Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => Thema gestartet von: diendl am 18 Oct 07, 11:04
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Habe dieses Mineral vor Jahren gefunden - nur bis jetzt noch nicht herausgefunden was es sein könnte. Vielleicht kann mir ja jemand helfen.
Vielen Dank schonmal
Andi
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Hallo diendl,
zunächst mal willkommen im Forum! Das könnte ein Gemenge aus Biotit und Feldspat sein. Es wäre hilfreich, wenn du noch dazusetztn könntest, wo es gefunden wurde.
Gruß Michael
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Kann man es leicht ritzen? Unser Sepentinit/Specksteingebiet hat auch solche Steine
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vll. Aventurin
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Hallo
Müßte mit ziemlicher Sicherheit Aventurin sein.
Gruß Robert
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Super! Danke für die schnelle Beantwortung!!!
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Es sieht eigentlich grün aus, also eher die Quarz- Varietät Prasem, Grünfärbung durch Aktinolitheinschlüsse. Aventurin ist gelblich bis bräunlich von Glimmer- oder Hämatiteinschlüssen.
Glück Auf
Uwe
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Kann wohl ziemlich viel sein. Ganz sicher aber kein Quarz.
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wie wäre es denn mit Obsidian??
könnte doch auch sein, oder?
Gruß Daniel
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Obsidian - ich kenne da nur schwarze Stücke - grüne sind mir bisjetzt noch nicht bekannt (was nix heißen muss :))
Ich denke auch an Aventurin
Grüßle Kerloc
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obsidian hat aber einen völlig anderen bruch
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stimmt muschelig
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O. k. Andi,
wir sind wieder mitten im Rätselraten, mache bitte folgendes: Härte prüfen ;)
1. Ritze mit einer Kante des Stückes an einem Stück gewöhnlichem Glas (aufdrücken!). Eventuellen Ritzstaub wegpusten. Ist eine Ritzspur auf dem Glas zu sehen (ev. Lupe nehmen)?
2. Nun ritze mit der scharfen Kante des Glasscherbens das Mineral, Ritzstaub wegpusten. Ist eine Ritzspur auf dem Mineral zu sehen?
Wenn: 1. ja!, --> fast sicher Quarz (Prasem)
Wenn: 2. ja! --> sicher kein Quarz
Glück Auf
Uwe
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ähm, jetzt mal ganz blöde gesagt, aber wenn er das mineral ritzen soll, dann braucht er dazu eine kristallfläche oder der test ist witzlos.
wenn's ein gestein wäre, dann wäre das zudem völlig witzlos. nur so per bild hakt das da leider aus.
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Hallo caliastos,
dann braucht er dazu eine kristallfläche
kannst du bitte erläutern, wozu?
Glück Auf
Uwe
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weil die härte ein mineraleigenschaft ist, die nur an einer kristallfläche zuverlässig bestimmbar ist. bei einem gestein gibt es keine härte.
eine kristallfläche brauchste halt, damit ecken und kanten die härte nicht senken oder erhöhen.
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weil die härte ein mineraleigenschaft ist, die nur an einer kristallfläche zuverlässig bestimmbar ist
Ja und nein. Benötigt man einen genauen absoluten Härtewert (z. B.+-100 Vickers), reicht es nicht, am Kristallaggregat zu prüfen, weil Einflussfaktoren wie Härteanisotropie (richtungsabhängige Härte) verfälschend wirken. Für die einfache Vergleichsprüfung nach der Mohs- Skala kann man aber, außer Cyanit, einfach das fragliche Mineral mit einem Material bekannter Härte (z. B. Glas) an der Oberfläche ritzen, bzw. umgekehrt. Die Stufen der Mohs- Skala sind nähmlich so grob, dass man eine zuverlässige Aussage bekommt.
Für unseren Fall hier einfach ausgedrückt: Ritzt die Kante des Minerales das Glas, ist es mit Sicherheit härter, ritzt die Kante des Glases das Mineral, ist das Mineral mit Sicherheit weicher. Hierzu braucht es also keine Kristallfläche.
Was Gestein betrifft, welches aus mehreren Mineralen besteht, hast du natürlich Recht, da macht man eigentlich keine Ritzhärteprüfung.
Glück Auf
Uwe
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naja, also wer kann schon selber vickershärten prüfen. die vorrichtung ist ja nicht grade billig. dennoch sollte die härte auch bei mohs auf die kristallflächen gehen. derbe stücke sind nicht geeignet. eben weil nicht eine, sondern "n" kristallflächen. natürlich geht auch das "einfach so kratzen", nur dann sollte man nicht so sehr auf "zahl",x achten.
selbst bei monominerlischen gesteinen gibt es keine härte, sondern nur eine gesteinsfestigkeit bzw. komponentenhärte.