Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => Thema gestartet von: joy am 23 Dec 07, 13:28
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Hallo,
ein weiteres "schwarzes Schaf" aus meiner Sammlung.
Die Matrix ist schon etwas schwerer vermutlich durch Bleiglanz.
Die gelben xx sitzen auf Dolomit.
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und noch zwei Detailbilder
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Hallo,
Eindeutig ein Mineral der Mischkristallreihe Mimetesit-Pyromorphit, wohl Mimetesit.
Glück Auf!
Smoeller
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Danke Sebastian. Hättest du noch ne Idee woher der kommen könnte?
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Sieht für mich aus wie gelblicher Quarz... ???
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Hallo,
Sehr schwer zu sagen, woher. Könnte Tsumeb sein, unter anderem. Scheint auf Dolomit zu sitzen, damit scheiden zumindest schon mal alle Fundorte im Schwarzwald aus.
Glück Auf!
Smoeller
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@ Sebastian,
Zitat: "...Eindeutig ein Mineral der Mischkristallreihe Mimetesit-Pyromorphit, wohl Mimetesit..."
In Anbetracht der kurzen Frage, ist deine kurze Antwort ja sicherlich angemessen, aber
wie kommst du denn zu dieser Sicherheit ?
( kannst du evtl. mal deine Überlegung stichpkt.-artig zusammenfassen)
Gruß -M-
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Hallo,
@-M-: Farbe, Glanz, Bruch, Paragenese, Kristallform usw.. Es kommt ein wenig auf die Erfahrung an, denn nach all diesen Merkmalen könnte das auch noch Quarz sein. Diese Kristalle hier sind aber insoweit eindeutig Mimetesit/Pyromorphit. Nur ein Härtetest könnte ein abweichendes Ergebnis bringen. Wenn das Mineral sich nicht mit einer Nadel ritzen lässt, sondern dieNadel einen Strich zieht, ist es Quarz. Davon stand hier nichts, vom rein optischen Befund aber ist es Mimetesit.
@joy: Auf dem ersten Detailbild ist in der Bildmitte ein verschwommener tafeliger Kristall. Geht der etwas schärfer? Könnte Wulfenit sein.
Glück Auf!
Smoeller
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Hallo Sebastian: ne ist leider kein Wulfenit, sondern ein abgebrochener Mimetesitkristall. Daher erscheint der Kristall tafelig. ;)
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Ich mein, ich mache das ja nun auch schon ein paar Jahre, aber ich erkenne da weder Galenit noch Mimetesit.... :D
Woher soll auf eurem Mimetesit die Querstreifung kommen?
Wo ist der Galenit?
Was ist das für ein Gestein? (Ein glimmerschiefer?) Ist schwer zu sagen, von den Bildern her.
Und wo kommt normalerweise Mimetesit in Dolomit vor?
Hat jemand eine vergleichbare Stufe?
Kann man noch mehr Fotos machen?
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Hallo,
@Galenit: Das mit der Querstreifung ist bei Mimetesiten nicht so selten. Habe etliche aus dem Schwarzwald, die das zeigen. Galenit (angewittert) ist auf Bild 1.
Könnte von Tsumeb oder aus Mexiko sein, ist aber halt reine Spekulation mit dem Fundort.
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Hallo Sebastian,
Zitat:"...Es kommt ein wenig auf die Erfahrung an ... insoweit eindeutig Mimetesit/Pyromorphit..."
Erfahrung - schön und gut, stringent ist das aber nicht - im Gegenteil, ein auf Erfahrung begründeter
Schluß ist vor allem eines, nämlich dogmatisch.
Falls es Joy, oder anderern Fragestellern wirklich nur um das reine Ergebniss gehen sollte,
mag dein auf Erfahrung beruhender Schluß für sie ja durchaus ausreichend sein ... daß dies allerdings
auch unerfreuliche Nebenwirkungen nach sich zieht, sieht man z.B. daran, daß Joy mittlerweile
( den abgebrochenen / tafeligen ) die Sache schon selbstverständlich als Mimetesit bezeichnet...
Nicht nur, daß man aus den einzelnen Parametern keinen eindeutigen Schluß ziehen kann,
( Farbe, Glanz, Bruch - wo siehst du den denn , xx ) sie sind auch durchaus streitbar.
Beispielsweise die Paragenese - da gibt es einerseits die Vermutung, daß Galenit vorhanden
ist ( kann man per Bld. auch nicht entscheiden ), und andererseits eine Behauptung ( Dolomit )
die wohl eigentlich auch eine Vermutung ist. ( denn wenn jemand Galenit nicht sicher identifizieren
kann, wird er wohl vermtl. auch Dolomit nicht wirklich von anderen Karbonaten unterscheiden können )
Zum Härte-test: na, warum sagst du ihm das denn nicht gleich ? ( bevor er von evtl. falschen Tatsachen ausgeht )
Zitat: "...vom rein optischen Befund aber ist es Mimetesit..." - nee, eben nicht, hast ja selber gesagt, daß es z.B. auch
Quarz sein könnte ... abgesehen davon, ist die rein optische Unterscheidung von Mimetesit und Pyromorphit i.d.R. nicht
möglich. Die richtigere Formulierung wäre m.M.n. : ... vom rein optischen Befund, könnte es sich um Mimetesit / Pyromorphit
handeln, wobei z.B. auch Quarz nicht unbedingt auszuschließen ist.
Gruß -M-
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Für mich ist das eine Dolomitdruse im Gestein, welches sehr Glimmerreich ist. Galenit ist da nicht! Ansonsten bitte eine Großaufnahme des Galenits!
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Hallo Joy,
wie ist das nun mit der Härte ? ( müßte doch machbar sein )
Auch, ob das nun Galenit ist oder nicht, könnte man sicher noch klären, falls du daran Interesse hättest.
PS: ich hoffe mal, du hast meine Feststellung ( daß du Galenit nicht sicher identifizieren konntest ) und die
daraus gezogene Folgerung ( daß deine Behauptung bezüglich Dolomit mglw. auch nur eine Vermutung ist )
nicht in den falschen Hals bekommen - dies war nicht wertend oder gar abfällig gemeint !
( dieser Hinweis hier nur, da ich in dieser Hinsicht scheinbar öfter mal mißverstanden werde - was mich vor
allem deshalb ärgert, weil ich den Fehler der dazu führt, weder in meiner Intention, noch meiner Formulierung
erkennen kann )
Gruß -M-
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Hallo Leute,
nur so ein paar Kommentare:
Sieht für mich aus wie gelblicher Quarz.
Quarzkristalle zeigen Rhomboeder verschiedener Stellung als Kopfflächen, und nicht die hexagonale Dipyramide wie bei den dargestellten Kristallen. Ausserdem kann ich keine z-Flächen erkennen, die üblicherweise vorhanden sind.
Für mich ist das eine Dolomitdruse im Gestein, welches sehr Glimmerreich ist. Galenit ist da nicht! Ansonsten bitte eine Großaufnahme des Galenits!
Stimmt, Galenit ist da wirklich nicht zu erkennen. Muss auch nicht, denn das abgebildete Fahlerz deutet sehr stark auf einen Fundort ala Tsumeb hin. Der Schiefer ist dann das abgebildete Tennatiterz und die Dolomitdruse mit den gelben Mimetesiten klassisch!
Eindeutig ein Mineral der Mischkristallreihe Mimetesit-Pyromorphit, wohl Mimetesit.
Das ist die einzige, einem Amateur würdige Antwort. Schon die Unterscheidung Pyromorphit-Mimetesit ist eigentlich einem Amateur nicht möglich, die Schlussfolgerung auf Mimetesit zeugt von großer Erfahrung. Und Erfahrung ist KEIN Dogma, sondern das Ergebnis von viel Gesehenem und Erfahrenem mit der Anwendung dessen auf das aktuelle Problem.
Ich will jetzt auch mal keinem zu Nahe treten, aber Mineralbestimmung ist eine hohe Kunst, die kritisches Hinterfragen der Bestimmung als unbedingt notwendig bedingt. Allerdings kommt es mir mittlerweilen so vor, daß jeder nur noch etwas hinterfragt, ohne überhaupt zu wissen was er hinterfragt. ein Beispiel:
Nicht nur, daß man aus den einzelnen Parametern keinen eindeutigen Schluß ziehen kann,
( Farbe, Glanz, Bruch - wo siehst du den denn , xx ) sie sind auch durchaus streitbar
.
Für sich alleine gestellt sind es nur Hinweise. Aber in Zusammenhang mit weiteren Indizien sind es Argumente die eine Aussage unterstützen. Streitbar sind diese Parameter allerdings, aber genau diese Unsicherheit bei der Bestimmung der Parameter sollte jeden Mineralogen dazu veranlassen weiter Parameter hinzuzuziehen wie z.b. Paragenese, Kristallform usw..Die letzteren Parameter sind in Zusammenhang mit den Erstgenannten aussagekräftig.
Beispielsweise die Paragenese - da gibt es einerseits die Vermutung, daß Galenit vorhanden
ist ( kann man per Bld. auch nicht entscheiden ), und andererseits eine Behauptung ( Dolomit )
die wohl eigentlich auch eine Vermutung ist. ( denn wenn jemand Galenit nicht sicher identifizieren
kann, wird er wohl vermtl. auch Dolomit nicht wirklich von anderen Karbonaten unterscheiden können )
Die Schlussfolgerung ist richtig, aber am Ziel vorbei geschossen. Ob es sich nun um Calcit, Dolomit, Ankerit oder Siderit handelt, macht erst einmal keinen Unterschied, denn das Carbonat ist nur die Unterlage. Das wichtige ist, daß man erkennt, daß es sich um ein Carbonat handeln könnte und nicht etwa um Adular, was mit Schiefergestein die Vermutung Quarz festigen würde. Dann aber würde die Erklärung der Erzreste schwer werden, könnte aber mit verwitterten Galenitresten durchaus in EInklang gebracht werden. Zum guten SChluss bleibt ein Punkt, der unbefriedigend beantwortet werden muss, nämlich die Kristallform. Diese passt nicht zu Quarz.
( denn wenn jemand Galenit nicht sicher identifizieren
kann, wird er wohl vermtl. auch Dolomit nicht wirklich von anderen Karbonaten unterscheiden können )[
Hier wage ich gar nicht zu schreiben, was der Hintergedanke einer solch famosen Aussage sein könnte, ich kann aber verstehen wenn sich dabei jemand gründlich auf den Schlips getreten fühlt.
Das Galenit vorhanden sein sollte, ist eine Vermutung gewesen und somit eine Umkehrung der Argumentation: Wenn es Mimetesite sind, muss Galenit vorhanden sein. DAS IST FALSCH! Es muss kein Galenit auf der Stufe sein und so kann man auch nicht argumentieren.
Aber wenn man sich das zweite Bild von Joy anschaut, erkennt man ein Erz. Nun kommen die "Dogmatiker" unter uns zu Wort: Erz +"Dolomitische Druse" +gelbe prismatische sechsseitige Kristalle=???? Da kommt man beispielsweise auf Tsumeb. Aus Tsumeb sind genau solche gelben Kristalle als Mimetesit bekannt. Streifung stimmt, Kopfflächen stimmen und Paragenese stimmt, bzw. das Erz ist dann Tennantit. So geht die Argumentationskette, und das ist kein DOGMA sondern Erfahrung. Ob es sich beim Fundort um Tsumeb handelt ist unsicher, aber warscheinlich!
Zum Härte-test: na, warum sagst du ihm das denn nicht gleich ? ( bevor er von evtl. falschen Tatsachen ausgeht )
Ob Tatsachen falsch sind, sei mal dahingestellt, aber einen Härtetest an kleinen Kristallen machen zu können ist reproduzierbar und mit einer kleinen Fehlerquote eine Sache für einen äußerst erfahrenen Analytiker. Alle "Hausrezepte" zur Härtebestimmung scheitern meist an dem einzusetzenden Werkzeug. Die Ergebnisse haben nur einen "Hinweischarakter", denn nach ritzen kommt zermalmen!
Die richtigere Formulierung wäre m.M.n. : ... vom rein optischen Befund, könnte es sich um Mimetesit / Pyromorphit
handeln, wobei z.B. auch Quarz nicht unbedingt auszuschließen ist.
Diese Formulierung lässt mir nur eine Deutung: Ich kann gar nicht bestimmen, ich plapper nur ein wenig rum was ich so gelesen habe! Lass es sein mit der Bestimmung, so geht das nie. Mineralien zu bestimmen ist in vielen Fällen tatsächlich schwer, aber eben nicht in allen. Wer sich intensiv mit der Unterscheidung der "einfachen" Mineralien bemüht, wird bald merken, daß es sehr sehr viele Mineralien gibt, die man sicher bestimmen kann...bis ein Prof.Dr.Dr. kommt, der macht aus einem Quarz demnächst auch noch eine ganze Gruppe.
Letztendlich bleibt bei jeder bestimmung ein Unsicherheitsfaktor, aber mir ist eine gut argumentierte Bestimmung lieber als eine Sammlung voller fragwürdiger Fragezeichen!!
Glück auf
Ulrich
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( Warnung ! der Beitrag - ist kein Beitrag im engeren Sinn des urspr. Themas - Beschwerden bitte nur per P.N. )
Hallo Ulrich,
1. Wie du dir anhand der vorhandenen Bilder über die Kopfflächen so im Klaren sein kannst, sei mal dahingestellt... Fakt ist, daß auch Experten mit viel Erfahrung ( und als solchen kann man z.B. Sebastian durchaus bezeichnen ) Quarz bisher nicht ausgeschlossen haben.
2. Daß das auf den Bild zu sehende Erz ein Fahlerz sein könnte, ist unstrittig. Daß es dies sein muß, ist
einfach nur falsch.
3.Zitat: „...Das ist die einzige, einem Amateur würdige Antwort...“
- Der Satz, oder die Einstellung, die dahinter steht ist ( in diesem Falle wirklich: eindeutig ) Unsinn.
Abgesehen davon, würde ich mich nicht wundern, wenn sich davon Jemand auf den Schlips getreten fühlt.
Daß Pyromorphit / Mimetesit rein optisch i.d.R. nicht ohne Weiters zu unterscheiden sind, ist ja meine Rede.
Zitat: „...die Schlussfolgerung auf Mimetesit zeugt von großer Erfahrung...“ – ja, dann muß man den Schluß
eben auch damit begründen – bzw. wenigstens erwähnen, daß dieser auf Erfahrung beruht.
Im Übrigen gibt es ja diverse Arten von Erfahrung, von der rein subjektiven und individuellen, die Niemand
teilen können muß oder kann, bis hin zu Solchen, die z.B. aufgrund von allgemeiner Nachvollziehbarkeit
gemeinhin als Wissen bezeichnet werden. Erfahrung an sich ist nat. kein Dogma, allerdings kann man sie
zu einem machen, und zwar in dem man ihre Allgemeingültigkeit und Unfehlbarkeit andichtet.
4.Daß die einzelnen Parameter nur im Zusammenhang zu einer schlüssigen Aussage führen, hat auch niemand
bezweifelt. Die Kritik bezog sich darauf, daß einzelne Parameter die als gegeben angesehen, und in die
Gesamtrechnung einbezogen wurden eben aus verschiedenen Gründen ( z.B. Erkennbarkeit auf den Bildern )
durchaus alles andere, als unstrittige Werte sind. ( und insofern ist bei der finalen Schlußfolgerung eben
eine Formulierung wie „...eindeutig...“ , „....muß...“, etc. einfach nicht angebracht )
5. war nur ein Bsp. Dafür, was ich eben geschrieben habe. Es ging im Zusammenhang nicht darum, daß
es einen entscheidenden Unterschied macht, ob nun Dolomit oder Calcit, etc. vorliegt, genauso – wenn
auch schon eher nicht zu vernachlässigen, der Unterschied von Galenit zu einem anderen Erz, sondern
sollte nur zeigen, daß die einzelnen Glieder der Rechnung durchaus nicht so klar sind, daß man zu einem
absoluten Ergebnis kommen kann. ( absolut in Hinsicht auf die vorliegende Art der Bestimmung, welche
nat. sowieso nur in manchen Fällen zu absoluten Ergebnissen führen kann – dies ist nicht der Punkt )
6.Zitat: „...Hier wage ich gar nicht zu schreiben, was der Hintergedanke einer solch famosen Aussage sein könnte, ich kann aber verstehen wenn sich dabei jemand gründlich auf den Schlips getreten fühlt...“
Aha, - man sollte halt immer vorsichtig damit sein, von Sich auf Andere zu schließen !
In der Formulierung an sich gibt es keinen Hinweis auf deine Vermutung. Diese ist nämlich einzig und
allein eine Feststellung, die der gegebenen Tatsache entspricht, und beinhaltet nur eine Überlegung,
welche mit „....vermtl....“ m.M.n. ausreichend relativiert wurde.
7.Du wiederholst dich, daß habe ich nicht behauptet, und weiter oben trotzdem schon mal erklärt.
8.Du relativierst deine eigenen Behauptungen ( Fahlerz und Quarz )
9.wird mir jetzt langsam zu mühsam, einigen wir uns doch einfach auf folgendes Zitat von dir:
„...aber mir ist eine gut argumentierte Bestimmung lieber als eine Sammlung voller fragwürdiger Fragezeichen!!“
Nichts anderes hatte ich im Sinn, nur sind mir berechtigte, angezeigte Fragezeichen lieber, als
Verschwiegene bzw. Übergangene.
Deine ganzen Ausführungen, und einige fast schon beweiskräftige Details darin, lassen ehrlich gesagt
einen gewissen Verdacht bezüglich deiner Identität aufkommen, den du natürlich weder zu bestätigen,
noch zu dementieren von mir genötigt wirst, da ich ihn einfach nicht aussprechen werde... ( aus Sympathie )
Vielleicht werden wir ja eines Tages zusammen darüber lachen können – wer weiß ?
( sollte mein Verdacht falsch sein, hab ich allerdings kein gesteigertes Verlangen danach )
Gruß –M-
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Hallo Ulrich,
die Schlussfolgerung, dass es sich bei dem Erz um Galenit handelt, kam tatsächlich daher, dass ich an Mimetesit gedacht habe.
Das Erz sieht Bleiglanz tatsächlich nicht sehr ähnlich.
Ich werde den Fundort mal mit Tsumeb vermerken.
Gab es bei der Förderung eine bestimmte Zeit, in der man besonders "viel" Mimetesit gefunden hat? Vielleicht könnte man so eine Einschätzung des Funddatums machen. (SEHR GROB jedenfalls)
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Mmh...
Jetzt artet das hier in eine Schlammschlacht aus, zwischen Laien, Halbprofis, selbsternannten Vollprofis und von Halbprofis ernannten Vollprofis... das sind ja immer die lustigsten Themen... ;D
Ein glück, das ich das nicht alles so Bierernst sehe, wie ihr... :)...sonst müsste ich heute noch alle meine Mimetesit, Pyromorphit und Tsumebstufen wegkippen gehen... ;D Die wären dann ja "untypisch" um den Wortlaut von einem der selbsternannten Vollprofis aufzugreifen... ;D Aber ich denke, bevor ich das tue schieb ich sie die Woche mal durch die Elektronenstrahlmikrosonde, dann kann ich mir wieder sicher sein... :P
Im Ernst:
Ihr diskutiert und diskutiert.... und merkt garnicht wie ihr vom Thema abkommt. Aus einer einfachen bestimmung, wo 2 sich nicht einig wahren, oder jemand einen spontanen einfall eingeworfen hat, wird hier eine Diskussion darum, wer wieviel von den Steinchen versteht...
Jeder kann sie besser Bestimmen, es wird eine Mehrklassengesellschaft im Bestimmen ausgerufen und am Ende bleibt wirklich jemand, ohne eine ordentliche Antwort zurück und schreibt einen Fundortzettel auf Grund einer Vermutung, weil wegen einer eignetlich unnötigen Diskusstion die eigentliche Thematik auf der Strecke geblieben ist!
@joy, bevor du dir ein Zettelchen schreibtst, ich sehe es wirklich als sehr unsicher an, was du da hast und würde mich nicht auf einen Fundpunkt festlegen. Schreib dran, Quarz(?)/Mimetesit(?) auf Dolomit / Matrix, Fundort ??? .... und dann geh damit auf der nächsten Mineralienbörse zum Bestimmungsstand, oder wenn du dich nun auf Tsumeb eingeschossen hast, frag hier einen Tsumebsammler, der evtl. vergleichbare Stufen hat oder jemanden der Bleiverbindungen Sammelt! Das ist die sicherste Methode. Am besten ist es halt, wenn du dem Entsprechenden die Stufe geben kannst.
Mehr würde ich nun hier nichtmehr von dieser Diskussion erwarten. Aber ich würde mich halt auch nicht auf diese Vermutung stürzen und mich darein verbeißen. Sowas kann ab und zu peinlich sein, wenn man es mal vorführt, gerade bei so Klassikern wie Tsumeb.
Bevor ichs noch vergesse, wen von euch, die ihr euch zankt sammelt Tsumeb, dass ihr die Stufen alle kennt und für "typisch Tsumeb" einstufen könnt? BZw. wer von euch hat Vergleichsmaterial an Mimetesit? Ähnliches ist leider nicht im Atlas zu finden.. :(
So, ich klinke mich hier nun mal aus. Und joy, lass es nochmal irgendwo vor Ort prüfen, denn hier kommst du nicht weit... :D
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Hallo,
Hier nur mal zum Vergleich ein Mimetesit-Kristall von der Grube Gottesehre im Schwarzwald (scheidet aber als FO von Joy's Stufe aus). Bildbreite 3 mm. Der Kristall hat Ähnlichkeit mit Quarz, ist aber Mimetesit.
Der Name Mimetesit kommt ja übrigens aus dem griechischen und bedeutet soviel wie Nachahmer, weil man Mimetesie schwer von anderen Mineralen wie Apatit,Pyromorphit, Beryll oder Quarz unterscheiden kann. Nur die Paragenese lässt oft Schlüsse zu. Quarz und Pyromorphit können jedoch mit Mimetesit zusammen vorkommen und daher die Bestimmung erschweren.
@Joy: Einfach mal unter dem Mikroskop mit einer Nadel ritzen. Wenn es Quarz ist, wird die Nadel einen grauen Strich hinterlassen.
Glück Auf!
Smoeller
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Jetzt ist mir endlich klar geworden, warum der sogenannte -M- seine Identität nicht preisgibt.
Uwe
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Hallo -M-,
Deine ganzen Ausführungen, und einige fast schon beweiskräftige Details darin, lassen ehrlich gesagt
einen gewissen Verdacht bezüglich deiner Identität aufkommen, den du natürlich weder zu bestätigen,
noch zu dementieren von mir genötigt wirst, da ich ihn einfach nicht aussprechen werde... ( aus Sympathie )
Sollte sich dein Verdacht mit dem Meinen decken, wenn ich das Zitat geschrieben hätte, hätte ich das Wort Sympathie definitiv nicht verwendet.
Nun, ich denke ich habe meine Identität überhaupt nicht verschwiegen, geschweige denn daß ich ein Unbekannter bin. Da ich das Hobby schon seit nunmehr fast 30 Jahren betreibe, kenne ich einige Dutzend der hier Postenden persönlich, zähle einige zu meinem Freundeskreis. Die Höflichkeit gebietet diese hier namentlich nicht zu nennen. Desweiteren ist meine HP bekannt (wenn auch gerade in einer Umgestaltung, daher mineralogisch eher mau). Für weiter Erkundungen wende dich bitte an die 4M in Belgien, die franz. Micromounter, die BMS in England oder der Einfachkeit halber, einfach an mich: Ich heisse Ulrich Wagner (und nicht Peter), wohne in Bottrop-Kirchhellen (vormals Gelsenkirchen), bin 45 Jahre alt geworden bei dem Hobby und sammel seit meinem 15. Lebendjahr.
Was unseren Streitpunkt betrifft, da bist Du in guter Gesellschaft. Ich hasse diese "verwissenschaftlichung des Amateurstatus". Nicht das wir uns missverstehen, ich bin bei der Mineralbestimmung ebenso kritisch wie Du, aber wenn etwas klar ist, dann versuche ich es nicht zu zerreden. Ich gestehe mir als Amateur sogar Fehler zu! Was mich an deinem Posting gestört hat, war neben der vielleicht missverstandenen Wortwahl, auch das völlige Fehlen einer zielführenden Argumentation. Zu gut Deutsch: Wenn ich mir nicht zutraue etwas zu bestimmen, finde ich tausend Gründe warum es andere auch nicht können.
Nun, es gäbe in dem Zusammenhang sicher noch viel zu diskutieren, aber das tun wir lieber mal in einem neuen Thread...oder auch nicht!
Ein Wort noch zu Galenit: Bevor ichs noch vergesse, wen von euch, die ihr euch zankt sammelt Tsumeb, dass ihr die Stufen alle kennt und für "typisch Tsumeb" einstufen könnt? BZw. wer von euch hat Vergleichsmaterial an Mimetesit? Ähnliches ist leider nicht im Atlas zu finden.. Sad
Hallo Ganlenit: Ich habe keine Stufen von Tsumeb, da ich meine ca. 350 Stück umfassende Sammlung vor Jahren verscherbelt habe. Ich habe aber einen guten Kumpel, der sammelt Tsumeb seit er Betriebsgeologe dort war (war in den 60er). Und ich kenne seine Sammlung. Ich vergesse Namen, Nummers, Zahlen und sogar wo ich was hingeräumt habe, aber selten mal etwas was ich gesehen habe. Mimetesite habe ich so um die 150 verschiedene, darunter mind. 10 mit der obigen Form. Also, nicht jeder der hier postet ist ein selbsternannter Vollprofi, einige sind einfach ein wenig erfahrener als Du es Dir vielleicht vorstellen kannst. Nioch etwas: Wenn Du einen Pyromorphit von Tsumeb hast, halte ihn sehr gut fest, denn davon gibt es nicht viele...eher sehr sehr wenige!
Glück auf
Ulrich
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Hallo Joy,
bring die besagte Stufe einfach mit nach Oberursel, dort kann man sie einigen Tsumeb-Sammlern zeigen, bzw. ich kann Dich mit einigen
bekannt machen.
Bringe meinen Bleiglanz mit unbekannten XX auch mit.
Glückauf
MB
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Die Diskussion zu in den diesem thread abgebildeten Stufen bzw. Mineralen ist immer hilfreich (und für dritte auch sehr interessant). Jeder der hier eine Frage stellt, weis natürlich, daß er keine 100%-ige Bestimmung erhält. Er kann sich aber aus dem gesagten ein besseres Bild machen, welches dann im Zusammenhang mit den Orginal unterm Mikroskop möglicherweise die Klarheit - bzw. weitgehende Klarheit bringt.
Es ist auch zu beachten, daß selbst sehr gute Aufnahmen immer ein anderes Bild ergeben als das Orginal unterm Bino.
Also was soll das ???
Mir ist lieber ich erhalte auf eine betreffende Angabe 10 verschiedene Meinungen als gar keine, weil man sich hier - auf die Gefahr hin als Pseudowissenschaftler verschrieen zu werden - nicht mehr traut.
Für die wissenschaftlichen Puristen sei in Erinnerung zu rufen: Wir sind eine Vereinigung von Hobbysammlern und keine Außenstelle der IMA oder einer geologischen Fakultät. Ich sage immer wieder: "So lange der Fundort genau dokumentiert ist, kann die Bestimmung ruhig erst mal falsch sein."
Gruß
Uwe
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Mimetesit oder Pyromorphit.
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Gut ich habe mich mal umgehört und überall wurde mir der Mimetesit aus Tsumeb bestätigt. Ich würde die Stufe gerne verkaufen. Hättet ihr eine grobe Abschätzung, was ich dafür nehmen kann?
Danke für eure vielen Ratschläge,
Glück Auf!
Joy :D