwechseln- ist das einzige "Heilverfahren" dass von einigen Krakenkassen -OHNE DASS JEMALS EIN WIRKNACHWEIS erbracht worden wäre -bezahlt wird. Für sich gesehen schon ein Witz, besonders dann wenn man bedenkt wie aufwändig reguläre Zulassungsverfahren für Arzneimittel sind. Die in der Homöopathie zugelassenen und eingesetzten "Zutaten" wie Krötenblut oder Hundkot (kein Witz!) gehören meiner Ansicht nach eher in eine mittelalterliche Hexenküche als in die moderne Medizin. Dass es episodische Berichte gibt die die homöopathische Wirkung "beweisen" sollen - o.k. schön und gut, aber die haben wir für noch exotischere Verfahren auch.
Gruß
Berthold
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Hallo!
Man sollte nicht vergessen, daß die Wahrnehmungen nicht nur durch Sinnesorgane selbst geformt werden, sondern ebenso durch Wissen, Erfahrungen etc., die dann letztenendes im Gehirn mal mehr mal weniger bewußt interpretiert werden und sich dementsprechend auch mal mit körperlichen Symptomen äußern können.
(Auto-)Suggestion ist natürlich auch ein Faktor den man nicht unterschätzen darf.
Aber man sollte nicht immer so vorschnell sein was das Urteilen über für uns unbekannte Umwelt- und Wahrnehmungsfaktoren geht. Denn das was sich an einem Tag als reine "Glaubenssache" und Spekulation darstellt kann am nächsten Tag durch irgendwelche "wissenschaftlichen" Entdeckungen schon in den Kanon gehören (wie z.B. gewisse Bereiche der Quantenphysik). Ebenso können wir es schlicht und ergreifend einfach nicht wissen ob es außer den uns momentan bekannten Formen von Strahlung nicht noch irgenetwas anderes gibt. Man sollte glaube ich immer im Hinterkopf behalten, daß man ja nicht alles wissen kann (Ich hab irgendwo mal den Begriff "elektromagnetischer Chauvinismus" gelesen... ;D...den Begriff find ich irgendwie cool). Das ist jetzt keine Verteidigungsrede für Scharlatane, profitgeile Esoterikwitzfiguren :P oder ähnliches, nur eben mein Vorschlag nicht alles allzu vorschnell zu verurteilen und/oder ins lächerliche zu ziehn.
Gruß,
Claudio
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Hallo Claudio,
Ebenso können wir es schlicht und ergreifend einfach nicht wissen ob es außer den uns momentan bekannten Formen von Strahlung nicht noch irgenetwas anderes gibt.
Mag sein, ja. Mich erinnert Dein Satz fatal an den Ausspruch den ich in Esoterikerkreisen so oft höre "Es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde..." Nur geht es hier nicht um unbekannte Strahlung sondern um radioaktive Strahlung, die gerade in ihrer Wechselwirkung mit dem Menschen (und Tieren, Zellen ...) wirklich reichlich untersucht wurde. Eine neue, unbekannte Strahlungsart könnte/dürfte man frühestens dann postulieren wenn man bestätigte Experimente hätte, die eine solche Strahlungsart erfordern. Nur dafür feht jeder Anhaltspunkt.
Gruß
Berthold
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Hallo!
Mag sein, ja. Mich erinnert Dein Satz fatal an den Ausspruch den ich in Esoterikerkreisen so oft höre "Es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde..." Nur geht es hier nicht um unbekannte Strahlung sondern um radioaktive Strahlung, die gerade in ihrer Wechselwirkung mit dem Menschen (und Tieren, Zellen ...) wirklich reichlich untersucht wurde. Eine neue, unbekannte Strahlungsart könnte/dürfte man frühestens dann postulieren wenn man bestätigte Experimente hätte, die eine solche Strahlungsart erfordern. Nur dafür feht jeder Anhaltspunkt.
Gruß
Berthold
Ja, stimmt schon. Bin da wohl ein wenig vom eigentlichen Gegenstand abgekommen.
Gruß,
Claudio
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Es ist für mich schon interessant, daß es noch andere Menschen gibt, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben.
Also irgendwelche "Angstgefühle" spielen bei mir bestimmt keine Rolle. Eher würde ich micht freuen, mal ein besseres Stück Pechblende mit den sogenannten "Mäuseaugen" zu finden. Das ist auch der Grund, warum ich höffige Stücke unter die Lupe halte. Es kann schon sein, daß der Effekt rein zufällig ist und ursächlich nichts mit der Radioaktivität zu tun hat. Allerdings ist es für mich schon kein Grund so eine Wahrnehmungsart zu ignorieren, nur weil irgend ein Wissenschaftler mal nieder geschrieben hat, das der Mensch (nur der Mensch oder auch andere Säugetiere ?) kein Sinnesorgan für Radioaktivität besitzt. Wer kann mit Sicherheit sagen, ob wir heute 90% der gesamten Naturwissenschaft kennen oder nur 10% ? Möglicherweise lacht man in 100 Jahren über unseren heutigen Wissensstand und über das, was wir heute so als Dogma ansehen.
Es kann natürlich auch sein, daß es sich bei dem Kopfschmerz um eine Raktion auf freies Fluor handelt, denn in meiner Gegend sind schwarze Aggregate oft Stinkspat.
Oder es handelt sich um eine Reaktion auf eine erhöhte Ozonkonzentration auf einer Halde. Hat eigentlich radioaktive Strahlung einen Einfluß auf die Ozonbildung ?
Gruß
Uwe
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also.. nein.. nix am Ozon
ich bin stundenlang in radioaktiver Strahlung gestanden.. nie was gemerkt...
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Halloo,
ich möchte 3 interessante Erfahrungen dazu einbringen.
1. Silvio Lareida hat einmal bei einer Exkursion erzählkt, wie er Prospektor in der Rössing-Mine in Süsafrika war. Er sagte, die Vermessung des Erzfeldes war sehr einfach: weil die Eingeborenen Markierungen an vielen Stellen angebracht hatten und der innere radioaktive Bereich war dann tabu. Er meinte, daß die Eingeborenen zwar kein direktes Organ dafür haben, aber eine ausgeprägte Empfindsamkeit für "Gefahr". Und Radioaktivität stellt das eben dar (wenn man sich lange genug exponiert).
2. Ich selber sammle u.A. Uran-Mineralien und habe daher gelegentlich diese vor dem Mikroskop im Zimmer liegen. Wenn diese Mineralien in etwas größerer Zahl da liegen, spüre ich ein leicht flaues unbestimmtes Gefühl im Solarplexus-Bereich. Und da ist der allgemeine Sensor für Gefahr + Bedrohliches. Die Sensitivität der Menschen ist aber verschieden und daher spüren viele eben nichts.
3. Ich erinnere mich noch an die Zeiten der Röntgen-Reihenuntersuchungen vor ca. 30 Jahren. Mein Kollege, der mit mir im Wagen war hatte nach der Röntgen-Aufnahme keine Orientierung mehr und fand nicht mehr den Ausgang.
Trotzdem viel Spaß beim Uran-Mineralien-Sammeln - mit ein bißchen Vorsicht!!
Glück Auf!
Doc Diether
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Hallo Doc
mit den Eingeborenen könnte es noch eine andere Bewandtnis haben... ich denke, die Pflanzen dort haben anders ausgesehen.. was den "Fremden" nicht unbedingt aufgefallen ist. Bei uns haben die blauen St.Paulia im Bestrahlungszimmer (damals noch mit Fenster!!! :o) mit der Zeit weiss geblüht. Ich könnte mir auch noch andere Abnormitäten vorstellen...
Berühmt wurde ja die Frau, die angefangen hat die Veränderungen an Wanzen zu malen.... in der Nähe von Atomkraftwerken
http://www.wissenskunst.ch/de/europa.htm (http://www.wissenskunst.ch/de/europa.htm)
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Hallo,
1. Silvio Lareida hat einmal bei einer Exkursion erzählkt, wie er Prospektor in der Rössing-Mine in Süsafrika war. Er sagte, die Vermessung des Erzfeldes war sehr einfach: weil die Eingeborenen Markierungen an vielen Stellen angebracht hatten und der innere radioaktive Bereich war dann tabu. Er meinte, daß die Eingeborenen zwar kein direktes Organ dafür haben, aber eine ausgeprägte Empfindsamkeit für "Gefahr". Und Radioaktivität stellt das eben dar (wenn man sich lange genug exponiert).
So entstehen Legenden. Fakt ist, dass das Rössing-Vorkommen 1910 (übrigens von einem Deutschen) gefunden wurde. In den 70'er Jahren fand ein umfangreiches Explorationsprogramm statt. Da waren (damals) modernste geowissenschaftliche Methoden im Einsatz, z.B. Messungen vom Hubschrauber aus usw. - aber keine Eingeborenen. Die Eingeborenen wussten/wissen nichts über die Radioaktivität. Das Gebiet der Rössing-Mine ist riesig (im zweistelligen Quadratkilometer-Bereich) dabei ist der Urangehalt eigentlich sehr gering (liegt weit unter dem, was in anderen Uranlagerstätten Durchschnitt ist). Dazu kommt eine komplexe Geologie - also mit Sicherheit die schlechtesten Voraussetzungen für eine "gefühlte Vermessung".
@Doc Diether: Meinst Du den Schweizer Stahler/Bergführer Silvio Lareida?
Gruß
Berthold
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Hallo,
Kopfschmerzen? Da müsste die WISMUT ja einige Aspirin-Abhängige gehabt haben. Einem mir bekannten Sammler beginnt angeblich das Herz zu rasen wenn er aktives Zeugs in Händen hält - allerdings ein Alkoholiker. (Bei mir kann ich da lediglich feststellen das ich seit Jahren keine Grippe hatte und das Fell schön glänzt und wächst.) Ohne hier irgendjemanden nahe treten zu wollen, für mich ist das alles ein Kind von Panikmache und Hysterie. Radioaktivität - um himmelsgotteswillen !!! Pfui. pfui, pfui !!! Unsere Politik leistet in diesem Fall ganz erstaunliche Arbeit.
@Uwe
Also mich würde mal interessieren was Du dir da so "vor die Rübe hälst". Außerdem schreibst Du in Deinem Anfangsbeitrag von "vermutlicher Aktivität" von Stufen und das es sich um Einbildung handeln könnte. Wenn Du die etwaige Aktivität eines nichtaktiven schwarzen Klumpens nur vermutest und dabei die Rübe schmerzt handelt es sich tatsächlich nur um Einbildung.
Grüße
Bergmeister (ein entschiedener Gegner vom Atomausstieg)
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naja, wenn man bedenkt was die Wismutarbeiter so alles eingeatmet haben bis einige gestorben sind.... Weis nicht ob die was gespührt haben.
Aber ich würde das ganze nicht als Blödsinn abtun. Kann man ja mal mit unbekannten Mineralien testen. Ich habe auch einige Strhlende Steine, habe da aber nichts gespührt. Aber manchmal spührt man Dinge, drohendes Unheil, oder so etwas. Es gibt schon so Übersinnliche Wahrnehmungen, nur weis ich wirklich nicht was ich davon halten soll. Klar, wer weis schon, was es alles gibt, was man heute nicht nachweisen kann? Was wusste man 1850 von Radioaktiver Strahlung? Um 1500 waren es böse Erdgeister die die Bergleute aus einigen stark Pechblendehaltigen Gruben im Erzgebirge vertrieben haben (laut Georgius Agricola). Manche Leute können so Geister sehen (ob die jetzt irgendwie verrückt sind lassen wir mal dahingestellt).
Naja, ums kurz zu machen, möglich ist vieles, aber ich halte eine derartige Wahrnehmung für sehr unwahrscheinlich.
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Hallo Bergmeister,
ich halte eigentlich sehr viele Stücke beim Haldenbesuch unter die Lupe, immer in der Hoffnung ein paar interessante Sekundärminerale zu finden (oder wirklich mal ein übersegenes Stück Pechblende). Die Stücke sind dann ca. 10 cm vom Kopf (oder der Rübe) entfernt. Dabei ist mir eben mitunter, bei Stücken die durchaus radioaktiv sein könnten, ein leichter, wirklich sehr leichter Kopfschmerz aufgefallen. Ich habe keinen Geigerzähler und kann deshalb nicht mit Sicherheit sagen, ob es tatsächlich radioaktive Stücke waren, bei denen mir das aufgefallen ist. Es kann natürlich auch andere Gründe haben, aber Radioaktivität könnte eine Ursache sein. Deshalb habe ich ja mal hier im Forum nachgefragt.
Ich bin zwar jetzt genau so schlau wie zuvor, war oder ist doch eine ganz lebhafte Diskussion geworden - gell ?
Im übrigen finde auch ich Kernkraftwerke, welche ohne CO2- Emission arbeiten (Grüne aufgemekrt !) viel besser, als die Landschaft mit den häßliche Windmühlen zuzupflastern oder die Flüsse noch total zu verbauen. Dabei ist die Hysterie im Zusammenhang mit dem CO2-Aufkommen genau so unsinnig wie die Ablehnung der Kernenergie.
Glück Auf
Uwe
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das klingt jetzt vielleicht sehr esoterisch, aber egal.
in den gebieten, die natürliche uranvorkommen haben/hatten, entwickelten die menschen eine sehr "hohe" spiritualität.
lustig, lustig.
als beispiel werden tibet un das gebiet der hopi-indianerInnen genannt.
mag ja sein.
was ist dann aber zum beispiel mim erzgebirge?
sind da die leute auch zu großer weisheit gelangt?
:D
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Hallo Joachimotto,
hast Du ein konkretes Zitat zu der Angabe, dass "böse Erdgeister die die Bergleute aus einigen stark Pechblendehaltigen Gruben im Erzgebirge vertrieben haben (laut Georgius Agricola)" ?
Ich bin auf der Suche nach alten Erwähnungen von Pechblende, und die älteste, die ich bisher gefunden habe, stammt von 1590/1591. Da lebte Agricola schon längst nicht mehr, und ich habe auch noch keinen Hinweis finden können, dass Agricola das Mineral kannte.
Glück Auf
Thomas
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Was mir inzwischen fehlt...
ist der Blindversuch!
Jetzt haben die 3, die was spüren, enige Tage Zeit gehabt um einige Tests zu machen... aber nix ist gekommen...
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Hallo trommeln
Lese erst mal die Postings genau. Wo soll ich noch einen Blindversuch machen, wenn ich alles entsorgt habe. Meine Wohlergehen ist mir wichtiger, da ich zumal genug blind getestet hatte.
Gruß Robert
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das klingt jetzt vielleicht sehr esoterisch, aber egal.
in den gebieten, die natürliche uranvorkommen haben/hatten, entwickelten die menschen eine sehr "hohe" spiritualität.
lustig, lustig.
als beispiel werden tibet un das gebiet der hopi-indianerInnen genannt.
Liebe Leute...bleibt mal bitte auf dem Teppich, bevor wir hier völlig ins Esoterische abgleiten. Mit Sicherheit gibt es in Tibet - ein Riesengebiet übrigens - als einem jungen Faltengebirge keine besonders hohe Radioaktivität. Warum auch ? Und dann gibt es reichlich Gebiete mit hoher Hintergrundstrahlung, die nicht besonders für ihre weisen Einwohner bekannt sind, zum Beispiel die Gegend um Pribram oder das französische Zentralmassiv...oder die Oberpfalz oder...oder....
Also bitte auf dem Teppich bleiben ::)
Glück Auf
Thomas
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Hallo,
die Bildung von Ozon durch radioaktive Strahlung ist zwar möglich, ist aber von untergeordneter Bedeutung, die menschliche Nase ist zu unempfindlich,um die geringen Mengen, die durch die von Mineralien ausgehende Strahlung erzeugt werden, zu merken. Wenn so große Mengen Ozon an einem Fundort durch radioaktive Strahlung entstünden, daß wir sie riechen könnten und die Gesundheit dadurch beeinträchtigen würde, hätte man sicher kurz nach dem Besuch am Fundort mit strahlungsbedingten gravierenden gesundheitlichen Problemen zu kämpfen.
Soweit mir bekannt ist, hat man bis jetzt noch nicht nachweisen können, daß irgendein Lebewesen einen "biologischen Warner" vor radioaktiver Strahlung besitzt.
Glück Auf
Jürgen
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Hallo,
@trommeln
Was mir inzwischen fehlt... ist der Blindversuch!
ja, die wurden immer wieder gemacht (besser: Doppel-Blindversuche) - nur da ist nie was bei rausgekommen. Wer nicht nur behauptet dass er so geringe Dosisleistungen spüren kann sondern das unter Laborbedingungen beweist könnte sich damit leicht Geld verdienen (z.B. James Randy Preis).
@Thomas
Und dann gibt es reichlich Gebiete mit hoher Hintergrundstrahlung, die nicht besonders für ihre weisen Einwohner bekannt sind, zum Beispiel die Gegend um Pribram oder das französische Zentralmassiv...oder die Oberpfalz oder...oder....
sorry, aber bei dem Satz bleibt mir fast die Spucke weg. Nicht weil ich Oberpfälzer bin sondern weil das blanker Unfug ist. Einmal ist die Hintergrundstahlung in der Oberpfalz regional sehr unterschiedlich, zweitens wären viele andere Faktoren in der Gesamt-Strahlenbelastung zu berücksichtigen. Beispielsweise wohne ich an einem Ort wo die effektive natürlich bedingte Jahresdosis (knapp über 1 mSv / Jahr) deutlich unter dem bundesdeutschen Durchschnitt liegt. Wenn jemand eine Schachtel Zigaretten raucht bekommt er dadurch schon eine höhere effektive Dosis ab. Von Röntgenuntersuchung und Nuklearmedizin mal ganz zu schweigen. Dann sollten die Nachwirkungen der Kernwaffen-Versuche und des Tschernobyl-Gaus nicht vergessen werden: Immer noch messbar und z.B. in Südbayern (also nicht Oberpfalz) auch heute noch höher als die nat. Hintergundstahlung. Also da nur auf den Stahlenatlas zu schauen genüft nicht.
Dass die von Dir benannten Gebiete "nicht besonders für ihre weisen Einwohner bekannt sind" halte ich schlicht für falsch. Bitte belege diese Aussage oder nehme sie zurück.
Gruß
Berthold
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Bekanntlich hat der Mensch kein Sinnesorgan für radioaktive Strahlen (alpha, beta oder gamma). Das steht in jedem Lehrbuch. Mir ist aber aufgefallen, daß ich dann, wenn ich ein e Stufe mit vermutlicher Radioaktivität vor die Lupe halte (also ziemlich nahe an die Rübe), einen ganz leichten zarten Kopfschmerz verspühre.
Angefangen hat es zu der Zeit, als in Tschernobyl der Reaktor aus dem Ruder gelaufen ist. Ich hatte in der fraglichen Zeit mitunter den gleichen leichten Kopfschmerz - kann natürlich auch Zufall gewesen sein.
Deshalb würde mich mal Eure möglich Erfahrung interessieren.
Glück Auf
Uwe
Die Kopfschmerzen sind real und keine Einbildung. Das kann ich bestätigen. Sogar wenn ich eine Zeit lang vor meiner Sammelkiste mit radioaktive Mineralien sitze, bekomme ich nach einer Weile Kopfweh. Entferne ich mich dann, lässt es nach. Manche Menschen spüren es mehr und manche gar nicht.
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Schon mal einen Doppelblindtest gemacht?
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Ja. Ich denke gar nicht daran, in welcher Kiste noch Strahler mit anderen Mineralien zusammen liegen, wenn man mal Monate lang nicht mehr eine Kiste angerührt hat und man daher nicht mehr weiß, wo die nun genau drin sind. Und trotzdem bekomme ich sie, ohne vorher zu wissen, dass welche drin sind, wo welche drin liegen und wo keine drin sind ist alles gut. Sonst hatte ich noch nie Kopfschmerzen in meinem Leben. Daher wüsste ich auch nicht, wie sich Kopfschmerzen anfühlen, um sich den richtigen Schmerz einzubilden. Es sind auch keine dollen und Angst habe ich auch keine.
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Bevor es hier zu letalen Experimenten mit Materialien hoher Dosisleistung kommt, ein Hinweis:
Laut Wikipedia sind 250 Arten von Kopfschmerz bekannt - mit tausenden von Ursachen. Vielleicht könnte man ja mit einem Ausschlußverfahren erst mal die bekannten Arten von Kopfschmerz auschließen, um dann die eine, die auf Strahlung zurück zuführen ist, neu dem Katalog hinzuzufügen. ;D
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Doch, ionisierende Strahlung kann Kopfschmerzen auslösen.
Siehe Strahlenkrankheit, Strahlenkater ab 1Sv - nicht msV!
Alles darunter - no comment. Man hat also nach jedem Röntgen einen Strahlenkater...
Und wehe jemand hat eine Granittreppe. Meine hat deutlich Thorium drin.
LG
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Meine Granitsteine zeigen ein wunderschönes Gammaspektrum der Uran-Radium Reihe. Allerdings kommen gerade mal 500 Bq/kg an Aktivität heraus. Die kleine Pechblende will ich besser nicht näher beschreiben, aber Kopfweh kenne ich nicht.
Peter
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Hallo Peter,
ich konnte das Thoriumsilikat leicht im REM finden :-)
LG
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Hallo Fabian,
bin mir nicht sicher ob ich das Gammaspektrum hier einstellen darf, sonst gern. Es wurden schon Bilder und Beiträge von mir gelöscht :-(
Peter