Mineralienatlas - Fossilienatlas

Arbeitsmittel / Means for work => Messgeräte, Detektoren / Measuring devices, Detectors => Metalldetektoren / Metal detector => Thema gestartet von: minuwe am 25 Nov 07, 14:23

Titel: Metalldetektoren_ Infos und Erfahrungen
Beitrag von: minuwe am 25 Nov 07, 14:23
Hallo,

bei der Suche nach Mineralien mit Metallgehalt sind auf Halden, Seifen usw. Detektoren mitunter hilfreich. Hersteller machen keine genauen Angaben, mit welchen Geräten welche Minerale angezeigt werden. Meist bezieht man sich auf Gegenstände aus Metall.

Kann hier jemand von eigenen Erfahrungen bezüglich Bauart, Frequenz, Suchtiefe, Objektgröße und anzeigefähiger Mineralien berichten? Lassen sich konkrete Geräte und zugehörige Beispielfunde zeigen?

Vielleicht entsteht hier ein kleiner Detektoren- Erfahrungsaustausch, bezogen bitte nur auf Mineralien/ Erze.

Glück Auf
Uwe
Titel: Re: Metalldetektoren_ Infos und Erfahrungen
Beitrag von: Schluchti am 28 Nov 07, 10:50
Ich habe ein recht billiges Gerät namens "Black Knight Magpie".  Es hat zwar einen regelbaren Eisendiskriminator, aber gegen Schießdraht und Weissblechdosen hilft der leider auch nicht. Zudem sinkt auch etwas die Empfindlichkeit, so daß man da nicht zu weit Eisen wegblenden solte. Pinpointing ist über eine Taste möglich. Bis auf ein paar Bi-Co-Ni Gangstücke, etwas Arsen und Pyritadern hat mir das Gerät bisher auch keine nennenswerten Funde geliefert. Lag aber vielleicht auch daran, daß ich das Ding irgendwann einfach nicht mehr mitgeschleppt habe, weil in 9 von 10 Fällen nur irgendwelcher Metallschrott angezeigt wurde.

Aber wenn die 296 wieder angeschnitten wird, werde ich dem Ding mal wieder eine Chance geben.
Titel: Re: Metalldetektoren_ Infos und Erfahrungen
Beitrag von: Stefan am 28 Nov 07, 12:31
Meinen Metalldetektor (Typ hab ich grad nicht da) habe ich erst einmal zum Einsatz gebracht auf einer Bergwerkshalde in knapp 3000 Meter Höhe. Das Einzige was dabei zum Vorschein kam war eine österreichische Groschen-Münze. Ansonsten hat das Ding dort auch nichts angezeigt. Meine Versuche waren aber wegen schlechtem Wetter sehr begrenzt.

Im Garten bei mir konnte ich noch ein verbuddeltes 5 Pfennig Stück finden, das war es bisher.

Meine Tests sind wenig repräsentativ und wirkliche Funktionstests stehen noch aus.
Gruß Stefan
Titel: Re: Metalldetektoren_ Infos und Erfahrungen
Beitrag von: uwe am 28 Nov 07, 12:38
Ich habe mir, als die Halden 207 in Schlema aufgearbeitet wurden auch ein Metallsuchgerät zugelegt, glücklicherweise ein recht billiges. Eines was lediglich  "piep" macht wenn ein leitendes Stück in der Nähe ist. Ich muß allerdings sagen, daß genausoviele Funde visuell als durch die Metallanzeige gemacht habe (Interessante Erzbrocken habe die angenehme Eigenschaft durch weiß/grün/rosa Krusten aufzufallen). Allerdings wären einige schöne Funde ohne Metallsuchgerät nicht möglich gewesen, da ich an diesen Stellen der Halde visuell nie gesucht hätte.

Leider konzentriert man sich beim Suchen zu stark auf den Signalton. man sucht größere Haldenareale ab, ohne sich mal die Zeit zu nehmen, einen Haldenabschnitte sorgfältig Stein für Stein zu untersuchen. Es gibt eine Menge attraktive Minerale, die für das Metallsuchgerät nicht existent sind.   

Angezeigt werden nicht nur Metallteile, die man klugerweise nach hinten wegwirft, sonst findet man sie zweimal, sondern vor allem im Schlemaer Gebiet ein schwarzer Schiefer, der vermutlich mikrospkopisch verteiltes Pyrit enthält, welcher auch stark anzeigt.

Zusammengefaßt: Ein einfaches Metallsuchgerät halte ich auf den Erzgebirgischen Halden für ein Muß. Dabei haben die billigen Geräte den Vorteil, daß sie die "move" und "no move" Funktion vereinen und nicht umgeschaltet werden müssen.

Gruß
Uwe

Titel: Re: Metalldetektoren_ Infos und Erfahrungen
Beitrag von: der Sauerländer am 28 Nov 07, 12:47
Hallo

Es gab mal die Zeitschrift "Nugget", die sich ausschließlich mit Schatzsuche befasste. Über Goldsuche erschienen die meißten Artikel.
Erfahrungsberichte von Goldsuchern und Australischen Detektor- Händlern zufolge gab es, zumindest zum damaligen Zeitpunkt, nur zwei Geräte auf dem Markt, welche sich zur Gold- und Erzsuche wirklich eigneten. Der "Garrett Scorpion- Gold Stinger" und ein Gerät von Fischer (an die Typenbezeichnung erinnere ich mich nicht....google fragen).
Selber besitze ich den Gold- Stinger, der aber nun leider nen elektronischen Fehler hat. Das Teil hat mir erstaunliche Ergebnisse gebracht. Hat selbst Galenit in der Becke-Oese angezeigt. Auf der Halde 371 hat er sich fast überschlagen :o, aber so viel konnte ich nicht schleppen.

Wilhelm
Titel: Re: Metalldetektoren_ Infos und Erfahrungen
Beitrag von: minuwe am 28 Nov 07, 13:16
Hallo,

es wird interessant. Dass die Dinger auch Sulfide anzeigen, was sicher Typ- abhängig ist, hätte ich nicht gedacht.

Eins ist klar- und Uwe hat es schon gesagt- man kann erst mal nur mit dem Gerät suchen und es dann weglegen und nach anderen Mineralen schauen. Es ist ja das Problem, dass man Stücke unter der Oberfläche nicht sieht und bei einer Haldenaufbereitung sich die Oberfläche laufend ändert, und die frischen Anschnitte stark dreckig sind.  Da sucht man visuell, es kommen  Sondengänger schnappen einem in kurzer Zeit die Sachen weg. Also heißt es mitziehen und auch sowas anschaffen. Ist ja auch eine Frage des Zeitbudget.

Habe gelesen, dass für Erze eine niedrigere Frequenz vorteilhaft sei (?). Welche minimalen Aggregatgrößen schaffen die Dinger denn?

Glück Auf
Uwe
Titel: Re: Metalldetektoren_ Infos und Erfahrungen
Beitrag von: loismin am 28 Nov 07, 16:03
Hallo.

Also ich hab die Erfahrung gemacht, je genauer und besser so ein Metalsuchgerät ist, desdo weniger ist es auf Halden zu brauchen.

Das piepst dann nur ständig und man kann dannirgendwann nichts mehr unterscheiden und schaltet es sowieso ab.
Einzelne Brocken von Erzen in der Halde zeigt es gut an, wie die arsenbrocken mit Silber auf der 371 er.
Aber bei erzhaltigen Haufen wo viel Erz kleinverteilt drin ist gehts halt nicht.
Ich habe ohne Gerät immer mehr gefunden als mit, weil man sicher mehr konzentriert und alle Stücke anschaut.
Allerdings muß man halt mehr graben.

Gruß
Lois
Titel: Re: Metalldetektoren_ Infos und Erfahrungen
Beitrag von: der Sauerländer am 28 Nov 07, 20:26
Hallo Lois

Klar, wenn Du ein Gerät benutzt mit ner Frequenz zwischen 6,5 und 7,5 kHz.
Das "Geheimnis" meines Stingers sind die ungewöhnlichen 15 kHz. Selbst, wenn ich ihn in die Luft gehalten habe und ihm nen Galenit vor der Sonde hin- und hergeschwenkt habe, hat er gejault. Bei schnellen Bewegungen, also pin- pointing simuliert, hat er schön gepingt.
Die Theorie besagt ja, dass Teile, die längere Zeit "in situ" liegen, besser gefunden werden, weil sie in der Erde durch Korrosion ein großes Magnetfeld (Störfeld) geschaffen haben. Ich habe keinen Unterschied feststellen können.
Wichtig ist allerdings ein regelmäßiger "Reset". so jede Minute. Hilfreich sind dabei Schuhe mit Metallösen für die Schnürsenkel. Das schont den Rücken und die Armmuskeln :D ;D


Wilhelm

Titel: Re: Metalldetektoren_ Infos und Erfahrungen
Beitrag von: koibonsai am 29 Nov 07, 16:50
Hallo Sauerländer,

das interessiert mich jetzt doch. Ich habe auch so ein Gerät v. Whites. ABER........ bis her fast Null. Für mich wäre es wertvoll mal zu wissen wie diese Geräte auf Kupfer o. Galenit ansprechen. Da ich Siegerland sammle und eine ganze Menge Fundpunkte mal besuchen möchte die hier in Frage kommen würde. Ich habe bis auf derben Ullmanit bisher keinen Erfolg gehabt.... Aber das mit den 15 kHz... Das wusste ich bis jetzt nicht . Ich habe mal bei Ebay nachgesehen.... Da gibt es ein Gerät mit den besagten kHz......http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&rd=1&item=150188498258&ssPageName=STRK:MEWA:IT&ih=005 (http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&rd=1&item=150188498258&ssPageName=STRK:MEWA:IT&ih=005). Könnte ich so was evtl, dafür gebrauchen?

Peter
Titel: Re: Metalldetektoren_ Infos und Erfahrungen
Beitrag von: der Sauerländer am 29 Nov 07, 18:52
Hallo Peter

Also ich werde mich hüten, dir nen Kauftipp für Dinge zu geben, die ich nicht persönlich kenne.
Das Teil kostet nagelneu 78,-€. So ganz viel kann das sicher nicht sein.
Ich habe mich seinerzeit mit den GARRETT- Geräten befasst. Die Amis suchen mit den hochwertigen Geräten ab Model 7 nach "Lode`s".
Da bisste aber schnell bei 1.000,-$ Der olle Garrett selbst hat einige Berichte über die Suche nach Silber in Canada geschrieben. Nunja....er will halt verkaufen. Aber die "Nugget" hat`s bestätigt. Ich kann nur von Galenit und der Halde 371 reden. Damals hatten die gerade die Silber-Halden eingeebnet und Schotter drübergeschoben. Das Gerät hat gejault wie verrückt. Was soll man dann mitnehmen? Die Halde?
Da gebe ich dem Lois recht! Aber ist nur ein Brocken in der Halde, dann haste 100 Punkte.
Die Sondengänger heute schwören auf das neue Model von MINELAB. Das soll zurzeit das beste sein, was es auf dem Markt gibt.
Schau mal unter schatzsucher.de. Die haben auch einen Technik- Thread. Da kannste ja nach Erfahrungen zu Mineralien fragen.

Wilhelm

Titel: Re: Metalldetektoren_ Infos und Erfahrungen
Beitrag von: koibonsai am 29 Nov 07, 19:16
Hallo, erst mal Danke. Mit dem Gerät bei Ebay habe ich auch so meine Probleme. Mein Whites hatte damals rund 1500 DM gekostet. Nur das ist schon 10 o.15 Jahre her.... und die Technik von heute dürfte um einiges besser und verhältnismäßig preiswerter sein (nehme ich einfach mal so an).  Das Problem war damals einfach, das ich niemanden richtig fragen konnte. Das war dann ein Kauf "ins Blaue" Nun ja..... Bei Schatzsucher hatte ich damals auch nachgefragt, nur dort  gab es keine ergiebige Auskunft, da kaum oder keine Erfahrung  beim suchen von Mineralien vorlag. Das Gerät das ich hier habe steht nun seit Jahren hier herum weil ich irgendwie die Lust verloren hatte, mich immer nur mit "Abfallfunden" oder Patronenhülsen abzufinden. Ich hatte schon jegliche Hoffnung aufgegeben das es überhaupt funktioniert. Ich verfüge über sehr gutes altes Kartenmaterial aus dem Siegerland als Grundlage zum suchen und sammeln. Da wäre ein Suchgerät doch sehr hilfreich. Jetzt weiß ich wieder etwas mehr.

Besten dank für die Hilfe
Peter
Titel: Re: Metalldetektoren_ Infos und Erfahrungen
Beitrag von: Gammaray am 29 Nov 07, 19:50
Hallo Peter,

schau doch mal unter www.eifelsucher.de. Thomas kann dir mit Sicherheit weiterhelfen.

Gruß
Jürgen
Titel: Re: Metalldetektoren_ Infos und Erfahrungen
Beitrag von: koibonsai am 29 Nov 07, 21:11
Hallo, Danke für dem Tip. Ich habe mal eine Anfrage per Mail gestellt. Und das gute.... er wohnt nur rund 20 km von mir entfernt,,,,,,
Titel: Re: Metalldetektoren_ Infos und Erfahrungen
Beitrag von: jürgen lange am 29 Nov 07, 22:16
wenn eifelsucher geräte verkaufen will (er hat auch welche im leasing), dann kann man das ja mal vor ort ausprobieren. der test wird zeigen, ob auch metall-verbindungen wie sulfide, ... angezeigt werden.. da ich bisher auch immer nur von den metallen selbst ausgegangen bin, wäre das ein interessantes ergebnis. gruß jürgen lange/de.
Titel: Re: Metalldetektoren_ Infos und Erfahrungen
Beitrag von: minuwe am 21 Dec 07, 21:33
Hallo,

danke von mir für die Beteiligung an diesem Thema.

Habe Beratung eingeholt und werde dort vermutlich ein Gerät bestellen. Bei wem verrate ich, wenn es geschehen ist. Die Beratung enthielt folgende Infos:

- Die Minerale werden umso besser angezeigt, je besser ihre elektrische Leitfähigkeit ist.
- Geräte mit niedrigen Freqenzen (6 kHz) haben eine gute Tiefenleistung und trennen Eisen besser ab.
- Störmaterial wie Cu- Schießdraht oder Graphitschiefer soll nicht diskriminiert werden, wenn man entsprechende Minerale finden will.
- Geräte mit hohen Freqenzen (18 kHz) zeigen Kleinstaggregate besser an, die Kleinteileempfindlichkeit steigt mit der Freqenz.
- Daraus ergibt sich die sinnvolle Anwendung von zwei Geräten, eines für Tiefe und gute Eisenunterdrückung,eine weiteres für Feines.
- Hat man eine sehr hohe Lagerdichte von Eisenteilen, sollte man höchstens eine mittlere Freqenz (unter 10 kHz ?) wählen.
- Im Altbergbau verwendete geschmiedete Werkzeuge werden meist wie Erz angezeigt, gezogener oder gewalzter Stahl nicht.
- Einen Kopfhörer benötigt man nicht, es sei denn, es soll niemand die Signaltöne hören.
- Der Preis geht nicht nur mit besserer Leistung hoch, auch Verarbeitung, genauere Arbeitsweise, Ergonomie usw. schlagen sich nieder.

Die Anzeige von Galenit wird, wie ich vermute durch den Silbergehalt begünstigt. Da ich nicht mit zwei Geräten gleichzeitig suchen will, wurde mir der XP Goldmaxx Power empfohlen, der eine hohe Tiefenleistung, eine für Halden akzeptable Eisentrennung, aber durch seine 18 kHz auch eine sehr gute Empfindlichkeit für Kleinstaggregate hat, etwa 3 x 3 x 3 mm Silber in 10 cm Tiefe.

Aber da zählen nur wirkliche Erfahrungswerte. Werde natürlich berichten, wenn ich konkrete Erfahrungen gemacht habe.

Glück Auf
Uwe
Titel: Re: Metalldetektoren_ Infos und Erfahrungen
Beitrag von: der Sauerländer am 21 Dec 07, 22:02
Hallo Uwe

da kann ich nur lächelnd nicken :)
Bis auf Pkt. 7 stimmt alles und man muss nur wissen, was man finden will. Die heutigen, teuren, Geräte sind Alleskönner!
Mein Bergeisen von der Grube "Caspari" habe ich aus ca. 50 cm Tiefe ausgebuddelt. Das Gerät hat schon nen halben Meter vorher gejault.
Klar....bei min. 120 Jahre in der Halde hat sich durch Korrosion ein schönes Magnetfeld aufgebaut.
Meine Wahl heute wäre ein MINELAB.  Das Ding is Schweineteuer, aber welches Hobby ist das nicht!?

Wilhelm
Titel: Re: Metalldetektoren_ Infos und Erfahrungen
Beitrag von: minuwe am 21 Dec 07, 22:07
Hallo Wilhelm,

welchen Typ von MINELAB? Die haben doch auch verschiedene Ausführungen. Wieso bildet sich durch Korrosion ein Magnetfeld, ich dachte wenn der Limonit-/ Goethitanteil zunimmt und der Anteil des metallischen Eisens ab, wird es wie ein kleineres Eisenstück und damit schwächer erkannt?

Glück Auf
Uwe
Titel: Re: Metalldetektoren_ Infos und Erfahrungen
Beitrag von: der Sauerländer am 22 Dec 07, 12:09
Hi Uwe

Das Model 2200 ist speziell als Profi- gerät zur Gold- suche entwickelt worden. Somit für Silbersachen u. a. ideal!
Da wir hier im Atlas diskutieren, denke ich mal nicht, dass Du Granaten ausbuddeln willst ::) Für die Militariasucher ist was anderes besser, weil programmierbar. Die können, was Munition angeht, zwar Eisen rausfiltern, aber die Zünder sind halt aus Messing oder Kupfer. Umso besser ist es dann, wenn die Displays das Objekt 2-dimensional abbilden.

So wie ich das verstanden/gelesen habe, bildet sich um ein metallenes Teil durch die Korrosion ein größeres Störfeld im Boden.
Das durch das Magnetfeld der Spule gestörte Magnetfeld, was sich im Boden bildet, ist um so größer, je länger das Teil im Boden liegt.

schönes, explosionsfreies,  Wochenende ;) ;D
Titel: Re: Metalldetektoren_ Infos und Erfahrungen
Beitrag von: minuwe am 23 Apr 08, 22:27
Hallo,

hier nun, was angekündigt. Nochmal schönen Dank für die bisherigen Tipps.

Nach  mehrmaligen Sammelaktionen mit dem Gerät kann ich folgende Erfahrungen mitteilen:

1.Ziel
Die Suche nach Erzmineralien auf den bald erlöschenden Haldenfundstellen soll mittels Metallsuchgerät effektiver werden.

2.Gerätetyp: XP Goldmaxx Power
http://www.eifelsucher.de/html/eifelsucher/xp-detektors.htm (http://www.eifelsucher.de/html/eifelsucher/xp-detektors.htm)
Ein beratendes Telefonat durch Herrn Thomas Schwarz (EIFELSUCHER) hatte zur Folge, dass anstatt ein geplantes anderes Gerät das Goldmaxx angeschafft wurde. Alle von Herrn Schwarz gemachten Angaben können im Nachhinein bestätigt werden.
Die Anforderungen wurden Herrn Schwarz genau mitgeteilt, dadurch konnte er das passendste Gerät, auch aus seiner persönlichen Erfahrung heraus, empfehlen. Im Vordergrund steht die Empfindlichkeit auf Kleinteile bzw. kleine Aggregate bei guter Tiefenleistung.

3. Funktion
Prinzipiell zeigt der Detektor alle ausreichend elektrisch leitfähigen Materialien bzw. Mineralien mit ausreichendem Metallgehalt an. Beispielsweise reagiert des Gerät zwar auf Pyrrhotin (FeS), jedoch nicht auf Pyrit (FeS2). Angezeigt werden Mineralien wie Chloanthit, Skutterudit, Nickelin, Safflorit, Rammelsbergit, Löllingit, dichter Hämatit, Magnetit, Arsenopyrit, Graphit, Arsen, Silber, Kupfer, Wismut, Gold.
Schwach angezeigt wird stark silberhaltiger Galenit aus Freiberg.
Nicht angezeigt werden z. Bsp. Millerit, Pyrit, Markasit, Chalkopyrit, Galenit, Sphalerit, Argentit, Proustit, Pyrargyrit, Pyrolusit, Bornit, , Psilomelan, Braunit, lockerer Hämatit, Goethit, Cassiterit,  Wolframit, Molybdänit, Uraninit.

Zum Teil unerwünschte Sachen werden natürlich auch angezeigt: Abfälle aus Alu oder Alufolie oder Zinkblech oder sonstigen Metallen,  Gießharz mit Graphit- oder Eisenpulvergehalt. Graphithaltige Schiefer. Nicht allzu massive Gegenstände aus Eisen oder Gusseisen werden durch das Gerät zwar nicht ausgeblendet, vorteilhafterweise jedoch durch einen tiefen Ton begleitet. Das hat zur Folge, dass man zwar merkt, wo Eisenteile liegen, jedoch nicht in jedem Fall danach gräbt. Allerdings kommt der tiefe Ton nur, wenn eben das Eisenteil nicht allzu massiv ist oder gar aus geschmiedetem oder vergütetem Stahl. Konkret werden also nur Drähte bis ca. 5 mm Dicke, Blechbänder, völlig in Rost umgewandelte Eisenteile oder Kleinteile wie Flaschenverschlüsse mit zusätzlichem tiefen Ton angezeigt. Zu den erwünschten Eisenteilen zählen Bohrwerkzeuge, Werkzeuge des Altbergbaues, diverse Zeugnisse der bergbaulichen Tätigkeit aus Metall, welche mit in den Abraum gelangt sind.

Beispiele nach Fundtiefe (keine Maximalwerte): Gediegen Wismut, 15 cm lang, 4,5 kg schwer: 50 cm tief; Kabelschuh aus Messing, 0,8 cm lang: 25 cm tief; Skutterudit, 2 cm lang: 20 cm tief; Gleisstück aus Stahl: 50 cm tief; Arsen, 0,5 cm lang: 20 cm tief.   

Wer vorwiegend Gegenstände aus Eisen und Stahl sucht, ist mit einem anderen Gerät besser bedient. Die Suche nach oben genannten Erzen und Mineralien kann nach achtwöchiger Probierzeit als zufriedenstellend bezeichnet werden. Man kann logischerweise nur das finden, was andere nicht schon gefunden haben und was überhaupt verborgen liegt. Ein direkter Vergleich mit einem deutlich preiswerterem Gerät ergab, dass das oben genannte in Hinblick auf Suchleistung, Tonunterscheidung, Kleinteileempfindlichkeit deutlich besser abschnitt.

Wünschenswert wäre, dass man die einzelnen Minerale oder wenigstens Kategorien im Gerät programmieren könnte, in dem man die Stücke vor die Spule hält und auf diverse Tonfrequenzen setzt, weil sich die Minerale in ihren Leitfähigkeiten charakteristisch unterscheiden. Dies wurde mit der Dreiton- Anzeige zum Teil realisiert.

Glück Auf
Uwe
Titel: Re: Metalldetektoren_ Infos und Erfahrungen
Beitrag von: Rene Hesse am 19 Feb 18, 07:29
Gibt es mittlerweile neue Erkenntnisse?
Habe einen XP Deus RC mit Hochfrequenz Spule (bis 54 KHz.) und würde diesen gern mal einsetzen.
LG
Titel: Re: Metalldetektoren_ Infos und Erfahrungen
Beitrag von: Harzsammler am 19 Feb 18, 14:48
Was möchtest Du denn noch?
Besser als Uwe kann man es doch kaum beschreiben.
Und Punkt 3 deckt sich voll mit meinen Erfahrungen....

Hallo,

hier nun, was angekündigt. Nochmal schönen Dank für die bisherigen Tipps.

Nach  mehrmaligen Sammelaktionen mit dem Gerät kann ich folgende Erfahrungen mitteilen:

1.Ziel
Die Suche nach Erzmineralien auf den bald erlöschenden Haldenfundstellen soll mittels Metallsuchgerät effektiver werden.

2.Gerätetyp: XP Goldmaxx Power
http://www.eifelsucher.de/html/eifelsucher/xp-detektors.htm (http://www.eifelsucher.de/html/eifelsucher/xp-detektors.htm)
Ein beratendes Telefonat durch Herrn Thomas Schwarz (EIFELSUCHER) hatte zur Folge, dass anstatt ein geplantes anderes Gerät das Goldmaxx angeschafft wurde. Alle von Herrn Schwarz gemachten Angaben können im Nachhinein bestätigt werden.
Die Anforderungen wurden Herrn Schwarz genau mitgeteilt, dadurch konnte er das passendste Gerät, auch aus seiner persönlichen Erfahrung heraus, empfehlen. Im Vordergrund steht die Empfindlichkeit auf Kleinteile bzw. kleine Aggregate bei guter Tiefenleistung.

3. Funktion
Prinzipiell zeigt der Detektor alle ausreichend elektrisch leitfähigen Materialien bzw. Mineralien mit ausreichendem Metallgehalt an. Beispielsweise reagiert des Gerät zwar auf Pyrrhotin (FeS), jedoch nicht auf Pyrit (FeS2). Angezeigt werden Mineralien wie Chloanthit, Skutterudit, Nickelin, Safflorit, Rammelsbergit, Löllingit, dichter Hämatit, Magnetit, Arsenopyrit, Graphit, Arsen, Silber, Kupfer, Wismut, Gold.
Schwach angezeigt wird stark silberhaltiger Galenit aus Freiberg.
Nicht angezeigt werden z. Bsp. Millerit, Pyrit, Markasit, Chalkopyrit, Galenit, Sphalerit, Argentit, Proustit, Pyrargyrit, Pyrolusit, Bornit, , Psilomelan, Braunit, lockerer Hämatit, Goethit, Cassiterit,  Wolframit, Molybdänit, Uraninit.

Zum Teil unerwünschte Sachen werden natürlich auch angezeigt: Abfälle aus Alu oder Alufolie oder Zinkblech oder sonstigen Metallen,  Gießharz mit Graphit- oder Eisenpulvergehalt. Graphithaltige Schiefer. Nicht allzu massive Gegenstände aus Eisen oder Gusseisen werden durch das Gerät zwar nicht ausgeblendet, vorteilhafterweise jedoch durch einen tiefen Ton begleitet. Das hat zur Folge, dass man zwar merkt, wo Eisenteile liegen, jedoch nicht in jedem Fall danach gräbt. Allerdings kommt der tiefe Ton nur, wenn eben das Eisenteil nicht allzu massiv ist oder gar aus geschmiedetem oder vergütetem Stahl. Konkret werden also nur Drähte bis ca. 5 mm Dicke, Blechbänder, völlig in Rost umgewandelte Eisenteile oder Kleinteile wie Flaschenverschlüsse mit zusätzlichem tiefen Ton angezeigt. Zu den erwünschten Eisenteilen zählen Bohrwerkzeuge, Werkzeuge des Altbergbaues, diverse Zeugnisse der bergbaulichen Tätigkeit aus Metall, welche mit in den Abraum gelangt sind.

Beispiele nach Fundtiefe (keine Maximalwerte): Gediegen Wismut, 15 cm lang, 4,5 kg schwer: 50 cm tief; Kabelschuh aus Messing, 0,8 cm lang: 25 cm tief; Skutterudit, 2 cm lang: 20 cm tief; Gleisstück aus Stahl: 50 cm tief; Arsen, 0,5 cm lang: 20 cm tief.   

Wer vorwiegend Gegenstände aus Eisen und Stahl sucht, ist mit einem anderen Gerät besser bedient. Die Suche nach oben genannten Erzen und Mineralien kann nach achtwöchiger Probierzeit als zufriedenstellend bezeichnet werden. Man kann logischerweise nur das finden, was andere nicht schon gefunden haben und was überhaupt verborgen liegt. Ein direkter Vergleich mit einem deutlich preiswerterem Gerät ergab, dass das oben genannte in Hinblick auf Suchleistung, Tonunterscheidung, Kleinteileempfindlichkeit deutlich besser abschnitt.

Wünschenswert wäre, dass man die einzelnen Minerale oder wenigstens Kategorien im Gerät programmieren könnte, in dem man die Stücke vor die Spule hält und auf diverse Tonfrequenzen setzt, weil sich die Minerale in ihren Leitfähigkeiten charakteristisch unterscheiden. Dies wurde mit der Dreiton- Anzeige zum Teil realisiert.

Glück Auf
Uwe