Mineralienatlas - Fossilienatlas
Arbeitsmittel / Means for work => Reinigung (Präparieren, Konservierung) / Cleaning (Prepare, Conservation) => Thema gestartet von: Andres am 16 Oct 07, 17:50
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hallo leute,
ich suche ein mittel mit dem ich möglichst einfach und ohne viel aufwand limonit und limonitkrusten entfernen kann (schrubbmethode bringt leider nix). dennoch ist das problem das ich das für zinkblende/galenit minerale brauche, die sich in einer flourit/barytmatrix befinden und ich bräuchte das gesuchte mittel auch noch für behierit/metastibnit/antimonit in quarz :P. gibt es da ein einheitliches mittel oder soll ich zwei verschiedene (für die 2 verschiedenen arten von mineralen die ich zu reinigen habe) benutzen? oder gibts da überhaupt keine möglichkeit (meine zweifel liegen beim metastibnit)?
mfg andres
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Ich empfehle Natrium Dithonit .Stinkt zwar höllisch ist aber recht wirksam.Das Wässern hinterher nicht vergessen,sonst hast noch ein paar hübsche Sekundär Minerale dazu !
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un was haltet ihr von Neodisher LM3 (ich kenns nich)
http://www.mikon-online.com/catalog/product_info.php?cPath=3&products_id=48&osCsid=c0f1078f2f741df32113bb0c677905cf
oder oxalsäure?
http://www.mikon-online.com/catalog/product_info.php?cPath=3&products_id=254&osCsid=c0f1078f2f741df32113bb0c677905cf
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Nedodisher ist nicht für die Lösung von Limonit geeignet.
Bei einer dünnen Limonitschicht ist sicher Natriumdithionit das beste Mittel.
Dicke Limonitkrusten kann man nur mit Oxalsäure entfernen. Oft muss man sich dann aber vorher fragen, ob das wirklich Sinn macht.
Heli
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Hallo,
Neodisher ist prima fuer die Glasreinigung im Chemielabor, fuer Mineralien sehe ich eher weniger Anwendungsmoeglichkeiten.
Saeuren, wie Salzsaeure (z.B.: "Limonit: auf Haematit oder auf Quarz) und oder Oxalsaeure sind sicher zum Entfernen von Limonitkrusten auf unempfindlichen Mineralien geeignet, bei empfindlicheren Fundstuecken ist Na-Dithionit sicher das Reagenz der Wahl. Es macht allerdings nur dann Sinn, wenn in gepufferter Loesung (Citrat/Hydrogencarbonatpuffer) gearbeitet wird.
Fuer die Antimon-Minerale musst Du einen Versuch wagen - es kann sein, dass es hier mit Dithionit (trotz der Verwendung einer gepufferten Loesung) zum Ausfallen von schwarzen Niederschlaegen kommt. Diese lassen sich meist problemlos abwaschen, aber man muss die Reinigungsprozedur dann wirklich penibel ueberwachen.
Viel Spass beim Ausprobieren
Harald
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un was brauche ich für diese gepufferte lösung bzw. wie stelle ich die her?
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Servus,
ich schicke Dir ein Labor-Protokoll per PM - die Chemikalien solltest Du alle bei MIKON bekommen. Falls Dir das Ganze zu schwierig erscheint, bzw. Du keine geeigneten Raeumlichkeiten hast - lass' lieber die Finger davon !
GA
Harald
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@ Axinit:
Sorry, aber ich denke nicht, dass man mit 15 das nötige Fachwissen und die geeignete Räumlichkeit dazu hat. Mit Chemikalien ist nicht zu spaßen!
Gruß
Andreas
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hmm...ich kenne das ;D manchmal gibt es eben sonderfälle ;D
nee jetzt mal ernsthaft ich hab da auch schon erfahrung und zum fachwissen: ich beschäftige mich gerade mit der elektronenkonfiguration, da unsere chemieleherin das nich kann ::)
also von daher
und natürlich würde ich das unter aufsicht meiner eltern machen :)
mfg andres
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Fachwissen bedeuted auch, dass man Kentnisse darüber hat, wie man mit ätzenden Stoffen umgeht. Schließlich sind diese Stoffe recht aggressiv. Wenn du so etwas auf die Haut, oder noch schlimmer, in die Augen bekommst, hilft dir die Kenntniss über eine Elektronenkonfiguration herzlich wenig.
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das war nur ein beispiel :P :)
mir ist schon klar was damit alles passieren kann (mein onkel hatte vor 2 jahren ein unfall mit HCl)
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Hallo Andreas & Andres,
ich darf daran erinnern, dass man bereits ab dem vollendeten 14. Lebensjahr vor dem Gesetz als voll verantwortlich (strafmuendig) eingestuft wird. Ich gehe daher davon aus, dass Andres genauso wie andere Forumsteilnehmer das noetige Gefahren- und Verantwortungsbewusstsein hat.
Ansonsten muessten wir alle Beitraege, die den Gebrauch oder die Benutzung von Chemikalien beinhalten, sofort loeschen, da der Grossteil der verehrten Leserschaft die notwendige Sachkenntnis vermutlich eher nicht besitzt. Das wollen wir aber doch nicht wirklich, oder ?
Die Herstellung und Benutzung einer gepufferten Dithionit-Loesung wuerde ich persoenlich als relativ unproblematisch einschaetzen - die ueblichen Sicherheitsmassnahmen (Schutzbrille, Handschuhe, geeigneter Arbeitsraum etc.) vorausgesetzt.
Der Umgang mit Chemikalien - auch gerade im Alltag - ist nie voellig risikolos (wer setzt schon immer eine Schutzbrille auf, wenn sie/er mit stark salzsaurem Produkt dem Urinstein zu Leibe rueckt oder den verstopften Abfluss mit NaOH-Plaetzchen freizumachen versucht ?), deswegen ist eben Mitdenken (Brille auf !) und Verantwortungsbewusstsein (Finger weg, falls man nicht so recht weiss wie und ob ...) gefragt.
In diesem Sinne Glueck auf beim Mineralien-Reinigen
Harald
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Hallo,
auf den Bildern seht ihr eine Amethystdruse (habe leider den Fundort nicht, glaube mich aber zu erinnern, das diese rissige, blättrige Form da typisch ist). Auf den Kristallen ist ein Limonitbezug, der weg soll. Allerdings ist schon ein Riß in der Druse, sie ist insgesamt ziemlich porös und auch nicht sehr stabil. Würdet ihr eine Behandlung wagen?
Viele Grüße
Xyrx
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Hallo,
das ganze Stück in eine Lösung legen würde ich bei dem Riss nicht. Da ist die Gefahr, dass die Druse auseinanderbricht hoch. Wenn dich der Limonitüberzug wirklich stört, dann kannst du die Lösung mit einem Pinsel auf die Kristalle auftragen. Das müsste dann am besten und auch am sichersten funktionieren.
Gruß
Daniel
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Danke, wäre eine Variante. Ich schlaf noch mal drüber...
Viele Grüße
Xyrx