Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => Thema gestartet von: Lapislazuli am 19 Sep 07, 18:32
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Hallo,
habe von meinem Arbeitskolegen einige Exponate bekommen. Er würde gerne wissen, um was es sich handelt; hat sie mal aus dem Urlaub mitgebracht. Allen Helfern ein Dankeschön im Vorraus.
Bild 1
Ist nicht Säurelöslich. Der helle Teil meine ich könnte Quarz sein. Aber das dunkle? Das Stück ist warscheinlich aus den Dolomiten. Härte 4
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Bild 2
Fundort: warscheinlich Dolomiten
Säurelöslichkeit: Ja
Härte: 5
Könnte es Calcit sein?
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Bild 3
Fundort: Vermutlich Sardinien
Säurelöslich: Nein
Härte: 6,5 oder höher
Bruch: muschelig?
Irgendwie wie Obsidian, blos grün
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Bild 4
Fundort: Vermutlich Sardinien
Säurelöslichkeit: Nein
Härte: 6,5 oder mehr
Wie das grüne Stück vorher, blos das dort auch leichte blaue Spuren mit rein gemischt sind.
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Bild 5
Fundort: Dolomiten
Härte: 6,5
Säurelöslichkeit: Nein
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Bild 6
Fundort: Dolomiten
Säurelöslichkeit: Nein
Härte rotes Material: höher 6,5
Das durchsichtige wird wohl Quarz sein.
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Bild 7
Ist alles wie Bild 6
Vielleicht kann man hier mehr erkennen.
:)Herzlichen dank allen Helfern :)
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Hallo,
Bild 1: sieht nach Gneiss aus, ist aber nicht genau zu erkennen. An welchem Bestandteil hast du die Härte gemessen? Quarz müsste 7 haben, Feldspat 6, Glimmer 2
Bild 2: nach Kristallform Calcit, Härte müsste aber 3 sein
Bild 3/4: Schlacke
Bild 6/7: Granit
Gruß Daniel
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Danke für die schnelle Antwort! :)
Bei Bild 1 hab ich die Härte am schwarzen Material gemessen (kann man teilweise mit dem Fingernagel abmachen)
Bild 2: Kann es nicht mit der Kupfermünze ritzen, erst mit Glas
Bild 3/4: Bleibt diese Schlacke bei der Glasverarbeitung übrig? Sicher Schlacke?
Bild 6/7: Die Exponate bestehen nur aus dem durchsigtigen material und dem 0rangenen Material. Das Schwarze sind Flechten.
Bin nach Folgender Härteliste vorgegangen:
2,5 Fingernagel
4 Kupfer
5 Glas
5,5 Klinge eines Taschenmessers
6,5 Stahlfeile
Gruß
Edgar
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Wollte nur noch erwähnen, das ich die genannten Härtewerte bzw. die dazugehörigen Testmittel in einem Mineralienbuch gelesen habe. Hoffe, das sie auch alle stimmen.
Gruß
Edgar
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Die meisten Sammler sollten dann noch einen Quarzsplitter in ihren Voräten haben, der ist dann Härte 7...
Günter
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Danke für den Tipp, Günter. Werd mir einen besorgen.
Hat jemand noch einen Tipp für mich, wo man am besten geologisches Werkzeug bekommen kann? In meinem Buch heißt es, das ein normaler Hammer zu weich für solche Zwecke ist.
Glück auf
Edgar
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Hallo,
schau mal bei krantz-online.com oder mikon-online.com. Die Hämmer von Forgecraft oder Estwing sind unschlagbar.
Gruß Daniel
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Danke für den Tipp! :)
Gruß
Edgar
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Hallo,
ich kann nur bestätigen, Estwing Werkzeug für Geologen ist unschlagbar. Allerdings auch ganz schön teuer.
Wenn man allerdings vorhat dem Hobby intensiver zu frönen, sollte man nicht darauf verzichten.
Wenn man unter Estwing googelt, findet man die entsprechenden Lieferanten.
Heli
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@lapislazuli
die stücke 3 und 4 sind ziemlich sicher schlacke. bei 3 dachte ich zwar zuerst an Obsidian (welcher auch auf sardinien vorkommt) aber die schlacke ist wahrscheinlicher, vor allem in verbindung mit der nummer 4.
schlacken entstehen nicht nur bei der glaschmelze ! diese stammen vermutlich aus der verhüttung von erzen.
zum thema werkzeuge rate ich eindeutig zu estwing !!! forgekraft ist zwar billiger, aber ob du damit wirklich freude hast ?
und für die ersten versuche ob dir das hobby liegt reichen auch ein normaler fäustel mit holzstiel
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Bei Estwing gibt es ja wirklich schöne Werkzeuge! Ich liebe gutes Werkzeug. Hab schon oft festgestellt, das billige Werkzeuge einen ganz schön ärgern können und viel Zeit dadurch verschwendet wird. Kaufe daher nach möglichkeit immer was gutes und hab dann lange freude daran. Aber bei der Auswahl ist das gar nicht so leicht (Pickhammer, Spitzhammer, Kombigerät?). Was meint Ihr, was für Werkzeug als Grundausrüstung auf jedenfall vorhanden sein sollte?
Zu Exponat 3 und 4:
Gibt es grünen Obsidian? Mein Kolege hat gemeint, das er die zwei Exponate eventuell an einem Vulkan gefunden hat. Habe von dem einen Exponat noch ein interessantes Bild gemacht.
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Hallo,
zu Werkzeug, schau mal hier:
http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,3059.0.html (http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,3059.0.html)
Also mit dem Forgecraft-Fäustel hab ich gute Erfahrung, schlecht sind die nicht. Die ballige Fläche ist am Anfang etwas... :P, wenn man mit Meisseln arbeitet.
Das 3. und 4. ist mit Sicherheit Schlacke (Verhüttung), die blaue bzw grüne Färbung kommt einfach durch Verschmutzungen (zb. Kobalt, Kupfer)
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Hab mir jetzt den Pickhammer von Estwing bestellt. Bin schon sehr gespannt auf die Lieferung.
Glück auf
Edgar
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Für den gelegentlichen Gebrauch sind die Estwing-Hämmer sicher gut. Ich habe allerdings mittlerweile vier richtiggehend aufgearbeitet: Spitze total abgeniffelt, Gummigriffe rutschen ab. Ausziehen der Spitze wegen des anvulkanisierten Gummigriffs nicht möglich. Ergo:Ende im Gelände. Ich nehm lieber meine handgemachten Geologenhämmer, di mir ein Werkzeugschmied angefertigt hat.
Aber wies überall so is: Der eine liebt Bosch, der andere Black&Decker und der Dritte lobt seine unverwüstliche alte DDR-Bohrmaschine...
Micha
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Zu Letzteren gehöre ich auch....
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@micha
deinen satz "Für den gelegentlichen Gebrauch sind die Estwing-Hämmer ...." möchte ich sooo nicht stehen lassen.
ich verwende seit fast 20 jahren einen pickhammer von estwing und der war zwar nicht täglich, aber doch häufig im einsatz - und so wie es aussieht wird er auch noch die nächsten jahre seinen zweck erfüllen. aus meiner sicht ist wichtig, dass man sich einen hammer mit dem 'richtigen' gewicht zulegt. ist er zu leicht bekommst du den stein nicht klein, ist er zu schwer kannst du nach einer viertelstunde nicht mehr 'kraftvoll zuschlagen'.
p.s.: ich habe keinen werbevertrag mit estwing ;)
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Ich habe mich für den Estwing entschieden, weil ich in einem anderen Forum auf eine ellenlange Diskussion gestoßen bin. Mein Fazit daraus war, dass das eines der besten Geräte mit langer Lebensdauer ist. Allerdings scheinen die Estwinghammer vor einem Jahr Probleme mit dem Stahl gehabt zu haben. Hoffe, das die Qualität jetzt wieder stimmt.
Glück auf
Edgar
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Die Hämmer von Forgecraft oder Estwing sind unschlagbar.
Der Satz hat was :D ;D ;D
(ich konnte einfach nicht umhin...)
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Bei Bild 6/7 ist der Glimmer Anteil wahrscheinlich sehr klein. Dafür viel Quarz und Alkalifeldspat