Mineralienatlas - Fossilienatlas
Arbeitsmittel / Means for work => Reinigung (Präparieren, Konservierung) / Cleaning (Prepare, Conservation) => Thema gestartet von: ducku am 20 Sep 04, 18:02
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Hallo !
Wer von euch hat Erfahrung mit Ultraschallreinigern. Ich habe meine alten Stücke aus der Garage geholt und die sind ziemlich schmutzig. Um Kleines und vor allem Fasriges zu schonen habe ich mir gedacht einen USR zuzulegen. Wie groß sollte der Tank sein und welche Marken sind gut. Wie ist das Ergebnis? Kann man auch von Ebay kaufen?
Ducku
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Hallo, Ducku!
die besten ultraschall-geräte werden von der firma bandelin hergestellt....
es gibt sie mit eingebauter heizung oder halt ohne...
eine wanne von 1,5 - 2 liter sollte es schon sein, damit
die schallwellen ordentlich schwingen können....
herzlichst
deine Kev :)
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Hallo Ducku,
hab das jetzt erst gelesen, sonst hätte ich früher schon mal was dazu gesagt...
Es kommt darauf an, wie groß die Stücke sind, die Du damit reinigen willst! Ich habe den Emmi 05...ein mit ca 0,5L kleines aber auch günstigeres Gerät. Für Kleinstufen und MM's reicht mir das völlig!
Ich überlege gerade wie ich die Stücke vorher gereinigt habe... :P ...die Resultate sind jedenfalls nicht zu vergleichen!
Gruß, Erik
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Hallo Ducku,
ein Ultraschallreinigungsgerät sollte man schon haben. Es sind aber keine Wunder zuerwarten. Kluftlehm oder Haldenschlamm, vor allem wenn er erst einmal getrocknet ist wird sehr schwer aus den Kristallzwischenräumen ausgespült. Ein gutes Einweichen in Wasser, versetzt mit einem milden Spülmittel ist eine Voraussetzung.
Es ist aber schon erstaunlich, was auch bei oberflächlich gereinigten Stufen noch so alles herunterkommt.
Glück Auf
Uwe
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Die Ultraschallgeräte der Fa. Bandelin sind sehr empfehlenswert. Arg verdreckte Stufen sollten vorher lange eingeweicht werden. Oft muß man den Reinigungsvorgang mehrmals wiederholen.
GA, Uwe Kolitsch
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Hallo, Uwe Kolitsch!
das ist ja schön, daß du bandelin auch kennst....
wieder holen.... nein.....
es kommt ein wenig auf den zu entfernenden belag an...
auch hier gibt es reinigungszusätze, die suuuuuper behilflich sind.....
zum beispiel zement-entferner der firma tikopur..... rd 6 oder rd 5, glaube ich, bin mir da aber nicht so wirklich sicher.....
eine halbe stunde in die reinigungslösung legen ( achtung: säure-ähnliches verhalten)
und dann ab ins ultraschall..... das kann auf minuten oder auf unendlich gestellt werden....
da es bei genügend wasser-inhalt nicht überhitzen kann, kann da nix passieren....
aber normalerweise ist nach ner halben stunde alles blitzesauber....
herzlichst
eure Kev :)
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Hallo !
Danke für die reichlichen Antworten. Ich habe bei eBay was gefunden. Schaut zumindest von der Beschreibung nicht schlecht aus.
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&category=22308&item=4928447326&rd=1
Was denkt ihr darüber
Ducku
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Hi ich habe das Einsteigergerät Emmi 40 von Mag und bin sehr zufrieden damit. Die teurer Variante ist die Emmi 50. Das ganze hat mich damals 50 € gekostet wobei 100 € für die bessere Variante sicher auch günstig sind. Wer noch etwas sparen will bei Xtreme gibt es beide Geräte und aktuell noch einen 10€ Gutschein! Den Gutschein findet Ihr denke ich auf http://www.Onlineshop-Gutschein.de.
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Hallo,
ich hab da mal eine Frage:
Können Stufen mit einem Ultraschallreiniger kaputt gehen???
Kann man da verschiedene Härtestufen einstellen???
Vielen Dank für Antworten
Gruß
peter paul
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Auf die Härte von einem Mineral kommts ned an.
Und die Intensität des Ultraschalls ist meist regelbar und kann durch die wiederholten kurzen bäder erreicht werden.
Die Fragen die man sich vorher stellen sollte sind.
* verträgt das Mineral Wasser?
* sind Risse drin?
* ist es anfällig für Schwingungen?
grüße
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Ok, vielen Dank für die Antwort.
Gruß
peter paul
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Eine recht brauchbare Übersicht zur Empfindlichkeit von Mineralien gegen Reinigungsmittel findet sich in www.rohner.org/mineralien. Auch ultraschallempfindliche Mineralien sind dort vermerkt.
Heli
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.....hier noch ein kleiner Beitrag zu "Kluftletten"...
Nachdem es mit dem Ultraschallbad nicht geklappt hat, erinnerte ich mich daran, dass ein Sammlerfreund mir damals den Tip gab, meine "Hahnenkamm-Baryte" von Badenweiler einige Stunden bei ca. 200°C im Backofen auszubacken, - danach liesse sich der rote Kluftlehm einfach wegspülen.
Mehrere Stunden bei 200°C erschien mir etwas zu kostenintensiv für ein paar Stufen, deshalb entschied ich mich für die Mikrowelle, max. Leistung, ca. 15 min. Nachdem die Stufen etwas erkaltet waren (aber immer noch fast zu heiss zum Anfassen), legte ich sie ins Waschbecken, habe kaltes Wasser darüber laufen lassen und der vorher so zähe Kluftlehm bröckelte weg wie eine Sandburg in den Wellen. Das ganze habe ich zweimal wiederholt, danach waren die Baryte sauber!
Grüsse,
Bernd ;)
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Hallo,
vielleicht nimmt die Mikrowelle dir das übel.
Die Quelle (Klystron? Magnetron?) setzt Mikrowellen frei und leitet per Hohlleiter (hinter dieser grauen "Pappe") die ca 1000W in den Hohlraum (Resonator). Der ist so bemessen, dass darin eine Resonanz stattfindet (Vielfache von ca 6cm?, war imho 11GHz).
Wenn Wasser drin ist, wird die Leistung absorbiert, falls keine Last=Wasser vorhanden ist, wird das Gerät die Leistung nicht los und kann sich selbst schädigen.
Mein Wissensstand! Ohne Gewähr!
MfG
Frank
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Mikrowellen arbeiten üblicherweise bei 2,4 GHz.
Günter
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Hallo
Sehr gefährlich glaub ich.
Wenn da irgendwo Flüssigkeits oder Gaseinschlüsse drin sind
gibts nen Riesenknall und du brauchst ne neue Mikrowelle und kannst dir einen neuen Stein suchen.
Bei Baryt vielleicht nicht so aber mit Quarz xx wär ich da vorsichtig.
gruß
Loismin
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vielleicht nimmt die Mikrowelle dir das übel.
......Der ist so bemessen, dass darin eine Resonanz stattfindet.......
Wenn Wasser drin ist, wird die Leistung absorbiert, falls keine Last=Wasser vorhanden ist, wird das Gerät die Leistung nicht los und kann sich selbst schädigen.
Hallo
Bin fast der gleichen Meinung.
Der Raum wo du normalerweise das Essen warm machst ist kein Resonator in dem Sinne.
Es ist zwar ein Resonator aber was auf dieser Welt ist keiner ?
Die Microwelle will ja das die Energie ins Essen geht und nicht im Raum ne Resonanz entsteht.
Wäre der Raum ein Resonator würde das Essen darin ja die Resonanz stören.
Würde man allerdings den Raum als Resonator aufbauen so könnte man die entstehende Resonantz als Kurzschluss nutzen und
den Hohleiter Als Lambda/4 Leitung bauen.
Damit wäre am Magnetron ein Leerlauf und alles wäre in Butter.
Was aber nicht heist das es so ist und die Entwickler das wirklich so gebaut haben.
Daher würd ich lieber immer was reintun.
Und wenns ne Glühbirne ist.
gruß
wolfilain
PS: die sind schweine laut.
PPS: Um aber zum Thema zurück zu kommen:
Ich würde keine Mineralien in der MW erhitzen.
Es wird die teile zwar nicht sofort zerlegen aber Schäden können denoch entstehen.
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vielleicht nimmt die Mikrowelle dir das übel.
......Der ist so bemessen, dass darin eine Resonanz stattfindet.......
Wenn Wasser drin ist, wird die Leistung absorbiert, falls keine Last=Wasser vorhanden ist, wird das Gerät die Leistung nicht los und kann sich selbst schädigen.
Hallo
Bin fast der gleichen Meinung.
Der Raum wo du normalerweise das Essen warm machst ist kein Resonator in dem Sinne.
Es ist zwar ein Resonator aber was auf dieser Welt ist keiner ?
Die Microwelle will ja das die Energie ins Essen geht und nicht im Raum ne Resonanz entsteht.
Wäre der Raum ein Resonator würde das Essen darin ja die Resonanz stören.
Würde man allerdings den Raum als Resonator aufbauen so könnte man die entstehende Resonantz als Kurzschluss nutzen und
den Hohleiter Als Lambda/4 Leitung bauen.
Hallo,
Lambda/4 dürfte nicht leiten ;-) also kein Hohlleiter sein.
Mein Wissenstand bei der Mikrowelle: Der Innenraum ist ein Vielfaches von l/2. Frequenz ist 2,455 GHz, mess doch mal an deiner MW nach! Die Energie geht schon freiwillig an den E-Bäuchen ins Essen. Wasser absorbiert extrem gut. In der leeren Mikrowelle hast du keine Absorption. Also keinen Abnehmer. Nennen wir es wellenlängenangepasste Kavität? Resonator ist nicht 10% korrekt, da hast du recht.
Was ist kein Resonator: Eine Raum bei dem die stehende Welle nicht reinpasst!Versuch mal Lciham Kristallgitter zu beugen!
MfG
Frank
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Manche Mineralien, Graphit und Magnetit zB., absorbieren Mikrowellen. Die werden dann ziemlich heiss, können mehrere 100° heiss werden. Wenn der Rest der Stufe aber kalt bleibt, dann gibt es ein grosses Problem. Also ich wäre mit der Mikrowelle sehr vorsichtig!
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Hallo Freunde,
ich überlege mir folgenden Ultraschallreiniger zu kaufen:
Marke: DEMA
Edelstahl-Innenraum: 165x135x65mm
Frequenz: 42.000Hz
230V/70W
Könnt Ihr von eurer Seite so ein Gerät empfehlen?
Bitte gebt mir auch Info, welche Mineralien auf keinen Fall mittels Ultraschall gereinigt werden sollen.
Vielen Dank im voraus
Gruß
Michael
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Hallo,
Schau mal auf die Seite: http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Ultraschall. Dort findest du eine Liste der Mineralien, bei denen man vorsichtig sein sollte.
Glück Auf!
Smoeller
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@smoeller
Schon mal Danke hierfür
Gruß
Michael
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Die Abmessungen des Edelstahl-Innenraums sind nur begrenzt aussagekräftig. Wichtiger ist die Größe des Einhängekorbs, da die zu reinigenden Teile nicht an die Außenwand des Geräts stoßen dürfen.
Günter
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@guefz
Der Einhängekorb iste benfalls am Bild ersichtlich und nur knapp kleiner.
Mir geht es eher um eure prinzipielle Erfahrung mit solchen Geräten. In diversen Mineralien-Spezialhandlungen z.B.: Kranz gibt es ebenfalls Ultraschallreiniger - aber zu einem vielfachen vom Preis. Und solche Summen möchte ich eigentlich nicht ausgeben!
Ist ein "Billigerät" um € 50-60 für Mineralienreinigung zu gebrauchen?
Gruß
Michael
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hallo michaelh
ich könnte mir vorstellen dass dieses gerät für mikros durchaus geeignet ist und gute ergebnisse liefert.
du solltest dir jedoch vor augen halten für welche zwecke diese kleinen geräte gedacht sind: schmuck, brillen, etc. dies sind alles relativ leichte objekte.
hast du mehr material zu reinigenoder größere stücke, wird sehr schnell der wunsch nach einem größeren gerät erwachen
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Hallo,
gute Info, habe aber trotzdem noch eine Frage:
@Sebastian: Warum sind die Fluorite auf der gefährdeten Liste?
Hallo,
Schau mal auf die Seite: http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Ultraschall. Dort findest du eine Liste der Mineralien, bei denen man vorsichtig sein sollte.
Glück Auf!
Smoeller
lg
Jürgen
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Hallo,
Habe die Liste nicht selber erstellt und kann dir daher auch keine definitive Antwort geben. Fluorit weist aber eine perfekte Spaltbarkeit auf. Daher dürften Fluorit-Kristalle, die bereits Risse haben, durch die Schwingungen zum Reißen neigen. Man sollte Fluorite auch nicht übermäßig erwärmen, sonst können sie zerbrechen.
Glück Auf!
Smoeller
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Hallo Michael
70 Watt ist für 1,4 Liter definitiv zu wenig Leistung - noch dazu handelt es sich hier nicht um die Angabe der Schall-Leistung sondern nur um die mögliche Leistungsaufnahme des Gerätes.
Die Reinigungs-Schalleistung dürfte hier wohl nur ca. nur 35 Watt betragen.
Schau dir mal die Geräte der Fa. Bandelin / Sonorex oder Emag an, diese sind zwar teurer aber nicht umsonst werden diese auch von Profis eingesetzt.
Ich leb nach der Methodik - lieber einmal was GUTES als Fünfmal was SCHLECHTES (da wird das Gute nämlich wieder billiger)
Glück Auf
Haldenhai
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@haldenhai
Es stimmt schon, "wer billig kauft, kauft teuer".
Aber bei Preisen ab € 200 aufwärts überlege ich mir die Sache schon gründlich.
Momentan bin ich jedoch noch keinen Schritt schlauer ???
Mir gehts im Prinzip nur darum - bisher habe ich die Mineralien meist nur einer groben Reinigung unterzogen - in Wasser +Spülmittel eigelegt. Danach habe ich die Stücke abgespült bzw. noch nicht gelöste Verunreinigungen mech. entfernt z.B.: mit alten Zahnbürsten.
Das wars dann auch schon und reicht für meine Ansprüche (ich weis schon, das ist ziemlich laienhaft :-[)
Das ganze ist halt ziemlich mühsam. Wenn ich also zumindest den gleichen Reinigungseffekt mittels einem Ultraschallgerät erreiche, wäre ich schon zufrieden
Gibts den niemanden im Forum der ein mehr oder weniger günstiges Gerät (ich meine die gibts ja auch manchmal beim ALDI) im Einsatz hat und über seine Erfahrung berichten kann?
Wäre über Erfahrungsberichte sehr dankbar.
Gruß
Michael