Mineralienatlas - Fossilienatlas

Arbeitsmittel / Means for work => Schneiden, Spalten, Schleifen, Polieren / Cutting, Grinding, Polishing => Thema gestartet von: trommeln am 30 Sep 07, 20:32

Titel: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 30 Sep 07, 20:32
Hallo
da ich vielfach angefragt wurde, hier eine Auflistung unserer Fehler und Erfolge.

Wir benutzen den Tumble Vibe V10
Siliziumkarbid in den Grössen 80, 600, 1200
Polierpaste Trovalit
Keramikkörper

Dazu ausprobiert:Walnussschalen 2mm und Polierpulver trocken - wir waren nicht zufrieden...konnten keinen Glanz erzeugen..

Standard:
Wir tublen mit jeder Stärke 24 Stunden. Ab 1200 Keramik dazu, dafür weniger Steine.

Harte Steine:
2-3 Tage 80er Pulver, Rest wie oben

Weiche Steine:
1 Tag 80, 1 Tag 600, dann direkt in Keramik mit Polierpaste, allerdings nur ganz wenige Steine - dann kommen sogar gewöhnliche Kiesel (gequältes Gestein) super.

Bei grossen oder unebenen Steinen zerschneiden wir sie oder schneiden unebene Stellen ab. Wir benutzen dazu:
1 Fliesenschneider mit Diamantsäge Nassschnitt
1 Schleifstein normal mit Wasser
1 Winkelschneider mit Steinbearbeitungsblatt grob für Flächenschliff (also nicht mit der Kante schleifen) - damit können unebene Steine etwas geglättet werden
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 30 Sep 07, 20:41
Hier nach unserer  Endeckung für weiche Steine: so werden unsere "weichen" Steine jetzt
Bei dem untersten, gestreiften Stein tippe ich auf eine verkieselte Pflanze.
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 02 Oct 07, 12:33
Ergänzung zu "weiche Steine":
Wir haben die Steine jeweils einen halben/ganzen Tag in der Keramik mit Polierpaste gelassen, dann nur die Steine (die glänzten, aber das waren fast alle) rausgefischt und neue dazugegeben. Das konnten wir 3 mal machen, der 4. Gang wurde dann nicht mehr glänzend. Jetzt also die Keramik gewaschen und alles wieder neu angesetzt.

Topfprobleme:
Wir haben den Spirator ja in der Schweiz gekauft, sehr teuer... aber es hat sich gelohnt, die erste Maschine war nach einem halben Jahr kaputt und der Verkäufer hat uns problemlos eine neue Maschine gegeben. Ueli hat gleich eine 2. Maschine dazugekauft (hat Sucht verspürt *smile).

Kaum ist die Maschine wieder gut gelaufen, hat sie unten 3 Löcher bekommen. Dort wo sie aufliegt...
Wir haben nun einen neuen Topf direkt in den USA bestellt, warten allerdings immer noch darauf.

Nun haben sich im neuen Topf die Steine verkeilt.. und in die Seitenwände richtige Dellen eingefräst. Sehr schade! Aber wir wissen ja, die richtigen Schwachstellen sind unten, die drei Punkte.

Im Topf mit den Löchern haben wir zeitweise die Nussmischung laufen lassen, das ging gut.
Aber mit den Nüssen war zuwenig Erfolg, also haben wir die "weiche Steine"-Mischung dort versucht, die ist ja nicht sehr nass. DuckTape unten raufgeklebt.. und bis jetzt läuft die Trommel ohne Probleme.

Eine weitere Schwachstelle ist der Ablauf am Topf. Dort hat Ueli einen Hartgummizapfen reingesteckt, und mit Araldit festgeklebt. Das hält bis jetzt super.

Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 03 Oct 07, 23:51
Neue Probleme:
wir sind ja dabei die weichen Steine nach der neuen Methode neu zu schleifen/trommeln.
Die haben wir früher, als sie nicht glänzten einfach mit Lack besprayt. Später dann mit Spezialwachs gewachst.
Nun haben wir die wieder in die Trommel geworfen.. das gab eine Riesensauerei!

Die Steine wurden rauh, aber es war nur das Lack/Wachs-Zeugs.. also alles gut gewaschen und wieder  mit Keramik  und etwas Wasser laufenlassen.. dann wars doch ok. Dann Topf ausgekratzt und weiter gehts....
Aber viele der Steine sind jetzt doch glänzend geworden.. und die die schon glänzend waren, die wurden spiegelnd!
_____________________________________

Nicht vergessen: immer viele kleine Steine zugeben... harte... und wenn die nur für die Schleifgänge sind.. immer wieder reingeben... ich denke sogar, die Hälfte der Steine müssen 0.5-2cm sein! in den rauhen Trommelgängen. U hat sich sogar einen Sack Rosenquarzstücke gekauft im Gartencenter.. für wenig Geld.. und die laufen einfach immer wieder mit... füllen die Hohlräume aus zwischen den grossen Steinen...
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Goldi85 am 04 Oct 07, 00:03
Hallo,

versucht mal, nur Steine mit gleicher Härte in einen Poliergang zu packen. Ansonsten werden die Weicheren während dem Polieren von den Härteren einfach zerkratzt. Daher kriegen die dann auch keinen Glanz.

Gruß  Daniel
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 04 Oct 07, 08:31
ja.. da hast du recht... das wussten wir zwar, waren aber immer viel zu ungeduldig einen ganzen Gang zusammenzusammeln... aber ich denke, wir müssen uns da mehr disziplinieren.
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: caliastos am 04 Oct 07, 10:01
naja, bei steinchen sollte man schon relativ schnell 500g beisammen haben.

aber:

zu der gleichen härte. das problem dabei ist, daß es bei steinen (gesteine) keine härte gibt, da diese eine mineraleigenschaft ist und gesteine aus "n" mineralen bestehen.
daher: schaut was für minerale drinnen sind und orientiert euch am härtesten. zudem darauf achten wie der verband der körner ist, also eher fest oder lose oder ob schäden dabei sind. alles wirkt sich auf die festigkeit aus. z.b. wird ein kalkstück mit quarzsandkomponente sicherlich reine kalkstücke zerkratzen.
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 04 Oct 07, 10:47
Genau.. das war zu Beginn auch unsere Schwierigkeit.. aber nun haben wir schon eine Kiste voller Steine die nicht gut gekommen sind... und die werden jetzt halt einfach in den "Schongang" getan.. da kommen sie gut.
Aber schon vor dem Einfüllen sortieren nach weich und hart.. das müssen wir uns noch angewöhnen..
Inzwischen haben wir mehr Erfahrung und können besser sagen was Chancen hat... und was zusammen passt.
Genau die Konglomerate muss man sehr schonend behandeln. Die hats uns zu Beginn nur zerteilt.

Ausserdem haben wir die letzten Tage viele unserer Vorräte neu überprüft.. ob sie uns noch gefallen, ob sie Chancen haben und ob sie Chancen im Schongang haben... Den Rest jetzt definitiv fortgeworfen... ok, nur 20 m weit... ist also nicht aus der Welt, solten uns neue Ideen kommen oder wir uns einen besseren Schleifstein zulegen.
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 04 Oct 07, 10:54
Gesteine - Minerale

Ja, das war uns zu Beginn auch  nicht klar. Sicher wussten wir von Nagelfluh, Konglomeraten, Bekzien.
Aber dass ein einzelner Stein auch verschiedene Minerale enthält, war uns nicht so klar. Besonders wenn dann noch irrtümlich Bezeichnungen wie Serpentin/Serpentinit existieren... Smaragdit-Gabbro mit aber Olivin, Granat-Irgendwas... Radiolarit, der aber völlig verschieden aussieht..  je nach Quarz/Manganbeimengung..

Inzwischen haben wir das verstanden. Aber ich denke es ist nicht damit getan den Fels Serpentin in Serpentinit umzubenennen, es müsste da umgangssprachlich noch genauere Definitionen geben. Und nun auch die ganze esotherische Branche... die benutzt natürlich lieber die Bezeichnungen die besser ziehen.. also Serpentin oder Jaspis (was inzwischen alles unter Jaspis angeboten wird... ist ja ganz verschiedenes Gestein).
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: caliastos am 04 Oct 07, 22:23
Ähm, Serpentin ist nicht das gleiche wie Serpentinit. Serpentin ist eine Mineralgruppe und Serpentinit ein Gestein aus Serpentinmineralen. Siehe auch:

http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Serpentinit & http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Serpentin

Beste Beispiel für ein Gestein aus mehreren Mineralen: Granit (Feldspat, Quarz, Glimmer (Muskovit oder Biotit und Co.)

Die Bezeichnungen sind an sich eigentlich schon eindeutig.

Smaragdit-Gabbro ist ein Gabbro mit einer deutlich sichtbaren Menge an Smaragdit. Mit Olivin bzw. Granat heißt, daß auch noch Olivin oder Granat vorkommt. Olivin, oder auch Peridot genannt, und Smaragdit sind dann nenneswerte Begleitminerale des Gabbros.

Siehe auch: http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Smaragdit , http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Gabbro & http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Olivin

Radiolarit ist ein marines Sediment (Tiefseeton) mit einer ziemlichen Menge Radiolarien, die es so abrasiv wie Quarz werden lassen, da Radiolarien aus SiO2 bestehen.

Die Farbe an sich ist nur ein bedingtes Bestimmungskriterium. Wenn man einem Mineralogen mit Farbe als Bestimmungskriterium kommt, dann gehen manche richtig an die Decke (von Dozenten gut bekannt).


Aber eines sollte man tunlichst lassen. Nämlich Gesteine irgendwie umzubenennen. Gibt nur Chaos. Das Esotherische Gestöpsel ist ja schon zu Haareraufen. Serpentin ist halt kein Serpentinit und die Gesteinsbezeichnungen meistens recht eindeutig. Probleme bereiten nur unterschiedliche Lokalnamen oder Namen, die aus der Bearbeitenden Industrie kommen und z.B. ein Gestein "Marmor" nennt, welches definitiv kein Marmor ist.
An sich ist es bei uns teilweise nicht gern gesehen, wenn Gesteine "irgendwie" benannt sind und man im namen keinen Hinweis findet was es wäre.

Jaspis ist z.b. auch schon wieder so eine Verballhornung mehrerer Gesteine, die niemals ein Jaspis sind (oder auch bei Jade, Türkis und tralala).

Will man wissen was für ein Gestein man vor sich hat, dann geht man auf die Genese und die Minerale ein, die sichtbar sind (Dünnschliff und Mikroskop ist ja nich für Jedermann etwas) und ihre Anteile. Daraus resultiert dann der Name. Bsp: man sieht Feldspat, Quarz und Glimmer als Hauptgemenge, dann hat man vermutlich einen Granit vor sich. Ist das Gestein aber "eigenartig" verformt, dann hat man wohl eher einen Gneis vor  sich (also metamorphen Granit). Enthält der Granit nun sichtbare Mengen eines anderen Minerals oder eine Besonderheit steht das Mineral mal gerne vorne an. Bsp: Turmalinhaltiger Granit. Dann kann auch gerne mal ne Typlokalität davorstehen oder Lokalname. wie Brixner Granit.  Bozener Quarzporphyr wäre z.b. der Quarzreiche Porphyr um Bozen.
Das ist jetzt aber nur eine Schmalspurdefinition der Nomenklatur.

Also an sich eine recht schlüssige Nomenklatur. Damit kommt man recht weit.
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 04 Oct 07, 23:02

Will man wissen was für ein Gestein man vor sich hat, dann geht man auf die Genese und die Minerale ein, die sichtbar sind (Dünnschliff und Mikroskop ist ja nich für Jedermann etwas) und ihre Anteile. Daraus resultiert dann der Name. Bsp: man sieht Feldspat, Quarz und Glimmer als Hauptgemenge, dann hat man vermutlich einen Granit vor sich. Ist das Gestein aber "eigenartig" verformt, dann hat man wohl eher einen Gneis vor  sich (also metamorphen Granit). Enthält der Granit nun sichtbare Mengen eines anderen Minerals oder eine Besonderheit steht das Mineral mal gerne vorne an. Bsp: Turmalinhaltiger Granit. Dann kann auch gerne mal ne Typlokalität davorstehen oder Lokalname. wie Brixner Granit.  Bozener Quarzporphyr wäre z.b. der Quarzreiche Porphyr um Bozen.

Danke.. das habe ich in meinen ganzen Büchern nicht so klar lesen können.

Das mit dem Serpentin/Serpentinit habe ich auch so wie du gemeint.
Wir besuchten vor Jahren einen Steinbruch mit Serpentin. Also habe ich das immer Serpentin genannt... in den Büchern stand dann aber Serpentinit. Da war ich etwas enttäuscht, als ich merkte, dass Serpentin und Serpentinit nicht das gleiche waren... und dass dann die verschiedenen Serpentinite auch nicht gleich waren...
Was meine Lägern-Feuersteine nun genau sind... ob Hornstein, Jaspis oder Silex... das wird mir wohl niemand 100%ig sicher sagen können.
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: caliastos am 04 Oct 07, 23:13
Feuersteine sind an sich Hornsteinkongretionen. Sprich während der Diagenese wurde SiO2 umgelagert und bildete die Knollen aus. http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Hornstein
Jaspis ist da schon wieder was anderes http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Jaspis

Silex sind nicht nur Hornsteine, sondern der Begriff der Archäologen für Material aus dem Steinwaffen gefertigt sind. Kann Feuerstein, Obsidian und Co sein. http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Feuerstein?redirectfrom=Silex

Also doch wieder trennbar  ;D

Sagen was es ist könnte dir sicher ein Mineraloge oder ein Dünnschliff.
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 04 Oct 07, 23:22
Danke - dann bevorzuge ich schicht und einfach Feuerstein oder Flint für meine Knollenbildungen. Und für das was nicht Knolle ist dann lieber Hornstein oder Jaspis.
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: burgy am 07 Oct 07, 09:27
Hallo,

habe deinen Beitrag gelesen, Tumble Vibe V10, sagt mir nichts wo kann ich das anschauen?

Gruß,
Burgy
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: caliastos am 07 Oct 07, 13:13
bei google eingegeben und in 30 sec dieses ergebnis:

http://www.amazon.com/s/ref=nb_ss_op/002-5849776-8446404?initialSearch=1&url=search-alias%3Doffice-products&field-keywords=Tumble+Vibe+V10&Go.x=0&Go.y=0&Go=Go
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Gucknetso am 07 Oct 07, 20:44
hallo trommelnnnnnnnnnnnn :D

hier sende ich ein paar bilder unserer funde von wendelsheim von den achaten
und den bunten feuersteinen, die es bei mir in der nähe gibt, es waren sogar kieselhölzer kleineren formates dabei
und einen riesenachat den der donni gefunden hat.

ich probier mal die achate
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Gucknetso am 07 Oct 07, 20:45
unter dem kleinen is der große achat
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 07 Oct 07, 20:47
Also.. der kleine wird sich sicher seeeehr gut machen in der Trommel!
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Gucknetso am 07 Oct 07, 20:48
so jetzt die kleineren die etwas verschwommen sind anderst bekomme ichs net hin sorry aber man kann es sich vorstellen zwinkerle

die kleineren achate sind so 2-5 cm groß smile
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 07 Oct 07, 20:52
Ev. etwas weiter weggehen zum fotografieren
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Gucknetso am 07 Oct 07, 20:58
mal sehn obs jetzt wieder geht
(sorry siggi und technik, zwei welten begegnen sich )
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Gucknetso am 07 Oct 07, 21:00
und noch ein paar feuersteine die sind echt schön farbig,
es könnte evtl auch ein kiesel dabei sein
ein hölzchen auch
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Gucknetso am 07 Oct 07, 21:02
und noch ein paar  :-*
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Gucknetso am 07 Oct 07, 21:30
hölzer

hölzchen fast wie neu
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 20 Oct 07, 14:06
So..  und wieder was aus der Trommel
Der 1. Stein ist braun innen und aussen schwarz. Ich vermute es ist Parsettinit. Gefunden auf dem Weg zur Grube Parsettens. Wir wussten, er ist dunkel.. also habe ich jeden dunklen Stein aufgehoben... Interessant ist, dass er innen eine andere Farbe hat. Habe ihn also vom Profi durchschneiden lassen und dann getrommelt.

Kann es sein, dass beim trommeln ein Stein durch das umliegende Material sich wieder verfärben kann, also anders wird? Er liegt ja beim trommeln in Wasser.. und dazugegebenes Siliziumcarbid einfärbt?
In der Grube Parsettens wurde Mangan abgebaut, ausserdem gibt es dort viel Radiolarit. Kann das Mangan auch einen Einfluss haben?

Der 2. Stein scheint Rhodonit zu sein, auch der war aussen dunkel, schwarz...innen dann, aufgeschnitten, rosa - auch dieser Stein ist vom Parsettens.

Die 3. Gruppe sind einige Steine aus einem Acker oberhalb Unteralpfen. Interessant ist hier, dass der Buntsandstein sich auf Glanz schleifen liess! Hier habe ich jedoch den Verdacht, das der einmal dunkler war und sich eher durch das Trommeln ausgewaschen hat.

Ist es möglich, dass Steine durch das Trommeln ausgewaschen werden?

4. Bild: Detailaufnahme eines "Karneols" bzw. einer Achat/KarneolBrekzie aus Unteralpfen. Wurde wunderb
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 21 Oct 07, 18:13
Heute waren wir an der Rheinmündung (und in einer Kiesgrube zwischen Station Siggenthal und Würenlingen) und in Unteralpfen und Nähe Oberalpfen und Thiengen-Steina

1+2. Karnolartige Steine von Nähe Unteralpfen - wir bringen dann wieder Bilder, wenn sie getrommelt sind... wir sind gespannt! Wissen aber jetzt, dass sie gut kommen werden...

3. Calcedonähnliche Steine aus einem Acker in der Nähe von Oberalpfen - ist das Calcedon?
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 21 Oct 07, 18:17
4. Stein aus der Steina - wir hatten gehört., dass es dort einen blauen Calcedon geben soll.. ist das einer davon?
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: minuwe am 21 Oct 07, 19:29
Hallo Jacqueline,

Bild 1+ 2 sind Karneol, aufgrund der deutlichen Bänderung Achat. Bild 2, mittlerer Stein unten ev. Moosachat (flockige Struktur der roten Anteile). Würde paar davon nach dem Trommeln mal aufsägen und polieren lassen. Da ist die Struktur in der Ebene wesentlich besser sichtbar, würdet überrascht sein  ;) . Bild 3: Bläulicher Calcedon, wenn die Bildfarbe nicht täuscht. Bild 4 wird auch Calcedon sein, das (tief?)- schwarze ev. Manganoxyd, müsste deutlich weicher sein, als der Quarz.

Würde ich alles durchsägen  ;D ;D ;) .

Glück Auf
Uwe
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 21 Oct 07, 19:41
Danke Uwe
wir hatten auch so gedacht.. den grossen dunklen Brocken haben wir aber aufgeschlagen.. ist ein Mischstein... kein Calcedon.
Aber die Calcedone oben waren bläulich, die Farbe stimmt. Auf 20x50 m gefunden... nur diese Stelle im Acker... die kleineren davon sind schon mit einigen Karneolen in der Trommel.  Bez. aufschneiden.. da gucken wir erstmal was aus dem 80er Gang rauskommt.. deinem Tipp  werden wir natürlich nachkommen, sind selber gespannt...
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: caliastos am 21 Oct 07, 20:46
also an sich färben und verändern sich steine bei der bearbeitung nicht gegenseitig. außer sie sind relativ porös. natürlich können gewisse elemente färbend wirken, aber ob die trommelzeit dazu ausreicht bzw. die bedingungen herrschen...
SiC an sich kann nicht färben, die verbindung ist dazu zu stabil.
wenn ein stück innen anders gefäbt ist als außen gibt es mehrere gründe:

a) das war von anfang an mehrfarbig innen (achat iost ein gutes beispiel)
b) es wurde einst ein fremdgestein eingeschlossen
c) es wurde eine verwitterungsschicht entfernt

Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 22 Oct 07, 11:12
Danke
Muss auch mehr Vorher- und Nachherfotos machen...

Hier noch das Bild von den Steinen, die ich von Donat bekommen habe. Aus der Gegend von Kleve.
Oben am Bild sind die Maaseier, unten  Achate.
Er war so nett, mir einige Steine aufzuschneiden.

Ich werde Bilder bringen, von den getrommelten Steinen!
@Donat - ganz herzlichen Dank und du wirst von mir die grössten Feuersteine bekommen, die ich finden kann. Und natürlich von jemdem Paket, das inzwischen ankommt noch ein Versucherli.
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 30 Oct 07, 20:09
Einige Fotos unserer neuesten Trommelladung.

1. Bergkristall und Rauchquarz getrommelt - vielleicht findet ihr das schade, aber es waren defekte Kristalle, die wir geschenkt bekamen...

2. Calcedon aus der Region Oberalpfen, diesen haben wir zerschlagen. Calcedon neigt anscheinend stark zum Verwittern und bekommt dann eine weisse Schicht.

3. weitere Karneolsteine aus Unteralpfen
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 30 Oct 07, 20:11
3.
Bei all diesen Steinen wurde ein sehr schöner Glanz erzielt mit den eingangs erwähnten Methoden. Einzig die Calcedone waren 2-3 Tage im Grobschliff.
Bei den Karnolsteinen ist im 1200er Schliff mit der Keramik dann das weiche Gestein entfernt worden, d.h. erst in diesem Schleifgang kam das kleine Keramikkorn in die Vertiefungen und hat dort etwas aufgeräumt. Leider waren die Karneolsteine alle sehr bröcklig und sind zerfallen. Die Farbe ist wunderschön, aber die Gesamtqualität etwas bescheiden.
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Gucknetso am 30 Oct 07, 21:49
hallole trommeln ;-)

also ich muss dir sagen, deine trommelgeheimnisse sind einfach nur schön.
auch für mich , der ich farbenblind bin, sind die ergebnisse wunderschön........
ich bin schon sehr gespannt wie donat`s steinchen werden **neugierigguck**

ich hoffe ja das mein päckchen auchgut bei dir ankommt smile...................
nur ich denke es ist zu klein soifz ich hätte mehr einpacken müssen.
aber ich verspreche dir das ich dir noch mehr senden kann und werd es auch .

ganz liebe grüßle aus dem wilden süden
siggi
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 01 Nov 07, 20:00
So, hier die ersten Ergebnisse von Donats Steinen

1. Maaseier, auch aufgeschnitten - man sieht das für heute passende Halloween-Gespenst in der Mitte  ;)
Der heutige Schleifgang ist noch nicht gelungen, ich werde die Steine noch einen Tag in den Spezial-Feinschliff geben, bin vom Glanz noch nicht überzeugt, der kann noch besser werden....

2. Jaspis und ähnliches...
Tolle Farben Donat - danke!
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Gucknetso am 01 Nov 07, 20:04
woooooooooow also ehrlich, die gefallen mir sehr gut frau trommeln ;-)

und das sind die marseier?? echt der hammer
was ist denn der unterste für ein stein der nach achat oder feuerstein aussieht??

es grüßt dich herzlich
lg siggi
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 01 Nov 07, 20:10
Hallo Guck
danke für die Blumen  ;)

Donat hat auch von Feuersteinen gesprochen und hat auch einige flachere Stücke begelegt.. es ist ein Feuersteinbruchstück. Die Feuersteine sind im Uebersichtsbild in der unteren Hälfte, um den Feuerstein mit der weissen Mitte.
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Donat am 01 Nov 07, 23:30
Hallo  trommeln,
die Steine sehen schon richtig gut aus,aber(jetzt kommt`s) >:(,ich denke Du müsstes die Maaseier im Groblaufgang etwas länger laufen lassen.
Dann sind mehr die Unebenheiten weg.Also glatter.
Hier noch mal ein Vergleich:
http://www.geo-lieven.com/feuersteine/fotos%20640x480/feuersteine%20(3).jpg

Tipp:Du musst dabei nicht ungeduldig sein.Die Steine haben Millionen von Jahren darauf gewartet das sie mal glänzen.Da kommt es denen auf einen Tag mehr nun auch nicht mehr an ;D.
Gruß :)
Donat
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 02 Nov 07, 00:04
genau.. so müssen sie aussehen...
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 02 Nov 07, 20:34
@ Donat: genau.. so müssen sie aussehen...

Die Tauschsteine von Gucknetso sind eingetroffen, hier zwei Vorherbilder...
Versteinertes Holz, Achat und was? Irgendwo habe ich Amethyst gesehen... 1. Bild rechts aussen...
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Gucknetso am 03 Nov 07, 02:49
juhuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuu trommeeeeeeeeeln :-)

auf dem ersten bild hast du das vertseinerte holz und die achate grins ob da ein amydinges
dabei war weis ich net frech grins
und auf dem zweiten stein das sind die feuersteine meine liebe
sehn auf deinen bilder ja schon echt geil aus
ich bin ja echt gespannt was rauskommt dabei ich hoffe du kannst etwas damit anfangen
leider bin ich erst heute morgen heimkommen war noch auf der walz **verlegenguck**
aber sofort nochmal online und nach den trommelgeheimnissen geguckt..........
und so überrascht das du die steine schon hast smile
ich mellde mich morgen wenn ich ausgeschlafen habe smile
in diesem sinne dir einen schönen samstag
glg siggi
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 03 Nov 07, 10:12
Steine sollte man immer nass fotografieren, denn getrommelt schauen sie dann ähnlich aus... also als ob die Steine nass wären... das ist ja eben der Vorteil des trommelns!
Ob die Steine auf dem 2. Bild alles Feuersteine sind weiss ich nicht, ich kenn die etwas anders (ev. waren sie aber mal viel grösser).. aber schleifwürdig sind sie auf jeden Fall, schauen aus, als ob da sehr schöne Sachen zum Vorschein kämen. Du weisst ja, ich denke anders.. mich interessiert weniger was wirklich der Grundstein ist, sondern wie gut bekomme ich den Stein auf Glanz. Deshalb habe ich auch nix gegen Kiesel...
Beim Grundstein ist für uns nur interessant, ob man davon noch mehr bekommen kann und wo, falls er sehr schön wird...
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Gucknetso am 03 Nov 07, 12:44
einen wunderschönen gzuten tag frau trommeln ;-)

ich könnte schwören es sind feuersteine und mit viel glück kann mann die auch bis zu kinds-
kopf größe finden smile.................
wegen mir kannst so einen von aussen schwarzen mal durchsägen ich weis net aber es könnte innen dann so bernsteinfaben
sein wie die in den bilder ""hohenloher Feuersteine lol)
meiner meinung nach habe ich keinenb kiesel mit reingetan evtl. ist einer dabei der so ein zwieschending ist.
aber ich glaube wir werden überrascht sein was da zutage kommt.................
und ja die steine die ich dir geschickt habe von denen kann ich wieder welche bekommen, das heist wieder sammeln gehn smile
nun hoffe ich , das alles zu deiner zufriedenheit verlaüft.
sind die hölzchen von der größe ok?

nochwas...........

die feuersteine stammen ja mit dem verkieselten holz aus den geröllen eines Urflusses der vor millionenvon jahren
hier richtung osten geflossen ist also genau umgedreht als heute smile..............
heute liegt die europäische Wasserscheide etwa 100km weiter südlich smile.........
also sind die feuersteine und die kieselhölzer gut abgeschliffen und abgerollt :-)
und ich denke wenn du mal einen durchsägst wird man es sicherlich sehen wie geil die aussehn.
ich kann die auch noch welche schicken die du dann durchsägen kannst.

in diesem sinne glg siggi
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 09 Nov 07, 18:57
So, Geduld lohnt sich beim Trommeln
Die Steine von Donat, Maaseier und roter Jaspis und Feuersteine - soweit ich beurteilen kann - nach dem 2. Schleifdurchgang
(Es kommt auf dem Foto ev. nicht so ganz raus.. aber sie glänzen perfekt!)
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 09 Nov 07, 18:59
Die ersten Steine von Gucknetso - er wohnt in einem Gebiet wo es versteinertes Holz gibt, HohenloherFeuersteine und er war auch Achat suchen für mich.
Hier die ersten Fotos: 2x versteinertes Holz und ein Achat - Moosachat?
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Gucknetso am 10 Nov 07, 11:38

guten morgen frau trommeln :-)

ich bin begeistert und freue mich sehr, das die steine so toll aus der trommel kommen.
die beschreibung..Trommelgeheimnisse.. trifft den kern der sache geradewegs auf den
punkt.
die steine nehmen am anfang  ihre geheimnisse mit in die trommel, umsomehr ist man(n)
frau überrascht was sich zum schluss zeigt................
nichtsdestotrotz freue ich mich auf die steine auch wenn es nur "normalesteine" sind und
keine edelsteine und so............

ganz liebe grüße aus dem wilden süden
siggi
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Lausitz am 10 Nov 07, 12:09
Hallo trommeln, ich hab da mal ne frage:bis zu welcher größe ist bei einem stein das trommeln eigentlich möglich?
Beste Grüße aus Brieske
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 10 Nov 07, 13:39
Hallo Lausitz
in unserer Trommel sei 8 cm möglich,, aber wir hatten auch 10cm geschafft.. nur darf man nicht mehr als 3 gössere beilegen, sonst kann es zu Verkeilungen kommen und sowas hat mal fast Löcher in die Trommel gegraben.. auch die Steine hatten dann Dellen.
Wir zersägen auch gerne einen Stein, weil die ja aussen gerne sehr verwittert sind oder zerfurcht vom Bruch... dann haben wir wenigstens eine gute Schnittfläche, wo man das Innenleben des Steins sieht. Aehnlich bei bei den Achatanschnitten...

Also, es gibt Steine, die eine wunderbare Oberfläche bekommen - wie die Maaseier, und welche, die nur im Anschnitt wirklich schön sind. Da kommt dem Guck sein Holz dann sehr schön zur Geltung. Von dem Holz wird es noch mehr Bilder geben... da sieht man das dann..

Der Glanz wirkt wie eine Glasur.. gibt eine Tiefe.. man kann im Stein versinken... deshalb ist ein schön glänzender Anschnittt zwar nicht allzu natürlich (formmässig) aber wunderschön...

Ueli ruft gerade, man soll "Hühnereier" sammeln.. die kommen am schönsten.. also ca. die Grösse und Form *smile
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Lausitz am 10 Nov 07, 15:18
Hallo trommeln
Ich wollte mal ein stämmchen eines tempskya-farnes trommeln. Das hatte in etwa solche abmessungen die im trommelbereich liegen. Die stammoberflächen sind mitunter sehr beeindruckend und nach dem trommelvorgang würde eine allseitige politur diesen eindruck noch verbessern. Dachte bisher das nur steinchen im wenigzentimeterbereich trommelfähig sind. Danke für die nette auskunft.
Im bild ist mal so ein tempskya-stämmchen.
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 10 Nov 07, 17:29
ja, das kommt sicher gut.. 5x8cm max... hat keine scharfen Ecken und Kanten... stell wieder ein Bild ein, wenn es fertig ist, bin gespannt... oder schick mir 2 und du bekommst eins getrommelt wieder zurück...
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Lausitz am 10 Nov 07, 17:37
Den obig abgebildeten hab ich leider schon eine seite nen anschliff verpaßt und die andere seite grade geschnitten damit der steht. Aber ich komm bei passender gelegenheit gern auf das angebot zurück.
Gruß aus Brieske
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 12 Nov 07, 20:10
So.. die Steine von Gucknetso sind fertig... wir haben die meisten einmal gesägt um eine glatte Fläche zu erzielen..
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 12 Nov 07, 20:11
1 - Hohenloher Feuersteine
2 - Holzdetails - fotografiert
3 - Holz
4 - Achate oder Spezial
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 12 Nov 07, 21:44
Habe mich gefragt wie ich die getrommelten Steine besser abbilden kann... hier noch einmal das Holz, jetzt gescannt

2 - Hier ein Stein von Donat, der Tiefe hat... gescannt
3 - als Foto
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Ralf am 13 Nov 07, 09:52
Nur so als kleiner Tip. Hab Deine eingescannten Bilder mal ein bisschen mit nem Bildbearbeitungsprogramm bearbeitet. Dauert nur ein paar Sekunden und sieht dann so aus. Die Farben kann ich natürlich nicht anpassen, weil ich die Originale nicht kenne.

Gruß
Ralf
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 13 Nov 07, 12:25
Danke Ralf
jedoch habe ich festgestellt, dass die Fotos unbearbeitet meist dem Original am besten entsprechen... ich kenn ja alle Tricks... aber zu diesem Thema habe ich nie etwas Brauchbares gefunden.. interessanterweise kann man Glas und Porzellan super verbessern... aber glänzende Steine.. nee.. wird nix... ausser einem leichten Nachschärfen... sonst hat man eben wieder die Punkte drauf...
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 13 Nov 07, 12:33
Habe jetzt noch einen Versuch gemacht mit diffusem Tageslicht (sonst fotografiere ich ja immer drinnen mit Beleuchtung)

1. Holz mit Paint Shop
2. Holz mit Photoshop Elements
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 13 Nov 07, 12:34
Roter Stein nicht bearbeitet, aber daussen fotografiert

Fazit: diffuses Tageslicht oder Scanner zeigt den Stein am besten... in meinen Augen...
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Gucknetso am 13 Nov 07, 13:53


hallo meine liebe trommeln :-)

da jeder von uns anderst sieht, besonders ich der ich farbenblind bin
(rot-grünbereich)wird auch für jeden der anblick anderst sein ob drinnen oder draussen.
wie du schon sagst sollte man die steine auch in der hand halten und dann
kann man(n)frau ja fokusieren vor dem auge wie es am besten aussieht.
ich bedanke mich jedenfalls schon jetzt ganz herzlich bei dir, das du die ganzen
Mühen auf dich genommen hast.
ich würde sagen bist echt ein netter kerl....frech grins

die herzlichsten grüße aus dem wilden süden sendet dir der siggi
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 15 Nov 07, 23:24
Was das zersägen bewirken kann:
Links der rötliche Stein (Konglomerat) ist aus Jordanien, nicht gesägt, zerklüftet, aber kam auf Glanz - wäre das Stück grösser gewesen, wäre es sicher besser gekommen mit sägen.
Die 2 weiteren sind gesägt, der untere wurde  unter Bad Sulzburg nass vorgestellt und kam auf sehr schönen Glanz - der obere ist ein geschnittener Calzedon! Jetzt kommt seine ganze Schönheit zur Geltung, wo man die verwitterten Stellen entfernt hat!
Die rechten sind auch aus Bad Sulzburg, gesägt, haben leicht Glanz, aber sind leider durch das Trommeln doch zerklüftet worden.. wenn man diese Steine schöner haben möchte, dann müsste man sie am Schleifband auf den Schleifmaschinen schleifen und polieren.
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Psaronius am 16 Nov 07, 19:06
Hallo "Trommler",
hab kürzlich zum ersten Mal mit einem geliehenem Gerät einige kleinere Stückchen aus Böhmen getrommelt. Alles Steinchen, die sonst für meine Sammlung nichts waren, aber getrommelt ganz schön aussehen. Bröckchen von Kieselholz, Achat, Jaspis, Amethyst,, u.ä.

So, jetzt noch ein Foto der "Trommel-Opfer":
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 19 Nov 07, 00:51
Hallo Psaronius
ja, siehst du, es lohnt sich doch! *freu
Ich bin eben aus Südböhmen zurückgekommen und habe eine Tasche voller Quarze... und Schlacke *smile und anderes.. aber nix besonderes.. einfach Steine aus der Moldau... Den Moldavit musste ich mir leider erkaufen, weil Schnee auf den Aeckern lag...
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Psaronius am 19 Nov 07, 08:16
Hallo,
ja, glaube auch, dass man mit dem Trommeln einige Stücke "2.Wahl" aufmotzen kann.
Hab so u.a. von Sammeltouren aus Ungarn Jaspisbrockchen mitgebracht, die von der Farbe und Struktur super waren, aber für meine eigentliche Sammlung nicht gut genug.
Vielleicht jage ich die irgendwann mal durch die Trommel. Ähnlich ist es übrigens mit den vielen Stücken "Kleinholz", die das Schleifen und Polieren nicht lohnen...
Aber was macht man dann mit all den Trommelsteinen ?
Gruß
Psaronius
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 19 Nov 07, 09:11
Ja, das ist eine gute Frage...
1. Wir sitzen am Abend oft am Tisch und lassen uns die Steine durch die Hand gehen.. freuen uns einfach daran...
2. Schenken an Freunde... jemand aus einem Museum bei Idar sagte, dass er die oft Kindern mitgiebt, die das Museum besuchen und die grossen Achate bewundern...
3. Schmuck (habe einige bohren lassen und trage die an einem Halsreif, der so gemacht ist, dass man jeden Tag einfach einen neuen Stein aufstecken kann - Weihnachtsgeschenk für Damen?)
4. Deko

Uns geht es ja nicht darum eine grosse Sammlung anzulegen... sondern eher um die Technik. Klar haben wir inzwischen einige Sorten Feuerstein und ansonsten verschiedene Steine aus aller Welt oder einfach Steine die sich wunderschön entwickelt haben.... und Ausgesuchte werden wir auch behalten.. aber die Kiesel von hier, die uns nicht gefallen, die werden wir wieder wegwerfen...

aber ich persönlich hänge nicht an Besitz und irgendwann werden wir genügend über Steine und das Trommeln wissen.. dann wird halt wieder ein neues Hobby drankommen...

Bild: ein Feuersteinsplitter von Auggen an Halsreif (man kann die Steine auch quer bohren und auf den Draht aufstecken)
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Gucknetso am 19 Nov 07, 22:20

hallo Psaronius :-)

wenn du nicht weist wohin mit deinen schönen trommelsteinen,
so könnest du mir doch ein päckchen richten und schicken frech grins
ich schwärme sehr für trommelsteine besonders hölzer :-)

gruß aus dem wilden süden
siggi
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Krizu am 20 Nov 07, 15:57
Hallo,

ich habe hier gerade die Anfrage eines Bekannten:
Er hat in Österreich eine Menge Granate gefunden und wollte , wegen der verwitterten Oberfläche, diese Kristalle trommeln.
Durchmesser 1cm bis 2cm.

Habt Ihr da ein Rezept? Wegen der Härte der Granate erst sehr grobes SiC? Oder wie geht es am Besten?

MfG

Frank
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 20 Nov 07, 17:07
Hallo Krizu
ich habe einmal eine Handvoller Granate bekommen. Leicht kleiner als eure. Wir haben sie noch nicht getrommelt, ausser 2 Probeexemplaren. Danach hatten wir Mitleid... sie sind irgendwie nicht besser geworden.. ob kleiner kann ich nicht sagen...
Aber wir werden sie nochmals dazugeben...
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Tauerngold am 20 Nov 07, 18:39
Bin zwar kein Trommel Experte aber SiC wird für Granate nicht reichen
Da müsste man schon Korund oder Diamant schleifmittel verwenden

Grüße Tauerngold
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: caliastos am 20 Nov 07, 19:28
Ähm, wieso sollte SiC nicht ausreichen mit einer Härte von etwa 9,5? Granat mit  bis 7,5 ist da weicher. Korund mit 9 sogar weicher als SiC.

Die 0,5 machen da das Kraut echt nicht fett und dafür ist Diamantine echt zu teuer.

Granat ist halt nur etwas zäh. Das ist Alles.
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Krizu am 21 Nov 07, 16:58
Hallo,

SiC schleift Saphir, das habe ich auch schon gemacht. Nur bei Wafern und SiC ist Vorsicht angebracht, da Saphir schnell spaltet.
Granat haben wir in der Uni früher mit Al2O3 geschliffen, Zeit war kein Problem, Politur imho erst Diamant, dann chemisch.

MfG

Frank
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: caliastos am 21 Nov 07, 17:46
was zudem noch gegen diamant spricht ist schlicht der preis. wenn diamant, dann nur für wissenschaftliche schliffe, schmucksteine von hoher härte und mit qualitätsforderung und spezialfälle. für alles andere tut es korund oder, weil einfach universeller SiC. politur dann mit materialspezifischen poliermitteln. auch da muß es kein diamant sein.

rechent sich an sich nicht.
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 27 Nov 07, 23:59
So, wieder einige Steine fertig... die Steine die früher vorgestelt wurden jetzt bearbeitet.. von Donat und Gucknetso - herzlichen Dank

Oben: Holz und Achat und Feuerstein von Gucknetso
dann Einzelne Steine, Details
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 28 Nov 07, 00:04
38 ist en Hohenloher Feuerstein
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 28 Nov 07, 00:04
1 - Ein kleines Stück Holz, 1,5cm
2 - Feuersteine von Donat
3 - Detail
4 - Meine Lieblinge, die Maaseier
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 28 Nov 07, 00:09
Nochmals Holz von Guck mit Amethyst in der Mitte
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 28 Nov 07, 00:09
1 - von Donat... das Meiste...
2 - Woher ich diesen Stein habe, weiss ich nicht mehr.. hat Pyrit-ähnliche Stellen
3 - Ein Stück Sandstein aus Bahrein, mit achat-ähnlichem Anhang
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 28 Nov 07, 00:14
@Gucknetso
@Donat
@ alle die mit mir tauschen oder mir Pakete senden.. hier, auf den letzten Fotos dürft ihr aussuchen (ausser dem Pyritstein und Bahreinstein) - sagt was ich euch senden kann!
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Donat am 28 Nov 07, 00:16
He,trommeln.
sieht ja alles schön bunt aus :o und die Maaseier sind auch richtig klasse geworden.
Gruß
Donat

p.s.:
Den Stein ,den Du nicht zuordnen kannst ist von mir.Ein Geschiebestein aus Dänemark. Frag mich aber nicht was für einer.
Herkunft :Skandinavien?Norwegen?Schweden?
Gruß
D.
@trommeln ,mach einfach mal ein Paket fertig.Nur keine Maaseier.Die Auswahl überlasse ich einfach Dir .Sende eventuell Bankdaten für Porto,oder auf PM.
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 28 Nov 07, 00:23
@Donat
hier die Steine, die ich für dich bis jetzt vorgesehen habe.. links ein Calzedon, das andere sind grosse Längern-Feuersteine
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 28 Nov 07, 00:24
@Raritätenjäger
hier die Steine, die ich für dien Paket vorgesehen habe...
links 2 Maaseier, eins roh, eines getrommelt
Mitte Bad Sulzburg, rechts Calzedon, gesägt
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Donat am 28 Nov 07, 08:26
Hallo trommeln,
sehe gerade das der Stein wohl doch nicht der Stein ist,für den ich ihn hielt. :P
Meiner sieht in der Farbe (den bei den Feuersteinen)doch etwas anders aus.Aber mich hat die Form irritiert .In etwa fast gleich.Und dann Nachts gesehen auf der schnelle. ;D
Ach,wenn vielleicht ein Hohenloher Feuerstein drin ist,da kannst Du mir gerne einen von schicken.
Gruß
Donat
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Gucknetso am 28 Nov 07, 10:27

hallo trommeln
hallo donat

die steine sind echt toll gekommen ich kann mich gar net entscheiden
ich nehm einfach die, die ich gut sehn kann und die übriggeblieben sind
wenn du dir deinen teil auch genommen hast........
wie gesagt werde ich dir nochmals ein paket schicken, wenn es eben mal
wieder reinpasst smile......
vielleicht noch einen schönen Maasstein vom donat :-)
ganz liebe grüße aus dem wilden süden sendet dir
siggi
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Lausitz am 28 Nov 07, 11:14
Hallo trommeln, wir hatten schon mal drüber gesprochen,allerdings im zusammenhang,trommeln von tempskya-stämmchen. Hier mal ein "teller"voller chalzedone,paar amethyste und hölzer aus der lausitz,die event. trommelfähig sind. Einen davon hätte ich gern zurück(würd ich extra noch mal einpacken) Wenn ja, wohin solls?
Grüße aus der Lausitz
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 28 Nov 07, 11:59
Super! Machen wir Lausitz, schöne Steine! - habe neue Adresse in D, werde sie dir per PN senden, sobald ich sie weiss... (jemand, der immer Zuhause ist, bei meiner Freundin nämlich war der Mann mal nicht zuhause und dann hat der Postbote die Pakete immer wieder mitgneommen.. das gab Umtriebe...)
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 30 Nov 07, 22:58
Schmuck.. teils gekauft, teils selber getrommelt
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 01 Dec 07, 23:39
Jemand hat einmal gefragt, wie denn Granate kommen, wenn sie getrommelt werden. Hier das Ergebnis nach 1-2x 80 und je 1x die restlichen Scheifgänge:
0,5-1,5cm Durchmesser vor dem Schliff, ca 1cm jetzt max. - also eher an einem Band schleifen als in der Trommel...  würde ich sagen.. ich bin nicht begeistert...
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Krizu am 03 Dec 07, 09:11
Hallo,

Danke für die Granate. Das macht wirklich kaum Sinn  :'(

MfG

Frank
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Goldi85 am 03 Dec 07, 18:45
Hallo,

Bei den Granaten kommts glaub ich auf die Fundstelle drauf an. Nimmt man Granate von Obergurgl oder vom Timmelsjoch, die lassen sich nicht gut schleifen/trommeln, die sind voller Risse, sieht man wg. der dunklen Farbe aber zuerst nicht. Die Zillertaler Granate zb. sind schleifbar: Die Kristalle wurden dabei getrommelt, um das rissige Material um den "Kern" loszuwerden. Zurück blieben kleine, rundgetrommelte Granate, die dann facettiert werden konnten. Die kann man dort heute noch aus nem Bach fischen.

Gruß  Daniel
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 17 Dec 07, 20:58
Achate und Jaspis von noelli, auch Feuerstein

Die obere Reihe sind die Achate, die Noelli ungeschnitten getrommelt haben wollte (ausser dem ganz links)
unten habe ich oft gesägt vor dem Trommeln

Fazit: ich werde noch mehr vorsägen.. auch Unebenheiten absägen. Leider ist ein schöner Jaspis einfach so in Stücke gegangen beim Trommeln, auch da denke ich, dass saubere Kanten weniger Angriffsfläche bieten.

Den Politurgang haben wir doppelt so lange gemacht (übrigens auch den Grobschliff 2-4 Tage). Deshalb sind die Steine auch superglänzend gekommen.

Sehr schöne Steine Klaus, herzlichen Dank
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Lausitz am 17 Dec 07, 21:12
Sehr hübsch anzusehen :D
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Gucknetso am 17 Dec 07, 22:09

hallo trommeln :-)

also wirklich , ist doch immer wieder erstaunlich was du da aus deiner trommel
zauberst.
ja die steine vom noelli sind auch super rausgekommen, gefallen mir auch ausge-
sprochen gut 8)
ich glaube du bleibst uns noch sehr lange als trommeln erhalten weil du nämlich echt ein
toller kerl bist ;)

es grüßt dich aus dem wilden süden
siggi
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: noelli am 18 Dec 07, 05:47
Danke da lacht das Herz
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Gucknetso am 18 Dec 07, 17:59

hallo Noelli

die steine die trommeln da von dir geknipst hat, sin das
alles feuersteine achate und jaspis??
was ist denn der unterschied zwischen feuerstein und jaspis
und noch ne frage wo findest du den ??
also nur umgebung nicht genauen fundort............

gruß aus dem wilden süden
lg siggi
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 20 Dec 07, 22:56
Hier 2 Steine von Raritätenjäger, der mir einfach einige Kiesel senden sollte..
Beide Steine haben wir gesägt, damit auch das Innenleben zur Geltung kommt und weil sie zu gross waren. Der flache Schiefer ist in den weiten Welten der Trommel verschwunden... hat sich in Sand aufgelöst... der schwarze links ist noch unterwegs...
Gell Andreas, das hat sich doch gelohnt! Die wurden sehr schön...
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Donat am 12 Jan 08, 18:07
Hallo ,
meine ersten getrommelten Maaseier,mit meiner selbstgebauten Trommelmaschine,welche ja kein Trommelgeheimniss mehr sind,weil trommeln ja schon verraten hat,dass ich getrommelt hab  ;D
Gruß Donat  :D
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 12 Jan 08, 18:15
Super Donat.. und wie ich gelesen habe in kurzer Zeit.. wieviele Tage genau? und wir hätten natürlich auch gerne eine Beschreibung und Foto der Maschine hier! Welche Schleifmittel?
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Druide am 13 Jan 08, 13:49
Hallo Leute,

ich bin erstaunt was so Geröll alles her gibt wenns dann getrommelt ist.
Wunderschöne Steine, ich bin begeistert.

@Trommeln
habe ich dich richtig verstanden, das du auch für andere Steine trommelst und auch von anderen "sammelst"? 
Ich finde du hast ein sehr schönes Hobby.
Ich sammle eher die Infos über die Steine:-)
Bestenfalls landen sie als Fußwärmer im Bett, nach dem ich sie auf dem Kamin hatte*lach
Die hier vorgestellten getrommelten Steine sind echte Schmuckstückchen. Ich schaue sie mir sehr gerne an. Und nebenbei lerne ich auch was. Toll:-)
Maria
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: minuwe am 13 Jan 08, 14:06
Hallo Maria

Zitat
Bestenfalls landen sie als Fußwärmer im Bett
Hierzu aber nicht diesen http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,11079.15.html (http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,11079.15.html) verwenden!  ;D ;D ;D

Uwe


Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 13 Jan 08, 14:21
Hallo Maria
na ja.. ich mach das so. dass mir jemand etwas sendet, das trommeln wir dann und dann bekommt die Person wieder ein Teil davon zurück... so komme ich an interessante Steine aus ganz D oder auch von weiter her...

Ich lehne es ab etwas zu kaufen...
aber ein Tausch ist doch  spannend.

Wenn ich von jemandem wirklich etwas möchte, z.B. die Maaseier, bekommt er von mir Porto erstattet.

Wenn jemand tauscht mit mir, dann gibts immer ein Maasei und etwas Lägernflint gratis dazu.. einfach weil sie so schön sind...
Wenn jemand etwas getrommelt haben möchte, aber nix zum verschenken hat, dann soll er/sie an den nächsten Bach gehen und mir einige farbige schöne Kiesel dazulegen... das gibt oft spannende Resultate!

Wenn jemand etwas getrommelt haben möchte, dann ist es immer am Einfachsten zuerst ein Foto zu machen und ich sage dann was sicher und was ev. geht. Versteinertes Holz säge ich in Scheiben, auch die Achate machen sich besser gesägt. In den nächsten Tagen werde ich weitere Bild einstellen von aufgesägten Steinen, also von denjenigen, die ein interessantes Innenleben haben, was man von aussen nicht gesehen hätte.
Ausserdem habe ich angefangen Schmuck zu machen. Dazu muss der Stein auch nicht glänzend sein, aber sonstwie interessant. Auch davon werden Bilder kommen, aber ev. nicht in diesem Kapitel.

Ideal zum Trommeln ist ein harter Stein, der in etwa aussieht wie ein Ei.
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Druide am 13 Jan 08, 14:37
Hallo Trommeln,
wenn ich schöne Steine finde, schicke ich sie dir gerne und es ist ausreichend, wenn sie getrommelt schön sind, ich sie als Bild bestaunen darf:-)
Maria
@Uwe
ich werde mich hüten *lach
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Donat am 13 Jan 08, 22:32
Hallo,
dann möchte ich mal meine Trommelmaschine zeigen (Bild 2 mit Trommel).
Die Maschine habe ich bei E-Bay für 12€ ersteigert.Sie reduziert sich durch den Aufsatz vorne,von 1600 Umdrehungen auf 300 Umdrehung.Ideal für die Rotation.
Das teuerste war nur das Porto.ca.20€,
Und die Schleifmittel. :o Je feiner,je teurer ;D
Die Welle,mit den Rollen (sind Möbelrollen) laufen in ein Kugellager.Die anderen beiden, drehen dann mit der Trommel.
Werde mir aber eine Trommel  mit größerem Umfang zulegen(zusammenstecken). ;D
Für den Schleifgang insgesamt brauchte ich 14 oder 15 Tage.Manche Steine könnten aber 2 Tage mehr Politur vertragen. Also,für`s Gewerbe ist das wohl nichts.
Gruß
Donat
Da habe ich noch eine Frage an trommeln:Benutzt Ihr euer Schleifmittel mehrmals? Ich glaub bei den Groben kann man das ruhig machen, oder ?
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: caliastos am 13 Jan 08, 23:22
frißt das ding nicht saumäßig strom? ich meine 14 tage dauerbetrieb. aus dem grund sind mir so trommelmaschinen etwas unsympatisch.
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 14 Jan 08, 08:33
Hallo Donat
Herzlichen Dank für das Foto!
Wenn du in den unteren Schleifgängen schönen Schlick hast, dann kannst du ruhig noch einen Tag zulegen ohne das Schleifpulver zu wechseln.. auch in den oberen Gängen haben wir schon die Zeit verdoppelt... oder hier vorsichtig die Steine herausgenommen und neue dazugetan und nochmals laufen lassen.
1200 und Politur laufen bei uns ja mit feinen Keramikkörpern und da kannst eben nochmals laufen lassen im gleichen Schleifmittel, einfach weniger Steine, nämlich sogenannte "Schwierige", also welche die gerne Löcher eingedätscht bekommen wenn man zuviel einfüllt. Bei dir ist das jedoch anders.. Je mehr du einfüllst, desto feiner werden die Steine behandelt, weil sie nicht von weit oben runterfallen. Im Spirator soll man dann eher weniger einfüllen.
Mein Tipp:
80/600 mit Zusatz von Sand oder Dolomit
1200/Politur mit Zusatz von Keramikkörpern oder kaufst einfach im Dekobereich Gartencenter einen 3 kg Sack kleinen Rosenquarz.

@Caliastos
also... die Schweiz hat ja Stauseen.. und die liefern Strom.. und nun muss ich gestehen, dass mein Haushalt recht viel Strom verbraucht.. die Tage werde ich die neue Stromrechnung bekommen und kann dann sagen ob wir im letzten Jahr mehr verbraucht haben.
Wir passen zwar sehr auf das Licht auf, haben jedoch für alles eine Maschine, die wir auch freigiebig einsetzen... und dann all die PC's die immer laufen... und gehen immer erst Mitternacht ins Bett...
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: caliastos am 14 Jan 08, 19:10
naja, was mich an der anschaffung kleiner trommelmaschinen oder flächenschleifern mit vibrationstechnik hindert ist neben dem preis der dauerbetrieb. bei der lesitung von den dingern ist der verbraucht hoch.

meine eigenbausäge wird ja schon von einem waschmaschinenmotor betrieben. und wenn ich bedenke daß ähnliches in den standartmaschinen läuft... guter verbrauch.
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Donat am 14 Jan 08, 22:06
@caliastos,
meine Maschine habe ich auf "Starkstrom" umbauen lassen.Somit verbraucht sie nur noch etwa die Hälfte von dem,als wenn sie auf230ger Normal-strom laufen würde.
Natürlich läuft meine Maschine jetzt nicht das ganze Jahr über. Für den Anfang  mal 3-4-5 ;D Maschinen.
Aber ich brauche sie nicht Gewerblich;nur rein nur aus Neugier.Und ein paar Steine für meinen Sohn für auf dem Kindertrödelmarkt.
 Obwohl ???  ::) ,die Kiesgruben sind voll ;)
Gruß
Donat
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Stephkling am 14 Jan 08, 22:28
Hallo,
habe bei mir in der Nähe ein kleines Bächlein und schon mal überlegt es zum Antrieb einer Trommel zu nutzen. Da käme es ja auf ein paar Tage drauf an. Hat da jemand schon Erfahrung?
Grüße Stephan
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: caliastos am 14 Jan 08, 23:29
naja, die frage ist: ist die stömung stark genug? ist das dann alles absolut dicht? kannst du alles wirklich gut befestigen, ohne daß es weggespült wurd und: bleibt es da vor anderen personen geschützt?
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 15 Jan 08, 08:22
Bach - ja, das geht sicher, wenn man denkt, dass nur schon ein Gartenschlauch ein ganzes Mühlrad drehen lassen kann. Es hat früher erstaunlich wenig Wasser gebraucht um ganze Fabriken laufen zu lassen.
Versuchs... einmal mit etwas nicht so Wertvollem...
Wenn Wasser reinkommt, dann kommt auch Wasser raus... eine Trommel sollte schon dicht sein, sonst geht das Schleifpulver flöten oder der Trommelgang trocknet aus.

Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Donat am 15 Jan 08, 12:33
Hallo Stephan,
die Idee finde ich ideal.Denn wenn Wasser eine Mühle antreiben kann,warum nicht eine Trommel mit Steinen.Zum Beispiel hat man in Solingen die Messer-Schleifsteine mit Wasser angetrieben.
Also,dann könntest Du auch noch Deine Steine schleifen :D
Und wenn der Bach breit genug ist , dann nimm` mal direkt ein großes Ölfass. ;D
Gruß
Donat
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: minuwe am 15 Jan 08, 16:32
Hallo Stephkling,

die Idee ist prima, schon von der Ästhetik her: Natur bearbeitet Natur. Würdest du das wegen der Stromeinsparung oder der Umsetzung der Idee an sich machen?

Glück Auf
Uwe
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Stephkling am 16 Jan 08, 21:58
Hallo
also die Idee kam mir schon einmal vor einer Weile auf 'nem Spaziergang, ist dann aber wieder entschwunden.
Bei der Betrachtung von Donuts Eigenbau war die Idee wieder da.
Ich dachte, das die Trommel über dem Wasser läuft, auf einem Gestell ähnlich dem von Donut.
Werde noch ein bisschen drüber brüten und mal sehen was der Schrottplatz so hergibt. Einen Schweißer gibt es ein paar Häuser weiter.
Also wenn es dann mal laufen sollte, stell ich das Ergebnis vor!

@Minuwe        Hier im Schwarzwald gibt es viele Mühlen, nur schade dass viele nicht mehr laufen. Ich mag Mühlen ;)
                            und Strom sparen tun sie ja auch

@Donut            Das Ölfass ist wohl ein bisschen laut für unseren Kurort wo alles über 30dezibel zu den Ruhezeiten zu Problemen führt ;D   
                             Ist sowieso mein einziges Bedenken, dass mir jemand die Konstruktion zerstören könnte.

Gruß Stephan
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 16 Jan 08, 22:54
Die Idee hatt ich vor Jahren schon.. mir fehlt nur der Bach in der Nähe... Ev. hast Windrad im Garten?
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Psaronius am 17 Jan 08, 07:26
Hallo,
kenne jemanden, der "das Trommeln im Bach" schon einige Zeit praktiziert.
Seine Technik: Ein Plastefaß, an dem drei Flügel aus Alublech angeschraubt sind, bewegt sich auf zwei "Ast -Gabeln" aus Holz. Ganz primitiv, es funktioniert aber. Er benutzt es vor allem für den ersten Schleifgang.
Allerdings hatte er einmal Pech, als als Folge eines Wolkenbruches der Wasserstand blitzartig stieg und das Faß wegschwamm (allerdings bloß bis zur nächsten Biegung des Gewässers.
Also eine recht ökologische Alternative, - wenn man ein Bächlein am Haus hat....!
Gruß
Psaronius
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 23 Jan 08, 18:08
Wieder einmal ein Fazit:

Unser Gerät ist die blau-grüne Trommel - der Spirator (wie weiter vorne genauer beschrieben)

Da kann und soll man nix ölen dran... ist unten auch durchgehend geschlossen.
Wir haben 2 Jahre Garantie drauf.

Nun, nach gut einem halben Jahr Dauerlauf ist das Ding stehengeblieben.. wirkt etwas eingerostet. Wir haben es dem Händler zurückgegeben und er hat  uns anstandslos ein nigelnagelneues Gerät gegeben. Ueli hat aber, wegen Entzugserscheinungen, sich zusätzlich noch ein 2. Gerät angeschafft (wir mussten 3 Wochen auf das Ersatzgerät warten, kommt aus den USA).

Nun ist vor wenigen Tagen das nächste Gerät kaputtgegangen.. lief 2 mal schlecht an und ist dann mitten in der Nacht stehengeblieben.

2. Problem
Die grünen Kübel liegen auf 3 Stellen auf. Nach vielen 80-iger Schleifgängen hat es schnell dort 3 Löcher gegeben. Das haben wir damit gelöst, dass wir einen Ring aus Novilon (Bodenmaterial) herausgeschnitten haben und hineingelegt. Aber trotzdem wurde es nötig in den USA einen neue Trommel zu kaufen (ist dort bedeutend billiger und Garantieprobleme sind da ja nicht).
Einmal hats uns auch die Steine verklemmt (zu grosse genommen - ja, ja.. greedy  ;D) und dann hat es uns am Trommelrand kleine Dellen geschliffen. Seither sind wir vorsichtiger.

Deshalb...
empfehle ich besser die Maschine mit der gelblichen/beigen Trommel zu kaufen, könnte ev. besser sein, habe bis jetzt nichts nachteiliges darüber gehört, aber ich denke, dass es auch nicht mehr so schnell 2 so Verrückte gibt, die 1 Jahr im Dauerbetrieb arbeiten und dann noch Achat und Flint und so hartes Zeugs durchlassen...
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 24 Mar 08, 21:52
Ja, die 3. Trommel hat nach einem halben Jahr auch den Geist aufgegeben.. wir haben in Amerika nachgefragt.. man sollte wirklich ein stärkeres Gerät kaufen, wenn man die Absicht hat Dauerbetrieb zu machen.

Schweiz:
Wer in der Schweiz trommeln möchte, dem kann ich eigentlich nur die Emme empfehlen. Dort ist anscheinend das härteste und älteste Gestein der Schweiz, von einem uralten Schwemmkegel, dem Napf. Hier, kurz vor der Mündung in die Aare, kann an verschiedenen Stellen einfach nur wunderschönes Material gefunden werden.

Hier noch einmal der Link zu den Detailaufnahmen:
http://www.forums9.ch/hp/Schmuck/index.htm
http://www.forums9.ch/hp/Schmuck/080302/index.htm

Also
Starke Trommel und suchen in der Emme. ... fertig... das Geheimnis des Trommelns ist gelüftet  ;D ;) :) :D
Es hat Spass gemacht zu suchen und hier mit euch zu reden... Vielen Dank für alle Hilfe, die wir hier erfahren durften...

Wir werden nur noch in den Ferien etwas Steine suchen.. oder das verarbeiten, was wir versprochen haben... und natürlich immer mal wieder hier hereinschauen!
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Stephkling am 25 Mar 08, 21:30
Hallo,
habe meine wassergetriebene Trommel fertig und nun auch fotografiert, allerdings noch nicht ausprobiert.
Das Winterwetter hat mir da erst einmal einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Wahrscheinlich muß ich noch ein wenig an den Schaufeln nachbessern und das ganze Gerät zur Fixierung auf 'Dornen' setzen.
Das Material ist alles aus dem Baumarkt und kostete zusammen etwa 30€
Ich melde mich wieder nach den ersten Testläufen
(dem Kaninchen meiner Tochter hat es jedenfalls auch gefallen ;D ;D)

Bild 2: und noch aus einer etwas anderen Perspektive mit dem anderen Kaninchen

Grüße Stephan
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 25 Mar 08, 22:42
Hallo Steph
ich vermute, dass dein Gerät sehr wasserstandabhängig ist mit nur 4 Flügeln.. plane mal lieber noch weitere 4 Flügel ein...
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: caliastos am 26 Mar 08, 14:23
wasserstandsabhängig ist klar. wenn die trommel schwer und dicht genug ist wäre sogar unter wasser denkbar. allerdins frage ich mich, wie gut das funktionieren dürfte. immerhin muß da mind. 500g-1kg bewegt werden. und dafür sehen mir die flügel doch viel zu klein aus. zudem verliert man viel kraft durch die ganzen löcher in den flügeln. da geht das wasser nur durch und treibt kaum an. dabei gibt es auch sicher bremsende wasserwirbel.
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: minuwe am 26 Mar 08, 16:21
Hallo Stephkling,

funktioniert  ;D

Hast ja nur eine Drehzahlübersetzung von rund 1: 2. Wieviel Wochen die Steine brauchen ist ne andere Frage, bin ich neugierig.

Kompliment: keine Schweißnaht  ;)

Glück Auf
Uwe
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Stephkling am 01 May 08, 21:20
Hallo
heute hatte ich mal Zeit, nachdem der Schnee endlich weg ist, meine 'Trommelmühle' auszuprobieren.
Sie läuft!! :D, allerdings ist die Drehzahl mit 15 Umdrehungen in der Minute doch recht langsam :(
Ich werde mal größere Antriebsräder montieren um die Drehzahl zu erhöhen.
Wie viel Jahre wäre ein Trommelgang bei 15 U/Jahr? ;D

Stephan
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Goldi85 am 01 May 08, 21:34
Hallo,

Interessante Konstruktion hast du da. Hatte mal selber vor, so etwas zu bauen, aber leider keinen geeigneten Bach in der Nähe. Wenn du die Drehzahl erhöhen willst, müsstest du den Durchmesser des Schaufelrades verkleinern und diese vielleicht etwas breiter machen, damit  sie auch genügend Angriffsfläche im Wasser bieten.

Gruß  Daniel
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Stephkling am 01 May 08, 21:49
Hallo
vielleicht noch eine Bemerkung zur Trommel.
Die Trommel ließ sich nicht schließen wegen dem Überdruck der entsteht  :(
also habe ich ein kleines Loch in der Mitte des Deckels gebohrt und nach dem schließen dann eine Schraube eingedreht
@ Goldi Deinen Vorschlag werde ich auch mal probieren ist ja kein Problem da alles geschraubt ist!

Stephan
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 01 May 08, 22:24
Wegen der Zeit.. ich denke, es kommt auch drauf an wieviel Steine du in der Trommel hast... ich hatte dir ja geraten zu 3/4 zu füllen.  Schau mal in einer Woche nach ob du guten Schlick drin hast.. ob die Steine sich noch bewegen können... sobald der Schlick zu dick wird etwas Wasser nachgeben.. sobald der Schlick 20% des Inhalts ausmacht dann alles waschen und neu befüllen. Wenn du zufrieden bist mit der Steinform, dann erst feineres Pulver zugeben. Einfach jede Woche mal kontrollieren.. zu Beginn ev. alles 2-3 Tage  ;)

Die harten Steine können abbrechen, die harten und mittelharten Steine kommen sicher gut, die weichen Steine werden einfach immer kleiner, die Konglomerate kann es ausbrechen

Bin gespannt auf deine weiteren Berichte!
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Troglophiler am 01 May 08, 22:35
Hallo Frau Trommeln,

sag mal, hast Du schon Kupferkies oder Pyrit getrommelt? Geht das überhaupt oder zerbröselt das alles in der Trommel?

Grüße
Jens
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Donat am 01 May 08, 23:32
Hallo Stephan,
Einfach toll Deine Idee mit der Trommelmaschine.Spart natürlich eine Menge Stromkosten :D
Um die Geschwindigkeit zu erhöhen müsstest Du  noch mal ein wenig basteln.
Du musst als erstes ein größeres Rad antreiben,das wiederum die kleinen Räder der Trommel antreibt.Das erhöht die Umdrehungs-Geschwindigkeit.
Also,von groß auf klein:mehr Geschwindigkeit!
Und von klein auf groß:weniger Geschwindigkeit!
Gruß
Günter
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 01 May 08, 23:47
Ich hab Schiefer mit Pyrit getrommelt - Nolla Pyrit. Der Pyrit verformt sich weich, ähnlich wie Blei.
http://www.forums9.ch/hp/Schmuck/img/Stone061.htm

Habe aber geschliffener Nollapyrit hier gesehen:
http://www.swiss-stones.com/schweizer-steine/index.html
(http://www.swiss-stones.com/schweizer-steine/images/swiss/pyrithaltiger-tonschiefer.jpg)

Ich denke, das verformt sich nur, auch wenn es pur ist, also ohne umgebenden Stein
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Stephkling am 28 May 08, 23:08
Hallo
mal ein kurzer Zwischenbericht von meiner "Trommelmühle"
Sie läuft und läuft und bleibt mal wieder stehen weil sich ein Hölzchen oder Steinchen darin verfängt.
Alles ganz langsam! Eine Erhöhung der Drehzahl durch verkürzen der Schaufelräder brachte keinen Vorteil.
Es ging nur unnötig Kraft verloren.
Effektiver war eine andere Stelle zu suchen mit besseren Kanalisierungsmöglichkeiten.
Die Geschwindigkeit beträgt nun 25U/min. Nun ist doch ein deutlich besseres 'Schleifen' zu beobachten.
Sonntag werde ich vermutlich das nächst feinere Pulver (220) verwenden.
Die Schwachstelle der Mühle scheint die Antriebsachse zu sein. Ich werde mich mal nach geeigneten Kugellagern umsehen,
vielleicht aus einem alten Fahrrad oder so. Bei dem Alurohr in dem die Gewindestange läuft ist doch ein ziemlicher Abrieb.
Soweit erst mal
Grüße Stephan
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: caliastos am 28 May 08, 23:10
wie wäre evtl ein gitter gegen die schwebschoffe im antrieb?
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 28 May 08, 23:11
Hallo Stephan
ja... Kugellager sind sicher besser oder Metalle, die sich nicht zerreiben...
Mach dann mal Fotos der Steine bitte!
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Stephkling am 31 May 08, 23:31
Hallo

@Caliastros:  in den Antrieb kommt kein Dreck, da er über dem Wasser liegt

1. auf dem Weg zur Mühle
2. und ????  :P
oje nach dem heftigen Regen Hochwasser

Grüße Stephan
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Stephkling am 31 May 08, 23:50
die Mühle ist unter Wasser aufgehalten von einem Ast,
das Bergen ist etwas zu gefährlich im Moment,
die Trommel ?????
vielleicht kann sie Donut im nächsten Jahr als Beifund am Rheinufer finden mit schön getrommelten Steinen ;D
zum Glück waren es keine Kostbarkeiten zum probieren, aber doch interessante Steine aus der Kiesgrube in Greffern.
Wenn der Wasserstand gesunken ist       mal sehen   vielleicht hab ich ja Glück
Stephan
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 01 Jun 08, 09:00
Das 3. Foto ist echt super.. aber eben...  :'( wo ist die Mühle? Wenn ich es recht verstanden haben, war die Trommel nur aufgelegt?
Wenn du Glück hast.. beim heutigen Sonntagsspaziergang.. einfach den Bach nach runterwander und die Einzelteile einsammeln  ;D


Nächstes Mal: an Kette legen?
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: caliastos am 01 Jun 08, 11:02
also ih tippe mal, daß die trommeleinheit hübsch verbogen sein dürfte
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Stephkling am 01 Jun 08, 22:12
Hallo
also die Mühle ist noch da, an dem Ast der quer zum Bach liegt, gefangen.
Zum Bergen war es mir noch ein bischen gefährlich. Ich konnte leider die Trommel
noch nicht finden, muss noch warten bis der Wasserstand noch etwas runter ist.
Mir ist gerade ein Hoffnungsschimmer gekommen. Vor dem nächsten Ort ist ein Fischteich durch den der Bach
fließt und davor ist ein Gitter. Werde mich also morgen mal aufmachen und suchen.
Die Trommel ist aus Kunststoff und dürfte kaum verbogen sein. Für die Mühle hätte
ich noch Ersatzteile. Bei der Gelegenheit werde ich noch Verbesserungen vornehmen.
Soweit erst einmal
Stephan 
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: der_tom am 02 Jun 08, 21:00
hallo,
also ich misch mich da mal ein...
hab die idee mit der pvc-muffe aufgenommen und auch was gebaut. den antrieb hab ich nicht mit achse nebendran sondern wie auf dem foto ersichtlich direkt an der muffe angebracht. morgen setz ich das ding in den bach, eventuell mit ausgerichtetem rohr damit das wasser an die richtige stelle kommt. ich denke dass ich recht annehmbare umdrehungen hinbekomme. werde darüber berichten.

die trommelmühle mit nebenantrieb bietet meiner meinung zu viel angriffsfläche bei hochwasser. meine trommel kann nicht raus, da die gewindestangen so lang sind dass sie nur durch verschieben durch ein langloch entnehmbar ist.
gruß tom
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Tauerngold am 02 Jun 08, 21:11
Sehr gute Trommel auf den ersten blick,
wenn du auch noch ein Rohr davor gibst läuft die wie eine eins.

Glückwunsch und Grüße
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: der_tom am 02 Jun 08, 21:14
hallo,
danke für die blumen. hab sie schon trocken, natürlich mit wasser und steinen gefüllt mittels bohrmaschine ausprobiert. zu hohe umdrehungszahl bewirkt dass die zentrifugalkraft die steine am platz verharren lässt. sowas um die 150 u/min sind passend, dann rumpelts. bin gespannt. idealerweise liegt der bach auf privatbesitz wo nur ich hinkomme.
gruß tom
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Stephkling am 02 Jun 08, 21:41
Hallo Tom

Deine Trommel mit 'Direktantrieb' gefällt mir gut!
Frage: läuft die Achse durch die Trommel? da hätte ich Bedenken, dass
die Achse irgendwann durchgeschliffen ist!
Gruß
Stephan
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: der_tom am 02 Jun 08, 22:42
hallo,
das habe ich bedacht.
deckel haben unterlagscheiben und schrauben siehe zeichnung.
und wenn "oberschlächtig zu viel power kommt, lass ich sie unterschlächtig laufen.
gruß
tom
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Troglophiler am 02 Jun 08, 22:54
Tom, Du kannst ja auch ein Stück Gummischlauch über die Achse schieben.
Frage: sind die Nieten dicht?

Grüße
Jens
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: der_tom am 02 Jun 08, 22:59
hi
hast falsch verstanden, die zeichnung zeigt den deckel von innen. keine durchgehende achse, sondern schraube mit unterlagscheibe und draussen selbstsichernde muttern.
blindnieten funktionieren dergestalt, dass ein, sagen wir mal rundkopfstahlnagel, durch eine aluhülse gezogen wird. er presst dadurch die hülse an die lochwandung und reisst ab. der kopf bleibt stecken und schließt das hülsenende.
gruß tom
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: caliastos am 02 Jun 08, 23:11
aber: du hast doch innen abrasive substanzen in form der trommelsteine und der schleifpulver. schleift sich das nicht irgendwann ohne schutz ab?

das mit der achse und der gummierung war wohl auf die vorfrage bezogen. soll heißen, wenn man die achse durchgehen läßt, so schützt diese die gummierung. oder aber dein prinzip. aber immer die frage: wie werden die hartteile vor dem schleifmaterial geschützt? die werden ja in gleicher weise zerschliffen.

vieles ist ja kein spezialmaterial.
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: der_tom am 02 Jun 08, 23:19
hi,
klar ist das metall nicht härter als die steine. aber hartmetall war mir zu teuer... grins...
aber ich hab noch ca. 30 dieser schrauben...... oder bei OBI.. lach
gruß tom
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Stephkling am 30 Jun 08, 22:28
Hallo,
wollt mich doch mal wieder melden, was aus meiner Trommelmühle geworden ist.
Sie ist heil und unverbogen aus dem Bach geborgen worden. Nur etwas 'Sand im Getriebe'  ;D
habe im Moment leider keine Zeit die Maschine aufzumöbeln. Von der Trommel war leider nichts zu finden  :(
Grüße Stephan
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 07 Aug 08, 23:08
Wir haben wieder getrommelt

Neu: Am Ende jeden Tages wurde dem Gang etwas Spühlmittel beigegeben und 15 Minuten laufenlassen.
Alle Steine hatten in etwa die gleiche Härte, bis auf wenige Ausnahmen.

Auf dem ersten Foto sind in der Mitte 2 braune Steine, Calzedon aus der Steina im Schwarzwald und div. Steine, die ich nicht mehr zuordnen kann
Oben links der erste Stein aus der Landwasserexkursion, sehr glänzend geworden, das freut uns, denn wir haben noch eine ganze Trommel voll davon auf Lager

Bild 2 - Steine von Bad Sulzburg - Achatscheibe, die ich für Schmuck zerkleinert habe und Kleinstücke/Splitter

Grundsätzlich sind die Steine ca. 5 cm gross auf den folgenden Fotos
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 07 Aug 08, 23:11
1 - Steine von der Ostsee

Krizu - du siehst was gut kommt. Bei einigen Steinen sind Löcher durch die Keramik hineingeschlagen worden. Und 1-2 Steine sind nicht glänzend geworden. Du siehst was schön kommt.. mach bitte deine Steine nass und suche nun entsprechend aus - Herzlichen Dank fürs Sammeln!

2 - Von gucknetso

Versteinertes Holz, fast ohne Struktur und Feuerstein. In der neuen Trommel ist wieder eine Ladung deiner Steine. Der Glanz ist überwältigend!
Leider habe ich 2 Sägeblätter abgeschliffen um an dem diesmal extrem harten Material Scheibchen herunterzuschneiden. Habe mich deshalb nun auf nur wenige Schnitte beschränkt.
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 07 Aug 08, 23:19
1 - Aus dem Quarzsteinbruch Stanislav in Polen

Hornfels (der Stein von der linken Bergseite)
Sieht in Wirklichkeit bedeutend besser aus als auf den Fotos - sind nämlich gut auf Glanz gekommen

Wir sind ja in einer Stunde auf den Berg hochgehetzt und haben in den letzten Abendstunden noch den Steinbruch erkundet. Dann kam ein Wächter (?), ein polnischer freundlicher Riese (man bemerke wir sind im Riesengebirge) und hat uns noch persönlich in seinem kleinen Autochen herumgeführt

2 - Und hier die ersten Steine aus der Müglitz (mein Steinschneider für grosse Stücke macht Betriebsferien)

Wir sind trotz allem begeistert und freuen uns auf die weiteren Stücke, die noch mehr versprechen.
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: tamtal am 08 Aug 08, 00:38
Na, sind doch recht niedlich. ; )
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Gucknetso am 08 Aug 08, 18:21

hallo liebe trommeln smile

die steine sind wieder der wahnsinn voll der geile glanz.
tja unsre steine sind wohl die härtesten lach, eben doch sowas wie
edelsteine ;-)
ich finde sie nicht niedlich, dieser ausdruck zeugt wohl von unwissenheit
über die wahre schönheit die du durch dein trommeln aus den stücken
herrausholst.
du solltest solche trommelsteine mal in die hand nehmen dann würdest du nicht niedlich schreiben Tamtal......
in diesem sinne
gaaaanz liebe grüße in die schweiz
au en gruß an herrn trommeln ;-)

glg siggi
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: tamtal am 08 Aug 08, 20:15
@Gucknetso. Eh du mich wegen des Adjektivs "niedlich" anmachst, bitte ich dich doch um ein wenig Contenance. Die Stücke empfinde ich als niedlich und Unwissenheit durch das Urteil von jemandem, der "voll der geile glanz" schreibt, werde ich mir ganz bestimmt nicht andichten lassen.

Also auch gaaaanz liebe Grüße... wohin auch immer. ; )
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Gucknetso am 09 Aug 08, 02:06

also angemacht habe ich niemanden auch dich nicht

lg siggi
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: caliastos am 30 Aug 08, 22:35
also falls es wen von den trommlern interessiert:

habe heute beim fossisuchen auch den einen oder anderen flint gefunden, die ich auch eintauschen würde oder so.

3 stk: größe zwischen 5 und 10 cm
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 08 Sep 08, 20:28
manchmal... zerbricht beim Trommeln etwas.. und dann kommt was hervor.. ein Geheimnis! ;D ;D ;D

Pyrit von Turmalin, den er mir zum trommeln geschickt hat... (ist eine elende Schmiere in der Trommel, kommt aber gut)

Dann noch einige normale Kugeln. So 2-4 cm gross
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 12 Sep 08, 12:25
Wir haben in den letzten Chargen einmal einen roten Stein dringehabt (aus Tschechien) und Pyritkonkretionen (siehe in obigen Beiträgen die Goldkugeln).
Nun sind unsere anderen Steine davon verfärbt worden.
Teilweise hat man halt nur ein Stück von etwas. Und das muss man dann halt opfern oder man opfert den Rest der Schüssel...
 :o :o :o
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Stephkling am 19 Sep 08, 20:45
Hallo,
ein paar Steinchen zum Trommeln vom Urlaub in Südfrankreich (St Cyprien - Mittelmeerküste)
zuerst mal Bilder am Kiesstrand
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Stephkling am 19 Sep 08, 20:48
und hier mal ein paar der mitgebrachten Steinchen
Bild 2: noch mal ein paar 'besondere'
Grüße Stephan
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 19 Sep 08, 21:11
oh.. hübsch.. es freut mich, dass ihr nun "Kieselsteine" etwas genauer anseht.. der rote/rosarote im 2. Bild.. den hast du aber mitgenommen??? *neidisch guck

@Calisastos - danke für das Angebot, aber wir haben von denen schon einige.. ausser.. sie wären von einem ganz speziellen Ort und also nicht von der Ost- oder Nordsee - aber so schauen sie leider aus.. genau wie von der Ostsee..
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: caliastos am 19 Sep 08, 22:54
äh, nö, von der nord/ostsee sind die nicht. da war ich bisher noch nicht einmal.

allerdings müßten die mit denen was gemeinsam haben. bei den an der küste denke ich, daß die vermutlich mehrheitlich aus der kreide stammen. das sind jedenfalls auch stücke aus der kreide. allerdings von misburg. recht unangenehm wenn man sowas aus dem mergel haut und zu spät sieht. der handschuh hat da ziemlich was abbekommen.
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 22 Sep 08, 09:36
Von Minuwe und einem Sammler aus Basel haben wir viel Fluorit bekommen

Jetzt konnten wir eine ganze Trommel mit dem gleichen Material füllen. Fluorit ist sehr weich, ausserdem bricht es schnell. Und wird nicht glänzend.

Zuerst also vorsichtig 80 er Pulver, immer nach wenigen Stunden nachgeschaut.. dann 600, 1200 und polieren mit Trovalin, aber ohne Keramik. Jetzt wären die Steine eigentlich glänzend und fertig gewesen. Sie waren aber nicht glänzend. Dann haben wir es noch mit Mehl versucht.
Dies ist nun das Resultat. Das weisse Mehl hat sich in Falten abgesetzt und doch.. nur die 3 Stück links, die ich mit Olivenöl eingeschmiert habe, sind glänzend geworden. Wer also Fluorit möchte sollte es ev. besser lackieren. Die Steine sehen in Natura besser aus, beim Fotografieren kommen halt die weissen Linien viel stärker zur Geltung.

Oder hat jemand bessere Tipps?
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 30 Sep 08, 20:52
Nachdem ich vorher mal "dreckige Steine" vorgestellt hatte, also mit Pyrit oder rotem Stein verschmutzte, haben wir nun die Lösung gefunden dafür:
Viel Sägespäne in die Trommel (ich habe einen Birnbaum und einen Apfelbaum mit der Kettensäge zersägt, das ergab relativ grobes Sägemehl) und die Stiene und dann noch viel Waser.. und das einen Tag trommeln lassen.. jetzt sind sie wieder sauber! Das Sägemehl ergab kein Mus, sondern blieb in Flocken.

Und wieder ist ein Geheimnis gelöst  ;D
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: agatefreak am 01 Oct 08, 08:55
Hallo ,

habe in letzter Zeit mit Achaten experimentiert. Besonders schön sind die Achate von Halsbach/Sachsen geworden  , auch die Politur gelang besonders gut. Die Steine liefen 6-8 Wochen in einer großen Trommel mit 100kg Fassungsvermögen.

1: ein schöner "Korallenachat" von Halsbach/Sachsen
2: und hier ein neues Material aus Brasilien. Ein brasilianische Lace Achat mit vielen Augen.
3: auch mit versteinertem Holz kann man gute Ergebnisse erzielen. Hier eine Konifere vom Donnersberg/Pfalz.
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 01 Oct 08, 09:38
Wie gross sind denn die Steine in etwa? Vom Holz her gerechnet vermutlich 3-7 cm?

Holz kann bröckeln.. und Risse haben... mit vorschleifen kann man dem etwas abhelfen, aber es entstehen auch im Trommelvorgang immer wieder Bröckelstellen oder ein Riss wird eröffnet.

Schöne Achate, schöner Schliff!
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: agatefreak am 01 Oct 08, 10:58
Hallo,

die Stücke sind alle zwischen 40mm und 70mm. Das mit dem manchmal rissigen Holz stimmt schon , ich klebe es vorher mit einem Spezialkleber.
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 01 Oct 08, 11:31
Das mit dem Kleber haben wir bis jetzt noch nicht gemacht.. halt auch, weil wir bis jetzt immer genügend gutes Material hatten.
Welches Produkt verwendest du, also welchen Kleber?
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 16 Oct 08, 11:32
http://www.forums9.ch/hp/downloads/index.html

Hier kann man unseren Spirator am Laufen sehen.. oben im Bild die Kristalle vom Krizu, unten die Achate von Helicat und dazwischen Scheiben, die mir Ralf gesägt hat, ich sehe 1-2 von der Müglitz und einen von Kleve (Donat, ein weisser Stein mit schwarzen Stücken drin, der wird wunderschön werden! - wir haben ihn angeschaut und waren nicht sicher ob er sich lohnt - er wird sich sehr lohnen!)
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 01 Nov 08, 11:46
Hier einige Steine, die ich von Ralf in ca. 7mm dicke Scheiben sägen liess..

1. Erzhaltige Steine, die ich von Minuwe bekam. Sie haben alles rot gefärbt, sind auch sehr mager geworden in der Trommel, aber kamen doch hübsch auf metallischen Glanz

2. Einige Steine aus der Müglitz - bessere folgen...
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 01 Nov 08, 11:50
Und hier meine Ausbeute an gesägten Steinen aus Donats Kiesgrube bei Kleve

Unten links ist Holz, unten rechts dem Donat sein "Holz"
In der Mitte Jaspis und anderes...

Ich bin sehr zufrieden.. habe aber nocht lange nicht alles getrommelt, nur die kleineren Stücke oder die, die ich leicht zerbrechen konnte.... weitere Bilder werden folgen...
Werde aus den schönsten Steinen wieder Halsketten machen...
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Xyrx am 09 Nov 08, 11:13
Hallo,

wo ich nun auch in den "Verein" der Trommler aufgestiegen bin, ergeben sich doch noch einige Fragen. Im Moment trommle ich Basalt (Steine aus Island, rund 1,5 bis 4cm groß und schon sehr rundgetrommelt vom Atlantik). Basalt finde ich, ist ein sehr sehr "zähes" Material, nach 10 Tagen mit 80er Siliziumkarbid zeigt sich kaum ein Ergebnis, sehr wenig Schleifschlamm, an den Steinen nur mit der Lupe erkennbare wenige Spuren. Stelle ich es falsch an oder ist Basalt wirklich ein Problem? Schleifmittel ist genug in der Trommel, auch die Verteilung der Körner beim Trommeln ist zufriedenstellend....

Viele Grüße
Xyrx
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: caliastos am 09 Nov 08, 12:12
kann ich mir jetzt an sich nicht vorstellen. wenn ich mal bedenke wie schnell trommeln meine achate machen konnte.

wenig schleifschlamm irritiert mich eigentich. sic sollte basalt an sich recht gut abschleifen. zumindestens merke ich das bei handschliffen. lann es evtl. sein, daß es deinen basalt einfach nur zerreibt? an sich eh nicht das tollste zeug.
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 09 Nov 08, 13:52
@Xyrx - du benutzt eine richtige Trommel (und nicht Spirator) oder?

Ich kann mir vorstellen, dass du mit einer richtigen Trommel 3-4 Wochen lang mit 80er trommeln musst und alle 7 Tage das Schleifpulver wechseln musst. Gib noch einige Handvoll Sand dazu. Oder kleine Kieselsteine vom Splitt. Fülle die Trommel zu 3/4.
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Xyrx am 09 Nov 08, 16:28
Hallo,

ja, ich benutze eine richtige Trommel. Andere Steine (Cordierit, Granat, weichere Steine) gingen schnell und gut zu trommeln, polieren übe ich noch. Aber beim Basalt  >:(
Das Schleifmittel habe ich alle zwei Tage nicht erneuert, sondern nur frisches Mittel dazu gekippt, nicht übermäßig viel, aber sicher genug. Vielleicht krieg ich Fotos hin. Oder mir fehlt einfach nur Übung.

Viele Grüße
Xyrx
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Goldi85 am 09 Nov 08, 16:50
Hallo,

Wie voll hast du denn die Trommel gemacht? Wieviel Wasser dazu, wieviel Schleifpulver? Ich denke mal, bei Basalt wird es eher schwierig werden, den auf Hochglanz zu polieren, das sieht man schon an Achathälften, die noch im Gestein angeschliffen wurden.

Gruß  Daniel
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 20 Nov 08, 19:50
Ich mische mich hier mal mit ein.

Ich habe ja geschrieben, das ich nun auch selber meine Trommelsteine mache mit einer Rotationstrommel. Gerade die letzten Aktionen von Trommeln haben mich inspiriert auch schnöde Kiesel zu trommeln. So langsam habe ich den Bogen raus, auch beim Polieren. Da ich mir vor ein paar Tagen auch noch einen Spirator leihen konnte, hatte ich wirklich den Vergleich. Der Spirator gewinnt um Längen, was die Geschwindigkeit angeht. Aber die Trommel geht sanfter mit den Steinen um, solange sie immer schön voll ist. Die Füllmenge ist beim Spirator ja fast egal, kann ein Vorteil sein. Wenn man also den preislichen Vorteil einer Trommel (und deren Ersatzteile, evtl. sogar Eigenbau) außer Acht läßt, dann ist ein Spirator eine feine Sache. Der Spirator ist mir aber persönlich wirklich zu teuer, ich denke da an den Stromverbrauch und den Ersatz des Gummibehälters. Sollte nicht noch mehr an dem Teil dem Verschleiß zum Opfer fallen. Bei meiner Trommelmaschine ist nur die Trommel ein Teil, welches ich kaufen muß, der Rest ist reparabel. Übrigens habe ich meinen Fehler beim Polieren gefunden. Ich schleife als letzten Gang mit 1000er oder 3000er Korn. Dann schön saubergemacht (und nicht nur die Steine! Peinliche Sauberkeit ist angesagt) und nun wird poliert. Leider bekommt man aber die Trommel nicht 100%ig sauber, somit klappts Polieren nicht immer. Also legte ich mir eine extra Poliertrommel zu. Noch ein Vorteil: Ich nehme die polierten Steine raus und kann mit dem Poliermittel weiter arbeiten, solange die Steine ungefähr die gleiche Härte haben oder härter sind. Spart ungemein. So, lange Abhandlung.... Ich danke Trommeln nochmal für die Inspiration und die Hinweise. Super!

Wenn man viel Schleifpulver braucht, ebenso einiges an Polierpulver wirds nicht so teuer bei den Verbrauchsmaterialien. Der Strombedarf des Gerätes ist beherrschbar. Klar kommt man nicht an die Preise billiger handelsüblicher Einheits-Trommelsteine ran, dafür sind die eigenen Trommelsteine individueller und selbstgemacht.

Gern beantworte ich auch eure Fragen, falls da welche sind....

Viele Grüße
Xyrx

Danke Xyrx
natürlich darf jeder hier seine Trommelgeheimnisse verraten, denn dazu ist der Thread ja da..

Dass viele für das Polieren eine eigenen Schüssel nehmen habe ich ev. zu wenig herausgestrichen, denn wir machen das nicht.

Unser vorletzter Schleifgang ist 1200 Korn und der letzte dann die Politur mit einer Paste (wie erwähnt). Ich glaube nicht, dass mit 1000 schon eine Politur möglich ist, da muss man schon höher gehen...
Kannst du Fotos von den Steinen zeigen oder von der Maschine Xyrx?
(Ich weiss, dass Fotos von polierten Steinen immer jämmerlich aussehen.. aber ich bin halt neugierig  Grin)

Nachtrag: habe die beiden Beiträge von "Trommelangelegenheit" zu den Trommelgeheimnissen kopiert..
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Xyrx am 22 Nov 08, 21:00
Ok, Madam möchte Bilder  ;D

Habe nun den Basalt so richtig fein hinbekommen. Er ist nicht auf Hochglanz, das geht mit solch natürlichem Gestein nicht ohne Hilfsmittel. Aber der Stein ist sehr glatt, richtig schön als Handschmeichler. Leider gibt das Foto das nicht rüber. Man muß die Steine anfassen - einfach herrlich! Die Steine auf dem Foto sind weder mit Öl, noch mit Wachs behandelt. Aber ich habe die schönsten Steine rausgesucht  :D

Viele Grüße
Xyrx
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: caliastos am 22 Nov 08, 22:46
ach, mit natürlichen gesteinen geht schon hochglanz. geht nur mit basalt und bestimmten anderen gesteinen halt eben nicht.
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 22 Nov 08, 23:28
Madame dankt  ;D ;D ;D

Ja, grundsätzlich sehr schön.. ehrlich gesagt, die Suche nach Glanz ist das Eine.. ein gefälliges Resultat das Andere!
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 30 Nov 08, 11:40
So, wieder mal einige Fotos.. für Caliastos, Krizu, Minuwe und andere Trommelinteressierten
Es sind die Steine, die ich behalten durfte...

1. Bild
Uebersicht über einige Trommelsteine -
Links Diverse, Feuersteine von Grenzton
Mitte Kristalle von Krizu aus Heiligenhaus
Rechts Achate von Caliastos - den schönsten habe ich mir als Anhänger ausgesucht

2. Bild
Achate links
Rechts diverse von Caliastos - wurden interessant, aber nicht glänzend

3. Bild
den Schönen
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 30 Nov 08, 11:41
Hier von vorne und hinten Steine von Caliastos, teils abgeteilt/gesägt
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 30 Nov 08, 11:44
Hier nochmals die Fluorite
Einige davon von Minuwe, andere von hj aus Basel

Erst als ich viele davon zusammen hatte habe ich einen ganzen Trommelgang mit Fluoriten gefüllt.. alle Tricks angewendet.. schöner wurden sie nicht... also mit einer speziellen Polierpaste würde man die noch auf Glanz bringen, aber in der Trommel gehts nicht besser..
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Fabian99 am 01 Dec 08, 21:12
Hallo,

vielleicht hilft da der alte Trick: Mit etwas schelifen, was nur eine Stufe häter ist auf der Mohschen Skala? und kein/möglichst wenig Kontakt zwischen den Steinen = fette Pampe oder zähe Pampe = Glyzerin?

MfG
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 01 Dec 08, 22:48
Die Idee war Gries oder Mehl oder Kaffeepulver verbraucht
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Fabian99 am 02 Dec 08, 08:55
Hallo,

nimm mal Glyzerin oder Glykol statt Wasser zum ansetzen. Die Paste ist zäher, es dauert etwas länger, aber die Schleifkörner stehen nicht soweit raus (Kerbwirkung). Gleichzeitig bleiben die Kristalle mit einer "Schutzschicht" gegen leichte Stösse bedeckt.

MfG
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 02 Dec 08, 09:40
also bei Fluorit im letzten Schleifgang - vor dem Polieren?
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: HeikoB am 02 Dec 08, 13:32
Hallo,

das Trommeln von Fluorit scheint ja wirklich ein bestgehütetes Geheimnis zu sein. Ich weiß auch nicht wie man
Fluorit in der Trommel poliert, aber ich habe in meinem früheren Beruf eine Ausbildung als Feinoptiker absolviert.

Fluoritgläser werden in der Optikindustrie mit Diamantemulsionen auf Polierpech (auch Poliertücher) poliert.
Nun ist das Trommeln ja etwas ganz anderes, aber zumindest würde ich feine Diamantemulsionen zum
Polieren mit einbeziehen. Man kann Polierpeche mit Alkohol auflösen und z.B. Polierfilzstückchen oder
Lappen damit tränken und  wieder trocknen lassen. Vielleicht  ist Glyzerin wie von Fabian99 angegeben
statt Wasser ein guter Ansatzpunkt um Beschädigungen vorzubeugen. Das Ganze dann in ab in die
Trommel und einen Versuch starten.

Zuhause mache ich öfters Fluoritanschliffe (Planschliffe). Die poliere ich mit einem Präzisionsaluminiumoxyd
auf einem Polierteller, der mit einer geschäumten Polyurethanfolie beklebt ist. Das ist eher ein Untergrund auf
dem ich meine Achate poliere, aber Fluorit bekommt da auch einen guten Glanz.

Vielleicht hilft das Euch ja etwas weiter.

Grüsse

Heiko

Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Fabian99 am 02 Dec 08, 13:41
Hallo,

\gamma-AlOx oder \alpha-AlOx?

MfG
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: HeikoB am 02 Dec 08, 14:35
Hallo Fabian,

tja, gute Frage. Kann ich leider auch nicht beantworten. Auf der Verpackung und der Internetseite des Vertreibers
habe ich auch keinen Hinweis darauf gefunden. Müsste man mal bei Herrn Brandt nachfragen.

Bezogen habe ich das Poliermittel bei Pieplow & Brandt. Siehe unter diesem Link hier: 

http://www.pieplow-brandt.de/german/produkte/poliermittel/aluminiumoxyd_uebersicht.htm

Ist aber nicht billig das Zeug. Hat damals schon 150 Euronen das Kilo gekostet. Man kann es aber gut recyceln und
öfters verwenden. Einfach das Poliermittel mit einem Schwamm aufnehmen und in eine mit Wasser gefüllte
Schüssel auswringen. Das Poliermittel setzt sich nach einiger Zeit ab und ich kann etwas Wasser abgießen.
Dann das Poliermittel mit dem Restwasser  nochmals aufrühren und gut eine Minute setzen lassen.
Dann das mit Poliermittel versetzte Wasser in ein größeres Glas geben, aber nicht alles. Den abgesetzten Rest
in der Schüssel wegschütten.

Vielleicht geht auch Diamantine (Aluoxyd) von Krantz. Habe ich aber selber noch nicht ausprobiert. Wäre aber etwas
günstiger im Preis.

Grüsse

Heiko





Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 02 Dec 08, 23:43
Hallo Heiko
Herr trommeln meint, dass unsere Trovalisierpaste so ein Zeugs schon enthält.. soll ich mal versuchen und einen Optiker hier fragen, ob er mit ein Teelöffelchen von deinem Mittel abgeben kann zu Versuchszwecken? Haben die das in dem normalen Brillenladen?
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: HeikoB am 03 Dec 08, 11:20
Hallo Trommeln,

klar kann ich Dir zu Versuchszwecken etwas von dem Aluoxyd schicken. Diamantemulsion habe ich leider
keine Zuhause.

Dieses Präzisionsaluminiumoxyd ist zum Polieren von schwierigen Gläsern/Kristallen/Metallen etc. in der
Optikindustrie gedacht.
Ob es hingegen auch zum Trommeln geeignet ist, muss man ausprobieren. Wenn es nicht gehen sollte,
dann müsste man mal Versuchsreihen mit Diamant probieren.

Beim normalen Augenoptiker bekommt man ein solches Poliermittel in der Regel eher nicht, weil die ihre
Gläser ja meist fertig, incl. Vergütung kaufen und höchstens noch in der Aussenform etwas anpassen.

Schicke mir doch mal eine PN mit Deiner Adresse.


Grüsse

Heiko

Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Xyrx am 03 Dec 08, 18:59
Hallo,

also was ich bemerkt habe, das eine Trommelmaschine bei gröberem Korn rundere Ergebnisse bringt als ein Spirator. Dagegen lassen sich in einem Spirator viel einfacher die Steine polieren. Das ist in der Tat ein Problem mit der Trommel.

Außerdem sind Schleifmittel bestimmter Körnung unterschiedlich wirksam. Ich habe gestaunt, ein 80er Korn Siliziumkarbid raspelt in gleicher Zeit mehr weg, als ein 60er (Steine mit Härte 7). Dann bringt 325er Korn fast nix, 600er dagegen macht Superergebnisse. Dann gehts ins Feine. 1000er macht schön glatt, aber 3000er macht glatt und schleift extrem an den Kanten der Steine. Zum Spaß nahm ich mal 8000er Korn. Für weiche Steine fast eine Politur, bei harten Steinen kein Erfolg, jedenfalls nicht sichtbar. Aluminiumoxid geht wunderbar als Poliermittel für harte Steine, bei weichen Steinen nehme ich Ceroxid. Ist zwar teuer, aber Hochglanz ist manchmal möglich bei problematischen Steinen. Fluorit habe ich mit Ceroxid versucht zu polieren, geht noch nicht so richtig. Mit normalem Öl statt Wasser gleich gar nicht. Aber wenn ich das Öl gegen dünnflüssiges Hydrauliköl tausche und Ceroxid + Keramikfüllkörper nehme, dann bekomme ich den Fluorit einigermaßen hin. Bin noch am Probieren. Statt Öl ist beim nächsten Trommelgang Petroleum dran. Mal sehen ob das geht.

Ach so, ich trommle mit einer Trommelmaschine wie im Bild (2 bis 2,5kg Steine gehen da rein, bis 6cm).

Viele Grüße
Xyrx
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 03 Dec 08, 19:31
Danke Xyrx

und wir werden uns in Basel mal nach den neuesten Erkenntnissen umsehen..
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Xyrx am 03 Dec 08, 19:49
Und ich hoffe auf ergiebige Erfahrungen, niedergeschrieben in diesem Thread...  ;D

Viele Grüße
Xyrx
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 03 Dec 08, 19:54
Genau.. wir werden allen Geheimnissen auf die Spur kommen.. gnadenlos ! 8)
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Xyrx am 07 Dec 08, 17:37
Hier mal eine Ladung fertiger gemischter Steine (vom Kalkstein über Basalt bis zu Granit). Einfach in die Trommel geworfen, getrommelt, poliert, dann gewaschen und abgebürstet - fertig. Keine Behandlung mit Wachs oder Öl. Sozusagen das erste halbwegs gelungene Ergebnis. Ach so, der große Basalt oben hat rund 7 cm Durchmesser.

Viele Grüße
Xyrx
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 07 Dec 08, 18:12
Ja, super, es scheinen einige auf Glanz gekommen zu sein..

Wir haben heute weiter nachgefragt.. ich habe einen neuen Spirator gekauft und nun werden wir eine Maschine nur fürs Polieren verwenden! Ceroxyd habe ich auch eingekauft, gibt es doch in der Schweiz.
Neuester Vorgang/Versuch: 1-3 Tage im 80er, bis die Steine die richtige Form haben.. dann 1 Tag im 600, dann 1 Tag 1200, dann 1-3 Tage polieren - ev. 3 Tage 600 und kein im 1200.

Hier mein schwarzer Stein, den ich nun bestimmen lassen konnte: Es ist ein Basalt, der metamorph ist, deshalb glänzend wie Obsidian, aber doch kein Obsidian. Er hat kleine Luftbläschen, die verhindern, dass der Stein voll poliert werden kann. Jedoch sind die Bruchstücke selber muschelig und glänzend, ich werde also vom gebrochenen Stein einige Anhänger machen.
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Xyrx am 07 Dec 08, 18:42
Hallo Trommeln,

meines Wissens entsteht ein solcher Basalt, weil er langsamer erkaltet ist als Obsidian, der ja fast in Minuten erstarrt. Außerdem spielen beigemengte Mineralien eine wesentliche Rolle. Ist aber interessant, so ein Stein.

Ähm, ihr habt ja Jahre mehr Erfahrung im Trommeln, schön hier von Erfahrungen zu lesen  :) Allerdings eben mit Spirator, so langsam muß ich sagen, das die Arbeit mit der Rotationstrommel doch ganz anders ist.

Meine nächste Aufgabe ist Granat, ich habe diese verwitterten Exemplare bekommen, die nun zu trommeln sind. Mal sehen was draus wird. Mit Sicherheit werden die auf 2/3 ihrer Größe schrumpfen müssen um halbwegs gute Trommelsteine zu bekommen. Ich habe mit der Flex einen Stein probehalber durchtrennt, innen sind wenige Risse und Schrunden. Wird ne mächtige Arbeit für die Trommel und viel Schleifmittel wird draufgehen, aber was solls.

Viele Grüße
Xyrx
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 07 Dec 08, 18:48
Ah.. das wollte ich dir noch sagen.. wir haben Granate getrommelt.. ist nicht gegangen.. schau weiter vorne im Thread.. da ist ein Foto!
Ev. hast du Glück und deine Stücke sind grösser...

Ja, Trommel und Spirator sind nicht allzufest zu vergleichen.. ich glaube, du hast doch doch auch entschieden, für den Poliergang eine eigene Trommel zu verwenden? Da ist sicher noch etwas herauszuholen.. besonders bei mühsamen Steinen.

Jemand hat mich gefragt wie das Verhältnis Keramikkörper zu Stein sein soll. 1/3 Steine, 2/3 Keramik! Habe heute wieder nachgefragt..
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Xyrx am 07 Dec 08, 19:20
Hallo Trommeln,

Ich habe die Keramikkörper beim Polieren verwendet, 1/4 Keramikkörper, 3/4 Steine (vom Volumen her). Allerdings die Trommel proppevoll und soviel Wasser wie möglich, also keine Luft in der Trommel. Dann klappts auch. Mit dem Hydrauliköl experimentiere ich noch, scheint wirklich gut zu sein.

ich habe das Bild von den Granaten noch in Erinnerung, fast exakt dieselben Steine wie ich sie habe. Ich möchte nun 20 kg durch die Trommel ziehen. Per Hand geschliffen machen die Steine einen guten Eindruck, obwohl eben die Schrunden nicht rausgehen. Meine Granate sind praktisch alle über 4cm, daher werden die getrommelten Exemplare immer über 3cm, ordentliche Klunker also. Die Farbe der Granate (Almandin) ist wirklich tiefrot/braun. Die ganze Arbeit wird ein paar Wochen dauern, weil ich noch andere Steine zu trommeln habe, aber Zeit ist ja relativ. Ich werde mal ein paar Bilder von den jeweiligen Schleifergebnissen hier einstellen, um den Werdegang anschaulich zu dokumentieren.

Viele Grüße
Xyrx
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Krizu am 07 Dec 08, 20:40
Hallo,

irgendwas klingelt bei mir mit Hydrauliköl - die Gesundheit oder die WEchselwirkung mit Kunststoffen - ich weiss es nicht mehr sicher. Vielleicht vorsichtshalber das Datenbaltt besorgen.

MfG

Frank
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: minuwe am 07 Dec 08, 20:51
Zitat
Hydrauliköl
Igitt! Warum nicht mal Rapsöl probieren? Ungiftig und 1,35 €/ ltr.

Gruß
Uwe
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Donat am 07 Dec 08, 21:22
Also ich habe mal mit groben Sägespäne von der Motorsäge und Leinöl poliert.
Das geht gut. Und Leinöl ist "biomäßig" :D
Gruß
Donat
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Krizu am 07 Dec 08, 22:18
Leinöl und brennbare Substanzen können selbstentzündlich sein. Da hilft auch kein Bio ;-)

MfG

Frank

Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Xyrx am 07 Dec 08, 22:20
Rapsöl und Leinöl bildet keine Emulsion mit Wasser. Ich bin schon dabei Bohrölemulsion einzusetzen, jedoch ist diese sehr aggressiv gegenüber dem Gummi der Trommel. Weitere Tests stehen aus. Bisher ist eben Hydrauliköl am besten geeignet.

Viele Grüße
Xyrx
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 07 Dec 08, 22:24
Der Ralf hat was zum sägen. nicht entzündlich, emulgiert gut mit Wasser.. frag ihn mal...
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: minuwe am 07 Dec 08, 22:58
Zitat
Leinöl und brennbare Substanzen können selbstentzündlich sein
Wieso sollte es sich in einer Poliertrommel entzünden, wenn man es am Herd sogar zum Braten nimmt  ???
Zitat
Rapsöl und Leinöl bildet keine Emulsion mit Wasser... Hydrauliköl am besten geeignet
Aber Hydrauliköl emulgiert doch auch nicht. In Hydrauliköl sind Zusätze wie Flammschutzmittel, die durch die Haut aufgenommen werden und Allergien auslösen können und allgemein nicht für häufigen Hautkontakt ausgelegt sind. Da ist der Kühlschmierstoff als Wasser- Öl- Emulsion sicher besser, wenn kein reines Öl geht.
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 07 Dec 08, 23:13
Würde solche Steine dann mit einem Spühlmittel waschen zum Schluss...

Aber.. wie bekommt man das Zeugs ab den Steinen? Darf doch nicht in den Abfluss die Schmiere..
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Krizu am 08 Dec 08, 09:57
Zitat
Leinöl und brennbare Substanzen können selbstentzündlich sein
Wieso sollte es sich in einer Poliertrommel entzünden, wenn man es am Herd sogar zum Braten nimmt  ???

gib mal bei Google Leinöl und Selbstenzünd* ein. Das Leinöl bindet ab. Wenn du Lappen etc damit tränkt, oder auch Sägespäne, läuft die Härtungsreaktion ab. Dabei können sich die Sachen entzünden. Nicht das Öl an sich ist selbstentzündlich, sondern die Mischung mit anderen Substanzen, siehe meinen Beitrag.

MfG

Frank
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Donat am 08 Dec 08, 14:51
Hallo,
die Selbstentzündung bei Leinöl ist mir schon klar. Aber die Trommel mit den Steinen ist geschlossen. Also Luftdicht.
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: minuwe am 08 Dec 08, 15:20
Zitat
Leinöl und Selbstenzünd... Wenn du Lappen etc damit tränkt, oder auch Sägespäne
Richtig, aber von Rapsöl ist mir das nicht bekannt.

Gruß
Uwe
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Xyrx am 08 Dec 08, 17:48
Ich habs!!!! ;D

Bei Fluoriten habe ich diese vor dem Poliergang schön fett mit Vaseline eingerieben, dann rein in die Trommel, dazu Füllkörper (Keramik) im Volumenverhältnis 1:1, Aluoxid als Poliermittel und randvoll mit Wasser die Trommel. Ich habe rumgebastelt, ich kann die Trommel so einregeln, das sie nur 10 U/Min macht. Zuallererst bindet sich das Poliermittel an die Vaseline, wird dann durch das Trommeln allmählich abgetragen und dabei poliert es den Stein. Nach 24 Stunden ist die Vaseline weg und der Stein glänzt. Allerdings habe ich vorher mit 8000er Siliziumkarbid vorgetrommelt.

Ich hoffe das dies nicht eine Eintaggsfliege ist, dieser Erfolg. Habe leider keine Fotos, Digi-Cam ist kaputt  :(.

Viele Grüße
Xyrx
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 08 Dec 08, 21:11
hm.. also wenn ich meine Finger mit Vaseline einschmier glänzen die auch  ;D

Mal gucken, wenn die nach Wochen noch gut ausschauen.. ? Meist zieht die Schmiere ein..
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Xyrx am 10 Dec 08, 22:31
Ach du. Immer alles gleich bösmachen....

Nein, die Vaseline ist wirklich weg oder mit dem Wasser vermischt. Natürlich könnte sie auch einziehen im Stein, aber wenn dieser fest und relativ glatt ist? Man kann ja Steine auch nur glatt schleifen und mit Wachs polieren, habe da schon aus meiner beruflichen Tätigkeit professionelle Wachse. Da kommt kaum das Polieren gegen an! Macht man aber nicht, jedenfalls nicht um es nachher zu verschweigen.

Viele Grüße
Xyrx
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 10 Dec 08, 22:55
Mit Wachs polieren haben wir auch gemacht.. Spezialwachs..
Aber da wir die Rätsel des Trommelns lösen wollen...

Ich kann euch ganz klar sagen, dass mir an der Messe in Basel gesagt wurde, dass es für das Trommeln einfach Grenzen gibt!

Entweder mit den Schleifscheiben oder von Hand.. kann man jedoch bedeutend bessere Resultate erzielen, besonders mit Walrossleder! Habe mir auf der Börse einen Stein erworben, der wunderbar glänzend war.. ein Grindelwaldner schwarzer Stein mit Pyrit - sowas bringt man nur in Sternstunden und mit viel Ueben hin...
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Xyrx am 11 Dec 08, 17:42
Nun ist auch noch der Gummi gerissen  ;D

Nein, nicht DER, sondern der Antriebsgummi in der Trommelmaschine. Unglücklicherweise sind die Reste in den Motor geflogen, der danach stehenblieb und nur noch üble Gerüche abgab. Ein Fall für Garantie, dauert aber 4 bis 8 Wochen (weil USA). Menno...  >:(

Ich habe noch einige Kilo Granat zu trommeln....

Viele Grüße
Xyrx
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: caliastos am 11 Dec 08, 18:35
versuch mal einen alternativgummi zu finden? waschmaschine und co. z.b.
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Xyrx am 11 Dec 08, 18:35
Hallo Trommeln,

bei Steinen ab 5cm oder bei "Vereinigungen" von Mineralien unterschiedlicher Härte habe ich sehr gute Erfahrungen mit einer Naßschleifscheibe (80er Korn) gemacht, danach Handschliff bis 1000er Korn auf weicher Unterlage (wegen runder Form), polieren mit Schwabbelscheibe und Poliermittel. Geht prächtigst!

Liebe Grüße
Xyrx
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Xyrx am 11 Dec 08, 18:36
versuch mal einen alternativgummi zu finden? waschmaschine und co. z.b.

Der Motor ist im Arsch!
Xyrx  :(


Hallo Trommeln,

nächste Herausforderung: Rubin in Zoisit. Die Steine sind nun echt unterschiedlich hart, also Schwierigkeiten beim Trommeln. Habt ihr Erfahrungen?

Viele Grüße
Xyrx
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 20 Dec 08, 19:11
Nachdem ich mich öfters negativ über die grünlichen Spiratoren geäussert habe, hat Herr trommeln nun 2 dieser Maschinen, die sich nicht mehr bewegt hatten, auseinander genommen.

1. Bild
So steht der bewegliche Teller auf dem Untersatz

2. Bild
Die 2 Federn sind mit einer Heissklebepistole in den Teller eingeschweisst worden. Wir haben mit einem Heissluftföhn diese Verbindung geschmolzen und die beiden Teile getrennt

3. Bild
Dann haben wir an den markierten Stellen gefettet.


Jetzt ist Herr trommeln daran von oben Löcher zu bohren und das Ganze wieder zu verschrauben, so dass man jederzeit wieder nachfetten kann. Wir hoffen, dass nicht allzuviel Wasser/Dreck in die Maschine läuft...

Jedenfalls läuft die Maschine wieder anstandslos!
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: noudi am 21 Dec 08, 20:35
Hallo Trommeln
Weiter oben hast Du von einem schwarzen Stein aus Grindelwald geschrieben
Schau hier:

http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,15661.0.html (http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,15661.0.html)

Zum polieren in der Trommel.
Das polieren mit Öl,  Fett, Lack usw. ist für mich keine Lösung!
Ich werde in nächster Zeit noch einen Versuch mit Si 3‘000 machen.
Polieren werde ich aber wie bis anhin, mit der Scheibe und von Hand.
Ich frage mich auch, wieso muss denn jeder Stein auf Spiegelglanz gebracht werden,
ist ein matter Glanz manchmal nicht auch schon genügend. ;)
Gruss Noudi
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 21 Dec 08, 21:49
Genau dieser Stein

Die meisten Verkäufer hatten matten Glanz, nur der eine hats auf guten Glanz gebracht.

Grundsätzlich kann jeder matten Glanz erzeugen.. und da uns die Technik des Trommelns interessiert und weniger der Stein, interessiert halt eben, welche Technik man anwenden muss für Hochglanz.. also.. einer hats geschafft.. die anderen nicht.. und das macht den Unterschied..

Meine persönliche Meinung ist übrigens, dass der Stein in sich interessant ist und auch sehr hübsch aussieht, wenn er einfach roh aufgebrochen ist...
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Xyrx am 22 Dec 08, 21:41
Hallo Trommeln,

die Bilder sind sehr gut, eigentlich brauchts gar nicht viel Geschick einen Spirator selbst zu bauen. Ich könnte mir das schon vorstellen, nen Motor entsprechender Stärke, die Gummitrommel neu gekauft (einzigste Investition) und ein wenig Mini-Mechanik aus der Bastelkiste drumrum. Müßte doch gehen.

Bei meiner Trommel ist das nix anderes. Allein den wirklich guten Trommelbehälter aus Gummi sollte man kaufen, der Rest ist Bastelarbeit. Jedenfalls baue ich mir die zweite Trommel selbst, dabei kaschiere ich die Macken der gekauften Maschine aus.

Viele Grüße
Xyrx

PS: Ich melde mich noch per PN, wenig Zeit grade
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 13 Jan 09, 12:30
Neueste Eerkenntnisse:

Nach meiner Tour durch Deutschland hatte ich viel Material. Und viel gleiches Material. Feuerstein, Kristall, nordisches Geschiebe usw.
Deshalb haben wir einfach einmal mit dem 80er Schleifkorn einen Tag getrommelt. Dann die guten in die 600er Kiste getan und weiter mit 80 getrommelt.. usw.. Gewisse Steine kamen also 3x in den 80er Schleifgang.

Dann 1 Tag 600 bis alle durch den 600 waren...

Dann 1 Tag 1200 bis alle duch den 1200 waren - hier gibt man ja Keramikkörner dazu, also kann man 2/3 Keramik und 1/3 Steine trommeln, es geht also 3x länger...

Dann Schüssel sehr gut geputzt (bzw. habe ich inzwischen eine eigene Schüssel dafür) und dann tagelang nur poliert! Jeder Politurgang dauerte mind. 2-3 Tage!!!

Jetzt haben wir also immer Steine gleicher Güte getrommelt und bedeutend mehr Zeit investiert... auch haben wir mit anderem Politurmittel experimentiert, welches 95% so gut war wie unser Trovalin.

Hier nun ein Bild des nordischen Geschiebes (gesammelt von Krizus Kindern und einer Kundin von mir).
Bilder von Maaseiern und Feuersteinen sind unter "Feuersteine" zu finden.
http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,16280.msg167451.html#msg167451
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Krizu am 13 Jan 09, 14:05
Cool,

ein paar erkenne ich wieder ;-)

Frank
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Xyrx am 15 Jan 09, 17:04
Hallo Trommeln,

wir habe ja irgendwie beide versucht Granate zu trommeln. Ich kann mich an ein Bild erinnern von euch (waren die Steine von Mikon?). Jedenfalls kann man da wirklich trommeln, solange man will, er werden keine richtig schönen Steine. Wenn ich so einen Stein aufsäge, dann kommt der ziemlich gut rüber, doch die Schrunden gehen wirklich bis ganz durch den Stein. Also schneiden oder als Emu-Egg schleifen. Da kann ich mir wenigstens die schönste Ecke zum Polieren aussuchen. Granate als Emu-Egg, gibts das schon?

Viele Grüße
Xyrx
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 15 Jan 09, 19:51
Es ist immer ein Unterschied, ob man an einem Schleifrad arbeitet oder die Steine frei in der Trommel sich drehen lässt..

Wenn ich sage, dass etwas sich nicht auf Glanz bringen lässt, meine ich natürlich immer per Trommel, also Spirator.. Granat, Marmor und Allalin-Gabbro werden an der Schleifscheibe wunderbar glänzend, in der Trommel schaffen sie es nicht.. Auch nicht, wenn man 80% Keramikkörper dazunimmt..
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 18 Jan 09, 18:58
Trara!!!

Wir haben das definitive Poliermittel gefunden!!!

Hier einige Steine, die wir nie hinbekommen haben... siehe Bild unten rechts.. ist nie auf Glanz gekommen.. der Stein links daneben glänzt!
Einen gaaanz herzlichen Dank an Heiko!!!
Er hat mir Spezial-Aluminiumoxyd für die Brillenglasindustrie geschickt!
http://www.pieplow-brandt.de/german/produkte/poliermittel/aluminiumoxyd_uebersicht.htm

Das Aluoxyd, welches wir mal gekauft hatte, als Standardpoliermittel hatte keine derartigen Erfolg gebracht.

p.s.:
Ich habe von der Firma ein .pdf bekommen
Firma: http://www.pieplow-brandt.de/german/produkte/poliermittel/aluminiumoxyd_uebersicht.htm

Präzisionsaluminiumoxyd SEPP  in den Feinheitsgraden: SEPP 1.0 SEPP 0.3 SEPP 0.05 wäre pro Kilo für ca. 155 Euros zu haben..
Heiko, ich nehme an, du hast eben das mittlere gemeint, das Sepp 0,3?

Ich kann das .pdf bei Wunsch gerne mailen.. bitte PN
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: HeikoB am 22 Jan 09, 10:43
Hallo Ueli,

ja, es ist das mit 0,3 μm Korngrösse.

Das 0,05 μm habe ich noch nicht ausprobiert, könnte meiner Meinung nach gut sein, wenn man es nach einer
herkömmlichen Politur, danach noch als Feinstpoliermitttel einsetzt.  So könnte man wahrscheinlich bei
manchen schwierigen Steinen noch bessere Ergebnisse erzielen.
Leider sind die Poliermittel nicht ganz billig und nicht jeder kann oder will sich diese leisten. So ist das halt
mit gutem Material.


Grüsse aus der Oberpfalz !

Heiko
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Krizu am 22 Jan 09, 11:28
Hallo,

ob jetzt 50nm oder 35nm: 35nm sind kolloidale SiO2-Suspensionen zum Polieren und in der Papier?industrie - gab es mal als Köstrosol oder so in 200l-Fässern.

MfG

Frank
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 22 Jan 09, 12:30
Ich habe bei Struers/Logitech mal angefragt wegen dem Pulver und bei Siber in der Schweiz: Er sagt, dass das Zeugs so sauteuer sei, dass man es nicht zum Trommeln verwende...  wer also eine günstige Quelle hat oder sich an 2-5 kg Gebinde beteiligen möchte.. nur sagen!
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Krizu am 22 Jan 09, 12:52
Hallo,

http://www.cwk-bk.de/CWK/pages/ks/ks_index.html

über die andere Alternative denke ich gerade nach, wie wer wann wo...

MfG

Frank
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Xyrx am 27 Jan 09, 18:59
Hallo Trommeln,

habe grade Howlit in meiner Trommel. Schön rund sind die recht schnell geworden (weil ja sehr weich). Übermorgen steht der Poliergang an, aber ich denke viel mehr als matter Glanz wird nicht werden. Oder hast du vielleicht Hinweise, Tips?

Viele Grüße
Xyrx

PS: Ich meld mich noch wegen dem verpatzten Treffen....
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 27 Jan 09, 20:14
Ja, ich werde ein neues Pulver zum Ausprobieren bekommen, von einer deutschen Firma, das recht günstig werden könnte.. ich melde mich, wenn ich Genaueres weiss.. ich darf mal testen  ;D ;D ;D
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Xyrx am 27 Jan 09, 21:14
Trommeln, ich bete dich an  ;D

Wo ich doch so fleißig bin, die Ergebnisse sind eben mit Warterei verbunden. Dafür habe ich eben keinen Spirator  :)
Doch auch meine Steine werden schön. Hast du bei Calzit schon mal Holzkohle als Trennmittel probiert? Ich versuche es grade, kommt ganz gut beim Trommeln. Ab 320er Korn bis zum 1000er. Die Steine werden "flutschiger", ob es bei der Politur was bringt werde ich sehen.

Viele Grüße
Xyrx
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 28 Jan 09, 08:21
hm.. Calzit trommle ich weniger.. habe mal Birnbaumspäne probiert als "Putzmittel", bei eisen- und pyrithaltigen Steinen als die die anderen Steine versaut hatten.

Manchmal gebe ich gegen Schluss etwas Spühlmittel zu, wegen dem "Verklumpen"

Kannst du mal Bild von deinem Calzit einstellen?
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 01 Apr 09, 08:51
Inzwischen haben wir weiter an unseren gestorbenen Maschinen gearbeitet. Mit dem Heissluftgerät haben wir sie auseinandergenommen, dann wieder mit dem Gerät den Motor gelöst, dann den Motor auseinandergeschraubt (geht ganz gut) und dann Kriechöl in das Kugellager getan. Dabei haben wir festgestellt, dann man grundsätzlich von oben direkt ein Loch bohren kann, wo man das Oel regelmässig einfüllen kann und einfach mit einer Schraube oder so wider gut verschliessen sollte.

Das erspart einem das totale Auseinandernehmen.

Warum ist das wohl passiert?

Zum einen sicher durch den Staub, der vom Boden aufgewirbelt wurde. Es gibt ja feine Spritzer beim Prüfen und Wasser nachfüllen. Dies hat sich als superfeiner Staub auf dem Boden abgelagert. Nun stellen wir das Gerät nicht mehr direkt auf den Boden der Werkstatt, sondern erst auf eine schwarze Gummimatte und die reinigen wir regelmässig.

Ich erwarte wieder 1-2 neue Pulversorten zum polieren... die Geheimnisse lüften sich langsam.. ;D
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Xyrx am 04 Apr 09, 20:28
Hallo,

auch ich arbeite an meiner Trommelmaschine und guten Ergebnissen mittlerweile. Spezielle Steine wie Howlit, Basalt, Bergkristall werden mit üblichem Aluoxid sehr schön poliert, wenn ich Wolle mit in die Trommel tue. Möglichst dicke Fasern, so 10 bis 20cm lang. Also Wollereste. Man muß nur mit dem Wasser aufpassen, was in der Trommel ist. Die Trommel sollte wirklich fast randvoll sein. Die Steinemenge darf beim Polieren nicht weniger als 3/4 des Fassungsvermögens der Trommel sein, der Rest mit der Wolle. Das gibt nach dem Trommeln (bei Härte 7 der Steine ca. nach 4 Tagen Polieren) ein ziemliches Gematsche. Aber die Steine werden gut.

Viele Grüße
Xyrx
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 04 Apr 09, 22:28
Wolle????
Sag mal.. auf was für Ideen kommt ihr denn?

Du gibst die Wolle beim letzten Gang, also beim Poliergang dazu? Und noch Polierpulver? Und wieviele Tage?

Also im Spirator stelle ich mir das nicht toll vor.. würde sich sicher um das Mittelteil wickeln..
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Xyrx am 05 Apr 09, 08:54
Hallo,

die Wolle wird in ihre Atome zerlegt  ;D, geht ganz schnell. Je nach Steinart dauerts, bei Feuerstein muß ich schon 4 Tage polieren mit der Trommel. Meinen Howlit habe ich nach 2 Tagen recht gut poliert wieder aus der Trommel geholt.

Viele Grüße
Xyrx
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Xyrx am 18 Apr 09, 19:09
Hallo Trommeln,

habe so meine Probleme mit Rosenquarz. Hast du Erfahrungen?
Ich trommle nun mittlerweile mit 80er Korn seit 10 Tagen meine Rohklunker (5cm Klunkergröße etwa). Ich wechsle alle 3 Tage das Schleifmaterial. Doch die Steine werden nur ganz langsam rund. Vielleicht ist zuviel Material abzutragen. Klar wäre bei dieser Größenordnung der Steine ein Handschliff schneller und besser, doch dazu fehlt mir das Wissen und die Technik. Kannst du mir mit Tips helfen?

Viele Grüße
Xyrx
Titel: Re:Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 24 Jul 09, 11:48
Unsere reparierten und wieder geölten Spiratoren sind endgültig gestorben.. die Lager sind ausgeschlagen, Schrauben gebrochen, stellen nach 1-2 Minuten ab wegen Ueberhitzung.

Wir haben die Nase voll und werden folgendes Gerät kaufen. Hat jemand mit dieser Sorte Maschine je Aerger gehabt? Wir wollen bei Homberg und Brusius kaufen.. hat jemand mit dieser Firma schon Aerger gehabt?
(http://www.mineraliengrosshandel.com/images/product_images/popup_images/trommelmaschine_spirator_steinschleifmaschine.jpg)
http://www.mineraliengrosshandel.com/images/product_images/popup_images/trommelmaschine_spirator_steinschleifmaschine.jpg


Inzwischen haben wir mit dem Saphirpulver von Siber, welches dem superteuren Brillenglasputzmittel. welches wir oben erwähnt hatten, zu vergleichen ist weiterhin gute Resultate beim polieren gehabt!
Einen guten Teelöffel in einen Poliergang und unser Splügenmarmor ist glänzend geworden!
Titel: Re:Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 24 Jul 09, 11:50
@Xyrx
Rosenquarz kannst im Fachhandel günstigst kaufen.. lohnt nicht wirklich, ausser du hast ihn selber gefunden...
Ansonsten auf einer Säge die ärgsten Kanten wegsägen
Titel: Re:Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Guenni am 24 Jul 09, 20:07
Hallo  Trommeln,

Ihr könnt die Spiratoren von H & B  mit gutem Gewissen kaufen. Ich selbst trommel mit diesen Spiratoren ( im Moment mit drei Stück ) schon seit etlichen Jahren.  Sie halten recht lange und der Service von H & B ist auch gut., Ich allerdings finde, dass die Ersatzteile,( neuer Gummibehälter oder Motor ) doch recht teuer sind, aber eben auch sehr gut.

Mein nächster Tumbler wird aber wohl mal ein " Lyman Tumbler " sein, auf den ich dann  einen Gummibehälter setzen werde.

Gruß
Günter
Titel: Re:Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 24 Jul 09, 21:24
Günther!!! nein!!! Von Lymann sind doch unsere 5 Krüppel!

Lege ein PVC-Bodenbelagsstück unten ein als Ring.. dann gehen die Behälter nicht so schnell kaputt... die Ringe kann man immer wieder wechseln.. ich fotografier dir einen
Titel: Re:Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 07 Aug 09, 20:14
So, die neue Maschine ist eingetroffen und läuft. Im Baumarkt mussten wir einen Uebergangsstecker auf das schweizerische Elektrosystem kaufen, aber nun läufts. Wir hatten noch einen Poliergang bereit, der läuft jetzt weiter.
Auffällt, dass die Maschine bedeutend leiser läuft. Wir sind also vorerst einmal begeistert.  Ausserdem hat sie einen direkten Abschaltknopf, was auch angenehm ist.

Test: Die grünblaue Schüssel passt auf die neue Maschine. Nur oben musste eine kürzere Schraube benutzt werden. Negativ: Sie lärmt genau wie früher.. es ist also das Material der Schüssel und nicht der Motor.
So werden wir die weissliche Schüssel für die Polituren behalten und die 3 grünen Schüsseln, die wir noch haben mit groben Gängen aufbrauchen.
Titel: Re:Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 14 Aug 09, 15:54
PN an mich:
Hej,
ich habe eine kleine, aber feine Sammlung von Brandungsgeröllen aus Hvide Sande zu verschenken. Es ist ein Fischerort auf dem Holmsland Klit und kontrolliert die Einfahrt am Ringköbing Fjord in Westjütland, DK.   Die Geröllen
sind  bei der Eiszeit von Norwegen nach Dänemark gekommen und bestehen aus Granit und anderen Tiefengesteinen, auch metamorphe und Basalt. Es sind auch Flint und sauberer Milchquarz dabei und geben im ganzen ein buntes Bild.
Die Geröllen sind 1 bis 5 cm groß und schon von dem Meer flach und oval geschliffen. Manche kann man nur noch polieren.
Wenn Du Interesse daran hast, dann kannst Du mir über MA antworten. Gebe mir bitte deine Adresse. Ich fahre am Beginn nächsten Monats in die Schweiz, dann kann ich sie mitbringen.
Grüsse vom Neanderthaler

Ja, und dann standen sie eines Abends vor meiner Türe..
Und jetzt habe ich doch die neue Maschine.. und habe sie poliert! Die Maschine hat wunderschön gearbeitet, aber..

Ehrlich gesagt.. ich bin total beeindruckt.. super Steine!!!!
Ganz herzlichen Dank Neanterthaler!!!
Titel: Antw:Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 18 Oct 09, 22:52
Heute habe ich einen weiteren Tumbler gesehen:

Vibra-Sonic Tumbler
Sind recht teuer, aber die fotografierte Maschine läuft, wenn ich es richtig verstanden habe, schon 10 Jahre. Leider hat ein Kübel einmal ein Loch in der Alu-Hülle gehabt, worauf man die plastifizierte Innenseite mit etwas Araldit ausgegossen hat.
Heutiges Modell:
http://www.lapidary-solutions.com/shop/page/product_detail/Product/8f88c9f00ca8d6818daf9a1bcfbf4e19.html
Titel: Antw:Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 26 Oct 09, 20:46
Zusammenfassung dieses Threads unter:
http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Trommelstein
Hier findest man alles, was wir im Moment über das Trommeln wissen.
Titel: Antw:Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 21 Dec 09, 14:54
Obsidian vom Strand von Lipari - teilweise halbiert

Der Glanz wurde nicht maximal, aber doch recht zufriedenstellend, ist in natura etwas besser als auf dem Foto
Titel: Antw:Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 21 Dec 09, 14:59
Uns ist aufgefallen, dass weiche Steine im Poliergang ausgefressen werden.

Links 2 Tage polieren, rechts 12 h polieren

Ideal für diesen Stein (Malmkalk von Röschenz) - der rechte Stein sieht in natura perfekt aus, der linke Stein leidet zusätzlich noch unter Calzit.
80er für ca. 6-18 h - kontrollieren ob er passt
600er für 12h
1200 für 12 h
polieren 12 h

länger polieren bringt nur eine Verschlechterung
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: daniel d. am 11 Jan 11, 11:39
hallo zusammen.
ich habe eine frage.
hat jmd erfahrung mit gröberen schleifpulver, als 80er?
ich meine 15er oder 30er.
ich habe mir hier alles gelesen und mir ist aufgefallen, dass die meisten steine (besonders flint) doch noch recht scharfe kanten haben.
schafft das die poliertrommel nicht?
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 11 Jan 11, 11:54
Hallo
Nein, wir haben kein gröberes Pulver getestet.
Die gröberen Kanten säge ich weg. Ich will ja keine Kugelchen machen, sondern möchte schon noch das Original erahnen können.
Wenn nötig trommle ich mit 80er halt 3 oder 4 Tage.

Was ich weiss werden in China/Brasilien die Steine in einen Betonmischer geworfen und mal einige Tage laufen lassen  ;D
Ergibt dann hübsche runde Standardkugelchen  ::)

Du siehst auf dem Bild die Sägekanten und die gebrochenen. Allerdings wäre bei diesem Material (Marmorbrekzie aus Arzo) die Unregelmässigkeit des Steins unter massiverem Trommeln hinderlich. Das Weisse ist am weichsten.


Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: daniel d. am 11 Jan 11, 12:08
ja bei diesen steinen finde ich das auch richtig so.
was mir bei den flinteiern aufgefallen ist, die gesägt und dann in die trommel geschmissen worden sind, die kanten wirken immer noch recht scharf.
wenn man diese kanten weiter und stärker trommelt bzw sie vorher stärker rundet ergibt das auch ein sehr schönes bild. die flinten sind ja aussen sehr oft mehrfach gebändert.....
das dauert allein mit der trommel und 80er ewig und 3 tage....
mfg
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 11 Jan 11, 12:15
Im Lexikonlink auf deinem Thread findest du die Beschreibung meiner Säge.

http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Trommelstein

Flint sägen ist jedoch äusserst mühsam, weil Härte 7
Lieber passende Stücke suchen oder "knapping" lernen - was dir wenigstens hübsche Formen bringt  ;D

http://www.google.ch/search?um=1&hl=de&newwindow=1&rlz=1G1GGLQ_DECH254&biw=1814&bih=875&q=knapping&ie=UTF-8&tbo=u&tbs=isch:1,vid:1&source=og&sa=N&tab=iv
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Stefan am 11 Jan 11, 13:20
Hallo,
ich habe den Erfahrungsbericht ausgegliedert, da Trommelstein unabhängig beschrieben sein sollte.

Trommelschleifen (http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/SammlerSteckbriefe/trommeln/Trommelschleifen)

Zudem ist jetzt auch ein Link auf Ausrüstung (http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Equipment) gesetzt.

Schöner Beitrag, wenn Du/Ihr noch einen Abstrakt hinzufügt (Reiter oben), dann können wir den Artikel als besonders Lesenswert auf der Startseite anpreisen.

Besten Gruß
Stefan
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 11 Jan 11, 14:29
habe es versucht.. ok so?
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Stefan am 11 Jan 11, 15:14
Hallo,
Spanisch wäre nicht notwenig gewesen. Englisch ist super und deutsch ist Pflicht :-)

Ein etwas längerer Text wäre schön. Es muss kein Aufsatz sein, aber eine Zeile hinterlässt auf der Startseite immer ein recht leeres Loch.

Ich habe den Abstrakt ein wenig ausgebaut, Du kannst gerne noch Feinarbeit leisten oder umschreiben.

Glückauf Stefan
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 11 Jan 11, 17:36
OK, super
Danke
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Moonk am 23 Jul 11, 20:16
Hallo, da meine Kinder sehr viele Steine sammeln habe ich einen Spirator (Spi-3,5)  gekauft.
Läuft alles so ganz gut nur das Polieren klappt nicht so richtig.
Vermutlich liegt es an den fehlenden Keramikkörnern.

Wo kann man diese Keramikkörner kaufen?

HG und vielen Dank im Voraus, Hermann.
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 23 Jul 11, 20:45
Homberg und Brusius in D oder Siber aus Aathal in CH
http://www.siber-siber.ch/indexs.html
http://www.homberg-und-brusius.de/zubehoer-werkzeug.html
Wir wünschen viel Erfolg!

Wir verschenken übrigens viele Kg getrommelte Steine.. müssen etwas Platz schaffen... wer möchte gerne?
Es kann nach Farben sortiert werden...
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Moonk am 23 Jul 11, 21:05
Danke für eure Hilfe.

Wir könnten natürlich einige Kg gebrauchen, die Kinder würden sich freuen.
Wenn ihr mir sagt wie viel die Versandkosten für einige Kg sind, überweise ich sie Euch.
Die Farbe wäre egal, bunt gemischt ist den Kindern am liebsten.

HG Hermann
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 23 Jul 11, 21:40
Hallo Hermann
Kennst du nicht jemanden, der diesen Sommer in die Schweiz reist? Das kommt sonst elend teuer.
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Moonk am 23 Jul 11, 21:51
Hallo, leider kenne ich keinen.
Muss man für Steine auch Zoll zahlen?

HG Hermann
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 23 Jul 11, 22:13
Nein, aber man kommt auf etliche Euros.. Ich guck mal ob jemand nach Niedersachsen fährt, ansonsten fahr ich im August nach Köln und gebs dort auf.

Auf dem Bild sind ca. 20% der verfügbaren Steine zu sehen. Grösse zwischen 1 und 8 cm.

Also.. ich werde zwischen 4. und 8. August in Lüdenscheid, ev. auch kurz in Dormagen sein.
Ev. Ausflug ins Kristallwäldchen...

Wer Frau Trommeln gerne treffen will, der soll sich melden.
Soll ich für jemanden Polierpaste mitbringen?
Steine?
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Jörg am 25 Jul 11, 09:21
@ Trommeln

Hallo,
habe Dir ein Foto eingestellt.

Viele Grüsse
Jörg
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 25 Jul 11, 13:17
Wunderbar, auf diese Steine freue ich mich besonders.. und wenn die Trommel nicht will, geh ich zu einer Freundin an die Schleifmaschine
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: wolfilain am 25 Jul 11, 13:36
... und wenn die Trommel nicht will, geh ich zu einer Freundin an die Schleifmaschine
*schmunzel*
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 25 Jul 11, 13:55
Nun, ich habe Angst, dass die Trommel die schönen Stücke im Stein  rausschlägt, wie bei dem Smaraditgabbro. Das schöne Grün wird beim Trommeln immer rausgeschliffen *seufz
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 16 Sep 11, 13:40
Hier ein Foto des Larvikit und Tonsbergit (?) die ich von Jörg erhalten habe.
Ich hoffe, ihr seid zufrieden mit meiner Trommelei?
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Jörg am 16 Sep 11, 16:30
Hallo Trommeln!

Sind echt super geworden, sind schwierige Gesteine! Ist eine gute Idee, die Scheiben mit in die Trommel zu geben. Füllst Du sie komplett mit Scheiben (und kleben die zusammen?), oder gibst Du nur einige mit zu den anderen Steinen?

Habe Deinen Rat beherzigt und einen Schutz für die Trommelböden gebastelt. Habe mir von Conny eine Permanent-Backfolie aus 2mm Silikon "ausgeliehen" >:D
Wenn sie am Rand zu hoch steht, wälzen die Steine zwar um, rotieren jedoch nicht mehr so gut. Habe noch einmal nachgeschnitten, jetzt etwa 1 Fingerbreit den Rand hoch, dabei alle 5cm eingeschnitten und in der Drehrichtung laufend überlappt. Hat jetzt schon einige Stunden hinter sich, funktioniert einwandfrei.

Lg
Jörg

 
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 16 Sep 11, 16:44
Deine Steine waren mit den anderen in der Trommel, also Marmore, Granite, magmatische Gesteine.

Silikon? *aufschrei
ich hätte dich umgebracht.. das teure Zeug!
Einfache PVC-Abfallreste aus dem Baumarkt oder vom Nachbarn tun es doch bestens.
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: daniel d. am 16 Sep 11, 21:05
Hallo zusammen.
Ich wollte auch was zu den PVC einlagen sagen.
Es gibt verschiedene Preisklassen, an denen man sich auch ein wenig orientieren kann! Das ganz billige Zeug (-4€) ist bei mir mit 80er Korn innerhalb von weniger als 24h durch!
(Ich habe wohl einen billigen Spirator und behandel meine Steine kaum vor, weiß nicht ob das unterschied macht) Die dickeren "Matten" eignen sich etwas besser!
Ich persönlich bin auf Planen umgestiegen, die für Hüpfburgen verwendet werden! Da gibt es dann auch wieder unterschiede...
Ab 500er Korn spielt das dann aber keine Rolle mehr, da hält eigentlich alles ;D

Wenn gute Einlagen gebaut werden, mit kleben (Sekundenkleber oder 2k Kleber), kann man sich sogar das reinigen der Maschine zum größten Teil ersparen...

Meine Schüssel ist fast defekt und ich habe das auch mit Sili probiert. Wenn sich da Körner drin verirren, muss man wieder alles von vorn machen, ob sich der Aufwand lohnt???

mfg daniel
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 16 Sep 11, 21:41
Moment!!!!

Bitte die Einlagen nur für den 80er benutzen!
Danach rausnehmen, denn darunter würde der ganze Dreck und die ganzen Körner bleiben.
Lieber immer wieder neue Einlagen reintun... ab 1200 ganz sicher keine Einlagen mehr verwenden, sonst habt ihr nie ein Politurerlebnis!!!
Die Schüssel muss fürs polieren lupenrein sauber sein!

Falls ein Loch in der Schüssel geflickt werden muss --> mit Kleber und gut ist.
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: daniel d. am 16 Sep 11, 22:26
Hallo nochmal
Mein Spirator ist etwas anders gebaut, so dass man die Einlagen bis zum Deckel "basteln" kann
Hoffe andere kommen nicht auf die Idee 2 Wochen ohne Einlage mit 24er Korn zu arbeiten.
Hab da so meinen eigenen, untypischen, Weg gefunden um das alles vernünftig fertig zu stellen.
Aus Fehlern lernt man  ::)
Das was ich mache liegt natürlich nur im Hobbybereich... aber ich komme damit gut zurecht und die Ergebnisse sind auch iO.

Eure Tipps dafür waren natürlich der "Grundstein" dafür! ;)

mfg daniel
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 16 Sep 11, 22:43
Habt ihr die Möglichkeit eine zweite Schüssel zu kaufen?
Dann wäre die fürs polieren, die andere für den Grobschliff
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: daniel d. am 17 Sep 11, 09:25
Hallo. Die möglichkeit eine 2. zu kaufen habe ich. Hab nach längerem suchen letztens eine gefunden.
Vielleicht hat der eine oder andere auch interesse daran, hier der link
http://www.perfecta-polierbedarf.de/maschinen/zubehoer/00000098bb112d809.php
Werde wohl auch auf diese Weise bald polieren ;)
mfg daniel
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 17 Sep 11, 09:36
Super...

Ja, nach der Form könnt ihr versuchen mehrere Einsätze zu basteln, einen für 80er, einen für 600.
Danach lieber ohne Einsatz arbeiten, sonst halt noch einen für 1200

Und dann für die Politur den zusätzlichen Behälter nehmen, dann muss der auch nicht dermassen genau gesäubert werden. 2x die gleiche Politursosse verwenden ist ideal, wenn der 2. Gang aus dem weichen Gestein besteht und der erste Gang aus dem Harten.
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Jörg am 17 Sep 11, 10:37
Hallo,

@Daniel: Habe Dir zu dem Link eine PN geschickt.

Ansonsten muss ich Trommel zustimmen, für die Polierschüssel dann keine Einlagen verwenden. Zum einen weil sich eh nichts abnutzt, zum anderen wird die Umwälzfunktion etwas gedämpft, was sich gerade auf das Polierergebnis deutlich auswirkt; es kommt dann zu punktuellen Unterschieden im Ergebnis.

Viele Grüsse
Jörg
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Jörg am 17 Sep 11, 13:31
Hallo Jac.,

auch diesen Urlaub haben wir wieder das eine oder andere Steinchen zum Trommeln, Sägen und Co. mitgebracht. Hier unsere "Ausbeute". Sind knapp 80 Kg, wer bietet mehr? ;D

Viele Grüsse
Jörg
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: daniel d. am 17 Sep 11, 13:58
Wow, da lohnt sich ja ein umgebauter Betonmischer ;D
mfg daniel
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 18 Sep 11, 10:40
super!
Könnt ihr denn so grosse Böller in eurem Maschinchen zum Drehen bringen?
Oder sägt ihr Scheiben?

Bei mir ist es so, dass ich 1-2 Stücke von 8 cm Länge reintun kann und ca. 4 Eigrosse, dann verklemmt sich nichts. Mehr geht aber nicht mehr. Also muss ich immer 2 kg kleine runde Steine von ca. 4 cm dabei haben und eine Hand voll Kieselchen um die Zwischenräume auszufüllen.
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Jörg am 18 Sep 11, 20:28
Hallo,

so große schluckt unsere Trommel natürlich auch nicht (haben auch nur Standartgröße). Wollten jetzt auch mal größere Scheiben ausprobieren und dann ein wenig mit rumexperimentieren. Hatten vorher bereits einmal Jaspisscheiben ausprobiert (ca. 7-8 X 4 cm, 2,5 bis 3 mm stark), 6 Stück mit in die Trommel, ging recht gut. Bloß der Poliergang war bezüglich der Scheiben nicht befriedigend. Haben dann einfach zu den Polierkörpern eine Handvoll Walnußgranulat zugegeben, war ein Tip von H&B, wurde dann prima. Nur das Ausspülen hinterher war grausam. Die großen gut abgerundeten Larvikite werden wohl so bleiben und als Briefbeschwerer enden.

Viele Grüsse
Jörg 
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 13 Apr 12, 19:30
Neues von der Trommlerfront:
Haben uns bei 2 Mineralienvereinen eingeschrieben, bei Zürich und bei Schlieren.
Mit Zürich gingen wir auf Fossilienjagd und in Schlieren darf ich die Werkstätte benutzen.

So kann ich jetzt all die Konglomerate nachbearbeiten, die mit der Trommel nicht wirklich bearbeitbar waren.
Der Bestand im Keller wurde auf die neuen Möglichkeiten gesichtet und 1 Tonne Steine endgültig entsorgt.
Darf ich einen neuen Fundort bekanntgeben? Bahndamm rechts, Steine und Geschiebe aus ganz Europa, vor allem aus Graubünden und Schweizer Flüssen! 1 Tonne Neuware und angetrommelt  ;D

Allerdings wurde die Fundstelle von den vorbeiziehenden Kindergartenkindern schon entdeckt und die Mamis mit hübschen Steinchen beglückt.
_______________

Ich musste einen Schleifkurs besuchen und dabei auch sehr kleine Steine bearbeiten.
Um daraus Anhänger zu machen habe ich neue Methoden entwickeln müssen:

Der kleine runde Stein hat ca. 1,5 cm im Durchmesser.
Ich habe mit den neuen Halskettendrähten eine Oese gefertigt, die sind mit einer Art Gummi überzogen. Mit 2 Quetschperlen  habe ich so ein Stück geschlossen.

Ich habe wieder mit dem Kitt gearbeitet, wie im Lexikon unter Trommelstein beschrieben.
Dann mit Nagellack darüber gestrichen, weil ich dem Kitt nicht auf der Haut traue. Bei einem Stück habe ich auch nur mit Nagellack geklebt. Das ging auch ganz gut, dauert aber lange bis es trocken und belastbar ist. Wird wieder weich, wenn man wieder darüberstreicht.

Aber so konnte ich sehr kleine Steine dezent aufhängen.
Am Achatstein sieht man die bis dahin gewohnten Oesen, die ich inzwischen sehr dezent befestige, das hält auch mit sehr kleinen Oesen sehr gut. Der Achatstein ist übrigens 1-2 mm dick und in der Trommel getrommelt. Die anderen Steine habe ich im Kurs schleifen müssen.
Der Grüne ist eine Rauchquarzspitze, die beschichtet ist und die ich vorne rundgeschliffen habe. Der Belag gibt eine hübsche "Tiefe".
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: oliverOliver am 28 Oct 14, 13:16
Hallo an alle Trommelfreunde,
nachdem dieses Thema in der Aufrufstatistik erfreulicherweise ziemlich weit vorne liegt (derzeit Platz 9), also offenbar eine Art „Aushängeschild“ des gesamten MA-Forums ist, hab ich mir – wie auch schon bei einigen Achat-Themen – die Mühe gemacht, den gesamten Thread etwas zu überarbeiten.
Da der Thread schon sehr umfangreich war, hab ich mir erlaubt, ihn etwas kompakter zu gestalten und damit hoffentlich lesbarer zu machen.
Bevor die ersten Protestschreie kommen: ich habe nichts vom Inhalt gelöscht, sondern nur „Serienbeiträge“ zusammenkopiert. Dadurch haben zwar einzelne Mitglieder in der Statistik einige Beiträge verloren, aber ich hoffe, das ist zugunsten des Gesamtthemas verkraftbar. Einige wenige Bilder in älteren Beiträgen waren leider schon vorher gelöscht, da konnte ich auch nichts mehr machen.
Ich hoffe, damit der Popularität dieses Themas etwas gedient zu haben, und wünsche dem Thread und seinen Schreibern weiterhin so viel Erfolg !
In diesem Sinne verbleibe ich mit den besten Grüßen
Oliver
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: Harzsammler am 28 Oct 14, 20:40
Hallo,

ich suche jemanden, der mir Hämatit/Jaspis von Rübeland trommeln kann. Es handelt sich um Stücke mit 4-6cm Durchmesser, zusammen ungefähr 3kg.
Wichtig ist mir, dass die Stücke rundum schön poliert und ohne störende Kerben sind.

Unkostenerstattung gegen Geld und/oder Naturalien (ein Anteil der Stücke) - man wird sich da schon einig.

Angebote bitte per PN an mich.

Grüße,
Michael

P.S. am Planschliff sieht man, dass das Material eine gute Politur annehmen kann.
Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 28 Oct 14, 22:23
Grundsätzlich sehr schöne Steinchen.
Hämatit gibt eine grässliche Schmiere, es dürfen keine anderen Steine beigemengt werden, die man noch brauchen möchte.
Hast noch kleinere Steinchen davon, Schrott? Wäre gut als Beigabe. Ansonsten empfehle ich Abfälle von härteren Gesteinen, wie Flint beizumengen.

Leider trommeln wir nicht mehr für andere, kaum noch für uns selber.

Um einen schönen Rundschliff zu erreichen empfehle ich dir jemanden zu suchen, der eine echte Trommel verwendet und keinen Spirator. Wird dann aber einige Wochen dauern.

Titel: Re: Trommelgeheimnisse
Beitrag von: trommeln am 28 Oct 14, 22:26
Ein ganz grosser Dank zuerst an Stefan und jetzt noch ein grösserer an Oliver!!!
Das ist ganz super geworden mit diesem Thread.