Mineralienatlas - Fossilienatlas
Fossilien / Fossils / Fósiles => Paläobotanik (fossile Pflanzen / fossil plants) => Sonstiges Europa / Other Europe => Thema gestartet von: Psaronius am 14 Sep 07, 15:43
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Hallo,
da ich mich speziell für Paläobotanik interessiere, suche ich Geschiebe mit pflanzlichen Resten. Im Verhältnis zu tierischen Fossilien sind diese in den Geschieben Norddeutschlands relativ selten.
Falls Ihr schon irgendwas in dieser Richtung gefunden habt, bitte ich um Informationen. Würde mich über einen Erfahrungsaustausch freuen...
Gruß
Psaronius
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Gleich noch ein interessantes Beispiel:
Aufgeschlagenes Geschiebe aus Mecklenburg-Vorpommern mit Holzfragment und Ammoniten
(Wohl Jura,,,)
(http://img211.imageshack.us/img211/9716/grimmenfoss0149ub6.jpg)
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Hallo,
hat wirklich keiner von Euch Geschiebe mit Pflanzenresten gefunden ?
Stelle noch mal einige Fotos von eigen Funden als "Mutmacher" ins Forum.
Gruß
Psaronius
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Ein Stück aus der Kiesgrube Krugsdorf bei Löcknitz / Vorpommern:
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Noch ein anderes Stück im Rohzustand:
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Und nun gesägt und geschliffen:
Meist werden solche Kieselholzgeschiebe zum Tertiär gestellt, - obwohl sie auch den Sachen aus den sächsischen Rotliegenden ähneln...
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Hallo,
hat wirklich keiner von Euch Geschiebe mit Pflanzenresten gefunden ?
Gefunden schon, behalten nicht.
Es handelte sich wohl um die Reste von tertiären Braunkohlen, wie sie im nordwestdeutschen Miozän nicht selten sind. Da Braunkohle nicht grade zu den resistentesten Gesteinen gehört, waren die Reste klein (<1cm) und nicht sonderlich ansehnlich.
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Inkohlte (Braunkohlen-) Hölzer, auch größere, findest Du hier in den Kiesgruben eigentlich relativ häufig, teilweise auch als Schichten in den Tongruben. Sind allerdings nicht besonders attraktiv und werden deshalb von den Sammler kaum beachtet.
Ich dachte z. B. auch mehr an Abdrücke und inkohlte Reste von Blättern und ähnlichem in Sand- und Schiefersteinen. Habe da einiges gefunden...
Kann mir kaum vorstellen, dass da nicht auch andere Sammler was aufgelesen haben.
Gruß
Psaronius
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Hallo,
gibt es wirklich keinen, dem Pflanzenfossilien in Geschieben aufgefallen sind ?
Gerade aus dem Bornholmer Jura müsste doch einiges in Richtung Süden verfrachtet worden sein...
Habe selbst allerdings auch nur einige wenige Stücke davon...
Gruß
Psaronius
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Hallo Psaronius,
ich habe vor vielen Jahren mal eine Toneisensteinknolle am Strand von Lubmin/Greifswald gefunden, die nach dem Aufschlagen einen Wedelrest hervorbrachte. Der war eindeutig dem Bornholmer Jura zuzuordnen, wie ich später auf Bornholm nach dem Vergleich festgestellt habe. Nur finde ich das Stück trotz intensiver Suche nicht. Ich würde gern ein Foto einstellen, da der Wedelrest und die Erhaltung wirklich attraktiv aussahen.
Grüße v. gnoisi
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Hallo,
wir machen wohl einen Dialog...
Ich habe auch am Mukraner Ufer einige Toneisensteine mit Farnresten gefunden, die ich dem Bornholmer Jura (Bagaa- Formation) zugeordnet habe. Allerdings waren die Sachen nicht besonders groß.
Hatte die gleiche Art in der Nähe von Hasle gefunden.
Übrigens habe ich bei einem Sammler in Lubmin eine Phosphoritkonkretion gesehen, die eine komplette Astgabel enthielt. Er hatte sie am dortigen Ufer gefunden. Das Material sah den Kreidesachen von Hohendorf-Pritzier verdammt ähnlich...
Was übrigens in den Geschieben nicht selten ist, ist der Pflanzenhäcksel aus dem Rhät-Lias. Findet man relativ häufig in den entsprechenden Sandsteingeschieben. Die Pflanzenreste sind allerdings mehr "sägespänartig", da ist kaum noch was zu identifizieren, leider !
Hoffe trotzdem auf weitere Pflanzenfunde,
Gruß
Hartwig