Mineralienatlas - Fossilienatlas

Gesteine / Rocks / Rocas => Gesteine / Rocks / Rocas => Thema gestartet von: Druide am 12 Jan 08, 14:53

Titel: Von einem Anfänger für Anfänger
Beitrag von: Druide am 12 Jan 08, 14:53
Ackergeröll und bunte Steine

sicherlich ergeht vielen Steinlaien wie mir. Sie stolpern über einen Stein und fragen sich hopla was ist den das?
Und die Frage, wie komme ich zu Infos?
Und als Anfänger wird man schnell fest stellen, das Suchen ist,
wie die Nadel im Heuhaufen die man finden möchte.

Beim Suchen kommt man vielleicht so wie ich zu dieser Website und stellt ahnungslos den Stein ins Netz.: So da isser und glaubt das reicht aus Aber das geht leicht in die Hose und man ist so gscheit wie vorher.
Alle Steinwissende verzeiht die Ahnungslosigkeit eines Laien:-).
Aber nach welchen Kriterien soll ich als Anfänger suchen?
Grauer glitzernder Stein? Nein so funktioniert das nicht!
Hilfsbereit sind die alten Hasen hier im Forum allemal aber hell sehen können sie auch nicht.
Die Spezialisten nehmen sich die Zeit für uns Laien, nehmen wir uns die Zeit sie mit Infos zu versorgen damit wir Antworten erhalten können.
Leider stellt sich der Stein nicht mit Namen vor, noch verrät er aus welchen Mineralien er besteht. Und verbissen verschweigt er dem Anfänger wo her er kommt.

Viele Geröllsteine und andere Steine stellen sich mit Namen auf Internetseiten vor.
Hier habe ich einige meiner Lieblingsseiten auf denen es Geröllvielfalt und Steine gibt.
Eventuell bringen die Seiten Infos mit denen ihr euch dann weiter googeln könnt.

Geröll
Tolle Seite über Geschiebe und Geröll
http://www.nils-ole.de/schweden2.htm#Anker1
und noch eine
http://www.isar-kiesel.de/#kalktuff

Noch eine Seite über Geröll
http://www.erlangen-virtuell.myfen.de/strasse.php?id=569

Auch hier gibt es viel Steine zum Vergleich und man kann noch einiges mehr über Sand erfahren
http://www.sand-abc.de/kies-archiv/kies-archiv-1.htm

Hier gibt es Bilder von Mineralien und Fossilien
http://mineralienzimmer.heim.at/Mineralien.html

Flint, Feierstein
Budstons Feuersteins Seite
Hier wird ausführlich der Feuerstein beschrieben.
http://www.budstone.de/feuerstein/feuerstein.htm

Paläontologische und geologische Sonderthemen
http://palaeo.uni-hd.de/Sonderthemen.htm


Fossilien
Die Seite ist in französisch, es gibt aber viel zu sehen
http://ademir.commercy.free.fr/fossiles/fossiles/htm/fossiles.html


Diese Seite widmet sich ausschließlich der Insel Rügen und den Fossilien der Schreibkreide
http://www.b-manitz.de/ruegenfossilien/index_frameset.htm

Viele Bilder von Fossilien nach Zeitabschitten aufgeteilt
http://www.palaeo-online.com/d/index.html

Seltsame Steine
Sollte es sich bei den Steinfunden um seltsame geformte schwarze Steine handeln, ist es möglicherweise ein Steinzeitwerkzeug. Hier auf dieser Seite kann man vergleichen
http://www.jungsteinsite.uni-kiel.de/2002_diedrich/herford_3.htm

Hier gibt es Bilder von Impaktgestein
http://www.chiemgau-impakt.de/impakthorizont.html

Ansonsten gebe ich euch den Tip, wenn ihr Bilder ins Netz stellt, erzählt alle Infos die ihr über euren Stein habt, angefangen von der Ritzprobe, Strichfarbe bis zur Fundortbeschreibung. Um so größer ist die Chance das es Antworten auf unsere Frage gibt: Ups was hab ich da gefunden:-)
Eine paar Worte von einem Anfänger für Anfänger, die über Geröll gestolpert sind.

Das waren meine Worte zum Samstag
am Tag des Mondes im Fisch, der für das Endlose steht.

Maria

Titel: Re: Von einem Anfänger für Anfänger
Beitrag von: trommeln am 12 Jan 08, 18:24
Danke Maria

und weiterhin viel Erfolg mit der Suche nach deinen Steinen...

Ergänzung: Man kann Lehrer fragen, Museen anfragen.. bzw. im nächsten Museum mit dem Geologen plaudern.. Hallwag hat gute Bücher zum Thema mit brauchbaren Fotos und guten Erklärungen, damit man einmal das Grundthema versteht.
Titel: Re: Von einem Anfänger für Anfänger
Beitrag von: Druide am 12 Jan 08, 19:22
Hallo Trommeln,
danke für den Tip Hallwag
Das werde ich mir zum nächsten Buchhandlungsbesuch merken.
Maria
Titel: Re: Von einem Anfänger für Anfänger
Beitrag von: trommeln am 12 Jan 08, 21:27
Habe eben das Buch gesucht und nach Angebot geschaut.. es ist nicht mehr was einmal war...  :-[

http://www.amazon.de/Geologie-Schweiz-Toni-P-Labhart/dp/3444501757/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1200169152&sr=8-1
neu in einem anderen Verlag:
http://www.amazon.de/Geologie-Schweiz-Toni-P-Labhart/dp/3722567629/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1200169442&sr=1-1

ev. wäre das noch etwas ?
http://www.amazon.de/Geologie-Einf%C3%BChrung-Erdwissenschaften-Toni-Labhart/dp/3444500637/ref=sr_1_2?ie=UTF8&s=books&qid=1200169284&sr=1-2

für Deutschland habe ich auch gesucht und folgendes gefunden:
http://www.amazon.de/s/ref=nb_ss_b?__mk_de_DE=%C5M%C5Z%D5%D1&url=search-alias%3Dstripbooks&field-keywords=geologie+deutschland&Go.x=0&Go.y=0&Go=Go

Ich hoffe, du findest etwas für deine Gegend...

Titel: Re: Von einem Anfänger für Anfänger
Beitrag von: noudi am 12 Jan 08, 22:49
Besten dank für Deine Infos.

Auch ich stolperte über die Steine und fand sie einfach nur schön.
Die Faszination wurde immer grösser und damit die Hosentasche zu klein. 
Ich schliff und polierte die Steine, bis die Sehnen und Muskeln rauchten.
Irgendwann stellte ich mir die Frage: Was trage ich da nach Hause?
Seiten im Netz sollten mir meine Fragen beantworten.   
Um diese grossen Mengen an Infos zu verarbeiten, die ich nur schon hier finde, würde ich aber eine grössere Festplatte im Kopf und viel mehr Zeit brauchen. ;)

Gruss Noudi
Titel: Re: Von einem Anfänger für Anfänger
Beitrag von: Druide am 12 Jan 08, 23:03
Hallo Noudi,

*lach so erging es mir auch als ich nach meinen Steinen gesucht hatte.
Ich habe alles durchgekämmt, vom Steinzeitmenschen zum Trias und Lias und zurück. Habe Bücher mit heim geschleppt und was weis ich was ich alles angestellt hatte um an Infos zu kommen.
Meine Festplatte auch geraucht und wie  ???
Das war fast vor 4 Jahren, dann hatte ich die Suche aufgegeben. Vor ein paar Wochen bin ich erneut über Steine gefallen und  konnte überrascht feststellen, das es doch einige Geröllseiten im Internet gibt. Bei dem Infoangebot hatte es mich erneut gepackt und es geht mir wie vor 4 Jahren, ich hänge wieder fest:-) und ich bin ein wenig weiser,.......... oder?  ::)
Gruß Maria
Titel: Re: Von einem Anfänger für Anfänger
Beitrag von: caliastos am 12 Jan 08, 23:22
also mit hilfe einer geologiachen karte + erläuterungen kann man meist schon den einen oder anderen fund bestimmen.
interessant wird es ja erst, wenn man jetzt nicht nur "Granit (rot), Granit (weiß) Kalk (gelb) mit Ammonit" auf dem Stück stehen hat sondern z.b. "Wettersteinkalk mit Thecosmilia Clathrata - Zugspitze". MAcht gleich viel mehr her.
Titel: Re: Von einem Anfänger für Anfänger
Beitrag von: Druide am 13 Jan 08, 11:49
Hallo Caliastos,

ja ich gebe dir Recht. Für mich ist es spannend woher all die Steine kommen.
Da ich nur in unserer Gemarkung Geröll sammle ist das um so spannender.
Leider hilft mir als Laie eine geologische Karte noch nicht so viel.
Immerhin konnte ich hier im Forum erfahren, das all das Geröll möglicherweise vom Frankenwald mit dem Main verschleppt wurde. Auch wenn es kaum vorstellbar ist. Wir sitzen auf 380 m Höhe:-)


Maria


Titel: Re: Von einem Anfänger für Anfänger
Beitrag von: Yoscha am 13 Jan 08, 12:18
Grade wenn man als Sammelobjekt Gerölle oder Geschiebe hat, das aus dem ursprünglichen Gesteinsverband verschleppt wurde, ist eine Bestimmung nicht immer ganz einfach. Der Gesteinsverband ist nämlich oftmals eines der besten Kriterien zur Gesteinbestimmung und ohne den Gesteinsverband ist es fast unmöglich z.B. die verschiedenen Wechselfolgen des Buntsandsteins auseinander zu halten.

Wenn du Zeit findest, dann nimm sie dir ruhig und schau dir einige schöne Aufschlüsse der typischsten Gesteine der Region an.
Wenn man sich so ein Gefühl dafür erarbeitet hat, und es ist schon ein wenig Arbeit, die sich aber lohnt, wie die Gesteine ursprünglich aussahen, fällt es auch leichter sie als Geröll wieder zu erkennen.
Wenn man diese Gesteinsbegriffe draufhat, dann nützt einem auch eine geologische Karte, auch für die Geröllbestimmung. Grade bei Flusssedimenten ist der Einzugsbereich des Flusses bekannt und man kann prinzipiell eingrenzen, woher überhaupt Steine kommen können.
Je kleiner der Fluss, desto einfacher wird es, große Flüsse, wie z.B. Rhein und Elbe, die auch noch eiszeitliche Ablagerungen durchschneiden machen es einem schon schwieriger.

Ich bin mir sicher, hier im Forum findest du Menschen, die dir schöne, typische Aufschlüsse von Gesteinen in deiner Umgebung zeigen können :).
Titel: Re: Von einem Anfänger für Anfänger
Beitrag von: Druide am 13 Jan 08, 12:42

Hallo  Yoscha,

Wenn du Zeit findest, dann nimm sie dir ruhig und schau dir einige schöne Aufschlüsse der typischsten Gesteine der Region an.

Verstehe ich mit diesem Satz richtig, das ich mir offene Erde  (Steinbruch) anschauen soll um zu verstehen auf was ich gehe?

wie die Gesteine ursprünglich aussahen, fällt es auch leichter sie als Geröll wieder zu erkennen.
Und kann ich diesen Satz  so verstehen, das ich die unterschiedlichen Gesteine als zB. Granit, Kalk, Sandstein usw. lerne auseinander zu halten, damit ich sie im Verbund wieder erkennen kann?

Maria


Titel: Re: Von einem Anfänger für Anfänger
Beitrag von: Donat am 13 Jan 08, 12:49
Hallo,
möchte hier nochmal auf den Versandbuchhandlung Dr. Frank Rudolph  :
http://www.fossilbuch.de/index1.html
hinweisen.
hier findet man wirklich vieles,auch zum Punkt Geschiebe.
Wenn die Seite sich öffnet,oben über die Bücher klicken.Dann viel Spaß beim stöbern.
Gruß
Donat
Titel: Re: Von einem Anfänger für Anfänger
Beitrag von: Druide am 13 Jan 08, 13:32
Hallo Donat
Danke für den Link,
da kann ich in Ruhe ein Buch wählen.
Denn ein Buch in der Hand und gemütlich lang gelegt hat was für sich. Der PC ist da etwas unhandlicher ;)
Maria
Titel: Re: Von einem Anfänger für Anfänger
Beitrag von: minuwe am 13 Jan 08, 13:42
Ist vielleicht auch interessant, so ein Lehrpfad, allerdinds nicht direkt bei euch:
http://209.85.135.104/search?q=cache:0PxBhToS9TIJ:www.main-tauber-kreis.de/media/custom/266_2888_1.DOC+odenwald+geologie+wertheim&hl=de&ct=clnk&cd=1&gl=de&client=firefox-a (http://209.85.135.104/search?q=cache:0PxBhToS9TIJ:www.main-tauber-kreis.de/media/custom/266_2888_1.DOC+odenwald+geologie+wertheim&hl=de&ct=clnk&cd=1&gl=de&client=firefox-a)
Titel: Re: Von einem Anfänger für Anfänger
Beitrag von: Druide am 13 Jan 08, 14:00
Hallo Uwe,
das liegt vielleicht nicht direkt, ist aber ein Katzensprung von uns entfernt. Danke
Ich stelle fest, ich habe in den falschen Ecken gesucht. Wer kommt auch auf die Idee, das Kühlsheim so eine Hp hat. tztztz 
So nun gehe ich Infos verarbeiten
Maria


Titel: Re: Von einem Anfänger für Anfänger
Beitrag von: Druide am 13 Jan 08, 16:02
Hallo,
ich hätte da noch eine Frage als Anfänger.
Dieser Link hier hat mich aufmerksam gemacht.
http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,11079.15.html   
Es geht um die Geschmacksprobe, schaut euch den Link an, der ist spaßig ;D
Also ich mache es bei den Steinen wie mit meinen Kräutern. Ich rieche und schmecke sie.
Und nun meine Frage, kann ich mich mit Gröll vergiften? :o

Maria


Titel: Re: Von einem Anfänger für Anfänger
Beitrag von: minuwe am 13 Jan 08, 16:29
Mit Geröll an sich kann man sich nicht vergiften, es müsste schon mit einem sehr starken Gift kontaminiert sein, selbst dann läge die durch Lecken aufgenommene Menge im Milligrammbereich. Gerölle, wie sie in der Natur liegen, sind ungefährlich, allerdings ist bei solchen eine Geschmacksprobe zur Bestimmung eher ungeeignet. Der Geschmack von Geröllen wird hauptsächlich bestimmt von mit den Stücken in Kontakt gekommenen Stoffen wie z. B. tierischen Ausscheidungen oder bakteriellen Schleimen  :-X .

Zum Geschmack siehe hier: http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Geschmack (http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Geschmack)

Glück Auf
Uwe
Titel: Re: Von einem Anfänger für Anfänger
Beitrag von: caliastos am 13 Jan 08, 16:55
also steine werden bestenfalls abgeleckt um die oberfläche deutlich zu sehen. aber, ne... dazu fällt mir immer eine meine erste exkursion mit einem dozenten ein. der hat sich am wegensrand einmal gebückt, nen stein aufgehoben und abgeschlabbert. und das in nem gebiet, wo man sehr viele leute mit hunden spazierengehen sieht.... brrr... dann hat er ne HCl-probe vorgeführt und den stein weggeschmissen. dann was vergessen zu zeigen, den stein genommen und nochmal abgeschlabbert (halt an die salzsäure nicht gedacht). so viel zum abschlecken. also zu sowas kann ich mich nicht wirklich hinreißen. bestenfalls wenn abgewaschen oder echt frischer bruch.

also nichts mit vergiften, sofern man schaut was für dreck im umfeld liegt oder war. ist aber nicht so häufig.

am geschmack erkennt man einen stein überhaupt nicht. einzige ausnahme sind salze, die man am geschmack erkennen kann. riechen geht schon eher, aber auch nur wenn man den hammer drauf abgleiten läßt und frischen bruch hat. sonst hat man nur den fremdgeruch. bitumenreiche steine stinken dabei ziemlich.

Zitat
Und kann ich diesen Satz  so verstehen, das ich die unterschiedlichen Gesteine als zB. Granit, Kalk, Sandstein usw. lerne auseinander zu halten, damit ich sie im Verbund wieder erkennen kann?

naja, versteh das mal besser so: granit von sandstein, kalkstein, mergel, schiefer, basalt und co. zu unterscheiden ist eine sache. bringt einen schon mal gut weiter. dann aber gibt es noch genauere unterschiede. z.b. raiselsberger sandstein und buntsandstein, bozener quarzporphyr und brixner granit usw. als lokalnamen für ein gestein. unterscheiden sich dabei nach mineralzusammensetzung und vorkommen. ein granit aus norwegen ist eben ein anderer als aus deutschland bzw. italien, auch wenn sie scheinbar gleich aussehen.
Titel: Re: Von einem Anfänger für Anfänger
Beitrag von: Druide am 13 Jan 08, 17:15
Hallo Caliastos,
ich schmecke die Steine nicht an Ort und Stelle nur sauber und an der gebrochenen Seite. Jetzt aber nicht mehr ;)

Danke deine Antwort hat mir weiter geholfen
Maria
Titel: Re: Von einem Anfänger für Anfänger
Beitrag von: caliastos am 13 Jan 08, 17:31
na dann bringt es eh nichts mehr den stein zu "kosten". geschmack gibt es da halt nicht mehr. und wie gesagt, nur salz und bituminöse gesteine bzw. solche mit viel organischem material haben nen merklichen geschmack. aber bis auf salz absolut kein erkennungsmerkmal.

was man organoleptisch erkennt sind dann halt sachen wie: "dreck". also wenn da öl, bezin, düngermittel und co den untergrund verdrecken. aber da sollte man nicht mit mund rangehen. machen aber manche, nur so gut ist das nicht. geht auch mit nase und finger. das sind dann aber dennoch keine gesteinsmerkmale.

mundprobe an sich gibt es nur für einen anderen test. und zwar den nach der korngröße. knirscht ein mergel oder ton zwischen den zähnen, so ist sand drinnen, wirds seifig, dann ist kein sand drinnen. man kann damit also nur zwischen, sand, schluff und ton unterscheiden.
Titel: Re: Von einem Anfänger für Anfänger
Beitrag von: Yoscha am 13 Jan 08, 17:35

Hallo  Yoscha,

Wenn du Zeit findest, dann nimm sie dir ruhig und schau dir einige schöne Aufschlüsse der typischsten Gesteine der Region an.

Verstehe ich mit diesem Satz richtig, das ich mir offene Erde  (Steinbruch) anschauen soll um zu verstehen auf was ich gehe?
Um mal einen etwas übertriebenen Vergleich zu machen;
Du willst wissen, was ein Tisch ist.
Dann schaut man sich zu erst den Tisch (das Ausgangsgestein) an, lernt die verschienen Tische (Gesteine) kennen und wenn man das kann, dann ist es auch kein Problem ein einzelnes Tischbein (Gerölle und Gesteinsbruckstücke) einem bestimmten Tisch zuzuordnen.


Wenn ich hier an Weser in Kiesgruben nach beispielsweise schönen roten Kieselgesteinen schaue und auch noch welche finde, dann kann ich ersteinmal nicht wirklich sagen, woher es kommt. Ist es ein roter Feuerstein? Oder ist es ein Karneol, den die Weser aus dem Mittelgebirge mitgeschleppt hat?
Wie lerne ich den Unterschied kennen? Indem ich mir Gegenden anschaue, in denen eindeutig rote Feuersteine bzw. Karneol vorkommt.
Meine Karneole habe ich z.B. von einem Aufschluss in der Nähe der Werra, wo alle roten Kieselgesteine eindeutig Karneole sind.
Meine roten Feuersteine habe ich aus den Moränen der Saaleeiszeit rings um Bremen.
Jetzt habe ich beide Möglichkeiten unverfälscht kennengelernt.
Wenn ich jetzt wieder rote Kieselgesteine in Weserkiesen finde, weiß ich worauf ich achten muss, um die beiden Möglichkeiten auseinander zu halten. Warum? Weil sie im Weserkies nicht eindeutig waren, aber an ihren Herkunftsorten waren die Gesteine allein schon aus der Geologie eindeutig ;).





Titel: Re: Von einem Anfänger für Anfänger
Beitrag von: caliastos am 13 Jan 08, 17:46
kurz gesagt:

du mußt zunächst kapiert haben was das merkmal eines sandsteins oder ein granits ist. dazu solltest dir erst mal bischen backgroundwissen zum gestein aneignen und ein bild davon haben, es also in natura sehen. d.h. im aufschluß und als handstücke, welches ein teilbild des ganzen ist.

wenn du das grundsystem hast, dann solltest du differenzieren lernen. d.h. du mußt erkennen ob zwei sandsteine aus der gleichen schicht stammen. wenn einer grob und der andere fein sind, dann kann, aber muß beides nicht aus der selben schicht kommen. gibt es in der nähe laut karte und erläuterung nur einen sandstein, wird es so sein, daß beide das gleiche gesten sind. ansonsten braucht man ein bild des anstehenden gesteins um die stücke zuzuweisen.

die allgemeine zuordnung zu granit und sandstein bringt was global gesehen, regional ist das zu ungenau. wobei ich selbst bei stücken, die jetzt aus dem ausland stammen lieber weiß wie das gestein mit lokalbezeichnung heißt.

irreführend sind dabei blöde begriffe aus der steinbearbeitung, die s.b. ein stein als marmor klassifizieren, der eigentlich kalkstein ist und so nen spaß.
Titel: Re: Von einem Anfänger für Anfänger
Beitrag von: Druide am 13 Jan 08, 18:02
Danke für die Infos,
die muß ich jetzt ersteinmal sacken lassen, habe aber denke ich verstanden.  ???
Wenn nicht frage ich einfach nochmals :D

Maria
Titel: Re: Von einem Anfänger für Anfänger
Beitrag von: trommeln am 13 Jan 08, 18:51
Schade.. dachte schon wir würden Maria beim nächsten "Wetten dass" Steine schlecken sehen  :D :D :D ;)

Ja, das mit dem Geschiebe ist nicht so einfach... besonders wenn Karneol und Feuerstein und Achat ja nicht von einem Gebirge stammen, sondern meist an Ort und Stelle entstanden sind.

Also da gibt es die Felststücke, die "verschleppt" wurden.. und dann die Calcedone (eben Feuerstein und so) die eher an Ort und Stelle entstanden sind und einmal Knollen, Hohlraumausfüllungen und Schichten waren...

Dann gibt es noch die Vulkanblasen - Basalt und Gabbro und so, die örtlich aufgestiegen sind und teilweise Leitgesteine sind, also wenn du in einem Fluss ein Stück davon siehst, dann weisst du, dass da ein bestimmter Ort dahinter steht.. z.B. AllalinGabbro=Smaragdit-Gabbro findet sich immer in der Rhone und deren alten Windungen.

Dann wurden gewisse Gesteine durch Druck verändert, als die Alpen sich gefaltet haben... metamorphe Gesteine..  und.. dann sind wir eben bei dem Buch das ich gelesen habe...  ;)