Mineralienatlas - Fossilienatlas
Arbeitsmittel / Means for work => Schneiden, Spalten, Schleifen, Polieren / Cutting, Grinding, Polishing => Thema gestartet von: Psaronius am 03 Nov 07, 22:15
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Hallo,
im Forum gibt es ja schon einige Rubriken und Beiträge zum Theme Schneiden, Schleifen, Polieren von Achaten u.ä.
Mich interessieren die Sägen. Möchte mir in diesem Winter selbst eine Säge bauen, mit der ich nicht zu große Sachen sägen kann. Würde da gern von Euren Erfahrungen zehren.. . Vielleicht könnt Ihr auch Fotos Eurer Maschinen ins Forum stellen. Interessant sind oft auch Details, wie bestimmte Problem gelöst wurden ( Steinführung, -auflage, Kühlung usw.) . Ich will keine perfekte Super-Maschine bauen, sie muss bloß funktionieren.
Würde mich über Eure Erfahrungen, Tipps und Hinweise freuen...
Gruß
Psaronius
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Hallo,
das ist ein Themas was ich mir auch für diesen Winter vorgenommen habe.
Ich bin sehr gespannt auf die ersten Tips, Hinweise und Bilder oder sogar Anleitungen.
MfG
Bobby
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Vorgabe: eine Profimaschine , gesehen bei Ewald Gorsatt, abgeändert mit Steinführung
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Hallo Trommeline,
nicht schlecht, aber die so nachzubauen wohl schon etwas kompliziert, oder ?
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Hallo,
ok,da ich zu Weihnachten mir eine Maschine bauen lass,(von einer kleinen Schlosserei)350ger Blatt.
Möchte ich doch mal meinen Fliesenschneider zeigen der nun etwa 1,5 Jahre bei mir im Betrieb ist und ein 200ter Diamant Blatt für Edelsteine trägt.
Ich kann nur sagen die Anschaffungskosten,"20€ gebraucht,haben sich rentiert.Sieht wohl alles sehr klebrig aus ;D Aber es geht.Und ich hab damit bestimmt 2000Steine gesägt.
Nicht alles Achate ;D Mein Hof hat eine Menge Halbe Steine ;)
Gruß
Donat
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Hallo Donat,
danke für Dein Bild !
Habe auch eine Fliesenschneidemaschine, aber ohne Umbau, deren Schneidhöhe einfach zu gering ist. -
Warum kann man zu solchen niedrigen Preisen nicht Technik bauen, wo ein Sägeblatt reinpaßt, das vielleicht 10cm größer ist ?
Hast Du an Deiner Säge was verändert ?
Leider sind die Teile, auf die ich neugierig bin, auf Deinem Foto kaum zu erkennen...
Übrigens kann Deine Schlosserei eventuell noch eine Säge bauen (Zu welchen Konditionen ?).
In meiner Region sind die Handwerkerpreise so hoch, da denk man, die bauen die Säge aus purem
Gold !)
Gruß
Psaronius
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Hallo Psaronius,
normal kommt in der Säge ein 180ger Sägeblatt.Durch aufflexen habe ich den Schlitz etwas verlängert,so das ein 200ter Sägeblatt reinpasst.
Ich musste wohl einen Reduzierring ,von 30mm auf 22mm,für`s Sägeblatt dazu benutzen.
Einen größeren Flüßigkeitstopf musst Du auch nehmen.Am besten eine viereckige Waschschüssel die bis genau unter der Säge geht.
Weil,es spritzt schon ungemein.Und hinten dick Lappen hinlegen.Im Anfang werden die sich schnell vollsaugen und da geht dann einiges an Kühlmittel flöten.
Zu meiner Säge kann ich Dir im Moment noch nichts genaueres sagen.Weil ich selbst noch auf einen Kostenvoranschlag warte.Aber wenn ich ihn habe kann ich Dich gerne Informieren.
Gruß Donat
Ps.Eine Säge aus purem Gold wäre auch viel zu schnell dreckig! ;D
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Danke Donat,
die Variante an der Fliesenmaschine den Schlitz fürs Sägeblatt wenigstens etwas zu vergrößern, habe ich auch schon durchgespielt. 1 - 2 cm kann man dabei an Schnitthöhe gewinnen...
Muss das bloß noch realisieren.
Das Gepansche mit der Kühlflüssigkeit läßt sich wohl nie richtig vermeiden !
Gruß
Psaronius
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Unsere Fliesenschneidmaschine spritzt nach vorne.. machen wir da etwas falsch? OK, man kann sich daneben stellen...
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Logisch ;D
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Hallo Psaronius
Ich möcht einen kleinen Hinweisbeisteuern, der die Motorleistung betrifft.
Ich selbst habe den Versuch, eine Säge zu bauen, abgebrochen, obwohl ich schon weit fortgeschritten war und etliches Geld ausgegeben hatte.
Angepeilt hatte ich einen große Schnitttiefe von knapp 200 mm, eine 500 er Diamantscheibe hatte ich schon gekauft, eine Lagerwelle drehen lassen und auch Lagerböcke besorgt. Geplanter Antrieb: 2KW an Normalstrom 230 V.
Der Grund für den Abbruch war schlicht der, daß ich Gelegenheit hatte, an einer Industriemaschine die praktische Wirkung von 3 KW ausgiebig zu testen. Offen gestanden war ich fassungslos, wie viel Leistung eine Maschine braucht, die ordentlich was wegbeißen soll. (Wenn ich schon säge, dann gleich etliche Eimer voll Proben und viele davon nicht eben ganz klein.)
An einer CLIPPER mit 300er Scheibe (geschlitzes Blatt) habe ich keine großen Probleme gehabt, die Maschine zum STEHEN zu bekommen. Dicken Stein rein, kräftig drücken und schon ist die Leistungsgrenze erreicht. Wohl gemerkt: Mit 3 KW Drehstrom!
Wenn Du also etwas im Bereich von 300 mm Scheibendurchmesser baust, sollte die Leistung so ungefähr bei 2-3 KW liegen. Es sei denn, die Sägeschwindigkeit ist unerheblich und sehr langsamer Vortrieb stört Dich nicht.
An einem normalen Haushaltsanschluß (230 V) ist die Leistungsaufnahme vermutlich bei 2 KW beendet - beim Anlaufen zieht der Motor ja ganz erheblich viel mehr Strom als im Dauerlauf.
Den passenden Motor mit 2 KW habe ich übrigens noch rumstehen (Anschluß für Keilriemen). Wer Interesse hat, möge sich melden. Allerdings ist das Ding schwer. Allein der Versand kostet schon einiges.
Saxifragus
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Hallo Saxifragus,
danke für Deine Hinweise. Habe auch bloß einen normalen Lichtstrom-Haushaltsanschluß.
Habe ja bei anderen Sammlern schon Eigenbau-Sägen gesehen. Meist haben die Motoren mit 1 - 2 KW,
das Blatt läuft dann relativ langsam, was aber für die Schnittqualität günstig sein soll.
Ich denke auch nur an eine max. Schnitthöhe bis 10 cm.
HAst Du von Deinen "Sägebau-Vorhaben" noch Teile zum Abgeben ?
Wäre eventuell interessiert...
Gruß
Psaronius
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also ich habe mich an einem waschmaschinenmoter vergangen. der geht an sich recht gut, sofern das blatt nicht zu heiß wird oder verkantet. eher bleibt dir antriebswelle stehen, weil der der keilriemen sie nicht mehr mitnehmen kann.
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Hallo,
etwas im Bereich von 300 mm Scheibendurchmesser baust, sollte die Leistung so ungefähr bei 2-3 KW liegen
Sehe ich auch so. Es ist natürlich schade, wenn kein Drehstromanschluss zur Verfügung steht, aber bei 230V hat man die Freudengrenze mit einem 300er Blatt überschritten und muss erhebliche Zugeständnisse an die Zeit machen, die ja bekanntlich in der Leistung drinnesteckt. Oder man schneidet mit segmentiertem Blatt, was aber die Schnittqualität vermutlich herabsetzt. Nimmt man wg. Lichtstrom nur ein 220ger Blatt, bliebe eine Schnitttiefe von etwa 75mm. Der Flansch sollte im Verhältnis zum Blattdurchmesser größer sein, als bei einer Kreissäge, da die Scheibe wegen höherer Wärmeentwicklung besser plan gehalten werden muss.
Bei einer Maschine wie auf dem Bild von "trommeln" kann man mit dem Stück bis an den Flansch schwenken. Liegt die Welle unter einem Tisch, verliert man zusätzlich Schnitttiefe um die Dicke des Tisches. Schnitttiefe bei Dicke Tisch von 10 mm (Stahl) hier also nur 65 mm. Man kann ggf. an der Stelle, wo der Flansch den Tisch berührt, den Tisch bis auf 4 mm aussparen, Schnittiefe dann 71 mm.
Persönlich würde ich die Konstruktion wie Bild von "trommeln" vorziehen, da dies eine einfache, stabile und führungsgenaue Bauart ist. Hier kommt es lediglich auf ein genaues, das heißt ausreichend breites Schwenklager das Haltestockes an. Da wird man beim Schrotthändler seines Vertrauens sicher fündig. Die Schwenkachse muss auf 0,02 mm genau parallel zur Drehachse des Motors ausgerichtet sein, was kein Hexenwerk ist. Und: je schwerer das Gestell, um so besser, wegen der Vibrationen.
Glück Auf
Uwe
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Hallo
Ich habe genau diese Säge, die "trommeln" abgebildet hat. Gekauft vor 15 Jahren in Idar-Oberstein. Läuft mit 220 V und einem 350 mm Blatt. Hatte bisher noch nie Probleme. Baue im Moment allerdings noch eine mit Tisch für eine 200 mm Scheibe.
Gruß Robert
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Wir benutzen ja einen einfachen Fliesenschneider aus dem Baumarkt. Damit können wir viele unserer Schnitte und Korrekturen machen. Grosse Schnitte lassen wir bei einem örtlichen Steinbearbeitungsgeschäft machen, die können 2 cm gut schneiden, 1 cm ev. mit Bruch
Dann haben wir an der Messe Zürich Bekanntschaften gemacht: 1. Mineralienverein mit eigener Werkstatt, wir werden uns anmelden. 2. Freizeitverein mit eigener Werkstatt, ein Mitarbeiter ist Mineraliensammler, auch da werden wir Mitglied werden.
Warum muss sich jeder eine eigene Maschine zulegen? OK, wir haben den Vorteil relativ nahe bei einer Grossstadt zu wohnen, aber zum Mineralienverein werden wir auch mind. 30 min. brauchen. Da wir das aber nicht jeden Tag machen werden, lässt sich damit umgehen. Oertliche Messen haben ihre Vorteile.. ;)
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Hallo
Ich habe genau diese Säge, die "trommeln" abgebildet hat. Gekauft vor 15 Jahren in Idar-Oberstein. Läuft mit 220 V und einem 350 mm Blatt. Hatte bisher noch nie Probleme. Baue im Moment allerdings noch eine mit Tisch für eine 200 mm Scheibe.
Gruß Robert
Wir haben an dieser Säge gearbeitet. Während des Sägens haben wir den Stein gedreht und so recht gut schneiden können, aber da sich das grosse Blatt doch leicht verkantet hat, war kein gerader Schnitt möglich. Aber das haben wir an den weiteren Maschinen korrigiert. Für einen Achatschnitt reicht diese Maschine nicht aus (obwohl die sicher auch in Idar gekauft wurde)
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Hallo "trommler",
Du hast natürlich recht, aber in meiner Region dürfte weit und breit keine Steinesäge anzutreffen sein..., deshalb auch der Entschluß zum Eigenbau.
Hast Du eventuell von der oben abgebildeten Säge noch andere Fotos ? Möchte einfach viele Details sehen, die man dann beim eigenen Vorhaben berücksichtigen kann...
Gruß
Psaronius
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Hallo Psaronius.
Hier mal meine Säge!
Gruß, Kalle
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Hallo Grenzton, ist das eine eigenbausäge oder eine handelsübliche?
Meine säge habe ich vor 17 jahren selbst gebaut und sie leistet mir bis heut gute dienste,sind doch schon einige tausend stücke mit ihr gesägt worden. Optisch kein meistererwerk aber zuverlässig. Als einziges(außer die sägeblätter) mußte ich bisher zwei mal die lager der welle wechseln,aber die gibt es im handel und der wechsel ist kinderleicht. Blattgröße bis 250mm läßt sich aufspannen auch verschiedene lochgrößen sind kein problem,die adapter dreh ich mir in diesem fall selbst auf meiner drehbank. Kühlmittel ist wasser,kühlöl wäre sicher besser weil die blätter dann länger halten,aber in polen sind die blätter mit 8 euro konkurenzlos billig. Auf eine steinhalterung verzichte ich, kann aber eine anbauen, langsam geführt bringt auch ohne halterung einen sauberen schnitt.
Zur drehzahl noch paar worte: antriebsmotor stammt aus einer tschechischen waschmaschine,typ"Perex" Noch heut bei vielen spermüllaktionen zu finden
220volt 250watt, hört sich wenig an hat aber 2900 u/min und mit entsprechender übersetzung mittels keilriemen komm ich auf eine blattdrehzahl von ca1000 u/min. Kann dazu nichts negatives sagen. und diese motoren sind wassergeschützt.
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Hallo Bernd,
danke auch für das Foto, das hatte ich noch nicht. Hoffe aber, dass ich mir Deine Säge nochmal im Original ansehen kann. Interessant ist, dass der "Tisch" unter der Welle sitzt, dadurch vermeidest Du Schnitthöhenverluste...
Gruß
Psaronius
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Hallo Hartwig,ich hatte mal zwischendurch eine säge gebaut bei der das blatt durch einen schlitz im auflagetisch herausragte. Die war für meine sägerei nicht geeignet,säge ausschließlich an oben gezeigte. Dort kann ich fast den gesamten blattradius nutzen und bei größeren stücken dreh ich das zu sägende stück noch um sich selbst.
kannst du dir alles bei passender gelegenheit mal ansehen.
Übrigens,meine schleifmaschine für den grobschliff steht gleich neben der säge, werde bei entsprechenden thema auch darauf eingehen.
Gruß aus Brieske
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Hallo trommeln
Was außer Achaten und versteinerten Hölzern sollte ich wohl mit dieser Maschine schneiden ? Das ist meine tägliche Arbeit.
Meine Schnitte sind absolut glatt und benötigen nicht viel Schleifarbeit. Es kommt immer darauf an was für ein Sägeblatt man verwendet. Ich benutze z.B. etwas kräftigere, gesinterte Blätter, da kann sich nichts verkanten. Bei diesen Mengen die ich schneide kann ich kein Blatt verwenden, das zu weich ist.
Gruß Robert
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Zusatzfotos
@Robert
also wenn du Achate schneiden kannst ist doch alles ok? Schlimmeres gibts nicht oder? Gute Idee härtere Blätter zu verwenden...
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Hallo Ihr Steinsammler,
über dieses schöne Forum freue ich mich sehr, und möchte mich hier kurz als Hobbysammler bei Koblenz vorstellen.Ich sammle alles was schön und interessant ist, aber nach wie vor ist für mich selbst suchen immer noch am schönsten.
Und wenn ich darf auch mal gerne um Rat fragen.
Hier auch meine erst Frage, Steinsäge in Eigenbau wie mache ich das ohne Maßangabe,beispiel die säge von Trommel die sieht gut aus sind da maße und noch ein paar Detail Bilder zu bekommen, hier oder unter P:M, würde mich freuen.
MfG
Moosachat
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Hallo Moosachat,
Maßangaben ? Ich glaube beim Selbstbau muss man viel improvisieren und von den vorhandenen Teilen und Materialien ausgehen.
Wichtig sind das Grundprinzip und Details, wie bestimmte Probleme (Steinhalterung, - führung, Anordnung Sägeblatt und Motor usw.) gelöst wurden.
Mal sehen, ob ich mein Vorhaben in dieser Richtung 2008 realisiert bekomme...
Gruß
Psaronius
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Hallo Moosachat,
willkommen hier! Psaronius hat völlig Recht. Beschaffe die am schwierigsten zu besorgenden Teile zuerst und wenn du Welle, Lager, Motor, usw. hast, dann baue den Rest einfach dazwischen und drumherum. Zu Stromart, Drehzahl, Kühlmittel usw. wurde hier schon berichtet. Grundmaße wie Arbeitshöhe lege selber fest, du kannst auch bei einem Besitzer so einer Maschine wie z. B. Steinmetz Maß nehmen.
Glück Auf
Uwe
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Ok,
danke euch werde mir alles besorgen, und noch schöne Weihnachten.
MfG
Moosachat
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"Glück Auf"
Hier ein Tipp vom Sammler zu Sammler die Technisch nicht die Möglichkeiten besitzen sich eine Schneide.- oder Schleifmaschine selbst zu Bauen. Er verwirklicht Euch Eure Vorstellungen zu Sammlerpreisen.
Sammler: Jürgen Giebeck, Adolph-Kolpingstraße14, 97318 Kitzingen-Hoheim Tel:09321 389202
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Hallo!
War mir jetzt nicht sicher ob es mit den Bildern geklappt hat und meinen eigentlich geschriebenen Beitrag mit ein paar Erläuterungen habe ich (trotz Meldung, daß ich den Beitrag gerade eben geschrieben habe auch nicht im Forum gesehen...?!?)
Kurzfassung:
- drehbare EinspannZweibackenFutter
- zusätzlich noch mittels eines ähnlich einem Schneckengetriebe auf das Sägeblatt zu oder weg bewegliche Einspann-Vorrichtung.
Grüße und Glück Auf
Frank
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hallo, kann mir jemand eine säge für achate zum schneiden bauen ? oder verkauft hier jemand seine säge ? müsste aber für ein 500 derter blatt sein ! danke für eure bemühungen gruß bernd