Mineralienatlas - Fossilienatlas
Arbeitsmittel / Means for work => Reinigung (Präparieren, Konservierung) / Cleaning (Prepare, Conservation) => Thema gestartet von: Dongo am 31 Jan 08, 19:05
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Hallo ,
eigentlich sind Fossilien meine Leidenschaft , habe allerdings auch ein paar Mineralstufen in meiner Sammlung .
Darunter ist auch seit langem eine grosse Malachitstufe aus Shabe /Zaire .
Seit ca. 1 Woche fängt das Stück an , wie manchmal Pyritgeschichten , an einer Stelle auseinanderzubröseln .(Oxydieren ??)
Die Farbe hat sich von Grün in Türkis geändert und von Struktur ist nichts mehr zu sehen .
Wieso nach so langer Zeit .... ???
Ist der Prozess zu stoppen ??
Ich danke der Mineralogischen Fraktion für die Hilfe .
Gruß
Jörg
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Sorry ,
ist meine Anfrage zu "blöd" oder kann mir wirklich niemand was dazu sagen ?
Mit Dank im Voraus
Jörg
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Mach doch mal ein Foto, vielleicht kann man dann mehr dazu sagen
Glück Auf
Thomas
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Zunächst müsste man wissen, was die Umwandlung verursacht, vielleicht ein Säuredampf abgebendes Mineral in der Nähe? Oder zu trockene oder zu feuchte Umgebung? Reste eines Behandlungsmittels, welches sich womöglich in den Ritzen der Stufe befindet und diese von innen zerlegt? Alles schon gehabt, allerdings nicht bei Malachit. Von Markasit kennt man es: erst passiert Jahre gar nichts, dann zerfällt er innerhalb von wenigen Monaten (im gleichen Klima).
Glück Auf
Uwe
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ich würde vllt. mal aufzählen was ursache sein kann und was es für lösungen gibt. dann könnte man sehen. bei malachit wundert mich das, bislang noch nicht gehört. aber markasit.... oh ja, habe da auch so einen ausblühkandidaten und nix in der hand (der konservierer ist so teuer und das stück so klein und solist).
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Hi Jörg,
also nach meinem Dafürhalten ist der Malachit in der von Dir erwähnten Ausbildung aus SHABA
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Hallo,
Vielleicht Chrysokoll dabei. Chrysokoll kann entwässern und dabei derart schrumpfen, dass er Risse bekommt. Das könnte die Stufe schließlich sprengen.
Glück Auf!
Smoeller
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Vorab Danke für eure Antworten .
Habe mich verschrieben , Fundort ist natürlich Shaba .
Habe ein Bild beigefügt . Der hellere Bereich bröselt .
Feucht ist eigentlich nicht , und vergesellschaftet ist die Stufe in einer Vitrine mit einer Gipsstufe , einem Calcit und verschiedenen Fossilien .
Denke mal ich sollte sie besser woanders aufbewahren ?!
Schönen Sonntag noch
Jörg
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ich wüßte nicht was die nähe zu calcit und gips für folgen hätte bzw. zu fossilien.
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Hallo,
Das helle ist Chrysokoll. Wegen Feuchtigkeit brauchst du dir da keine Sorgen zu machen, eher ist die Luft zu trocken. Der Vorgang der Entwässerung von Gelen ist jedoch im Allgemeinen irreversibel. Das bedeutet, es würde nichts bringen, das Stück in Wasser zu legen.
Glück Auf!
Smoeller
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Chrysokoll??
Ich würde mal sagen das sind CuSO4 mit wechselnder Zusammensetzung - meist Langit/Brochantit ... der Malachit als CO3-Träger dürfte dadurch zerfallen, da SO4 mit Luftfeuchtigkeit zu H2SO4 mutieren dürfte ... und der zerfällt nun langsam. Abhilfe sollte der Ausschluß von Luft als Träger von Wasser genügen - ansonsten schade um das schöne Stück.
Wie man allerdings diesen Luftauschluß schafft ... da bin ich überfragt, da Lackieren ja wegfällt. Unterdruck und Trocknung währe aber eine Möglichkeit, die zeitlich begrenzt was bringen könnte.
Was fällt Euch sonst noch ein um dem Kameraden zu helfen? Ich muß nicht immer recht haben ... .
Waidler
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In ein Plastikkästchen (ästhetischer ist Glas) tun und ein Säckchen Entfeuchtungsgel mit rein. Die Chrysokoll- Theorie leuchtet mir aber auch ein.
Gelehrte aller (Bundes-) Länder, streitet euch! ;)
Glück Auf
Uwe
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Viele Köche - viele Geschmäcker! *grins*
Vielleicht will jemand mitdiskutieren? Der Hinweis auf die Josi-Box mit Zeolith dürfte aber schon die RICHTIGE Lösung sein ... mit spukt noch immer die Lackierung durch den Kopf ... Haarspray?? Ist doch Zapon-Lack? Auch wenn mich nun einige Mitglieder steinigen werden ... .
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Hallo,
@Waidler: Langit/Brochantit und die anderen basischen Kupfersulfate sind bei Raumtemperatur stabil. Da entwässert nichts. Habe jedenfalls noch bei keinem meiner Stüfchen Zerfallserscheinungen beobachtet. Chrysokoll hingegen ist oft total zerissen mit polygonalen Schrumpfungsrissen (wie im Lehm einer getrockneten Pfütze).
Zudem ist Chrysokoll im Kongo ein steter Begleiter des Malachits.
Glück Auf!
Smoeller
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Stimmt ... Asche auf mein Haupt!
Aber wie kann ich das Ding konservieren? Tauchen in Kunstharz?
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Hallo ,
und Danke für die Antworten- und Lösungsvorschläge .
Ich habe die Stufe nun erst mal an einen anderen Platz gestellt und warte einfach mal ab wie weit sich die "Pest" noch weiter rein frisst .
Grüße
Jörg
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Eventuell könnte helfen, das Stück mit Silikonöl zu imprägnieren. Müsste vorher an einer Ecke getestet werde, wie es dann aussieht, vielleicht etwas dunkler. Das Öl füllt feinste Risse und blockiert damit atmosphärische Einflüsse. ???
Glück Auf
Uwe