Mineralienatlas - Fossilienatlas
Gesteine / Rocks / Rocas => Gesteine / Rocks / Rocas => Thema gestartet von: Druide am 22 Dec 07, 13:40
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Halli hallo,
bei uns auf der Gemarkung gibt es drei Stellen wo buntes Geröll zu finden ist.
Wir sind ein Buntsandsteingebiet und diese Steine fallen auf wegen ihren unterschiedlichen Formen und Farben.
Ich wollte sie hoch laden aber ich blicke es nicht.
Ein paar Steine sind auf der Seite zu finden:
http://www.sternschnuppern.de/eisen/steine1.html .
"schwere Steine und Ackerfund" da habe ich ein Bild mit Seelillien gefunden das den Steinen ähnlich ist. Ist das möglich?
Dachte erst das es sich um Fingerglieder handelt ::)
Wer kann mir zu den Steinen etwas erzählen??
Vielen dank schon mal :-*
Maria
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Hallo,
wäre natürlich hilfreich etwas mehr über die konkreten Fundumstände und die Fundregion zu erfahren...
Bilder wären auch nicht schlecht...
Gruß
Psaronius
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Hallo Psaronius,
nach dem ich die Bilder nicht hoch laden konnte, habe ich sie auf die Seite.
http://www.sternschnuppern.de/eisen/steine1.html gestellt.
Unsere Gemarkung ist Buntsandstein in der Nähe von Wertheim. Ich bitte um Verständnis, wenn ich mich laienhaft aus drücke. ;)
Gruß Maria
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Hallo Druide,
kannst du die Bilder auf der Seite etwa noch nummerieren, erleichtert den "Bestimmern" die eindeutige Zuordnung. Danke.
Glück Auf
Uwe
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Etwas größere Bilder wären auch nicht schlecht, denn Details sind oftmals das Wichtigste am ganzen Stein ;).
Nein es gibt bei uns keine Eisenschmelze oder so etwas.
Sag so etwas nie, Schlacken tauchen öfter auf, als man denkt. Auch an Orten wo es "nie" bekannte Eisenverhüttung gab.
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Hallo Maria,
ich vermute mal, Du meinst Wertheim am Main, an der Grenze zwischen Odenwald und Spessart. Hm, zwar ist das Buntsandstein-Territorium, aber im Südosten fängt dann irgendwann der Muschelkalk an - und einige Deiner Stücke sehen so aus, als könnte es Muschelkalk sein. (Insbesondere die fossilienhaltigen Stücke 2, 3, und 4). Beiläufig: Hast Du Nr. 3 und 4 so gefunden, oder hast Du die Oberfläche bearbeitet?
Nr. 2 könnte (das ist auf dem Foto nicht genau zu erkennen) ein versteinerter Seestern sein - und dann würde ich das Stück sehr gut und sorgfältig aufheben; die sind selten.
Gruß,
Holger
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Hallo Holger,
danke für deine Antwort. Und du hast das Gebiet gut getroffen;-)
Alle Steine sind so gefunden worden. Außer Nr. 2 die Oberfläche. Und bei Nr 6 ebenfalls die Oberfläche "gesäubert". Der glate Bruch war schon. Die Bilder die nicht groß zu klicken gehen haben ihren Weg wieder in den Acker und Garten gefunden, weil ich aus Frust keine Infos zu bekommen sie in den "Acker" gekickt habe.
Seit ein paar Wochen beschäftige ich mich wieder mit den Steinen,
Die ich auf drei verschiedenen Felder gefunden habe. Drei kleine Geröllhaufen. Ansonsten gibt es nur Sandsteingeröll und auch sehr große Sandsteine, die im Wald liegen. Da wurde auch der Steine Nr. 19, 20, 21 gefunden. Ein Stein mit Löcher. Und Lehm gibt es hier in alle Farben, nebst Löss.
Frohe Feiertage
Maria
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Hi,
also...zu 1 - 6a würde ich generell Muschelkalk sagen; 1.1 ist entweder wirklich ein Seestern oder ein Crinoiden-Glied, 2 und 2a sind Muschelschalen in Muschelkalk; 5a bis 6a sollten Spurenfossilien sein - verfüllte Gänge von Krebsen oä (vgl Rhizocorallium);
7 und 7a kommt auf keinen Fall ursprünglich aus der Gegend - könnte zB Lydit oä sein, welcher vom Main aus Richtung Frankenwald zu euch verschleppt wurde.
8 und 9: zumindest bei 8 bin ich mir sehr sicher, daß das Schlacke ist (blasig etc), 9 erkennt man nicht gut genug. Es gibt im Bundsandstein zwar Vorkommen von Eisen- und Manganerzen, die sehen aber anders aus und sind auch nicht magnetisch.
17 und 18 sind wahrscheinlich solche Erzbröckchen.
10 und 11 sind typische Eisen-Manganerze auf einer Kluft im...tja..Muschelkalk?
12 und 13 sollten auch Mainkiesel sein - ebenfalls nicht direkt aus der Gegend (der Grenzquarzit aus dem So sieht anders aus).
14/15 könnte auch ein Spurenfossil sein, aber sehr unsicher.
19-22 sind herausgewitterte Hohlräume - dort waren ursprünglich wohl mal Tongallen oder einfach weniger verfestigter Sand.
Gruß, Erik
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Super,
vielen Dank für die Info.
Die "Geröllhalden" beinhalten viele "bunte und formenreiche Steine" Kann es sein das die Ansammlungen von den Steinen Füllmaterial für Feldwege war?
Wenn ja warum kommen sie nur konzentriert vor und säumen nicht den ganzen Weg? Fragen über Fragen :-)
Nr.1 kommt aus einer Senke wo diese Steine vermehrt an zu treffen sind.
nochmals vielen Dank für eure Hilfe
Marie
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Hallo,
1.1. sieht aus wie ein Schlangenstern (aspidura) aus dem Unteren oder Oberen Muschelkalk.
Gruß Conny
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Halli hallo,
ich hätte da noch eine Frage zu dem Sandstein.
Was ist die Ursache, das ein Sandsteinfels(chen), der schon lange in der Erde lag schwarz gefärbt ist, im Gegensatz zu anderen die rot sind?
Danke für Antworten
Maria
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Hallo,
Die schwarzgefärbten haben in der Regel Eisenhydroxid (Limonit) und vor allem Manganoxid (Ursache der Färbung). Diese bilden sich erst bei der Verwitterung, oft aus Lösungen, die den Stein durchsickern.
Glück Auf!
Smoeller
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Danke Smoeller,
ja durchsickern ist das Stichwort. Ich könnte in meinem Garten bis Mai Reis anbauen, so nass ist er. Und das ufem Berg:-). Jetzt habe ich einen Lehmteich gegraben und den Garten platt gemacht:-) Und zu meiner Überraschung ist er nicht mehr leer geworden. Toll wie dicht der Lehm dort ist.
Hier sind ein paar Bilder von unserem Steinbruch. Sollte jemand spontan etwas dazu einfallen. Ich bin ganz Ohr :-) ähh Auge.
http://www.sternschnuppern.de/eisen/steinbruch.html
Danke
Maria
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Hallo Maria,
das Gestein in dem Steinbruch scheint "klassischer" Buntsandstein zu sein. In den höheren Lagen (oberer Buntsandstein, also bevor der Muschelkalk anfängt, was südöstlich von Wertheim der Fall ist) treten häufiger tonige Lagen (sog. "Röt-Tonsteine") auf, die ziemlich wasserundurchlässig sind. Da kann man schon mal Reis anbauen, wenn das Klima warm genug ist ;D
Und bezüglich Frust über mangelnde Information: Bei einfachen "Steinen" ist das oft nicht ganz einfach; Mineralien und Fossilien sind da meist leichter zu bestímmen. Aber Gesteine muss man in der Hand halten, wägen, genau ansehen, eventuell eine frische Bruchfläche erzeugen (einmal mit dem Hammer draufhauen ;D), und selbst dann ist allein mit einem Foto oft nicht viel zu machen. Es ist nicht mangelnder Wille, sondern mangelnde Möglichkeit. Und da man einfache "Steine" dann oft nicht aufbewahrt, ist mir auf diese Weise auch schon manches interessante Exemplar verlorengegangen...
Gruß,
Holger
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Hallo,
Stimme Isarkiesel da zu. Das untere dickbankige ist mittlerer Buntsandstein, das dünnbankige obere dürfte oberer Buntsandstein (Röt) sein. Kann interessant sein, im Röt gibtes oftmals Gipslagen, da kann man schon mal schönen Fasergips finden.
Glück Auf!
Smoeller
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Halli Hallo,
Danke für die Infos. Seit ich jetzt tagelang im Netz unterwegs war ist mir klar was ich da mit den Steinen angefangen habe. Ein Buch mit vielen Kapiteln. Hier in der Gemarkung gibt es so viele Ecken die ich nicht verstehe. Dank Forum ist mir jetzt manches klar.
Das die weißliche Brühe, die in nörd/ westlicher Richtung in den Feldgräben von dem Kalk kommt der unter dem Bundsandstein liegt. Hatte mich schon gewundert. Sieht man auch nur wenn es heftig regnet.
Gibs? Sieht er leicht grünlich aus und gibt dem getöpferten einen matten Glanz? Das habe ich dort im Steinbruch auch gefunden. Oder ist es möglich das es Kaolin ist?. Wieder so eine Frage:-)
Und ein Abdruck wie ein Fisch aus einem ausgebrochenem Stein hatte ich entdeckt, der leider mit genommen wurde. Mords Oschi aber wech war er. Und all die schwarzen muscheligen Lyditsteine auch sie sind wieder im Acker. Das wenn der Steinzeitmensch wüßte wie ich mit seinem Werkzeug umgegangen bin Tztztztz Jetzt weis ich es besser.
Und die Eisensteine, die einen Magneten angezogen haben. *lach da dachte ich es sind Meteoriten. Habe ich eingeschickt.
Das waren Steine mit Magnetit. Ja inzwischen habe ich fast „alle“ Steine in der Gemarkung umgedreht.
Also für einen Nichtswisser eine harte Materie:-) Zum Glück gibt es den Mineralatlasforum und nette Mitglieder die helfen. So manche Antwort habe ich nun. Besonders was die Geröllhaufen betrifft. Das war eine meiner großen Fragen, da sie auf keinen fall wie Schotter aussehen. Verschleppte Steine. Wo die wohl herkommen.?
Noch eine Frage, bitte.
Im Gespräch mit ältere Dörfler kam die Frage auf, wie es möglich ist, das Hügel, die früher hoch lagen nur noch Hügelchen sind. Kann es sein das sich die Erde immer noch setzt? Oder wurden die Hügel (Felder) von den Bauern mit der Zeit auseinander getragen? Dann haben sie aber gut gewühlt:-)
So und nun gehe ich wieder in mein Bett.
Danke für all die Geduld auf meine Fragen.
Maria
Ach da fällt mir noch was ein. Wir sind westlich von Wertheim, Richtung Miltenberg auf einer Höhe von 360 Meter.
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Hallo,
Gips ist meist schneeweiß und oft plattig oder faserig. Man kann den Gips mit dem Fingernagel ritzen, aber nicht zerreiben.
Glück Auf!
Smoeller
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Hallo Smoeller,
dann ist es kein Gibs, den ich gefunden habe. Das was ich gefunden habe lässt sich zerreiben und formen wie Lehm.
Gruß Maria
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Ich wünsche euch einen guten Rutsch ins neue Jahr,
das ihr findet wo nach ihr sucht.
Ich suche keine Steine mehr.
Es ist unmöglich die Zeit der Vergangenheit zu bestimmen, die aus so viel Einzelthemen besteht.
Ich gehe wieder dahin wo es am schönsten ist.
Ins Jetzt
Machts gut und ich wünsche euch noch eine gute Zeit
und danke für die Hilfe
Maria
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Der Unterschied zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ist eine Illusion,
wenn auch eine sehr hartnäckige. (Albert Einstein)
Hallo,
na dann danke für die Wünsche und alles Gute noch.
Glück Auf
Uwe
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Halli Hallo,
wie das so ist mit den Neujahrsvorsätzen, meist bleibt es beim Vorsatz. Die Vergangenheit hat mich wieder ergriffen. :D Ich bin über einen Stein gestolpert.
Und da komme ich schon zu meiner Frage.
Wer kann mir beantworten welches Mineral/Stein beim erhitzen zu schwarzem Glas wird und welche Hitze benötigt wird. Der Stein ist eckig kalkig weis obere und untere Fläche ist glasfrei.
Vielen Dank
Maria
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Stein 2
Schocostein
Schoko mit Nougat - das ist Kieselschiefer. Das Nougat war einfach ein Riss/Kluftfläche im Gestein, auf welchem sich durch Verwitterung Eisenoxide abgeschieden haben
Stein 3
Muschelkalk - der schwarze Belag an der Außenfläche sind Manganoxide
Stein 4
Verkieselter Kalk - typisch dafür ist die größere Härte (im Vergleich zu unverkieseltem Kalk) und die daraus resultierenden Verwitterungsformen - also diese "blasenartige" Verwitterung (da wo die Blasen sind, war der Kalk nicht/weniger stark verkieselt) und generell rundliche Formen
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Bild 5
Basalt
eingesprengte Kristalle - ua. glasige, grünliche oder auch gelbliche (durch Verwitterung können die auch bräunlich oä werden) Körner; das ist Olivin
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Stein 6
Kommentar gehört zu dem spitzen Teil:
auch Muschelkalk - wegen der Form bin ich mir nicht sicher. Ich denke, das ist etwas fossiles, aber was, kann ich nicht genau sagen. Sieht zwar aus wie ein Zahn oder eine Kralle, aber das ist es sicher nicht, da Krallen und Zähne aus Hornsubstanz bzw Phosphaten bestehen, und diese nicht, wie hier, durch Kalk ersetzt werden. Vielleicht ein Teil einer Muschel...oder ein Stück Grabgang?
hmm_alt ist auch auf dem Steinfriedhof
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Stein 7
Interessantes Stück, auf jeden Fall ein vulkanisches Gestein, wahrscheinlich Trachyt oder Dacit. Diese dunklen Nadeln sind Hornblendekristalle, die orangefarbenen (naja, nicht wirklich orange) Kristalle sind Feldspatkristalle
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Stein 8
Eisenreicher Sandstein mit kleinen Muscheln - woher, keine Ahnung, aber nicht Buntsandstein
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Und hier habe ich noch einige Funde aus dem Geröll.
Keine Schönheiten aber auch sehenswert
Stein 9
Stein 10
Stein 11 und 12
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Hallo Maria,
Stein 9, 11 und 12 (besonders 11) könnten durchgesägt und geschliffen recht interessant aussehen. Die innere Struktur kommt durch die Politur gut zur Geltung.
Glück Auf
Uwe