Mineralienatlas - Fossilienatlas
Vermischtes / Miscellaneous / Varios => Dies und Das / this and that => Thema gestartet von: joy am 21 Jan 08, 18:07
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Was ist euch die Stufe wert. Sie kommt aus Oberneisen. Ist ein Rhodochrosit. Stufenbreite: 10cm
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Hmm ich hab jetzt schon 3 Mails bekommen (Anfragen wegen einem Kauf der Stufe.) Ich verkaufe die Stufe nicht. Mich hätte eher mal interessiert, was so was kostet. Die Stufe steht nicht in meiner Sammlung.
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ich denk mal einiges ... :o ;)
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Hmm ich hab jetzt schon 3 Mails bekommen (Anfragen wegen einem Kauf der Stufe.) Ich verkaufe die Stufe nicht. Mich hätte eher mal interessiert, was so was kostet. Die Stufe steht nicht in meiner Sammlung.
Hi Joy, an der Zahl dieser mails siehst du ganz deutlich, dass das ein ziemlich wertvolles Stück ist, das Sammler gerne billig haben würden. Du kannst also von einem netten dreistelligen EURO-Wert ausgehen
anatasi
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Also der würde 850 kosten
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Damit ich mich wieder mit all denen anlege, die den Besitzer wegen Kauf angeschrieben haben ...
DIESER Rodi dürfte einen VK von 2300 - 2700 Teuro erzielen - Edelkundschaften zahlen so was gern und häufig bar! So viel zum Handelswert, ansonsten ist es sehr schönes Vitrinenstück, daß ich, wenn es mein Sammelgebiet währe, niemals hergeben würde ... .
Glück auf!
Der Waidler
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Hallo Waidler,
für die Hälfte von dem Geld verkaufe ich dir sofort eine ähnliche Stufe!
Der Preis den du nennst ist jenseits von Gut und Böse. Und glaube mir ich kenne genügend Sammler die Geld für Stücke ausgeben. Das würden die gar nicht kaufen, weil es denen nicht gut genug ist. Und schon gar nicht zu dem von Dir genannten Preis. Solche Sammler suchen TOP-Stücke und sind dann durchaus bereit auch mal mehr auszugeben. Aber deshalb sind die nicht "Dumm".
Aber da sind wir wieder bei dem Thema Preisvorstellung. Wie wurde gesagt, "ein Stück ist soviel Wert wie jemand dafür bereit ist zu zahlen". Das ist was dran.
@joy
Also der Preis von 850 Euronen ist meines Erachtens aber wirklich die obere Grenze für das Stück.
PS: damit keine Mißverständnisse entstehen, ich habe kein Interesse an dem Stück, habe erst vor gar nicht so langer Zeit welche verkauft und die waren bei ähnlicher Qualität deutlich unter dem Preis von diesem Stück !
Gruß loparit
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Servus,
es ist natürlich wie immer schwierig, über den "Wert" einer Stufe zu diskutieren. Aber man kann ja zumindest einkreisen, in welcher Preisspanne sie sich durchschnittlich ungefähr befinden würde. Dass das kein Stück ist, welches man für 30 Euro findet, ist klar. Auf der anderen Seite muss ich aber auch sagen, dass ich die oben angegeben zweieinhalbtausend Euro für völlig überzogen halte - zumindest für unsere deutschen Verhältnisse! Bei den Amis wäre das noch ein Schnäppchen, Rob Lavinsky würde das Ding auch für umgerechnet 5000 Euro los, aber da wir ja hierzulande noch einigermaßen gesund und verhältnismäßig mit Mineralienpreisen umgehen würde, ich - wenn ich mit dem Schätzen beauftragt wäre - auch irgendwas zwischen 500 und 1000 Euro veranschlagen...
Gruß
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Servus,
nun, da sind wir wieder bei den preis-bestimmenden Kriterien. Wenn diese Stufe von einem Fundort stammt, an dem es das Mienral häufiger gibt (Peru etc.), löhne ich dafür nicht so viel als von einer alten deutschen Fundstelle, von der man nur selten Material überhaupt zu sehen bekommt - Arzberg im Fichtelgebirge wäre z.B. so ein Fundort oder Auerbach/Oberpfalz.
Eine Rhodochrosit-Stufe zum halben Preis zu bekommen, ist demnach nicht das ausschlaggebende...
Servus + Glück auf
Wolfi
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Hallo,
:o also vierstellig - nein. Ich denke mal mit 500 Euro sollte das Ende der Fahnenstange erreicht sein. Klar zahlen ein paar Amis's oder neuerdings auch Saudi's jeden Preis, aber das war ja nicht die Frage (sondern was die wert ist).
Gruß
Berthold
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@Wolfi: Nun ja, da kommen wir schon fast in einen Bereich, der die Lebens- und Hobbyphilosophie eines einzelnen betrifft. Nur weil jemand gerne ein ganz besonderes Stück von einer klassischen Fundstelle haben möchte, heißt das ja noch nicht unbedingt, dass er dafür auch solche Unsummen an Geld ausgibt. Ich hätte auch gerne z.B. eine Vitrinenstufe von sizilianischem Schwefel, aber selbst wenn ich kein armer Student wäre, würde ich die brutalen Preise, die diese Stufen kosten, nicht zahlen, weil mir dann bei aller Liebe zu meinem Hobby die Verhältnismäßigkeit fehlt...
@Berthold: Klar, Amis kannst du das, je nachdem wer du bist, auch für 5000 andrehen, hab ich ja schon gesagt. Aber sag nicht, dass für den deutschen Markt mit 500 schon das Ende der Fahnenstange erreicht wäre! Bei einigen Händlern im Internet und bei manchen Mineraliengeschäften wäre da noch was nach oben offen... Geh mal in das Geschäft in unserer Marburger Altstadt und schau allein mal, was da ein madagassischer Coelestin oder ein indischer Apophyllit kosten, dann kannst du dir leich hochrechnen, welches Preisschild an obigem Rhodochrosit hängen würde, wenn er in diesem Laden zum Verkauf stünde...
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Hallo,
der Preis ist das, was jemand für eine Sache oder eine Dienstleistung zahlt.
Beispiel:
0.5l Veltins rund 55cts in der Kiste bein Händler
0.5l Veltins in der Eckkneipe etwa 4€ (regionale Unterscheide sidn da 8) vorhanden)
0.5l Veltins in einer Lokalität mit rotem Licht und Damen die so arm sind, dass sie kein Geld für Kleider haben, >>10 Euro.
Also der Wert einer Mischung aus 4,5% Ethanol in Wasser mit einigen Farb und Aromastoffen ist geringer.
Die Diskussion ist in meinen Augen relativ ...
MfG
Frank
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Hallo,
Aber sag nicht, dass für den deutschen Markt mit 500 schon das Ende der Fahnenstange erreicht wäre!
nein, sage ich ja nicht. Die Frage war ja "Was meint ihr was diese Stufe wert ist?" Wert und maximal erzielbarer Marktpreis sind zwei paar Stiefel, ich glaube das macht auch das Veltins-Beispiel von Frank schön deutlich.
Gruß
Berthold
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Hallo Frank,
woher weist du so genau , dass
0.5l Veltins in einer Lokalität mit rotem Licht und Damen die so arm sind, dass sie kein Geld für Kleider haben, >>10 Euro.
kostet ;D ;D ;D ;D ;D ;D aus eigener Erfahrung oder vom Hörensagen ;D ;D ;D ;D ;D ;D
Übrigens, da mich diese Rhodochrositstufe nicht interessiert würde ich gar nichts dafür ausgeben ;D
An meiner guten Laune seht ihr das ich bald Urlaub habe ;) 8)
Gruß Jürgen
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Bei Mineralen gehören Mineral und Fundstelle untrennbar zusammen. Beides ist preisbestimmend. Das hat zur Folge, daß äußerlich gleiche Stufen des selben Minerals von unterschiedlichen Fundstellen im Preis um mehrere Zehnerpotenzen auseinander liegen können. Es geht eben nicht darum, wie stark ein Kristall glänzt oder wie spektakulär eine Stufe aussieht, sondern wo sie her kommt. Ich hatte schon an anderer Stelle mal geäußert, daß Zinkblende/Galenitstufen aus Rumänien billige Massenware sind, während eine Stufe mit Sphalerit und Galenit aus dem historischen Bergbaugebiet von Neudorf im Harz praktisch nicht mehr zu erhalten und kaum bezahlbar ist.
Ich kenne die Fundstelle Oberndorf nicht, aber falls es sich um ein historisches Bergbaugebiet handelt, welches für seine Rhodochrosite mal berühmt war und aus welchem heute absolut nichts mehr kommen kann, dann scheint mir ein 4-stelliger Betrag durchaus angemessen.
Wie bei allen Sammelgebieten geht es auch bei den Mineralen um Seltenheit und Berühmtheit der Herkunftsstätte.
Gruß
Uwe
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na da es mir eher um das aussehen geht verstehe ich das dann wieder nicht. stücke die von diesen seltenen fundorten sind finde ich meist sowas von häßlich, daß ich die nicht mal geschenkt bekommen möchte. ich würde die wohl auch zu 1-2 euro abgeben nur um sie wegzuhaben. in dem fall hätte ich aber keine ahnung, daß die, unabhängig von der eigenen werteinschätzung mehr wert ist.
ein grund warum ich garantiert nicht mit regionalsammeln anfagen werde.
an sich muß man es wie goethe mit seinen belegstücken machen, wenn man minerale will. die meisten sind an sich einfach nur grausig. wenn man damit zufrieden ist, dann kann man praktisch jedes mineral von überall bekommen. wenn man optische ansprüche stellt kommt der peis nach oben.
also daher würde ich "massenware" und abgebaute fundstellen nicht vergleichen. ich bleibe einfach bei dem was mir gefällt. wenn der fundort besonders oder selten ist, dann ok. aber sooooooooo wichtig ist der echt nicht, interessant schon.
was man zahlen will und kann, das macht man. und damit ist der wert min 500 ebenso richtig angesetzt wie 5000. allerdings klammer ich den deutschen markt oder gewisse läden davon aus. den beide sind total verrückt. bei uns will man oft schrott für teueres geld verkaufen und super stücke für lau haben. (was übrigens bei uns die letzten jahre ne ehte plage wird). läden sind da nicht besser.
ich weiß noch den einen "mineralienfachladen" (eine schande der begriff) bei uns. da stand doch tatsächlich bei einer grünen stufe von 10x20cm (eindeutig epidot) schlicht erythrin und ein 4-stelliger betrag drunter. auf nachfrage kam, daß die auskunft vom eigenen gemnologe kam, und solche großen erythrine entsprechend teuer sind. daß auch der funort absolut nicht zu erythrin paßte war auch egal.
und wenn man sich die stufe ansieht, so habe ich im web schon schlechtere zu 3000 gesehen und bessere zu 400. ---> relativ.
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Wenn wir uns fest vornehmen, uns nicht persönlich zu beleidigen, könnte in dieser sammelarmen Zeit eine Diskussion über Art unseres Sammelns ganz interessant werden - vielleicht mit einer Abstimmung ? Eventuell sollte ein gesonderter thread aufgemacht werden. Durch so eine Abstimmung können wir uns und unsere Modivation möglicherweise besser verstehen.
Es gibt ja 3 Hauptgruppen:
- sammeln überwiegend nach ästhetischen Gesichtspunkten,
- sammeln überwiegend systematisch
- sammeln überwiegend lokal.
Dabei ist es interessant und auch gar nicht so im Bewußtsein, daß ältere Sammler in den östlichen Bundesländern überwiegend lokal sammeln. Das hatte Gründe in den speziellen Verhältnissen der DDR.
Um nochmal auf die besagte Rhodochrositstufe zurück zu kommen, m.E. kann man den Fundort mit dem Namen des Maler bei Gemäldesammlern vergleichen. Ein noch so "häßliches" Bild von Picasso wird immer Lichtjahre teurer sein, als ein ansprechendes Bild eines jungen Künstlers.
Gruß
Uwe
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Ich schiebe noch mal eine nach: Wo liegt Obereisen eigentlich und was wurde dort abgebaut ?
Uwe
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Hallo Uwe,
zur Info:
Rhodochrosit von Oberneisen bei Dietz an der Lahn gehört zu den absoluten Klassikern in Deutschland. Neben bekannten Fundorten wie der Grube Wolf in Horhausen oder Grube Dr. Geier Waldalgesheim kamen von hier für deutsche Verhältnisse wirklich Top-Rhodochrositstufen.
Abgebaut wurde in Oberneisen wohl Hämatit.
Übrigens findest Du weitere Infos im Rhodochrosit-Portrait:
http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Mineralienportrait/Rhodochrosit
sowie unter den folgenden Links:
http://www.mindat.org/loc.php?loc=36177
http://www.minmax.net/loc.php?id=836&&page=locmin&mid=2535&SID=r49t806mhuli061bn4kna4jur90jhpts
Gruß
as
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Übrigens findest Du weitere Infos im Rhodochrosit-Portrait:
http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Mineralienportrait/Rhodochrosit
Hat eigentlich schon mal wer gewürdigt, was das Rhodochrosit-Portrait für eine tolle Arbeit is!!? Wegen solcher Seiten wird der Mineralienatlas in erster Linie als Top-Seite angesehent!!
anatsi
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Hat eigentlich schon mal wer gewürdigt, was das Rhodochrosit-Portrait für eine tolle Arbeit is!!? Wegen solcher Seiten wird der Mineralienatlas in erster Linie als Top-Seite angesehent!!
...nicht nur das Rhodochrosit-Portrait sondern das gesamte Lexikon sowie natürlich als Bestandteill alle Portraits, die bisher alle durchweg toll geworden sind.
Besten Dank an alle Verantwortlichen für die geleistete Arbeit und das Super-Ergebnis!!!!
Gruß
as
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Ich möchte an dieser Stelle den letzten Satz aus meinem Sammler-Portait wiedergeben:
Mein Motto: Lieber ein ästhetisch schönes Allerwelts-Mineral als was ganz seltenes (teures), das eher einem Hundeköttel gleicht.
ich finde den Ausdruck "Hundeköttel" für die Optik dieses Rhodo schon sehr passend ;D
und sorry wenn ich dadurch jemand auf den Schlips getreten habe ....
ich weiss, die Sammler-Interessen sind halt sehr unterschiedlich (aber den geposteten Preisen konnte ich es mir einfach nicht verkneifen).
Anatas
edit:
@ Tobi: wie recht Du hast
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stücke die von diesen seltenen fundorten sind finde ich meist sowas von häßlich, daß ich die nicht mal geschenkt bekommen möchte. ich würde die wohl auch zu 1-2 euro abgeben nur um sie wegzuhaben.
Ich finde, wir müssen jetzt nicht kindisch werden :-\ Jeder soll sein Sammelgebiet haben und sich nicht in so dümmlichen Worten über die anderer lustig machen. Ich selbst sammle ja auch primär nach ästhetischen Gesichtspunkten, aber dennoch weiß ich manche Rarität bzw. Klassiker (vor allem aus deutschen Landen) zu schätzen. Ich habe z.B. einen Fluorit von der Grube Beihilfe in Halsbrücke in meiner Sammlung, der nicht viel größer als 8 cm ist und sicher nicht sehr auffällig. Keine riesigen Kristalle, keine bunte Farbe, aber dennoch eines meiner absoluten Lieblingsstücke. Auch habe ich einen aus Wölsendorf und einen aus der Grube Clara, die nicht als Mega-Monster-Giga-Stufe ins Auge fallen, aber dennoch gehören sie für mich zu den schönsten Stufen in meiner Sammlung... und zwar aufgrund ihrer Herkunft...
ich finde den Ausdruck "Hundeköttel" für die Optik dieses Rhodo schon sehr passend ;D
Auch hier kann ich nur wiederholen, dass so eine Äußerung nicht gerade sehr intelligent ist... :-\
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Moin, Moin
Was ist euch die Stufe wert. Sie kommt aus Oberneisen. Ist ein Rhodochrosit. Stufenbreite: 10cm
Wollte erinnern - Das war die Frage? 8)
Gruß
Jürgen
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was hat das denn nun bitte schön mit kindisch zu tun wenn ich diese stücke persönlich einfach nur häßlich finde? meines wissens nach wurde die persönliche meinung noch nicht abgeschaft. und was da bitte schön lustig machen heißt ist mir ein rätsel.
der eine sagt mir gefällt das auto, der andere sagt, er findet es häßlich. da macht sich sicher keiner über den anderen lustig.
immerhin sind es zwei verschiedene dinge wenn man seine meinung über schönheit von stufen hat, die zufällig persönlich ist oder über das deutsche sammlerverhalten äußert. und da gibt es nunmal bereiche wo alles einfach nicht mehr nachvollziehbar ist. ich seh z.b. oft genug wie hier über die amis mit ihren irren preisen abgelästert wird aber kaum wer schaut mal auf die auswüßse im eigenen land.
bei uns sind eben altstufen mit absurden preisen versehen, bei den amis werden die stücke generell mit hohen summen versehen. und in der esotherik geht ja gar nichts normal zu.
schöne stücke von hiesigen orten bekommt man nunmal wirklich selten und was man bekommt ohne unsummen zu zahlen sind meist schlicht mineralogisch interessante stücke, aber sicher nicht schöne. und schön heißt nicht die mega-stufe zu 5-6-stelligen beträgen. es gibt auch schöne zu unter 50 euro. demmoch ist mir ein schön ausgebildeter gelblicher fluorit von mibladen für 20 euro lieber, als ein gleichgroßes, mäßig ausgebildetes stück zu 15 euro von wölsendorf.
ist eben meine meinung. und das war auch bewußt so formuliert, da allein die spanne 500-5000 euro zeigt, daß es einfach ansicht ist was schön und nicht schön ist. und eine diskussion über richtige und falsche angaben zwecklos ist.
beides hat seine berechtigung, genau wie eine persönliche meinung oder assoziation. da braucht es keine einstufung in intelligente oder nicht intelligente aussage. klingt da nierige ausbildung so viel besser? oder ist hirnkoralle eine so viel intelligentere bezeichnung? also das abzuwägen braucht es ja wohl nicht.
Zum Wert: schlicht und einfach relativ. Jede genannte angabe kann richtig sein. Man muß nur jemand finden der die Summe zahlt bzw. fair verhandelt und nicht Vorteil durch übergünstigen Kauf anstrebt. Da Rhodochchrosit generell teuer ist, naja, so zwischen 500-2000 würde ich mal sagen. Also das was man von interessierten Sammlern erwarten dürfte. Allerdings ist mehr wie auch weniger möglich.
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Hallo nochmals,
also der Berthold bringt die Angelegenheit doch auf einen Recht guten Punkt!!
Es wurde doch eine ganz klare Frage gestellt. "Was meint ihr ist diese Stufe Wert?" ist diese Frage.
Und auf dem Foto wird ein Rhodochrosit von Oberneisen gezeigt.
Dann werden immer wieder Händler aus Amerika oder weiß ich woher genannt. Warum vergleicht Ihr solche Stücke mit dem Material was die anbieten. Versucht doch mal ein solches Teil für 2-3000 Euro zu verkaufen und ihr werdet sehr schnell sehen dass das sehr unrealistisch ist. Ich würde sogar behaupten, dass es schon schwierig ist das Teil für 1000 Euro zu verkaufen. Wenn ihr keine Sammler kennt die hohe Qualität suchen, werdet ihr das Stück nicht verkaufen können. Und wenn ihr welche kennt, wollen die für den Betrag eine bessere Stufe haben. Wenn eine solche Stufe von Oberneisen 2-3000 Euro Wert sein soll, was würde denn dann die Stufe von der Grube Schlossberg (siehe Foto) kosten ? Ein fünfstelliger Betrag? Ein solches Stück von der Fundstelle ist wesentlich seltener und so gut wie nicht zu bekommen.
Aber eines habe ich dieses Jahr in München mal ganz deutlich gesehen. Bei vielen Deutschen Mineralien in wirklich guter Qualität war diese Händler aus Amerika billiger als vergleichbare andere Händler aus unserem Land. Bei den Händlern mit den TOP-Stufen, war das Preis-Leistungsverhältnis ganz klar besser. Hier mal ein Beispiel von vielen:
Ein Händler hatte dort einzelne Pyromorphite aus China. Grüne Farbe einzelner Kristall ca. 2,5 cm hoch und max. 1,5 cm im Durchmesser. Die Preise lagen zwischen 200 und 300 Euro. Nun dachte ich, das müsste bei einem deutschen oder chinesischen Händler dann Billiger sein. Weit gefehlt, die hatten überhaupt nicht die Qualität und waren durchweg teurer. Als ich das sah, habe ich ganz gezielt verglichen und festgestellt dass das bei vielen Stücken so war.
Es stimmt durchaus, dass deutsche Mineralien sehr teuer geworden sind oder auch schon immer waren. Das ist mit ein Grund warum ich angefangen habe mir eine Rumäniensammlung anzulegen. Wobei auch dort mittlerweile für TOP-Stücke richtig Geld verlangt wird.
Also um zum Schluss nochmals zum Rhodo aus Oberneisen zurück zu kommen, ich würde ihn für 850 Euro nicht kaufen, so einfach ist das
Gruß loparit
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Hallo Edgar,
so ähnlich habe ich dem Ur- Fragesteller in einer PN geantwortet. Total überteuert.
Oberneisen ist kein international anerkannter Klassiker.
Die Leute, die sich an den Preisen der Ami- Mafia orientieren, tun uns eh keinen Gefallen.
Wilhelm