Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => Thema gestartet von: geologe am 14 Oct 07, 14:35
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Hallo,
War heute in den Stotternheimer Kiesgruben(Nahe Erfurt). Auf dem Rückweg, unmittellbar neben den Kiesgruben, mußte ich noch über ein Feld. Dabei fiel mir ein "Stein" auf der sehr metallisch glänzend war. Zuerst dachte ich an ein Manganmineral als ich ihn aufhob war klar das kann es nicht sein. Viel zu leicht. Nach einer halben Stunde suchen fand ich weitere.
Das Mineral ist metallisch glänzend., sehr weich, und läßt sich mit dem Fingernagel leicht ritzen wobei es sofort zu feinsten Pulver zerfällt.
Es färbt die Hand ähnlich einer Bleistiftmine nur das es dunkler ist. Meine Vermutung ist das es sich um Graphit handelt.
Die Härte ist ganz sicher unter 2. Wahrscheinlich 1+X.
Sollte es Graphit sein kann mir Jemand sagen wo es in Thüringen sowas gibt. Mir ist nichts bekannt.
Für diese Kiesgruben bereite ich zur Zeit ein Fundstellenbericht vor. Sie sind sehr interessant sowohl für Mineraliensammler als auch für petrologisch Interessierte. Die Kiesgruben Bittstädt oder Ohrdruf reichen bei weitem nicht an die Vielfalt an Mineralien und Gesteine der Kiesgruben Stotternheim herran. Diese Kiesgruben sind Ablagerungen der Gera. während z.b die Bittstädter Kiesgrube durch die Apfelstädt gebildet wurden. Vergleicht man das Einzugsgebiet der Gera und der Apfelstädt ist klar warum die Stotternheimer Kiesgruben so vielfältig sind.
Dazu aber mehr im Fundstellenbericht. Erfahre ne Sammler wie Bernd könnewn die Sch neekopfkugeln eventuell einer Fundstelle zuordnen.
Gruß
Jürgen
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Hallo Jürgen,
habe gelesen das es Graphit nahe beim Inselsberg gab (bzw. gibt). Der "Vollstädt Einh. Minerale" (1979) schreibt dazu auf S. 334: Graphit in kleinen,stark glänzenden Schuppen im Glimmerschiefer vom Strohbörl an der Lennewiese (westlich vom Inselsberg).
Woher diese Quelle stammt , kann ich aber nicht sagen. Auch der Fundort ist mir nicht bekannt (und zugehörige Stücke von dort habe ich noch nicht gesehen). Vielleicht weiß jemand hier etwas darüber.
Vom Aussehen könnte es durchaus Graphit sein. Möglich sind aber auch antropogene (fremde) Ablagerungen aus einem Industrieabfall?
Gruß Conny
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Hallo,
Sieht sehr nach anthropogenem Malerial (Graphit oder Koks) aus. Kenne unter anderem aus dem Graphitgneis, darin befinden sich aber nur Schüppchen und Lagen von Graphit. Ähnliches trifft auf die graphitführenden Gneise anderer Gegenden zu. Solch reiche Stücke sind mir aus D nicht bekannt.
Glück Auf!
Smoeller
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Hallo,
Also Koks kann ich mir bei besten Willen nicht vorstellen. Allerdings habe ich mir Gedanken gemacht ob es sich hierbei nicht um ein Industrieobjekt handelt. Schüppchenbildung ist gegeben aber graphit in Thüringen ist eben sehr schwer unter zu bringen. Werde beim nächsten treffen Conny ein Stück zeigen. Aber vielleicht hat ja jemand noch eine Idee.
Noch 2 mal wegfahren dann ist die Saison für mich zu ende. Habe dann bis mitte Januar nur12 Stunden Nachtschichten. Scheibenhonig!!
Gruß
Jürgen
Dieser Winter wird hoffentlich so das, 80 Grad plus sind-dann gehts in Januar weiter
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Sieht mir auch mehr nach etwas künstlichem aus - was liegt denn unter dem Acker? Wenn es dort auch nur Kies gibt, würde ich Graphit ausschließen. Der ließe sich sicher nicht über längere Strecken transportieren...
80 Grad plus? :o
Bißchen arg warm oder? ;D
Gruß, Erik