Mineralienatlas - Fossilienatlas
Fossilien / Fossils / Fósiles => Bestimmung von Funden / Determination of findings => Unbekanntes Erdzeitalter / unknown geological era => Thema gestartet von: HakkiMalää am 20 Aug 07, 15:19
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Hallihallo,
nun bin ich beim Bestimmen meiner Funde aus Südfrankreich an Grenzen gestoßen, da mir hier offensichtlich die Literatur fehlt.
Bild 1 Zeigt einen Abdruck eines entrollten Ammoniten. Fundort ist Trigance. Eigendlich hoffte ich ja auf komplette entrollte Ammoniten...aber nun hoffe ich, dass diese Bruchstücke zur Bestimmung reichen. Wie ich schon geschrieben habe befindet sich Trigance im Hauterivium. Eigendlich sind (laut meinem Buch) von dort keine entrollten Am. bekannt.
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Das nächste Bild stammt von einer Steinkernerhaltung eines entrollten Ammoniten. Fundort ebenfalls Trigance.
Das Stück ist etwa so groß wie das erste.
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Und schließlich diese Muscheln. Fundort ist la Palud.
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Hi Hakki (Richtig so?)
Also die Bestimmung der Muschelsteinkerne ist problematisch. Ich würde sie der Familie Cardiidae zuordnen, genaueres ist vermutlich nicht drin. Sicher weiterhelfen werden Dir da nur einheimische Regionalsammler können.
Die Fundortangabe "Trigance" macht die Bestimmung etwas schwierig, weil man im weitläufigen Aufschlußgebiet von Trigance halt nun mal Schichten vom Portlandien bis hinauf ins Cenoman aufgeschlossen hat. Bei Funden aus den Anrissen und Geröllmassen südlich Trigance ist dann der ganze Mix dabei. Allerdings liegt, entgegen der in Deutschland landläufigen Meinung, nur ein geringer Teil der Aufschlüsse im "Hauterivien". Hast Du die Geologische Karte 1:50.000, Blatt Moustiers-Sainte-Marie ? Wenn ja, kannst du versuchen, den Fundhorizont zu präzisieren. Dann gehts mit der Bestimmung gleich flotter. (Wenn nicht, kann ich den Teil scannen und dir schicken; kann aber dauern, bin wie so oft arbeitsmäßig zu).
Erstes Stück (der Negativabdruck) würde ich als Heteroceras sp. ansprechen, Heteroceraten kommen in hellen Mergelkalken (Beckenfazies) des Barremien vor.
Beim zweiten Stück habe ich nahezu keine Ahnung, möglicherweise ist es einem Olcostephanus sp. zuzuordnen, hierfür würde die eher gedrungene Windungsform sprechen. Olcostephanus sp. kommt im Valanginien vor (Fazies: Provencal neritique) und ist in den Hängen von Trigance häufig zu finden.
Glück Auf!
GEOMAXX
...ein ausgewiesener Südfrankreichfan...
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Ok, danke erstmal. Ich würde mich freuen, wenn du mir die Karte mal schicken könntest, ich hab selbst keine und kann die Fundstelle bestimmt wiederfinden. ;D